Geförderte Projekte aus den Communitys im Mai 2014

Ambitionierte Freiwillige entwickeln und realisieren fortdauernd Ideen und Projekte zur Schaffung freier Inhalte. Bei einem Teil dieser Aktivitäten ist es Wikimedia Deutschland möglich, ihnen finanzielle und organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen. Alleine bei den von WMDE geförderten Projekten sind die Communitys allerdings dermaßen aktiv, dass eine ausreichende Würdigung all ihrer Tätigkeiten den Umfang des Monatsberichts von Wikimedia Deutschland sprengen würde. Wir stellen daher, ergänzend zum Monatsbericht, an dieser Stelle jene Projekte vor, die im Mai 2014 dank dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattgefunden haben.

Fotoprojekte

Aethercircus Steampunk Festival, Foto: Bildermacherei Cuxhaven, K. Tietje, CC-BY-SA 3.0

Auch im Mai fanden wieder einige spannende Fotoprojekte statt, die mit Technikverleih oder Reisekostenerstattungen aus dem Community-Budget gefördert wurden.

Am 2. und 3. Mai trafen sich in Stade Vertreter und Anhänger der Kunstrichtung Steampunk zum Aethercircus Steampunk Festival. Der Wikipedia-Fotograf Bildermacherei brachte Interessante Bilder der Veranstaltung mit.

Dreharbeiten zu Till Eulenspiegel am 15. Mai in Quedlinburg, Foto: Olaf Kosinsky, CC-BY-SA 3.0

Von Olaf Kosinsky wurden am 15. Mai Fotos von den Dreharbeiten für die zweiteilige Eventproduktion Till Eulenspiegel (NDR/MDR) in Quedlinburg aufgenommen. Sie zeigen Darsteller, Kulissen und Kostüme vom Set.

Eurovision Young Musicians ist ein von der Europäischen Rundfunkunion organisierter Wettbewerb für europäische Jugendliche, der in diesem Jahr am 22. Mai in Köln statt fand und von dem Fotografen Mich.kramer besucht wurde. Seine Bilder dienen der Illustration des Wikipedia-Artikels und sind ebenfalls zur freien Nutzung auf Wikimedia-Commons abrufbar.

Europawahl 2014; ZDF-Wahlstudio, Foto: Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0

Längst spielen Wikipedia und Commons aber auch beim tagespolitischen Geschehen eine wichtige Rolle. Gleich drei größere politische Ereignisse wurden in diesem Monat von ehrenamtlichen Fotografen begleitet: von der Pressekonferenz zur Europawahl am 8. Mai, dem Bundesparteitag der Linken im Berliner Velodrom am 10. und 11. Mai und dem Pressetermin im ZDF-Wahlstudio am 25. Mai, stehen professionelle und hochauflösende Bilder zur freien Weiternutzung auf Wikimedia-Commons bereit.

Nachtrag: Benutzer:StagiaireMGIMO war im Mai auf dem 99. Katholikentag und auf der öffentlichen Sitzung der Mitglieder des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Seine Fotos sind ebenfalls auf Commons zu finden.

Community-Treffen

Community-Treffen standen im Mai besonders im Fokus der Förderung. Bereits zu Beginn des Monats fand vom 1. bis 4. Mai ein internationales Treffen im Dreiländereck Oder-Neiße statt. Die Veranstaltung mit dem Titel Wikipedians in Seifhennersdorf wurde dank eines außerordentlichen ehrenamtlichen Engagements realisiert. Weitere Informationen zu dem Treffen sind hier zu finden.

Zwischen Februar und April wurde der 20. Schreibwettbewerb der Wikipedia durchgeführt. Die Jury traf sich am 3. Mai in der Berliner Geschäftsstelle, um die nominierten Artikel aus den Kategorien „Exakte Wissenschaften“, „Kultur“, „Gesellschaftswissenschaften“ und „Geschichte“ zu bewerten. Als Dank für die hervorragende Arbeit der ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren beteiligte sich Wikimedia Deutschland an den vergebenen Preisen. Gewonnen haben die Artikel Direkte Demokratie in Deutschland von Nicolai P. und Dad (Arabischer Buchstabe) von Man77. Der Reviewpreis ging an Cimbail.

Für die Teilnahme am Hackathon, der in diesem Jahr vom 9. bis 11. Mai in Zürich statt fand, wurden zehn Reisestipendien an interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer vergeben.

Um den 10. Mai fanden gleich vier aus dem Community-Budget geförderte Veranstaltungen mit unterschiedlichster Ausrichtung statt:

In Köln traf sich das Organisationsteam der WikiCon zu einem Vorbereitungstreffen. Ein Beitrag mit weiteren Informationen dazu wurde im Blog von Wikimedia Deutschland veröffentlicht.

Wikipedianischer Salon Foto: Andreas Paul, CC-BY-SA 3.0

Zum Abend luden Schlesinger und Andreas Paul zum dritten Wikipedianischen Salon und gingen diesmal der Frage „Wikipedia – Lüge oder Wahrheit?“ nach. Entsprechend dem Motto „der Salon geht auf Reisen“ fand die außerordentlich gut besuchte Veranstaltung diesmal nicht im Berliner Community-Raum, sondern im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft in Berlin-Adlershof statt.

Ebenfalls am Abend trafen sich Wikipedianerinnen zum monatlichen Women-edit im Berliner Community-Raum zum gemeinsamen Editiern.

Aus der Wiktionary-Community kamen am selben Wochenende zehn Mitwirkende für ein zweites und besonders intensives zweitägiges Arbeitstreffen im Real-Life und zum Austausch über die Weiterentwicklung des freien Wörterbuchs in der Berliner Geschäftsstelle zusammen. Das Online-Wörterbuch beinhaltet derzeit über 366.000 von Freiwilligen erstellte deutschsprachige Einträge zu über 200 Sprachen.

Mit der Unfall- und Haftpflichtversicherung und der Kostenübernahme für Gruppen-Exkursionen konnte Wikimedia Deutschland zwei regionale Stammtisch-Treffen unterstützen: Am 17. Mai fand in Aschaffenburg die erste Zusammenkunft des Stammtischs Unterfranken statt. Eindrücke davon sind hier zu sehen. Am darauffolgenden Wochenende trafen sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer zur Exkursion des Stammtischs Ruhrgebiet in Gelsenkirchen.

Des weiteren ist für den Zeitraum vom 28. Mai bis 1. Juni eine speziell auf die Bedürfnisse von Wikipedia-Fotografen ausgerichtete Weiterbildung für Bildbearbeitungen in Cuxhaven geplant. Wikimedia Deutschland übernimmt auf Antrag die Reisekosten der Teilnehmenden.

Ebenfalls ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Freiwilligen, dank derer die Wikipedia auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand auf dem Streetlife-Festival und dem Corso Leopold vertreten sein wird, die vom 31. Mai bis 1. Juni in München statt finden.

Zum Abschluß des Monats laden wir alle interessierten Wikipedianerinnen herzlichst zu einem Edit-a-thon zum Thema Frauen in der Wissenschaft ein. Er findet am 31. Mai im Community-Raum statt.

Lokal K

Das von ehrenamtlichen Wikipedianerinnen und Wikipedianern betriebene Lokal K in Köln öffnete bereits im vergangenen Monat seine Türen für Freunde Freien Wissens. Wikimedia Deutschland durfte die Räumlichkeiten in diesem Monat für den dritten Workshop zum Förderprogramm Freies Wissen nutzen.

Zedler

Zedler-Preisverleihung Foto: Dr. Bernd Gross, CC-BY-SA 3.0

Am 24. Mai fand die diesjährige Zedler-Preisverleihung im Westhafen-Pier in Frankfurt am Main statt, um besonderes Engagement für Freies Wissen zu würdigen. Gewonnen haben

Kategorie I: als Wikipedia-Artikel des Jahres wurde der Artikel Spiropterakarzinom ausgezeichnet.

Kategorie II: der Preis für das Community-Projekt des Jahres wurde gleich zweifach vergeben, und zwar an die Alemannische Wikipedia und die Plattdeutsche Wikipedia, die beide 2013 zehnjähriges Jubiläum gefeiert haben.

Kategorie III: der Preis für das beste externe Projekt des Jahres ging an das Humanitarian OpenStreetMap Team, für das Kartographierungsprojekt infolge desTaifuns Haiyan

Förderprogramm Freies Wissen

Nachdem im Mai das dritte Arbeitstreffen zum FFW statt fand (siehe unter Lokal K), ging der Prototyp des Ideenportals unter ffw.wikimedia.de online und lädt mit echten Projektideen sowohl zum Testen und Kommentieren, als auch zum Eintragen eigener Ideen ein. Weitere aktuelle Entwicklungen können hier verfolgt werden.

Weitere Mitteilungen des Team Communitys

Wir heißen im Team Community zwei Neuzugänge herzlich willkommen:

Birgit Müller übernimmt seit dem 1. Mai Aufgaben rund um die Kommunikation zu technischen und administrativen Neuerungen.

Veronika Krämer ist seit dem 15. Mai für die Bearbeitung von Förderanfragen zuständig.

Nachtrag: Die von der Community erarbeiteten Förderrichtlinien sind am 28. Mai veröffentlicht worden und dienen ab sofort als transparente Grundlage der Freiwilligenförderung.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (14 Bewertungen, Durchschnitt: 3,79 von 5)
Loading...Loading...

Neuzugang im Team Communitys

Foto: Michal Jahn, CC-BY-SA3.0

Ich freue mich, einen besonderen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, den bisherigen “Koordinator Sonderprojekte” Sebastian Sooth – also mich selbst.

Mit dem Umzug der Geschäftsstelle und der Einrichtung der neuen Büro- und Eventräumlichkeiten als öffentlich sichtbare und nutzbare Räume für Projekte rund um Freies Wissen im Tempelhofer Ufer 23-24 ist ein wichtiges Sonderprojekt des Vereins abgeschlossen, dass ich in den letzten Jahren maßgeblich entwickelt und betreut habe.

Auch die Weiterentwicklung des Programmes “Community Projektbudget” ist mit der Arbeit am Beschluss der letzten Mitgliederversammlung zur Einrichtung des Förderprogramms Freies Wissen (FFW) einen großen Schritt weitergekommen. Mit dem Lokal K gibt es seit wenigen Tagen neben dem Community-Projektraum in der Berliner Geschäftsstelle den zweiten Ort im Modellprojekt für lokale Community-Stützpunkte. Und seit März 2014 bin ich neuer Ansprechpartner für die Ausrichtung der Mitgliederversammlung des Vereins.

Ab heute werde ich diese Aufgaben nicht mehr als einzelne Sonderprojekte durchführen, sondern im neu aufgestellten Team Communitys umsetzen. In Zukunft wird es dabei meine Aufgabe sein, diese Aktivitäten konzeptionell und strukturell mit einem klaren Fokus auf die Entwicklung des Vereins zu entwickeln und zu verwirklichen. Einer der Schwerpunkte wird dabei die Frage sein, wie man für die mittlerweile über 10.000 Mitglieder des Vereins attraktive Angebote für die Mitarbeit in den Wikimedia-Communitys schaffen kann.

Zusätzlich werde ich in dieser Rolle den Bereichsleiter des Team Communitys vertreten.

Ihr erreicht mich weiterhin unter sebastian.sooth@wikimedia.de.

Auf weiterhin gute Zusammenarbeit – ich bin gespannt auf die nächsten Schritte, Ideen und Projekte zusammen mit der größten Community für Freies Wissen!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (16 Bewertungen, Durchschnitt: 3,63 von 5)
Loading...Loading...

Geförderte Projekte aus den Communitys im April 2014

Ambitionierte Freiwillige entwickeln und realisieren fortdauernd Ideen und Projekte zur Schaffung freier Inhalte. Bei einem Teil dieser Aktivitäten ist es Wikimedia Deutschland möglich, ihnen finanzielle und organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen. Alleine bei den von WMDE geförderten Projekten, sind die Communitys allerdings dermaßen aktiv, dass eine ausreichende Würdigung all ihrer Tätigkeiten, den Umfang des Monatsberichts von Wikimedia Deutschland sprengen würde. Wir stellen daher, ergänzend zum Monatsbericht, an dieser Stelle jene Projekte vor, die im April 2014 dank dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattgefunden haben.

Fotoprojekte

640px-20140405_Dortmund_MPS_Concert_Party_0202.jpg

Festivalsommer, Foto: Markus Felix, CC-BY-SA 3.0

Die ehrenamtlichen Fotografen des Festivalsommers sind mittlerweile auf fast keinem wichtigen Musikevent mehr wegzudenken. Im April waren sie mit Förderung aus dem Community-Budget auf insgesamt 9 Veranstaltungen präsent, um das freie Medienarchiv Commons in gewohnt hohen Qualitätsstandarts mit Bildern von Bands und DJs zu ergänzen. Im Einzelnen waren das:

  • MPS Konzertparta (Dortmund)
  • Popsalon (Osnabrück)
  • Appen musiziert (Appen)
  • Paaspop (Schijndel)
  • Tonspuren Irsee (Kloster Irsee)
  • Dark Munich Festival (München)
  • Operation Metal Attack (Wuppertal)
  • Mayday (Dortmund)
  • MPS Dortmund

Die jeweiligen Ergebnisse sind über den Festivalplan 2014 zu finden.

Grimme-Preisverleihung, Foto: Krd, CC-BY-SA 3.0

Die ehrenamtlichen Commons-Fotografen Krd und Michael Schilling waren am 4. April mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland auf der Grimme-Preis-Verleihung und bereicherten die Wikipedia anschließend mit interessanten freien Fotos bekannter Persönlichkeiten.

Auch Fotowettbewerbe haben mittlerweile fast schon Tradition in der Wikipedia-Community. Nach der Auszeichnung des besten freien Weihnachts-Fotos, findet nun erstmals auch ein Osterfoto-Wettbewerb statt. Wikimedia Deutschland beteiligte sich an dem Wettbewerb mit der Bereitstellung mehrerer Preise. Die Abstimmung über das beste Foto mit inhaltlichem Bezug zum Osterfest wird im Mai statt finden.

Communityraum Berlin und Communitytreffen

Zur Ausgestaltung des Community-Raums in der Berliner Geschäftsstelle, brachten Community-Mitglieder den beauftragten Innenarchitekten am 1. April spannende und konstruktive Vorschläge entgegen. Als Ergebnis soll der Raum, der den Freiwilligen Autorinnen und Autoren zu Arbeits- und Kommunikationstreffen dient, im Stile eines Salons eingerichtet werden.

An der regelmäßig am 1. Mittwoch jeden Monats stattfindenden Women-edit-Veranstaltung, trafen auch im April wieder erfahrene und unerfahrene Wikipedianerinnen in dem Berliner Community-Raum aufeinander, um Bearbeitungstipps auszutauschen und News aus dem Wikiversum, auch für Außenstehende nachvollziehbar, zu erläutern.

Community-Raum Berlin, Foto: Dirk Franke, CC-BY-SA 3.0

Eines der Highlights der Wiki-Community-Veranstaltungen in diesem Monat war das überregionale Treffen in Regensburg. Vom 11. bis 13. April kamen zum 13. Mal Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus dem Süddeutschen Raum und Zugereiste von Hamburg bis Wien und Berlin bis Aachen zusammen. Dort konnten ebenso neue Kontakte geknüpft wie alte, meist sehr lieb gewonnene Bekanntschaften wiedergetroffen, aber vor allem auch neue Projektideen oder anstehende Aktivitäten geplant, diskutiert und vorangetrieben werden. (…weiterlesen).

Das Offene Editieren ging am 24. April in seine 7. Runde. Bei dem geselligen Zusammentreffen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern, wurden auch diesmal wieder Freie Inhalte geschaffen, wie beispielsweise ein Abschnitt zur chemischen Analytik im Artikel Opium von dem Autor Mellebga.

Lokal K in Köln eröffnet

Einweihung des Lokal K, Foto: Geolina163, CC-BY-SA 3.0

Wikimedia Deutschland beglückwünscht die Kölner-Community zur Eröffnung des ersten lokalen Community-Stützpunktes außerhalb der Berliner Geschäftsstelle. Dank der Organisation und dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland, besteht das “Lokal K” seit dem 15. April als Anlaufstelle in Köln für Projekte rund um Freies Wissen und insbesondere als Treffpunkt für die Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus dem Kölner Raum. Erste Aktivitäten sind für Mai geplant.

WikiCon

Am 22. April wurde der Vertrag zwischen Wikimedia Deutschland und dem Komed Im Mediapark in Köln unterzeichnet. Dort wird die diesjährige WikiCon stattfinden. Das „Orga-Team“, das die Veranstaltung bereits im vergangenen Jahr stemmte, ist bereits intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Zedler-Preis

Die Sieger der Zedler-Preisverleihung stehen fest. Auch in diesem Jahr wurden wieder hervorragende Wikipedia-Artikel, und spannende Projekte innerhalb wie außerhalb des Wikimedia-Universums für die Shortlist ausgewählt. Bis zur Preisverleihung am 24. Mai, auf der die Gewinner verkündet werden, ist jedoch noch ein wenig Geduld erforderlich…

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 4,56 von 5)
Loading...Loading...

Herzliche Einladung zum Workshop “Freies Online-Lexikon für Kinder” in Berlin

Ein Gastbeitrag von Michael Schulte:

“Kinder ab dem Grundschulalter nutzen die Wikipedia heute schon sehr intensiv: in der Schule, zu Hause und unterwegs. Laut KIM-Studie 2012 schaut sich ein Drittel der 6- bis 13-jährigen Computernutzer mindestens einmal wöchentlich Wikipedia-Artikel an. Aber als Allgemein-Enzyklopädie ist sie natürlich nicht speziell für Kinder geschrieben und gestaltet. Aus diesem Grund setze ich mich für den Aufbau eines kindertauglichen Online-Lexikons ein, das sich an den Wikipedia-Grundprinzipien orientiert. Interessierte Wikipedianer, Lehrer, Journalisten und andere potenzielle Unterstützer eines solchen Projektes möchte ich zu einem ersten Workshop einladen:

Wann und wo: Dienstag, 29. April 2014 von 18 bis 22 Uhr in der Wikimedia-Geschäftsstelle in Berlin

Der Workshop soll sich vor allem damit auseinandersetzen, wie genau ein freies Online-Lexikon für Kinder entstehen und aussehen kann. Mein Ziel ist ein Grundstock von kindgerechten Artikeln zu Themen, die maßgeblich von Kindern mitbestimmt werden. Die Artikel selbst können ebenfalls von Kindern erstellt werden (von Schulklassen und ihren Lehrern), aber natürlich auch von Erwachsenen. Basis für die Kinder-Artikel sollen die Artikel der Wikipedia sein, die zwar für die Zielgruppe Kinder oft zu lang und zu kompliziert geschrieben sind, die aber dennoch in vielen Fällen die für Kinder relevanten Fakten enthalten. Wie genau die Artikel aussehen, wo sie erstellt und veröffentlicht werden und wer alles als Unterstützer in Frage kommt, soll im Laufe des Projekts entwickelt und erprobt werden.

Mein Wunsch ist es, noch im Sommer 2014 ein Pilotprojekt zu starten, um auch Kritierien für gute Kinder-Artikel zu entwickeln – gemeinsam mit der Zielgruppe der 6- bis 12-jährigen Kinder und mit interessierten Autoren. Ins Pilotprojekt einbringen möchte ich meine langjährige Erfahrung als Redakteur und Autor von Kindersendungen (Kakadu / Deutschlandradio) und als Gründer und Projektleiter des gemeinnützigen Hörportals Ohrka.de.

Vorstellen kann ich mir die Veröffentlichung der Kinder-Artikel in einem WordPress-Blog. Dabei sollte immer mitgedacht werden, ob und wie diese Inhalte in Wikimedia-Projekten integriert werden können. Denkbar ist zum Beispiel die Begleitung des Projekts auf einer Wikipedia-Projektseite wie beim Projekt “Kinderleicht” der Redaktion Medizin, die bislang umfangreichste Initiative in Sachen Kinder-Lexikon im Umfeld der Wikipedia. Auf internationaler Ebene ist das Projekt Vikidia mit Kinder-Lexika in verschiedenen Sprachen am weitesten vorangeschritten, eine deutsche Version gibt es allerdings noch nicht. In der deutschsprachigen Wikipedia wurde zuletzt 2010 intensiver über die Einrichtung eines deutschen Wikipedia-Angebots für Kinder diskutiert: In einem Meinungsbild sprach sich damals eine Mehrheit gegen ein nicht fachlich begleitetes Kinder-Lexikon innerhalb der Wikipedia aus.

Um von den Erfahrungen anderer Medienangebote für Kinder zu profitieren, sind für den Workshop Vertreter von “Klaro” und “Hanisauland” angefragt. Diese werden vorstellen, wie sie Kinder beteiligen und wie sie kindgerechte Inhalte definieren. “Klaro Kindernachrichten” ist ein Schulklassenprojekt des Bayerischen Rundfunks, bei dem Viertklässler die Themen und Fragen einer 8-minütigen Nachrichtensendung für Kinder bestimmen. Hanisauland, die Kinderseite der Bundeszentrale für politische Bildung, bietet u.a. ein Politik-Lexikon mit 800 Begriffen und 600 Kalendereinträgen.

Auch mögliche Projektbeteiligte jenseits der Wikipedia-Community, d.h. Schüler und Lehrer, sollen nach Möglichkeit an der Veranstaltung teilnehmen. Der Workshop soll dazu dienen, möglichst viele Vorschläge, Hinweise und frühere Überlegungen zu berücksichtigen.

Über eine rege Teilnahme am Workshop in Berlin würde ich mich sehr freuen!

Michael (Wiktoriapark)

Dieser Workshop findet im Rahmen des FFW-Servicepaketes zur Projektentwicklung in den offenen Workshop-Räumlichkeiten von Wikimedia Deutschland statt.”

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, ist aber möglich direkt auf der Seite zum Workshop https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Wiktoriapark/Workshop_Kinderlexikon.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...Loading...

Wikisource: ein Projekt wird 30.000

Das Wikisource-Logo

Wikisource ist eines der Projekte der Wikimedia Foundation und damit eines der Schwesterprojekte der Wikipedia. Wikisource ist eine Sammlung von Quellentexten, die entweder urheberrechtsfrei sind oder unter einer freien Lizenz stehen. Das deutschsprachigen Wikisource hat vor kurzem die Schwelle von 30.000 gesammelten Quellentexten überwunden.

Der Wikisource-Aktive Konrad Stein hat anlässlich dieses Meilensteines eines Artikel im Wikipedia-Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der deutschsprachigen Wikipedia geschrieben. Wir freuen uns, diesen Text leicht redaktionell angepasst, hier veröffentlichen zu können.

Das Logo ist Programm: Ein Eisberg, man sieht die Spitze, „doch das im Schatten sieht man nicht“ (jedenfalls nicht gleich). Die Rede ist von Wikisource. Was ist Wikisource? Wenn Wikipedia das Lexikon der Welt ist, so ist Wikisource die Bibliothek der Welt (und de.wikisource.org die Bibliothek der deutschsprachigen Welt). Hier geht es nicht um schnelle, verlässliche Informationen über ein Wissensgebiet, hier geht es um sichere, verlässliche Texte zu diesem Wissensgebiet! Verlässlichkeit und Relevanz sind die Leitplanken von Wikisource.

Um ein Beispiel zu geben: Grimms Märchen. Wikisource gibt nicht einfach nur den Text von Grimms Märchen, sondern gibt alle Kinder- und Hausmärchen in allen Fassungen aller Auflagen von der ersten 1. Auflage 1812/15 bis zur 7. Auflage 1857 (Lebenszeit der Grimms). Hier kann jeder einsteigen: der Märchenliebhaber, dem die Erinnerung verblasst, bis zum Forschenden, der es auf Punkt und Komma genau braucht.

Apropos Verlässlichkeit: Bei Wikisource wird bis auf Punkt und Komma genau wiedergegeben, was die großen (und kleineren) Geister der Weltgeschichte über die Welt und ihre Geschichte gedacht – und vor allem: geschrieben – haben. Um das klar zu sagen: Jeder kann den Ursprung und das Ergebnis miteinander vergleichen. Rechts ist das Original zu sehen, links die Übertragung. Und wer einen Fehler findet: her damit! Im Unterschied zu den akademischen Druckwerken, verbessert sich WS täglich, stündlich…

Was ist bei Wikisource zu finden?

Was ist bei Wikisource zu finden? Alles! Oder jedenfalls: fast alles Mögliche. Bei Wikisource arbeiten Spezialisten aus allen möglichen Bereichen des Wissens aller Zeiten. Das klingt anmaßend, gewiß. Aber geben wir Beispiele.

* Gesetzblätter: Neben der Edition des Reichsgesetzblattes weist Wikisource frühneuzeitliche und moderne Gesetzes- und Amtsblätter dutzender deutscher und europäischer Staaten nach. Die Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bieten ältere Rechtsquellen.
* Mathematik. Hier erstreckt sich die Vielfalt von geometrischen Lehrbüchern, geschrieben von Albrecht Dürer, bis hin zu der Milleniumsrede von Hilbert’s, die erst seit Kurzem gemeinfrei ist. Durch akkuraten Formelsatz können auch komplexe Klassiker wie Riemann’s Über die Anzahl der Primzahlen unter einer gegebenen Größe originalgetreu gelesen werden.
* Physik und Chemie. Das Feld der Naturwissenschaften können wir natürlich nicht komplett abdecken, aber wir versuchen es trotzdem! Sowohl Periodika, wie die Annalen der Physik, als auch sehr spezielle Abhandlungen sind hier zu finden. Da wäre zum Beispiel der Aufsatz Flüssige Kristalle und ihr scheinbares Leben, der schon 1921 die heute so wichtigen Flüssigkristalle beschreibt. Aber auch das sehr gut zusammengestellte Themengebiet Relativitätstheorie ist den einen oder andern Blick wert.
* Klassische Philologie. Wikisource bietet Übersichtsseiten zu zahlreichen antiken Autoren, deren Werk mit Hinweisen auf (kritische) Textausgaben und Übersetzungen sowie auf wichtige (gemeinfreie) Sekundärliteratur vorgestellt wird. Beispiele für besonders detaillierte Autorenseiten sind die zu den Dichtern Apollonios von Rhodos, Claudian, Flavius Josephus, Seneca und Hesiod. Wikisource bietet auch Digitalisate von ausgewählten antiken literarischen Werken an: zum Beispiel Euripides’ Tragödien ”Iphigenie in Aulis” und ”Die Phönizierinnen” (übersetzt von Friedrich Schiller); Aristophanes’ Komödie ”Die Wolken” (übersetzt von Johann Jakob Christian Donner); ausgewählte Werke des jüdischen Gelehrten Philon und sämtliche Werke des Sophisten Lukian von Samosata (übersetzt von August Friedrich Pauly). Apropos Pauly: Auf ihn geht das wichtigste Nachschlagewerk der Altertumswissenschaft zurück (”Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft”), dessen Neubearbeitung (Stuttgart 1893ff.) sukzessive erschlossen wird. Wikisource bietet derzeit über 13.000 Artikel im Volltext (mit Scans) und pflegt ein Autorenverzeichnis.

Literatur, Religion und Geschichtswissenschaft

* Literatur: Die Liebhaber klassischer Belletristik finden viel Lesefutter, von spätmittelalterlichen Satiren (Doctor Brants Narrenschiff) über Shakespeare’s Dramen (Romeo und Julia) und klassische Kinderbücher (Struwwelpeter) bis hin zur Göttlichen Komödie. Eine eigene Seite weist die hier edierten Erstausgaben nach.
* Sagen und Märchen bilden mit der Erzählforschung einen weiteren Arbeitsschwerpunkt. Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm gibt es in allen sieben Auflagen zu lesen, eine umfangreiche Themenseite weist Sagensammlungen nach.
* Religion: Was schrieb Luther eigentlich in seinen 95 Thesen? Was hat der Talmud mit Mathematik zu tun? Und welcher Frieden beendete die Ära der Religionskriege in Europa? Themenseiten zu Gebeten, Gesangbüchern oder dem Buddhismus runden das Angebot ab.
* Die Geschichtswissenschaft findet Editionen wie die Quellensammlung zur Geschichte der Deutschen Reichsverfassung in Mittelalter und Neuzeit oder die Acta Borussica, wenig bekannte (Britisch-Amerikanischer Krieg) und berühmte Ereignisse (Wiener Kongress) mit den deutschsprachigen Quellen und der älteren Sekundärliteratur. Alle Disziplinen und Epochen sind vertreten, von der antiken Medizingeschichte (RE:Augenärzte) bis zur neuzeitlichen Technikgeschichte (Perpetuum mobile).
* Die Unterhaltungsliteratur ist mit Krimis, vielen Romanen, Erzählungen und Gedichten aus der Illustrierten Die Gartenlaube oder auch der frühen Science-Fiction vertreten. Es gibt die Volksbücher (Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel), klassische Lügenmärchen (Des Freyherrn von Münchhausen Wunderbare Reisen), Groschenhefte, Robinsonaden und Ritterromane.

Recht, Musik und Honigbienen

* 55 (von 64) Württembergischen Oberamtsbeschreibungen
* Reichsgesetzblatt (Deutschland): Das ist ein echtes Desiderat im freien Internet, die Ausgaben vor 1919 sind ohne Konkurrenz und wurden deshalb auch über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek verlinkt  für den  Nutzerservice im Routinebetrieb für 615 Bibliotheken bzw. Forschungseinrichtungen. Stand derzeit: Es wurden bisher 37 komplette Jahrgänge (mit Norddeutschem Bund) von 1867 bis 1903 mit 3015 Rechtstexten transkribiert. Darin enthalten sind  478 Verträge und Vertragsnachträge, viele davon sind zweisprachig (Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch,Dänisch, Schwedisch, Norwegisch,Ungarisch, Niederländisch, Russisch, Malagasy). Es erfolgen Zusammenstellungen auf passenden Wikisource-Themenseiten und Verlinkungen mit entsprechenden Wikipedia-Artikeln.
* Musik. Ein großes Feld. Geboten werden Grundlagentexte von Robert Schumanns Musikkritiken Gesammelte Schriften über Musik und Musiker oder Johann Joachim QuantzVersuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen bis zur Moderne. Links zu den einflussreichsten Musikzeitschriften und deren inhaltliche Erschließung bis hin zu Musiklexika.

Am einfachsten erschließt sich die Vielfalt aber durch einen Blick auf die Themenseiten: von Odysseus über Honigbienen bis zu Parfüm, Seifen und Kosmetik (um nur ganz willkürlich zu verfahren) finden sich Links zu Volltexten (zum sofortlesen und zitieren), Übersichten der Literatur die per Klick zu erreichen ist bis zu Hinweisen auf Themenverwandtes und Entfernteres.

Großprojekte
Großprojekte: Es gibt dann noch eine handvoll Großprojekte, an die sich keine öffentliche Institution herantraut (und wenn, mit wenig Fortüne). Ganz Schlaglichtartig:

* Die Allgemeine Deutsche Biographie, tja, das sind gleich rund 26.000 Personenartikel zur Deutschen Geschichte, die mittlerweile auch durch öffentlich geförderte Portale dargeboten werden, aber, wie sich herausstellt, in ungenügender Textredaktion – einfach nur eine gute OCR über historische Texte laufen zu lassen reicht nicht. Sachverstand gehört dazu, Fleiß auch und so: die Verlässlichkeit liegt bei WikiSource…! Nebenbei bemerkt sind zehntausende der Wikipedia-Artikel über Personen des 9ten–19ten Jahrhunderts durch dieses Projekt aufgewertet worden.
* Die Gartenlaube – wie unzählig oft sind Witze über diese „Familienzeitschrift“ gemacht worden. Aber nüchtern betrachtet haben wir es hier mit knapp fünfzig Jahren (1853–1899 – obwohl die Zeitschrift, durch alle Stadien der Perversion bis 1944 weitergeführt wurde) Kulturgeschichte aus erster Hand zu tun. „Gartenlaube“, das klingt nach ‚Familien–Nettigkeiten‘ im Stile von „Bunte“ oder „Bild der Frau“. Aber weit gefehlt. Was hier an Daten-Fakten–Dokumenten versammelt ist (aber auch – gelegentlich an: Indoktrination) das kann sich in Bezug auf heutigen Journalismus absolut sehen lassen. So gründlich werden heutigentags die Leser weder von der „Zeit“ noch vom „Spiegel“, noch gar vom „Focus“ informiert.
* Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaftca. 13.300 Artikel. Spektakuläres Projekt zur Sicherung unseres klassisch-antikes Erbes. Hier vereinigt sich Sachkompetenz mit den Erkenntnissen früheren Jahrhunderten. Überflüssig zu sagen: ein Projekt unabhängig von außerordentlich teuren akademischen Projekten.
*Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, jetzt bereits ca. 10.000 Artikel – ein geradezu heroisches Projekt von unser Userin ”Zabia”. Das 60bändige Werk von Constantin von Wurzbach transkribiert und gewidmet: 60 Bände, Wien 1856–1891, mit Nachrichten und derart präzisen biographischen und werkgeschichtlichen Fakten, die bis heute nicht eingeholt sind… Ein Lebenswerk… Nein, dero zwei…
* Ach, da wären noch die „Zeitschriften“, nein, nicht nur ein Überblick, welche Periodika in der Kulturgeschichte relevant wurden, sondern: wo man sie bekommt – und: was in ihnen enthalten ist. Ein Service, dem die Bibliothekare Mitteleuropas in den letzten 300 Jahren nicht nachzukommen in der Lage waren – Wikisource hilft – wissend, dass nicht nur Bücher, sondern auch Artikel und Essays die Weltgeschichte vorangetrieben haben.

Schätze der Artikel aus Zeitschriften, Jahrbüchern und sonstigen Periodika

Selbstverständlich suchen die Sourcianer enge Vernetzung mit den Pedianern. Denn das Wissensversum kennt nicht nur Oberflächen, sondern auch Tiefenstaffelung. Das betrifft nicht nur die Kreuz- und Querverweis von Autoren- oder Themenartikel. Das betrifft z. B. auch Lesehilfen. Taucht in einem Text die Rede von Captatio benevolentiae auf, schon hilft ein Klick über die verpasste Lateinstunde hinweg.

Seit kurzem beginnt WS auch eine Aufgabe zu erfüllen, die seit Hunderten Jahren von den Bibliotheken nicht erfüllt wird. Nämlich die Schätze der Artikel aus Zeitschriften, Jahrbüchern und sonstigen Periodika zu heben. Das betrifft die inhaltliche Erschließung so einflussreicher Magazine wie die Deutsche RundschauNord und Süd oder der Neue Zeitschrift für Musik, in denen keineswegs nur Geschwätz des Tages und Ereignisse der Nachbarstadt gemeldet wurden, sondern hauptsächlich profunde Essays oder Erstdrucke wie Ueber die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden von Heinrich von Kleist – um nur ein Beispiel von sehr vielen zu nennen.

Für alle Beteiligten ist es sehr schön zu sehen, dass sich der Kreis der Aktiven langsam aber stetig vergrößert. Aber überaus erstaunlich ist die Tatsache, was eine dann doch so überschaubare Community an Texten gewälzt hat: 30.000 waren es jüngst und noch bevor der Gedenksteinartikel geschrieben ist, sind es wieder ein paar Hundert mehr – und unter der Wasseroberfläche…

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 4,43 von 5)
Loading...Loading...

Stippvisite beim Chapter in Israel

Editathon in der Nationalbibliothek Israel

 

Bei einer privaten Reise nach Israel wollte ich die Gelegenheit nicht auslassen und bei den Kolleginnen und Kollegen  von Wikimedia Israel  vorbeischauen. Genau wie Wikimedia Deutschland hatte auch das israelische Chapter gerade neue Räume bezogen, mit zwei Angestellten und einem großen Communityraum, der für Treffen der Wikimedia-Communitys zur Verfügung steht. Die hebräische Wikip/mediacommunity ist klein, aber sehr aktiv. In der Geschäftsstelle traf ich auch gleich Amos an, einen aktiven Freiwilligen, der mit WikiAir fantastische Fotoflüge für die Bebilderungen der Artikel zu Israel durchführt.  Ein paar Tage vor meinem Besuch hatte außerdem ein Hackathon stattgefunden, bei dem über 70 Freiwillige kamen. Das hat die Teilnehmenden und Wikimedia Israel sehr positiv überrascht. So viel Interesse hatte man bei den “kleinen Communitys” nicht erwartet und zeigt vielleicht welche ganz eigenen Stärken in den israelischen Communitys noch schlummern und sich gerade mit den organisierten Treffen erst entwickeln. Darüber hinaus gibt es von dem Chapter unterstützt und von den Freiwilligen organisiert regelmäßige Touren in die zahlreichen Museen oder an denkmalgeschütze Orte.

Ich durfte dann noch einer Premiere beiwohnen und konnte dort am ersten Editathon der hebräischen Wikipedia teilnehmen und beobachten wie Wikipedianer Dror an der Nationalbiliothek Israel  Wikipedianeulinge anleitete. Dror, langjähriger und gestandener Wikipedianer, war in den letzten 6 Monaten “Wikipedian in Residence” bei der israelischen Nationalbibliothek gewesen und hatte so den Workshop an diesem renommierten Ort möglich machen können. Etwa 30 Menschen waren gekommen, jeder “Newbie” bekam eine Art Buddy, mit dem erste Schritte in der Wikipedia gemeinsam gegangen werden konnten. Vorher gab Dror in einem kurzen Input eine exzellente Übersicht und Einführung in die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte. Eine tolle Gelegenheit für mich, die Eigenheiten der hebräischen Wikipedia kennen zu lernen: Der erste Artikel  der hebräischen Wikipedia war “Mathematik”, und die aktive israelische Community in der Region des Nahen Osten hat auch Wikipedien in Minderheitssprachen auf die Beine helfen können, wie z.B. der tscherkessischen Wikipedia , eine in Israel lebende Minderheit, mit bisher nur 2 Autoren, die aber weiter wächst.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,17 von 5)
Loading...Loading...