Posts Tagged ‘Open Science’



Xavier, Roadmaps und verrückte Objekte – Ein Bericht vom Auftaktwochenende des Fellow-Programms Freies Wissen

Nachdem Ende September die geförderten Projekte im zweiten Programmjahr des Fellow-Programms Freies Wissen bekanntgegeben wurden, kamen am vergangenen Wochenende alle Programmbeteiligten in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin zusammen, um sich kennenzulernen und gemeinsam mit der Arbeit für kommenden acht Monate zu beginnen. Ein Rückblick auf ein spannendes und erfolgreiches Auftaktwochenende.

Die Fellows und Mentorinnen und Mentoren mit dem Programmteam von Wikimedia Deutschland, Bild: Ralf Rebmann, Auftaktveranstaltung Fellow-Programm Freies Wissen 2017 191, CC BY-SA 4.0

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Sturmtief Xavier, welches Ende vergangener Woche über Deutschland hinwegfegte, dem Auftaktwochenende des Fellow-Programms Freies Wissen einen Strich durch die Rechnung machen – immerhin waren nahezu alle Fernverkehrsverbindungen von und nach Berlin vorübergehend außer Betrieb. Entsprechend kompliziert gestaltete sich für einige der Teilnehmenden die Anreise zum geplanten Auftaktwochenende in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland. Letztendlich fanden jedoch fast alle Fellows und Mentorinnen und Mentoren ihren Weg ans Tempelhofer Ufer und konnten gemeinsam mit der Arbeit im Rahmen des Fellow-Programms beginnen.

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Fellow-Programm Freies Wissen: Das sind die Fellows im Programmjahr 2017/2018

Mit dem Fellow-Programm Freies Wissen werden in diesem Jahr erneut Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen dabei unterstützt, ihre wissenschaftliche Arbeit offen zu gestalten. Aus insgesamt 78 Einreichungen für das zweite Programmjahr wurden nun die besten 20 Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt. Zum Programmauftakt treffen sie vom 06. bis zum 08. Oktober in Berlin mit den Mentorinnen und Mentoren und dem Programmteam zusammen, um die Umsetzung ihrer Projekte in den kommenden acht Monaten zu beginnen.

Nachdem das Fellow-Programm Freies Wissen im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Stifterverband als neues Konzept zur Förderung Offener Wissenschaft ins Leben gerufen wurde, wird das Programm in diesem Jahr fortgesetzt. In diesem Jahr werden erneut Stipendien an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die lernen möchten, die Offene Wissenschaft in der Praxis funktioniert. Im zweiten Programmjahr beteiligt sich neben Wikimedia und dem Stifterverband auch die VolkswagenStiftung als Partner am Fellow-Programm. Darüber hinaus bringen sich mit der Technischen Informationsbibliothek (TIB), dem Museum für Naturkunde Berlin, dem Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin und der Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen vier wissenschaftliche Partner mit Qualifizierungsangeboten zu verschiedenen Themen rundum Offene Wissenschaft in das Programm ein.

Die Auswahl der Fellows für das zweite Programmjahr 2017/2018 steht fest

Anfang Juni wurde die Ausschreibung für die zweite Programmrunde veröffentlicht, in der insgesamt 20 Stipendien vergeben werden. Wie schon im vergangenen Jahr stieß die Ausschreibung auf großes Interesse, insgesamt wurden 78 spannende Projektideen eingereicht (im Vorjahr waren es 73 Einreichungen), viele davon können auf Wikiversity eingesehen werden. Die Jury hat aus den eingereichten Projekten nun die 20 besten ausgewählt, die im Rahmen des zweiten Programmjahres gefördert werden. Wie bereits im vergangenen Jahr kommen die Fellows aus ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.

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1 Frage – 1 Antwort, Teil 3: Was sagen Netz-Insider zur Entwicklung aktueller digitalpolitischer Themen?

Spezial zur Bundestagswahl 2017 – Wohin steuert die Politik zur Förderung des Freien Wissens?

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl schauen wir uns in der Blogbeitrag-Serie „Spezial zur Bundestagswahl“ die Wahlprogramme der Parteien, Antworten auf unsere Wahlprüfsteine und Ansichten von Netz-Insidern zur politischen Gestaltung (oder Verwaltung) des Freien Wissens an.

Teil 3 – Institutionen und Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Ellen Euler auf der Konferenz „Das ist Netzpolitik!“ 2017, Foto: Jason Krüger, CC BY-SA 4.0

Ellen Euler
…ist Informationsrechtlerin und begleitete als stellvertretende Geschäftsführerin den Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek. Im Juli 2017 übernahm sie die Professur für Open Access/ Open Data an der FH Potsdam.

WMDE: Sind die öffentlichen Institutionen in Deutschland eher Treiber oder eher Bremser des digitalen Wandels?

Ellen Euler:

Das ist eine gute Frage, die sich aber schwer beantworten lässt. Wahrscheinlich sind sie eher Getriebene. Die öffentlichen Institution werden in dem was sie tun wollen häufig durch das Recht ausgebremst.

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Das war Netzpolitik! Jetzt zum Nachschauen: EU-Urheberrechtsreform, Offene Wissenschaft und Partizipation in Brüssel

Plädoyer für aktives Engagement für digitale Rechte: „Das ist Netzpolitik!“ 2017 Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Die 4. „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am vergangenen Freitag startete wütend. Markus Beckedahl, Chefredakteur von netzpolitik.org, zählte auf, welche Themen die Bundesregierung netzpolitisch im letzten Jahr verschlafen hat.

Die Große Koalition betreibt Raubbau an unseren Grundrechten. Markus Beckedahl

Die Abschaltung der linken Plattform Indymedia, die Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern, die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und zuletzt die massenhafte Sammlung von Daten beim Bundeskriminalamt zeigen, dass Datenschützerinnen und Aktivisten weiterhin eher damit zu tun haben, Schlimmeres zu verhindern, statt ein freies Netz aktiv und mit allen Akteuren und Institutionen zu gestalten.

Netzpolitisches Weiterbildungsprogramm

Julia Reda (EU-Parlament) und Alexander Sander (digiges) diskutieren über zivilgesellschaftliche Interessenvertretung in Brüssel. Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Wie das in der Praxis geht, zeigten die 33 Speakerinnen und Speaker der Konferenz.

Alle Beiträge sind jetzt als Videos abrufbar und als netzpolitisches Weiterbildungsprogramm sehr zu empfehlen. Für Wikimedia Deutschland sprachen Julia Reda, Gregor Hagedorn und Kirsten Fiedler zu folgenden Themen:

Autokraten ein Vorbild sein? Wie die EU über das Urheberrecht die Netzzensur zur Pflicht machen könnte

  • Julia Reda, Vizepräsidentin der Gruppe Grüne/EFA im Europäischen Parlament, gab einen aktuellen Einblick in die laufenden Gespräche rund um Vorschlag von Jetzt-Finanzkommissar Günther Oettinger, alle Plattformen, die User Generated Content beherbergen, zu automatischem Filtern zu verpflichten.
  • Video des Vortrags

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Entscheidungshilfe zur Bundestagswahl: Der „Digital-O-Mat“ geht online!

Der Digital-O-Mat hilft dabei, netzpolitische Positionen der Parteien zu vergleichen.

Ab sofort können alle Wahlberechtigten ein neues Online-Tool als Entscheidungshilfe für die Bundestagswahl nutzen: Mit 12 Klicks verrät der Digital-O-Mat Wählerinnen und Wählern, mit welcher Partei sie bei netzpolitischen Themen auf einer Wellenlänge liegen.

Warum ist eine Hilfestellung zu netzpolitischen Themen nötig?

Digitale Themen gewinnen auch im Alltag der Wählerinnen und Wähler zunehmend an Bedeutung, kommen in der allgemeinen Wahlberichterstattung jedoch oft zu kurz. Der Digital-O-Mat macht die jeweiligen Parteipositionen zu netzpolitisch relevanten Themen sichtbar und erleichtert es, sich auf dieser Grundlage eine Meinung zu bilden und eine Wahlentscheidung zu treffen. Die netzpolitischen Standpunkte der Parteien zu den Themen Bildung, staatliches Hacking, „vorhersagende“ Polizeiarbeit, Software, Internetzugang, Open Data, staatliche Informationen und Museen standen dabei im Mittelpunkt.

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Wikimedia auf der „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am 1. September 2017

Genau. Foto von Melanie Twele, CC BY-SA 2.0

In diesem Jahr findet zum vierten Mal die „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz in Berlin statt. Fachleute und Netzcommunity diskutieren hier über die Entwicklung von Netzpolitik in Deutschland und international.
Wir als Verein zur Förderung des Freien Wissens finden den Ansatz gut, im Zuge einer möglichen neuen Regierungskoalition auf Bundesebene ein möglichst breites Spektrum an Diskurs- und Handlungsansätzen vorzustellen. Um Freies Wissen zukünftig für alle zugänglich machen zu können, ist es wichtig, Menschen zu befähigen, dafür selbst aktiv zu werden und einzutreten.

Daher unterstützt Wikimedia Deutschland die Konferenz und ist 2017 mit folgenden Beiträgen dabei:

Zu den weiteren diesjährigen Themen, die ohne Zweifel auch die netzpolitischen Debatten der Zukunft prägen werden, gehören etwa Datenschutz, Regulierung des Internet der Dinge, die E-Privacy-Richtlinie, die Neuordnung des europäischen Telekommunikationsmarktes, die Netzneutralität, Text- und Data-Mining und vieles mehr. Der Vorverkauf zur Konferenz ist gestartet, am Abend wird gefeiert. Wir freuen uns!

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Wissenschaft offen gestalten: Das Fellow-Programm Freies Wissen geht in die zweite Programmrunde – Jetzt für ein Stipendium bewerben!

Die Öffnung der Wissenschaft schreitet langsam voran, aber ist noch keine gängige Praxis in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre. Um die Idee der Offenen Wissenschaft zu stärken, wurde im vergangenen Jahr das Fellow-Programm Freies Wissen ins Leben gerufen. Die Ausschreibung für die zweite Programmrunde wurde nun veröffentlicht. Für das Programmjahr 2017/2018 werden bis zu 20 Stipendien an Doktoranden (m/w), Post-Docs (m/w) und Juniorprofessoren (m/w) vergeben.

Markus Büsges, leomaria designbüro, Logo Fellowprogramm quer, CC BY-SA 4.0

Offene Wissenschaft (Open Science) ist in aller Munde und wird mittlerweile in Deutschland genauso wie auf EU-Ebene von politischen Entscheidungsträgern diskutiert. Viele Vorteile Offener Wissenschaft liegen klar auf der Hand: Offen publizierte Forschungsergebnisse und Methoden beflügeln den wissenschaftlichen Austausch und können die Grundlage für neue Forschungsprojekte bilden. Das Innovationspotential für Wissenschaft und Wirtschaft ist also enorm. Ohnehin sollte steuerlich finanzierte Forschung, die von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen wird, auch für alle abruf- und nachnutzbar sein. So ist auch das Potenzial gegeben, Wissenschaft und Forschung weiter in der Gesellschaft zu verankern. Doch in der Umsetzung ist Offene Wissenschaft noch längst nicht umfassend angekommen.

Um das Wissen und die Praxis zu Offener Wissenschaft weiter zu fördern, werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen in diesem Jahr wieder die Chance erhalten, Offene Wissenschaft in ihrer Forschungspraxis auszuprobieren – das Fellow-Programm Freies Wissen startet ab Herbst 2017 in die zweite Programmrunde. Gemeinsam mit Wikimedia Deutschland e.V. und dem Stifterverband unterstützt die VolkswagenStiftung als neuer Programmpartner diese zweite Ausschreibungsrunde. Zudem sind folgende wissenschaftliche Partner mit Qualifizierungsangeboten an dem Programm beteiligt: die Technische Informationsbibliothek (TIB), das Museum für Naturkunde Berlin, das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

Bewerbungen sind ab sofort möglich, die Bewerbungsfrist endet am 04. August 2017.

Im Sinne der Transparenz des Auswahlprozesses und Offenheit sind die Bewerberinnen und Bewerber in diesem Programmjahr dazu angehalten, ihre Projektskizzen zusätzlich auf Wikiversity zu veröffentlichen und so für alle Interessierten einsehbar zu machen.

Alle Informationen zum Fellow-Programm Freies Wissen und zur Bewerbung finden Sie unter www.wikimedia.de/fellowprogramm oder auf Wikiversity.

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Open Everything – Der 15. Wikimedia-Salon „Das ABC des Freien Wissens“

Moderiert wurde der Abend von Michelle Thorne (Mozilla Foundation), die auch 2008 schon bei „Open Everything“ dabei war. Bild: Denis Schroeder (WMDE), Michelle Thorne at Wikimedia Salon Open Everything 2, CC BY-SA 4.0.

„Open“ ist heute in vielen Bereichen ein wichtiges Thema. Inhalte, die anderen Menschen frei zur Verfügung gestellt werden, damit sie kreativ für verschiedene Zwecke genutzt werden können, sind nicht nur Gegenstand theoretischer Debatten, sondern werden schon in unterschiedlichen Zusammenhängen praktisch genutzt. Ziel des Wikimedia-Salons „Das ABC des Freien Wissens“ am 6. April 2017 war es zu zeigen, dass „Open Everything“ schon heute viel mehr ist, als nur eine abstrakte Idee.

Bereits 2008 hatte die Diskursgestalterin Christine Kolbe gemeinsam mit der Kulturproduzentin Andrea Goetzke und anderen aus dem Umfeld des Newthinking Store eine Reihe von Veranstaltungen in Berlin initiiert, die Teil einer globalen Diskursinitiative mit dem Titel „Open Everything“ waren. [1] Im Zentrum stand die Frage, was hinter dem Schlagwort „open“ steckt, mit dem sich viele Initiativen  bezeichnen.

Angelangt beim Buchstaben O nutzten wir mit der 15. Ausgabe des Wikimedia-Salons die Gelegenheit, nach fast zehn Jahren zurückzublicken und zu resümieren, was sich in der Zwischenzeit getan hat. Eingeladen waren dazu Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener Open-Initiativen – von Open Source Software über Open Data bis zu Open Science. In kurzen Vorträgen, die auf der Webseite des Wikimedia-Salons als Video zur Verfügung stehen, gaben die Gäste Einblicke in die Entwicklung einzelner Initiativen und Projekte, in Erfolge und Misserfolge der vergangenen Zeit. Zu den Gästen gehörte auch Christine Kolbe, die zunächst einmal feststellen musste: „Klar ist das auch ein bisschen Klassentreffen hier, aber es sind auch immer viele neue Leute da. Und die Initiativen wachsen und professionalisieren sich in vielen, vielen Bereichen.“

 

O wie Open

Was „open“ bedeutet, an dieser Definition hat die Open Knowledge Foundation (OKF) gearbeitet: „Wissen ist offen, wenn jedeR darauf frei zugreifen, es nutzen, verändern und teilen kann – eingeschränkt höchstens durch Maßnahmen, die Ursprung und Offenheit des Wissens bewahren.“ Weiterlesen »

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Transparenz statt Ruhm und Ehre? Nachwuchswissenschaftler:innen zu Risiken und Chancen von Open Science

Am 10. März 2017 fand in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland die Abschlussveranstaltung der ersten Programmrunde des Fellow-Programms Freies Wissen statt. In diesem Gastbeitrag fasst Sarah-Mai Dang den Abend zusammen.

Open Science – von Open Access über Open Educational Resources, Open Data und Open Peer Review bis hin zu Citizen Science – soll die Verbreitung und Nachnutzung von sowie den Zugang zu Wissen erleichtern. Ziel von Open Science ist es, Forschung transparenter und nachhaltiger zu machen und somit die Qualität von wissenschaftlicher Arbeit zu verbessern. Wie Open Science im akademischen Alltag aussehen kann, haben Stipendiat:innen des von Wikimedia Deutschland in Kooperation mit dem Stifterverband 2016 gegründeten Fellow-Programms Freies Wissen am 10. März auf der Abschlussveranstaltung „Wissen offen gestalten – Open Science in der Praxis“ in Berlin diskutiert.

Open Science ist vielfältig

Open Science wird von Fach zu Fach unterschiedlich praktiziert, die Ansätze sind vielfältig. Dies verdeutlichte der einleitende Film, in dem alle zehn Stipendiat:innen ihre Forschungsprojekte in 90-Sekündern präsentierten. So geht es dem Neurobiologen Benjamin Paffhausen etwa um das Teilen von Wissen zwecks Herstellung wissenschaftlicher Geräte zur Beobachtung von Honigbienen. Der Rechtswissenschaftler Hanjo Hamann wiederum veröffentlicht im Dienste der deutschen Justizgeschichte Dokumente, aus denen hervorgeht, welche Richter:innen welche Fälle bearbeitet haben. Die Wissenschaftssoziologin Klara-Aylin Wenten befasst sich mit MakerSpaces, partizipativen Werkstätten. Und die Filmhistorikerin Adelheid Heftberger, Mitgründerin des Open Access-Journals Apparatus, versucht beispielsweise ihre Kolleg:innen von alternativen, offenen Publikationsformaten zu überzeugen.

Die „Botschafter:innen des Freien Wissens“ setzen sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit Open Science auseinander. Mit welchen fachspezifischen Problemen die Nachwuchswissenschaftler:innen dabei konfrontiert werden, zeigte die anschließende Podiumsdiskussion. Moderiert von Christina Riesenweber, Open Access-Beauftragte der Freien Universität Berlin, erörterten die Fellows Marion Goller, Juristin, Ruben C. Arslan, Psychologe, und Mirjam Braßler, Erziehungswissenschaftlerin, die Chancen und Schwierigkeiten von Open Science.

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NGOs und Umweltbildung in Madagaskar – ein Open Science Experiment

Veranstaltungshinweis:
„Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“
Am 10. März präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet die Stipendiatin Lena Reibelt über ihr Forschungsprojekt, das sie im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Jetzt, gegen Ende des Fellow-Programmes ‚Freies Wissen‘ schaue ich auf ein spannendes halbes Jahr zurück und freue mich schon auf den Austausch mit den anderen Fellows und Mentoren während der nahenden Abschlussveranstaltung. Open Science war für mich zu Beginn noch ein großer Begriff mit unklarer Kontur, beladen mit den abstrakten Bereichen Open Data, Open Source, Open Peer Review, Open Access, Open Methodology, Open Educational Resources, und Citizen Science. Nach und nach gewann ich im Rahmen des Programmes einen Überblick über die konkrete Bedeutung der Bausteine von Open Science. Alle vereint das Ziel, wissenschaftliche Prozesse und Ergebnisse frei zugänglich, nachvollziehbar und nutzbar zu machen.

Aber wie funktioniert das konkret? Während der letzten 6 Monate durfte ich verschiedene Methoden ausprobieren, um Community-Feedback zu erhalten. Durch mein Promotionsthema, welches sich mit hemmenden und fördernden Faktoren der Umweltbildung auf Madagaskar auseinandersetzt, wurde ich mit der Realität vieler Nichtregierungsorganisationen auf Madagaskar konfrontiert, welche oft nicht ausreichend Material und Expertise vereinen, um Umweltbildung auf einem nachhaltigen und wirkungsvollen Niveau zu realisieren. Mein Projekt im Rahmen des Fellow-Programmes fokussierte sich daher auf Möglichkeiten eines verbesserten Austausches zwischen den aktiven NGOs in der Umweltbildung. Mein langfristiges Ziel ist es, durch mehr Openness eine Ausweitung und Professionalisierung der Umweltbildung auf Madagaskar zu unterstützen.

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