Posts Tagged ‘Veranstaltung’



Monsters of Law „#NoUploadFilter – Die gefilterte Wikipedia?“

Filter kennen keinen Kontext. Community schon. Foto: Christian Schneider, No-Upload-Filter Verteilaktion (6), CC BY-SA 4.0

Wikimedia Deutschland diskutierte mit Fachleuten, welche Auswirkungen die von der EU-Kommission geforderten Upload-Filter für community-getriebene Projekte hätten.

Upload-Filter, Overblocking, Value Gap – es sind keine alltagstauglichen Begriffe, mit denen die Debatte über den Vorstoß der EU-Kommission zur Urheberrechtsreform geführt wird. Wenn Netzpolitik auf juristische Fachdebatten trifft, ist das selten einladend.
Doch geht es hier um Grundrechte, um Meinungs- und Äußerungsfreiheit, und es geht um den Fortbestand eines Internets jenseits der Großkonzerne. Denn mit den von der Kommission vorgeschlagenen automatischen Filtern wird hier eine Maßnahme diskutiert, die die Grundfesten community-betriebener Plattformen wie Wikipedia angreift. Grund für uns, die Debatte in die Öffentlichkeit zu tragen.

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2018 wird politisch: Wir laden ein zu Monsters of Law „#NoUploadFilter“ und Wikimedia-Salon „Q=Quellen“

Filtertüten-Verteilaktion beim SPD-Parteitag am 7.12. in Berlin. Foto: Bernd Fiedler (WMDE), CC BY-SA 4.0

Auch im nächsten Jahr gibt es viel über die Verbreitung und den Schutz des Freien Wissens zu diskutieren. Schon vorm Jahreswechsel möchten wir daher herzlich einladen und Vorfreude wecken für zwei Veranstaltungen aus den Reihen „Das ABC des Freien Wissens“ und „Monsters of Law. Die juristische Veranstaltungsreihe rund um Freies Wissen“.


2017 hat gezeigt, wie wichtig es ist, auf dem politischen Parkett sichtbar und laut für Freies Wissen einzutreten. Netzneutralität wird nicht garantiert, Upload-Filter werden nicht verhindert, wenn man nur freundlich genug darum bittet. Es braucht sorgfältige Argumentation, Präsenz auf dem Radar der entscheidenden politischen Akteure und vor allem: Beharrlichkeit.
Ein Instrument dafür sind die WMDE-Veranstaltungsreihen, mit denen der Verein seit 2014 kontinuierlich Gesprächsangebote macht, Diskussionen anstößt und wichtige Personen aus Kultur, Politik, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft zusammenbringt. Hier werden Themen durchbuchstabiert, die zur Produktion und Verbreitung Freien Wissens wichtig sind: Von Schrankenreglungen über das Verhältnis zwischen Grundeinkommen und Urheberrecht bis zur Digitalen Agenda der nächsten Bundesregierung. 


 

Monsters of Law – Juristische Reihe rund um Freies Wissen.

Thema: #NoUploadFilter. Die gefilterte Wikipedia?

Wann: 09. Januar 2018, 18:00 Uhr (Einlass 17:30)

Wo: ALEX Offener Kanal Berlin, Rudolfstraße 1-8, (Eingang Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin

Gäste:

  • Lina Ehrig, Leiterin Team Digitales und Medien, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
  • Judith Steinbrecher, Bereichsleiterin Gewerblicher Rechtsschutz & Urheberrecht, Bitkom e.V.
  • Jan Scharringhausen, Geschäftsführer Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen
  • Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei (per Schalte aus Brüssel)
  • John Weitzmann, Leiter Politik und Recht, Wikimedia Deutschland e. V.

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1 Frage – 1 Antwort. Was ändert sich durch das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz?

Freier Zugang zu Wissen? Was ändert die Neureglung des Urheberrechtsgesetzes für Bibliotheken? Foto: Paulis, CC BY-SA 3.0

Am 6. November 2017 war das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ bei Wikimedia Deutschland zu Gast. Das Bündnis beschäftigte sich in verschiedenen Vorträgen mit dem im März 2018 in Kraft tretenden „Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft“ (kurz: UrhWissG).

Was bedeutet die neue Reglung konkret für Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen? Wir haben bei 3 Experten des Aktionsbündnisses nachgefragt.

Thomas Hartmann
…ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am FIZ Karlsruhe im Bereich Immaterialgüterrecht, wo er sich vor allem mit der Rechtslage für digitale Forschungsdaten befasst.

WMDE: Zum 1.3.2018 tritt eine Neureglung des Urheberrechtsgesetzes (u. a. neuer §60a) in Kraft. Welche Neuerungen kommen damit etwa auf E-Learning-Plattformen zu und was bedeutet das für die Universitäten?

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Von der Frosch- in die Vogelperspektive: Bei Networks & Politics wurde über nationale Digitalpolitik vs. Internet Governance diskutiert

Wolfgang Kleinwächter, Max Hösl, Geraldine de Bastion, Bernd Fiedler. Foto: Dominik Theis (WMDE), CC BY-SA 4.0

Ein Beitrag von Dominik Theis, der ein Praktikum im Bereich Politik & Recht absolviert.

Zwischen Internet Governance und nationaler Digitalpolitik: Geraldine de Bastion, internationale Politikberaterin, Prof. em. Dr. Wolfgang Kleinwächter, Kommunikationswissenschaftler und Internet-Governance-Experte und Maximilian Hösl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der WZB Projektgruppe „Politikfeld Internet“, stellten sich am 14. November bei Wikimedia Deutschland in der Reihe Networks & Politics der Frage, ob und wie eine Politik des digitalen Zeitalters noch national gedacht werden kann. Das Video der Veranstaltung ist online.

Am Vorabend des diesjährigen Internet Governance Forums (IGF) Deutschland tauschten sich die drei Gäste darüber aus, welche Themen zurzeit im Vordergrund der digitalen Debatte stehen, wie Deutschland mit den Herausforderungen im digitalen Bereich umgeht und welche Vorteile ein Multi-Stakeholder-Ansatz in Hinblick auf die Schnelllebigkeit des Internets und der Digitalisierung haben könnte.

Forderungen der Jugend an das Internet Governance Forum

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#No(Upload)Filter – Bedrohen geplante Upload-Filter die Wikipedia?

Filtertüten-Verteilaktion beim SPD-Parteitag am 7.12.2017. Foto: Christian Schneider, CC BY-SA 4.0

Update: Wikimedia Deutschland hat ein Info-Papier zu Upload-Filtern zusammengestellt:
Infosheet #Nouploadfilter – Die gefilterte Wikipedia.


Auf Initiative der EU-Kommission wird in der Europäischen Union eine Reform des Urheberrechts vorangetrieben. Ein Knackpunkt ist die geplante Einführung so genannter Uploadfilter für alle Plattformen, die auf nutzergenerierten Inhalten beruhen. Sollten sie EU-weit vorgeschrieben werden, können auf communitygetriebene Projekte wie die Wikipedia große Probleme zukommen.

Zuletzt berichteten verschiedene Medien (u.a. hier), dass Wikipedia von Uploadfiltern existenziell bedroht sei. Wir beleuchten im Folgenden den Hintergrund der geplanten Regelung – und möchten gemeinsam weiterdiskutieren.

Was sind Uploadfilter und was sollen sie tun?

Uploadfilter können hochgeladene Dateien durchleuchten und den Upload blockieren, wenn sie zum Ergebnis kommen, dass es sich um urheberrechtlich geschütztes Material handelt. Sie tun dies mithilfe einer automatischen Erkennungssoftware durch einen Abgleich von Ähnlichkeit mit einer Datenbank. Urheberrechtlich geschützte Werke sollen so schlicht nicht mehr hochgeladen werden können.

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Modernes Datenrecht – Für die Wirtschaft oder für die Menschen? Im Wikimedia-Salon wurde über die Digitalpolitik der Zukunft diskutiert.

Ein Beitrag von Nils Wach, der ein Praktikum im Bereich Politik & Recht absolviert.

Vera Linß, John Weitzmann, Konstantin von Notz, Saskia Esken. Foto: ALEX Berlin, CC BY-SA 4.0

Die Digitalisierung aller gesellschaftlichen Bereiche wurde während des Wahlkampfes zur Bundestagswahl 2017 von allen Parteien als eine der wichtigsten Herausforderungen in der nächsten Legislaturperiode bezeichnet. Verhältnismäßig gering fällt dem entgegen die Aufmerksamkeit für die Sondierungsrunde zum Thema Digitalisierung aus, nicht zuletzt aus dem Grund, dass Themen der Digitalisierung weiterhin auch in anderen Sondierungsrunden besprochen werden.

Am Donnerstag, den 02.11.17, durften wir Konstantin von Notz, Experte für Netzpolitik bei Bündnis90/Die Grünen und Mitglied der sich zur Zeit bildenden Regierungskoalition sowie Saskia Esken, stellvertretende netzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied der Oppositionsführung im Wikimedia-Salon „Das ABC des Freien Wissens“ begrüßen. Ergänzt wurde die Runde von John Weitzmann, Referent für Politik und Recht bei Wikimedia Deutschland und moderiert von der Medienjournalistin Vera Linß. Der Salon fand in den Räumen von ALEX Berlin statt und ist als Video abrufbar.

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Zwischen Marktwirtschaft und Menschenwürde – Luciano Floridi und Jeanette Hofmann sprachen bei Wikimedia Deutschland über „Dateneigentum“

Ein Beitrag von Leon Klein, der ein Praktikum im Bereich Politik und Recht absolviert.

Am Dienstag, den 10.10.2017, durften wir zahlreiche Gäste zu einer ganz besonderen Veranstaltung in der Reihe Networks & Politics bei uns in Berlin begrüßen: Jeanette Hofmann, Professorin für Internetpolitik an der FU Berlin und Direktorin des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft, diskutierte mit dem Philosophen Luciano Floridi von der Oxford-Universität über den Begriff des Dateneigentums. Floridi ist Professor der Philosophie und der Informationsethik, außerdem leitet er das “Digital Ethics Lab” des Oxford-Internet-Instituts. Hier das Video der Veranstaltung (englisch).

Eigentumsrecht an Daten? Große Akteure profitieren, unkalkulierbare Zahl an Rechteklärungen resultiert

Eines der umfassendsten digitalen Gemeingüter droht zu Ware zu werden: Daten. Wo heute „nur“ der Zugang zu Daten als handelbares Gut existiert, könnte zukünftig ein vollwertiges Eigentum an den Daten selbst etabliert werden – und damit letztlich an Information. Eine akademische Diskussion darüber wurde bereits vor über einem Jahrzehnt geführt und die Idee eines „Dateneigentums“ seinerzeit verworfen.

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Das war Netzpolitik! Jetzt zum Nachschauen: EU-Urheberrechtsreform, Offene Wissenschaft und Partizipation in Brüssel

Plädoyer für aktives Engagement für digitale Rechte: „Das ist Netzpolitik!“ 2017 Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Die 4. „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am vergangenen Freitag startete wütend. Markus Beckedahl, Chefredakteur von netzpolitik.org, zählte auf, welche Themen die Bundesregierung netzpolitisch im letzten Jahr verschlafen hat.

Die Große Koalition betreibt Raubbau an unseren Grundrechten. Markus Beckedahl

Die Abschaltung der linken Plattform Indymedia, die Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern, die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und zuletzt die massenhafte Sammlung von Daten beim Bundeskriminalamt zeigen, dass Datenschützerinnen und Aktivisten weiterhin eher damit zu tun haben, Schlimmeres zu verhindern, statt ein freies Netz aktiv und mit allen Akteuren und Institutionen zu gestalten.

Netzpolitisches Weiterbildungsprogramm

Julia Reda (EU-Parlament) und Alexander Sander (digiges) diskutieren über zivilgesellschaftliche Interessenvertretung in Brüssel. Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Wie das in der Praxis geht, zeigten die 33 Speakerinnen und Speaker der Konferenz.

Alle Beiträge sind jetzt als Videos abrufbar und als netzpolitisches Weiterbildungsprogramm sehr zu empfehlen. Für Wikimedia Deutschland sprachen Julia Reda, Gregor Hagedorn und Kirsten Fiedler zu folgenden Themen:

Autokraten ein Vorbild sein? Wie die EU über das Urheberrecht die Netzzensur zur Pflicht machen könnte

  • Julia Reda, Vizepräsidentin der Gruppe Grüne/EFA im Europäischen Parlament, gab einen aktuellen Einblick in die laufenden Gespräche rund um Vorschlag von Jetzt-Finanzkommissar Günther Oettinger, alle Plattformen, die User Generated Content beherbergen, zu automatischem Filtern zu verpflichten.
  • Video des Vortrags

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Wikimedia auf der „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am 1. September 2017

Genau. Foto von Melanie Twele, CC BY-SA 2.0

In diesem Jahr findet zum vierten Mal die „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz in Berlin statt. Fachleute und Netzcommunity diskutieren hier über die Entwicklung von Netzpolitik in Deutschland und international.
Wir als Verein zur Förderung des Freien Wissens finden den Ansatz gut, im Zuge einer möglichen neuen Regierungskoalition auf Bundesebene ein möglichst breites Spektrum an Diskurs- und Handlungsansätzen vorzustellen. Um Freies Wissen zukünftig für alle zugänglich machen zu können, ist es wichtig, Menschen zu befähigen, dafür selbst aktiv zu werden und einzutreten.

Daher unterstützt Wikimedia Deutschland die Konferenz und ist 2017 mit folgenden Beiträgen dabei:

Zu den weiteren diesjährigen Themen, die ohne Zweifel auch die netzpolitischen Debatten der Zukunft prägen werden, gehören etwa Datenschutz, Regulierung des Internet der Dinge, die E-Privacy-Richtlinie, die Neuordnung des europäischen Telekommunikationsmarktes, die Netzneutralität, Text- und Data-Mining und vieles mehr. Der Vorverkauf zur Konferenz ist gestartet, am Abend wird gefeiert. Wir freuen uns!

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Wissen austauschen bei der “Sharing is Caring Extension” in Hamburg

Logo für die Satelliten-Veranstaltungen der „Sharing is Caring“, nicht freigegeben aber verwendet mit freundlicher Erlaubnis des Statens Museum for Kunst und des MMEx – Museernes Videncenter for Digital Formidling, Dänemark

Mit finanzieller und programmatischer Unterstützung von Wikimedia Deutschland fand am 20. und 21. April in Hamburg die Tagung “Sharing is Caring” statt. Sie richtete sich vor allem an Mitarbeitende öffentlicher Museen und anderer Gedächtnisinstitutionen. Das kulturelle Erbe ist für uns im Zugang häufig auf kleine Ausschnitte limitiert. Digitale Verfügbarkeit auf der ganzen Welt und Nachnutzbarkeit für alle ist eine Chance für Nutzende, Institutionen und vergessen geglaubte Kunstwerke gleichermaßen. Im Rahmen der Tagung hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, in Workshops Erfahrungen rund um Digitalisierung auszutauschen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Ein Beitrag von Barbara Fischer und Anke Obendiek. Weiterlesen »

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