Wikimedia:Woche 20/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 20. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser weltmeisterliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland …

  • Nicole Ebber
  • 17. Juli 2014

Herzlichen Glückwunsch zur 20. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser weltmeisterliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 20/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Keine Deaktivierung des Media Viewers

Etwa 60 Mitglieder der Community der englischsprachigen Wikipedia haben sich in einem RfC für die Deaktivierung des Media Viewers ausgesprochen. Erik Möller von der WMF hat die Umsetzung dieses Votums overruled und dem betreffenden Administrator im Fall einer Wiederholung mit der Deadministrierung gedroht. Später hat er sich für diese Drohung entschuldigt. Derweil hatten etwa 16.000 Wikipedianer den Media Viewer bereits über die BetaFeatures noch vor dessen offizieller Veröffentlichung aktiviert.

Neue Mitglieder des FDC

Da vier Mitglieder des Funds Dissemination Committee (FDC) regulär ausscheiden, hat das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat vier neue Mitglieder für den Spendenverteilungausschuss bestimmt. Es sind Anne Clin (Kanada), Dumisani Ndubane (Südafrika), Matanya Moses (Israel) und Osmar Valdebenito (Chile).

Projekte und Initiativen

Wikidata-Einführungstouren

Helen Albert, Praktikantin bei der Wikimedia Foundation für Wikidata, hat zwei Einführungstouren (Tutorials) für Wikidata erstellt, jeweils eine für Objekte und eine für Aussagen. Bisher sind diese jedoch nur auf Englisch verfügbar.

Wikimedia Foundation verteidigt Nutzer

Im letzten Monat wurden vier Autoren der englischsprachigen Wikipedia vom kanadischen Geschäftsmann und Philantropen Yank Barry verklagt, weil sich er diffamiert fühlte. Drei der vier Autoren haben das Angebot der Foundation angenommen und werden nun bei der Verteidigung unterstützt.

Twitter-Accounts berichten von staatlichen Edits

Auf Initiative eines amerikanischen Nutzers wurde inzwischen mehrere Twitter-Account erstellt, die (halb-)automatisch jüngste Änderungen in der Wikipedia auflisten, die mit IP-Adressen staatlicher Institutionen getätigt wurde. Der erste eingerichtete Account listet Edtis aus dem US-Kongress, inzwischen sind zahlreiche weitere Accounts für die viele Länder gegründet worden. Dazu gehören unter anderem auch Accounts zu den Edits aus Bundes- und Landesinstitution der Bundesrepublik sowie aus den EU-Institutionen.

Technik

PediaPress stellt Buchdruck ein

Erik Möller kündigt an, dass die bisherige Option, Wikipedia-Artikel als gedruckte Bücher bei der Firm PediaPress bestellen zu können, in einigen Wochen eingestellt wird. Seit 2008 wurden 15.000 Bücher bestellt, der Aufwand lohnt sich dafür nicht. Die Wikimedia Foundation ist bereit, die Druckmöglichkeit weiterhin zu unterstützen, wenn a) die Community ein deutliches Interesse daran zeigt und sich b) ein neuer Dienstleister findet.

„Winter“-Designprototyp für die Wikipedia

Brandon Harris hat aufgerufen die neueste Pre-Alpha-Version (0.6) des „Winter“-Designs zu testen (“give me your love, give me your hate“). Das Design fällt vor allem durch die in Ansätzen erkennbare Verfügbarkeit für alle Geräte auf („Responsive Design“), die im neuen Jahresplan der Wikimedia Foundation als Ziel ausgegeben wird.

ogv-Javascript in MediaWiki

Chefentwickler Brion Vibber schreibt in seinem Blog über den neuen Javascript-Videoplayer für ogg-Vorbis-Videodateien, an dessen Entwicklung er maßgeblich beteiligt ist. Ein Testbeispiel ist auf WMFLabs zur Benutzung freigegeben.

Wiki ShootMe!

Wiki ShootMe! ist kein Aufruf zur Gewalt sondern ein Tool, welches nahe gelegene Wikipedia-Artikel anzeigt, die noch kein Foto haben. Ursprünglich war diese Funktion in der Android-App enthalten, bis zur erneuten Implementierung in die mobile App können interessierte Fotografierende nun dieses Tool sowohl mobil als auch am Desktop-Browser benutzen.

Das Problem von Wikipedia-Redesigns

Luis Villa, stellvertretender Justiziar bei der Wikimedia Foundation, schreibt in seinem privaten Blog über die Problematiken der inzwischen sehr populären „Wikipedia-Redesigns“. Es geht ihm vor allem darum, dass die Namensnennung, die von den Creative Commons-Lizenzen verlangt wird, weiterhin schlecht dargestellt werde. Keines der Redesign ginge dieses Problem ernsthaft an.

Ein erster Blick auf das neue Übersetzungswerkzeug

Runa Bhattacharjee schreibt im Foundation-Blog über das neue Übersetzungswerkzeug, das dabei helfen mehr Artikel aus anderen Sprachen zu übersetzen. Vorerst ist nur das Sprachpaar Katalanisch/Spanisch verfügbar, da die Übersetzungscommunity für Katalanisch sehr groß und damit eine gute Grundlage darstellt. Das Tool kann auf WMFLabs getestet werde.

Presse und Websites

10.000 Artikel pro Tag

Der schwedische Wikipedianer Sverker Johansson hat mehr als 2,7 Millionen Artikel mithilfe seines Bots geschrieben. Der deutsche Wikipedianer Achim Raschka kritisiert diese Art Artikel zu schreiben. Nachdem die Diskussion in der Wikipedia bereits lange geführt wurde, hat sie es nun auch in die traditionellen Medien (unter anderem Wall Street Journal, FAZ) geschafft.