Geschrieben von Sarah Behrens



Reproduzierbare Webseiten für alle – Ein Projektbericht aus dem Fellow-Programm Freies Wissen

Veranstaltungshinweis:
„Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“
Am 10. März präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet der Stipendiat Ruben C. Arslan über seine Forschung, die er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

In meiner wissenschaftlichen Arbeit bemühe ich mich, so offen wie möglich zu sein. Leider arbeite ich mit Daten, die ich nicht ausreichend de-identifizieren kann, um sie zu teilen (sprich komische Sextagebücher) und Daten, bei denen mir die Entscheidung schlicht nicht obliegt (sprich die Stammbäume aller Schweden seit 1950). Um diesen peinlichen Mangel an Offenheit zu kompensieren habe ich versucht, andere Methoden zu entwickeln, um meine Arbeit transparent zu machen. Nach ein paar Fehlschlägen (niemand wollte sich meinen Rstudio-Speedrun-Twitch-Kanal ansehen), habe ich einen Weg gefunden, der für mich bisher passabel funktioniert hat. Jetzt denke ich, es könnte sogar für Forscher interessant sein, die nichts zu kompensieren haben.

Und zwar habe ich versucht, nicht nur meinen statistischen Code zu teilen, sondern auch sicherzustellen, dass er leicht zugänglich ist, indem ich ihn in eine reproduzierbare Website verwandle. Weiterlesen »

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OER in der Praxis: Tipps und Qualitätssicherung

Im dritten Teil der Beitragsreihe zum diesjährigen OER-Konferenzprogramm beschäftigen sich die Autorinnen mit der Qualität von konkreten Materialien. Kristin Narr richtet den Fokus auf konkrete Tipps für das Erstellen von OER, die auf der Konferenz von Guido Brombach vorgestellt werden. Sabine Kühnel verweist auf den Vortrag der beiden Schulbuch-O-Mat-Initiatoren, Hans Hellfried Wedenig und Heiko Przyhodnik, die aus eigener Erfahrung erklären, wie Qualitätssicherung bei kollaborativ erstellen Bildungsmaterialien funktionieren kann. Übrigens: Die Anmeldung zur OERde14 ist noch bis zum 7. September möglich!

Notwendige Erfahrungen und Tipps aus der Praxis

Stünde Coca-Cola unter einer freien Lizenz, könnten findige RemixerInnen auch eine pinke Version kreieren. Bild: D. Sharon Pruitt, CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

Kristin Narr über  “10 Tipps zur Veröffentlichung von OER Materialien in der politischen Bildung”von Guido Brombach

In den Auseinadersetzungen über OER fehlen mir oft konkrete Probierfelder und beispielhafte Projekte, die über das Reden über OER hinaus gehen. Das  Thema OER ist geprägt von Diskussionen, Publikationen und Veranstaltungen. Dabei wird behandelt, was OER überhaupt sind, sollen und können. Zweifelsohne ist jede Diskussion, Publikation oder Veranstaltung auf eine bestimmte Art wichtig und notwendig. Aber das kann es noch nicht gewesen sein.

Im Bereich der politischen Bildung passiert bereits viel. Es entsteht ein wertvoller Austausch über die eigenen Erfahrungen bei der Erstellung und Veröffentlichung von Bildungsmaterialien. Auch auf der OER-Konferenz. So wird der politische Erwachsenenbildner Guido Brombach in seinem Talk“10 Tipps zur Veröffentlichung von OER Materialien in der politischen Bildung – Nachnutzung leicht gemacht” von seinen Erfahrungen berichten und ganz besonders konkrete Tipps für diejenigen, die ihre Materialien auch als freie Bildungsmaterialen veröffentlichen und eine Nachnutzung explizit ermöglichen wollen, in den Fokus stellen.

Letztlich bieten diese Tipps aus der Praxis, gerade weil sie auf der OER-Konferenz präsentiert werden, wiederum einen wertvollen Beitrag für die größeren, allgemeineren Auseinandersetzungen um OER. Sie zeigen, was möglich ist und wo die Grenzen liegen und helfen uns, das Prinzip des Teilens und der Nachnutzung noch mehr zu durchdringen.

Kristin Narr ist freiberufliche Medienpädagogin und arbeitet u.a. für das Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V.

 

Qualität vor Quantität

Sabine Kühnel über“Schulbuch-O-Mat lessons learned – Dos und Don’ts in kollaborativen OER-Projekten”von Hans Hellfried Wedenig und Heiko Przyhodnik

„Wie sieht es denn mit der Qualität von Open Educational Resources aus?“ – eine Frage, die ich schon oft und insbesondere von Lehrerinnen und Lehrern gehört habe und die im Hinblick auf einzelne Materialien sicher auch berechtigt ist. Die beiden Schulbuch-O-Mat-Initiatoren, Hans Hellfried Wedenig und Heiko Przyhodnik, wollen diese Problematik auf der Konferenz in den Mittelpunkt ihrer Session „Dos und Don’ts in kollaborativen OER-Projekten“ stellen und aufzeigen, dass OER und Qualität sehr wohl gut zusammenpassen – wenn man die Erstellung richtig angeht.

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OER – wie kann es umgesetzt werden?

Der zweite Teil der Beitragsreihe zum Programm der OER-Konferenz 2014 beschäftigt sich mit der Frage, wie OER in Deutschland konkret umgesetzt werden kann. Zunächst stellt Helene Hahn einen Vortrag zur OER Studie der Technologiestiftung Berlin vor, die Szenarien zur Einführung von OER in Deutschland skizziert. Sebastian Seitz präsentiert einen Konferenzvortrag über die Erstellung von OER in Polen, wo derzeit der Staat viel Geld in OER-Aktivitäten investiert.

Bild “OER-Konferenz 2013”: Agnieszka Krolik, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

 

„Wie ist die Lage von OER in Deutschland?“

Helene Hahn über den Vortrag von Maximilian Heimstädt “Open Education in Berlin: Benchmark und Potentiale – Eine Studie im Auftrag der Technologiestiftung Berlin”

Am 20. Februar bestätigte das Berliner Abgeordnetenhaus einen für die OER-Bewegung wichtigen Entschluss: OER-Prinzipien sollen in der schulischen Bildung umgesetzt und stärker gefördert werden. Dieses positive Ergebnis ist ein klares Bekenntnis zu freien Materialien in der Bildungslandschaft Berlins – wie auch schon Martin Delius schreibt. Doch wo können konkrete OER-Maßnahmen ansetzen, um diesen politischen Konsens in die Praxis zu übersetzen?

Mit dieser Frage hat sich das Team um Prof. Dr. Leonhard Dobusch (Freie Universität Berlin) in einer Studie der Technologiestiftung Berlin (TSB) beschäftigt, die auf der diesjährigen OER-Konferenz unter dem Titel “Open Education in Berlin: Benchmark und Potenziale” von Maximilian Heimstädt präsentiert wird. Weiterlesen »

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Gesucht: Engagierte Helferinnen und Helfer für OER-Konferenz

Jetzt Teil der OER-Konferenz am 12. und 13. September werden: Für die OERde14 sucht Wikimedia Deutschland engagierte Helferinnen und Helfer. Zu den Aufgaben zählen unter anderem Programmmanagement, Fotografie und die Anmoderation von Sprecherinnen und Sprechern.

Schicke Shirts: Helferinnen und Helfer der OER-Konferenz 2013 – Bild: Agnieszka Krolik, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die OERde14 ist die größte Veranstaltung zu freien Bildungsmaterialien im deutschsprachigen Raum. “Hinter den Kulissen” warten eine Vielzahl an Aufgaben, die ein engagiertes Team unentbehrlich machen. Wie das geht, erfährst du hier. Sichere dir jetzt deinen Platz im Konferenzteam.

Wie kannst du helfen?

Es gibt folgende vier große Aufgabengebiete, die wir je nach deiner persönlichen Präferenz vergeben:

  • Programmmanagement (Assistenzen Bühnenregie, ReferentInnenbetreuung)
  • Visuelle Dokumentation (FotografInnen, Assistenzen Kamerateam)
  • Schriftliche Dokumentation (Inhalte, Diskussionen und Ergebnisse von Vorträgen und Workshops)
  • Sessionräume (Technikbetreuung, Anmoderation von ReferentInnen und Publikumsfragen moderieren etc.)

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere kleine Aufgaben während der Konferenz, für die wir Hilfe brauchen. Melde dich also auch gerne, falls du dich in keinem der genannten Bereiche siehst. Es bleibt übrigens in jedem Fall Zeit, auch die Konferenz selbst zu besuchen: Je nach Aufgabe liegt die Einsatzzeit bei vier bis sechs Stunden pro Konferenztag. Weitere Informationen findest du im ausführlichen FAQ für Helferinnen und Helfer.

Warum solltest du ehrenamtliche Helferin oder ehrenamtlicher Helfer werden?

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OERde14: Der Countdown läuft!

Foto „OER-Konferenz 2013“: Raimond Spekking, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

75 Referentinnen und Referenten, 7 thematische Bühnen, 2 Tage Konferenz und 1 Programm.

Der Countdown zur größten Konferenz zu freien Bildungsmaterialien im deutschsprachigen Raum, am 12. und 13. September in der Urania Berlin, läuft. Das 12-köpfige Programmteam freut sich, ein vielversprechendes Programm der OERde14 präsentieren zu dürfen. Viele spannende Einreichungen standen für die OERde14 zur Auswahl – vielen herzlichen Dank dafür! Worauf sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der OERde14 im Einzelnen freuen dürfen, soll an dieser Stelle in einer wöchentlichen Beitragsreihe als kleiner Vorgeschmack auf die Konferenz vorgestellt werden. Soviel ist jetzt schon sicher, es wird spannend!

 

“Eine sehr erfolgreiche Dauerbaustelle!”

Sandra Schön über “OER auf ZUM.de (machen!) – Wie viele tun, wovon andere reden” von Karl-Otto Kirst

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, OER zu entwickeln. Mit viel Erfolg machen das die Autorinnen und Autoren im Bereich der offenen Bildungsressourcen rund um die Plattform ZUM e.V., der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet. Mit dem Aufkommen und der Verbreitung der Creative-Commons-Lizenzen hat sich folgende Entwicklung zugetragen: Materialien, insbesondere beim ZUM-Wiki und bei anderen Wikis auf ZUM.de, werden nicht mehr nur (wie anfangs) kostenfrei, sondern auch unter einer CC-BY-SA-Lizenz angeboten. Neben der Wikipedia ist die ZUM-Initiative damit wohl eine der ältesten Initiativen für freien Content im Internet für Unterrichtszwecke in deutscher Sprache.

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