Posts Tagged ‘Wikimedia Deutschland’



Monatsbericht Mai 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlen in NRW

Der letztlich wenig überraschende Wahlausgang im bevölkerungsreichsten Bundesland hatte für Wikimedia Deutschland zumindest eine kleine Überraschung parat: Die Wahlprüfsteine, die nach dem bewährtem Prinzip zunächst als Beta-Version für die Community veröffentlicht wurden, hatten einen noch besseren Rücklauf als im Falle der Berlin-Wahlen im September 2011. Das ist insofern erstaunlich, als der sehr kurze Wahlkampf viele Ressourcen der beteiligten Akteure gebunden haben dürfte. Neben den bereits im Landtag vertretenen Parteien antworteten auch die Piratenpartei (die man ja mittlerweile zu den Etablierten zählen muss), die Tierschutzpartei, die Partei der Vernunft sowie die Spaßguerilleros von “Die Partei”. Mathias Schindler hat im Blog eine kurze Einschätzung entlang der einzelnen Themenkomplexe vorgenommen.

Copyright Wars neu entflammt

Eingerahmt durch Aufsehen erregende Aktionen im Handelsblatt und der ZEIT, war der Mai ein ausgesprochen ereignisreicher Monat, was die immer unversöhnlicher werdende Urheberrechtsdebatte anging. So nahm Wikimedia Deutschland an Veranstaltungen zu den Themen “Kreatives Schaffen in der digitalen Welt” (Veranstalter: Bundestagsfraktion DIE LINKE) und “Urheberrecht – Freiheit, Eigentum, Vielfalt” (Veranstalter: Medientreffpunkt Mitteldeutschland) sowie dem ersten Urheber-Nutzer-Dialog von iRights.info teil. Am 21. Mai veröffentlichten die SPD und die Piratenpartei Positionspapiere zum Urheberrecht, die Jan Engelmann im Blog kommentiert hat. Am 29. Mai legte dann die DIE LINKE mit ihrem Zehn-Punkte-Papier nach.

Neue Lizenzbroschüre veröffentlicht

Im Rahmen der re:publica in Berlin veröffentlichte Wikimedia Deutschland zusammen mit iRights.info und Creative Commons eine Broschüre mit dem Titel “Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen. Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung nicht-kommerziell – NC”. Autor Paul Klimpel, von 2006 bis 2011 Verwaltungsdirektor der Deutschen Kinemathek, unternimmt darin den Versuch, die zumeist nicht bedachten Folgewirkungen einer restriktiven Lizenzwahl möglichst anschaulich darzustellen. Zielgruppe sind vor allem Einzelpersonen und Institutionen, die noch nicht so tief in der Materie stecken und nach Orientierung im Lizenzdschungel suchen. Die Broschüre kann in gedruckter Form beim Verein bezogen werden. Eine kurze E-Mail an politik@wikimedia.de genügt.

Wikipedian in Residence

Marcus Cyron wird als erster Wikipedian in Residence für das Deutsche Archäologische Institut (DAI) tätig. Das DAI mit Sitz in Berlin ist weltweit eine der ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen dieser Art, die noch heute auf der ganzen Welt Grabungen unternimmt und wissenschaftlich auswertet (in Bälde mehr dazu im Blog). Zugleich hat die Stiftung Stadtmuseum Berlin in Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland eine zweite sogenannte Residency ausgeschrieben. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 15. Juni. Der bzw. die Wikipedian in Residence wird im Rahmen der Ausstellung „BERLINmacher“ seine Arbeit aufnehmen. Mehr dazu in der nächsten Wikimedium.

 

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Pressemitteilungen / Pressearbeit

Die erste von drei Wikimedia-Pressemitteilungen im Mai betraf die Veröffentlichung der Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in NRW. Zur Mitte des Monats wurde der gemeinsame Auftritt von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH auf dem LinuxTag 2012 kommuniziert. Ende des Monats fand in Abstimmung mit dem Deutschen Archäologischen Institut die offizielle Verkündung des ersten deutschen Wikipedian in Residence am Institut statt. Alle Pressemitteilungen sind auf der Webseite von Wikimedia Deutschland nachzulesen. Ein auszugsweiser Überblick zur Presseresonanz ist dort ebenfalls einsehbar.

Mit der re:publica 2012 und dem schon erwähnten LinuxTag standen zwei Großveranstaltungen im Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit des vergangenen Monats. Welcher Ansatz mit der Präsenz des Vereins bei beiden Anlässen verfolgt wurde, lässt sich in eigenen Blogberichten zur re:publica (hier und hier) und zum LinuxTag nachlesen. Besonders auf der re:publica stand dabei im Sinne der Autorenvielfalt das Thema Frauen und Wikipedia auf dem Programm. Die passende Diskussionsrunde ist auch als Videomitschnitt festgehalten.

Wikimedium

Die zweite Ausgabe 2012 unserer kostenlosen Vereinszeitung erscheint Mitte Juni. Im Mai wurden Themen gesammelt und redaktionell wie grafisch aufbereitet. Großer Dank geht an alle Gastautoren, die das Angebot genutzt haben, ihren eigenen Beitrag rund um die Wikimedia-Projekte in der Zeitung zu platzieren. Damit werden nicht nur Abonnenten über die Wunschthemen informiert, sondern auch viele Leser, die mit der Arbeit an Wikipedia und mit Freiem Wissen im Allgemeinen vielleicht gar nicht vertraut sind. Die Wikimedium ist mittlerweile über Bibliotheken und kulturelle Institutionen zunehmend ganz neuem Publikum zugänglich.

Über Ideen für die nächste Ausgabe freut sich das Team der Wikimedium jederzeit! Anregungen bitte über die Wikipedia-Projektseite oder über redaktion@wikimedium.de.

Informationsmaterial

Speziell im Hinblick auf die Präsenz des Vereins auf dem LinuxTag in Berlin wurde die Palette an Informationsmaterialien auf den neuesten Stand gebracht. Zur Verteilung auf der Messe wurde ein eigener Projektflyer für RENDER produziert, der aber natürlich auch zur allgemeinen Verbreitung zur Verfügung steht. Für den verstärkten Auftritt auf Veranstaltungen wurden außerdem noch Give-aways wie Bleistifte und Stoffbeutel sowie einige Roll-ups nachbestellt.

 

BILDUNG UND WISSEN

Der Monat begann mit einer Session auf der re:publica zum Thema “cc:Bildung – Freie Inhalte im Bildungsbereich”. Gemeinsam mit Guido Brombach und Daniel Seitz diskutierte das Team Bildung und Wissen über Freie Lizenzen, deren Chance für die offene Bildungsarbeit und über die Schwierigkeiten in der Nutzung.

Das Motto “Mitmachen!” steht im Mittelpunkt des Bereichs Bildung und Wissen. Dabei geht es explizit auch darum, Menschen zu unterstützen, die sich nicht in den Programmen zu Schule, Hochschulen oder dem Silberwissen zugehörig fühlen. Im Mai konnten nun erste Autorenworkshops durchgeführt werden, die sich nicht an eine der bisherigen Zielgruppen wendeten: So wurde an der TU-Darmstadt wurde im Rahmen des Wirk-Camps ein dreitägiger Workshop realisiert, in dem intensiv an Artikeln für gemeinnützige Organisationen gearbeitet wurde. Das Fazit der Organisatorin zum Schluss: “Es herrschte eine tolle, produktive Arbeitsatmosphäre und seit dem Wochenende spreche ich über fast nichts anderes.”

Wer Lust hat in einem Workshop bei den ersten Schritten unterstützt zu werden, wende sich gerne an bildung@wikimedia.de!

Silberwissen

In der Zeit vom 22. bis 25. Mai trafen sich die Projektpartner des TAO-Projektes in Ulm. Für das Teilprojekt Silberwissen bleiben die Schwerpunkte weiterhin: Gewinnung verlässlicher Partner, Stabilisierung und gegebenenfalls Ausweitung von Workshops zur Autorengewinnung.

Im Mai konnten durch die Präsenz auf dem 5. Europatag (Bonn) mit dem Thema „Europäisches Jahr des aktiven Alterns“ Interessente für einen anschließenden Workshop gewonnen werden. Außerdem fanden vier weitere Veranstaltungen im Rahmen von Silberwissen statt. Zudem erreichten Wikimedia Deutschland erfreulicherweise bereits eine Reihe von Anfragen zu Workshops, die im Herbst 2012 stattfinden werden.

Wikipedia macht Schule

Über den Besuch von Fachtagungen im Lehrerbereich gibt es einen ausführlichen Mai-Rückblick in einem bereits veröffentlichten Blogbeitrag. Besonders spannend waren in diesem Zusammenhang zwei Piloten, die im gleichen Zeitraum zur Materialentwicklung für Lehrer durchgeführt wurden: Drei Informatik-Schulklassen aus Hamburg und Bremen haben mit Referenten des Schulprojekts gemeinsam Artikel editiert, um der Frage nachzugehen, ob ein Lehrer mit Schülern in der Wikipedia arbeiten kann oder nicht. Das Ergebnis: In allen Klassen waren die Schüler engagiert dabei und gingen mit Spaß an die Bearbeitung der Artikel. Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs war aber wiederum die enge Zusammenarbeit mit den Lehrern.

Hochschulprogramm

Die Artikelarbeit im Hochschulprogramm wird weiter in enger Abstimmung mit den Dozenten und den Wikipedia-Referenten begleitet. Besonders interessant ist die Spannbreite der Artikel, die nun erkennbar wird: Von dem Themenschwerpunkt Geschichte und historische Bauten in Marburg bis hin zur Archäologie in Halle-Wittenberg, finden ganz verschiedene Schwerpunkte ihren Platz.

Nun beginnt bereits die Planung und Vorbereitung des nächsten Semesters. Wer Interesse hat, sich am nächsten Semester zu beteiligen, der kann das Team von Bildung und Wissen über hochschule@wikimedia.de kontaktieren und sich auf der Wikipedia-Seite über das Programm informieren.

 

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Zedler-Preis 2012

Die Nominierten stehen fest. Die Jurys haben alle Vorschläge bewertet und sich in den Kategorien “Bester Wikipedia-Artikel”, “Bestes Community-Projekt” und “Bestes externes Wissensprojekt” auf jeweils fünf Kandidaten geeinigt. Nicole Ebber und Phillip Wilke haben die Nominierten benachrichtigt und im Blog sowie auf der Projektseite bekanntgegeben. Die Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen findet im Rahmen der Wikipedia Academy am 1. Juli im Supermarkt in der Brunnenstraße 64 in Berlin statt.

WikiWomenCamp 2012

Vom 23. bis 26. Mai fand das WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien statt. Über Wikimedia Deutschland waren zwei Teilnehmerinnen vor Ort. Die Veranstaltung wurde von Freiwilligen organisiert, im Open-Space-Format durchgeführt und widmete sich hauptsächlich dem Thema Gender Gap in Wikipedia. Gleich im Anschluss, am 27. Mai, fand dann die eintägige Konferenz WikiGénero zum gleichen Thema statt, auf der sowohl Frauen aus dem Wikimedia-Umfeld als auch Frauen aus der Wissenschaft über Ursachen und Lösungsansätze sprachen. Ausführlichere Berichte zu den Veranstaltungen folgen bald im Blog.

Projekt-Treffen

Unterstützt von Wikimedia Deutschland traf sich am 5. und 6. Mai in Nürnberg das deutschsprachige Wikimedia-Support-Team, also jene Wikipedianer, die Anfragen an info-de@wikimedia.org ehrenamtlich beantworten. Das kann alles vom Hinweis auf Rechtschreibfehler, über Bildfreigaben, bis hin zur Klageandrohung und der Mitteilung von Todesfällen sein. Entsprechend umfassend war auch das Arbeitsprogramm: zahlreiche Spezialfälle bei Bildfreigaben, internationale Entwicklungen in der Wikimedia-Bewegung oder auch Rechtsfragen und interne Prozesse des Teams.

Eine Woche darauf, vom 12.-13. Mai, fand in Frankfurt/Main das zweite Treffen zur Vandalismusbekämpfung in Wikipedia statt. Auf dem Workshop wurde neben theoretischen und technischen Fragen auch diskutiert, wie gegen mutwilligen Vandalismus von Artikeln vorgegangen werden kann, ohne dabei Neulinge zu verschrecken, die unabsichtlich fehlerhafte Bearbeitungen vornehmen. Details zu den Ergebnissen finden sich in einem eigenen Blogbeitrag.

Breiten Raum in der Arbeit des Teams Community nahm im Mai auch die Planung zahlreicher kommender Events ein, zum Beispiel der AdminConvention und regionaler Wikimedia-Foren zu Wikidata und anderen Themen.

Förderprogramme

Das internationale Förderprogramm, das Wikimedia Deutschland und die Wikimedia Foundation gemeinsam anbieten, trug bislang den Namen “Participation Grants”. Aus rechtlichen Gründen wurde es nun in “Participation Support” umbenannt und ist aus der “Grants-Sphäre” in einen eigenen Namensraum im Meta-Wiki umgezogen. Zweck des Programms ist es, die Teilnahme an externen Veranstaltungen zu ermöglichen (nicht Wikimedia), wo beispielsweise Unterstützer und Neuautoren geworben und relevante Kontakte geknüpft werden können.

 

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Mai fand das quartalsmäßige RENDER-Projekttreffen in Madrid statt. Dort wurden der Stand aller Projektpartner und die nächsten Aufgaben besprochen. Das Team bei Wikimedia Deutschland arbeitet kontinuierlich am RENDER Toolkit, das auf dem Wikimedia Toolserver zum Testen auf Herz und Nieren bereitsteht. Anregungen gerne an render@wikimedia.de oder an Angelika Adam direkt! Wer mehr wissen will, findet außerdem Details auf der Informationsseite von RENDER.

In den kommenden Monaten sollen die Prototypen der Unterstützungswerkzeuge bereitgestellt und deren Nutzen getestet und erweitert werden. Dazu erfolgten im Mai umfassende konzeptionelle Planungen zur Funktionalität, der notwendigen Infrastruktur und den Möglichkeiten der Zugänglichkeit zu den berechneten Analyse-Ergebnissen. Diese grundlegenden Details wurden ausführlicher im Vorfeld des Berlin Hackathons besprochen.

Wikipedia Academy 2012

Der Reviewprozess der über 30 eingereichten Papiere wurde mit grandioser Unterstützung des Akademischen Programm-Komitees abgeschlossen. Wikimedia Deutschland hat die Liste der als Papier oder Poster akzeptierten Einreichungen veröffentlicht und alle Autoren informiert. Das vorläufige Programm ist online, die Registrierung eröffnet: Bis zum 15. Juni können sich alle wissenschaftlich Interessierten noch anmelden. Nähere Informationen im entsprechenden Blogbeitrag. Alle Fragen beantwortet das Academy-Team, bestehend aus Nicole Ebber, Angelika Adam, Denis Barthel und Maria Rößler.

Wikidata

In der Arbeit an Interwiki-Links hat das Wikidata-Team in diesem Monat gute Fortschritte gemacht. Es wurde eine Demoversion veröffentlicht, die den aktuellen Stand der Entwicklung zeigt. Im Meta-Wiki wurde außerdem ein Vorschlag präsentiert, der zeigt, wie Sprachlinks in Zukunft aussehen könnten. Und noch ein Entwurf: Er zeigt, wie die Syntax für die Einbindung von Wikidata-Daten aussehen soll und wurde nach vielen Rückmeldungen aus der Community bereits grundlegend überarbeitet.

Mitglieder des Wikidata-Teams stellten das Projekt im Mai auf zahlreichen Veranstaltungen wie beispielsweise dem LinuxTag, der re:publica und der zweiten ESWC Summer School vor. Dazu wurden mehrere Sprechstunden im IRC-Chat abgehalten, um Fragen aus der Community zu beantworten. Am Monatsende stand zudem ein Treffen mit Vertretern der Wikimedia Foundation auf dem Programm, um die bisher geleistete Arbeit vorzustellen und wichtige Entscheidungen zu diskutieren.

Berlin Hackathon 2012

Nicole Ebber und Maria Rößler arbeiteten gemeinsam mit Mitarbeitern der Wikimedia Foundation an der Vorbereitung des Berlin Hackathon 2012. Hier kommen ehrenamtliche MediaWiki-Entwickler mit Angestellten der Wikimedia Foundation und von Wikimedia Deutschland zusammen, um gemeinsam an der Technik hinter den Wikimedia-Projekten zu arbeiten. Teil der Veranstaltung ist ein zweitägiges Treffen eigens für die Diskussion der Wikidata– und RENDER-Projekte.

Erstmalig wurde der Hackathon nicht allein von Wikimedia Deutschland ausgetragen: Wir arbeiteten in der Vorbereitung Hand in Hand mit der Wikimedia Foundation, und beide Organisationen stellten gemeinsam Gelder für die Finanzierung zur Verfügung.

 

FUNDRAISING

Geschafft: Über 800 neue Mitglieder wurden im Monat Mai in den Verein aufgenommen und in unsere Datenbank eingepflegt. Es hat sich wieder herausgestellt, dass der Versand der Zuwendungsbescheinigung eine sehr gute Möglichkeit ist, Spender zu einer Mitgliedschaft zu bewegen.

Alle Neumitglieder werden Anfang Juni begrüßt. Zeitgleich wird ein zweiter größerer Post- und E-Mailversand an bestehende Spender auf den Weg gebracht. Inhalt dieser Mailings werden Wikimedia Deutschlands Tätigkeitsbericht und die letzte Ausgabe der Wikimedium sein. Und wie immer werden diese Versandaktionen ausgewertet und dabei auf ihre Wirkung untersucht.

Im Mai führte das Team Fundraising außerdem ein Interview mit einer Wikimedia-Spenderin für die kommende Spendenkampagne und traf Vorbereitungen für ein Gruppeninterview Anfang Juni. Gemeinsam mit der Wikimedia Foundation wird Wikimedia Deutschland etwa zehn Spender aus Berlin einladen und ausführlich zu ihrer Spendenmotivation befragen. Mit der Durchführung des Gruppeninterviews ist ein Marktforschungsinstitut beauftragt. Das Ziel ist, wertvolle Erkenntnisse für das Fundraising und über unsere Spender zu gewinnen.

 

Interessante Termine im Juni

 

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Erschienen! – Wikimedia Deutschlands Tätigkeitsbericht 2011


Der jährliche Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland fasst die Arbeit des Vereins zusammen. Der druckfrische Bericht für das Jahr 2011 liegt nun vor und wird heute an unsere Vereinsmitglieder verschickt. Eine Online-Version ist bereits verfügbar. Mit der Broschüre informieren wir über die Projekte und Aktivitäten der Wikimedia-Geschäftsstelle in Berlin sowie die Einnahmen und die Mittelverwendung des Vereins.

Aber es geht um mehr als Berichte und Zahlen. Der Tätigkeitsbericht soll aufzeigen, was es konkret bedeutet, Freies Wissen zu fördern. Das ist der Anspruch, dem Wikimedia Deutschland in der täglichen Vereinsarbeit gerecht werden muss. Deshalb erklärt die Broschüre nicht nur, was und wofür wir im Jahr 2011 gearbeitet haben, sondern auch warum. Die Tätigkeitsberichte sind unsere eigene Messlatte. Sie zeigen uns, was wir erreicht haben, was vor uns liegt und wie wir uns im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt haben. Damit mehr Menschen unsere Arbeit und die der Wikipedia-Community verstehen,  gibt der Jahresbericht auch einige Hintergrundinformationen, die zur allgemeinen Aufklärung beitragen sollen.

Das Titelbild des Tätigkeitsberichts 2011 ist im besten Wikipedia-Geist entstanden. Vor mehr als 40 Jahren blickte der NASA-Astronaut William Anders aus dem Fenster des Apollo 8-Raumschiffs. Er sah keinen Sonnenaufgang, sondern einen „Erdaufgang“. Heute haben sowohl Anders als auch das berühmte Foto eigene Wikipedia-Artikel in vielen Sprachen, denn Anders war mutig und machte kurzerhand eine Aufnahme, obwohl das im Protokoll nicht vorgesehen war. Anschließend ging das Foto mit dem Namen „Earthrise“ um die Welt, denn auf NASA-Aufnahmen erhebt die Raumfahrtbehörde kein Urheberrecht. Jeder kann sie frei weiterverwenden.

Klingt vertraut? Viele tausend Freiwillige bereichern jeden Tag die Wikimedia-Projekte, weil sie ihr Wissen teilen wollen und den ersten Schritt tun. Wie wir auf ihre Arbeit im letzten Jahr aufmerksam gemacht, ihre Vorhaben unterstützt und zur Verbreitung Freien Wissens beigetragen haben, ist im Tätigkeitsbericht zu lesen. Und der steht selbstverständlich auch unter einer freien Lizenz.

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Monatsbericht März 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine für NRW

Die überraschenden Neuwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, bieten für die Vereinsarbeit eine große Chance. Unter den Augen einer mutmaßlich schon fast ins Hysterische gesteigerten Medienöffentlichkeit kann Wikimedia Deutschland seine Anliegen während des Wahlkampfs adressieren. Dabei möchten wir an der bewährten Wirkungskette festhalten, im Vorfeld Wahlprüfsteine zu veröffentlichen. Diese dienen in erster Linie zur Kontaktaufnahme und als Dialogangebot an die antretenden Parteien. Darauf aufbauend soll eine Abendveranstaltung in Düsseldorf oder Köln regionale Initiativen und Problemlagen im Umfeld Freien Wissens vorstellen, die dann zusammen mit Parteienvertretern diskutiert werden. Eine Betaversion der Wahlprüfsteine ist bereits online. Kritik, Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen sind sehr willkommen, am besten per E-Mail an Jan Engelmann.

Leistungsschutzrecht für Presseverleger

Auch nach dem Bericht von Staatssekretär Dr. Max Stadler (BMJ) im Unterausschuss Neue Medien ist weiterhin unklar, ob durch die unscharfe Definition von “gewerblichem Handeln” das neue Schutzrecht nur auf kommerzielle Aggregatoren wie Google angewandt werden kann. Bei zu weiter Auslegung drohen Effekte auch auf die Blogosphäre und Open Content-Projekte wie Wikipedia. Darüber hinaus scheint innerhalb der Regierungskoalition noch ein Dissens darüber zu bestehen, ob man die Ansprüche der Presseverlage über die Einrichtung einer neuen Verwertungsgesellschaft (Modell Keese/CDU) oder aber als Fallrecht (FDP) durchsetzt. Letzteres würde faktisch eine große Rechtsunsicherheit erzeugen und wäre dann eine Quersubventionierung nicht nur für Großverlage, sondern auch für Anwaltskanzleien. Mehr Informationen zum Thema hier.

Open Educational Resources

Im Nachgang zur “Schultrojaner”-Diskussion haben wir bei mehreren Veranstaltungen erlebt, wie groß das Bedürfnis nach legalen Alternativen zu unfrei lizenzierten Lehrwerken ist. Solche unfreien Werke räumen den Nutzern keine Rechte für eine umfassende Nachnutzung ein und müssen noch zusätzlich vergütet werden müssen, wenn es zum Beispiel schon um Handlungen wie das Legen einer Kopie auf Videobeamer geht. Diese Alternative muss nicht erst noch erschaffen werden, es gibt sie bereits in vielen meist nicht-staatlichen Projekten unter dem Label Open Educational Resources, also frei lizenzierter Lehrmaterialien. Darüber hat der Bereich Politik und Gesellschaft mit Bildungspolitikern der Fraktion Die Linke im Bundestag gesprochen, darunter Rosemarie Hein, MdB und Petra Sitte, MdB.

 

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Um Wikimedia Deutschlands Vereinszeitung zu verbessern, haben wir ihre eine redaktionelle Frischzellenkur verordnet. Die neue Struktur richtet sich nach der Bereichsaufteilung bei Wikimedia Deutschland. Die vier Bereiche “Politik und Gesellschaft”, “Bildung und Wissen”, “Forschung und Entwicklung” und “Freiwilligenförderung” sollen kontinuierlich eine Seite füllen und bilden den Kern der Zeitung. Projekte aus Community, Verein und den anderen Wikimedia-Länderorganisationen finden sich auf drei Seiten am Anfang der Zeitung. Fundraising bekommt ebenfalls eine feste Seite im hinteren Zeitungsteil. Insgesamt wird der Umfang dieses Mal zehn Seiten betragen. Die Auflage beträgt 7.500 Stück. Erscheinen wird sie kommende Woche.

Pressemitteilungen

Die großen Themen des März hießen Wikidata und Wikimedia Conference. Eine Wikidata-Pressemitteilung in deutscher und englischer Version wurde über den Medienverteiler von Wikimedia Deutschland sowie international verbreitet und stieß auf große Resonanz. Die alljährliche Konferenz für Ländervertreter der Wikimedia-Bewegung wurde exklusiv angekündigt. Wie sich die Berichterstattung zu Wikidata in den ersten drei Tagen nach der Veröffentlichung unserer Pressemitteilung entwickelt hat, zeigt die folgende Grafik (über Meltwater News). Zu sehen ist die Zahl der deutschen und internationalen Artikel über das Projekt:

Pressegespräche / Presseanfragen

Durch die Wikimedia Conference 2012 konnten einige Artikel in großen Medien platziert werden. Die Berliner Zeitung sprach mit Wikimedia Deutschlands Vorstand, Pavel Richter, und brachte einen großen Artikel im Wissenschaftsteil. Lokale Pressebegleitung erfuhren die Lehrer- und Schülerworkshops von Wikipedia macht Schule in Gera und Berlin-Reinickendorf. Über die Schülerworkshops in Reinickendorf berichteten Berliner Woche und B.Z., ein Radiointerview folgt. Im Nachgang eines Treffens von Wikipedianern mit Journalisten im Berliner Axel-Springer-Haus erschien im März außerdem ein ganzseitiger Artikel auf Seite 3 der Berliner Morgenpost, der auf die ehrenamtlichen Autoren hinter Wikipedia aufmerksam machte. Er fand auch seinen Weg in die bundesweiten Ableger Welt und Welt kompakt. Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit laufen.

Eine Auswahl der Presseberichte zu den hier genannten Themen und darüber hinaus findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Wikipedia-Buch

Am 16. März fand eine Lesung des Buchs Alles über Wikipedia in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig statt. Vier Wikipedianer und gut 60 Gäste fanden sich in den DZB-Räumen in der Leipziger Innenstadt ein.

Tätigkeitsbericht

Im jährlichen Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland werden die Vereinsaktivitäten zusammengefasst. Die redaktionellen Arbeiten am Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 wurden im März fertig gestellt. Der Bericht befindet sich im Druck und wird Anfang April an die Mitglieder verschickt. Eine englische Übersetzung ist ebenfalls in Arbeit. Weitere Informationen folgen.

BILDUNG UND WISSEN

Referententreffen

Anfang März haben sich die Referenten aller drei Bildungsprogrammen erstmals zu einem gemeinsamen Treffen zusammengefunden. Rund 30 Teilnehmer kamen aus diesem Anlass zusammen, um sich über Wikipedia und damit verbundene Lehrmethoden auszutauschen. Näheres dazu findet sich in einem rückblickenden Blogpost. Im März beschäftigte das Team Bildung und Wissen zudem verstärkt das Thema frei lizenzierter Lehrmaterialien  (Open Educational Ressources, OER). Für Wikimedia Deutschland geht es in diesem Zuge besonders auch um die verwandte Frage der Weiternutzung freier Inhalte. Die Eindrücke aus den Gesprächen beim EduCamp und den Gautinger Internettagen sind in einem gemeinsamen Blogpost zusammengefasst. Generelle Anmerkungen und Ideen rund um diese Stichwort werden gerne unter bildung@wikimedia.de gelesen.

Silberwissen

Als Teil des EU-geförderten TAO-Projekts gehörte Wikimedia Deutschlands Projekt Silberwissen zur Zwischenbeurteilung der EU in Brüssel am 22.3. 2012. Zu Wikimedias Silberwissen wurde mit Interesse gefragt und es gab keine kritischen Bemerkungen oder spezielle Auflagen. Für das TAO-Projekt insgesamt wurde jedoch angeregt, dass es sich seiner breiten Aufstellung wegen stärker auf ausgewählte Ziele fokussieren sollte. Ein schriftlicher Bericht des Review-Teams folgt in den nächsten Wochen.

Im Rahmen von Silberwissen wurden im März Gespräche mit dem Senioren-Computerclub Berlin-Mitte über Möglichkeiten zur Gewinnung  neuer Wikipedia-Autoren geführt. Aktivitäten dazu werden im April starten. Gemeinsam mit dem Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm wurde Arbeitsmaterial für Teilnehmer und eine Checkliste für Veranstaltungen mit Senioren abschließend bearbeitet. Ein von der Deutschen Seniorenliga durchgeführtes Mailing an Mitglieder erbrachte für Wikimedia Deutschland rund 40 Anfragen von interessierten Senioreneinrichtungen, wobei ungefähr 10 Einrichtungen mit dem konkreten Wunsch einer Veranstaltungsreihe im eigenen Haus an uns herantraten.

Wikipedia macht Schule

Vier bundesweite Lehrerschulungen konnten in diesem Monat realisiert werden. Erfreulich ist hier auch ein Großeinsatz in sechs Klassen der Bertha-von-Suttner Oberschule in Berlin. Auf den eingangs genannten Tagungen in diesem Monat konnten auch weitere Kontakte für Lehrerschulungen geknüpft werden. Das Interesse an Freien Lizenzen und der Umsetzung scheint bei Lehrern durch die Debatte um frei lizenzierte Lehrmaterialien immer stärker zu werden. Wer Ideen und Anmerkungen zum Thema Wikipedia im Unterricht- oder Fragen zum Programm hat, kann sich an schule@wikimedia.de wenden. Wir freuen uns über Anmerkungen!

Hochschulprogramm

Nach den Vorbereitungen der letzten Monate ist es nun soweit: Das Wikipedia-Hochschulprogramm läuft an. Die ersten Dozentenschulungen fanden in Stuttgart, München, Halle-Wittenberg und Potsdam statt. An der Stuttgarter Hochschule für Medien begann auch bereits die Arbeit mit den Studierenden. Die ersten Rückmeldungen sind vielversprechend. Die Dozenten fühlen sich gut vorbereitet und finden in den Referenten von Wikimedia Deutschland einen wichtigen Rückhalt. Ebenfalls im Rahmen des Hochschulprogramms wurden erklärende Kurzvideos, so genannte Screencasts, erstellt. Sie sollen den Wikipedia-Einstieg erleichtern.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Zedler-Preis 2012

Die drei Jurys für den Zedler-Preis für Freies Wissen 2012 haben sich konstituiert und sich jeweils auf ihr Vorgehen im Bewertungsprozess geeinigt. Die Jurysitzungen finden Mitte April bis Anfang Mai statt. Bis dahin werden alle sich Juroren auf fünf Nominierte (plus mögliche Sonderpreise) geeinigt haben, die dann von Wikimedia Deutschland über ihre Nominierung und die Eckdaten der Preisverleihung informiert werden. In den Sitzungen (die in Berlin, Köln und Frankfurt stattfinden werden) bestimmen die Jurorinnen und Juroren den Gewinner pro Kategorie. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Christof Jackel besuchte als Vertretung von Wikimedia Deutschland das Kickoff-Seminar zur Planung des internationalen Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments in Dresden. Der Enthusiasmus der ehrenamtlichen Organisatoren  ist ansteckend. Es sind bereits zahlreiche organisatorische Vorarbeiten erfolgt und es konnte besprochen werden, wie Wikimedia Deutschland den Wettbewerb unterstützen kann. Nähere Informationen folgen demnächst. Der erste Pressebericht kam bereits und zwar aus Dresden, im Rahmen der Vorbereitungen.

WikiWomenCamp 2012

Auch im März war Wikimedia Deutschland weiter mit der Organisation des WikiWomenCamp beschäftigt. Noch besteht die Möglichkeit, sich auf Stipendien zu bewerben. Fragen oder Anregungen hierzu nimmt gerne Julia Kloppenburg entgegen.

Redaktionstreffen

Der Kurieraufruf zu Redaktionstreffen hat gezeigt: Der Bedarf für gemeinsame Treffen der Freiwilligen ist da! Zusätzlich zu den Redaktionen, die bereits in den konkreten Planungen stecken, überlegen nun drei weitere, sich dieses Jahr zum Teil erstmalig zu begegnen. Wikimedia Deutschland unterstützt das gerne und unkompliziert über treffen@wikimedia.de.

Community-Projektbudget

Bis Ende April finden die Wahlen zur nächsten Amtszeit des Community-Projektbudget-Ausschusses statt. Sebastian Sooth und Christoph Jackel von Wikimedia Deutschland haben die Vorbereitungen dazu unterstützt. Zur Mitgliederversammlung am 21.4. findet die Wahl der Vereinsmitglieder statt. Noch bis 15. April können Community-Mitglieder für die Abstimmung kandidieren.

Toolserver

Eine Verzögerung der Datenbankaktualisierung der englischsprachigen Wikipedia beeinträchtigt derzeitig die Aktualität abgefragter Daten auf dem Toolserver. Die Fehlerbehebungen erfordern großen Zeitaufwand. Die Adminstratoren des Toolservers, Daniel Baur und Marlen Caemmerer, entwickeln derzeit Verfahren, um ähnliche Beeinträchtigungen in Zukunft besser abfangen zu können. Die neue Hardware des Toolservers ist im Einsatz und die Datenbankserver werden in Zukunft von mehr Speicherplatz profitieren.

CommunitySpace

Da die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin längern dauern als erwartet, verzögert sich auch die Eröffnung des eigentlichen CommunitySpaces. In den Räumen, die Wikimedia Deutschland gerade übergangsweise bezieht, werden wir das Konzept weiter vorantreiben. Am 20. April wird der Verein zu einem Tag der Offenen Tür in die Räume einladen. Genügend Schreibtische für temporäre Besucher werden vorhanden sein.

Vereinsmitglieder

Im März 2012 gab es 144 neue Vereinseintritte, davon 97 Fördermitglieder und 47 aktive Mitglieder. Insgesamt hat Wikimedia Deutschland nun 1.473 Mitglieder.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER wurde im März weiter an Werkzeugen zur  Analyse der Aktualität und der thematischen Vollständigkeit von Wikipedia-Artikeln gearbeitet. Vor einigen Tagen konnte hier das RENDER Toolkit auf dem Wikimedia-Toolserver vorgestellt und die derzeit enthalten Werkzeuge kurz erklärt werden. Wir freuen uns sehr über Feedback und weitere Vorschläge auf der Diskussionsseite zu RENDER oder auch per E-Mail an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Die Planung und Organisation für die Wikipedia Academy laufen auf Hochtouren. Im März wurden potenzielle Referenten für Eröffnungsreden, Workshops und Paneldiskussionen kontaktiert. Außerdem erfolgte die Veröffentlichung des ersten Entwurfs des Ablaufplans. Aufgrund der zahlreichen Nachfragen haben wir uns entschieden, den ‘Call for Papers’ bis zum 15. April zu verlängern. Rege Beteiligung ist mehr als willkommen! Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

Wikimedia Conference 2012

Am letzten Wochenende im März (29.03.-01.04.2012) war Wikimedia Deutschland zum vierten Mal Gastgeber der Wikimedia Conference, dem Treffen der Länderorganisationen der internationalen Wikimedia-Bewegung, dem Stiftungsrat sowie vielen Mitarbeitern der Wikimedia Foundation und verschiedener Arbeitsgruppen. Mit Unterstützung von Danny B. (Benutzername) und Maria Rößler hat sich Nicole Ebber im Vorlauf der Konferenz um die Anreise und Unterkunft der Teilnehmer sowie um Visaangelegenheiten gekümmert, mit dem Veranstaltungsort Cluboffice die Belegung und technische Ausstattung der Räumlichkeiten sowie das Catering organisiert, das Abendprogramm geplant und viele Fragen und Wünsche der Teilnehmenden beantwortet. Ebenfalls in diesen Aufgabenbereich fiel die Abstimmung mit dem Programmmanger Harel Cain und den beiden Moderatorinnen über Inhalte und Formate des Konferenzprogramms. Ein ausführlicher Bericht über die Wikimedia Conference 2012 folgt in Kürze.

FUNDRAISING

Ende März konnte der Versand der Zuwendungsbescheinigungen zur letzten Spendenkampagne abgeschlossen werden. Rund 50.000 Menschen, die im Jahr 2011 Spenden mit einer Gesamtsumme von mindestens 25 Euro tätigten, erhielten eine Bescheinigung. Leider haben wir es nicht geschafft, den anvisierten Termin Ende Februar für den Versand einzuhalten. Der unglaubliche Erfolg der letzten Kampagne (zur Erinnerung: über 160.000 Spender gegenüber ca. 70.000 Spendern im Jahr zuvor) hatte zur Folge, dass noch einige Wochen an der Datenkonsolidierung gearbeitet werden musste. Zudem erfolgte nachträglich das Einpflegen sämtlicher Daten von 2011 in die neue Spendendatenbank. Diese sehr zeitintensiven Prozesse hat das Fundraising-Team im März erfolgreich abgeschlossen. Umfangreiche Kontrollen des gesamten Druckprozesses, die beispielsweise auch einen Besuch des Dienstleisters zur Stichprobenentnahme beinhaltete, waren ein weiterer Grund für den verschobenen Versant. Doch nun ist es geschafft und die Spendenkampagne 2011/12 formal abgeschlossen. Die Vorbereitungen für die nächste Kampagne können also beginnen!

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Die neue Adresse der Geschäftsstelle ist ab April: Obentrautstr. 72, 10963 Berlin. Über den Büroumzug wurde in diesem Blogposting berichtet.

Interessante Termine im April

  • Tag der offenen Tür bei Wikimedia Deutschland: 20. April 2012
  • Mitgliederversammlung des Vereins: 21. April 2012
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Monatsbericht Februar 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

ACTA und die Folgen

Die bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar haben das internationale Anti-Piraterieabkommen ACTA endgültig ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Es zeigte sich, dass insbesondere die Geheimverhandlungen und die konsequente Ausklammerung einer Verbraucherschutzperspektive viele Menschen vor den Kopf stoßen. Wie bereits im Blog berichtet, beteiligten auch wir uns mit einem Redebeitrag an der zentralen Kundgebung in Berlin. In einem weiteren Statement für die Online-Präsenz der Tagesschau kritisierten wir an ACTA vor allem den damit verbundenen Chilling Effect: “Wir sorgen uns um die sozialen und kulturellen Folgen von Eingriffen auf dem kurzen Dienstweg. Denn Gesetze haben Strahlkraft, sie beeinflussen das Handeln von Nutzern nicht erst dann, wenn im eigenen Briefkasten die erste Abmahnung liegt.”

Angesichts der breiten öffentlichen Diskussion hat die EU-Kommission den Vertragstext dem Europäische Gerichtshof (EuGH) zur Begutachtung vorgelegt. Da dieses Verfahren – das erste seiner Art nach dem Lissabon-Vertrag – möglicherweise dauern kann, ist der ursprünglich avisierte Fahrplan für die Ratifizierung damit hinfällig. Eine interessante Pointe könnte nach Ansicht von Beobachtern darin liegen, dass ein Begriff wie “Freiheit des Internets” durch den EuGH erstmals in seinem Gehalt und seiner Reichweite definiert werden müsste, um überhaupt einen Maßstab für die mögliche Einschränkung von Grundrechten durch ACTA abgeben zu können.

Gebührengelder und Nutzungsfreiheiten

Der Gesprächskreis zu urheberrechtlichen Themen im Rahmen des Berliner Co:llaboratory stellte seine Sitzung am 21. Februar ganz unter das Thema “Die Unternutzung öffentlich finanzierter Werke”. Diese wird vor allem deshalb als Problem empfunden, weil sie den selbstgewählten Anspruch, im 21. Jahrhundert endlich “Wissensgesellschaft” bzw. “Bildungsrepublik” zu sein, systematisch untergräbt. Wie Jan Engelmann in einem kurzen Inputreferat ausführte, hat sie häufig etwas mit Nichtwissen (über das Vorhandensein, den urheberrechtlichen Status von Werken), Nichtkönnen (mangelnde Ressourcen zur Erfassung und ggfs. Freigabe) oder auch Nichtwollen (aus Trägheit oder institutionellem Egoismus) zu tun.

There is something in the air: DLR gibt Bilder unter Creative Commons-Lizenz heraus

Nicht immer sind Inhaltebefreiungsmaßnahmen so atemberaubend schnell wie bei den israelischen Streitkräften im letzten Jahr. Ende Feburar hat die Kommunikationsabteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bekanntgegeben, dass sie nach Rücksprache mit dem Justiziariat wo immer möglich Creative-Commons-Lizenzen (solche, die für die Nutzung in Wikipedia geeignet sind) verwenden werden. Dies ist vor allem immer dann möglich, wenn das DLR alleinige Nutzungsrechte an Bildmaterial hält. Zwischen der ersten Anfrage von Wikimedia Deutschland und dieser Bekanntgabe liegen fast 2 ½ Jahre. Blogbeitrag und Pressemitteilung dazu von uns hier.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die redaktionellen Inhalte wurde festgelegt und die Artikel liegen bereits größtenteils vor. Die neue Projektseite  in der Wikipedia hat zwar noch nicht die erhoffte Aufmerksamkeit, dennoch haben sich einige Autoren gemeldet und Ideen für Beiträge eingestellt.  Erscheinungstermin ist Mitte / Ende März.

Tätigkeitsbericht 2011

Im April wird unser Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht. In den letzten Wochen wurde die 40-seitige Broschüre konzipiert, redaktionell mit Texten und Daten vorbereitet und abgestimmt. Wie die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre wird auch der aktuelle Bericht als Druckausgabe und online zur Verfügung stehen. Eine englische Zusammenfassung ist ebenfalls geplant. Eine Übersicht der Berichte 2004-2010 gibt es auf der WMDE-Webseite.

Wikipedia-Buch

Am 16. März, 18.00 Uhr, wird eine Lesung aus dem Buch “Alles über Wikipedia” im Rahmen der Leipziger Buchmesse in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) stattfinden. Zugesagt haben die Autoren Schlesinger, MarcusCyron, WiseWoman, Daniel Mietchen und Poetrist Kheshrau. Anfragen bezüglich weiterer Lesungen, Buchexemplare etc. bitte per E-Mail an Catrin Schoneville.

BILDUNG UND WISSEN

Der Monat Februar war im Bereich Bildung und Wissen sehr ereignisreich: nicht nur personell (durch den Teamzuwachs) sondern auch inhaltlich.

Hochschulprogramm

Das Hochschulprogramm geht im Sommersemester mit sechs Veranstaltungen an fünf Hochschulen (München, Marburg, Stuttgart, Potsdam, Halle-Wittenberg) an den Start. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Geschichtswissenschaft, von der Archäologie bis hin zur Sportgeschichte. In der kommenden Zeit werden die universitären Lehrkräfte von den Referenten, erfahrenen Wikipedia-Autoren, soweit geschult, dass sie ihre Studenten in der Artikelarbeit unterweisen können.

Schulprojekt

Wikipedia macht Schule” konnte den Fokus auf Lehrerschulungen in diesem Monat mit 5 Lehrerschulungen fortführen. Neben den Workshops wird nun damit begonnen, Pilotprojekte zu konzipieren, die Aufschluss über die Umsetzbarkeit der inhaltlichen Arbeit im Unterricht für Lehrer geben sollen.

Silberwissen

Im Programm Silberwissen wurden Einführungsvorträge in der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin und am Sitz der Gesellschaft für Erdkunde ebenfalls in Berlin gehalten. Während beider Veranstaltungen gab es lebhafte Diskussionen. Am 26. Februar beteiligte sich Elvira Schmidt gemeinsam mit den Chronisten aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark an der Geschichtsbörse in Potsdam. Während des landesweiten Treffens von Geschichts- und Heimatvereinen konnten Interessenten für die nächsten Workshops in Berlin und im Land Brandenburg gewonnen werden. Anfragen zu Vorträgen und Workshops über  die Mitarbeit bei Wikipedia kamen von Seniorenuniversitäten bzw. anderen Seniorenbildungsträgern. Insbesondere aus dem Raum Stuttgart gab es mehrfache Nachfragen. Hier sind die ersten Termine vereinbart. Festlegungen der ersten Termine gibt es auch mit der Initiative „Erfahrung-Teilen“ in Hannover. Erarbeitet und abgeschickt wurden außerdem die Berichte zum Stand des EU-Projekts TAO.

Wir freuen uns darüber, bei dem Referententreffen der Bildungsprogramme vom 2.-4.März drei neue Bewerber für das Referentennetzwerk begrüßen zu dürfen. Bei diesem Treffen werden wir erstmals programmübergreifend zusammenarbeiten, Synergien ermöglichen. Damit spiegelt sich auch hier die inhaltliche Weiterentwicklung des Bereiches wider.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Die AdminCon 2012

“Admin werden ist nicht schwer, Admin sein dagegen sehr” – dieser Vortrag von Alice Wigand bei der WikiCon 2011 in Nürnberg ist nicht ohne Folgen geblieben. Aus ihm entstand die Idee eines Treffens der Wikipedia-Administratoren, organisiert durch die Community und unterstützt von Wikimedia Deutschland und Österreich in Form der “AdminCon”. Am 1-3. Juni 2012 findet in der Tagungsstätte Kloster St. Gertrudis in Hadersleben im Harz ein Wochenendworkshop statt, der sich mit Rolle, Selbstverständnis und Aufgaben von Administratoren in der deutschsprachigen Wikipedia auseinandersetzt. Eingeladen sind Admins wie Nicht-Admins, die am Thema interessiert sind. Alle Details zu Planung, Programm und Anmeldung finden sich auf den Projektseiten in der Wikipedia.

Zedler-Preis 2012

Die Jury für den Zedler-Preis steht nun fest. Nach der Wahl der Jurymitglieder aus Wikipedianern haben wir im Februar viele externe Fachleute angesprochen und für die Jury gewinnen können. Eine ausführliche Vorstellung der Jurorinnen und Juroren findet sich im Blog. Nun hat die Jury bis Mitte April Zeit, die Vorschläge zu sichten und dann Nominierte und Gewinner zu bestimmen. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Die Vorbereitungen zu Wiki Loves Monuments 2012 laufen auf Hochtouren, in Deutschland wie auch weltweit. Für den deutschen Teil des Bilderwettbewerbs hat [[Benutzer:Brücke-Osteuropa]] ein Kick-off-Seminar organisiert, das unterstützt von Wikimedia Deutschland am 30.-31. März in Dresden stattfinden wird. Wikimedia hat ein Zimmerkontingent für auswärtige Teilnehmer reserviert. Reisekosten werden auf dem üblichen Weg erstattet. Ansprechpartner ist Johannes Rohr.

WikiWomenCamp 2012

Wikimedia Deutschland plant die Vergabe von Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien (23. – 25. Mai). Das Camp möchte Frauen der internationalen Wikimedia-Bewegung ein internationales Forum bieten, um Themen rund um die Gender Gap-Diskussion. Der Februar war geprägt durch den Austausch mit den Organisatorinnen zu Themen wie Kostenschätzung, Logistik und Auswahlprozedere. Mehr Infos zu dem Verfahren der Stipendienvergabe werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Bei Fragen, Anregungen und Ideen wendet euch bitte an Julia Kloppenburg.

Community-Projektbudget 2. Runde

Die Ergebnisse der zweiten Förderrunde des Community-Projektbudgets wurden im Februar veröffentlicht. Aus 62 Ideen wurden 30 eingereichte Anträge. Aus diesen wurden vom Community-Projektbudget-Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung sechs Projekte mit einem Gesamtbudget von 123.420 Euro zur Förderung ausgewählt. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützt die Arbeit des Ausschusses und hat alle Antragsteller informiert.

Toolserver

Im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers haben die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer im Februar weitere notwendige Wartungsarbeiten direkt vor Ort durchgeführt und die restliche Hardware zur Speicherplatzerweiterung eingebaut. Unterstützt bei der Organisation der Arbeiten wird das Toolserver-Team von Sebastian Sooth.

Community Space

Die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin gingen auch im Februar weiter. Sebastian Sooth freut sich über Interessenten, die Lust haben, diese Räumlichkeiten mitzugestalten und zu unterstützen – ob in Berlin oder in anderen Orten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER arbeiteten wir im Februar an der Fertigstellung eines Toolkits, das verschiedene Wikipedia-Analysewerkzeuge in gebündelter Weise darstellt. Diese Werkzeuge werden im Rahmen des Projekts von uns bzw. unseren Projektpartnern erstellt. Mit diesem zentralen Zugriffsort wollen wir interessierte Nutzer einladen die aktuellen und zukünftigen Werkzeuge auszuprobieren, zu testen und zu kommentieren. Die Veröffentlichung auf dem Toolserver wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Außerdem arbeiteten wir, gemeinsam mit Projekt-Kollegen vom Karlsruher Institute für Technologie (KIT) und dem Inštitut Jožef Stefan (JSI),  an einer Einreichung für die WebScience 2012. In dieser stellen wir das Toolkit und seine Funktionalitäten näher vor.

Weitere Fragen und Anregungen gerne an Angelika Adam oder an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Mitte Februar fand der zweite Vorbereitungsworkshop für die Wikipedia Academy statt. Das Organisationskomitee hat dabei – gemeinsam mit Nicole, Angelika und Denis – erste Ideen für Programmpunkte und Formate gesammelt, potenzielle Referenten identifiziert und weitere logistische und inhaltliche Rahmenbedingungen besprochen. Das akademische Programmkomitee ist nun ebenfalls vollständig: Wir konnten 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Reviewprozess der eingereichten Vorträge gewinnen. Der ‚Call for Papers‘ läuft noch bis Ende März und wir freuen uns auf rege Beteiligung! Zur Zeit überarbeiten wir die Webseite und lassen ein Logo entwerfen. Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

VEREINSENTWICKLUNG

Wikimedia Conference 2012

Nicole Ebber war im Februar hauptsächlich mit der Vorbereitung der Wikimedia Conference beschäftigt. Zur Unterstützung bei allen logistischen Aufgaben konnten wir Danny B. (Benutzername) von Wikimedia Tschechien gewinnen. Harel Cain (Wikimedia Israel) kümmert sich derweil darum, dass alle eingeladenen Chapter je zwei Repräsentanten nach Berlin senden und stellt das Programm zusammen. Neben Flugbuchungen, Zimmerreservierungen, Catering und Technikanfragen gilt es vor allem auch, die vielen Anfragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beantworten. Alle Fragen und Ideen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Mitgliedschaft

Im Laufe des Februars hat Wikimedia 56 neue Mitglieder aufgenommen, davon 30 aktive und 26 Fördermitglieder. Damit hat Wikimedia Deutschland 1328 Mitglieder, davon 371 Förder- und und 957 aktive Mitglieder. Fünf Mitglieder haben im Februar ihren Austritt erklärt. In der Nachfolge des Fundraisers 2012 ist bei Wikimedia zudem eine große Zahl an Aufnahmeanträgen eingegangen, die derzeit abgearbeitet werden. Die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf ein neues, effizienteres System ist derzeit in Vorbereitung.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne liegt zwar schon eine gefühlte Ewigkeit zurück, für das Fundraising ist sie jedoch noch sehr präsent. Denn im Februar bereiteten wir wie immer den Versand der Zuwendungsbescheinigungen vor. Nicht nur während der Kampagne gab es Rekorde zu vermelden: Wir gehen von rund 70.000 Empfängern aus, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr! Erst wenn der Versand Anfang März abgeschlossen ist, ist auch für uns die Kampagne 2011/12 vorbei. Dazu haben wir in den letzten Wochen sämtliche Daten aufbereitet und Testgruppen konzipiert. Wie letztes Jahr wollen mit den Spenden-Quittungen viele neue Mitglieder gewinnen.

Desweiteren hält uns die internationale Diskussion rund um das  Fundraising auf Trab. Nach der Erarbeitung unseres Positionspapiers “Wikimedia’s culture of sharing” Ende Januar haben wir für das Finance Meeting in Paris Mitte Februar Argumente und Fakten zusammengetragen, um unsere Position auf diesem so wichtigen Treffen zu verdeutlichen. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass lokales Fundraising effektiver und den Bedürfnissen der Spender am ehesten entsprechen kann.

Da die beiden Aufgabenbereiche sehr zeitintensiv waren, verzögert sich leider der umfassende Abschlussreport der Kampagne. Dieser wird in Kürze nachgereicht. Als Vorgeschmack können wir an dieser Stelle den Report von Wikimedia Frankreich empfehlen.

 

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Interessante Termine im März

* 16. März, Leipzig: ‚Leipzig liest‚, Autoren lesen aus dem Buch ‚Alles über Wikipedia‘

* 16.-18. März, Nürnberg: 10. Fotoworkshop

* 30.-31. März, Dresden: Kick-off-Meeting Wiki Loves Monuments Deutschland 2012

* 29.03.-01.04., Berlin: Wikimedia Conference

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Ausblick – Zielplanungsworkshop 2012

Am Wochenende des 28./29. Januar trafen sich die Mitarbeiter der Wikimedia-Geschäftsstelle zu einem gemeinsamen Workshop. Ort der Veranstaltung war das Berliner Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg. Auf dem Programm stand die Jahresplanung unserer Arbeit. Erstmals haben wir uns nicht direkt der Besprechung einzelner Maßnahmen und Programme gewidmet. Stattdessen befassten wir uns bewusst und intensiv mit den von der Mitgliederversammlung beschlossenen Zielen des Wirtschaftsplans 2012. Was müssen wir schaffen, um sie zu erfüllen? Welche An- und Herausforderungen beinhalten sie genau? Wie organisieren wir uns am effektivsten?
Demnächst veröffentlichen wir, was wir konkret zu jedem einzelnen Ziel vorbereitet haben und nun ausarbeiten. Damit beginnen wir gleichzeitig eine regelmäßige Berichterstattung, über die im Folgenden noch mehr zu lesen ist. Hier zunächst also ein allgemeiner Rückblick auf das Wochenende und unseren Arbeitsansatz für das Jahr 2012.

Grundlagen: Zieldenken

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte orientiert sich die Geschäftsstellenarbeit des ganzen Jahres an vorab gesteckten Einzelzielen. In den Jahren zuvor gab es das nicht. Zur Orientierung dienten stattdessen der Kompass 2020 sowie die Erfahrung mit erfolgreichen oder weniger erfolgreichen Maßnahmen des Vorjahres. Mit der Zielsetzung für 2012 gehen wir einen Schritt weiter, hin zu besserer Planbarkeit. Alles, was wir tun, muss für die Erfüllung mindestens eines der sieben Ziele relevant sein. Einzelne Aktivitäten wie der Zedler-Preis, die nächste WikiCon, das Projekt WikiData, Literaturstipendien, Pressemaßnahmen oder „Wikipedia macht Schule“ sind wichtige Beiträge zur Förderung Freien Wissens. Sie stehen stellvertretend für alle Aktivitäten des Vereins. Wie aber lässt sich messen, wie beispielsweise der Zedler-Preis zum Ziel der verbesserten Weiternutzung oder zu verbesserter Freiwilligenförderung beiträgt? Und wie macht man das für die Vielzahl der anderen Projektideen? Der gedankliche Abstand zwischen Einzelmaßnahmen und den abstrakten Zielen ist zu groß. Besser lässt sich Zielführung überprüfen, wenn genau definiert ist, welche gemeinsamen Anforderungen alle einzelnen Aktivitäten erfüllen müssen. Um das zu klären, haben wir im Rahmen des Treffens Hauptaufgaben gebündelt und Meilensteine für 2012 bestimmt.

Hauptaufgaben und Meilensteine

Ein gutes Beispiel ist das Ziel, im Jahr 2012 doppelt so viele Freiwillige bedarfsgerecht zu unterstützen wie im letzten Jahr. Unter bestehende Maßnahme fallen hier unter anderem das Community-Projektbudget, das Literaturstipendium, Akkreditierungen, OTRS-Workshops und vieles mehr. In diesem Jahr können auch weitere, neue Maßnahmen gestartet werden. Alle diese Aktivitäten haben jedoch gemeinsam, dass sie Förderprogramme sind, für die bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden müssen, die Konzeption, Umsetzung und Auswertung verlangen. In unserem Workshop haben wir für jedes einzelne Vereinsziel Hauptaufgaben und Meilensteine entwickelt, mit denen genau das getan werden kann. Darin sind gebündelte Arbeitsaufträge enthalten, wichtige Termine und aufeinander aufbauende Planungsschritte. Damit diese Möglichkeiten der Zielüberprüfung auch angewendet werden, haben wir außerdem für jedes Ziel ein betreuendes Team aus zwei Mitarbeitern gebildet, das für die Jahresbegleitung verantwortlich ist.

Zielverantwortliche und Berichtverantwortliche

Nach wie vor ist uns sehr wichtig, dass unser Team in flachen Hierarchien gemeinsam an den Aufgaben des Vereins arbeitet. Damit das so bleibt, lassen wir die einzelnen Mitarbeiter weiter das tun, was sie am besten können: an einzelnen Maßnahmen arbeiten und sich kreativ austauschen. Es muss allerdings jemanden geben, der alle Maßnahmen eines Zieles koordiniert, den Überblick behält und sich beratend mit den einzelnen Beteiligten austauscht. Darum haben wir für die sieben Ziele sieben “Zielverantwortliche” unter den Mitarbeitern bestimmt. Sie sind diejenigen, die auf den roten Faden bei der Arbeit an den Zielen 2012 achten. Gleichzeitig haben sie wie alle anderen Projektmanager auch ihre eigene Jahresplanung. Die Aufgabe der Zielverantwortlichen soll sie nicht von ihren übrigen Aufgaben abhalten. Unterstützt wird deshalb jeder von ihnen durch einen “Berichtverantwortlichen”, der alle Berichte verfasst und sozusagen Protokoll über die Entwicklungen führt. Auch die Berichtenden werden sich weiter vor allem ihren eigentlichen Aufgaben widmen. Mit der Arbeitsteilung dieser “Doppelspitzen” stellen wir sicher, dass möglichst effizient darauf hingearbeitet wird, unsere Ziele zu erreichen. Welcher Mitarbeiter ziel- oder berichtsverantwortlich ist, erfahrt ihr in kommenden Berichten zu den einzelnen Zielen. Mindestens ein Mal pro Quartal werden diese Berichte veröffentlicht. Sie dienen damit gleichzeitig der Information über unsere Arbeit und der Selbstüberprüfung.

Und wie war’s nun?

Wenn die kurzen Ausführungen über unsere Planungen den Eindruck erwecken, dass viel über die Materie gesprochen, diskutiert und abgewogen wurde, …dann stimmt das! Neben vielen Vorschlägen, Kritik und Beobachtungen ist vor allem viel Leidenschaft für die Projekte des Vereins in das Wochenende eingebracht worden. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung!

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Weiterentwicklung des Internetauftritts von Wikimedia Deutschland

In den letzten Monaten ist aus der wenig beachteten Webseite von Wikimedia Deutschland eine Seite mit tausenden von Besuchern wöchentlich geworden. Die Seite wurde angereichert mit vielen Informationen über die Aktivitäten des Vereins und besonders die Ankündigungen zur Vereinszeitung und Buchveröffentlichung führten zur steigenden Zahl der Besucher auf wikimedia.de. Doch mehr Informationen bedeuten nicht zwangsläufig, auch informativer zu sein. Leicht zu finden waren und sind die Informationen noch nicht. Aus diesem Grund ist nun ein neues Feature auf der Webseite von Wikimedia Deutschland zu finden. Erstmals sind die Aktivitäten des Vereins in einer Übersicht dargestellt. Dadurch ist es nicht nur einfacher, den aktuellen Stand dieser Aktivitäten zu überprüfen – es ist vielmehr möglich, sich gezielt über bestimmte Aspekte zu informieren, wie beispielsweise die Möglichkeiten zur Community-Einbindung, dem Zeitrahmen, oder den genauen Ansprechpartnern. Der direkte Link zur Übersicht der Aktivitäten ist unter dem Menüpunkt „Informieren“ in der Navigationsleiste unserer Webseite zu finden.

Diese Überarbeitung fügt sich nahtlos in die allmähliche Erneuerung unserer diversen Internet-Auftritte ein, die seit Ende 2010 laufen. So schön eine echter „Relaunch“ der Vereins-Webseite oder des Blogs gewesen wären, haben wir uns für eine Weiterentwicklung mit Bedacht entschieden. Auf diese Weise können wir die vielen verstreuten Seiten mit Bezug zur Arbeit von Wikimedia Deutschland besser berücksichtigen und zugleich unserem Informationsauftrag weiterhin kontinuierlich nachkommen. Als erster Schritt dieser Strategie wurde im Dezember letzten Jahres die neue Webseite auf Wiki-Basis eingerichtet. Seither werden die Webseiten-Inhalte überarbeitet, aktualisiert und ergänzt. Nachdem im Bereich „Erleben“ viele unserer Aktivitäten mit eigenen Projektseiten zu finden sind, folgt in den nächsten Monaten der Ausbau des bisher etwas vernachlässigten Bereichs „Mitmachen“.

Der Wikipedia-Namensraum

Nach einem Hinweis aus der Community haben wir im Mai den Auftritt von Wikimedia Deutschland im deutschsprachigen Wikipedia-Namensraum überarbeitet. Die Seite Wikimedia Deutschland e.V. wurde ursprünglich von der Community angelegt, aber war inzwischen nicht mehr aktuell. Wie ein Wikipedia-Autor auf der dazugehörigen Diskussionsseite treffend anmerkte, handelt es sich dabei quasi um die „Benutzerseite“ von Wikimedia Deutschland. Und angesichts der besseren personellen Ausstattung des Vereins ist es nun möglich, diese Seite durch die Geschäftsstelle zu pflegen. Ohne die Mithilfe von engagierten Community-Mitgliedern wäre diese Überarbeitung dennoch nicht möglich gewesen –  der beherzte Einsatz von Benutzer:DrTrigon ermöglichte die Automatisierung der Blog-Beiträge für die Beobachtungsliste, wodurch ihre Aktualität nunmehr sichergestellt ist – danke DrTrigon! Diese Neuerung ist jedoch nur ein erster Schritt, denn wir planen für die nächste Zeit weitere Features. So möchten wir z.B. die Seiten zur Öffentlichkeitsarbeit im Wikipedia-Namensraum aktualisieren und verbessern. Vorschläge dazu sind wie immer überaus willkommen!

Blog mit neuen Unterseiten

Seit Juni erfolgte darüber hinaus eine Überarbeitung des Vereins-Blogs. Etwas mehr Übersicht in der Navigation, eine bessere Suchfunktion und eine konsistente Einbindung in die Vereins-Webseite waren die ersten Maßnahmen. Zudem wurde eine Neu-Kategorisierung der alten Inhalte notwendig, um die Gliederungsstruktur verbessern zu können. Nach Vorbild des Blogs der Wikimedia Foundation gibt es zudem eine separate Darstellung aller Community-Beiträge. Weiterhin wurden Gliederung, Übersichtlichkeit und Aktualität der Monatsberichte verbessert und eine neue Seite mit Highlights eingerichtet.

Bitte helft uns, noch besser zu werden und sendet weitere Verbesserungsvorschläge oder Kritik direkt an catrin.schoneville@wikimedia.de!

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Wikimedium – Ein Buch in der Zeitung!

Das Buch zum zehnjährigen Wikipedia-Jubiläum ist Titelthema der neuen Ausgabe unserer Vereinszeitung. Die Wikimedium ist jetzt erschienen und gibt nicht nur optisch einen ersten Eindruck des fertigen Werks. Man erfahrt Einiges über die Enzyklopädie und die Menschen, die Wikipedia machen und nutzen. Insgesamt rund 100 Autoren haben zur Erstellung des Buches beigetragen. Und nicht nur das: ‚Alles über Wikipedia‘  ist bislang das erste Buch unter freier Lizenz, das von einem großen deutschen Verlagshaus – Hoffmann und Campe – veröffentlicht wird. Ab 14. September 2011 ist es im Buchhandel erhältlich.

Die Herbstausgabe der Wikimedium hat aber noch mehr zu bieten: Aktive aus den verschiedenen Wikimeda-Projekten berichten unter anderem über die freie Nachrichtenquelle Wikinews, über die Arbeit mit Schülern für Wikipedia oder über Fotoflüge für Wikimedia Commons. Es gibt Hintergrundwissen zu Kooperationen zwischen Museen und Wikipedia-Autoren und Informationen über die Arbeit des Vereins. In verschiedenen Interviews kommen unter anderem Spender zu Wort und ein Mitglied der Enquetekommission Internet und Digitale Gesellschaft erklärt, was „flüssige Demokratie“ bedeutet.

Wir möchten uns an dieser Stelle wieder ganz herzlich bei allen freiwilligen Autoren bedanken, die mit der neuen Wikimedium die Gelegenheit genutzt haben, über ihr Engagement für Freies Wissen zu schreiben!

Kostenlos bestellen!

Die gedruckte Version der Wikimedium kann wie immer kostenlos unter redaktion@wikimedium.de abonniert werden. Außerdem versenden wir gern Ausgaben zur Verteilung auf Stammtischen oder Veranstaltungen. Ebenso kann auch unser weiteres Informationsmaterial und Wikipedia-Give-aways in der Geschäftsstelle angefordert werden. Details dazu sind in diesem Blogpost zu finden, Bilder gibt es hier. In allen Fällen genügt eine kurze Mail mit Postanschrift an die Redaktionsadresse. Schreibt uns!

Die letzte Wikimedium des Jahres wird ausnahmsweise nicht im Dezember erscheinen, sondern schon im November zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland. Wie immer freuen wir uns auf Eure Themen und Mitarbeit!

Viel Spaß beim Lesen!

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