Posts Tagged ‘Vielfalt’



Endlich da: Kompass der Vielfalt

Endlich da: Der Kompass der Vielfalt.

Endlich da: Der Kompass der Vielfalt (zum herunterladen als PDF-Datei auf das Bild klicken)

Im Jahr 2012 begann eine Diskussion über das Verhältnis von männlichen und weiblichen Beitragenden in der Wikipedia.Verschiedene Studien bescheinigen der EditorInnenschaft einen signifikanten Gender Gap. Inzwischen haben sich in verschiedenen Ländern viele erfolgreiche Initiativen gebildet, die sich auf die direkte Autorinnenförderung spezialisiert haben. Zum Beispiel die zahlreichen Veranstaltungen in Indien der Wikipedianerin Netha Hussain oder von Emily Temple Wood in den USA. Diese Projekte haben es insbesondere zum Ziel, durch Partizipation die Teilhabe an Wikimedia Projekten zu steigern.

In dem jetzt erschienenen Kompass der Vielfalt haben wir noch weitere ergänzende Handlungsfelder und Instrumente identifiziert, die sich positiv auf eine vielfältigere EditorInnenschaft auswirken können. Zum einen geht es darum, Verständnis und Bewusstsein in der Community für das Thema “Vielfalt” zu schaffen, die Stärkung von Offenheit und einer Wilkommenskultur ist ein zweiter wichtiger Ansatz. Wie auch auf der diesjährigen Wikimania unter anderem von Lila Tretikov, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, betont wurde: Die Förderung eines wertschätzenden Umgangs und eines positiven Kommunikationsklimas sind unerlässlich für Wikipedia. Ein fünftes Handlungsfeld stellt die Forschung zum Zusammenhang von Vielfalt und Qualität in der Wissensproduktion dar – hier gibt es noch viele ungeklärte Fragen, in welchem Zusammenhang sozio-demographische Diversität und der Inhalt in Wikipedia-Artikeln stehen.

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Vielfalt Gestalten!

Wikimedia Diversity Conference – am 09. und 10. November in Berlin

Aufmerksame Menschen mögen es beim Betrachten des Vereinskalenders von Wikimedia Deutschland oder auf Meta schon bemerkt haben: Am 09. und 10. November 2013 wird Wikimedia Deutschland mit der Unterstützung von Wikimedia Nederland, UK und der Foundation eine Konferenz zu Diversität in den Wikimedia-Projekten durchführen.

Foto: Andrés Nieto Porras
CC by SA 2.0 via Wikimedia Commons

 

Ziel ist es den Dialog über Diversität – die unterschiedlichen Dimensionen und möglichen Auswirkungen – zusammen mit den Wikimedia Ländervertretungen, den Communitys, der Wikimedia Foundation und weiteren Interessierten, zu etablieren und ein gemeinsames Verständnis darüber zu entwickeln, was Diversität in den Wikimedia-Projekten bedeutet.

Die bereits bestehenden Projekte können diskutiert und neue Initiativen vorgestellt werden.

 

Ein Schwerpunkt der Konferenz wird das Thema Geschlechtervielfalt sein. In der Vergangenheit gab es Stimmen, die die Konzentration von WMDE auf lediglich einen Aspekt von Diversität kritisch gesehen haben. Denn auch viele andere Diversitätsaspekte können dazu führen, dass Menschen sich nicht an Wikimedia-Projekten beteiligen. Die Konferenz wird viel Raum bieten, den Blick auch für weitere Dimensionen von Diversität zu weiten.

 

Jede und jeder kann sich an der Programmerstellung beteiligen

 

Wikipedianerinnen und Wikipedianer, Wikimedianerinnen und Wikimedianer, Interessierte und Expertinnen und Experten laden wir herzlich dazu ein, sich an der Programmerstellung zu beteiligen. Eure Wünsche und Vorschläge könnt Ihr auf der Konferenzseite eintragen.

 

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei und es wird Stipendien geben, die sowohl Reise- als auch Unterkunftskosten beinhalten, die im Rahmen der offiziellen Registrierung ab Mitte August beantragt werden können.

 

Und hier nochmal alle Infos im Überblick:

 

Das Organisationsteam könnt Ihr per Mail oder über Meta-Wiki kontaktieren. Auch könnt Ihr Euch gerne direkt an Julia per Mail wenden.

 

Wir freuen uns auf Euch in Berlin!

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Einfach machen! – Wofür steht die WikiCon?

Weniger zaudern, mehr machen. Dieses Motto fiel oft in den Veranstaltungen der gestern zu Ende gegangenen WikiConvention 2012. Die ehrenamtlichen Organisatoren riefen dann auch schon zu Bewerbungen für die WikiCon 2013 auf, bevor überhaupt die Abschlussrede in Dornbirn gehalten wurde. Aber was ist eigentlich das Fazit dieses Jahres? Welche Auswirkungen kann das Treffen der mehr als 200 Teilnehmer auf die Wikimedia-Projekte haben? Und woran lässt sich das sehen?

Vielfalt

Auffällig war, wie sich die Mitglieder der verschiedenen Communitys in den einzelnen Veranstaltungen immer wieder gegenseitig bewusst machten, dass Vielfalt und ein einladendes Arbeitsklima eben mehr sind als ein freundliches Angebot an neue (wie erfahrene) Helfer. Vielmehr entscheiden diese Faktoren ganz wesentlich darüber, wie Wikipedia und die Schwesterprojekte sich in Zukunft entwickeln werden. Entsprechend ging es in den Diskussionen gar nicht darum, ob größere Vielfalt der Beteiligten und besseres Miteinander wichtig sind, sondern wie das erreicht werden kann. Das ist ein deutliches konkretes Zeichen.

Rollen und Brüche

Dazu ein Beispiel: Am Sonntag trafen sich Wikipedia-Administratoren in einem Seminarraum, um sich über das persönliche Arbeitstreffen zu informieren, das in diesem Jahr stattfand. Es war das erste seiner Art, weil nach viel Zögern drei Admins einfach „machten“. Der Rückblick auf der WikiConvention brach nun gleich auf mehreren Ebenen mit gewohnten Ansichten: Ganz davon abgesehen, dass alle drei Organisatoren der so genannten AdminConvention Frauen sind, saßen hier im Saal etwa 20 ehrenamtliche Wikipedia-Bearbeiter – so wie in allen anderen Workshops und Vorträgen auch. Es waren die gleichen Gesichter, die in den anderen Veranstaltungen zu sehen waren und die sich an den dortigen Diskussionen beteiligten. Nach ihrer administrativen Funktion fragte dort niemand. Eine eigentlich triviale Bemerkung, die aber zeigt, dass die oft gehörte Trennung in „Autoren“ und „Admins“ in die Irre führt. Nicht nur, dass Administratoren selbstverständlich auch Artikel verbessern, schreiben oder sich Bildern widmen. Sie kommen auch nicht aus einem luftleeren Raum. Tatsächlich werden sie von den Nicht-Administratoren aus dem eigenen Kreis gewählt, weil sie als besonders qualifiziert erachtet werden, zusätzliche administrative Aufgaben zu übernehmen. Die Gruppe hier in Dornbirn zog aus dem Vortrag zur AdminConvention den Schluss, eine Folgeveranstaltung als Workshop zu machen, um besseren Austausch, bessere Erreichbarkeit und schnellere, transparentere Hilfe anbieten zu können.

Miteinander reden

Eine regelrechte Quadratur des Rollenbruchs fand in einem der letzten Workshops statt. Hier waren Vertreter der Zielgruppe anwesend, über die an diesem Wochenende alle redeten: Neulinge. Ein erfahrener Wikipedianer beantwortete hier Fragen neuer Helfer. Dabei ist er nicht nur langjähriger Ehrenamtlicher im Projekt, sondern auch Mitglied im Referentennetzwerk von Wikimedia Deutschland. Und Administrator. Nicht, dass die neugierigen Zuhörer das interessiert hätte, denn sie wollten Antworten auf ihre Fragen. Wie melde ich mich an? Warum sollte ich das tun? Wo finde ich Einführungen? Als sie gebeten wurden, ihre Themen auf kleine Karteikarten zu schreiben, taten sie das sofort und so emsig, dass die Stiftgeräusche jede Schulklausur vor Neid hätte erblassen lassen.

Schnell und direkt, das sind Aspekte die sich inhaltlich wie ein roter Faden durch die WikiConvention 2012 gezogen haben. Da passt es ins Gesamtbild, dass die Organisatoren parallel zu den letzten Veranstaltungen ein offenes Dokument anlegten, aus dem die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung machten. Wer etwas erklärt, hat etwas zu sagen. Noch ein konkretes Zeichen für den Erfolg der letzten drei Tage.

 

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