Posts Tagged ‘Projekte’



Freiwillige berichten vom Fotoflug im Sauerland

Blick auf das Kloster Grafschaft
(Schmallenberg, Sauerland)
Foto: Teta, CC-BY-SA 3.0* (via Wikimedia Commons)

 

Ein Gastbeitrag von Falkmart

Auf Initiative des Wikiprojekts Sauerland wurde am 6. Juli über dem östlichen Sauerland ein erster Fotoflug durchgeführt. Die Region erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen. Beim ersten Flug wurden unter anderem Berge, Seen, Gebäude und Orte im östlichen Sauerland, insbesondere im Hochsauerlandkreis und Hessischen Upland, abgelichtet. Finanziert wurde der Flug aus dem Community Budget von Wikimedia Deutschland.
Innerhalb von drei Stunden folg die gecharterte Donier Do27 rund 600 Kilometer. An Bord befanden sich neben dem Piloten, ein Navigator und zwei Fotografen. 1350 Fotos wurden danach bei Commons hochgeladen. Abschließend gelang es den Projektmitarbeitern die  enstandenen Bilder innerhalb von fünf Wochen zu lokalisieren, die Fotos zu beschriften und zu kategorisieren. Bis zum 20. August wurden außerdem 268 Fotos in deutschsprachige Artikel der Wikipedia eingefügt. In den nächsten Jahren sollen drei weitere Flüge durchgeführt werden, um die Region vollständig abzudecken, wobei natürlich auch wieder Objekte aufgenommen werden, die knapp außerhalb der Region liegen.

* CC-BY-SA 3.0: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

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Monatsbericht Mai 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Zur Bundestagswahl: Faktencheck mit ZDF und Phoenix

Tim Moritz Hector ist nun “Wikipedian in Residence” des Projekts und hat gemeinsam mit der Redaktion aus Mitarbeitern des ZDF und Phoenix die ersten zwei Wochen der Pilotphase des ZDFchecks erfolgreich durchlaufen. Ein Bericht darüber ist im Blog erschienen. Außerdem wurden die ersten Infografiken in Wikimedia Commons hochgeladen. Zum Beispiel beleuchtet eine der Grafiken die Steuereinnahmen in Deutschland in ihrer Verteilung nach Gebietskörperschaften. Für Juni ist ein Vortrag und eine Schulung zu den Wikimedia-Projekten und bevorzugten Lizenzen für die Mitarbeiter des ZDF-Hauptstadtstudios geplant.

Das Vorhaben gehört zum Jahresprojekt Exzellente Partnerschaften.

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WissensWert 2011: Wir gratulieren den fünf Gewinnerprojekten!


Vom 17. Oktober bis 24. November haben Menschen und Initiativen, die Freies Wissen fördern, 50 Projektideen bei unserem Wettbewerb WissensWert eingereicht. Sie alle bewarben sich damit um eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung ihrer Projekte: Mit bis zu 5.000 Euro hilft Wikimedia Deutschland, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen.

Die Jury hat entschieden! Nach der Sitzung letzte Woche haben wir nun alle Punkte zusammen gezählt und freuen uns, euch die fünf Gewinnerprojekte hier samt Lobhudelei vorzustellen.

Daniel Mietchen: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons

Ein stetig wachsender Anteil wissenschaftlicher Artikel wird unter einer CC BY-Lizenz veröffentlicht, welche eine Nachnutzung der Materialien auf Wikimedia-Projekten zulässt. Viele dieser Artikel beinhalten Abbildungen oder Multimedia-Dateien, die sich zur Illustration enzyklopädischer Inhalte eignen. Bisher wird davon selten Gebrauch gemacht. In diesem Projekt soll daher Software entwickelt werden, welche die Artikel in Open-Access-Zeitschriften systematisch nach Multimedia-Dateien durchsucht, diese dann herunterlädt, in freie Formate konvertiert und auf Wikimedia Commons hochlädt.

Benutzer:Eschenmoser schreibt über das Projekt:

“Der Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons sichtet freie wissenschaftliche Literatur automatisiert nach geeigneten Dateien und stellt diese für den Transfer nach Commons bereit. Er erschließt dabei nicht nur ein junges, der Öffentlichkeit weitgehend verborgenes Gebiet freier Inhalte einem breiteren Nutzerkreis, sondern bündelt auch Dateien aus der aktuellen Forschung im etablierten Commons-Archiv, welche dort bislang unterrepräsentiert sind. Neben den Vorteilen der vereinfachten Recherchierbarkeit freier, aktueller Forschungsinhalte und deren Bereitstellung für die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte, wird die Aufmerksamkeit auf die zu Grunde liegende Literatur gelenkt. Daraus resultierende steigende Zugriffszahlen bieten einen weiteren Anreiz zur Publikation wissenschaftlicher Inhalte unter freien Lizenzen.”

Punkte der Jury: 206
Stimmen des Publikums: 2
Projektbeschreibung: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons
Followempfehlung: @EvoMRI

Torsten Schlabach: Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension

Eine OpenStreetMap-Karte soll einige Stadtteile von Duisburg zeigen, wie sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten (vor 150 Jahren, vor 80 Jahren und vor 20 Jahren) ausgesehen haben. Damit werden die Veränderungen der Stadt durch die Industriealisierung, den Untergang der Montan-Industrie und den Übergang in die heutige Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft gezeigt.

Philipp Otto, iRights.info, würdigt die Idee:

Als Mitglied der diesjährigen Jury des WissensWert-Preises 2011 freue ich mich besonders, dass das Projekt „Zeitreise in OpenStreetMap – oder OSM in der 4. Dimension“ in diesem Jahr zu den Gewinnern zählt. Die Jury war begeistert vom Konzept und der Idee des Projektes wie auch der Verknüpfung von unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten und der beabsichtigten breiten lokalen Wirkung sowohl für einfache Interessierte als auch für professionelle Historiker und Stadtschreiber.

Das Krupp-Gelände in Duisburg-Rheinhausen dient als Ausgangspunkt einer historischen Zeitreise. Historisches und aktuelles Kartenmaterial soll in einer „4.Dimension“ zusammengeführt werden, um die Veränderungen in der städtischen Architektur und die daraus folgende unterschiedliche Nutzung durch die Menschen optisch ersichtlich und fiktional erlebbar zu machen. Das Projekt hat einen deutlich regionalen Fokus, und zeigt damit, dass die Entwicklung neuer Formen von Wissen und der neue Zugang zu Wissensressourcen gerade auch vor Ort sehr nützlich ist. In der Jury war es uns besonders wichtig, ein solches beispielshaftes regionales Leuchtturmprojekt auszuzeichnen. Nicht zuletzt ist das Konzept beliebig oft kopierbar und in anderen Städten und Gemeinden anwendbar. Die sich daraus ergebenden Nutzungsmöglichkeiten sind groß und können zu einem hohen Interesse von vielen Interessierten führen. Gerade im Kontext von Stadtforschung und der regionalen Aufarbeitung von vorhandenem Wissen, bietet dieses Projekt ein Paradebeispiel einer neuen Form der digital-basierten Aufarbeitung von Stadt- und Regionalgeschichte.

Punkte der Jury: 162
Stimmen des Publikums: 12
Projektbeschreibung: Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension
Followempfehlung: @westvereine

Marcus Bösch: CC PLAY – Spiel die Commons

CC PLAY soll Nutzern weltweit eine Tür zur Schatzkammer freien Wissens öffnen. Das soll spielerisch, mit Spaß und Lust am Entdecken geschehen, deswegen setzt CC PLAY auf die Kraft verschiedener Game Mechaniken.



Die schönsten, kuriosesten oder seltensten Bild-Fundstücke aus den Commons, dem Bundesarchiv und zahlreichen weiteren Quellen zeigen im Spiel das Potential freien Wissens. Freie ergänzende Informationsquellen werden jeweils verlinkt. Passende CC-Musik stärkt den Erlebnischarakter.

Warum das Spiel uns so gefällt:

Ein Projekt, das spielerisch demonstriert, was man alles tolles mit Freiem Wissen und Freien Lizenzen machen kann. Entdeckungsreise durch die Commons – macht neugierig auf mehr!

Punkte der Jury: 148
Stimmen des Publikums: 12
Projektbeschreibung: CC PLAY – Spiel die Commons
Followempfehlung: @m_boesch

Bastian Greshake: Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen

“Direct To Consumer”-Genotypisierungen erzeugen günstige aber wertvolle Einblicke in Genome. Solche Typisierungen kann man von Firmen wie 23andMe erstellen lassen, die Ergebnisse sind in der Regel für die Öffentlichkeit aber nicht zugänglich. Wir haben kürzlich das Projekt openSNP gestartet. Ziel es ist so viele Typisierungen und medizinisch relevante Daten wie möglich der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Mit solchen freien Daten hilft man Wissenschaftlern weltweit und ermöglicht es einfach Citizen Science zu betreiben. Mit dem Funding durch Wikimedia können wir Menschen beteiligen, die sonst mangels finanzieller Mittel keine Typisierungen anfertigen lassen können.

Katrin Rönicke, netzfeminismus.org begründet die Entscheidung der Jury:

Die Humangenetik steht noch am Anfang ihres Wissens: Die Zusammenhänge zwischen Merkmalen von Menschen (Phänotyp), darunter auch Krankheiten, und dem genetischen Programm der jeweiligen Menschen (Genotyp) sind nur zu einem minimalen Teil aufgeklärt. Da viele Gen-Kombinationen zur Ausprägung eines Merkmals führen können, ist es wichtig, eine große Anzahl von Menschen mit zum Beispiel einer bestimmten Krankheit vergleichen zu können. Das Wichtigste für die Entschlüsselung der Gene ist also: Eine große Datensammlung über Genotypen und Phänotypen von Menschen.

Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, hier mit wissenschaftlichem Crowdsourcing zu arbeiten. Das Projekt OpenSNP existiert bereits: Knapp 90 Menschen haben dort ihre Genotype und Phänotype hochgeladen und eingegeben. Und diese können von allen Menschen auf der Welt für die Forschung genutzt werden. Der Wikimedia WissensWert-Preis steht für die Befreiung von unfreiem Wissen – Citizen Science ist eine radikale und umfassende Befreiung von bislang ausschließlich bei den Genotypsierungs-Firmen gehortetem Wissen. Die Wikimedia unterstützt daher das Projekt OpenSNP, indem es die Genotypisierungen – also die Entschlüsselung der DNA-Sequenzen – von Menschen finanziert, die gerne bei dem Projekt mitmachen möchten.

Als Ex-Biologie-Studentin freue ich mich besonders, dass dieses Projekt mit dem WissenWert-Preis gefördert wird. Die Biowissenschaften liegen allzu oft allein in den Händen von Profit-Unternehmen und sind der Mehrheit der Menschheit unverständlich und nicht zugänglich. Projekte wie dieses rütteln daran – sie machen Wissenschaft zu einer Angelegenheit aller.

Punkte der Jury: 147
Stimmen des Publikums: 157
Projektbeschreibung: Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen
Followempfehlung: @gedankenstuecke

Andreas Wittke: Barrierefreie YouTube OER-Videos

Wir haben etliche animierte akademische Lehrvideos in unserem Portfolio und haben diese schon teilweise auf unserem YouTube Channel www.youtube.com/oncampusfhl unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA Version 3.0 (in Zukunft alles unter CC-BY) als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht. Youtube hat dabei viele Vorteile, so kann man damit jeden Benutzer, zu jeder Uhrzeit an jedem Ort erreichen, aber auch jedes mobile Endgerät. YouTube bietet aber auch die Möglichkeit Untertitel zeitlich synchronisiert einzubinden, so dass auch Gehörlose das Lernmaterial nutzen könnten. Wir könnten also unsere ca. 150 bestehenden Videos untertiteln und neue einstellen.

Mit dem Publikumspreis von 2.000 Euro hat Andreas das hier vor: “Wir würden weitere Bildungs-Videos (insgesamt dann ~165 Stück) online stellen können. Die sind natürlich auch alle barrierefrei mit Untertiteln und unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-3.0 frei zugänglich für alle.

Paula Marie Hildebrandt beschreibt ganz praktisch, warum sich die Jury so auf diese Projekt freut:

Ich möchte gerne Videos im Internet schauen. Ich sehe was, aber ich höre nix. Ich ahne worum es geht. Mit Wörtern wär’s schöner.
Vorschau: Gehörlose erhalten Zugriff auf neue und bestehende YOU TUBE-Videos!
Hauptfilm: YOU TUBE wird quasi zur virtuellen Hochschule. Und zwar mit Untertiteln für Gehörlose. Ziel: Das Versprechen des Web 2.0. – Zugang zu Freiem Wissen – einlösen und die oftmals unsichtbaren, unhörbaren Barrieren einreißen.
Nachspann: Alle Inhalte sind und werden unter Creative Commons Lizenz BY-­SA Version 3.0 veröffentlicht und sind auch auf Wikimedia Commons zu finden.
Einfach klasse!

Punkte der Jury: 137
Stimmen des Publikums: 382 (und damit Publikumsliebling und Gewinner der 2.000 Euro!)
Projektbeschreibung: Barrierefreie YouTube OER-Videos
Followempfehlung: @oncampusfhl

Gratulation und weiter so!

Wir wünschen den Preisträgern ein glückliches Händchen bei der Umsetzung und einen maximalen Erfolg in der Präsentation und Bewerbung dieser sehr gelungenen Ideen. Herzlichen Glückwunsch! Wir sind sehr gespannt darauf, diese Projekte bei der Umsetzung zu begleiten und werden hier regelmäßig über den Fortschritt berichten. Wir wünschen uns außerdem, dass sich die Einreicher der anderen Projekte nicht entmutigen lassen und die Gelegenheit nutzen, weiter an ihren Ideen und Vorhaben zu feilen. Das Meta-Wiki, in dem alle Ideen vorgestellt werden, eignet sich hoffentlich auch als Plattform zum Wachsen und Gedeihen der Ideen zur Förderung Freien Wissens. Wir wünschen uns, dass die Einreicher Gleichgesinnte und Interessierte auf die Projektseiten aufmerksam machen und diese als Ort für aktiven Austausch und Diskussion verwenden. Einfach über den Edit-Button – it’s a wiki!

Publikumspreis und Gesamtauswertung

Bei der Wahl für den Publikumspreis wurden über 1.800 Stimmen abgegeben. Mit knapp 400 Punkten hat das OER-Videoprojekt die Herzen des Publikums am höchsten schlagen lassen und erhält deswegen von uns 2.000 Euro extra, um weitere Videos zu befreien. Hier gibt es die Gesamtübersicht der Stimmen sowie die Punkteverteilung aus der Jurybewertung.

Danke schön!

Unser ganz besonderer Dank gilt den Jurorinnen und Juroren, die viel Zeit und Mühe in die Bewertung der Projekte gesteckt haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wir selber konnten aus den fruchtbaren Diskussionen der Jurysitzung einige Anregungen für unsere Arbeit mitnehmen. Danke, Daniel Dietrich, Benutzer:Eschenmoser, Paula Marie Hildebrandt, Linus Neumann, Delphine Ménard, Philipp Otto und Katrin Rönicke für die grandiose Zusammenarbeit!

Ebenso gilt natürlich unser Dank allen, die uns bei dieser zweiten WissensWert-Runde beraten und geholfen haben, die Ausschreibung so weit zu verbreiten. Merci! Wir danken außerdem allen Einreichern, die sich die Zeit genommen haben, uns ihre Projekte so ausführlich vorzustellen und für unsere Rückfragen und Anregungen offen waren. Klasse!

Und wenn ihr jetzt schon Feedback und Ideen habt, wie wir WissensWert im nächsten Jahr noch besser machen können: Her damit! Alle Kritik, Fragen und Anregungen nehme ich hier in den Kommentaren, auf der Wikipedia-Projektseite oder unter nicole.ebber@wikimedia.de gerne entgegen.

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WissensWert-Jurysitzung: Der Wert des Austauschs

Was ich an dieser ganzen Wikimedia-Welt liebe ist, dass es immer wieder Überraschungen gibt. Die letzte dieser Überraschungen war die Jurysitzung von WissensWert-Wettbewerb, die am letzten Mittwoch in Berlin stattfand. Kurz gesagt: Ich kannte in der Jury niemanden. Es ist nicht immer leicht, wenn man neue Leute “freiwilligt” an einem solchen Gremium zu arbeiten, die richtige Stimmung zu finden. Man tagt nur ganz kurz und in wenigen Stunden muss man sich einigen, welches die besten Projekte sind. Wir hatten 4 (vier!) Stunden, um durch 30 Projekte durch zu gehen. Wir hatten schon vorher Punkte für anhand verschiedener Kriterien verteilt und haben bei der Sitzung aufgrund dieser ersten und persönlichen Einschätzung diskutiert.

Und diskutiert haben wir reichlich! Aber in so einer Art, die ich mir bei Wikimedia öfter wünsche: Vernünftig, respektvoll, lustig auch, seriös und konstruktiv. Diese Sitzung war einfach toll!

Die WissensWert-Juroren kommen aus alle mögliche Ecken, und die Bereicherung bei den Gesprächen war einfach klasse. Wir waren uns oft nicht auf Anhieb einig, was spezifische Projekte angeht. Aber in der Diskussion hatten wir Gelegenheit, uns alle Projekte in so vielen Details wie möglich und von allen Richtungen anzukucken. Kulturblickwinkel, Wikimediablickwinkel, Aktivismusblickwinkel, Projektmanagementblinkwinkel – so viele Richtungen, in die wir alle gegangen sind, um einander zu verstehen und Projekte mit neuen Augen zu begreifen. Herzlichen Dank dafür an die anderen Juroren und Jurorinnen, das hat wirklich Spaß gemacht!

Der Konsens hat sich ganz natürlich gefunden, und am Ende waren die Ergebnisse da! Die bekommt ihr aber erst am 15. Dezember, wenn der ganze Prozess abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit könnt ihr euer Lieblingsprojekt für den Publikumspreis (Übersicht aller Projekte) wählen. Und glaubt ihr mir, es gibt eine Menge Projekte, die eure Lieblingsprojekte sein könnten!

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WissensWert 2011: Herzchenbonus, Publikumspreis und Verlängerung!

Schon wieder was neues zu WissensWert: Am Montag fand eine Vorbesprechung mit einigen Jurymitgliedern statt und wir haben zwei schöne Ergänzungen zum laufenden Wettbewerb ersonnen.

Herzchenbonus

Bei der Bewertung sind zwei Dimensionen von besonderer Bedeutung: Impact für Freies Wissen und die Community sowie die Umsetzbarkeit der Projekte. Die Bewertung erfolgt anhand von vier Fragen, für die insgesamt 30 Punkte vergeben werden können und die sich an den vorgegebenen Bewertungskriterien orientieren. Wir möchten uns aber nicht nur an einer strikten Bewertungsmatrix orientieren, sondern den Juroren auch ermöglichen, ihre Leidenschaft auszudrücken. Damit hier weiche Faktoren Berücksichtigung finden, vergibt die Jury einen Herzchenbonus für ihre vier Favoriten: Das jeweilige Lieblingsprojekt erhält 20 Punkte, das zweitliebste 15, dann 10 und dann 5 Punkte.

Publikumspreis

In diesem Jahr haben wir uns – gemeinsam mit der Jury – einen Publikumspreis einfallen lassen: Öffentlichkeit und Community küren ihr Lieblingsprojekt und dieses erhält von uns 2.000 Euro extra für die Umsetzung der Idee. Der Einreicher, der die meisten Leute begeistert, bekommt damit die Chance, seine Idee noch schöner und wirkungsvoller zu machen. Dieser Publikumspreis ist unabhängig von der Entscheidung der Jury. Er wird auch für Projekte zur Verfügung gestellt, die nicht unter den von der Jury ausgewählten Gewinnern des Wettbewerbes sind.

Selbstverständlich darf dieser Bonus nur den Förderrichtlinien entsprechend eingesetzt werden. Die Jury behält sich vor, Teilnehmer bei offensichtlicher Manipulation zu disqualifizieren. Automatisch rückt dann das zweitbeste Projekt nach.

Ihr dürft also bald eure Lieblingsidee liken (oder pluseinsen, wie immer ihr das nennen mögt ;)).

Verlängerung!

Aufgrund dieser Neuigkeiten legen wir noch eine Woche drauf und verlängern die Einreichungsfrist bis zum 24. November 2011. So habt ihr mehr Zeit, eure Ideen auszuformulieren und euch zu überlegen, wofür ihr den Publikumspreis einsetzen würdet. Wir sind gespannt!

Mitmachen!

Ausführliche Informationen und Teilnahmebedingungen findet ihr auf der Webseite. Für alle Fragen zu WissensWert erreicht ihr mich per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de.

Wir zählen bei der Bekanntmachung unseres Wettbewerbes übrigens auf Eure Unterstützung: Erzählt Euren Freundinnen, Kollegen, Musen, Wirten und Partnerinnen von der tollen Möglichkeit dieser Förderung. Damit das Ganze auch hübsch wird, haben wir ein paar Banner zum Einbinden auf Eure Wikis, Blogs und Social Networks gebastelt. Danke!

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WissensWert – Berichte aus den Projekten IV

Vor drei Wochen haben wir die zweite Runde unseres Ideenwettbewerbes WissensWert gestartet. Noch bis zum 17. November habt ihr Zeit, eure Anträge für die Förderung einzureichen und bis zu 5.000 Euro Unterstützung zu erhalten. Als Anregung für neue Bewerber eignen sich auch die Projekte, die im letzten Jahr zu den Gewinnern zählten. Wir berichten regelmäßig über deren Fortschritt, hier kommt nun der vierte Teil.

Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung und unterstützen bei der Bekanntmachung der Projekte und Ergebnisse. Diese Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen. Tabitha hat das Studio fertig eingerichtet und in Betrieb genommen. Das Tonstudio ist übrigens mobil und kann für die Erstellung freier Inhalte ausgeliehen werden. Tabitha freut sich über Anfragen und Kontakt, egal ob ihr das Studio in Köln oder die mobile Version bei euch vor Ort benutzen möchtet.

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt Libre Projects befindet sich bereits in der Umsetzung. Ein Blick auf die hübsche Webseite lohnt sich, mittlerweile listet sie 143 freie Webdienste und Alternativen auf. Geordnet sind sie nach den Kategorien Social, Tools, News, Travel, Games, Multimedia, Knowledge, Text, Audio, Video, Graphics, Publishing, Development, Science und Organization.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Marc schreibt:

Die Bilder stehen jetzt drei Monate bereit. In der Community wird die gute Auflösung und Lagegenauigkeit der Bilder geschätzt. Inzwischen sind 100.000 Änderungen in der OpenStreetMap-Datenbank gemacht worden. Drei OSM-Stammtische haben sich gemeldet und werden einen eigenen Bildserver für die lokale Community betreiben. Daneben laufen erste Tests für einen Luftbild-Proxy, der ein leichtere Nutzung der Bilder erlauben würde.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen, der Film wurde veröffentlicht. Mehr dazu im Blogpost: WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons.

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status:Das Projekt soll nun in Kooperation und durch weitere Förderung von der Universität Paderborn umgesetzt werden, das Fördergeld wird dann zur Anstellung eines Werkstudenten eingesetzt.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status: Das Projektteam hat Prototypen für die Präsentation der Videos entwickelt und bereitet weiterhin die technische Umsetzung vor.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status:Angekommen! Nach fast einem halben Jahr ist er nun aus Japan eingetroffen, der handgefertigte Laserplattenspieler für das Schweizer Public-Domain-Projekt. Das PD-Projekt ist eins der letzten Projekte des WissensWert 2010, das die Arbeit aufnimmt und startet auch gleich durch: Der Plattenspieler wurde nicht nur auf das liebesvollste entpackt, wie man im “Unpacking Video” sehen kann, sondern auch gleich genutzt – die Stücke, die man im “Soundtrack” hört, sind die ersten Digitalisate des Projekts. Ihnen wird in der kommenden Zeit noch viel weiteres Material auf die Commons folgen und somit natürlich von großem Nutzen für Wikipedia und Co sein.

Unpacking video from pdproject on Vimeo.

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status:Das Projekte befindet sich noch nicht in der Umsetzung.

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WissensWert – Berichte aus den Projekten II

Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt, werden wir hier regelmäßig über den Fortschritt in den verschiedenen WissensWert-Projekten berichten. Hier kommt nun der zweite Teil mit teils beachtlichen Neuigkeiten:

Mit Unterstützung von Anwalt und Steuerberater haben wir eine Vereinbarung entworfen, die als Grundlage für die jeweiligen Rechte und Pflichten von den Projektpartnern sowie von uns unterzeichnet wird. Einige Projekte wurden bereits gestartet, bei einigen herrscht noch Klärungsbedarf bzgl. einzelner Konditionen. Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung.

In den regelmäßigen Berichten aus der Projekten versorgen wir unsere Leser mit dem aktuellen Status, Fortschritten, Rückschlägen und Tipps für andere Projekte. Die Partner sind aufgefordert (und das ist auch eine Bedingung der Förderung), uns monatlich über den Verlauf der Projekte zu berichten. Darüber hinaus sind sie eingeladen, exklusive Beiträge zu einzelnen Projekten zu schreiben, z.B. wenn ein großer Erfolg erzielt wurde, ein Meilenstein geschafft oder auf anderen Kanälen über das Projekt berichtet wurde. Die Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt befindet sich bereits in der Umsetzung. Am vergangenen Samstag wurde das „Tonstudio für Freies Wissen“ in Köln im kleinen Kreise feierlich eingeweiht (Fotos). Dabei wurde spontan sogar ein erstes Stück eingesprochen: Vertonung des Gedichts Die beiden Geizhälse von Heinrich Seidel in verteilten Rollen. Ein ausführlicherer Bericht folgt.

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt befindet sich bereits in der Umsetzung, die Vereinbarung liegt zur Unterzeichnung vor. Jan schreibt:

Es gibt 3 großartige Neuigkeiten:

Flavio Pastore, Gründungsmitglied der italienischen Wikimedia, hat eine Sprachen-Infrastruktur angefangen und die Seite auf Italienisch übersetzt. Libre Projects ist nun auf Englisch, Deutsch und Italienisch verfügbar. Wir arbeiten noch daran, dass die komplette Seite übersetzt werden kann und werden dann Transifex als Übersetzungsplattform nutzen.

Während der letzten Wochen habe ich einige Entwickler von Online-Spielen angeschrieben, die keine Lizenzinformationen angegeben hatten. Ich habe sie gefragt, ob sie ihre Spiele frei lizensieren möchten und ihnen bei Lizenzfragen geholfen. Die Resonanz war super: 12 neue Spiele gesellen sich zu den bereits freien Anwendungen. Einen ausführlichen Bericht (auf Englisch) gibt es auf meinem Blog.

Momentan arbeite ich an Möglichkeiten zur Personalisierung der Seite. Das Backend für oben angezeigte Favoriten ist bereits fertig: http://libreprojects.net/top/diaspora,newsblur,seeks,etherpad,openstreetmap,wikipedia,librefm,tuxfamily. Als nächstes soll die An-, Abwahl & Sortierung von Favoriten direkt auf der Seite ermöglicht werden.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Die Vereinbarung ist unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen. Marc schreibt:

Wir haben vergleichende Angebote für die Luftbilder eingeholt und bereiten den Vertrag mit allen Lizenzdetails vor. Neben den Luftbilder über den Webviewer des Anbieters möchten wir den lokalen OSM Gruppen anbieten, einen Webserver mit dem lokalen Luftbild in Eigenregie zu betreiben. Eine erste Gruppe hat sich gemeldet und wir klären das weitere Vorgehen.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Die Vereinbarung ist unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen. Amadeus schreibt:

Soweit alles im grünen Bereich bei uns! :-) Wir wechseln nun von der Planung zur Realisierung!

Wir konnten alle nötigen Vorbereitungen durchführen (Requisiten organisieren, Kamera-Einstellungen testen, Spezial-Effekte ausprobieren, Figuren skizzieren, Locations wählen) und zusätzliche Personen (Sprecher) für unser Projektteam gewinnen. Das Storyboard ist durchgestylt und die Planung der einzelnen Takes geklärt.

In den kommenden zwei Abenden wollen wir die Szenen im Reallife drehen. Bis Ende Juni soll eine grobe Fassung des Films mit Spezialeffekten und Illustrationen gemäss Storyboard (siehe angehängter Ausschnitt) stehen. Dies ist Ausgangsmaterial für die Sprecher, welche ihre Texte im Tonstudio http://jectified.com/ bis zur ersten Woche im Juli aufnehmen werden. Dann kommt der Feinschliff und Finalcut. Wir wollen den Film am DO 28.7.11 veröffentlichen!

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status: Das Projekt soll in Kooperation mit dem C-LAB und der Uni Paderborn umgesetzt werden. Vereinbarung wurde noch nicht erstellt, es sind noch Fragen bzgl. Kooperation und Fördersumme zu klären.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status: Der Verein zur Umsetzung des Projektes befindet sich zur Zeit in Gründung, Vereinbarung wurde noch nicht erstellt.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status: Vereinbarung wurde erstellt und unterschrieben. Der Laserplattenspieler zur Digitalisierung alter Schelllackplatten wurde bestellt, hat aber eine Produktionszeit von einem halben Jahr.

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status: Die Vereinbarung wurde unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im März 2011

Wikimedium

Die neue Wikimedium ist pünktlich zur Wikimedia Chapters Conference erschienen. Insgesamt liegt zwar noch immer viel Arbeit bei Michael und Catrin, aber es ist die erste Ausgabe an der viele externe Berichte von Wikipedia-Autoren hinzugekommen sind. Bitte meldet euch zukünftig, wenn ihr interessante Beiträge oder Erlebnisse aus dem Wikipedia-Universum habt und schickt uns eure Vorschläge an catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Auch im März kamen knapp 80 neue Abonnenten hinzu. Insgesamt erhalten nun rund 800 neue Abonnenten die Zeitung, hinzukommen Veranstaltungen, Stammtische und andere Treffen bei denen die Zeitung ausgelegt werden. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen.

Pressearbeit

Michael nahm an einem Hintergrundgespräch mit dem langjährigen Tagesspiegel-Journalisten Lars von Törne teil. Ziel der Veranstaltung war ein Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit von Pressestellen und Journalisten. Was erwarten Zeitungen von Pressemitteilungen? Was macht sie neugierig, was landet unbesehen im Papierkorb? Wie sollten Informationen aufbereitet werden? Fazit: Wikimedia Deutschland war die einzige NGO unter den Teilnehmern und macht in der Pressearbeit aus Journalisten-Sicht alles richtig. Catrin hat sich intensiv mit den Vorbereitungen zu Kommunikationsmaßnahmen rund um das Thema ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ beschäftigt. Und ein Strategie-/Maßnahmenplan erarbeitet. Dazu gehört auch eine Pressekonferenz, die geplant und für den 24.3. organisiert wurde. Kurzfristig haben wir uns aber entschieden die Pressekonferenz in den Mai zu verschieben. Es gab weiterhin vereinzelt Anfragen zu der Frauenquote in der Wikipedia und wir haben auf die Bedeutung der Gewinnung von neuen Autoren (Seniorenprojekt) hingewiesen und Journalisten mit Statistikmaterial versorgt.

Informationsmaterialien

Die Informationsbroschüre über Wikimedia Commons wurde bereits in den letzten Monaten von Catrin und Michael ausgearbeitet und in der letzten Märzwoche an einzelne Experten aus der Community weitergegeben, um Anregungen und mögliche Verbesserungsvorschläge zu erhalten. Erscheinen soll die Broschüre im April. Weitere Broschüren für Wikisource und Wikibooks befinden sich ebenfalls in der Layoutphase.
Im März gab es außerdem Nachbestellungen und Aktualisierungen von diversen Informationsmaterialien wie unseren Wikipedia-Spickzettel, den Wikimedia-Flyer oder den Flyer des Schulprojekts. Außerdem wurde im Rahmen der Kooperation mit dem Berliner SeniorenComputerClub ein gemeinsamer Flyer von Catrin entwickelt, der zur Bewerbung der Veranstaltungen mit dem SCC dient. Der Bedarf ist groß, immer öfter wird Infomaterial bei WMDE angefordert. Alle Informationsmaterialien können auf unsere Webseite runtergeladen oder in der Geschäftsstelle bestellt werden.
Außerdem hat Catrin sich mit dem Layout des Covers für das Wikipedia Buch beschäftigt und hier einige interessante Entwürfe dem Verlag zugearbeitet. Im April werden wir ein vorläufiges Cover präsentieren .

Webseite des Vereins

Die Vereinswebseite wird derzeit um viele Information über unsere Projekte erweitert und die Benutzerführung erleichtert. Michael hat in Zusammenarbeit mit Elvira Inhalte über das Projekt Silberwissen gesammelt. Boris koordiniert die neuen Inhalte und pflegt sie ein.

Wikimedia Conference

Im Rahmen der Conference wurde die Idee ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ von Catrin und Sebastian präsentiert. Catrin widmeten sich im Anschluss intensiven Gesprächen mit Chapter-Vertretern, um die Einbindung der Chapter und Teilnahme anderer Länder zu besprechen. Außerdem gab es einige Medienvertreter (ARD, Deutsche Welle, Welt Kompakt, dpa), die im Rahmen der Konferenz mit Gästen aus aller Welt Interviews führten. Wir kamen sogar mit dem Thema in die Tagesschau. Michael dokumentierte die Ergebnisse verschiedener Diskussionsrunden auf der diesjährigen Wikimedia Conference und unterstützte Catrin bei der Betreuung der Pressevertreter vor Ort. Die vollständige Dokumentation aller Protokollanten ist auf META zugänglich.

PR-Chat

Catrin und Sebastian haben am 23.3. wie im Blog angekündigt zum ersten Mal einen Chat mit der Geschäftsstelle angeboten. Dies wird zukünftig fortgesetzt und mit wechselnden Themen und Mitarbeitern durchgeführt. Anregungen für Projekte oder Themen, zu denen ihr mit uns reden wollt teilt bitte den Mitarbeitern direkt mit. Der nächste Chat ist für 21. April mit Mathias Schindler und Angelika Adam avisiert. Weitere Informationen dazu folgen.

Wikipedia-Buch

Nachdem alle Beiträge für das Wikipedia-Buch aus der Community bereits Ende Februar vorlagen, waren die letzten Wochen von deren Korrektur, ersten Überarbeitung und Zusammenführung zu einem in sich stimmigen Gesamtmanuskript geprägt. Dabei wurde schnell deutlich, dass eine Selektion und Kürzung der vorliegenden Inhalte unumgänglich ist – etwas, was uns nächsten Monat noch intensiv beschäftigen wird.
Gleichzeitig wurden die Verhandlungen mit unserem Verlagspartner abgeschlossen, sodass die Vertragsunterlagen jetzt unterschriftsreif vorliegen. Dadurch war es uns möglich den Prozess der inhaltlichen Abstimmung mit dem zuständigen Lektor einzuleiten und, in Abstimmung mit unserer Pressesprecherin, konkrete Entscheidungen über die Gestaltung, den Umschlag, die Ausstattung usw. zu treffen. Schließlich wurden inzwischen die meisten „externen Beiträge“ von Wissenschaftlern und Journalisten zusammengetragen und werden gegenwärtig an passender Stelle in das Manuskript eingearbeitet.

Wikipedia muss Weltkulturerbe werden

Anlässlich des 10. Geburtstags von Wikipedia wollen wir eine Kampagne starten, um eine breite Diskussion über kulturelle, soziale und politische Bedeutung von Wikipedia und Freiem Wissen. Dafür arbeitet seit Anfang März Sebastian Sooth mit in der Geschäftsstelle vor allem an den Vorbereitungen zur Kampagne “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”. Schwerpunkte dabei waren im März insbesondere die Vorstellung des Projektes in der Community, die Vorbereitung einer Petitions- und Infowebsite zur Kampagne und die Vorbereitung von Materialen zur Verbreitung der Kampagnenidee. Dazu gehörte auch die Abstimmung mit der Agentur Leo Burnett, die uns für das Projekt pro bono unterstützt.
Auf dem Community OpenSpace am 20.3. haben Sebastian Sooth und Catrin Schoneville die Idee der Community vorgestellt und erstes Feedback, Ideen und Wünsche gesammelt. Am 22.3. drehte sich beim ersten “Chat mit der Geschäftsstelle” alles um die Kampagnenidee. Catrin und Sebastian stellten das Projekt außerdem am 25.3. auf der Wikimedia Chapters Conference den Teilnehmern und Vertretern aus aller Welt vor, wo es auf große Begeisterung stieß.
Nächste Schritte werden die Entwicklung konkreter Events und Projekte gemeinsam mit der Community sein. Dank Sargoth und Ziko gibt es auf http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Welterbe eine Community-Projektseite, die als Anlaufstelle dafür gedacht ist. Ihr könnt Euch gerne über die Projektseite oder per E-Mail an sebastian.sooth@wikimedia.de bei uns melden, wenn Ihr Lust habt, das Projekt zu unterstützen. Wir freuen uns über jede Beteiligung.

Space für die Community des Freien Wissens

Verschiedenste Gewerbeimmobilienflächen sichtet zur Zeit Sebastian Sooth, der noch immer auf der Suche nach einem tollen Standort für das neue Wikimedia Deutschland-Büro ist. Das Büro soll nach dem Umzug nicht mehr nur Büro sein, sondern ebenso Arbeits- und Eventflächen für die Community bieten soll. Denis Barthel und Sebastian haben diese Idee auf dem OpenSpace am 25.3. vorgestellt und eine Menge Ideen für die Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten dieser Räume als Feedback bekommen. Denis kümmert sich dabei weiterhin um den Bereich Equipment und Technikpool.
Gemeinsam mit newthinking lotet Sebastian gerade aus, ob das als Startanmietung für einen gemeinsamen Standort für Vereine, Arbeitsgruppen und Firmen aus der Freies Wissen/OpenSource-Bewegung passieren könnte. Durch solch eine offene Anlaufmöglichkeit und Eventfläche wollen wir die Vernetzung stärken, Sichtbarkeit erhöhen und gemeinsam Freies Wissen durch konkrete Projekte, Events und Tools fördern. Schickt bitte eine kurze E-Mail an Sebastian.Sooth@wikimedia.de, wenn Ihr Interesse daran hättet, mit an einem solchen Standort zu sitzen oder uns mit geeigneten Flächen unterstützen möchtet.

Wikimedia Conference

Nicole war im März fast ausschließlich mit der Organisation der Wikimedia Conference beschäftigt. Es wurden letzte Absprachen mit der Böll-Stiftung, dem Caterer, dem Hostel, den Locations für die Abendveranstaltungen getroffen und – vor allem mit Unterstützung von Cornelius – viele kleinere und größere Anliegen der Teilnehmer bearbeitet. Bence Damokos gab dem Programmablauf den letzten Schliff und traf sich in seiner Funktion als Programmkoordinator mit den Moderatorinnen und bereitete in einer zweitägigen Sitzung alle Inhalte und Diskussionsthemen vor. Aus unserer Sicht wurde die Conference ein voller Erfolg, wie man im sehr ausführlichen Blogbeitrag nachlesen kann.

Wiki loves Monuments

Beim Open Space im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein ergiebiger Austausch zum Projekt Wiki loves Monuments statt. Maarten Dammers war aus den Niederlanden angereist, um von den Erfahrungen aus dem letzten Jahr zu berichten. Vorläufige Ergebnisse und der Stand der Diskussion finden sich auf die Wikipedia-Projektseite. Das Projekt wurde von der Community angeregt und wird mit großem Engagement vorangetrieben. Ansprechpartner bei Wikimedia Deutschland für das Projekt ist Nicole; der Verein leistet finanzielle Unterstützung, hilft beim Erstellen von Info- und Werbematerialien und übernimmt gerne die Kommunikation mit Behörden oder anderen offiziellen Stellen.

Berlin Hackathon 2011

Daniel und Nicole haben im März die Vorbereitungen für das diesjährige Entwicklertreffen aufgenommen. Vom 13.-15. Mai kommen Developer und andere Projektverantwortliche im Berliner betahaus zum „Berlin Hackathon 2011“ zusammen. Die Anmeldung wurde eröffnet, etwa die Hälfte der Teilnehmerplätze ist bereits vergeben. Wir haben erste Gespräche mit der Wikimedia Foundation, die ca. 25 Entwickler nach Berlin schicken wird, geführt und sowohl die Verantwortlichen des Language Committees und von Wiki loves Monuments eingeladen, sich zur Veranstaltung anzumelden. Zurzeit kümmern sich Elly und Cornelius um Unterkünfte und Anreise der Teilnehmer.
Die Liste der Themen, die beim Hackathon bearbeitet werden sollen, wird immer länger: Ganz oben steht zum Beispiel „Fixing the parser“, und damit der Wunsch, die Wiki-Syntax so weit zu verbessern, dass man sie ordentlich formal beschreiben und parsen kann. Mathias und Angelika werden außerdem das RENDER-Projekt mit den Entwicklern besprechen und bearbeiten.

Das RENDER-Projekt

Angelika hat im März die Arbeit in der Geschäftsstelle für das RENDER-Projekt aufgenommen und sich in die Projektinterna eingearbeitet. Ein kurzer Überblick über RENDER dazu im Blogbeitrag. In diesem Zusammenhang fanden außerdem Treffen mit einem Diplomanten statt, der Wikipedia im Rahmen seiner Forschungsarbeit verwenden möchte.

Literaturstipendium

Die seit letzten Monat laufende Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag, bei der die Redaktion Chemie mehrere Zugänge zum “Römpp” erhielt, einem Standardwerk der Chemie, erweist sich als herrlich produktiv. Kaum ein Monat ist vergangen und bereits über 30 Artikel wurden ausgebaut und ergänzt. Respekt!
Im “traditionellen” Literaturstipendium konnten drei neue Zusagen gegeben werden. Besonders erfreulich die Premiere des Fachbereichs Philosophie, dem ein Werk über Michel Foucault zur Verfügung gestellt werden konnte. Falls du Autor bist und etwas brauchst: Mail an litstip@wikimedia.de
Im Bereich “Zugang zu elektronischen Literaturdatenbanken” erweisen sich die zu bohrenden Bretter weiterhin als dick. Nachdem Verhandlungen von Denis Barthel mit JSTOR und dem Springer-Verlag nicht verliefen wie gewünscht, ist aktuell eine “Meta-Lösung” ins Auge gefasst worden. Mehr dazu demnächst.

Bildungstreffen in Berlin

Wikimedia Deutschland war diesen Monat nicht nur Gastgeber der Wikimedia Conference, sondern auch eines kleinen “Bildungsgipfels”. Neben Vertretern von Wikimedia Italia und Wikimedia UK sowie einem externen Teinehmer waren Frank Schulenburg, Rod Dunican und Annie Lin von der Wikimedia Foundation nach Berlin gekommen. Sie stellten das Campus Ambassadors Program ausführlich vor, Denis Barthel und Elly Köpf präsentierten das Schulprojekt von Wikimedia Deutschland.
Die Zusammenarbeit mit den vielen freiwilligen Ambassadors und Universitäten sowie die positive Resonanz in Medien und Community liessen Nicole Ebber und Denis Barthel auch für Wikimedia Deutschland eine mögliche Lokalisation des Campus Ambassador Programs in Deutschland ins Auge fassen. Näheres dazu bald auf diesem Kanal.

Redaktionstreffen

Das im letzten Monat gestartete Förderprogramm für Treffen und Workshops von Fachbereichen in der Wikipedia ist erfolgreich angelaufen. Einige Fachbereiche haben -angeregt durch das Förderprogramm- mit ersten Planungen begonnen, darunter erfreulicherweise auch manche, für die es ihr erstes Zusammentreffen sein wird, z.B. das Portal “Essen und Trinken” oder das Portal “Waffen”. Wir freuen uns über diese Gelegenheit, euch unterstützen zu können. Habt Ihr Lust? Dann mailt an treffen@wikimedia.de und los geht’s.

Silberwissen / TAO

Unter der Leitung von Lienhard Schulz fand der erste Workshop im Seniorencomputerclub Berlin-Mitte (SCC Berlin Mitte) statt. Lienhard führte die Teilnehmer in die Erarbeitung eines Artikels ein – zunächst auf der Benutzerunterseite.
Die Senioren trafen sich bereits zum zweiten Mal, während des ersten Treffens, ohne Begleitung eines Wikipedia-Referenten, unternahmen sie Ihre ersten „Gehversuche“. Die Treffen werden fortgesetzt, zunächst im April zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und im Mai erneut mit Hilfe eines Referenten.
Als weiterer Referent erläuterte Aleksander Dera zur Mitgliederversammlung der Chronisten des Landkreises Potsdam-Mittelmark wie die Wikipedia funktioniert und wie jeder daran mitarbeiten kann. Die Chronisten waren von Anbeginn interessiert, stellten Fragen und erkannten die Möglichkeiten einer aktiven Mitarbeit. Vom Vorstand der Chronistenvereinigung wurde das Interesse an einem Workshop zur Einführung in die Arbeit als Autor und zum Einstellen von Quellen und Fotos bekräftigt.
Ebenfalls im März nahm Elvira Schmidt am Akteursworkshop der Initiative „Internet erfahren“ teil. Initiator der Initiative ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Partner sind die Service-Gesellschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und die Stiftung Digitale Chancen. Für das Projekt Silberwissen waren zwei Themen interessant: Die Idee Paten für „Internetneulinge“ zu finden und zu schulen sowie die Frage, wie gerade Seniorinnen und Senioren der Einstig ins Internet leicht gemacht werden kann. Die im Workshop erläuterten Erfahrungen können nicht direkt übertragen werden, bieten jedoch methodische Anregungen für das eigene Vorgehen.

Schulprojekt

Der März war für das Schulprojekt ein sehr ereignisreicher Monat mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Netzwerken, da viele Veranstalter den März wohl als offiziellen Start ins Jahr 2011 betrachten. In diesem Monat konnten wir das Schulprojekt gleich über zwei Fachportale verbreiten: Sowohl im Onlineportal www.jugendnetz-berlin.de konnten wir einen Eintrag machen als auch in dem GMK-Newsletter, der monatlich über medienpädagogische Projekte informiert. Auch durch Kontakte zu anderen Projekten konnten weitere Kooperationsmöglichkeiten und Workshopideen gewonnen werden. Direkt angesprochen haben wir in diesem Monat 70 Schulen in und um Frankfurt und 60 Schulen in Stuttgart und Umgebung. Persönlich konnte man das Schulprojekt in diesem Monat auf einer Vielzahl von Tagungen antreffen, so zum Beispiel auf dem Medientag in Steglitz, dem EduCamp in Bremen, dem Bielefelder Medientag und dem Schulbibliothekstag 2011 in Berlin. Am 23. März war Denis Barthel bei den Gautinger Internet-Treffen eingeladen, einer der größten regelmäßigen Tagungen für Medienpädagogen in Deutschland und stellte dort das Schulprojekt vor. Nicht nur eine Gelegenheit, das Programm einem Fachpublikum bekannt zu machen, sondern auch eine um es dem prüfenden Blick qualifizierter Experten zu unterziehen. Die Gespräche dazu zeigten, dass die Initiative willkommen geheissen und für wie wichtig ihre Ziele befunden werden. Mit der Mischung aus persönlicher Ansprache auf Veranstaltungen und dem direkten Versand von Informationsmaterialien konnten neue Anfragen für das Projekt gewonnen werden, die in diesem und den nächsten Monaten umgesetzt werden. Im März kann das Schulprojekt daher auf 8 Workshops und mehrere Informationsveranstaltungen zurückblicken. Weitere Workshops sind bereits in Planung. Sehr erfreulich ist auch die steigende Nachfrage von Universitäten und Medienzentren an Workshops zum Thema “Umgang mit Wikipedia”. Besonders freuen wir uns über unseren neu gestalteten Internetauftritt und auf das kommende Referenten-Camp in Berlin Anfang April.

Aus dem Maschinenraum

Der März war im Bereich Technik war vor allem der Vorbereitung und Planung kommender Projekte gewidmet. So hat Daniel das Suchportal wikipedia.de wegen Überlast kurzfristig auf einen anderen Server umgezogen, während wir den Umzug all unserer Webseiten vorbereiten. Für die Entwicklungsarbeit an CiviCRM, unser Adressverwaltungsprogramm, hat Daniel eine Testinstallation eingerichtet. Und für CatScan hat Daniel die zweite Phase einer Neuimplementation überwacht, die es ermöglichen soll, die Kategoriestruktur der Wikipedia in wenigen Sekunden zu durchsuchen.
Auf dem OpenSpace am Tag nach der Mitgleiderversammlung hat Daniel einen Überblick über die für 2011 geplanten Aktivitäten im Bereich Technik gegeben. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass wir dringend mehr Personal in diesem Bereich brauchen. Außerdem ist die Anmeldung für das Entwicklertreffen (“Hackathon”) angelaufen, das wir am 13. bis 15. Mai in Berlin veranstalten. Die genauere Planung des Programms wird nach der Chapter’s Conference anlaufen.

CeBIT

Mathias war als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion auf den Medientagen des CeBIT in Hannover, wo es um Persönlichkeitsrechte in Blogs und Wikipedia ging. Die Diskussion war eher praxisorientiert, auch die Juristen auf dem Podium warnten davor, ausschliesslich auf juristische Mittel zu setzen, um etwa ein rufschädigendes Posting aus dem Netz zu klagen (siehe auch: Streisand-Effekt)

Google Apps

Wikimedia Deutschland setzt im Büro und für die Vorstandsarbeit nun verstärkt Google Apps ein. Hierzu fingen im März die ersten Umzugsarbeiten an, die im laufenden Betrieb stattfinden und möglichst
keine Ausfallzeiten bei der Erreichbarkeit der Personen bedeuten sollen. Wikimedia Deutschland hat sich unter anderem auch von dem Erfolg beim Google Apps-Einsatz bei der Wikimedia Foundation
beeinflussen lassen.

Collab

Das 3. von Google unterstützte Collaboratory zum Thema Urheberrecht stellte am 16. März einen Zwischenbericht seiner Arbeit vor. Mathias war einer der Co-Autoren in einem Policy-Paper zur Zukunft des Urheberrechts, das in den kommenden Wochen veröffentlicht wird und bei dem der Jurist Till Kreutzer federführend war.

Mitglieder

In Bezug auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen gibt es sehr erfreuliche Nachrichten von Henriette aus der Mitgliederverwaltung: Im Februar und März 2011 haben wir 355 Mitglieder mit aktiver Mitgliedschaft und 29 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen; bedauerlich allerdings, dass vier Mitglieder zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt haben. Der Verein zählt derzeit 856 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 219 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 1.075 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

Freiwilligenförderung

Wie immer klappte die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern und Organisatoren des bereits zum achten Mal stattfindenden Fotoworkshops in Nürnbergmit Henriette reibungslos: Für insgesamt 10 Teilnehmer wurde auf Anfrage eine Komplett- oder Teilübernahme von Reisekosten und/oder Seminargebühren zugesagt; fast alle Anträge konnten inzwischen bearbeitet werden.
Ein paar Wochen vor dem Fotoworkshop erreichte uns aus der Community die Anfrage, ob Wikimedia Deutschland sich um Presseausweise kümmern und eine Kamera-Ausrüstung zum Verleih an Fotografen anschaffen könne. Henriettes Vorschlag diese Ideen beim Workshop in Nürnberg zu diskutieren und dort Projektanträge zu entwickeln, fiel erfreulicherweise auf fruchtbaren Boden. Es wurde ausführlich im Vorfeld diskutiert und  während des Workshops am Sonntag kam gleich der frisch angeschaffte Moderationskoffer zum Einsatz; inzwischen haben uns die Projektanträge erreicht (nachzulesen unten [A] bis [E]) und werden in die Planungen zum kommenden Community Raum (siehe oben) mit aufgenommen. Danke nochmal an die Organisatoren und Teilnehmer für die spontane Übernahme dieses Punktes ins offizielle Programm!
Weiteres von dieser Veranstaltung: Catrin kümmerte sich um die Anfrage, ob eine Gruppe der Nürnberger Fotografen am 5. März das DB Museum besuchen und dort auch fotografieren könne. Diese Erlaubnis wurde erteilt, worüber die Fotografen – ganz abgesehen von der freundlichen Aufnahme und Begleitung im Museum – sehr begeistert waren, denn gewöhnlich darf dort nicht fotografiert werden.
Einem Nürnberger Teilnehmer, der in Hamburg regelmässig Talkshows besucht um Wikipedia-Artikel über Prominente zu bebildern, gab man den Rat bei Wikimedia Deutschland nach einer Akkreditierung für die NDR-Talkshow zu fragen. Nachdem Henriette die Agentur ermittelt hatte, die die Akkreditierungen vergibt, verlief alles erfreulich schnell und unkompliziert: Chester100 wird jetzt regelmässig zu den Talkshows eingeladen. Wir freuen uns auf weitere tolle Bilder, die die Prominenten-Artikel vervollständigen!

Links:

[A]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Einsteiger-DSLR-Set>
[B]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotoausr%FCstung_Nikon>
[C]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotoausr%FCstung_Canon>
[D]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotozubeh%F6r>
[E]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/Fotografenausweise>

Wikisource

Mitte März wurde von Henriette ein Digitalisierungsauftrag an die Staatsbibliothek zu Berlin/Unter den Linden geschickt: Beide Bände des raren Werkes „Lina’s Märchenbuch: eine Weihnachtsgabe” von Albert Ludwig Grimm, erschienen im Jahr 1837 wurden bestellt. Sie erreichen die Bestellerin hoffentlich bald, so dass die fleißigen Mitarbeiter von Wikisource mit Transkription und Korrekturlesen beginnen können.

Fundraising

Im Monat März dominierten drei Themen das Fundraising. Das erste Thema war der fehlerhafte Versand der Zuwendungsbestätigungen durch den Dienstleister (siehe Blog-Eintrag hier). Die vielen Anfragen sowohl per Email als auch per Telefon wurden von uns zügig bearbeitet. Insbesondere freut es uns, dass sich trotz der unglücklichen Umstände sehr viele Spender für ein kontinuierliches Engagement entschieden haben. Wie auch Henriette erläutert, konnten wir 360 neue Mitglieder durch den Versand der Zuwendungsbestätigungen. gewinnen. Der zweite Bereich betrifft unsere zukünftige Fundraising-Software. Wir möchten hierzu die freie Software CiviCRM weiterentwicklung. Da diese Software in Deutschland nicht so stark verbreitet ist, habe ich zusammen mit Oxfam Deutschland e.V. ein Netzwerk aus interessierten Organisationen und Agenturen initiiert. Das erste Treffen fand am 29.03.2011 bei Oxfam statt. Zu dem Netzwerk gibt es auch eine Plattform. Schließlich beschäftigte ich mich mit dem sogenannten Fundraising-Agreement, welches derzeit jährlich zwischen der Wikimedia Foundation und dem Fundraising treibenden Chapter geschlossen wird. Das erste Draft kann man sich hier anschauen.

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WissensWert – Die Bewertungsphase ist eröffnet!


Am 15. Oktober endete die Ausschreibung für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. 93 Ideen und Projektvorschläge wurden innerhalb eines Monats bei uns eingereicht; ein tolles Ergebnis für diese erste Runde!

Vor der Weitergabe an die Jury haben wir die Ideen zunächst auf generelle Förderbarkeit im Rahmen von WissensWert hin überprüft. 9 Einreichungen wurden nicht per Bewerbungsformular inklusive Mail mit Budget und Namen des Einreichers bestätigt und entsprachen damit nicht den formalen Anforderungen. Wenn wir bis zu 5.000 Euro investieren, muss darüber hinaus sichergestellt sein, dass die Projektidee mit den Zielen von Wikimedia Deutschland vereinbar ist und Freies Wissen unterstützt. Sie muss Freie Lizenzen verwenden und sollte so gut durchdacht sein, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate umsetzbar und das angegebene Budget realistisch ist.

Förderbare Ideen in der ersten WissensWert-Runde

40 Ideen erfüllen diese Kriterien und wurden bereits an die Jury weitergereicht. Wir freuen uns, nun wie versprochen auch der Öffentlichkeit eine Stimme zu geben und stellen die Ideen zur Diskussion und Bewertung auf Meta vor. Auf den Diskussionsseiten können Fragen und Kommentare zu den einzelnen Idee hinterlassen werden und den Einreichern bietet sich die Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

Die öffentliche Abstimmung ist in dieser Runde noch sehr simpel gestaltet: Im Bewertungsformular sind alle 40 Ideen aufgeführt, jede Interessierte kann daraus bis zu fünf Favoriten auswählen. (Achtung, erst die jeweiligen Beschreibungen lesen, dann die Favoriten bestimmen!)

Die Abstimmung läuft bis zum 30.11.2010. Die Stimmen werden dann ausgezählt und das Ergebnis wird genauso hoch gewertet wie die Stimme eines Jurymitgliedes. Nach Ende der Bewertungsphase geben wir hier Anfang Dezember die Ergebnisse bekannt.

Nicht förderbare Ideen in der ersten WissensWert-Runde

Die 44 Ideen, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht von uns unterstützt werden können, stellen wir ebenfalls zur Ansicht und Diskussion bereit.

Dass so viele Ideen nicht den Anforderungen entsprachen, motiviert uns, in der nächsten Runde noch genauer zu beschreiben, worum uns es bei diesem Wettbewerb geht. Einige Ideen waren z.B. als Anregung an Wikimedia Deutschland gedacht, hatten kein Konzept für die praktische Umsetzung oder keinerlei Budget benannt. Andere haben mit Budgets in Millionenhöhe kalkuliert, wieder andere haben die kostenlose Verfügbarkeit von Texten unter regulärem Urheberrecht gleichgesetzt mit Freiem Wissen.

Wir möchten die Einreicher der ausgeschiedenen Projekte jedoch ermutigen, weiter an ihren Ideen zu arbeiten, am Konzept zu feilen oder das Budget realistischer zu planen. Einige der Ideen sind zwar in diesem frühen Stadium von uns noch nicht förderbar, bieten aber Potential und lassen sich weiter entwickeln. Es ist demnach nicht ausgeschlossen, dass eine in dieser Runde abgelehnte Idee in einer nächsten WissensWert-Runde als förderbar eingestuft wird.

Ganz im Gegenteil: Durch die Veröffentlichung der ausgeschiedenen Ideen bietet sich den Einreichern die Möglichkeit, mit anderen Interessierten über ihr Projekt zu diskutieren und Rat von Dritten einzuholen. Unser Wunsch ist es, dadurch zu weiterer Kreativität anzuregen und Synergien zu schaffen.

Nochmal in Kurzform

Und nun los: Viel Spaß beim Abstimmen, Diskutieren und Ideen schmieden! Erzählt euren Freunden, Bekannten, Kolleginnen, Nachbarn, Leserinnen, Followern und dem Rest des Internets von der Abstimmung – sie alle können mitmachen!

Anregungen und Feedback nehmen wir unter ideen@wikimedia.de gerne entgegen.

Update:
Der Arbeitstitel des Projektes lautete ursprünglich 5×5000. Das WissensWert-Konzept sieht also vor, 5 Ideen mit jeweils bis zu 5.000 Euro zu unterstützen.

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WissensWert: Letzer Aufruf und Vorstellung der Jury

Am Freitag endet die Ausschreibung für die erste Runde unseres Ideenwettbewerbs WissensWert. Wir sind ganz überwältigt von den bisherigen Einreichungen: 50 Ideen habt ihr bisher eingereicht, und es werden jeden Tag mehr. Auch wenn nicht alle Einreicher verstanden haben, worauf es uns bei den Ideen ankommt (Freies Wissen ist eben nicht einfach nur mit „kostenlos“ zu übersetzen), sind doch viele aufregende, schöne und ausbaufähige Projekte dabei. Eine große Aufgabe also für unsere Jury, aus dieser Vielfalt die besten Ideen auszuwählen. Umso mehr freuen wir uns, so kompetente Jurymitglieder gefunden zu haben:

Leonhard Dobusch

Leonhard Dobusch hat nach Studien der Betriebswirtschaft (Abschluss 2003) und Rechtswissenschaft (Abschluss 2004) an der Linzer Johannes Kepler Universität im DFG-Graduiertenkolleg „Pfade organisatorischer Prozesse“ zum Thema „Windows versus Linux: Markt – Organisation – Pfad“ an der Freien Universität Berlin promoviert, wo er derzeit als Postdoc tätig ist. Gemeinsam mit Christian Forsterleitner hat er den Sammelband Freie Netze. Freies Wissen. herausgegeben, der im Volltext unter CC-BY-SA-Lizenz online zugänglich ist (PDF).

Benutzer:Eschenmoser

Der Wikipedia-Benutzer Eschenmoser wurde 1978 im Saarland geboren, hat Chemie in Heidelberg studiert und danach am Forschungszentrum Karlsruhe im Bereich Radiochemie promoviert. Derzeit forscht er zur Krebsimmuntherapie. Seit Frühjahr 2007 ist er aktiver Wikipedianer und wurde 2009 zum Administrator gewählt. Er betätigt sich im Projekt vor allem in der Redaktion Chemie und kümmert sich dort um die Verbesserung der Quellenlage, die Qualitätssicherung und organisatorische Dinge.

Jürgen Lüdeke

Jürgen Lüdeke, geboren 1964 in Überlingen, ist Diplom-Chemiker, seit 1993 selbständig als Unternehmensberater tätig und lebt mit Hund in Berlin. Angemeldeter Benutzer in der Wikipedia ist er seit 2006, er wurde 2007 zum Administrator und gehört seit 2009 dem Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V. an. Dort ist er Schriftführer und zuständig für die Ressorts Freiwilligenförderung und Personal.

Philipp Otto

Philipp Otto, geb. 1978 in Stuttgart, hat Rechtswissenschaften, Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als Journalist, Autor, Berater und Wissenschaftler in Berlin. Bei iRights.info ist er verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Projektes. Er betreute und konzipierte u.a. das Online-Dossier Urheberrecht (2008) der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) sowie den von iRights.info und der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichten Reader Copy.Right.Now! Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht (2010).

Elke Wetzig

Elke Wetzig ist seit 2003 in Wikipedia als Autorin und Fotografin aktiv. Darüber hinaus hat sie drei Jahre lang das Community-Budget des Wikimedia Deutschland e.V. betreut. Beruflich ist sie in Köln als Projektmanagerin in einer Web-Agentur tätig und bildet Mediengestalter aus.

Ihr alle!

Wir legen die Ideen nicht nur der Jury vor, sondern geben auch der Öffentlichkeit eine Stimme. Dazu werden die Ideen auf der Website vorgestellt und können vom interessierten Publikum bewertet werden. Positiver Nebeneffekt dieser Veröffentlichung ist außerdem, dass die Ideen und Projekte eine größere Zahl von Menschen erreichen. So werden wiederum andere zu eigenen, neuen Projekten angeregt oder können sich mit den Einreichern zur Verwirklichung ihrer Ideen zusammenschließen.

Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb hier: WissensWert. Bitte vergesst nicht, nach dem Teilnahmeformular noch die Mail mit euren persönlichen Informationen an uns zu schicken. Viel Erfolg!

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