Posts Tagged ‘Wikimedia Deutschland’



Monatsbericht Januar 2013

Der Januar begann mit dem Ende der Wikipedia-Spendenkampagne und beinhaltete unter anderem für die Projekte Wikidata und RENDER wichtige Meilensteine. Unser Monatsbericht fasst wie immer auch Aktionen und Förderungen der letzten Wochen zusammen. Zusätzlich erarbeiteten wir die Projektsteckbriefe 2013, die im Meta-Wiki veröffentlicht wurden und Kurzbeschreibungen der für dieses Jahr geplanten Vorhaben sind. Mehr dazu ebenfalls hier im Blog.

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine

Wikimedia Deutschland veröffentlichte am 10. Januar die Antworten der Parteien zu unseren Wahlprüfsteinen für die Landtagswahl in Niedersachsen. Es haben alle Parteien geantwortet, denen die Demoskopen Chancen auf Einzug eingeräumt haben. In vielen Fragen gab es übereinstimmende oder zumindest vereinbare Antworten. Das Ergebnis der Landtagswahl erlaubt drei Koalitionen: Große Koalition, Schwarz-Grün und Rot-Grün. Letztere wird von Beobachtern als derzeit realistischste eingestuft; ein Fahrplan für Koalitionsverhandlungen steht nach Medienberichten bereits. Unserer Einschätzung nach könnte eine Rot-Grüne Landesregierung eine Reihe von für uns wichtigen Projekten umsetzen, insbesondere Open Data, Informationsfreiheit, OER (Open Educational Resources). Außerdem ergibt sich aus einer Rot-Grünen niedersächsischen Landesregierung eine Option für die Anrufung des Vermittlungsausschusses für Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, beispielsweise beim geplanten Leistungsschutzrecht für Presseverleger.

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Monatsbericht Dezember 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine

Dezember 2012 ist das neue Januar 2013, denn bereits Mitte Dezember haben wir die Wahlprüfsteine für die Landtagswahl in Niedersachsen verschickt, Teil unseres Projekts zu Staatlichen Werken im Jahresplan 2013 des Vereins. Die 5 x 2 Fragen konzentrieren sich auf Fragen des Umganges mit staatlichen Werken, beispielsweise Open Government Data, Geodaten oder lizenzrechtlichen Fragen bei einem künftigen Informationsfreiheitsgesetz.

Bereits im Dezember gingen die ersten beiden Antworten von Parteien ein, eine dritte Partei entschuldigte sich mit fehlender inhaltlicher Kompetenz und dem Verweis, im Zweifel die Positionen der Piratenpartei zu vertreten. Die Veröffentlichung aller eingangenen Antworten ist vor der Wahl am 20. Januar geplant.

Landtag Schleswig-Holstein: Wir sind Druck

Wikimedia Deutschland wurde vom Innen- und Rechtsausschuss des Landtages Schleswig-Holstein gebeten, eine Stellungnahme zu einem Antrag über Verwertungsgesellschaften abzugeben. Unsere Antwort an den Landtag wurde vom Verein Digitale Gesellschaft e.V. mitgetragen.

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Monatsbericht November 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Anhörung zu Open Educational Resources

Am 8. November fand auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Anhörung zum Thema Open Educational Resources (OER) statt, an der Mathias Schindler als Vertreter von Wikimedia Deutschland teilgenommen hat. Leonhard Dobusch hat vorbildlich im Blog der Bundeszentrale für Politische Bildung zusammengefasst, was dort besprochen wurde. OER wird in den Zielen des Bereichs Bildung und Wissen im kommenden Jahr einen großen Platz einnehmen.

Beta-Start der Deutschen Digitalen Bibliothek

Die im Aufbau befindliche zentrale deutsche Aggregationsplattform für digitale kulturelle Objekte Deutsche Digitale Bibliothek” (DDB) ist am 28. November für die interessierte Öffentlichkeit online gegangen und Wikimedia Deutschland hat diesen Start durch Gespräche und Blogpostings begleitet. Unser Hauptaugenmerk sind die jetzt nötigen Schritte zur Freigabe von Metadaten, zur Lizenzierung der Inhalte und Bereitstellung der Daten.

Wiki Loves Monuments auf der Denkmal-Messe in Leipzig

Dank des großen Engagements vieler Freiwilliger aus Deutschland und Österreich konnten wir sehr erfolgreich Wiki Loves Monuments und die Wikipedia auf der europäischen Messe denkmal 2012 in Leipzig präsentieren. Dort wurden auch die Preisträger des deutschen Wettbewerbes geehrt.

Runder Tisch: kulturelles Erbe im Rheinland

Auf Initiative der Ehrenamtlichen Raymond und Elya (Benutzernamen) und begleitet von Wikimedia Deutschland trafen sich am 12.11.2012 sechs Einrichtungen aus dem Umfeld Kölner und rheinländischer (Bild-)Archive in Köln, um in vorerst vertraulichem Rahmen Barrieren abzubauen und mögliche Formen der Zusammenarbeit auszuloten. Neben dem Austausch über aktuelle Projekte verabredete man weitere Gespräche, um in den jeweiligen Institutionen Erfahrungen auszutauschen und konkretere Kooperationsideen zu entwickeln.

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Goethe trifft Wiki

 

Gastbeitrag von Aleksander Dera

Das Goethe-Institut Budapest hat im Jahr 2011 ein Projektwiki mit dem Titel “Bildung macht Schule” angelegt, in dem länderübergreifend an durch das Goethe-Institut Budapest ausgewählten Schulen in der Region Mittelosteuropa an Freien Inhalten gearbeitet wird. In einer ersten Phase haben Lehrende mit ihren SchülerInnen Inhalte erarbeitet, die zunächst von den Lehrenden eingestellt wurden. In einem zweiten Schritt wurden nun die SchülerInnen direkt von unserem Referenten Aleksander Dera geschult, damit diese die Inhalte selbst einstellen können. Dabei standen die Aufklärung über und die Erstellung von Freien Inhalten im Mittelpunkt. Die Schulungen fanden im Oktober und November 2012 in Vilnius, Krakau und Budapest statt.

 

„Schnell mal ein Wiki machen“

Ob der alte Goethe sich wohl in einem Wiki zurechtgefunden hätte und seine Werke vielleicht sogar dort veröffentlicht hätte? Das Institut, das seinen Namen trägt, hat Gefallen an Wikis gefunden. Das Goethe-Institut, das u.a. die deutsche Sprache im Ausland fördert, hat ein Projekt gestartet, um ein Wiki auch im Deutsch-Unterricht einzusetzen. Wie die Teilnehmenden allerdings schnell merkten, heißt Wiki zwar schnell, aber „schnell mal ein Wiki machen“, dazu braucht es dann doch etwas mehr. Was liegt näher, als sich dieses bei den Fachleuten der Wikipedia zu holen?! Und so war ich, über Wikimedia Deutschland, im Einsatz in Vilnius, in Krakau und zuletzt in Budapest. Begleitet wurde ich von Michael Hauke vom Goethe-Institut in Budapest.

 

Hürdenlauf mit Mediawiki

Die Schüler, von 14 bis 18 Jahren, hatten die Aufgabe zuvor zum Thema „Armut“ in ihrer Umgebung zu recherchieren und die Materialien mitzubringen. Dies hatten sie mit Hilfe ihrer Lehrer auch meist fleißig getan. Weiterhin war das Deutsch, mit Ausnahmen, hervorragend. Jeweils Freitag und Sonnabend fanden die Kurse statt, für die Schüler ein zusätzlicher Schultag, in Vilnius noch dazu der Anfang der Ferien! Trotz allem waren sie bis zum Schluss hochmotiviert und interessiert. Als gestandener Wikipedianer war ich nun ganz verwundert, warum das ganze nicht an einem Tag erledigt werden könnte und vermutete die Sprache als Hinderungsgrund. Aber weit gefehlt. Mediawiki birgt mehr Hürden als man glaubt, vom Urheberrecht ganz zu schweigen.

 

Bilder sind nicht gleich Bilder

Foto: doctormo, CC-BY-SA 3.0

Zu Beginn eine Frage an die Schüler: Wie sieht ein guter Text aus? Das haben die Schüler erarbeitet und mir standen die Haare zu Berge. Texte müssten etwa unbedingt bunt sein, sonst ist es langweilig. Der „Aber-Die-Wikipedia-Richtlinie“-Reflex sprach an, wurde aber erfolgreich von mir unterdrückt. So gibt es nun Klicki-bunte-Texte, bunte Hintergründe, Linkcontainer, usw.

Ins Urheberrecht der drei Staaten musste ich mich kurz einarbeiten, aber zum Glück ist es nicht so unterschiedlich; Details waren nicht gefordert. Die Schüler waren schon mit den Grundlagen ausgelastet. Trotz „Theorie-Kurs“ und nachfolgender praktischer Übungen wurden geschützte Bilder hochgeladen. Auf Nachfrage waren sie dann auch in der Lage zu erklären, warum sie gerade eine Urheberrechtsverletzung begangen haben. Auch für mich eine interessante Übung; viele „böse Urheberrechts-Vandalen“ sind vielleicht schlicht überfordert.

Am Ende hatten die Schüler dann Artikel mit unterschiedlicher Qualität erstellt, einiges gelernt und auch Spaß gehabt. Das Interessanteste für die Schüler? Nein, ich glaube nicht, dass es zu erraten ist: das Urheberrecht! Die Schüler gaben in ihrem Feedback explizit das Thema als besonders interessant und spannend an. Meine Verwirrung hat sich immer noch nicht gelegt.

Persönlich waren es eine sehr interessante Erfahrung und ich hoffe, dass das Projekt im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

Aleksander Dera

 

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Rückblick auf die 11. Mitgliederversammlung

11. Mitgliederversammlung (Foto von: Brücke-Osteuropa, CC0)

Am Samstag, den 24. November, fand in Berlin die 11. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Vorstellung des Jahresplans 2013 durch Vorstand Pavel Richter und die Präsidiumswahlen. Der Jahresplan wurde durch die Mitglieder in der vorgelegten Fassung angenommen.

Bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung hatte Sebastian Moleski, langjähriger Vorsitzender des Vereins, bekanntgegeben, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Sebastian hat die strategische Entwicklung von Wikimedia Deutschland mit viel persönlichem Einsatz und fundiertem Wissen vorangetrieben. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihm im Namen des Präsidiums und des Vereins herzlich für seine Arbeit zu danken.

Mein persönlicher Dank geht auch an alle Wähler, die mir ihr Vertrauen als neuer 1. Vorsitzender des Vereins ausgesprochen haben. Als neue Stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums wurden Anja Ebersbach und Delphine Ménard gewählt. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet künftig Steffen Prößdorf, der bislang als Kassenprüfer von Wikimedia Deutschland tätig war. Als Beisitzer wurden Nikolas Becker, Manuela Kanneberg sowie Martin Rulsch bestätigt. Neu im Präsidium sind Jens Best und Sebastian Wallroth. Beisitzer Sebastian Blumenthal trat nicht wieder zur Wahl an. Als Kassenprüfer neu gewählt wurden außerdem auch Daniel Baur und Olaf Kosinsky, stellvertretend Thomas Goldammer und Holger Motzkau.

Insgesamt gab es leider kaum mehr Kandidaten als Positionen, die von der Mitgliederversammlung per Wahl besetzt werden mussten. Anders ausgedrückt, die Auswahlmöglichkeiten hielten sich in Grenzen. Hoffentlich können wir das in Zukunft ändern: Es ist sehr wichtig, dass mehr Ehrenamtliche Mut fassen und das Spektrum der Kandidaten bei unseren Vereinswahlen erweitern. Was genau die Arbeit im Präsidium ausmacht, ist hier schön zusammengefasst.

Am Tag nach der Mitgliederversammlung hielt das neu gewählte Präsidium in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland seine konstituierende Sitzung mit Vorstand Pavel Richter ab. Bereits im Dezember wird sich das Präsidium erneut treffen, um dann mit der inhaltlichen Arbeit zu beginnen. Dann mehr …

Auf der Vereinswebseite gibt es einen Überblick über das nunmehr zweite Präsidium, inklusive persönlicher E-Mail-Adressen. Kontaktiert uns gerne auch über praesidium@wikimedia.de.

In den nächsten Tag wird das offizielle Protokoll der Mitgliederversammlung mit allen Wahlergebnissen und Entscheidungen zu Anträgen veröffentlicht.

 

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Monatsbericht Oktober 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Konferenz “Zugang gestalten!”

„Nicht der Zugang zu kulturellem Erbe unterliegt einer Begründungspflicht, sondern dessen Verknappung.“ Pavel Richter #ke12

Zwei Tage lang tagten ca. 200 Vertreter verschiedenster Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland im Glashof des Jüdischen Museums in Berlin zum Thema “Das kulturelle Erbe digitalisiert nutzbar machen”. Den meisten der anwesenden Kulturvertretern ging es offenkundig um das Wie, statt nur um das Ob.

Wikimedia Deutschland war eigentlich „nur“ Mitveranstalter, dennoch: Wikipedia und deren Schwesterprojekte standen nicht nur im Fokus der Vorträge der Wikimedianer Pavel Richter, Marcus Cyron, (Wikipedian in Residence am Deutschen Archäologischen Institut) und Lennart Guldbrandsson (Wikipedian in Residence im schwedischen Nationalamt für Kulturelles Erbe). Sie dienten auch vielen anderen Referenten als Beleg für eine gelungene Umwandlung digitalisierter Daten zu Informationen und deren aktiver Weiternutzung.

Damit hat die Konferenz für uns den wesentlichen Zweck erfüllt, Wikimedia Deutschland als potenten Kooperationspartner für die Gestaltung von freiem Zugang zu präsentieren. Erste Gesprächstermine zur Anbahnung konkreter Projekte wurden bereits während der Konferenz vereinbart.

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Monatsbericht September 2012

ENTWURF DES JAHRESPLANS 2013

Am Freitag, den 21. September, wurde der Entwurf des Jahresplans 2013 von Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Zu finden ist der Entwurf im Forum des Vereins. In den Tagen bis zum Monatsende September besuchten Vereinsvorstand Pavel Richter, Mitglieder des Präsidiums und hauptamtliche Mitarbeiter fünf deutsche Städte, um den Entwurf öffentlich vorzustellen, Fragen zu beantworten und für Diskussionen bereit zu stehen. Gleichzeitig laden wir seitdem auf der Diskussionsseite des Entwurfs zu Kommentaren und Anregungen ein, um sie noch bis zur Abstimmung über den Plan auf der kommenden Mitgliederversammlung im November einfließen zu lassen. Wir freuen uns auf Eure Meinungen und Beiträge!

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Open Data und Deutsche Bahn

Nach der Veröffentlichung von Fahrplandaten durch das Projekt openPlanB, die mit dem Slogan “Innovation without permission” an den Start gehen und gewisse rechtliche Abklärungen umschiffen, haben Jens Best und Mathias Schindler in einem offenen Brief die Bahn um die Freigabe von Fahrplandaten unter einer freien Lizenz gebeten. In einer ersten Antwort wurde dieses Ansinnen abschlägig beschieden. Einige Zeit später schrieb die DB-Vertriebstochter ihrerseits einen offenen Brief an openPlanB, in der sie auf die rechtliche Unzulässigkeit der Veröffentlichung der Daten hinwies und für den Wiederholungsfall rechtliche Schritte androht. Das Schreiben endet mit der Ankündigung, sich mit anderen Open Data-Förderern zusammenzusetzen. Die beiden Initiatoren werden den inzwischen eingegangenen Vorschlag der Bahn für ein Treffen annehmen.

Vernetzungstreffen zum Berliner Transparenzgesetz

Auf Einladung von Mehr Demokratie e.V. fand in den Räumen von Wikimedia Deutschland im September ein erstes Vernetzungstreffen statt, um zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen die Chancen für ein Berliner Transparenzgesetz nach Art des Hamburger Transparenzgesetzes auszuloten. Das Hamburger Gesetz, das in diesen Tagen in Kraft tritt, ist das bisher weitreichendste Gesetz aus der Familie der Informationsfreiheitsgesetze und genießt unsere Sympathien. Gleichzeitig haben bereits zwei Fraktionen (B90/Die Grünen, Piratenpartei) im Berliner Abgeordnetenhaus ihrerseits Vorschläge für Transparenzgesetze vorgelegt, ein Entwurf wurde bereits ins Parlament eingebracht. Wikimedia Deutschland will auch in Zukunft an diesen Treffen teilnehmen.

Zukunftsforum Urheberrecht

Am 19.9. lud das Bundesjustizministerium zu einem Gedankenaustausch hinsichtlich der weiteren Schritte in der Urheberrechtspolitik in die Akademie der Künste. Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ließ sich allerdings, abgesehen von einer Neureglung zur Abmahndeckelung und der bereits angekündigten Umsetzung der EU-Richtlinie zu verwaisten Werken, nicht allzu viel Konkretes entlocken. Um auch anderen interessierten Beobachtern außerhalb Berlins einen zeitnahen Einblick in den Ablauf der Veranstaltung zu geben, testete Wikimedia Deutschland erstmals den Einsatz eines Google Docs zur Echtzeitprotokollierung. Via Twitter wurde der Link für den Lese- und Kommentierzugriff herumgereicht und die Kollegen von netzpolitik.org haben in schöner Regelmäßigkeit den Text auf einem der meistgelesenen deutschsprachigen Weblogs gespiegelt.

BILDUNG UND WISSEN

Der Bereich “Bildung und Wissen” hat im letzten Monat seinen Schwerpunkt auf die weitere Zielausrichtung und Umstrukturierung gelegt. Julia Kloppenburg verstärkt nun das Team der Geschäftsstelle und Nils Weichert hat seine Arbeit als Bereichsleiter begonnen. Ende des Monats fand das zweite Treffen des Referentennetzwerks in Bad Marienberg statt.

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Wikimedia-Foren zum Jahresplan

Ein spannendes Jahr in der Entwicklung von Wikimedia Deutschland geht allmählich in die Endrunde, und damit hat auch die heiße Phase der Planung für das kommende Jahr begonnen. Wie schon im letzten Jahr laden wir alle Interessierten herzlich dazu ein, sich in diesen Prozess aktiv einzumischen.

Vor einem Jahr haben wir die Jahresplanung des Vereins zum ersten Mal in einem öffentlichen, partizipativen Prozess gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeitet, sowohl online als auch vor Ort in den größten deutschen Städten. Das Ergebnis war der Wirtschaftsplan 2012, der im November 2011 durch die Mitgliederversammlung beschlossen wurde und derzeit umgesetzt wird.

Die Erfahrungen aus diesem spannenden und herausfordernden Prozess spielen eine wesentliche Rolle bei der nun laufenden Jahresplanung für 2013. Zu den Dingen, die sich besonders bewährt haben und die wir fortführen wollten gehört die öffentliche Vorstellung und Diskussion des Entwurfs der Jahresplanung. In fünf deutschen Ballungsgebieten laden wir vom 23. bis zum 28. September 2012 zum “Wikimedia-Forum” ein, um gemeinsam den Entwurf des Jahresplan 2013 bereits im Vorfeld zur Mitgliederversammlung im November 2012 zu diskutieren, sowie Anregungen, Änderungsvorschläge und Ideen zu sammeln, die in die Erarbeitung des endgültigen Entwurfs eingehen werden.

Um sich vorab informieren zu können, wird der Entwurf des Jahresplans 2013 vor der Veranstaltung online veröffentlicht. Die Details hierzu folgen in wenigen Tagen.

Update: Der Plan ist online!

Mitdiskutieren erwünscht!

An fünf Orten über ganz Deutschland verteilt werden jeweils der Vorstand Pavel Richter, Vertreter des Präsidiums und Mitarbeiter der Berliner Geschäftsstelle anwesend sein.

In Hamburg findet das Wikimedia-Forum am Sonntag, den 23. September statt.
Ort: Intercity-Hotel, Paul-Nevermann-Platz 17, 22765 Hamburg, Nähe Bahnhof Altona
Zeit: 17:00-19:00 Uhr

In Frankfurt/Main findet das Wikimedia-Forum am Montag, den 24. September statt .
Ort: COSMOPOLITAN im Hauptbahnhof,
Zeit: 19:30-21:30 Uhr

In Köln findet das Wikimedia-Forum am Dienstag den 25. September statt.
Ort: Seminarraum der Jugendherberge Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln, Gegenüber Bahnhof Köln Deutz/Messe,
Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr.

In München findet das Wikimedia-Forum am Mittwoch den 26. September statt.
Ort: NH-Hotel Deutsche Kaiser, Arnulfstrasse 2. D-80335 München
Zeit: 18:00-20:00 Uhr

In Berlin fndet das Wikimedia-Forum am Donnerstag den 27. September statt.
Ort: Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963 Berlin statt.
Zeit: 19:00-21:00 Uhr.

Bei Teilnahme würden wir uns über eine Mitteilung an community@wikimedia.de sehr freuen, damit wir den Bedarf an Plätzen und Bewirtung abschätzen können!

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Monatsbericht August 2012

Am Wochenende zum Monatswechsel fand die WikiConvention 2012 in Dornbirn statt. Hier gesammelte Blogberichte dazu. Wikimedia Deutschland war mit Mitarbeitern vor Ort. Näheres darüber wird im kommenden Monatsbericht ausgeführt.

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Leistungsschutzrecht vom Kabinett beschlossen

Das Sommerloch im politischen Berlin wurde unter anderem durch die anhaltenden Querelen um das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverleger überbrückt. Nachdem der zweite Entwurf die gewerbliche Nutzung von Text-Snippets durch Suchmaschinen gebührenpflichtig machen wollte, schließt der dritte, vom Bundeskabinett am 29. August verabschiedete Entwurf auch News-Aggregatoren ein. Für Wikipedia ist – entgegen der begründeten Sorge, die man angesichts der frühen, teils abenteuerlichen Planspiele haben musste – kein direkter Schaden mehr zu befürchten, außer der möglichen Verknappung von journalistischen Referenzquellen. Laut Begründungsteil des Gesetzesentwurfs “werden Dienste nicht erfasst, die die verlegerische Leistung auf andere Weise nutzen, z. B. indem sie dem Internet-Nutzer aufgrund eigener Wertung eine Auswahl von Presseerzeugnissen anzeigen.” Dessen ungeachtet ist das ganze Vorhaben weiterhin ordnungspolitisch äußerst fragwürdig und wird, wenn es denn so Gesetz wird, vermutlich zu jahrelanger Rechtsunsicherheit führen.

Verwaiste Werke: Stellungnahme und Q+A

Verwaiste Werke sind Werke, deren Urheber und Rechteinhaber nicht gefragt werden können, ob und unter welchen Bedingungen sie mit der Nutzung ihrer Werke einverstanden sind, da sie entweder nicht ermittelbar oder nicht auffindbar sind. Bei Werken mit vielen Mit-Urhebern, wie zum Beispiel Filmen, ist die Situation besonders kompliziert. Vor einigen Monaten entstand auf europäischer Ebene deshalb ein neuer Vorschlag für eine zukünftige “Richtlinie über die zulässige Nutzung verwaister Werke”. Im Juli 2012 schickte das Bundesministerium der Justiz (BMJ) an seinen Verteiler der am Urheberrecht interessierten Kreise eine Aufforderung zur Stellungnahme über vier konkrete Fragen zur Umsetzung einer solchen Richtlinie in nationales Recht. Die vollständige Antwort von Wikimedia Deutschland haben wir online gestellt. Als Ergänzung haben wir ein Positionspapier und ein Q+A zu diesem etwas sperrigen Thema erarbeitet, die beide demnächst auf die Webseite gestellt werden.

Konferenz “Zugang gestalten” nimmt Form an

Das Dilemma der digitalen Verfügbarmachung kulturellen Erbes beschreibt Paul Klimpel so: “Im Alltag von Museen, Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen wird häufig bereits auf die Nutzung von Werken verzichtet, wenn die Recherche der Rechteinhaber zwar möglich wäre, aber befürchtet wird, dies sei mit größerem Aufwand verbunden.” Die von ihm initiierte Konferenz “Zugang gestalten”, unter anderem in Kooperation mit WMDE, Open Knowledge Foundation und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, soll am 22. und 23. Oktober 2012 im Jüdischen Museum in Berlin die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Zugang zum kulturellen Erbe aufzeigen. Weitere Infos dazu demnächst im Blog.

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Monatsbericht Juli 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Vernetzungsarbeit auf der Wikimania

Bei der Wikimania 2012 in Washington D.C. wurde der Arbeitsbereich Politik & Gesellschaft durch Barbara Fischer und Jan Engelmann vertreten. Während Barbara die Gelegenheit zu intensivem Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen nutzte, diskutierte Jan im Nachgang seines Vortrags zu Lobbyingstrategien die Möglichkeiten einer besser vernetzten Interessenvertretung seitens der Wikimedia-Community. Analog zu den Motiven für den Aufbau der Wikimedia Chapter Association gibt es hinsichtlich der politischen Arbeit das spürbare Bedürfnis nach besserer Koordination und gegenseitiger Informationsübermittlung – insbesondere bei den europäischen Länderorganisationen.

Lizenz vonnöten: Springer Images

Vor einigen Wochen fiel Bloggern und Wikimedianern auf, dass in einem Bildarchiv des wissenschaftlichen Springer-Verlages eine Reihe von Bildern aus Wikimedia Commons ohne hinreichende Lizenzinformationen verwendet wurden. Wikimedia Deutschland hat (via Twitter) Springer frühzeitig Hilfe angeboten und nach Absprache mit der Wikimedia Foundation, gemeinsam mit Daniel Mietchen, haben wir nun einen ersten Kontakt mit Verlagsmanagern, die um eine schnelle und lizenzkonforme Lösung des Problems bemüht sind. Dieser Fall ist für Wikimedia Deutschland darum so spannend, weil es im Kern um eine Sache geht, die allseits erwünscht ist: die Nachnutzung von Inhalten außerhalb von Wikimedia-Projektseiten – dann allerdings zu den Bedingungen der verwendeten Lizenzen.

Urheberrechtskommission im Bayerischen Landtag

Vermittelt durch Wikipedianer des Bayerischen Landtagsprojektes zur Ablichtung aller Abgeordneter erhielt Wikimedia Deutschland eine Einladung zur Teilnahme an der abschließenden Sitzung der Urheberrechtskommission der Grünen Landtagsfraktion in Bayern. Wenngleich Urheberrecht weitestgehend ein Thema der Bundesgesetzgebung ist: Die Kommission war ein ganz hervorragendes Modell, unterschiedliche Akteure an einen Tisch zu bekommen und über den Änderungsbedarf des aktuellen Systems zu reden.

Wikipedian in Residence beginnt bei Stiftung Stadtmuseum Berlin

Mit der Kooperationsvereinbarung zwischen Wikimedia Deutschland und der Stiftung Stadtmuseum Berlin wird möglicherweise noch dezidierter als im Deutschen Archäologischen Institut auf Nachhaltigkeit gezielt. Der Einsatz eines Wikipedian in Residence soll eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen einer Kultureinrichtung und den verschiedenen Wikimedia-Projekten auf den Weg bringen. Im Berliner Stadtmuseum planen wir eine dauerhafte Anlaufstelle für Wikipedianer, die Material für ihre Artikel aus dem Stadtmuseum benötigen. Zudem verknüpft sich auch hier, über zwei Schulprojekte im Stadtmuseum, der sogenannte GLAM-Bereich (für Galleries, Libraries, Archives and Museums) mit dem Arbeitsbereich Bildung und Wissen.

BILDUNG UND WISSEN

Das Thema Bildung zog sich auf der Wikimania in Washington wie ein roter Faden durch den Aufenthalt der Mitarbeiter des Bereichs, die vor Ort waren. Vom kleinen Bildungstreffen bis zum großen Meetup gab es viele Bekanntschaften und internationale Ideen und Diskussion. Mehr dazu in Elly Köpfs Blogbeitrag. Auch die Gewinnung von Neuautoren war ein wichtiges Thema. Es wurden viele Werkzeuge vorgestellt, mit denen das Editieren für Neulinge einfacher werden kann. Details sind im passenden Bericht zusammengetragen. Wunsch aller Teilnehmer war, sich international besser zum Thema Wikipedia und Bildung zu vernetzen. Zu diesem Zweck hat sich gleich eine Gruppe gefunden, die nun beginnt, ein Bildungsportal der Wikimedia-Organisationen in der ganzen Welt aufzubauen.

Editierworkshops

Die Anfragen zu Editierworkshops werden mehr, was uns sehr freut. In diesem Monat konnte der zweite Termin der Workshopreihe mit dem FrauenComputerZentrumBerlin fortgesetzt werden. Eine Schulung drei neuer Referentinnen mit Einführung in die Wikipedia-Arbeit und in die Kommunikation innerhalb des Projekts fand am Monatsende in Berlin statt. Weitere Editierworkshops mit den Themenschwerpunkten Film, Technik und Kunst sind in Planung.

Silberwissen

Das Programm Silberwissen freut sich über die steigende Nachfrage nach Herbstkursen zur Autorengewinnung. Für eine langfristige Zusammenarbeit konnten zudem neue Partner gewonnen werden: Zwei interessante neue Ansätze versprechen Kooperationen mit dem Trägerverein des Museumsdorfes Düppel e.V. und dem Unperfekthaus in Essen. Die Zusammenarbeit mit dem Trägerverein des Museumsdorfes Düppel wird im Oktober/November beginnen. Der Verein kann auf langjährige Erfahrung in experimenteller Archäologie mit diversen Veröffentlichungen verweisen.

Das Unperfekthaus möchte „Bilderstifter“ gewinnen und verstärkt auf dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons arbeiten.

Schule

Besonders im Programm Wikipedia macht Schule macht sich die Ferienpause bemerkbar. Wir nutzen die Zeit, um weiter mit unserem Kooperationspartner “Klicksafe” an Materialien für Lehrer zu arbeiten. Involviert in diese Bemühungen ist auch die Wikipedia-AG, welche in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen wurde. Ziel des Pilotprojektes ist es, Lehrer an fünf Schulen in Niedersachsen zur aktiven Auseinandersetzung mit Wikipedia im Unterricht aufzufordern. Mehr dazu im Blogbeitrag zur Wikipedia AG.

Ebenfalls in Niedersachsen konnte Wikimedia Deutschland zum Ende des Schuljahres eine sehr schöne Aktion an einer Haupt- und Realschule unterstützen, in der ein Lehrer selbst eine “Wikipedia-Projektwoche” durchführte. Die Schüler haben im Rahmen dieser Woche selbst an dem Artikel ihrer Stadt gearbeitet und diesen ergänzt.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Die Förderung und Unterstützung neuer ehrenamtlicher Wikipedia-Helfer war ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsrepräsentanten auf der Wikimania 2012. Vom Article Feedback Tool über die Kommunikation mit Neulingen bis hin zum Gender Gap in der Wikipedia, alles war vertreten und führte zu spannenden Diskussionen auf internationaler Ebene.

Zedler-Preis für Freies Wissen 2012

Am 1. Juli verlieh Wikimedia Deutschland zum ersten Mal den Zedler-Preis für Freies Wissen. Der Preis wurde geschaffen, um ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen noch mehr und öffentlichkeitswirksam zu würdigen. Gewinner des Preises sind der Artikel zur Nuklearkatastrophe von Fukushima, das österreichisches Portal Denkmallisten und das VroniPlag Wiki. Sonderpreise erhielten der Artikel Pizzakarton sowie die Blume der Woche. Zur festlichen Verleihung im Berliner SUPERMARKT erschienen mehr als 150 Gäste. Mehr zur Verleihung im Blogbeitrag und in der Videoaufzeichnung. Ansprechpartnerin ist Nicole Ebber.

Redaktionstreffen

Bereits zum zweiten Mal traf sich die ehrenamtliche Wikipedia-Redaktion Physik, dieses Jahr im Physikzentrum Bad Honnef. Das erstmals stattfindende Redaktionstreffen der Ägyptologen am Rande der Ständigen Ägyptologenkonferenz war mit acht Teilnehmern nicht so gut besucht wie erhofft, da es nicht Teil des offiziellen Programms war. Wikimedia Deutschland sieht dennoch einen guten Start für mögliche weitere Treffen.

Förderprogramme

Im Monat Juli wurden sechs Literaturstipendien vergeben. Zwei eLitstip-Zugänge zu allafrica.com wurden um ein Jahr verlängert.

Nach monatelanger Vorbereitung wurden im Juli alle Mitglieder des Bayerischen Landtages von über einem Dutzend engagierter Wikipedianer fotografiert. Vier Fotostationen, finanziell gefördert von Wikimedia Deutschland, konnten die Politiker durchlaufen, um am Schluss gemeinsam mit den Fotografen ein Porträt auszuwählen. Außerdem erhielten die Wikipedianer Zugang zu Fraktionssitzungen, zum Prinz-Carl-Palais, der Bayerischen Staatsbibliothek und der Staatskanzlei. Eine Auswahl der Ergebnisse ist unter Wikipedia:Landtagsprojekt/Bayern/Ergebnisse abrufbar.

Die Ehrenamtlichen mit den Benutzernamen Gnu1742 und Peter Weis wurden von schottischen Wikipedianern und Open-Street-Map-Aktivisten eingeladen, einen Fotoworkshop in Edinburgh zu leiten und sie bei Projektplanungen zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit Wikimedia UK hat den Projekten viele neue Aktive gebracht und einige technische Aha-Erlebnisse ausgelöst. Die Projektseite ist in der englischsprachigen Wikipedia beschrieben.

Frauen in der Wikipedia

Zu Beginn des Julis stand der Besuch von Sarah Stierch an, Community Fellow der Wikimedia Foundation, die anlässlich der Wikipedia Academy eine Eröffnungsrede zum Projekt Teahouse hielt, einem Portal das neue Autorinnen und Autoren der englischen Sprachversion von Wikipedia in Empfang nimmt und Fragen rund um das Editieren beantwortet. Zusammen mit Sarah Stierch haben Communitymitglieder sowie Mitarbeiter der Wikimedia-Geschäftsstelle Ideen gesammelt, wie der Anteil weiblicher Autoren erhöht werden kann. Erste Ergebnisse sind im rückblickenden Blogbeitrag nachzulesen.

Auch die Wikimania stand im Zeichen der Frage, wie mehr Frauen für die Wikipedia gewonnen werden können. Verschiedene Sessions setzten sich mit dem Thema Gender Gap auseinander. Wie wichtig das dem Organisationsteam war, zeigte auch die Eröffnungsrede von Mary Gardiner (Ada Initiative), welche sich mit Aspekten der Vielfalt in Wikipedia auseinandersetzte.

Auf der Wikimania waren auch Teilnehmer des WikiWomenCamp vor Ort. Nathalie Köpff, Stipendiatin des WikiWomenCamps, hat diesen Monat Interviews mit einigen Teilnehmerinnen veröffentlicht. Wie nun die individuelle Wikipedia-Geschichte aussieht, welche Chancen Wikipedia bietet, aber auch welchen Herausforderungen sie sich stellen muss, darüber geben die Wikipedianerinnen Auskunft. Bei Fragen zum Gender Gap und Autorinnengewinnung steht Julia Kloppenburg unter julia.kloppenburg@wikimedia.de gerne zur Verfügung.

Community-Projektbudget

Am 18. Juli startete die aktuelle Runde der Antragseinreichung zum Community-Projektbudget. Noch bis zum 24. August können Interessenten ihre Idee anmelden, bis zum 7. September muss dann der ausgefüllte vollständige Antrag vorliegen. Sebastian Sooth ist in der Geschäftsstelle Ansprachpartner bei Fragen dazu: sebastian.sooth@wikimedia.de. Auf der WikiConvention 2012 in Dornbirn wird es außerdem einen Workshop für interessierte Antragsteller geben.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER arbeitete das Team im Juli an den Prototypen der Unterstützungswerkzeuge, besonders auch in Vorbereitung der Wikimania. Dort wurde der aktuelle Status des Projekts präsentiert. Außerdem diskutierten die Teilnehmer über mögliche Erweiterungen, die technische Umsetzbarkeit bzw. Möglichkeiten der Nutzung für einzelne Themengebiete und Redaktionen.

Bis Ende September – das Ende des 2. Projektjahres – wollen wir einen präsentablen und für erste Testergruppen verfügbaren Zustand erreicht haben. Fragen und Anregungen bitte gerne an render@wikimedia.de!

Wikipedia Academy 2012

Vom 29. Juni bis 1. Juli war Wikimedia Deutschland Gastgeber der Wikipedia Academy. Unter dem Titel “Research and Free Knowledge” haben wir gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und dem Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft zum ersten Mal eine internationale Konferenz für Wikipedia-Forscher veranstaltet. Das neue Konzept lockte etwa 90 Forscherinnen und Forscher nach Berlin, in den beiden Eröffnungsreden (von Benjamin Mako Hill und Sarah Stierch), den Paper Sessions, Diskussionsrunden sowie beim Speedgeeking oder den Lightning Talks diskutierten sie Wikipedia, Freies Wissen und Freie Kultur. Das Programm ist auf der Veranstaltungswebseite ausführlich (Papers, Slides und Videos) dokumentiert.

Wikidata

Die Entwicklung von Wikidata schreitet schnell voran, wie man im Demosystem sehen kann. Im Juli war ein Teil des Teams auf der Wikimania, um Wikidata in drei Vorträgen vorzustellen und in einer Diskussionsrunde einen bunten Fragenmix rund um das Projekt zusammen mit Pavel Richter und Erik Möller zu beantworten. Das Interesse an Wikidata ist groß. Die Veranstaltungen waren alle sehr gut besucht und natürlich gab es zusätzlich viele nützliche Gespräche außerhalb der geplanten Veranstaltungen. Die erste Phase von Wikidata (Zentralisierung von Interwiki-Links) soll bald in der ersten Wikipedia-Sprachversion getestet werden. Hierfür hat sich die ungarische Community bereiterklärt. Weitere Sprachversionen werden folgen, sobald die Tests erfolgreich abgeschlossen sind. Ein weiterer Höhepunkt auf der Wikimania war die Bekanntgabe des Gewinnerlogos für Wikidata. In den Wochen vor der Konferenz hatten wir dazu aufgerufen, Logovorschläge einzureichen und dann das zukünftige Logo zu wählen. Der Gewinnervorschlag wurde von Arun Ganesh erstellt, der glücklicherweise anwesend war und so gleich ein wenig zur Entstehung seines Logos erzählen konnte.

Neben der Wikimania war Wikidata auch noch auf anderen Veranstaltungen vertreten, zum Beispiel in München, Essen, New York City und Bangalore. Wer bisher nicht an einer der Einführungsveranstaltungen zu Wikidata teilnehmen konnte, dem sei Folge 44 vom Pentacast Podcast ans Herz gelegt.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Pressemitteilungen

Im Juli veröffentlichte Wikimedia Deutschland zwei Pressemitteilungen. Die erste erfolgte Anfang des Monats als Nachberichterstattung über den Zedler-Preis 2012 und dessen Gewinner. Die zweite erschien zum Start des Pilotprojekts Wikipedia AG in Niedersachsen. Hintergrundinformationen dazu auch im Vereinsblog.

Bereits im Juni sprachen wir Pressevertreter in Deutschland und Überseekorrespondenten für die Berichterstattung zur Wikimania in Washington, D.C. an. In den Tagen bis zur Eröffnung der weltgrößten Konferenz rund um Wikipedia und deren Schwesterprojekte koordinierte Catrin Schoneville in Berlin und vor Ort Treffen mit Medienvertretern. Ziel war es, mittels der Presse die Menschen hinter der ehrenamtlichen Arbeit sichtbar zu machen und der breiten Öffentlichkeit das Prinzip Wikipedia zu vermitteln. Daraus resultierten zahlreiche Berichte in deutschsprachigen und internationalen Zeitungen (online, Print) wie auch im Radio. Eine Auswahl ist im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland zu finden. Erfreulicher Effekt der Aufmerksamkeit: Durch die Wikimania-Berichterstattung ergaben sich im Nachhinein weitere Interviewfragen, insbesondere zum Thema weiblicher Autoren in Wikipedia.

Wikimedium

Die Planung für die neue Wikimedium wurde abgeschlossen. Um den Produktionsprozess der Zeitung zu optimieren, fand erstmalig eine Redaktionskonferenz mit Verantwortlichen aus allen Bereichen statt. Der Redaktionsschluss ist der 15. August. Veröffentlicht wird Ausgabe 3/12 Mitte September. Zur Verbesserung der Distribution wurden deutschlandweit Co-working Spaces angeschrieben. Über 50 davon gaben positive Rückmeldung.

Informationsmaterial

Es gibt eine Neuauflage des Wikipedia-Spickzettels, der die wichtigsten Eingabebefehle der Wikisyntax auflistet. Die aktualisierte Version ist gestalterisch überarbeitet und enthält nun auch allgemeine Tipps zum Arbeiten in der freien Enzyklopädie. Auch das Wikipedia-Einmaleins wurde nachbestellt und bei dieser Gelegenheit leicht überarbeitet. Videos des Berlin Hackathon, der Wikipedia-Academy und der Verleihung des Zedler-Preises wurden auf unsere Kanäle bei YouTube und vimeo hochgeladen. Ein Blick lohnt sich!

FUNDRAISING

Der Juli stand ganz im Zeichen des Novembers. Genauer: die Vorbereitungen für die diesjährigen Spendenkampagne haben begonnen. Im Rahmen einer eintägigen Klausur Anfang Juli hat das Fundraising-Team die letzte Kampagne rekapituliert und einen Fahrplan erstellt, der die eine oder andere Neuigkeit beinhaltet. Insbesondere die technischen Vorrausetzungen und die Frage, wie wir mehr persönliche Aufrufe aus Deutschland veröffentlichen können, standen im Mittelpunkt. Aber auch inhaltliche Stoßrichtungen während der Kampagne wurden diskutiert. Fest steht auf jeden Fall, dass wir auf Unterstützung angewiesen sind: Wir suchen immer noch nach Menschen, die für Freies Wissen brennen und die bereit sind, mit Hilfe ihrer Geschichte die vielen Leser von Wikipedia zu begeistern. Bei Interesse, meldet euch bei Till Mletzko unter till.mletzko@wikimedia.de.

Parallel haben wir Ende Juli ein Mailing mit der neuen Wikimedium an 4.000 Spender versendet. Es ist der mit Abstand größte Postversand, den wir bisher gemacht haben, abgesehen vom Versand der Zuwendungsbescheide. Da die Wikimedium mittlerweile auch als E-Paper erhältlich ist, haben wir auch erstmals eine E-Mail an ca. 4.000 Spender verschickt. Im Rahmen eines Vergleichs wollen wir herausfinden, ob die digitale Version genauso gut angenommen wird wie die Printausgabe der Vereinszeitung. Übrigens: Durch den letzten Versand – der Zuwendungsbescheide – wurden mittlerweile rund 850 neue Mitglieder gewonnen. Interessantes liefert unsere Auswertung dieses Versands: 84% der neuen Mitglieder sind Fördermitglieder. Auch hinsichtlich der Geschlechterverteilung gibt es Unterschiede. Mit knapp 7% weiblichen aktiven Mitgliedern gegenüber 15% Frauen unter den neuen Fördermitgliedern tendieren unsere Unterstützerinnen eher zu einer Fördermitgliedschaft.

Interessante Termine im August

  • WikiSym 27.-29. August, Linz, Österreich
  • WikiConvention 31. August bis 2. September an der Fachhochschule in Dornbirn
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