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OpenCon in Washington, D.C.: Wikimedians sind als Open Advocates dabei!

Ein Bericht über die OpenCon 2016, eine internationale Konferenz zum Thema Open Access, Open Data und Open Education.

Der Raum gefüllt von Spannung, Neugierde und Freude. Eine Community von über 200 Bibliothekaren, Wissenschaftlern, Community-Organisatoren, Open-Begeisterten, Projektleitenden, darunter mindestens 10 Wikimedians, traf sich in der US-Hauptstadt zur seit 2014 jährlich stattfindenden OpenCon. Diese etwas andere Konferenz will vor allem Vernetzung- und Fortbildungsplattform sein für Berufseinsteigende aller Disziplinen, die an Projekten für Offene Daten, OER, Open Science arbeiten und generell im Sinne des Paradigmas von Freiheit, Gemeingut und Inklusivität etwas bewegen wollen. Die Berufseinsteigenden will die OpenCon dabei unterstützen, zu streitbaren Open Advocates zu werden, die erfolgreich Einfluss zugunsten Openness als Prinzip nehmen können. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 18/2015

Hier kommt die 18. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

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Wikimedia:Woche 17/2015

Hier kommt die 17. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

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Wikimedia:Woche 16/2015

Hier kommt die 16. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2015.

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Freies Wissen kennt keine Grenzen: Für mehr internationale Vernetzung und Zusammenarbeit!

(Find the English version here)

Viele von euch kennen mich von meiner Arbeit im Veranstaltungs- und Projektbereich. In Zukunft wird sich mein Aufgabenfeld in der Geschäftsstelle verändern. Bis Ende des Jahres werde ich die neue Stabsstelle Internationales für Wikimedia Deutschland aufbauen und die ersten Ideen umsetzen. Ab 1. Januar 2013 bin ich dann in Vollzeit für die internationale Arbeit zuständig. Mit diesem Blogpost möchte ich euch einen Einblick in die aktuelle Planung geben, euch um Mithilfe bitten und meine Unterstützungsmöglichkeiten vorstellen.

Von internationalen Veranstaltungen…

Seit März 2010 arbeite ich als Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland und konnte in der Zeit viele Kontakte im deutschen und internationalen Wikiversum knüpfen. Events wie die Wikimedia Conference, die Wikipedia Academy, der Zedler-Preis für Freies Wissen, WissensWert und der MediaWiki Hackathon sowie die Unterstützung der Communitys bei Wiki loves Monuments und WikiConvention sind Highlights meiner bisherigen Arbeit für den Verein.

Bei der Planung der vielen internationalen Veranstaltungen war es immer auch mein Ziel, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur gute Veranstaltungen besuchen, sondern sich aktiv einbringen und vernetzen können. Begeistert hat mich jedes Mal aufs Neue, wie enthusiastisch sich Menschen aus aller Welt gemeinsam für Freies Wissen einsetzen. Oft wurden auf den Events Ideen entwickelt und neue Bekanntschaften geschlossen, die dann aber im normalen Alltag wieder untergingen. In Zukunft möchte ich Gespräche wie „Hey, an welchen coolen Projekten arbeitet ihr denn gerade, wollen wir nicht mal was zusammen machen?“ oder „Ich muss dir unbedingt erzählen, was wir gerade planen, das wäre bestimmt auch was für euch!“ noch öfter erleben und vor allem sichtbarer machen sowie entsprechend weiter verfolgen.

„Wiki Loves Monuments 2011“-Treffen bei der Wikimania 2011 – Foto von Wikimedia Israel [CC-BY-SA-2.0] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/, via Wikimedia Commons

…zu gemeinsamer internationaler Arbeit

Wir werden die Zusammenarbeit zwischen Wikimedia Deutschland, den Communitys, den Wikimedia-Chaptern und der Wikimedia Foundation bündeln und stärken. Dazu wird es bei Wikimedia Deutschland ab 1. Januar 2013 eine Stabsstelle Internationales geben, die ich leiten werde.

Diese Arbeit soll das Teilen unseres Know-hows verstärken, internationale Austauschprogramme ermöglichen, mehr gemeinsame Veranstaltungen anregen und die Entwicklung und Vernetzung der lokalen Chapter unterstützen. Wikimedia Deutschland wird dadurch noch intensiver als Teil der internationalen Wikimedia-Bewegung an der Erstellung und Verbreitung Freien Wissens mitwirken.

Wir helfen Interessierten dabei, sich in die Weiterentwicklung der Wikimedia-Projekte einzubringen. Die Stabsstelle wird internationale Themen frühzeitig in die deutschsprachigen Kanäle tragen, Diskussionen moderieren und Ergebnisse wieder international präsentieren. Frühe Hinweise auf Diskussionen sollen potentielle Konflikte entschärfen, zwischen verschiedenen Ansichten moderieren und dadurch konstruktive Lösungen ermöglichen.

Wir arbeiten eng mit unserem WCA-Ratsmitglied Markus Glaser zusammen. Die WCA (Wikimedia Chapters Association) hilft neuen und bestehenden Chaptern bei der strategischen und organisatorischen Entwicklung. An dieser wichtigen Initiative, die Freies Wissen international noch besser fördern wird, beteiligen wir uns sowohl finanziell als auch unterstützend.

Wir stellen unsere Monats- und Jahresberichte, manche Broschüren sowie den Jahresplan bereits auf Englisch zur Verfügung. Zukünftig wollen wir regelmäßig noch weitere Materialien (Toolkits, Best Practices, Erfahrungsberichte) veröffentlichen und andere dabei unterstützen, diese für ihre eigene Arbeit zu nutzen. Kanäle für diesen internationalen Dialog werden z.B. das Meta- und das Outreach-Wiki, die Wikipedia Signpost, das Blog der Foundation und englischsprachige Blogbeiträge bei uns sein. Damit machen wir unsere Erfahrungen auch international einfacher nutzbar.

Gemeinsam mit an internationaler Arbeit interessierten Community-Mitgliedern entsteht im Projektnamensraum der deutschsprachigen Wikipedia eine Projektseite, die als Informationsportal und Arbeitsplattform dient. In Ergänzung zur Wikimedia:Woche und ähnlich, wie ich es auf der Projektseite des Funds Dissemination Committee (FDC) in der deutschsprachigen Wikipedia bereits begonnen habe, möchte ich auf den deutschsprachigen Kanälen über internationale Themen informieren und damit noch mehr Dialog schaffen. Was genau macht eigentlich das WMF Board of Trustees? Wozu braucht es die Wikimedia Chapters Association und das Affiliation Committee? An welchen kreativen und mutigen Aktivitäten arbeiten die anderen Chapter oder Communitys?

Und auch in meinem neuen Arbeitsbereich kann ich meine vielfältigen Eventmanagementerfahrungen einbringen: Noch in diesem Jahr wird es ein Treffen (mit dem schönen Arbeitstitel „Camp International“) für alle geben, die sich für die Geschehnisse im internationalen Wikiversum interessieren. Dazu in Kürze mehr auf diesem Kanal.

Die ersten Schritte sind gemacht – wie machen wir weiter?

Drei Schwerpunkte  werden die Arbeit der Stabsstelle Internationales zum Start bestimmen:

  • Überblick über die weltweiten Aktivitäten, Netzwerke und Ansprechpartner haben und zur Verfügung stellen. Regelmäßige Veröffentlichungen der gesammelten Informationen im Blog, auf den Mailinglisten und dem neuen Portal Internationale Arbeit werden die ersten Schritte dazu sein.
  • Erfahrungen aus anderen Ländern und Sprachversionen für die Arbeit von Wikimedia Deutschland nutzbar machen – und umgekehrt. Zum Beispiel können wir bei Themen wie freie Bildungsinhalte oder Diversität in den Wikimedia-Projekten bereits auf internationale Erkenntnisse zurück greifen, die Erfahrungen unserer Bildungsprojekte wiederum sind für andere Chapter wertvoll.
  • Kooperationen mit anderen Organisationen für die Aktivitäten, die über die lokale Arbeit hinaus gehen, aufbauen. Wir werden z. B. dazu beitragen, dass die europäischen Chapter auch in Brüssel sichtbarer werden und ihre Interessen hinsichtlich internationaler Abkommen oder den besonderen Bedingungen von kollaborativen Projekten im Netz gebündelt vorbringen.

Mitmachen erwünscht!

Das alles klingt nach viel Arbeit – und das ist es auch. Deswegen werde ich nicht alles alleine machen. Vielmehr ist meine Aufgabe, Unterstützungsmöglichkeiten für die Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle und die international Aktiven aus den Communitys zu schaffen.

Für den Verein und auch für mich persönlich ist die Stärkung unseres internationalen Engagements eine tolle Chance. Aber natürlich auch eine große Herausforderung, bei der ich auf Zusammenarbeit, Ideen und Rückmeldungen angewiesen bin.

Im Moment bin ich dabei, eine Bestandsaufnahme zu machen:

  • Wo und mit wem engagiert sich Wikimedia Deutschland bereits international?
  • Welches sind Schnittstellen, Kanäle und Tools bei uns und im internationalen Dialog?
  • Was erwarten oder wünschen sich die Beteiligten von unserem internationalen Engagement?

Dazu habe ich bereits viele Gespräche geführt, aber noch lange nicht genug! Deswegen bin ich sehr gespannt auf eure Reaktionen zu dieser neuen Stelle und freue mich über Rückmeldungen. Ihr könnt mich jederzeit per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de kontaktieren, Kommentare hier im Blog hinterlassen, auf meine Benutzerseite schreiben oder Euch mit mit treffen, ob in der Geschäftsstelle, auf Veranstaltungen oder beim oben genannten Treffen. Auf eine gute und erfrischende Zusammenarbeit!

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Bei den Deutschen funktioniert sogar die Wikipedia!

Vor einiger Zeit habe ich eine Karte veröffentlicht, die anzeigt, in welchen Ländern Europas welche Wikipedia-Sprachversionen gelesen werden. Das Kreisdiagramm pro Land informiert also über die Anteile der Sprachversionen nach Seitenaufrufen.

Wikipedia-Karte Europas, nach Ländern und Sprachversionen
Wikipedia-Karte Europas, nach Ländern und Sprachversionen

Leider hat sich herausgestellt, dass das Wikimedia-Zahlenmaterial für diese Karte noch einen strukturellen Fehler innehatte. Da Aufrufe durch Suchbots (von Suchmaschinen) nicht herausgefiltert waren, und Suchbots meist in den USA beheimatet sind, erschien der Anteil des Englischen bzw. der USA in den Zahlen oftmals zu hoch. Eine bereinigte Karte würde allerdings auch kein wesentlich anderes Bild ergeben.

Und diesem Bild zufolge spielen in den einzelnen Ländern meist nur zwei Sprachen eine Rolle: die eigene Nationalsprache (farbig oder schwarz) und Englisch (dunkelrot). Die Europäer suchen also Informationen am liebsten in der eigenen Sprache auf, und wenn sie dort nicht fündig werden, dann gehen sie zur englischsprachigen Wikipedia. In einigen Ländern wie Griechenland und Island weist das Englische einen weit höheren Anteil auf als die eigene Sprache. Beispielsweise in Schweden und den Niederlanden kann sich die Nationalsprache nur mit Mühe gegen das Englische behaupten.

Die deutschsprachige Wikipedia hat ihre Leser, wie zu erwarten, vor allem in den DACH-Ländern: Deutschland, Österreich und die Schweiz, hinzu kommt Liechtenstein. Dort, vom schweizerischen Sonderfall abgesehen, ist Deutsch die eindeutig dominierende Sprache. Obwohl Deutsch in vielen Ländern Europas als Fremdsprache unterrichtet wird, sind die dortigen Seitenaufrufe jedoch marginal. Nirgendwo außerhalb der deutschsprachigen Länder kommt die deutschsprachige Wikipedia über einen Anteil von drei Prozent, meist ist es deutlich weniger.

„Die Deutschen können halt kein Englisch“, schrieb jemand in einer Diskussion in der niederländischsprachigen Wikipedia zu dieser Karte. Allerdings hätten sie die englischsprachige Wikipedia nicht nötig, weil ihre eigene „viel besser“ sei. Ein anderer meinte, der Erfolg liege nicht nur daran, dass es viel mehr Deutsch- als Niederländischsprachige mit Internetanschluss gibt:

Dass die Deutschen genug an ihrer eigenen Sprachversion haben, verwundert übrigens diejenigen nicht, die sich die  Deutsche Sprachausgabe anschauen: diese Wikipedia hat eben total Hand und Fuß. Der einzige Nachteil ist, dass sie sehr allergisch auf Infoboxen reagieren und die in vielen Artikeln vermeiden wollen. Ansonsten haben sie über viele Gegenstände viel mehr Informationen als beispielsweise die englischsprachige, nur ist die Anzahl verschiedener Artikel in der englischsprachigen größer. Und alle Nebensächlichkeiten sind so durchdacht (Rechtschreibung, Format, Handhabung von Links und Weiterleitungen, Stil und Satzbau…). Die deutsche Gründlichkeit ist kein Märchen, das beweisen diese Zahlen auch.

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Zu Besuch in San Francisco

Seit ich vor etwas mehr als einem Jahr Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland wurde, gab es stets einen Aspekt, mit dem ich nicht wirklich zufrieden war: Die Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsstelle in Berlin und der Wikimedia Foundation in San Francisco. Es gibt viele Überschneidungen in Projekten, wir werden immer wieder von der Presse zu Positionen der Foundation befragt, das Fundraising ist eine globale Angelegenheit, technische Entwicklungen, die wir vorantreiben, werden von der Foundation implementiert – kurz: Die Themen sind vielfältig, die Abstimmung war jedoch ausbaufähig. Das lag weder an mangelndem Interesse auf unserer Seite noch an einer Zurückhaltung der Kollegen in San Francisco, sondern ist vielmehr dem Umstand geschuldet, das andere Dinge einfach Vorrang hatten.

Das ändert sich aber gerade: Ich bin diese Woche (also von Montag bis Samstag) in San Francisco, um mit einer Reihe von Meetings genau diese Lücke in der Zusammenarbeit zu schließen. Es geht um die Planung für den Fundraiser 2010 (unser Fundraiser Till Mletzko ist ebenfalls mit mir hier), die Abstimmung technischer Infrastrukturprojekte, erste Gespräche zum Thema „10 Jahre Wikipedia“, um die Grundlagen der Zusammenarbeit von WMF und uns (Sebastian als 1. Vorsitzender ist ebenfalls hier) und um vieles andere. Noch wichtiger als die konkreten Ergebnisse der nächsten Tage wird aber die besser Abstimmung in der Zukunft sein, deren Grundlage die persönlichen Kontakte sind. Und so wird dies nicht der letzte Besuch von Mitarbeitern von Wikimedia Deutschland bei der Foundation sein, ebenso wie wir uns auf Besuch von anderen Chaptern oder der Kollegen aus San Francisco in Berlin freuen dürfen.

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Meldungen aus dem Wikimedia-Universum August 2010

Sommerpause? Saure-Gurken-Zeit? Nicht im Wikimedia-Universum. Hier der Beweis:

Veränderungen im Board of Trustees

Zwei der zehn Sitze im Kuratorium der Wikimedia Foundation (Board of Trustees)  werden von den existierenden Chaptern (derzeit 28) nominiert. Diese Regelung gibt es seit 2008, die Ernennung erfolgt wie für die anderen Sitze für zwei Jahre. Die erste Ernennung der sogenannten Chapter selected Board seats verzögerte sich, so dass die ersten beiden, Arne Klempert und Michael Snow, ihre Amtszeit erst im Sommer 2009 beginnen konnten. In diesem Jahr fiel die Wahl der Chapter auf Arne Klempert und Phoebe Ayers. Dadurch wurden einige Änderungen im Kuratorium angestoßen.
Michael Snow, bis dahin Vorsitzender des Kuratoriums, wurde ein Sitz im Advisory Board angeboten. Ting Chen wurde zum Vorsitzenden gewählt, Stu West wurde Zweiter Vorsitzender und behält seine Funktion als Schatzmeister. Ting, der im Juni 2008 durch die Community in das Kuratorium gewählt wurde, informierte über die Änderungen in einer Mail direkt nach der Sitzung des Kuratoriums vor Eröffnung der Wikimania 2010.

Herzliche Glückwünsche und einen guten Start an Phoebe, Arne und Ting. Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit an Michael.

Wikimania 2010

Die Wikimania war auch in diesem Jahr erneut eine Veranstaltung, an der sich eine Menge Menschen trafen und viel miteinander geredet haben: die Mitarbeiter und das Kuratorium der Wikimedia Foundation, Vertreter der Chapter, Autoren aus unterschiedlichen Wikimedia-Projekten und auch Freiwillige, die sich außerhalb etablierter Organisationen für die Wikimedia-Projekte und Freies Wissen einsetzen. Maria zeigte mit Danny B. in einem Workshop die Möglichkeiten und auch Schranken, die die Nutzung der Wikimedia-Projekte mit Hilfsmitteln wie einer Braille-Zeile mit sich bringt. Delphine sprach über die kulturellen Unterschiede, die die Bildung und die Ausprägungen von Chapters beeinflussen.

Schwerpunkt waren Gespräche mit anderen Chaptern und den Mitarbeitern der Foundation. Sowohl bei den Chaptern als auch bei der Foundation ändern sich Ansprechpartner und Kontaktpersonen. Die Wikimania bietet die besten Voraussetzungen, um neue Gesichter kennenzulernen, sich auszutauschen und die ersten Eckpunkte der weiteren gemeinsamen Aktionen festzulegen, sei es beim Fundraising oder bei der Frage, in welcher Form die Chapter ihre Zusammenarbeit stärken können.

Zuschüsse für Chapter: Beispiel Tschechien

Seit 2009 bietet die Wikimedia Foundation den Chapters Zuschüsse für ganz unterschiedliche Zwecke an. Viel Zuspruch im Wikimedia-Universum hat eine durch einen solchen Zuschuss geförderte Initiative des tschechischen Chapters erhalten. Ziel der Initiative war, frei lizenzierte Fotos von Gebäuden und Landschaften zu erhalten, deren Artikel bislang nicht bebildert waren. Derb Zuschuss ermöglichte die Reisen quer durchs Land, bei denen insgesamt über 550 Objekte fotografiert wurden. Die Fotos stehen nun auf Commons zur Verfügung und wurden bereits in Artikel unterschiedlicher Sprachen eingebaut.

Wikimedia Foundation sucht Mitarbeiter für das Community Department

Die Wikimedia Foundation sucht Mitarbeiter. Wie im Plan für das nächste Geschäftsjahr (PDF) bereits angekündigt, beginnt die Suche nach einer Reihe neuer Mitarbeiter. Dabei wird es auch Stellen im Bereich Community geben. Um diese zu besetzen, startete ein Aufruf, auf den in allen Wikimedia-Projekten hingewiesen wurde. Welche persönlichen Fähigkeiten dabei ausschlaggebend sein können, beschreibt Sue Gardner, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, in ihrem Blog.

Die Foundation aktualisiert regelmäßig die Übersicht der offenen Stellen, so kann man sich jederzeit über die laufenden Jobangebote informieren.

Community und Fundraising

Auch bei der jährlichen Fundraising-Kampagne, die im Herbst jeden Jahres startet, setzt die Foundation auf die Erfahrung und die Kreativität der Community. Auf Meta ist der Aufruf zur Teilnahme am Fundraising-Committee veröffentlicht. Wer Lust hat, sich an der Ausrichtung, dem Gesicht und der lokalen Anpassung der Fundraising-Kampagne in diesem Jahr zu beteiligen, hat die Möglichkeit, dies mit Unterstützung von Mitarbeitern der Wikimedia-Foundation zu tun. Ein Eintrag auf der Liste ist alles, was benötigt wird, um die Bereitschaft dazu zu signalisieren.

Wikinews interviewt Umberto Eco

Und zum Schluss noch etwas der ungewöhnlicheren Sorte: Wikimedia Italia hat 2008 das Projekt Wiki@Home ins Leben gerufen, das zum Ziel hat, Interviews mit bekannten Persönlichkeiten zu organisieren und unter einen freien Lizenz zu veröffentlichen. Im April ist es ihnen gelungen, in seinem Haus ein Gespräch mit Umberto Eco, dem Autor des Romans „Der Name der Rose“, zu führen. Das Interview steht auch in englischer Übersetzung zur Verfügung. Dieses Projekt zeigt in beeindruckender Weise, welche Möglichkeiten uns allen offenstehen, und welche auch gerade in den Schwesterprojekten realisierbar sind. Dankeschön, Wikimedia Italia.

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Meldungen aus dem Wikimedia-Universum Juli 2010

Wie immer im Wikimedia Universum, es bewegt sich eine Menge. Nicht nur für Wikimedia Deutschland, das sich auf das Sommercamp des Schulprojekts vorbereitet, sondern auch auf internationaler Ebene. Da es ein Infrastruktur-Ressort Wikimedia International gibt, das mit Alice Wiegand, Sebastian Moleski und mir besetzt ist, haben wir uns überlegt, so oft und regelmäßig wie möglich darüber zu berichten, was auf internationaler Ebene bei Wikimedia passiert.

Banner Wikimania Danzig - Airwolf, CC-BY-SA 3.0

Gerade laufen die Vorbereitungen zur Wikimania, der internationalen Wikimedia Konferenz, die dieses Jahr in Danzig stattfindet. Dort werden Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands anwesend sein, und hoffentlich auch deutsche Community-Mitglieder. Wir werden nach der Konferenz einen kleinen Bericht schreiben, in dem wir euch die Highlights mitteilen.

Aber Wikimania ist nicht das einzige, was die internationale Community beschäftigt. Auf Foundation-Ebene sollte sich man mindestens zwei Sachen merken, die in die letzte Wochen passiert sind.

Erstens, nach langen Debatten um das Löschen und Behalten von „Sexual Implicit Images“ [Darstellungen sexuellen Inhalts] auf Commons und der Mailingliste foundation-l, hat das Board der Wikimedia Foundation eine Resolution zum Thema veröffentlicht. Das Board beauftragt die Geschäftsführerin Sue Gardner, Empfehlungen zu entwickeln, wie mit kontroverse Inhalte auf der Wikimedia Projekte definiert werden können und wie mit ihnen umgegangen werden kann. Diese Empfehlungen soll sie mit der Hilfe der Wikimedia Community, aber auch der Hilfe externe Experten entwickeln, mit dem Ziel, potentielle editorielle oder technische Änderungen beizubringen. Neben der Resolution des Boards gibt es eine FAQ, die das Ganze erklärt.

Zweitens hat die Wikimedia Foundation ihre Jahresplanung (pdf) öffentlich gemacht. Der bezieht sich auf den strategischen Plan, der mit der gesamten Community auf dem Strategy Wiki entwickelt wurde. Der Jahresplan sieht über 40 zusätzlichen Stellen vor (siehe Seite 23 vom pdf), und das Gesamt-Budget verdoppelt sich, die Einnahmen werden mit über 20 Millionen Dollar geplant. (siehe u.a. Seiten 12, 18 und 38 vom pdf). Zur Jahresplanung gibt es auch eine FAQ.

Auch wurde, während wir diese kleinen Neuigkeiten aus dem internationalen Raum bereitstellen, sodass ihr eine Idee bekommt, was anderswo passiert, der Bericht aus der Geschäftsstelle ins Englische übersetzt und auf die „chapters reports“-Mailingliste geschickt. Wikimedia Deutschland wird das zukünftig für jeden Bericht machen, damit auch andere Chapters und alle Beteiligten im Wikimedia-Universum verfolgen können, was der Verein tut.

(vielen Dank an Alice für die grammatikalische Korrektur!)

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Nach der Grünbuch-Stellungnahme ist noch nicht Schluss

v.l.n.r.: Marco Swart, Alice Wiegand, Christophe Henner, Bence Damokos, Paweł Drozd, Marco Chiesa

Wie Philipp im letzten Jahr berichtete,  gab Wikimedia Deutschland eine Stellungnahme zum
Grünbuch der EU-Kommission zum Urheberrecht in der Wissenswirtschaft ab.

Initiiert durch Wikimedia Niederlande folgten 5 weitere europäische Wikimedia-Chapter (Frankreich, Polen, Ungarn, Italien, Tschechien) diesem Beispiel. Die insgesamt über 350 Stellungnahmen zum Grünbuch können auf der offiziellen Seite eingesehen werden.

Um unser Engagement nicht nach den ersten Stellungnahmen versiegen zu lassen und eine Basis für die weitere Debatte zu bilden, haben sich die beteiligten Wikimedia Chapter (Tschechien konnt leider nicht teilnehmen) am vergangenen Samstag in der Jugendherberge Jacques Brel in Brüssel getroffen.

Nach der Vorstellung der teilnehmenden Personen und der jeweiligen Stellungnahmen haben wir uns schnell und gerne darauf verständigt, die kommenden Entwicklungen der Grünbuch-Debatte gemeinsam aktiv weiterzuverfolgen und zu begleiten. Wir sehen darin eine gute Möglichkeit, unsere Standpunkte zu den Fragen des Urheberrechts in der wissensbasierten Wirtschaft deutlich zu machen und auf die Notwendigkeit möglichst ungehinderter Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten hinzuweisen. Wie wir das konkret angehen, wer dabei welche Aufgabe übernimmt und in welchen Zeiträumen das passieren soll, werden wir in den kommenden Wochen erarbeiten.

Das Treffen klang nach einem gemeinsamen Abendessen mit einem belgischen Bier im gastfreundlichen Hof der Jugendherberge aus. Die Möglichkeit zum Austausch über die interne Organisation der Chapter wurde beim Schopfe gepackt, von den unterschiedlichen Möglichkeiten, Vorstandssitzungen zu realisieren über Mitgliederzahlen bis zu den Spendeneinnahmen reichten die Themen. In dieser lockeren Runde fand sich auch schnell ein Name für die Arbeitsgruppe: ChIP, gebildet aus den Anfangsbuchstaben von Chapters und Intellectual Property.

Herzlichen Dank an Lodewijk Gelauff von Wikimedia Niederlande, der sich um die Planung und Organisation der Veranstaltung gekümmert hat. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

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