Digitale Zukunft mitgestalten
Für die digitale Zukunft Europas: Franziska Heine in das Advisory Board des Digital Commons EDIC berufen
Corinna Schuster
28. Oktober 2026
Gute Nachrichten für Freies Wissen: Unsere geschäftsführende Vorständin Franziska Heine ist in das Advisory Board des Digital Commons EDIC berufen worden. Das europäische Konsortium wurde 2025 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, eine gemeinsame Infrastruktur für digitale Gemeingüter in Europa aufzubauen. Dazu gehören digitale Angebote, Wissen und technische Lösungen, die gemeinschaftlich entwickelt, frei zugänglich gemacht und von vielen Menschen genutzt und weiterentwickelt werden können.
Ich freue mich darauf, diese Entwicklung mitzugestalten und unsere Erfahrungen aus der Arbeit für Freies Wissen einzubringen. Denn eine offene digitale Zukunft entsteht nicht von allein: Sie braucht Zusammenarbeit, gemeinsame Verantwortung und Infrastrukturen, die Menschen in den Mittelpunkt stellen. Genau daran wollen wir gemeinsam mit unseren europäischen Partnern arbeiten.Franziska Heine
Das Advisory Board vereint Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Technologiesektor, die das Konsortium bei seiner strategischen und technischen Ausrichtung beraten. Die Berufung bietet uns als Wikimedia die Möglichkeit, unsere Perspektiven und Erfahrungen zu Digital Commons und Knowledge Commons noch unmittelbarer in europäische strategische Diskussionen einzubringen.
Welche Potenziale bietet das Digital Commons EDIC?
- Eine gemeinsame Vision für Europas digitale Zukunft: Statt bei einzelnen Pilotprojekten stehenzubleiben, soll ein offenes, vernetztes Ökosystem für digitale Gemeingüter entstehen.
- Offene digitale Infrastrukturen als Gemeingüter: Offene Lösungen sollen von allen genutzt und weiterentwickelt werden können.
- Mehr Zusammenarbeit: Gemeinsam können freie Software-Komponenten für eine vernetzte Verwaltung, KI-Entwicklung, Cloud-Computing und Cybersicherheit geschaffen werden.
- Wissen und Ressourcen bündeln: Die Mitgliedstaaten können ihre Investitionen und ihre Expertise zusammenbringen, um freie und quelloffene Software warten und sichern zu können.
Die Berufung ist zugleich eine Anerkennung der langjährigen Arbeit von Wikimedia Deutschland für Freies Wissen und offene digitale Infrastrukturen. Sie zeigt, dass diese Expertise in Europa Gehör findet, und stärkt die Sichtbarkeit von Wikimedia als Akteurin bei der Gestaltung digitaler Gemeingüter.