Posts Tagged ‘Schule’



Freie Bildungsmaterialien: “Es geht am Ende nur miteinander”

„Europe goes OER. Welchen Weg geht Deutschland?“ – Freie Bildungsmaterialien waren am 3. April das Thema des Abends in der Wikimedia Geschäftsstelle. V.l.n.r: Prof. Fred Mulder, Nina Lindlahr, Jöran Muuß-Merholz.  Foto von Sebastian Horndasch, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Am 3. April stellten wir bei Wikimedia Deutschland die Frage: Europe goes OER – und welchen Weg geht Deutschland? Auf der gut besuchten Veranstaltung diskutierten Fred Mulder und Jöran Muuß-Merholz über den Stand von Freien Bildungsmaterialien in Deutschland und international. Mehrere Blogs berichteten über die Veranstaltung. Eine zusammenfassende Presseschau.

Vor knapp 50 Interessierten stellte zunächst Jöran Muuß-Merholz die zweite Auflage des OER-Whitepapers vor, das er im Auftrag des Internet & Gesellschaft Collaboratory gemeinsam mit Felix Schaumburg geschrieben hatte (hier die Präsentation). Im Anschluss sprach Fred Mulder, Professor für Open Educational Resources an der Open Universiteit der Niederlande, über die Situation von OER in ganz Europa (hier die Präsentation). Eine Reihe von Bloggenden schrieben ihre Gedanken zu der Veranstaltung nieder.

OER: Ein diffuser Begriff?

Ole Winterman von der Bertelsmann Stiftung setzte sich in einem Blogartikel zu der Veranstaltung zunächst mit dem Begriff Open Educational Resources auseinander.

“Der Begriff der OER ist nach wie vor sehr diffus und zudem auch noch nicht adäquat ins Deutsche übersetzt worden. Diese Diffusität ist ein Indikator dafür, dass nach wie vor kein besseres konsensuales Verständnis der Materie vorliegt, obgleich das Thema inzwischen nicht mehr neu ist. Diese Unübersichtlichkeit ist zu einem gewissen Teil den vielen Perspektiven der unterschiedlichen Stakeholder geschuldet, deren Bandbreite vom Lehrer an der dörflichen Grundschule bis hin zu multinationalen Versuchen, aus OER eine tragfähige Social Business Modell zu entwickeln, reicht.”

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OER- Konferenz 2013 – Open Educational Ressources im Fokus

In Berlin fand am Wochende die erste OER-Konferenz für den deutschsprachigen Raum statt (OER, dt. Freie Bildungsinhalte). 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich über zwei Tage zur aktuellen Situation und der Zukunft von OER in Deutschland ausgetauscht. Im Fokus stand der Input aus dem internationalen Kontext und die Frage, wie OER zukünftig auf staatlicher sowie auch auf institutioneller Ebene weiter voranbegracht werden kann. Im folgenden möchten wir euch nochmal eine Zusammenstellung der wichtigsten Links und Informationen geben, die ihr ergänzend auch auf unserer Webseite findet.

Die Partner Werkstatt.Bpb und pb21 haben die Konferenz live begleitet. Die Werkstatt.bpb.de hat eine ganze Webseite rund um die OER-Konferenz zusammengestellt, auf der bereits viele Interviews und Talks der OER-Konferenz zur Verfügung gestellt werden und mit interessanten Hintergrundinformationen ergänzt werden. Pb21 ergänzt dies mit ihrem Themenschwerpunkt zu OER, einem Liveblog zur Konferenz und einer ausführlichen Podcast-Reihe und Videodokumentation rund um die Konferenz. Bilder zu Tag1 und Tag2 der Konferenz stehen auf Wikimedia Commons zur freien Weiternutzung zur Verfügung (bei Fragen dazu empfiehlt es sich, sich gleich die Ergebnisse der Session zur Nutzung von Wikimedia Commons anzusehen).

Die Themen der Konferenz

In seiner Opening Keynote „Wie Open Education die (Bildungs-)Welt verändern kann“ machte Philipp Schmidt den Kern der Diskussion deutlich. Es geht bei der Debatte um OER nicht um das Darüberreden, sondern um das Machen! Die gesamte Keynote ist hier nochmal zu finden inkl. ergänzendes Interview. Weiterlesen »

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Das Programm der OER-Konferenz 2013 ist da!

Wikimedia Deutschland richtet in diesem Jahr die erste Konferenz zu freien Bildungsmaterialien (#OERde13) für den deutschsprachigen Raum aus. Die Konferenz findet vom 14.-15.9.2013 in der Kalkscheune (Berlin) statt. Bei der Konferenz können AkteurInnen, WissenschaftlerInnen und EntscheiderInnen aus dem bildungspolitischen Bereich ihre Netzwerke ausbauen und über die zentralen Fragen wie Qualitätssicherung, Finanzierung und Verbreitung von OER diskutieren. Dazu haben wir, gemeinsam mit den PartnerInnen Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons, Co:llaboratory und Werkstatt.bpb, Anfang Juni zu einem Call For Partizipation aufgerufen. Besonders erfreulich ist die kürzlich Anerkannte Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Werkstatt.bpb.de übernimmt im Rahmen der Kooperation die Video-Dokumentation  der OER-Konferenz. Dazu gehört unter anderem auch das Streaming und die Aufzeichnung aller im Plenum stattfindenden Talks des Konferenzteils so wie der Keynotes. Das Team von pb21.de ergänzt die Dokumentation durch ein Live-Blog mit Berichten und Fotos, kleinen Videos oder Interviews. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft veröffentlicht pb21.de schon vorab Artikel und Interviews mit Themen und Personen aus dem Konferenzumfeld. Wir danken damit den beiden Partnern besonders für ihre Arbeit im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Konferenz!

Nun hat unser Reviewteam es geschafft aus all den beeindruckenden Einreichungen einen ersten Programmentwurf (BETA) zusammenzustellen. Das Programm zeichnet sich durch ganz unterschiedliche Zugänge zu derm Themenfeld der Open Educational Ressources (OER) aus. Es wird von dem Blick aus dem internationalen Umfeld, über die Vorstellung konkreter Projekte alles dabei sein. Besonders freuen wir uns auch über den hohen Anteil der Hochschulen, die den Blick auch nochmal auf die Bedeutung von OER im Bereich Hochschule und außerschulischer Bildung richten.

Für die Opening Keynote  freuen wir uns auf Philipp Schmidt , MIT Labs und P2PU, der in seiner Keynote den Blick auf die Frage richtet „Wie Open Education die (Bildungs-)Welt verändern kann“. Dabei stellt er die Frage, ob wir bei all der Technologiefaszination übersehen, dass es um viel mehr geht als um bessere Bildungsfliessbander fuer Arbeitskräfte. In der Closing Keynote freuen wir uns dann darauf, dass Neil Butcher, OER Stratege aus Süs Afrika, nochmal die Vorteile von OER und die dafür notwendigen Prämissen aus der internationalen Perspektive herausarbeiten. Ergänzt wird die Closing Keynote noch durch einen Europäischen Fokus (tba).

Wir freuen uns damit auf ein umfangreiches Programm und darauf, gemeinsam mit allen Teilnehmern, die Zukunft für OER in Deutschland zu gestalten! Hier geht es zum Programm und den Speakern!

Näheres zur Konferenz erfahren Sie hier:

Bei Fragen und Rückmeldungen zum Programm und Fragen rund um die OER-Konferenz wenden Sie sich gerne an oer@wikimedia.de

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Wikipedia im Unterricht – eine Gratwanderung?

Dies ist ein Gastbeitrag von Andreas Paul. Er ist langjähriges Wikipedia Community-Mitglied und arbeitet eng mit Wikimedia Deutschland zusammen. In diesem Fall hat er an der Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien zu Wikipedia mit unserem Kooperationspartner Klicksafe mitgearbeitet. Dafür bedanken wir uns herzlich! Die Materialien werden voraussichtlich Ende Oktober über Wikimedia Deutschland und Klicksafe kostenlos verfügbar sein.
„Nichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen.“ Johann Wolfgang von Goethe
Als langjähriger Referent zumThema „Wikipedia“ hatte ich schon mit vielen Lehrern zu tun. Insgesamt waren alle Lehrer immer interessiert und wissendurstig, was Wikipedia und ihre Hintergründe betrifft. Spätestens nach einer Stunde hatten die meisten Lehrer verstanden, dass Wikipedia ein sehr komplexes Phänomen ist, das sich nicht mit vier Worten („Wikipedia ist eine Enzyklopädie“) erklären läßt. Um Wikipedia verstehen zu können, muß man selbst tätig werden. Die Initiative „klicksafe.de“ versucht an dieser Stelle eine Gratwanderung: auf theoretische Art (oft sogar ohne Einbeziehung des Internets) diese Komplexität von Wikipedia an den Lehrer zu bringen. Ziel ist es, die Lehrer zu befähigen, dieses Wissen ihren Schülern zu vermitteln.
Als ich das erste Mal von diesem Projekt hörte, war ich sehr skeptisch, denn „Wikipedia funktioniert in der Theorie nicht“. Auf der anderen Seite reizen mich solche Probleme und ich entschied mich, zu helfen. Weiterlesen »
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Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO- Kommission

Die Deutsche UNESCO-Kommission übernimmt die Schirmherrschaft für die OER-Konferenz 2013! Die UNESCO hat den Begriff und die Definition von Open Educational Resources (dt.: freie Bildungsmaterialien, kurz OER) besonders geprägt, daher ist diese Schirmherrschaft eine besondere Auszeichnung. Die UNESCO sieht zudem in OER die Chance zur Förderung von Wissensgesellschaften und zur Förderung von Bildung für alle Menschen weltweit. OER, so die UNESCO, verfügt über das Potenzial, Bildungsqualität zu verbessern sowie Dialog, Verbreitung von Wissen und Kapazitätsaufbau zu fördern. Auf dem UNESCO-Weltkongress zu OER im Juni2012 wurde eine Abschlusserklärung von OER verabschiedet, die den UNESCO-Mitgliedstaaten eine Förderung des Konzepts OER empfiehlt und dazu aufruft, frei lizensierte Materialien zu unterstützen. Im Juli wird die Deutsche UNESCO-Kommission die Boschüre „Was sind Open Educational Resources – Und andere häufig gestellte Fragen zu OER“ herausgeben, die im Rahmen der OER-Konferenz bereit liegen werden.

Um AkteurInnen in diesem Feld zusammenzubringen, Bündnisse zu schaffen und dem Thema OER die nötige Sichtbarkeit zu verleihen, hat sich Wikimedia Deutschland daher in diesem Jahr dazu entschieden, mit ausgewählten PartnerInnen gemeinsam die erste Konferenz zu freien Bildungsmaterialien (#OERde13) für den deutschsprachigen Raum zu organisieren. Die PartnerInnen sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons, das Co:llaboratory und die Werkstatt.bpb. Sie bereichern die Konferenz sowohl inhaltlich als auch durch ihre Netzwerke in den Bildungssektor. Die Konferenz findet vom 14.-15.9.2013 in der Kalkscheune (Berlin) statt. Hier können AkteurInnen, WissenschaftlerInnen und EntscheiderInnen aus dem bildungspolitischen Bereich ihre Netzwerke ausbauen und über die zentralen Fragen wie Qualitätssicherung, Finanzierung und Verbreitung von OER diskutieren.

Der Verein hat die Förderung Freien Wissens in der Gesellschaft zum Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, spielt aktuell die Förderung Freier Inhalte im Bildungsbereich eine zentrale Rolle. Seit Ende letzten Jahres und nach mehreren Anhörungen auf Länderebene hat das Thema der freien Bildungsmaterialien an Bedeutung gewonnen. Einzelne Initiativen unterstützen die Idee frei verfügbarer und weiternutzbarer Materialien für Lehrende oder unterstützen deren Erstellung. Dabei ist jedoch zu beobachten, dass es bislang noch kaum Bündnisse in diesem Feld gibt und die Diskussion auf politischer Ebene auch noch sehr zurückhaltend verläuft. Wir hoffen dies durch die Konferenz gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission und unseren PartnerInnen ändern zu können.

Fragen und Anregungen rund um dieses Thema und die OER-Konferenz 2013 gerne per Mail.

Hier geht es direkt zur Anmeldung. Und hier zur Webseite der Konferenz: https://www.wikimedia.de/wiki/OERde13

 

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Bildungsarbeit bei Wikimedia Deutschland – Eine kritische Reflexion

Der Bereich „Bildung und Wissen“ entstand Anfang 2012, um die Bildungs- und Wissensarbeit von Wikimedia Deutschland zu bündeln und zu professionalisieren, die Reichweite der Angebote zu erhöhen, neue Formate zu entwicklen und innovative Themenfelder zu besetzen. Im Rahmen dieser Zusammenführung wurden alle bisherigen Bildungsaktivitäten ausgewertet: dazu gehörten Aktivitäten mit Frauen, an Schulen, an Hochschulen und mit Älteren Menschen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine kritische Reflexion der bisherigen Aktivitäten und daraus resultierenden Schlussfolgerungen:

Strukturen: Zielgruppenorientierung, begleitende Strukturen und neue Angebotsformen

Qualitätssicherung: Etablierung von Qualitätssicherungsmechanismen auf den unterschiedlichen Ebenen

Ehrenamtliches Engagement: Zusammenspiel von Freiwilligkeit und strukturierter Bildungsarbeit

Materialentwicklung: Entwicklung professioneller Materialien für unterschiedlichste Kontexte

Kooperationen: Einbindung von Partnern in die konzeptionelle Arbeit und langfrsitige Zusammenarbeit

Inhaltliche Schlussfolgerungen: Möglichkeiten der Partizipation, Themen, Wiki-Kommunikation

Die gewonnen Ergebnisse sind eine selbstkritische Bilanzierung von Stärken und Schwächen der bisherigen Arbeit. Damit bildet der Bericht die Basis für Entscheidungen in Organisationsentwicklungsprozessen und dient der Weiterentwicklung der Bildungsarbeit von Wikimedia Deutschland. Wir danken allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben!

Und hier geht’s zum Bericht. Rückfragen und Anmerkungen gerne an uns per E-Mail.

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„Schulbuch-O-Mat“ – Ein freies Schulbuch zum Mitmachen!

Mit der „School-Of-Open“ hat unsere Tour durch Freie Projekte rund um das Themenfeld der Open Educational Resources (OER) begonnen mit einem Projekt für ein Freies Schulbuch geht es weiter! Projekte zum Mitmachen stellen sich vor und suchen Unterstützung!
Das Projekt Schulbuch-O-Mat hat sich zum Ziel gesetzt ein Freies Schulbuch (unter Creative Commons -Lizenz) zu verfassen. Nächsten Freitag habt ihr in Berlin die ultimative Gelegenheit die Macher des Schulbuch-O-Mat-Projekts zu treffen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Es wird ein Arbeitstreffen werden, dass wirklich den Begriff „arebeiten“ verdient hat, denn das Projekt ist mitten drinnen!
Eingeladen sind Bio-Lehrer/innen, Lehrer/-innen, Student/-innen, Kreative – Förderer freien Wissens, die ihr Wissen und ihre Kenntnisse für ein CC BY-SA Bio-Schul-E-Book begeistert zur Verfügung stellen.

Mitzubringen: Bereitschaft, ein Unterkapitel (eine Seite) des Schulbuches an diesem Nachmittag gemeinsam mit einem Team fertigzustellen. Von Quellenauswahl, über Recherche, Lizenzprüfung, didaktischer Anpassung und finaler Umsetzung in LOOP (Mediawiki-Technik) spannt sich der inhaltliche Bogen des Workshops.
Wir freuen uns sehr, das Projekt bei uns begrüßen zu können und hoffen, dass sich viele helfende Hände finden, die den Community-Gedanken des Projekts unterstützen. Für Getränke und Internet ist gesorgt.

 

Wann: 22.3.2013, 13 bis 17 Uhr

Was: Offener Workshop

Wer: SCHULBUCH-O-MAT

Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstraße 72, 10963 Berlin

Um Anmeldung vorab per Mail wird gebeten.

 

 

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„Freie Lernmaterialien födern“ – Vorbereitung zur OER-Anhörung in NRW

Passend zur Open Education Week, die in dieser Woche stattfindet, wird der Stein für die weitere Föderung von Freien Bildungsmaterialien (engl. Open Educational Resources) in NRW ins Rollen gebracht. So bliebt zumindest zu hoffen! Diesen Mittwoch findet im Landtag in NRW eine Anhörung zum Thema „Open Educational Resources“ (im Folgenden OER) statt. Der Landtag lädt zu einem Austausch zum Thema ein, ähnlich der OER-Anhörung in Berlin im letzten Jahr. Als empfehlendwerte Vorbereitung auf diese Anhörung kann alles Wissenswerte dazu in dem Bericht von Leonhard Dobusch nachgelesen werden. In NRW sind Open Educational Resources bereits seit 2012 im Koalitionsvertrag vernkert. Unter dem Themenschwerpunkt „Medienkompetenz“ wird hier die Bedeutung des freien Zugangs zu Bildungsmedien betont:

Modellprojekte zur Schaffung offener und freier Lehr- und Lerninhalte (Open Educational Ressources, OER) sind ebenfalls ein Rot- Grünes Ziel.

(Koalitionsvertrag 2012-2017, Bündnis90/Die Grünen und NRW SPD, Juni 2012)

Bislang wartete man noch vergelblich auf Modellprojekte. Auf Basis des im Oktober gestellten Antrages der Fraktion der Piraten „Freie Lernmaterialien fördern!“ kommt es nun zur Experten-Anhörung, zu der alle eingeladenen Sprecher vorab um Statements gebeten wurden. Die Statements sind auf der Homepage des Landtages NRW einsehbar. Die Piraten stellt einer Reihe  konkreter Forderungen an die Regierung.

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Wikimedia traf die „School of open“

Das erste Treffen der deutschen „Schoo of Open“ -Community fand am 2.3.2013 bei Wikimedia Deutschland statt. Der Verein zur Förderung Freien Wissens und Creative Commons luden dazu ein, sich einen Tag lang aktiv mit der „School of Open“, einer Initiative der P2PU-Universität und Creative Commons, zu beschäftigen. Ziel des Treffens war es:

Gemeinsam mit euch wollen wir einen Tag lang intensiv an dem Ausbau der bisherigen Kurse arbeiten. Es dreht sich daher alles um Tools und Themen rund um den freien Zugang zu Wissen. Jeder kann Kurse neu erstellen und übersetzen – aber am besten geht es gemeinsam. Nach einem kurzen Input von Creative Commons legen wir dann los mit der Arbeit. Also bringt eure Ideen und Themen mit und lasst uns gemeinsam unser Wissen teilen! (siehe Wikimedia Blog vom 15.2.2013)

Und los gings! Beeindruckend war die Begeisterung aller Teilnehmenden von Beginn an. Alle wollten direkt loslegen, um die Debatte um Open Educational Ressources in Deutschland voranzubringen. Nach einer Vorstellungsrunde und einer Einführung von Elly Köpf (WMDE) und John Weitzmann (CC) begann die Arbeit in Kleingruppen. Folgende Themen wurden für die Gruppenarbeit gefunden:

1. Wikimedia Commons ist die größte Freie Bilddatenbank. Viele sind jedoch unsicher in der Nutzung. Daher die Idee einen Kurs zu erstellen, der erklärt, wie man Dateien auf Wikimedia Commons hochlädt und was man beachten muss:
2. Viele Lehrer wissen nicht was OER ist und warum das für die Lehre wichtig sein könnte:
Wie kommt OER also in die Schule? Hier gab es die Idee einenOER-Erklärkurs zu machen, was die Vorteile angeht.
3. Der bereits bestehende Kurs „Coyright for educators“  sollte übersetzt werden.
(Am Ende wurde er nicht umgesetzt, da anstatt dessen lieber 4. weiter verfogt wurde)
4. Als wichtig erachtet wurde es, einen Meta-Kurs auf Deutsch zu erstellen, der erklärt „Wie mache ich einen Kurs auf P2PU?“
Idee: „Übersetzen How to make a P2PU-course“. Hier ist noch einiges zu tun!
Das Fazit des Tages sieht folgender Maßen aus:

„School-Of-Open-Workshop WMDE“ by Elly Köpf, CC-BY-SA 3.0

  • Es ist einfach und macht echt Spaß!
  • Es sind 3 neue Kurse angelegt worden.
  • Es gibt noch viel zu tun! Kurse können ergänzt und übersetzt werden.
  • Wärend der Open Education Week wird die school of Open weiter Fahrt aufnehmen!
  • Das nächste Treffen der school of open wird im Rahmen des „Hive„-Berlin am 10.4.2013 in der Open Knowledge Foundation stattfinden
  • Die ersten 3 Kurse werden zur School of Open angemeldet
  • Hier könnt ihr alle News mitbekommen!
  • Hier könnt ihr mit diskutieren und euch vernetzen!
  • Und ganz wichtig zu Beginn eines neuen Projekts: Ihr könnt auch Bugs berichten! So wie wir am Samstag.
Es gibt noch viel zu tun und wir hoffen, dass wir mit diesem ersten Schritt dazu beitragen konnten das Thema Freie Bildungsinhalte in Deutschland voranzubringen! Weitere Informationen dazu, was wir an dem Tag besprochen haben findet ihr im Pad. Weitere Infos zum Thema OER in diesem Jahr noch so planen findet ihr auf unserer Projektseite. Bis bald also!
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Die Suche nach einer „Kultur des Teilens“

In den meisten Klassenzimmern herrscht immer noch Unklarheit darüber, was Wikipedia ist und wie man damit als Lehrer umgehen soll. Auch in Bezug auf die Auseinandersetzung mit dem Thema Freien Wissens wird das fehlende Verständnis für gemeinschaftlich erstellte Inhalte immer wieder deutlich. Am 1. Februar 2013 hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (Mabb) gemeinsam mit Partnern eine Veranstaltung zum Thema „Freier Wissenszugang im Internet“ durchgeführt, eine eintägige Fortbildungsveranstaltung für Lehrende und Multiplikatoren aus dem Bereich der schulischen Bildung. Etwa 80 Teilnehmende kamen zusammen und diskutierten über Fragen rund um das Themenfeld „Freie Inhalte“ und „Open Educational Resources“. Unter den Partnern waren, neben Wikimedia Deutschland, auch IRights, die Bundeszentrale für Politische Bildung und das Land Brandenburg. Die Veranstaltung gewann durch einen besonders innovativen Rahmen, der sich deutlich von üblichen Fortbildungsveranstaltungen abhob: Partner aus der Praxis und aus dem theoretischen Umfeld boten Themen-Tische an, zu denen sich die Teilnehmer gruppierten. Das Format ermöglichte eine Auseinandersetzung mit allen Themen und einen regen Austausch.

Wikimedia Deutschland hat sich in diesem Jahr das Ziel gesetzt, Akteure im Themenfeld der Open Educational Ressources (dt: Freie Inhalte im Bildungsbereich) zu vernetzen. In diesem Rahmen nutzten wir diese Chance dazu, uns zu Beginn gleich einmal den Input der Lehrenden direkt zu holen. Ein erster Schritt dazu fand hier statt! Weitere werden folgen. An unserem Tisch zu „Freiem Wissen im Unterricht“ wurde an diesem Tag, nach einem kurzen Input, im Wesentlichen über zwei Fragen diskutiert: Zum einen über das (fehlende) Problembewusstsein der Lehrenden und zum anderen über die Frage wo man denn nun diese „Freien Inhalte“ eigentlich finden kann.

Die „Kultur des Teilens“

Elly Köpf, CC-BY-SA 3.0

Bei vielen Lehrern herrscht noch immer die Vorstellung alles was im Internet stehe, sei doch „frei“ verfügbar und damit „frei“. „Wo sei denn da das Problem?“, fragte einer der Lehrenden. Alle Teilnehmenden zeigten sich jedoch sehr interessiert an den Merkmalen Freien Wissens und den Creative Commons Lizenzen. Fasst man die Beobachtungen zusammen, so wird deutlich, dass die Idee, Inhalte durch einen gemeinschaftlichen Prozess zu verbessern, immer noch nicht im schulischen Kontext angekommen ist. Im Kern bleibt somit die Feststellung, die sich in jedem Kontakt mit Lehrenden wiederholt, der Mehrwert kollaborativ erstellter Freier Inhalte bleibt der derzeitigen Lehrsituation fremd. Zu unserer Frage, wie „Freie Inhalte im Unterricht“ genutzt werden können, ergab sich eine Diskussion, die diese Beobachtung unterstrich. Unter dem Schlagwort „Wissen verändern, verändertes Wissen“ wurde deutlich, dass eine Auseinandersetzung mit Freien Lizenzen und Freiem Wissen immer auch zu der Frage führt, was Bildung eigentlich bedeutet und welchen Stellenwert der Bildung in der heutigen Zeit eingeräumt werden sollte. Ist es der „rote Faden“? Ist es Inhalt? Die Idee Freien Wissens kann für die Schule in jedem Fall bedeuten, sich für kollaborative Prozesse (ob mit oder ohne Internet) zu öffnen.

Vom Suchen und Finden

Aber auch wenn Lehrer bereit sind, Freies Wissen in den Unterricht einzubinden, so ergeben sich immer noch einige Hürden. Es ist sehr schwer für Lehrende, eine korrekte Angabe sicherzustellen und Freie Inhalte im Internet zu suchen. Gerade die Lehrenden, die sich gerne mehr mit Freien Inhalten beschäftigen möchten, bekommen hier bislang nur wenig Unterstützung. Erweiterte Sucheinstellungen, Wikimedia Commons oder CC-Search, sind kaum bekannt. Die Forderungen der Anwesenden waren eindeutig: Mehr Aufklärung zu Urheberrecht und Mediennutzung in der Lehrerausbildung und eine leichtere Handhabung freier Inhalte. Ein fehlendes Problembewusstsein der Lehrenden wird immer wieder sichtbar und damit auch die Frage danach, wie ein solches Problembewusstsein entstehen kann. So lange sich Lehrende in der rechtlichen Grauzone sicherer fühlen, als in der Nutzung Freier Inhalte, wird die Debatte nicht zu einer aktiven Umsetzung führen.

 

Was nimmt man aus einem so intensiven Tag mit? Im schulischen Bereich mangelt es an einem Verständnis für Quellennutzung, Recherche und Urheberrecht. So lange das nicht bereits in der Lehrerausbildung thematisiert wird und keine Förderung „kollaborativer Arbeitsformen“ in der Schule stattfindet, bleibt es für die Einbindung Freier Inhalte in der schulischen Bildung schwer.  Auf politischer Ebene muss sich zum einen die Fortbildung von Lehrenden auf einer breiten Ebene verändern, zum anderen ist der Themenschwerpunkt der „kritischen Medienkompetenz“ im schulischen Bereich ein wichtiger erster Schnitt für eine aktive Auseinandersetzung mit Inhalten im Netz. Die Förderung von Freiem Wissen und damit auch Open Educational Ressources darf damit nicht dem Einzelnen überlassen werden, sondern muss von staatlicher Seite unterstützt werden.

 

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