Geschrieben von Christopher Schwarzkopf



Fellow-Programm Freies Wissen: Webinar zu Citizen Science am 06. Dezember

Erkenntnis kommt durch teilen! Im Rahmen des Fellow-Programms finden mehrere Webinare zu Aspekten Offener Wissenschaft statt, an denen neben den Programmbeteiligten auch andere Interessierte teilnehmen können. Bild: Ralf Rebmann, Auftaktveranstaltung Fellow-Programm Freies Wissen 2017 177, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen ist eine Initiative von Wikimedia Deutschland, dem Stifterverband und der VolkswagenStiftung, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Offener Wissenschaft zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. Am 06. Dezember findet das zweite von mehreren Webinaren zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft statt, die von den wissenschaftlichen Partnern des Programms angeboten werden.

Im zweiten Programmjahr des Fellow-Programms konnten mehrere wissenschaftliche Institutionen dafür gewonnen werden, sich als Partner im Programm zu engagieren. Über die Laufzeit des Programms werden sie für die Programmteilnehmenden ihre Expertise zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft im Rahmen von Webinaren einbringen, an denen neben den Fellows auch weitere Interessierte kostenlos teilnehmen können. Die Webinarreihe startete am heutigen Mittwoch mit einem Webinar zum Thema „Open Peer Review“, das von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen angeboten wurde.  Weiterlesen »

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Fellow-Programm Freies Wissen: Offenes Webinar zu Open Peer Review am 29. November

Erkenntnis kommt durch teilen! Im Rahmen des Fellow-Programms finden mehrere Webinare zu Aspekten Offener Wissenschaft statt, an denen neben den Programmbeteiligten auch andere Interessierte teilnehmen können. Bild: Ralf Rebmann, Auftaktveranstaltung Fellow-Programm Freies Wissen 2017 177, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen ist eine Initiative von Wikimedia Deutschland, dem Stifterverband und der VolkswagenStiftung, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Offener Wissenschaft zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. Am 29.11. findet das erste von mehreren Webinaren zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft statt, die von den wissenschaftlichen Partnern des Programms angeboten werden.

Das Fellow-Programm bietet in seinem zweiten Programmjahr einige Neuerungen im Vergleich zum ersten Programmdurchlauf im vergangenen Jahr. So hat sich nicht nur die Zahl der Fellows und Mentoren verdoppelt, sondern es konnten auch mehrere wissenschaftliche Institutionen dafür gewonnen werden, sich als Partner im Programm zu engagieren. Über die Laufzeit des Programms werden sie für die Programmteilnehmenden ihre Expertise zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft im Rahmen von Webinaren einbringen, an denen neben den Fellows auch weitere Interessierte kostenlos teilnehmen können.

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Transparenz in qualitativer Forschung: Kollaborativ online-Interpretieren

Das Fellow-Programm Freies Wissen ist eine Initiative von Wikimedia Deutschland, dem Stifterverband und der VolkswagenStiftung, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet die Stipendiatin Isabel Steinhardt über ihr Projekt im Rahmen des Fellow-Programms.

Transparenz und das Interpretieren in Gruppen sind zentrale Gütekriterien bei hermeneutischen Verfahren. In meinem Projekt möchte ich ausprobieren, ob beides durch kollaboratives online-Interpretieren von Datenmaterial im Sinne von Open Method weiterentwickelt werden kann.


So der Tweet für das Programm „Freies Wissen“ des Stifterverbandes, Wikimedia und VolkswagenStiftung. „Freies Wissen“, das weckte in mir sofort zwei Assoziationen: Erstens Wissen zu befreien, aus dem Elfenbeinturm, aus den Büros der einzelnen Forscherin, des einzelnen Forschers. Und die zweite Assoziation war Wissen transparent zu machen. Transparenz ist in meinen Augen das wichtigste Gütekriterium qualitativer Sozialforschung und mir schon seit Längerem ein Anliegen (vgl. Steinhardt 2015). Meine Bewerbung war entsprechend der Motivation geschuldet Wissen zu befreien und transparent zu machen. Dies möchte ich mit meinem Projekt „kollaborativ online-Interpretieren“ anstoßen und weiter ausprobieren.

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“Offene Technologien für eine offene Gesellschaft” – Wikimedia Deutschland und Freie Universität konzipieren offene Vorlesungsreihe

Welchen Einfluss haben offene Technologien und Wissen auf die Gesellschaft? Diese Frage steht im Zentrum der öffentlichen Ringvorlesung Open Technology For An Open Society“, die Wikimedia Deutschland gemeinsam mit dem Institut für für Informatik der Freien Universität Berlin konzipiert hat. Sie findet als Teil des Projekts Offener Hörsaal, welche seit zwei Jahrzehnten erfolgreich wissenschaftliche Forschung öffentlich zugänglich macht, statt.

Die Zusammenarbeit von Akteuren der Forschung mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft soll dabei den Ausgangspunkt für eine Debatte bilden, welche das Verhältnis von offenen Technologien und einer offenen Gesellschaft zum Gegenstand haben soll.

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Xavier, Roadmaps und verrückte Objekte – Ein Bericht vom Auftaktwochenende des Fellow-Programms Freies Wissen

Nachdem Ende September die geförderten Projekte im zweiten Programmjahr des Fellow-Programms Freies Wissen bekanntgegeben wurden, kamen am vergangenen Wochenende alle Programmbeteiligten in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin zusammen, um sich kennenzulernen und gemeinsam mit der Arbeit für kommenden acht Monate zu beginnen. Ein Rückblick auf ein spannendes und erfolgreiches Auftaktwochenende.

Die Fellows und Mentorinnen und Mentoren mit dem Programmteam von Wikimedia Deutschland, Bild: Ralf Rebmann, Auftaktveranstaltung Fellow-Programm Freies Wissen 2017 191, CC BY-SA 4.0

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Sturmtief Xavier, welches Ende vergangener Woche über Deutschland hinwegfegte, dem Auftaktwochenende des Fellow-Programms Freies Wissen einen Strich durch die Rechnung machen – immerhin waren nahezu alle Fernverkehrsverbindungen von und nach Berlin vorübergehend außer Betrieb. Entsprechend kompliziert gestaltete sich für einige der Teilnehmenden die Anreise zum geplanten Auftaktwochenende in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland. Letztendlich fanden jedoch fast alle Fellows und Mentorinnen und Mentoren ihren Weg ans Tempelhofer Ufer und konnten gemeinsam mit der Arbeit im Rahmen des Fellow-Programms beginnen.

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Fellow-Programm Freies Wissen: Das sind die Fellows im Programmjahr 2017/2018

Mit dem Fellow-Programm Freies Wissen werden in diesem Jahr erneut Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen dabei unterstützt, ihre wissenschaftliche Arbeit offen zu gestalten. Aus insgesamt 78 Einreichungen für das zweite Programmjahr wurden nun die besten 20 Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt. Zum Programmauftakt treffen sie vom 06. bis zum 08. Oktober in Berlin mit den Mentorinnen und Mentoren und dem Programmteam zusammen, um die Umsetzung ihrer Projekte in den kommenden acht Monaten zu beginnen.

Nachdem das Fellow-Programm Freies Wissen im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Stifterverband als neues Konzept zur Förderung Offener Wissenschaft ins Leben gerufen wurde, wird das Programm in diesem Jahr fortgesetzt. In diesem Jahr werden erneut Stipendien an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die lernen möchten, die Offene Wissenschaft in der Praxis funktioniert. Im zweiten Programmjahr beteiligt sich neben Wikimedia und dem Stifterverband auch die VolkswagenStiftung als Partner am Fellow-Programm. Darüber hinaus bringen sich mit der Technischen Informationsbibliothek (TIB), dem Museum für Naturkunde Berlin, dem Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin und der Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen vier wissenschaftliche Partner mit Qualifizierungsangeboten zu verschiedenen Themen rundum Offene Wissenschaft in das Programm ein.

Die Auswahl der Fellows für das zweite Programmjahr 2017/2018 steht fest

Anfang Juni wurde die Ausschreibung für die zweite Programmrunde veröffentlicht, in der insgesamt 20 Stipendien vergeben werden. Wie schon im vergangenen Jahr stieß die Ausschreibung auf großes Interesse, insgesamt wurden 78 spannende Projektideen eingereicht (im Vorjahr waren es 73 Einreichungen), viele davon können auf Wikiversity eingesehen werden. Die Jury hat aus den eingereichten Projekten nun die 20 besten ausgewählt, die im Rahmen des zweiten Programmjahres gefördert werden. Wie bereits im vergangenen Jahr kommen die Fellows aus ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.

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Wissenschaft offen gestalten: Das Fellow-Programm Freies Wissen geht in die zweite Programmrunde – Jetzt für ein Stipendium bewerben!

Die Öffnung der Wissenschaft schreitet langsam voran, aber ist noch keine gängige Praxis in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre. Um die Idee der Offenen Wissenschaft zu stärken, wurde im vergangenen Jahr das Fellow-Programm Freies Wissen ins Leben gerufen. Die Ausschreibung für die zweite Programmrunde wurde nun veröffentlicht. Für das Programmjahr 2017/2018 werden bis zu 20 Stipendien an Doktoranden (m/w), Post-Docs (m/w) und Juniorprofessoren (m/w) vergeben.

Markus Büsges, leomaria designbüro, Logo Fellowprogramm quer, CC BY-SA 4.0

Offene Wissenschaft (Open Science) ist in aller Munde und wird mittlerweile in Deutschland genauso wie auf EU-Ebene von politischen Entscheidungsträgern diskutiert. Viele Vorteile Offener Wissenschaft liegen klar auf der Hand: Offen publizierte Forschungsergebnisse und Methoden beflügeln den wissenschaftlichen Austausch und können die Grundlage für neue Forschungsprojekte bilden. Das Innovationspotential für Wissenschaft und Wirtschaft ist also enorm. Ohnehin sollte steuerlich finanzierte Forschung, die von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen wird, auch für alle abruf- und nachnutzbar sein. So ist auch das Potenzial gegeben, Wissenschaft und Forschung weiter in der Gesellschaft zu verankern. Doch in der Umsetzung ist Offene Wissenschaft noch längst nicht umfassend angekommen.

Um das Wissen und die Praxis zu Offener Wissenschaft weiter zu fördern, werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen in diesem Jahr wieder die Chance erhalten, Offene Wissenschaft in ihrer Forschungspraxis auszuprobieren – das Fellow-Programm Freies Wissen startet ab Herbst 2017 in die zweite Programmrunde. Gemeinsam mit Wikimedia Deutschland e.V. und dem Stifterverband unterstützt die VolkswagenStiftung als neuer Programmpartner diese zweite Ausschreibungsrunde. Zudem sind folgende wissenschaftliche Partner mit Qualifizierungsangeboten an dem Programm beteiligt: die Technische Informationsbibliothek (TIB), das Museum für Naturkunde Berlin, das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

Bewerbungen sind ab sofort möglich, die Bewerbungsfrist endet am 04. August 2017.

Im Sinne der Transparenz des Auswahlprozesses und Offenheit sind die Bewerberinnen und Bewerber in diesem Programmjahr dazu angehalten, ihre Projektskizzen zusätzlich auf Wikiversity zu veröffentlichen und so für alle Interessierten einsehbar zu machen.

Alle Informationen zum Fellow-Programm Freies Wissen und zur Bewerbung finden Sie unter www.wikimedia.de/fellowprogramm oder auf Wikiversity.

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Transparenz statt Ruhm und Ehre? Nachwuchswissenschaftler:innen zu Risiken und Chancen von Open Science

Am 10. März 2017 fand in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland die Abschlussveranstaltung der ersten Programmrunde des Fellow-Programms Freies Wissen statt. In diesem Gastbeitrag fasst Sarah-Mai Dang den Abend zusammen.

Open Science – von Open Access über Open Educational Resources, Open Data und Open Peer Review bis hin zu Citizen Science – soll die Verbreitung und Nachnutzung von sowie den Zugang zu Wissen erleichtern. Ziel von Open Science ist es, Forschung transparenter und nachhaltiger zu machen und somit die Qualität von wissenschaftlicher Arbeit zu verbessern. Wie Open Science im akademischen Alltag aussehen kann, haben Stipendiat:innen des von Wikimedia Deutschland in Kooperation mit dem Stifterverband 2016 gegründeten Fellow-Programms Freies Wissen am 10. März auf der Abschlussveranstaltung „Wissen offen gestalten – Open Science in der Praxis“ in Berlin diskutiert.

Open Science ist vielfältig

Open Science wird von Fach zu Fach unterschiedlich praktiziert, die Ansätze sind vielfältig. Dies verdeutlichte der einleitende Film, in dem alle zehn Stipendiat:innen ihre Forschungsprojekte in 90-Sekündern präsentierten. So geht es dem Neurobiologen Benjamin Paffhausen etwa um das Teilen von Wissen zwecks Herstellung wissenschaftlicher Geräte zur Beobachtung von Honigbienen. Der Rechtswissenschaftler Hanjo Hamann wiederum veröffentlicht im Dienste der deutschen Justizgeschichte Dokumente, aus denen hervorgeht, welche Richter:innen welche Fälle bearbeitet haben. Die Wissenschaftssoziologin Klara-Aylin Wenten befasst sich mit MakerSpaces, partizipativen Werkstätten. Und die Filmhistorikerin Adelheid Heftberger, Mitgründerin des Open Access-Journals Apparatus, versucht beispielsweise ihre Kolleg:innen von alternativen, offenen Publikationsformaten zu überzeugen.

Die „Botschafter:innen des Freien Wissens“ setzen sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit Open Science auseinander. Mit welchen fachspezifischen Problemen die Nachwuchswissenschaftler:innen dabei konfrontiert werden, zeigte die anschließende Podiumsdiskussion. Moderiert von Christina Riesenweber, Open Access-Beauftragte der Freien Universität Berlin, erörterten die Fellows Marion Goller, Juristin, Ruben C. Arslan, Psychologe, und Mirjam Braßler, Erziehungswissenschaftlerin, die Chancen und Schwierigkeiten von Open Science.

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NGOs und Umweltbildung in Madagaskar – ein Open Science Experiment

Veranstaltungshinweis:
„Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“
Am 10. März präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet die Stipendiatin Lena Reibelt über ihr Forschungsprojekt, das sie im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Jetzt, gegen Ende des Fellow-Programmes ‚Freies Wissen‘ schaue ich auf ein spannendes halbes Jahr zurück und freue mich schon auf den Austausch mit den anderen Fellows und Mentoren während der nahenden Abschlussveranstaltung. Open Science war für mich zu Beginn noch ein großer Begriff mit unklarer Kontur, beladen mit den abstrakten Bereichen Open Data, Open Source, Open Peer Review, Open Access, Open Methodology, Open Educational Resources, und Citizen Science. Nach und nach gewann ich im Rahmen des Programmes einen Überblick über die konkrete Bedeutung der Bausteine von Open Science. Alle vereint das Ziel, wissenschaftliche Prozesse und Ergebnisse frei zugänglich, nachvollziehbar und nutzbar zu machen.

Aber wie funktioniert das konkret? Während der letzten 6 Monate durfte ich verschiedene Methoden ausprobieren, um Community-Feedback zu erhalten. Durch mein Promotionsthema, welches sich mit hemmenden und fördernden Faktoren der Umweltbildung auf Madagaskar auseinandersetzt, wurde ich mit der Realität vieler Nichtregierungsorganisationen auf Madagaskar konfrontiert, welche oft nicht ausreichend Material und Expertise vereinen, um Umweltbildung auf einem nachhaltigen und wirkungsvollen Niveau zu realisieren. Mein Projekt im Rahmen des Fellow-Programmes fokussierte sich daher auf Möglichkeiten eines verbesserten Austausches zwischen den aktiven NGOs in der Umweltbildung. Mein langfristiges Ziel ist es, durch mehr Openness eine Ausweitung und Professionalisierung der Umweltbildung auf Madagaskar zu unterstützen.

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Gerichtsurteile als Menschenwerk: Zum Editionsprojekt „Die Namen der Justiz“

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag stellt der Stipendiat Hanjo Hamann sein Projekt vor, welches er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Die „Objektivität“ des Rechts…

Veranstaltungshinweis: „Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“ 
Am 10. März 2017 präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Unter deutschen Juristen gilt es als unfein, Fachtexte in der ersten Person zu verfassen. Wer es versucht, bekommt schnell zu hören, er möge doch die „Egoismen“ tilgen. Denn „das Recht“ soll in größtmöglicher Objektivität ohne eigene Anteilnahme gesprochen und geschrieben werden. Das Persönliche tritt dagegen zurück, Entscheidungen treffen also „der“ Bundesgerichtshof und „das“ Bundesverfassungsgericht, nicht die darin versammelten Richter. Und was „der Bundesgerichtshof“ entscheidet, gilt im Zweifel auch noch weit über die Amtszeit der beteiligten Richter hinaus.

Zu welch dramatischen Verwerfungen das führen kann, zeigt nun der Tübinger Rechtshistoriker Jan Thiessen in einem neuen Buch mit dem unscheinbaren Titel „Der Ausschluss aus der GmbH“ [1]. Anders als das nüchterne Thema nahelegt – und diese Dissonanz ist sicher gewollt – geht es darin ausschließlich um das allzu Menschliche in der deutschen Justiz. Thiessen zeigt nämlich, wie eine scheinbar sachlich begründete Rechtsansicht, die heute allgemein anerkannt ist, alles andere als sachlich begann: Sie wurde von Richtern mit einem bestimmten sozialen Hintergrund 1942 entwickelt, um einen bestimmten (nämlich jüdischen) Unternehmer zu benachteiligen. Thiessen hat die Geschichte dieses Gerichtsprozesses und der daran beteiligten Personen gründlich recherchiert und plastisch dargestellt, wie ein ideologisch motiviertes Unrecht gerade dank seiner Ent-Menschlichung in das Rechtsdenken nachfolgender Juristengenerationen einsickern und seinen ideologischen Kontext weit überleben konnte. So wird aus dem scheinbar neutralen Urteil „des Reichsgerichts“ mit dem blassen Aktenzeichen „II 67/41“ und der nichtssagenden Fundstelle „RGZ 169, 330“ wieder eine packende und lehrreiche Geschichte über menschliche Schicksale, über die heftigen Konflikte „des Rechts“ in besonderen politischen Machtverhältnissen, und über den Einfluss und die Verantwortung einzelner Richterpersönlichkeiten.

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