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Jeden ersten Sonntag auf die gute Seite wechseln

Die Idee des Digital Independence Day: Jeden Monat sollen immer mehr Menschen und Organisationen von einer profitorientierten, zu einer offenen und gemeinwohlorientierten Alternative wechseln. Wer den Umzug vollzogen hat, gibt den Freunden, der Kita-Gruppe oderder Arbeitskollegin mit dem Hashtag #DIDit Bescheid – und zieht so immer mehr Menschen mit! An jedem ersten Sonntag im Monat machen wir gemeinsam einen Schritt auf die bessere Seite des Netzes.

Medienbereichte zum DI.Day

Tagesschau: CCC-Kongress in Hamburg: Wege in die digitale Unabhängigkeit

radioeins: Mission: Digitale Freiheit – Der erste Digital Independence Day

BR24: Digital Independence Day: Abschied von Big Tech

Frankfurter Rundschau: Demokratie kann es nur ohne digitale Fremdbestimmung geben

Der CCC – ehrenamtlich und nicht-kommerziell

Immer wieder beeindruckend: Es sind tausende Ehrenamtliche, die das Kongresszentrum Hamburg in ein offenes Haus für die rund 16.000 Teilnehmenden verwandeln, die sich zu aktuellen technologischen und digitalpolitischen Entwicklungen austauschen wollen. Beim CCC wird der nicht-kommerzielle Anspruch tatsächlich gelebt. Jedes Jahr Ende Dezember wird das Congress Centrum in Hamburg zu einemfast magischen Ort – voller kleiner sogenannter Habitate von und für unterschiedliche Interessengruppen.

Eines dieser Habitate war in diesem Jahr das Free Knowledge Habitat. Organisiert vor allem von Wikimedia Deutschland, temporärhaus, Code for Germany, Frag den Staat und weiteren Akteur*innen aus der Welt des Freien Wissens.In unseremVortrags- und Workshop-Bereich gab es Einführungen und Talks zu offenen Daten, Wikidata, internationaler Digitalpolitik und viel Raum für Austausch zu unserem politischen Engagement für Freies Wissen.

6 Highlights rund um Freies Wissen:

  1. Who runs the www? WSIS+20 and the future of Internet governance, Sophia Tawonga Longwe von Wikimedia Deutschland gibt einen Überblick über Gremien und Prozesse internationaler Digitalpolitik
  2. Gegenmacht – Best of Informationsfreiheit, Arne Semsrott spricht über das politische Jahr 2025 aus Sicht von Informationsfreiheit und Transparenz
  3. Die Känguru-Rebellion: Digital Independence Day, Marc Uwe Kling liest Geschichten mit digitalpolitischer Systemkritik und ruft den Digital Independence Day aus
  4. Power Cycles statt Burnout – Wie Einflussnahme nicht verpufft, Die beiden Digitalpolitikerinnen Rahel Becker und Anna Kassautzki geben Tipps aus dem Maschinenraum politischer Wirkung im Bundestag
  5. A post-American, enshittification-resistant internet, Cory Doctorow skizziert Ideen, wie Staaten und Nutzende sich gegen die Übermacht von Big Tech wehren können.
  6. AI-generated content in Wikipedia – a tale of caution, Mathias Schindler berichtet davon, wie er versehentlich einen Detektor gebaut hat, mit dem man bestimmte KI-generierte Inhalte in Wikipedia entdecken kann. 

Sofa, Snacks und Systemkritik

Der Congress bietet eine bunte Mischung aus Themen: von Informationsfreiheit, IT-Sicherheit und Freier Software bis hin zu kreativen Hacks und ungewöhnlichen Nutzungen von Technik, die so garantiert nicht im Handbuch stehen. Besonders viel Spaß machen die praktischen Hacks und Spielereien, die man in entspannter Atmosphäre gemeinsam ausprobiert. Künstler*innen bringen Musik, Installationen oder Skulpturen mit und erschaffen so ihr ganz eigenes, temporäres Utopia. Dabei entsteht ein Gefühl dafür, dass andere Welten möglich sind: Orte, an denen Ungerechtigkeiten hinterfragt werden und gemeinsam an besseren Zukünften gebastelt wird. Alle können sich mit dem einbringen, was sie können

Weiterführende Links

Aufzeichnungen der Vorträge des 39c3

Wikipedia-Artikel Chaos Communication Congress

Fotos des 39C3 unter freier Lizenz auf Wikimedia Commons

Kommentare

  1. Helge Herrmann
    19. Januar 2026 um 20:01 Uhr

    DID, eine tolle Sache, aber wie sieht es damit ganz praktisch aus, wie setze ich die gute Idee in die Tat um? Gibt es eine ganz einfache Handlungsanweisung, die auch für Menschen taugt, die sich nicht täglich mit der digitalen Welt und ihren Gefahren auseinandersetzen?? Ihr seid die Experten, für Euch ist vieles sonnenklar und selbstverständlich, aber ich selbst und Menschen, die gar nicht die Zeit haben, sich intensiver mit neuen Möglichkeiten, Gefahren und Chancen für eine bessere Welt auseinanderzusetzen, nutzen das Internet eher dilettantisch, wenn ich kritische Fragen an Vielnutzer stelle, erlebe ich, dass auch diese Gruppe meist sehr arglos im Datennetz unterwegs ist. Also braucht es erst einmal klare Handlungsanweisungen, die jede/r leicht befolgen kann, ohne sich einen Expertenstatus erarbeiten zu müssen. Könnt Ihr das leisten? Das würde ich dann gerne kommunizieren an Freunde, Geschäftspartner, ... .

    1. Franziska Kelch
      21. Januar 2026 um 10:32 Uhr

      Hallo Helge! Erstmal vielleicht: Auch für uns bei Wikiemdia ist nicht alles klar, denn wir sind auch Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen. Was den Datenschutz betrifft, sind beispielsweise die Plattformen des Fediverse, also zum Beispiel Mastodon als Ersatz für X oder Pixelfed als Ersatz für Instagram, sehr gut aufgestellt. Das entbindet uns alle aber nicht davon, uns mit dem Thema Datenschutz auseinanderzusetzen – und wie wichtig jedem und jeder einzelnen die Kontrolle über die eigenen Daten ist. Grundsätzlich kann man aber sagen: Es ist eine der Grundgedanken des Fediverse, die Datenhoheit zu fördern. Man kann sich vor der Wahl einer Instanz (hier kann man sich eine aussuchen https://instances.social/) über die man ins Fediverse einsteigt, anschauen: Speichert sie Nutzendendaten? Und wenn ja, welche? Datenkraken wie Instagram/Meta und Co. gibt es dort aber nicht. Vielleicht helfen für die Auseinandersetzung damit, welche Alternativen zu Google, Microsoft Produkten, Instagram, TikTok, X etc. pp. es gibt UND wie man den Einstieg/Umstieg schafft, diese Ressourcen: Alternativen zu X, Instagram und Co im Fediverse – und wie der Einstieg gelingt (https://blog.wikimedia.de/2025/07/03/fediverse/); Welche Social Media Alternativen gibt es? Wie wechsel ich? Am Ende des Blogbeitrags ist ein Schritt-für-Schritt-Tutorial verlinkt Blogreihe zur digitalen Selbstbestimmung, Welche Alternativen gibt es für kommerzielle Messenger, Betriebssysteme/Software oder Browser? (https://blog.wikimedia.de/c/freie-software/digitale-selbstbestimmung/). Herzlichen Gruß Franziska

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