Archiv für die ‘Wikimania’ Kategorie



60 Möglichkeiten, um Wikipedia-Neulingen zu helfen

von Lodewijk Gelauff im englischsprachigen Original hier zu finden

 

Diskussion im „Wikimania Discussion Room“
(by Deror_avi, cc-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Diesen August hatten Iolanda Pensa und ich die Ehre, im „Wikimania Discussion Room“ eine Diskussion zu dem Thema „Neue Benutzer und Benutzerinnnen willkommen heißen und langfristig binden“ zu führen. Diese Diskussion war als Brainstorming-Session angesetzt und war eine der lohnenswerten Erfahrungen während der Wikimania. Der Schwerpunkt der Sitzung lag auf Ideen und Möglichkeiten, wie wir als Community dazu beitragen können, das Engagement von Neulingen zu fördern und langfristig sicherzustellen. Ich hoffe, dass einige unserer Ideen als Inspirationsquelle dienen werden.
Die Diskussion am Runden Tisch fand während der Wikimania statt. Alle waren willkommen, eine Expertengruppe gab es nicht und der Vorbereitungsaufwand war ziemlich gering. Das Ziel der Diskussion war es, 30 Möglichkeiten zu identifizieren, um Neulinge zur Beteiligung an Wikimedia-Projekten zu motivieren und ihr Engagement aufrechtzuerhalten, wobei die Ideen und deren Umsetzung weder von der Wikimedia Foundation – oder angeschlossenen Organisationen – noch vom Entwicklerteam abhängig sein sollten. Ich freue mich sehr, verkünden zu dürfen, dass wir 60 Wege zur Unterstützung neuer Benutzerinnen und Benutzer gefunden haben. Und obwohl sich einige der Ideen hier und da etwas überschneiden, ist das ein sehr beachtliches Ergebnis. Am Ende der Diskussionsrunde baten wir alle TeilnehmerInnen sich zu verpflichten, im nächsten Monat einige der 60 Maßnahmen zur Unterstützung neuer BenutzerInnen persönlich zu implementieren.

Viele Leute nahmen teil

Die vorgebrachten Ideen waren sehr vielfältig. Die Originalliste der Ideen ist in den Diskussionsnotizen einsehbar (in englischer Sprache). In diesem Post möchte ich gerne eine verkürzte Version dieser Liste mit euch teilen, in der einige Punkte zusammengefasst und weiter ausgeführt sind. Ich möchte alle Erfahrenen dazu ermutigen, sich diese Liste mit den unterschiedlichen Ideen in Ruhe anzuschauen. Und genau wie die Teilnehmenden der Diskussion, möchte ich auch euch darum bitten, mindestens eine dieser Ideen in den kommenden Wochen umzusetzen – und wenn ihr möchtet, dies in einem Kommentar zu diesem Blog-Post bekannt zu geben. Euer Engagement kann andere dazu ermutigen, dasselbe zu tun!

Lodewijk Gelauff, Moderator des „Wikimania Discussion Room“ und Freiwilliger bei Wikimedia Niederlande

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„Wir sind nicht allein!“ – Rückblick auf die Wikimania 2014

„Wir sind nicht allein!“ – ja, so hätte das inoffizielle Motto der Wikimania 2014 lauten können. Denn während es bei den letztjährigen Wikimania-Konferenzen vor allem um die Wikimedia-Communities und ihre Projekte, Vorhaben und Entwicklungen ging, standen diesmal auch thematisch verwandte Organisationen und Bewegungen wie Open Data und Bürgerjournalismus im Fokus der Wikimania.

Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International, umriss Gemeinsamkeiten zwischen Amnesty und Wikimedia
(by Henry Kellner, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Einen ersten Vorgeschmack darauf gab bereits der Eröffnungsredner Salil Shetty, Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Eindrücklich zeigte er Ähnlichkeiten in der Entwicklung der Amnesty- und der Wikimedia-Bewegung auf und umriss Gemeinsamkeiten hinsichtlich der humanitären Bedeutung beider Organisationen. Beide setzten sich auf ihre Art und Weise für Menschenrechte ein und seien „zwei große Bewegungen unserer Zeit“.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und die neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Lila Tretikov, hielten ebenfalls Eröffnungsreden. Und setzten einen ganz besonderen Fokus: Am Vortag hatten beide bereits auf einer Pressekonferenz den neuen Transparenzbericht der Wikimedia-Stiftung vorgelegt und stolz verkündet, dass sich die rechtlichen Eingriffe in die Wikimedia-Projekte sehr, sehr gering hielten. Mit deutlichen Worten kritisierten beide das vom Europäischen Gerichtshof geschaffene „Recht auf Vergessenwerden“ und gaben damit der Stiftung und der Wikimedia-Bewegung eine unerwartet starke netzpolitische Position.

Datentankstelle mit Star-Allüren, GLAM und Liquid Lobbying

Jimmy Wales (rechts) begutachtet die Datentankstelle
(by Sebastian Sooth, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Open Data zum Anfassen und Auftanken gab es am Stand von Wikimedia Deutschland. Die Datentankstelle, heimlicher Star der Wikimania mit entsprechenden Allüren (verspätetes Erscheinen), zog große Aufmerksamkeit auf sich. Auch Jimmy Wales wollte wissen, wie man sich an der “data pump” den Rohstoff des 21. Jahrhunderts – Informationen bzw. offene Daten – bequem auf sein mobiles Gerät laden kann, von Verwaltungs- oder Geodaten bis zu freier Musik und Katzenbildern.

Wie Kulturinstitutionen sowie Coderinnen und Codern zugleich gezeigt werden kann, welches Potenzial auch für die Wikimedia-Projekte in digitalisiertem Kulturgut steckt, wurde bei der Präsentation des Kultur-Hackathons Coding da Vinci deutlich. Wikimedia Deutschland und Vertretende der Partnerorganisationen teilten mit einem interessierten Publikum ihre Erfahrungen mit der Entwicklung und den Resultaten des Programmierwettbewerbs unter Beteiligung von 16 Kultureinrichtungen.
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Wikidata und andere Technik auf der Wikimania

Denny, Lydia und Daniel (von Fabrice Florin, CC-by-sa 2.0)

Ich bin zurück von einer großartigen Wikimania. Zunächst einmal vielen Dank an alle, die geholfen haben die Veranstaltung zu organisieren. Es war sehr gut organisiert und eine nützliche und produktive Veranstaltung. Ich war dort, um alles rund um Wikidata sowie neue Technik wie den VisualEditor und Flow und ihre Auswirkungen auf die deutschsprachige Wikipedia zu diskutieren.

Ich hatte den Eindruck, dass Wikidata und der Visual Editor in aller Munde waren während dieser Wikimania. Egal zu welchem Vortrag, welcher Diskussionsrunde oder welchem Abendessen ich ging – jedes einzelne von ihnen hatte Wikidata und den VisualEditor zum in irgendeiner Form zum Thema. Es ist großartig zu sehen wie die Wikimedia-Gemeinschaft Wikidata in seine Reihen aufnimmt. Und der VisualEditor – auch wenn noch unfertig – scheint auch sehr schnell zu diesem Punkt zu kommen.
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Wikidata and other technical bits at Wikimania

Denny, Lydia and Daniel (by Fabrice Florin, CC-by-sa 2.0)

I’m back from an amazing Wikimania. First of all thank you to everyone who helped make the event happen. It was very well organized and an overall useful and productive event. I was there to discuss everything Wikidata as well as new technology like the Visual Editor and Flow and how they affect the German language Wikipedia.

It felt like Wikidata and the Visual Editor were on everyone’s mind during this Wikimania. No matter which talk or panel or dinner I went to – every single one of them mentioned Wikidata and the Visual Editor in some way. It’s great to see the Wikimedia community embrace Wikidata as its sister project. And the VisualEditor – while still rough – it seems is getting to that point very quickly too.
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Chapters Dialogue beginnt!

Auf der Wikimania in Hong Kong waren unglaubliche viele Menschen des Wikiversums vertreten (von Qweaz, CC-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Für das Kick-Off des Chapters Dialogue hätten wir – die Stabsstelle Internationales – uns keinen besseren Ort als die Wikimania 2013 in Hong Kong wünschen können: Zahlreiche Menschen der Wikimedia-Chapter aus aller Welt sowie Mitglieder der Wikimedia Foundation, des Boards of Trustees, des Funds Dissemination Committees (FDC) und des Affiliation Committees (AffCom) kamen zusammen, um fünf Tage lang das breite Themenspektrum des Wikimedia-Universums zu diskutieren. Die perfekte Gelegenheit für Nicole Ebber und Kira Krämer also, um mit möglichst vielen Leuten über unser neues Projekt „Chapters Dialogue“ zu sprechen. Für Kira bot sich sogar die Möglichkeit, bereits erste Interviews führen zu können.

Was ist Chapters Dialogue nochmal?

Bei dem Projekt Chapters Dialogue geht es darum, Bedürfnisse, Ziele und persönlichen Geschichten von allen Wikimedia-Chaptern und weiteren Organisationen strukturiert zu sammeln und auszuwerten, um ein gemeinsames Verständnis der momentanen Situation des Wikimedia-Universums zu schaffen. Und was könnte einen Dialog besser starten, als ein persönliches Gespräch? Hierfür gab es auf der Wikimania genügend Gelegenheiten.

Vorstellung des Projekts auf der Pre-Conference der Wikimania

Gestartet sind wir mit einer zweistündigen Session auf der sogenannten Pre-Conference, welche die zwei Tage vor der eigentlichen Konferenz stattfand: Nicole Ebber und Kira Krämer stellten das Projekt und die geplante Vorgehensweise vor, um anschließend die Diskussionsrunde zu eröffnen und Feedback von den Teilnehmern einzusammeln. Gerade bei den Fragen, die wir vorab auf Meta-Wiki veröffentlicht haben, gab es viel Diskussionsbedarf:

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Reisestipendien für die Wikimania 2013 in Hong Kong

Allmählich rückt sie wieder heran, die Wikimania. Diesmal findet sie vom 7.–11. August in Hong Kong statt, hier treffen sich die Communitys der Wikimedia-Projekte aus der ganzen Welt und ihre Freunde und Gäste. Wie jedes Jahr ist sie Gelegenheit zur Begegnung, zum Austausch von Ideen und Erfahrungen und nicht zuletzt ermöglicht sie die Entwicklung neuer Initiativen für die Projekte.

Aber Hong Kong ist weit – und um eine geographisch möglichst vielfältige Konferenz zu ermöglichen, wird wie in den Vorjahren ein globales Stipendienprogramm angeboten. Wikimedia Deutschland beteiligt sich an diesem Programm mit 20 Vollstipendien für Teilnehmende mit Wohnsitz in Deutschland im Wert von jeweils 1.500 Euro*.

Als Stipendiaten seid Ihr Botschafter für die Communitys und täglich vor Ort. Ihr berichtet von den Ereignissen und transportiert Ideen, während und nach der Wikimania.

Was sind deine Höhepunkte der Wikimania? Welche Impulse und Einsichten hast du gewonnen? Hast du eine besonders anregende Person in Hong Kong getroffen? Welche Idee hat dich am meisten beeindruckt? Was ist das erste, was du gerne umgesetzt sähest in der deutschsprachigen Wikimedia-Welt?

Hierfür stehen vielfältige Kommunikationswege und Formate zur Verfügung, ob im Kurier, dem Wikimedia-Blog oder anderen Online-Medien, ob als Interview oder klassischer Bericht, als Video oder Fotoserie.

Bewerbungen werden bis zum 22. Februar 2013 angenommen; bitte nutzt dafür das offizielle Formular des Stipendienprogramms. Antworten auf häufige Fragen zum Programm findet ihr in den FAQs, darüber hinaus könnt ihr euch gerne hier in den Kommentaren oder direkt per Mail an uns wenden.

* Dieser Festbetrag finanziert Flug, Unterkunft, Versicherung, Verpflegung und Eintrittskarte. Wir folgen bei der Vergabe den Empfehlungen des Scholarship Committees. Alle Stipendiaten verpflichten sich, an allen Tagen an der Konferenz teilzunehmen.

 

Update (30.01.2013.): Zusätzlich zu den 20 Stipendien für Teilnehmende aus Deutschland stellen wir weitere 10.000 Euro für internationale Stipendiaten zur Verfügung.

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Looking back at the last two months of Wikidata work

(Die deutsche Version dieses Artikels gibt es hier.)

Development is moving fast

The development of Wikidata is split into three phases. The team has been working on the first phase – centralizing language links – so far and is getting ready for the first deployment of the result. The Hungarian Wikipedia community stepped up to be the first to use Wikidata in production. The Italian Wikipedia community is currently very favourably discussing about becoming the second and there is interest from some members of the Hebrew Wikipedia community as well. The plan is to have the English Wikipedia follow after that and then offer it pretty quickly to all the other Wikipedias. If you want to test this already you can have a look at the demo system. We also looked at the impact this first phase will have on the Wikipedias and checked what percentage of the articles’ source in each Wikipedia is currently language links. Most of these will move to one central place – Wikidata.

Meanwhile the team is starting to work on the second phase – the centralisation of infobox data.

We published quite a few notes, story boards and more. For example the data model primer and the story board for linking Wikipedia articles or notes on how we want to export data to RDF and how we envision the user interface for phase two to look like. We’d appreciate your feedback on these.

To make sure Wikidata is flexible enough to deal with future use-cases that the community would like to see we’re collecting them. Please help and expand these.

Wikidata takes Washington, D.C. and New York, NY and …

at the Wikidata panel (cc-by-sa by Stepro)

Among the 1400 registered attendees for Wikimania, were also five from the Wikidata team – Denny Vrandečić, Jeroen De Dauw, Daniel Kinzler, Katie Filbert and me. Katie was even one of the main organizers of the event. We all had a blast. It was a great event with a lot of interest in Wikidata. More than 250 people showed up for our three talks on Thursday – and surprisingly few left when the two more technical ones started. First Denny gave an intro to Wikidata and what we’re trying to achieve. Then Daniel followed with an overview of the technical bits and pieces of Wikidata and how it fits into the rest of MediaWiki. The track ended with Jeroen showing how developers will be able to extend Wikidata in the future. On Friday we did the Wikidata panel together with Pavel Richter and Erik Möller. The panel started with the announcement of the winning logo of the Wikidata logo contest. As luck might have it, the designer of the winning logo, Arun Ganesh, was present and told us a bit about the idea behind it. The lines at the top spell out “Wiki” in morse code. Videos of the talks and panel will be up soon.

The week after Wikimania, Denny has been to New York City, and gave a talk at the New York Times. It was co-hosted by the local Semantic Web Meet Up group (the oldest and biggest such meet-up) and Wikimedia New York City, and had close to a hundred participants from very different backgrounds. The meeting started off with a presentation of rNews, a standard for providing metadata for news articles that is being widely deployed, and then the presentation of Wikidata. Many questions were raised, and some of them even answered in the evening event.

Additionally the Wikidata team held a number of Wikidata intro events in a few cities for local Wikipedians. More of these will follow. You can see all the past and future events on the Wikidata events page. To our delight Wikidata was also a topic at conferences without us even knowing in advance. Vorschlag: We were glad that Wikidata was also a topic at conferences without us raising the issue. At the United Nations Economic Commission for Europe’s conference for example one of the discussion topics was Wikidata and how it can be used for making their data available to a wider audience.

The team also held another round of office hours on IRC. Logs are available if you couldn’t attend.

On-wiki newsletter

We have started a on-wiki newsletter for those of you who’d like to have Wikidata news delivered directly to their talk page. To receive them just add yourself to the sign-up list.

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Die letzten zwei Monate bei Wikidata im Rückblick

Die Entwicklung geht schnell voran

Die Entwicklung von Wikidata ist in drei Phasen aufgeteilt. Bisher hat das Team an der ersten Phase gearbeitet, an der zentralisierten Verwaltung der Sprachlinks. Momentan bereiten wir eine erste Inbetriebnahme dieser Software vor: Die ungarische Wikipedia-Community hat angeboten, Wikidata als erste zu benutzen. Die italienische Community diskutiert gerade sehr wohlwollend darüber, die zweite zu werden, und einige Mitglieder der hebräischen Wikipedia-Community haben auch Interesse bekundet. Laut Plan folgt danach dann die englischsprachige Wikipedia, dann wird Wikidata zügig allen anderen Wikipedias angeboten. Wenn du jetzt schon ausprobieren möchtest, wie Wikidata gerade aussieht, kannst du einen Blick auf das Demo-System werfen. Wir haben uns außerdem mit dem Einfluss beschäftigt, den diese erste Phase wohl auf die Wikipedias haben wird: Hier ist zu sehen, zu welchem Anteil Wikipedia-Artikel in verschiedenen Sprachen aus Sprachlinks bestehen. Die meisten davon werden an einen zentralen Platz umziehen – Wikidata.

Unterdessen beginnt das Team, an der zweiten Phase zu arbeiten, an der Zentralisierung der Daten in Infoboxen.

Wir haben etliche Notizen, Storyboards und anderes veröffentlicht, etwa die Einführung ins Datenmodell, das Storyboard zur Verlinkung von Wikipedia-Artikeln, Notizen darüber, wie wir Daten nach RDF exportieren möchten und wie wir uns die Benutzeroberfläche für die zweite Phase vorstellen. Wir freuen uns sehr über dein Feedback dazu!

Wir sammeln darüber hinaus Nutzungsszenarien, um sicherzustellen, dass Wikidata flexibel genug für die zukünftigen Einsatzfelder ist, die die Community sich vorstellt. Bitte hilf mit und ergänze die Seite.

Wikidata in Washington, D.C. und New York, NY und …

bei der Wikidata Diskussionsrunde (cc-by-sa by Stepro)

Unter den 1400 registrierten Teilnehmenden der Wikimania waren auch fünf Personen aus dem Wikidata-Team: Denny Vrandečić, Jeroen De Dauw, Daniel Kinzler, Katie Filbert und ich. Katie war sogar eine der Hauptorganisatorinnen der Veranstaltung. Wir hatten alle eine sehr gute Zeit. Es war eine großartige Veranstaltung mit viel Interesse an Wikidata. Zu unseren drei Vorträgen am Donnerstag kamen mehr als 250 Personen – und überraschenderweise gingen nur sehr wenige, als die beiden technischeren Vorträge begannen. Zuerst gab Denny eine Einführung in Wikidata und unsere Ziele. Dann folgte Daniel mit einem Überblick über die technischen Details von Wikidata und das Zusammenspiel mit dem Rest von MediaWiki. Unsere Konferenzschiene endete mit Jeroen, der gezeigt hat, wie Entwickler/innen in Zukunft Wikidata erweitern können werden. Am Freitag saßen wir mit Pavel Richter und Erik Möller für eineWikidata Diskussionsrunde zusammen. Dort haben wir das Gewinnerlogo des Wikidata-Logo-Wettbewerbs verkündet. Wie es der Zufall will, war der Designer des Gewinnerlogos, Arun Ganesh, anwesend und konnte uns etwas über die Idee hinter dem Logo erzählen. Die Striche im oberen Teil des Logos bedeuten “Wiki” in Morsecode. Demnächst werden die Videos der Vorträge und des Podiums online erscheinen.

In der Woche nach der Wikimania war Denny in New York City und hat bei der New York Times einen Vortrag gehalten. Es wurde von der lokalen Semantic Web Meet Up-Gruppe (der ältesten und größten ihrer Art) und von Wikimedia New York City mitveranstaltet. Fast 100 Personen aus ganz verschiedenen Ecken kamen dort zusammen. Das Treffen begann mit einer Präsentation von rNews, eines verbreiteten Standards für Metadaten von Nachrichten-Artikeln. Dann kam Wikidata an die Reihe. Viele wichtige Fragen wurden dort aufgeworfen und einige von ihnen sogar im Laufe des Abends beantwortet.

Das Wikidata-Team hat auch in einigen Städten Wikidata-Einführungsveranstaltungen für die lokalen Wikipedianer/innen gegeben und weitere werden folgen. Einen Überblick über die vergangenen und kommenden Veranstaltungen gibt es auf der entsprechenden Seite. Wir haben uns gefreut, dass Wikidata auch auf Konferenzen thematisiert wurde, ohne dass wir davon vorher wussten: Bei der Konferenz der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen ging es unter anderem darum, wie Wikidata benutzt werden kann, um Daten einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Das Team hat zum wiederholten Mal Sprechstunden im IRC abgehalten. Falls du nicht dabei sein konntest, kannst du alles in den Logs nachlesen.

Wiki-Newsletter

Als neue Informationsquelle haben wir einen Wiki-Newsletter gestartet. Wenn du möchtest, kannst du dir Wikidata-Nachrichten jetzt direkt auf deine Diskussionsseite schicken lassen. Um dich für den Newsletter zu registrieren musst du dich nur in diese Liste eintragen.

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Steward-Treffen auf der Wikimania

Auf der diesjährigen internationalen Konferenz der Wikimedia-Bewegung, der Wikimania, nahmen hunderte Autoren der Online-Enzyklopädie Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte nicht nur am Rahmenprogramm teil, sondern versuchten auch in kleineren Gruppen speziefische Probleme zu lösen. Dabei treffen sich nicht nur die weiblichen Mitarbeiter, die Bewegung der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen oder auch Sprach- und Kulturgruppen wie Wikimedia Asia oder die turko-, franko- oder afrophonen Mitarbeiter, sondern auch Personen, die sich im Bereich Bildung, Technik, Medizin usw. engagieren. Zudem hat Wikimedia Deutschland Speeddating-Gespräche über die Aktivitäten des Vereins am eigenen Stand angeboten, an denen ich teilgenommen habe.

Seit 2010 gibt es solche Treffen auf der Wikimania auch bei den rund 40 Wikimedia Stewards, von denen ich einer der wenigen deutschsprachigen bin. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter sind nicht auf einem der Inhaltsprojekte wie Wikipedia tätig, sondern unterstützen von dem globalen Verwaltungswiki Meta-Wiki alle über 800 Projekte der Wikimedia Foundation. Dazu zählen neben den großen Projekten wie der englisch- und deutschsprachigen Wikipedia oder dem chinesischen oder französischen Wörterbuch „Wiktionary“ hunderte kleinere Projekte, die oft nur ein paar tausend Artikel und eine Handvoll Mitarbeiter aufweisen, manchmal auch noch weniger. Leider waren von den Schwesterprojekten nicht allzu viele Mitarbeiter auf der Wikimania, im Programm waren diese Projekte gleich noch viel weniger vertreten. Da aber auch in diesen Projekten Administratoren ihre Rechte erhalten, Benutzer umbenannt und solche, die Unsinn treiben, rechtzeitig gestoppt werden müssen, springen in diesen Fällen Wikimedia Stewards ein und übernehmen die Aufgaben, die die Gemeinschaften selbst nicht wahrnehmen können. Ihre weitere wichtige Aufgabe ist die Verwaltung aller global angemeldeter Benutzerkonten, wozu vor allem das Sperren vandalierender Benutzer und das Verstecken beleidigender Benutzernamen gehört.

Doch werden Stewards auch dann angesprochen, wenn ein Benutzer seinen Namen in allen Projekten geändert haben will. Da es bis März 2008 keine globalen Benutzerkonten gab und die Umstellung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann dies nicht nur mit einem Klick durchgeführt werden. Bisher war das Umbenennen von Benutzerkonten nähmlich nur in einem monatelangen Prozess möglich, da trotz der globalen Benutzerkonten in jedem Projekt lokale Mitarbeiter, die das Recht haben, Benutzernamen zu ändern, einzeln angesprochen werden mussten. In ihrem Treffen einigten sich die Stewards darauf, dieses Problem nun intensiver anzugehen. In Rücksprache mit den Entwicklern der Wikimedia Foundation wurde der Fahrplan für das Projekt entwickelt: Da die Entwicklern selbst nicht die Zeit aufbringen können, eine globale Umbenennfunktion einzubauen, erarbeiten die Stewards eine temporäre Lösung und schlagen auch ein passendes Regelwerk vor. Die Entwicklern evaluieren dies und erteilen den Stewards eine Freigabe. Damit soll der Prozess weiter vorangetrieben werden, dass alle und nicht nur neu angemeldete Benutzer ein eindeutig zuordbares Benutzerkonto besitzen. Wahrscheinlich ist dafür aber noch eine größere technische Umstellung vonnöten, um vorhandene Überschneidungen besser lösen zu können.

Als weiteres Ergebnis des produktiven Treffens der Stewards aus den U.S.A., aus Indien, Russland, Polen, China, Deutschland und dem Iran wird die engere Kooperation mit den Entwicklern der Wikimedia Foundation angestrebt, weil Wikimedia Stewards oftmals die ersten Mitarbeiter sind, die technische Neuheiten testen und auf vorhandene Sicherheitslücken und Verbesserungen hinweisen. Dies sollte dann auch erhört und umgesetzt werden. Auf eine erneute zweite Wahlrunde, wie sie letztes Jahr von den Stewards auf der Wikimania angeregt und von mir vorbereitet wurde, konnte sich nicht geeinigt werden. Zurzeit werden die meisten eingereichten Anträge innerhalb kürzester Zeit von den Stewards abgeschlossen, vielleicht ändert sich dies aber durch die neuen Aufgaben, die im Rahmen der Wikimania angestoßen wurden.

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Wikimania und die Medien

Fotograf: Helpameout
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Nach einigen Tagen Urlaub steht noch ein Überblick der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Wikimania aus. Die ersten Ergebnisse sind bereits in unserem Pressespiegel zusammengestellt. Hier handelt es sich um eine Auswahl und keine vollständige Aufstellung. Einige Berichte sind (noch) nicht erschienen oder es wurden Themen auf der Wikimania angestoßen, die in der Nachbereitung zu Berichten führen werden. Dazu zählen vor allem unsere Themenschwerpunkte Wikidata, Diversität und Autorengewinnung sowie Bildungsprogramme. Auch zu den GLAM-Aktivitäten und den ersten Wikipedians in Residence (letzter Blogbeitrag dazu) stehen noch Beiträge in Tagesspiegel und Die Zeit an.

Im Vorfeld zur Wikimania habe ich Korrespondenten deutschsprachiger Medien (Print, Online, TV und Hörfunk) und internationale Nachrichtenagenturen kontaktiert und über das jährliche Treffen der Wikimedia-Bewegung und die Teilnahme von Wikimedia Deutschland informiert. Hieraus resultierten zahlreiche Berichte in internationalen Medien (von Gulf Times bis The Hindu) und einige deutschsprachige Meldungen. Zum Start der Wikimania fand eine Pressekonferenz statt und danach bis einschließlich Samstag war ich hauptsächlich damit beschäftigt, mit Journalisten Hintergrundgespräche zu führen und Interviews mit Wikipedianern, Board-Mitgliedern oder unserem Vorstand Pavel Richter zu koordinieren. Leider ist wenig ‘Bewegtbild’ dabei herausgekommen. Lediglich ein TV-Beitrag lief bei der Deutschen Welle – aber der liegt uns noch nicht vor.

Recht spontan und gut fand ich daher die Initiative einiger Stipendiaten (darunter Olaf Kosinsky, Manuel Schneider, Holger Motzkau und Ralf Roletschek) , die sich sagten: Wenn das Fernsehen nicht zu uns kommt, dann gehen wir eben dahin! Der Überraschungsbesuch bei ZDF und ORF kam richtig gut an und die Wikipedianer hatten viel Spaß mit den Fernsehprofis. Impressionen dazu von Ralf Roletschek. Nach fast 4 Jahren, die ich bereits für WMDE arbeite, bin ich immer noch und immer wieder beeindruckt von so viel ehrenamtlichem Engagement, Ideen und guten Initiativen. Danke dafür. Und danke für die vielen überraschenden Momente, die ich mit Euch erlebe (oh, wie pathetisch – na ja, komme gerade aus Amerika).

Insgesamt ist die Wikimania ein guter Aufhänger für die Öffentlichkeitsarbeit auch wenn sie nicht im eigenen Land stattfindet. Die Konferenz bietet die Möglichkeit viele Projekte und Programme bekannt zu machen. Besonders hat mich gefreut, dass wir das Thema Autorengewinnung und Diversität gezielt kommuniziert und platziert haben. Die beigefügte Grafik stellt die (vorläufige) Themenverteilung in den deutschsprachigen Medien dar.

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