•  

    • expand2013 (119)
    • expand2012 (310)
    • expand2011 (171)
    • expand2010 (105)
    • expand2009 (84)
    • expand2008 (60)
    • expand2007 (11)

Posts Tagged ‘Wikimedia Conference’



Die 1000 Perspektiven der „Education Program leader“: Bericht vom Bildungsworkshop in Mailand

Dies ist ein Gastbeitrag von Tim Moritz Hector, der am Bildungsworkshop in Mailand teilgenommen hat. Vielen Dank, Tim!

Mit dem Ziel, eine globale Vernetzung unter allen Wikimedia-Gruppen herzustellen, die sich mit Wikipedia im Bildungsbereich beschäftigen, lockte uns der groß angelegte Education Program Leaders Workshop im Vorfeld der Wikimedia Conference nach Mailand. So fanden Cornelia Trefflich und ich – im Auftrag von Wikimedia Deutschland – unseren Weg nach Milano um daran teilzunehmen und uns zu vernetzen. Der Plan war, eine weltweite Community von Projektleitern und -gruppen aufzubauen, um untereinander Erfahrungen und Wissen im Aufbau und in der Durchführung von Projekten im Bildungsbereich austauschen zu können.

By Ezalvarenga, CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Die Agenda war anspruchsvoll und vollgepackt und dementsprechend hoch auch die Erwartungen an den Workshop, sollte er doch über Erfahrungen, den Austausch über neue Wege und die Nutzbarmachung für andere Chapter gesprochen werden. Denkbar waren zum Beispiel die Einrichtung eines Newsletters oder sogar gezieltes Chapter-to-Chapter-Coaching. Im Anschluss daran sollte sich das Nachmittagsprogramm den Zielen, dem Erfolg und dessen Messung widmen. 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dieser Einladung gefolgt.

Unterschiedliche Phasen und Stadien…

Schon eingangs, trotz der – streng mit dem Eggtimer gestoppten – fünfminütigen Präsentationsrunden wurde schnell offensichtlich, dass jedes teilnehmende Chapter sich in einer völlig anderen (Entwicklungs-)Phase seiner Bildungsbestrebungen befindet. Das war auch das erste Zwischenfazit: Unheimlich viele Perspektiven treffen hier aufeinander, einziger gemeinsamer Nenner: Alles hat irgendwie mit Wikipedia und Bildung zu tun, die Erwartungen der Involvierten an den Workshop und an die Zielgruppen sind jedoch völlig verschieden. Besonders stark unterscheiden sich die Perspektiven der jeweils Beteiligten: Ergebnisse, die die Wikimedia Foundation oder ein Chapter von einem Projekt erwartet, decken sich längst nicht immer mit denen, die die beteiligten Projektteilnehmenden, Lehrenden oder Studierenden sich erhoffen. Prinzipiell müssen wir berücksichtigen, dass es auch Bildungsprogramme vollkommen ohne Beteiligung eines Chapters geben kann.

Klar wurde in der Vorstellungsrunde jedoch, dass wir, Wikimedia Deutschland, eines der erfahrensten Chapter im Bildungsbereich sind. Nach der Vorstellungsrunde war Thema, wie die gegenseitige Unterstützung der Chapter und die der Wikimedia Foundation aussehen kann. Durch die sehr unterschiedlichen Stadien, in denen sich die Programme aber derzeit befinden, und auch durch die unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten, ist eine Vergleichbarkeit und ein Austausch eine große Herausforderung. Die Wikimedia Foundation wird künftig ihre Rolle auch etwas anders definieren, mit den Chaptern auf Augenhöhe agieren und stärker als „Partner“ fungieren.

Als Wege der Zusammenarbeit wurden unter anderem ein Newsletter und eine recht neue Mailingliste vorgestellt. Personell haben wir eine Überschneidung von Engagierten in den GLAM-Projekten und in den Bildungsprojekten festgestellt und für sehr fruchtbar befunden.

…unterschiedliche Zielgruppen…

In der Mittagspause ergab sich zunächst ein interessantes Gespräch mit Rod Dunican, (Global Education Program Director bei der Wikimedia Foundation) von der Wikimedia Foundation, der auch den Workshop moderierte. Er bestärkte nochmal unsere Annahme, dass demografische Kriterien häufig nicht ausreichen, um eine Zielgruppe von einzelnen Aktivitäten oder Programmen zu definieren; vielmehr konfrontierte er uns mit der Frage nach dem Prototypen eines Wiki(p/m)edianers, den es anzusprechen gelte. Im Gespräch mit anderen Teilnehmenden stellte sich zunehmend heraus, dass nur wenige Chapter überhaupt in Erwägung gezogen hatten, mit Älteren zu arbeiten und neben uns, dem polnischen und dem schweizerischen Chapter alle diesen Ansatz wieder verworfen hatten.

…und unterschiedliche Ziele:

By Ezalvarenga CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Nach dem Mittagessen war dann die Hauptfrage, welche Ziele die einzelnen Gruppen mit ihren Programmen verfolgten und wie sich die jeweiligen Erfolge in der Umsetzung dieser messbar machen lässt. Wir waren höchst überrascht von der Vielzahl der Ziele: Nicht nur die Autorengewinnung oder die Steigerung von Diversität, sondern auch die Aufklärung über Wikipedia und ganz unterschiedliche Herangehensweisen wurden genannt. Deutlich unterschieden werden musste dabei zwischen dem reinen Gewinnen von „Inhalten“, ggf. über den Umweg der Autorengewinnung, und unserem Ansatz, dem Gewinnen von „Mitmachern“ in jeder Hinsicht. Für erstere Zielsetzung wurde von der WMF eine neue Extension geschaffen, die für KursleiterInnen und TeilnehmerInnen eine standardisierte Umgebung bietet. Um den erzielten Erfolg abzuschätzen, lassen sich mit der Extension einfache quanitiative Maße ausgeben (wie die erzeugte Textmenge), die von den Kursen um ein qualitatives Peer-Review ergänzt werden sollen.

Es bleiben gemeinsame zentrale Fragen

Eine der zentralen Fragen war schließlich: Können wir überhaupt irgendjemandem beibringen „Wiki(p/m)edianer“ zu werden, oder können wir lediglich die Fähigkeiten, die es dazu braucht, unterrichten? Wie müssen wir auch unsere quantitativen Ansprüche an einen Workshop definieren, wenn wir von Letzterem ausgehen? Und letztlich führte uns das zu der grundlegenden Überlegung, ob überhaupt alle Aktivitäten tatsächlich im Kontext von „Education“ oder ob nicht manche viel mehr im Kontext von „Community outreach“ zu sehen sind: Hier sollte die Verzahnung nach Ansicht der Teilnehmenden noch verstärkt werden.

Zum Abschluss wurde ein neues Treffen auf der Wikimania in Hong Kong vereinbart. Der Workshop hat uns den Blick für unterschiedliche Perspektiven und Rollen geschärft, die Wikimedia Foundation noch stärker als Austauschpartner in den Fokus gerückt und uns zudem einen Blick auf die großen, langfristigen Fragen in der Entwicklung der Bildungsprorgramme werfen lassen, der zukünftig in die Planungen des Bereichs Bildung und Wissen einfließen kann.

 

Im Blog der Wikimedia Foundation ist ebenfalls ein Rückblick auf den Workshop erschienen: Education program leaders gather to share experiences. Ansprechpartnerinnen bei uns sind Cornelia Trefflich und Elly Köpf

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 4,86 von 5)
Loading ... Loading ...

Vorschau: Wikimedia Conference 2011 in Berlin

Vom 25. bis 27. März ist Wikimedia Deutschland erneut Gastgeber der Wikimedia Conference. Bei der Veranstaltung treffen sich Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung.

Die Teilnehmer

In diesem Jahr sind 34 Chapter eingeladen, jeweils zwei Vertreter nach Berlin zu entsenden. Neben den langjährig etablierten Vereinen werden auch neue Chapter und „Chapters-to-be“ dabei sein. So freuen wir uns über die Teilnahme von Wikimedia Spanien, welches die Foundation vor ein paar Tagen erst offiziell als Chapter anerkannt hat. Kenia, Chile und Kanada sind dabei; Südafrika wird das erste Chapter auf dem afrikanischen Kontinent sein und entsendet ebenfalls zwei Vertreter. Neben dem Board of Trustees werden auch mehrere Mitarbeiter der Foundation an der Konferenz teilnehmen.

Das Programm

Für die Programmkoordination sowie die Kommunikation mit den Chaptern ist Bence Damokos von Wikimedia Ungarn verantwortlich. Durch seine langjährige Mitarbeit sowie die Mitgliedschaft im Chapters Committee oder dem Movement Roles Project kennt er sich bestens in den internationalen Wikimedia-Strukturen aus. Aktuell entwirft er anhand des Feedbacks der letzten Jahre und den Wünschen der Chapter das Konferenzprogramm. Unterstützung wird er von zwei Moderatorinnen sowie einer visuellen Dokumentatorin erhalten, die wir zu einem späteren Zeitpunkt noch näher vorstellen.

Der Ort des Geschehens

Wir freuen uns über die freundliche Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung. Mit der Beletage, dem Konferenzzentrum der Stiftung, haben wir einen Ort gefunden, der für „Transparenz, offene Kommunikation, Kreativität und Professionalität“ steht und damit sehr gut zu Wikimedia und der Veranstaltung passt.

Logistik und Rahmenprogramm

Zur Zeit kümmern wir uns um die Anreise der Teilnehmer aus der ganzen Welt, buchen Flüge, stellen Einladungsschreiben für die Visumserteilung aus und koordinieren die Unterkünfte im baxpax downtown Hostel Hotel. Wir schmieden gerade Pläne für das jeweilige Abendprogramm, konkretes steht hier allerdings noch nicht fest. Der Berliner Stammtisch am Freitag würde sich zum Beispiel eignen, internationale Chaptervertreter mit hiesigen Wikipedianern und anderen Unterstützern Freien Wissens zusammen zu bringen. Mehr dazu bald auf diesem Kanal. Andere Aktivitäten wie Sightseeing, gemeinsames Auskundschaften der Berliner Küche oder Museumsbesuche möchten wir ebenfalls anbieten und freuen uns über Unterstützung und Tipps der Berliner Wikipedianer. Gerne könnt ihr euch als freiwillige Helfer bei uns melden!

Um die Konferenz herum finden in Berlin weitere Treffen statt, am 24. März kommt das Role Movement Project zusammen, vom 27. bis 29. März gibt es einen Workshop „Global Melt – Best Practices in Community Leadership for global peer-driven movements“, an dem sich auch Wikimedia Deutschland beteiligt.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 4,29 von 5)
Loading ... Loading ...

Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Januar 2011

10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin

Über 300 Gäste folgten am 15. Januar der Einladung von Wikimedia Deutschland und kamen zur Geburtstagsfeier in die Berliner HomeBase Lounge. Eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Freunden und Unterstützern der Wikipedia lauschte zunächst einem kurzen Rückblick auf die letzten 10 Jahre, labte sich an der Geburtstagstorte und nutze die Gelegenheit zum Kennenlernen oder Wiedersehen.

Als besondere Überraschung bot sich den Gästen die interaktive Installation „WikiLetters“ von SPTA, getanzt wurde zu den DJs Mogreens, das Kraftfuttermischewerk und DJ Schönberger, eine Slideshow bot ein Best-of von Wikipedia- und Community-Bildern  und über die Twitterwall ließen sich bundesweite und internationale Aktivitäten verfolgt. Ein ausführlicher Bericht findet sich dazu im Blog: 10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin und überall, eine Sammlung von hübschen Fotos der Feier auf Commons und Flickr.

Wikimedia Conference

Die Vorbereitungen für das Chapters’ Meeting wurden im Januar intensiviert. Wir freuen uns, mit Bence Damokos (Wikimedia Ungarn, Mitglied des Chapers‘ Committee) erneut einen Programmkoordinator mit internationaler Erfahrung und guten Kenntnissen der Wikimedia-Strukturen gefunden zu haben. Er wird gemeinsam mit den Chaptern das Programm entwickeln und sicherstellen, dass jedes Chapter am 25.-27. März genau zwei Vertreter nach Berlin schickt.

Wikimedia Deutschland übernimmt alle logistischen Aufgaben wie Anreise und Unterkunft der Teilnehmer, Klärung von Visums- und Versicherungsangelegenheiten, die Suche nach dem Veranstaltungsort, technische und kulinarische Ausstattung und die vielen Kleinigkeiten, die eine große internationale Konferenz mit sich bringt. Wir freuen uns sehr, mit der die Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung nun einen schönen und sehr gut ausgestatteten Veranstaltungsort gefunden zu haben. Wie in den Jahren zuvor möchten wir den Gästen auch in diesem Jahr wieder ein berlintypisches Freizeitprogramm bieten und wenden uns diesbezüglich in den nächsten Wochen noch ausführlicher an die Berliner Wikipedianer. Anders als in den letzten Jahren wird im Rahmen der Wikimedia Conference 2011 übrigens kein Entwicklerworkshop stattfinden.

Schulprojekt

Das Wikipedia-Schulprojekt ist voller Elan ins neue Jahr gestartet und konnte bereits im ersten Monat mit 4 Veranstaltungen loslegen,  darüber hinaus gingen viele Anfragen für weitere Veranstaltungen ein. Zusätzlich zu der Betreuung der Referenten, wurde eine  Kooperation mit dem medienpädagogischen Zentrum Bits21 im fjs e.V. gestartet. Eine gemeinsame Ausschreibung zu Workshops und ein gegenseitigen, fachlicher Wissensaustausch wird hierbei im Zentrum stehen. Auch die Medienpräsenz wird derzeit in Form von gezielter Presseansprache und geplanten Vernetzungen über Online-Newsletter vorangetrieben. Auf zwei pädagogischen Tagungen wird das Schulprojekt demnächst mit einem Infostand vertreten sein: Im Februar auf der Lehrertagung der Uni Mainz mit dem Thema “Neue Medien verändern Schule!?” und im März auf dem 3. Berlin-Brandenburgischen Schulbibliothekstag in Berlin. Wir haben uns außerdem in diesem Jahr dazu entschieden, gezielt Schulen per Post anzuschreiben. Der erste Fokus lag dabei im Januar auf der Region um Köln. Vielen Dank an dieser Stelle an Raimond für seine tatkräftige Unterstützung. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Schuljahr!

Deutsche Nationalbibliothek

Es laufen derzeit Gespräche mit der DNB über die ersten Schritte in der Kooperation zu Schreibrechten in den Normdateien für Wikipedianer. Dabei wird es vor allem um das Anlegen von PND-Einträgen zu Personen gehen, die von der PND noch nicht erfasst sind, aber biographische Artikel in der Wikipedia haben. Mathias ist hierzu mit DNB-Angestellten im Gespräch. Unser mittelfristiges Ziel ist, dass jeder Wikipedianer so direkt wie möglich Korrekturen an PND-Datensätzen selbst anfertigen kann, wenn er dies möchte.

Bridgeman

Wikipedianer kennen “Bridgeman” vor allem aus dem Rechtsstreit Bridgeman vs Corel über die Frage des urheberrechtlichen Schutzes von Abbildungen gemeinfreier Werke. Harriet Bridgeman, Gründerin von Bridgeman Art Library ist eine Besucherin der Wikimedia-GLAM-Veranstaltungen, wir haben auch über einige Europeana-Workshops Kontakte mit ihr. Mathias ist ist in Gesprächen mit Bridgeman über Formen der Zusammenarbeit, auch oder trotz unterschiedlicher Ansichten über einige urheberrechtliche Fragen. Unser Ziel hier: Freigabe von Digitalisaten gemeinfreier Werke.

Studio Hamburg

Studio Hamburg ist eine Tochter des NDR und zu größeren Teilen finanziert aus Mitteln des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Wir sprechen seit einer Weile mit Vertretern von Studio Hamburg über die Freigabe von Inhalten unter freien Lizenzen. Eine konkrete Diskussion dreht sich um ein Projekt namens “histoclips”, das bereits online ist. Die Aspekte der Verhandlungen sind repräsentativ für die Probleme vieler Einrichtungen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, angefangen von der grundsätzlichen Frage, ob der Öffentlichkeit gehören sollte, was die Öffentlichkeit bereits bezahlt hat über die Frage, wer eigentlich über hinreichende Rechte verfügt, einen Videoclip mit Material aus vielen Quellen unter eine freie Lizenz zu stellen. Mathias ist hier in Gesprächen. Im Erfolgsfalle werden wir interessante Inhalte für Wikimedia Commons loseisen, alternativ werden wir mehr darüber wissen, warum es im gebührenfinanzierten Inhaltemarkt noch hakt.

RENDER

Mathias hat Mitte Januar am ersten Meeting des RENDER-Konsortiums teilgenommen, wo es um die Entwicklung von konkreten Aufgaben für die Forschungspartner an diesem Projekt ging. In den kommenden Monaten werden wir dazu projektintern mit den Partnern diese Aufgaben niederschreiben und in den Zeitplan einpflegen.

Wikimedium

Die erste Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium wird im März erscheinen. Dafür haben die Vorbereitungen bereits im Januar begonnen. Wir sammeln Ideen, Beiträge und Bildmaterial und werden nochmals verstärkt externe Autoren (Wikipedianer und Leser) ansprechen, die Beiträge für Wikimedium erstellen wollen. Immer wieder haben wir zum Mitmachen an der Vereinszeitung aufgerufen und ich möchte an dieser Stelle diesen Aufruf wiederholen: Um möglichst vielfältige, abwechslungsreiche und interessante Beiträge aus dem Wikipedia-/Wikimedia-Universum für die Vereinszeitung zusammenstellen zu können, sind wir auf externe Hilfe und Unterstützung angewiesen. Bitte meldet euch und schickt eure Vorschläge an catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Davon machten allein im Januar mehr als 180 neue Leser Gebrauch. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen. Insgesamt zählen wir jetzt 540 Einzelempfänger, darunter 91 Fördermitglieder des Vereins. Im Abonnement stehen derzeit über 1400 Exemplare der Wikimedium.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Die im November fertiggestellten Broschüren das Wikipedia-Einmaleins wie auch die Broschüre zu Wikiversity kommen ebenfalls gut an und werden in der Geschäftsstelle fleißig bestellt. Auch diesen Hinweis wiederholen wir gern:  Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Spendenergebnis in den Medien

Im Januar haben wir drei Pressemitteilungen herausgegeben. Am 5. Januar wurde das Spendenergebnis der Online-Kampagne 2010 kommuniziert und es gab reges Interesse seitens der Medien und zahlreiche Abdrucke unserer Pressemitteilung oder der Inhalte. Rückfragen, Interviewanfragen und Hintergrundinformationen wurde bearbeitet. Ein Auszug der Berichterstattung steht hier.

10 Jahre Wikipedia

Die zweite Pressemitteilung wurde zum 10-jährigen Jubiläum von Wikipedia versendet. Das Jubiläum hat ein bisher kaum erreichtes Medienecho hervorgerufen. Insgesamt weit über 150 Emails mit Medienanfragen gingen allein bei Catrin ein. Die meisten kamen aus Deutschland, aber auch Presseanfragen aus Österreich, Schweiz und Dänemark waren dabei. Was die Bearbeitung solcher Anfragen beinhaltet und die Auswertung der Berichterstattung lest bitte im Blog von Catrin.

Gesprochene Wikipedia

Das Projekt ‚Gesprochene Wikipedia‘ soll weiter ausgebaut werden. Noch im Dezember haben wir eine Sammlung der Artikel des Tages (aus der Kooperation mit DZB) auf CD gebrannt und bieten diese kostenlos für Interessierte an: einfach unter  catrin.schoneville@wikimedia.de bestellen. Darüber hinaus möchte Catrin gemeinsam mit Achim Raschka und weiteren Community-Mitgliedern eine weitere CD -Sammlung von gelesenen Artikeln der Wikipedianer- produzieren. Demnächst wird es dazu einen Vorschlag geben. Auch haben die Vorbereitungen für ein Treffen mit Wikipedianern und möglichen Partnern haben im Januar begonnen.

Wikipedia macht Schule

Für den Workshop des Schulprojekts in Köln haben wir eine Presseeinladung erstellt und an lokale wie regionale Medien verschickt. In den Tagen vor dem Workshop wurden anschließend gezielt einzelne Pressevertreter von Print- und Online-Medien sowie Hörfunk kontaktiert.

Wikipedia Buch

Das Buchprojekt konnte im vergangenen Monat wesentlich vorangetrieben werden. Nachdem Aufrufe zum Mitmachen im Vereinsblog und über diverse Soziale Netzwerke erfolgten, die jedoch nicht auf große Resonanz stießen, musste ein anderer Ansatz gewählt werden. Daher wurden mehrere hundert Wikipedianer – ausgewählt nach verschiedenen Gesichtspunkten (älteste, jüngste, aktivste usw.) – direkt angeschrieben und auf konkrete Themenfelder für eine Mitarbeit hingewiesen. Diese Aktion erwies sich als deutlich erfolgreicher und so konnten zahlreiche kurze Geschichten und Anekdoten für das Buch zusammengetragen werden.

Parallel dazu erfolgte die Themenvergabe und Koordination der Erstellung von Hauptinhalten für das Buch. Themenbereiche, die bisher nicht von der Community aufgegriffen wurden, mussten überdacht und überarbeitet werden. Hier flossen viele gute Ideen von Wikipedia-Autoren mit ein. Insgesamt wurde den Co-Autoren aus der Community wesentlich mehr Gestaltungsspielraum eingeräumt, als ursprünglich vorgesehen. Inzwischen sind alle größeren Beiträge vergeben und werden momentan geschrieben. Einige Themenbereiche werden zudem von Mitarbeitern der Geschäftsstelle bearbeitet.

Für die Kontaktaufnahme mit möglichen Verlagen war die Aufmerksamkeit im Umfeld des 10. Geburtstags von Wikipedia überaus nützlich, da bereits mehrere renommierte Verlage ihr Interesse am Wikipedia Buch bekundeten. In einer ersten Verhandlungsrunde mit diesen Verlagen konnten Eckpunkte und Konditionen einer Zusammenarbeit ausgelotet werden, die wiederum als  Entscheidungsgrundlage für eine Zusammenarbeit mit einem Verlag dienen sollen. Insgesamt befindet sich das Wikipedia Buch auf einem guten Weg und macht beständige Fortschritte.

Mitglieder

Im Januar 2011 haben wir 22 Mitglieder mit aktiver und 30 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen. Fünf Mitglieder haben zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt. Der Verein hat damit 497 aktive (=Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 195 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 692 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

10 Jahre Wikipedia – Synchronstammtische

Bereits im August 2010 kam die Idee auf, zum 10-jährigen Geburtstag der Wikipedia möglichst viele Stammtische gleichzeitig stattfinden zu lassen: Es ließ sich zunächst zögerlich an, aber nach und nach fanden viele Wikipedianer und Stammtischorganisatoren Gefallen an dieser Idee, so dass am Ende fast 30 Stammtische in Deutschland, Österreich und der Schweiz feierten. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: In München und dem Ruhrgebiet nutzte man die Gelegenheit Workshops zu Themen rund um die Wikipedia zu veranstalten und die interessierte Öffentlichkeit einzuladen, die Nürnberger und Fürther hatten eine “editierbare Torte” erfunden, die am Ende per “Löschantrag” verspeist wurde. Die Kölner feierten in großer Runde in ihrem Stammlokal, in Braunschweig sass man gemütlich beieinander, Hamburg hielt Klönschnack, die Basler und Lörracher feierten gemeinsam und binational in Basel, in Ostfriesland hatte man sich Freunde des Open Streetmap-Projektes dazugeladen und in Berlin fand eine Party mit über 300 Gästen und Freunden des freien Wissens statt. Alle Stammtische waren von Wikimedia Deutschland mit einem kleineren oder größeren Paket mit Informationsmaterial zu Wikipedia und Wikimedia, ein paar T-Shirts und fünf extra für diesen Anlass gestalteten Geburtstagskerzen bedacht worden. Einige Stammtische wurden darüberhinaus von Wikimedia Deutschland finanziell bei ihren Aktivitäten unterstützt. Wie man hörte, haben viele Wikipedianer die bisher nie einen Stammtisch besucht hatten, den Geburtstag genutzt, um endlich einmal andere Wikipedianer im “echten Leben” kennenzulernen. Alles in allem kann man diesen 10. Geburtstag der Wikipedia nur als großen Erfolg bezeichnen. Wir danken allen Initiatoren für ihre kreativen Ideen, ihre Begeisterung beim Mitmachen, Organisieren und Feiern!

Silberwissen / TAO

Im Januar stand die Vorbereitung und Durchführung einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Senioren-Computer-Club Berlin-Mitte an erster Stelle. Am 26. Januar trafen sich im Veranstaltungsraum des Mehrgenerationenhauses auf der Fischerinsel rd. 30 Senioren/innen. Sie hörten mit großem Interesse und aktiver Beteiligung den Erläuterungen von Denis Bartel zur Entstehung, zur Mitarbeit und zu den wichtigsten Regeln in der Wikipedia zu. 14 Teilnehmer sind sich nach dem Vortrag entweder schon sicher, dass sie an einem vertiefenden Workshop teilnehmen wollen oder sie überlegen noch, möchten aber unbedingt vom Fortgang des gemeinsamen Projektes informiert werden. Es ist geplant im Februar oder März einen Workshop in den Räumen des SCC durchzuführen. Dann kann jeder Interessent mit Unterstützung mit dem Schreiben in der Wikipedia beginnen oder vorhandene Kenntnisse ausbauen. Die Veranstaltung wurde in der lokalen Berliner Presse angekündigt. Ein Interview dazu mit Catrin und Wikipedia-Autor Lienhard Schulz lief auf radioBerlin 88,8.

Weitere Aktivitäten:

Kontaktaufnahme zu weiteren VHS und zum Vorsitzenden der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark. Mit letzterer ist eine gemeinsame Veranstaltung Ende Februar und bei Interesse Workshops in den Folgemonaten geplant.

Projekt TAO – Third Age Online – Community & Collaboration:

Telefonische Abstimmungen mit unserem Partner in Deutschland, dem ZAWIW Ulm. Das ZAWIW plant während der Akademiewochen im Frühjahr (28.03.11 bis 1.04.11) eine größere Informationsveranstaltung zur Wikipedia.und Workshops.

Fundraising

Der Januar ist der dritte und letzte Monat des Fundraisers. Zu Beginn des Monats wurden erstmals zwei Aufrufe von Wikipedia-Autoren geschaltet, womit wir der community Raum gaben, ebenfalls für Wikipedia zu sprechen. Der Fundraiser endete aufgrund der großen Spendenresonanz vorzeitig am 6. Januar mit dem Dankesbrief von Jimmy Wales. Aufgrund des andauernden Spendenaufkommens war das Fundraising bis Mitte Januar mit der Bearbeitung der eingehenden Spenden und Anfragen beschäftigt. In der zweiten Hälfte des Monats begann das Fundraising mit den Vorbereitungen für die Versendung der Zuwendungsbescheinigungen im Februar. Zudem wurde mit dem Blogbeitrag von Till ein erstes Fazit veröffentlicht. Zugleich wurden die gesammelten Erfahrungen zusammengefasst, damit sie in die Vorbereitung und Durchführung des nächsten Fundraisers einfließen.

Der nächste Monatsbericht erscheint am 4. März 2011.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (17 Bewertungen, Durchschnitt: 4,59 von 5)
Loading ... Loading ...

Bericht aus der Geschäftsstelle Dezember 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für Dezember 2010. Die Verspätung bitte ich zu entschuldigen.

GLAM-Wikimedia in Paris

Wikimedia France veranstaltete am 3. und 4. Dezember in Paris den zweiten Teil der Konferenzserie zwischen Wikimedia und den GLAMs – Galleries, Libraries, Musea and Archives. Mathias war dort eingeladen, um auf dem Kooperationen-Panel über Bilderfreigaben und Normdaten zu sprechen.

Open Media Kongress der SPD

Am 10. und 11. Dezember veranstaltete der Bundesvorstand der SPD in Berlin einen quasi-netzpolitischen Kongress, nur kurze Zeit vor dem geplanten JMStV-Votum in Niedersachsen. Mathias war dort anwesend.

Dialog Internet im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

In der zweiten Sitzung des Vorhabens “Chancen und Risiken des Internets” des Familienministeriums am 13. Dezember wurden Untergruppen für den Bereich Chancen gebildet: Medienkompetenz, Partizipation und Wissen. Mathias ist Sprecher der Unterarbeitsgruppe Wissen und wird bis Juli an diesem Projekt mitwirken. Dazu gibt es Ende Januar eine gesonderte Email an Vereinsliste.

10 Jahre WP

Die Pressearbeit des Vereins stand diesen Monat vor allem  im Zeichen der Vorbereitung des Jubiläums von Wikipedia. Einen Vorgeschmack auf die flutartige Berichterstattung bildeten zahlreiche Presseanfragen. Um eine möglichst genaue Grundlage für Presseberichte zu sichern, wurden Daten, Fakten und Statistiken zu Wikipedia angeboten. In vielen Gesprächen mit Journalisten zeigte sich viel Informationsbedarf. Der ausführliche Überblick über die großartige Resonanz durch die gesamte Presselandschaft hindurch wird in den nächsten Tagen hier im Blog erscheinen.

Auch die Geburtstagsparty der Community am 15. Januar 2011 in Berlin musste vorbereitet werden. Dazu wurden zahlreiche Presseeinladungen versandt. Ein Schwerpunkt war hierbei auch der Hinweis auf die deutschlandweiten Stammtische. Eine Slideshow mit Bildern aus 10 Jahren enzyklopädischer Zusammenarbeit konnte dank der tollen Unterstützung der Community erstellt werden. Großer Dank an euch!

Community

Mit insgesamt 25 Teilnehmern aus dem Support-Team und zwei Rechtsanwälten (Thorsten Feldmann und Julian Höppner von der Kanzlei JBB) konnte der Dezember-Workshop des Support-Teams mit einer Rekordteilnahme aufwarten! Themen waren Persönlichkeitsrechte, Artikel über lebende Personen und das Recht am eigenen Bild. Der Workshop kam bei allen Seiten sehr gut an und wurde auch im abschließenden Feedback über einen Bewertungsbogen einhellig als erfolgreich und bereichernd bewertet. Wir danken vor allem den Mitarbeitern des Support-Teams für die zahlreiche Teilnahme, den Anwälten für den hochinteressanten Input und allen Anwesenden für die intensive und konzentrierte Mitarbeit. Einen ausführlichen Bericht gibt es ebenfalls in unserem Blog:

Wikisource

Nach einer relativ langen Sommerpause haben wir wieder einmal zwei Bestellungen für das Projekt Wikisource auf den Weg gebracht: Johann Gottfried Pahl, „Die Philosophen aus dem Uranus“ aus dem Jahr 1796 (die Scans werden gerade nach und nach eingestellt und bearbeitet) und Heinrich Pröhle, „Rheinlands schönste Sagen und Geschichten“, 1. Auflage Berlin 1886 (die fertige Bearbeitung findet ihr bereits auf Wikisource).

Aus dem Maschinenraum

Im Dezember ging es im technischen Bereich wieder vor allem um die Spendenkampagne. Insbesondere die Integration der Kreditkartenspenden per MoneyBookers war wichtig. Außerdem haben wir im Dezember Hardware für den Toolserver bestellt, die nun auch eingetroffen ist. Hierbei handelt es sich um ein Festplatten-Array, das unter anderem Platz für die Verarbeitung der Zugriffsstatistiken bieten wird.

Literaturstipendium

Neben einigen Vergaben von konventionellen Stipendien (Kunst, Biologie) wurde auf Anregung des Benutzers Scialfa die Möglichkeit geschaffen, Autoren individuelle Zugänge zu Literaturdatenbanken bereitzustellen. Wo es technisch und finanziell möglich ist, kann jetzt also der Zugang zur Literatur spezieller Fachgebiete verbessert werden.

Insgesamt war das Literaturstipendiums-Jahr 2010 erfolgreich – der Relaunch ermöglichte mehr Menschen die Teilnahme am Programm und die Zahl der Artikel, in denen das Programm Spuren hinterließ, wuchs kontinuierlich an. Für das kommende Jahr steht nun insbesondere der Zugriff auf Literaturdatenbanken im Fokus.

Wikimedia Conference

Bei der Wikimedia Conference treffen sich vom 25. bis 27. März 2011 Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, das Chapters‘ Commitee und das Board of Trustees in Berlin. Anders als in den beiden Vorjahren wird in 2011 kein Treffen der MediaWiki-Entwickler im Rahmen der Wikimedia Conference stattfinden; diese Veranstaltung verschieben wir auf einen späteren Zeitpunkt im Frühsommer 2011. Wir wollen so erreichen, das mehr Entwickler aus der Community an einem solchen Treffen (das dann an einem Wochenende stattfinden wird) teilnehmen können.
Die Suche nach geeigneten Räumen war erfolgreich, sobald die Verträge gemacht sind werden wir hier verkünden, wo das internationale Chapters‘ Meeting in diesem Jahr stattfindet.
Wir haben die Einladung an die Chapter versendet, die Anmeldung eröffnet und die Suche nach einem Projektleiter für die Kommunikation mit den Chapter-Vertretern und die Programmgestaltung begonnen. Erste Anfragen an Caterer und Hostels wurden angestoßen und wir alle haben den Artikel über aktive Vulkane auf unsere Beobachtungsliste gesetzt.

Wissenswert

Wie angekündigt haben wir am 6. Dezember die Ergebnisse des WissensWert-Wettbewerbes verkündet. Acht Projekte erhalten im Jahr 2011 finanzielle Unterstützung von uns:

  • WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen von Werner Jansen und Ahmet Emre Acar
  • Luftbilder für OpenStreetMap von OSM-Stammtisch Dortmund (Marc Gehling, Olaf Kotzte)
  • Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte von Jan-Christoph Borchardt
  • Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer
  • WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten von Andreas Bietenbeck
  • Freies Wissen als hörbarer Podcast von Tabitha Hammer
  • Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services von Annette Thurow
  • Public Domain Projekt von Carl Fisch und Philippe Perreaux
  • Die acht Einreicher sind mittlerweile informiert und wir haben die Auswertung der öffentlichen Abstimmung sowie der Jurystimmen veröffentlicht. Zurzeit lassen wir entsprechende Verträge und Vereinbarungen ausarbeiten und werden die Projekte auf ihrem Weg zur erfolgreichen Umsetzung begleiten.

    Silberwissen / TAO

    Im Dezember stand die Auswertung des ersten Seminars mit potenziellen Autoren der Altergruppe 50+ in Würzburg an erster Stelle. Fazit: Die überwiegend älteren Teilnehmer hatten wichtige Grundkenntnisse im Umgang mit elektronischen Medien. Sie konnten mit PC/Laptop umgehen und sind Internet unterwegs. Beides sind unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wissensvermittlung zum Arbeiten in der Wikipedia.

    Trotzdem war gerade für die Älteren jeder Schritt auf einer ungewohnten Benutzeroberfläche wieder neu zu erlernen. Im Vordergrund stand unter den Teilnehmern der Wunsch, dass unter den Studentenhistorikern vorhandene Wissen und Material künftig für alle in der Wikipedia verfügbar zu machen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer möchte gern ein zweites Seminar zur Übung und Festigung des Gelernten belegen. Wichtig für künftige Seminare mit Älteren ist, dass die Zahl von 10 Teilnehmern nicht wesentlich überschritten wird. Außerdem sollten neben dem Referenten 1-2 weitere Teilnehmer mit zumindest ersten Erfahrungen in der Wikipedia ganz unmittelbare persönliche Hilfestellung geben können.

    Weiterhin gab es verschiedene Kontaktaufnahmen mit möglichen Kooperationspartnern. Zum einen sprachen wir mit dem Seniorencomputerclub Berlin. Dessen Vertreter stehen einer Zusammenarbeit mit Wikimedia im Rahmen des Projekts „Silberwissen“ sehr aufgeschlossen gegenüber. Eine erste Informationsveranstaltung ist für den 26.01.2011 geplant. Zum anderen stellten wir den Kontakt zur Seniorenberatung in Erftstadt-Gymnich und der VHS in Erftstadt her. Wir haben das Ziel, im Herbst 2011 in Kooperation mit beiden Einrichtungen Kurse für potenzielle Wikipedia-Autoren im Seniorenalter anzubieten.

    Hinsichtlich des Projekts TAO (Third Age Online) stand die telefonische Abstimmung mit unserem Partner in Deutschland an, dem ZAWIW Ulm, bei der Berichterstattung und Planung der nächsten Arbeitsschritte geklärt wurden.

    Fundraising

    Der Monat Dezember stand ganz im Zeichen des Fundraisers. Wir haben verschiedene Aufrufe vorbereitet und eingesetzt, u.a. von mir. Die Durchführung der Kampagne beinhaltete zudem die schnelle Beantwortung eingehender Emails und die zeitnahe Verarbeitung der Spenden. Angesichts des großartigen Erfolgs der Kampagne war das Fundraising mit diesen Aufgaben im Monat Dezember vollends ausgelastet. Einen ausführlichen Bericht zur Spendenkampagne kann man im Blogbeitrag von Till nachlesen.

    Weihnachtskarten

    Um unseren Unterstützern und Kooperationspartnern einen kleinen Dankesgruß zum Jahresausklang zu übermitteln, gestalteten wir eine Weihnachtskarte, die an 3.600 Empfänger verschickt wurde.

    Mitglieder

    Im Dezember 2010 haben wir 3 Mitglieder mit aktiver und 3 Mitglieder mit  Fördermitgliedschaft aufgenommen. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 2 Kündigungen. Der Verein zählt damit am 01.01.2011 482 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 170 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), also insgesamt 652 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

    Im Dezember haben wir eine Mitgliederumfrage unter 658 Mitgliedern gestartet, davon haben knapp 200 die Umfrage bis Mitte Januar ausgefüllt. Vielen Dank für eure Beteiligung und den interessanten Input! Die Auswertung werden wir in Kürze veröffentlichen.

    Am 13. und 14. Dezember 2010 hatte das Wikimedia-Forum, ein zwangloses Treffen zu dem alle Mitglieder aus Berlin bzw. Nordrhein-Westfalen eingeladen waren, Premiere. Eingeladen hatten die Vorstandsmitglieder des jeweiligen Bundeslandes: Jürgen Lüdeke für Berlin, Alice Wiegand für NRW. Die Treffen kamen bei allen Beteiligten sehr gut an und wir werden diese Veranstaltungsreihe auf jeden Fall im Jahr 2011 fortsetzen – dann natürlich auch in anderen Bundesländern! Die Berichte aus Berlin und NRW findet ihr in unserem Blog:

    Der nächste Bericht erscheint voraussichtlich am 4. Februar 2011.

    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (16 Bewertungen, Durchschnitt: 4,69 von 5)
    Loading ... Loading ...

    Konferenzräume für März 2011 in Berlin gesucht

    Wikimedia Deutschland ist erfreulicherweise auch im nächsten Jahr wieder Gastgeberin der internationalen Wikimedia Conference, einem Treffen von MediaWiki-Entwicklern, Vertretern der Chapter aus 29 Ländern und Mitarbeitern der Wikimedia Foundation. Außerdem trifft sich das Board of Trustees ebenfalls zu einer regulären Sitzung.

    Für diese Veranstaltungen sind wir zur Zeit auf der Suche nach geeigneten Räumen in Berlin und bitten um eure Unterstützung.

    Hier die Eckdaten:

    • 23.-27. März 2011
    • Platz für 100 Personen
    • 1 großer Raum für alle, 3 kleinere Workshop-Räume für Gruppen von 15 bis 30 Personen
    • Raum für Catering und Empfang
    • Mobiliar, technische Infrastruktur und ausreichend Stromanschlüsse vorhanden
    • stabiles, zuverlässiges W-Lan
    • innerhalb des S-Bahnrings gelegen

    Kennt ihr geeignete Veranstaltungsorte oder habt Kontakte zu Organisationen, die uns ihre Räume zur Verfügung stellen würden? Wir freuen uns über Angebote, Ideen und Hinweise, entweder hier im Blog oder per Mail an wmcon@wikimedia.de conference@wikimedia.de. Vielen Dank!

    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
    Loading ... Loading ...

    Barrierefreiheit international

    Barrierefreiheit ist wie Usability eine internationale Angelegenheit. Daher nutzte ich die Chance, letzte Woche an der Entwicklerkonferenz teilzunehmen und das Thema ordentlich zu bewerben.

    Erklärung von WAI-ARIA auf dem Flipchart; Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0

    Am Donnerstag Vormittag stellten Neil und Guillaume, Mitarbeiter der Usability-Initiative, den Prototypen für das Hochladen von Bildern vor. Frank warb um technische Mitarbeit. Während beide Vorträge nur je 15 Minuten dauerten, hatte ich mir eine halbe Stunde ergaunert. Die nutze ich, um WAI-ARIA vorzustellen, eine semantische Erweiterung für HTML. (Die Folien zu dem Vortrag findet ihr auf Meta.) WAI-ARIA allein macht unsere Projekte nicht barrierefrei, ganz klar, aber es ist ein wichtiger Schritt. Die Entwickler und Oberflächengestalter brauchen ein Verständnis von Barrierefreiheit, um sie vorab berücksichtigen zu können. Nichts ist dafür besser geeignet, als mit behinderten Nutzern zusammen zu arbeiten – oder wenigstens ihre Hilfsmittel in Aktion zu erleben. Daher bot ich spontan eine Demonstration für den Nachmittag an.

    Screenreader und Braillezeile im Einsatz; Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0

    Prophylaktisch hatte ich eine Braillezeile mitgenommen, die reichlich fasziniert, wenn man sie das erste Mal berührt. Ich erklärte die Arbeitsweise von Blinden und die Funktionsweise der sogenannten Screenreader. Diese sammeln und bereiten Informationen auf und geben sie dann über die Sprachausgabe oder die Braillezeile aus. Erik Möller, stellvertretender Direktor der Wikimedia Foundation (WMF), war sehr interessiert und wir diskutierten eine Weile intensiv. Ich hoffe, ihn überzeugt zu haben, dass die Usability-Initiative unbedingt behinderte Nutzern einbeziehen muss. Ich konnte außerdem mit den Mitarbeitern der Usability-Initiative reden, zu denen vorher nur Kontakt per E-Mail bestand. Sie alle empfanden das Thema als wichtig und waren gewillt, Ratschlägen zu folgen.

    Soweit der offizielle Teil. Die Konferenz bot mir Gelegenheit ungeplant zwei Leute zu treffen: Danny B. und Samuel Klein. Danny ist freiberuflicher Berater für Barrierefreiheit und für das Thema in der tschechischen Wikipedia aktiv. Leider schlafen auch dort lokale Initiativen nach einer Weile ein, weil es schlicht an Mitstreitern fehlt. (In unserem BIENE-Projekt ist es ebenfalls sehr ruhig.) Samuel, in Wikimedia-Projekten unter dem Kürzel SJ bekannt, gehört dem Stiftungsrat der WMF an und hat großes Interesse an Barrierefreiheit. Als Dreigespann verfassten wir einen Schlachtplan: Barrierefreiheit mit einem internationalen Team in der WMF verankern. Wir werden dazu das Usability-Wiki nutzen und diverse Seiten mit Vorschlägen erstellen. Dort soll außerdem die Arbeit von Interessierten gebündelt werden, um eine höhere Schlagkraft und Nachhaltigkeit zu erzielen.

    Usability wurde erst mit dem Zuschuss der Stanton Foundation ein eigenes, wichtiges Thema. Ich hoffe nicht, dass dies für Barrierefreiheit ebenso gilt. Ich lade jeden Interessierten ein, sich zu engagieren: entweder lokal in unserem Planungsteam für Usability & Technik, innerhalb der einzelnen Projekte oder international im Usability-Wiki (dortige Anlaufstelle).

    Nachtrag: Neil hat einen eineinhalb-minütigen Videoschnippsel online gestellt, auf dem die Braillezeile in Aktion zu sehen ist.

    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (18 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
    Loading ... Loading ...

    In Berlin gestrandete Wikipedianer brauchen Unterstützung!

    Lieber Berliner Wikipedianer,

    heute Nachmittag endet die Wikimedia-Conference und wir haben ca. 20  internationale Gäste, die vorerst in Berlin gestrandet sind.

    Die Unterbringung der Teilnehmer haben wir schon geregelt, gezahlt wird  diese von den Fluggesellschaften. Was wir Mitarbeiter von Wikimedia  Deutschland in den nächsten Tagen leider nicht leisten können, sind zwei Dinge:

    • Begleitung der Teilnehmer zur Ausländerbehörde, da deren Visa morgen (Montag, 19. April) auslaufen und verlängert werden müssen
    • Angebote zu Sightseeing und Abendgestaltung

    Wir möchten euch daher um Unterstützung bitten: Es wäre großartig, wenn sich ein paar Leute finden würden, die die beiden  oben genannten Aktivitäten übernehmen könnten.

    Zentraler Treffpunkt, um die Gäste abzuholen, ist das Motel One Berlin-Urania (An der Urania 12/14, Tiergarten, 10787 Berlin; ), das in 10 Minuten Laufweite von unserem Büro in der Eisenacher Str. 2 entfernt liegt. Momentan haben wir noch keine konkreten Zeitpläne ausgearbeitet, sicher ist aber, dass es ab morgen Vormittag losgeht – vor allem die Verlängerung der Visa ist natürlich dringlich!

    Wenn ihr Zeit und Lust habt den Teilnehmern zu helfen und sie ein wenig zu betreuen, dann schreibt uns bitte eine E-Mail an die Adresse conference(at)wikimedia.de. Bitte gebt auch an, wann (Tag und Uhrzeit) ihr Zeit hättet; idealerweise gebt ihr uns auch eine Mobilrufnummer, damit wir die Aktivitäten schnell und reibungslos koordinieren können.

    Besonders brauchen wir für *morgen früh* zwei Freiwillige, die Englisch sprechen und zwei Gruppen zur Ausländerbehörde und zu einer Botschaft begleiten. Die Teilnehmer müssen *morgen früh um 8:30 Uhr* in der Nähe der Oberbaumbrücke abgeholt werden. Insbesondere der Gang zur Ausländerbehörde dürfte etwas länger dauern, daher bitte Zeit einplanen. Wer das machen kann: Bitte eine kurze Mail an conference(at)wikimedia.de mit einer Rückrufnummer.

    Jede weitere gute Idee darüber hinaus ist natürlich hochwillkommen! :)

    Herzliche Grüße & Vielen Dank!

    Pavel Richter
    Geschäftsführer
    Wikimedia Deutschland

    Kurzes Update vom 19.04. (Nicole):

    • Die Verlängerung der Visa-Gültigkeiten war bei allen Betroffenen ohne Probleme und stundenlanges Warten möglich. Alle Visa wurden für mindestens sechs Tage verlängert.
    • Gegen Mittag haben wir alle Gäste ins Motel One an der Urania umgezogen, in Anbetracht der Umstände ist die Stimmung insgesamt recht entspannt.
    • Für Sightseeing-Angebote gibt es eine Seite auf Meta: Berlin activities for the stranded. Freiwillige können dort gerne Vorschläge einstellen und sich mit den Leuten aus dem Motel koordinieren.
    • Wann die ersten Teilnehmer Berlin per Flugzeug verlassen können ist weiterhin unklar. Aktuell gilt das Flugverbot bis Dienstag früh um 8 Uhr, kann aber auch danach weiter aufrecht erhalten bleiben. Wir sind in ständigem Kontakt mit allen Gestrandeten und halten sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.
    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (19 Bewertungen, Durchschnitt: 4,26 von 5)
    Loading ... Loading ...

    Die Wikimedia Bewegung wächst und entwickelt sich – Bericht zum Chapters Meeting

    Eine geballte Ladung engagierter Unterstützer Freien Wissens kam aus aller Welt vom 3.-5. April anlässlich der ersten Wikimedia Conference in den Berliner T-Labs und der c-base zusammen. Die Konferenz umfasste drei parallel laufende Veranstaltungen:

    Gemeinsam mit Alice Wiegand hatte ich das Vergnügen als Vertreterin des Vorstands von Wikimedia Deutschland hautnah beim Chapters Meeting dabei zu sein. An dieser Stelle nun ein kleiner Bericht und ein paar persönliche Eindrücke meinerseits.

    Wikimedia Brasil stellt sich vor
    Wikimedia Brasil stellt sich vor
    Was sind eigentlich Wikimedia Chapter? Und was hat es mit dem Chapters Meeting auf sich? Die Chapter sind unabhängige Organisationen, die dazu dienen, die Idee des Freien Wissens durch die Wikimedia Projekte (wie z.B. die Wikipedia) in einem bestimmten Land zu fördern und zu unterstützen. Derzeit existieren weltweit 22 Chapter. Der Verein Wikimedia Deutschland ist das deutsche Chapter. Seit 2008 findet einmal im Jahr das Chapters Meeting statt. Ziel des Treffens ist es, die Chapter der verschiedenen Länder zusammenzubringen, um ihnen so Gelegenheit zu geben, ihre Erfahrungen bezüglich der Arbeit für die Wikimedia Bewegung auszutauschen, Idee zu diskutieren und gemeinsam Pläne zu schmieden, wie die Förderung Freien Wissens weiter vorangetrieben werden kann.

    Nachdem die Repräsentanten der Chapter bei ihrem ersten Treffen (2008) in Nijmegen (Niederlande) zusammenkamen, übernahm dieses Jahr Wikimedia Deutschland die Gastgeberschaft. Dank der Unterstützung verschiedener Chapter ist es gelungen, Vertreter aller existierenden Chapter nach Berlin zu holen. Den weitesten Anreiseweg hatten dabei Patricio und Carlos als Repräsentanten des Argentinischen Chapters (11.900 km), Arief und Revo Arka Giri (Wikimedia Indonesia: 10.800 km) sowie Thomas & Alexandre von Wikimedia Brasil (10.000 km).

    Weiterlesen »

    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (15 Bewertungen, Durchschnitt: 3,80 von 5)
    Loading ... Loading ...