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WikiCon 2015

Schreiben, Reden, Streiten, Zuhören, Diskutieren, Lachen

Vom 18.9. bis zum 20.9. trafen sich Ehrenamtliche der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte zur WikiCon 2015 im Deutschen Hygienemuseum Dresden. Wikimedia Deutschland war mit einem Team ebenfalls vor Ort und unterstützte die Veranstaltung organisatorisch und finanziell.

Es war bereits die fünfte WikiCon unter diesem Namen. Damit lässt sich inzwischen von einer schönen Tradition sprechen. Die WikiConvention ist eine Veranstaltung von den Communitys für die Communitys. Für die Hauptamtlichen von WMDE ist es besonders spannend zu sehen, was die Ehrenamtlichen bewegt und wo die Hauptamtlichen unterstützen können. Mit über 60 Vorträgen, Gesprächsrunden und Workshops war das Wochenende so gut gefüllt, dass die Tagesplanung sicherlich nicht leicht gefallen sein muss. Die Vielfalt der Angebote bot aber zu jeder Zeit spannende Einblicke in die diversen Bereiche des Wikiversums. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Organisatoren, Helfenden, Referierenden und Teilnehmenden, die dieses  inspirierende Wochenende möglich gemacht haben.

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WikiCon – Ein Kompliment

Es gibt bequemere Freizeitbeschäftigungen, als sich monatelang der Vorbereitung und Durchführung einer dreitägigen Konferenz für über 200 Gäste zu widmen. Die ehrenamtlichen Organisatoren der WikiConvention 2012 haben es trotzdem gemacht. Es lässt sich nicht oft genug betonen, wie dankenswert ihre Mühen sind. Jeder kann sich ausmalen, wie viel Stress im Vorfeld aufkommt, dann noch mehr auf der Zielgeraden, nicht zu vergessen, dass die Teilnehmer am besten gar nichts von all dem merken sollen. Bei Wikimedia Deutschland organisieren wir regelmäßig Veranstaltungen, und dem Team der Freiwilligen bei der WikiConvention kann ich, auch im Namen aller Mitarbeiter, nur ein großes Kompliment aussprechen!

Gerade Wikipedia steht nun eigentlich für das Prinzip, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Darum geht es beim gemeinsamen Arbeiten. Da aber auch in der Wikipedia hin und wieder einzelne Autoren mit hervorgehobenem Dank bedacht werden, tue ich das an dieser Stelle einfach einmal mit Manuel Schneider aus dem Organisationsteam. Wie schon beschrieben haben alle freiwilligen Helfer bei den Gästen fantastischen Eindruck hinterlassen. Manuel sagte als Ideengeber für eine WikiConvention in Dornbirn nicht nur mutig, dass er die gute Erfahrung der ersten WikiCon in Nürnberg weiterführen möchte, er hat das Projekt mit großer Überzeugung dann auch tatsächlich vorangetrieben. Und Danke auch für die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle – jederzeit wieder!

Vielen Dank Manuel und vielen Dank an alle Helfer für eine tolle Veranstaltung! Wikimedia Deutschland steht selbstverständlich gerne für Unterstützung einer WikiCon 2013 zur Verfügung.

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Einfach machen! – Wofür steht die WikiCon?

Weniger zaudern, mehr machen. Dieses Motto fiel oft in den Veranstaltungen der gestern zu Ende gegangenen WikiConvention 2012. Die ehrenamtlichen Organisatoren riefen dann auch schon zu Bewerbungen für die WikiCon 2013 auf, bevor überhaupt die Abschlussrede in Dornbirn gehalten wurde. Aber was ist eigentlich das Fazit dieses Jahres? Welche Auswirkungen kann das Treffen der mehr als 200 Teilnehmer auf die Wikimedia-Projekte haben? Und woran lässt sich das sehen?

Vielfalt

Auffällig war, wie sich die Mitglieder der verschiedenen Communitys in den einzelnen Veranstaltungen immer wieder gegenseitig bewusst machten, dass Vielfalt und ein einladendes Arbeitsklima eben mehr sind als ein freundliches Angebot an neue (wie erfahrene) Helfer. Vielmehr entscheiden diese Faktoren ganz wesentlich darüber, wie Wikipedia und die Schwesterprojekte sich in Zukunft entwickeln werden. Entsprechend ging es in den Diskussionen gar nicht darum, ob größere Vielfalt der Beteiligten und besseres Miteinander wichtig sind, sondern wie das erreicht werden kann. Das ist ein deutliches konkretes Zeichen.

Rollen und Brüche

Dazu ein Beispiel: Am Sonntag trafen sich Wikipedia-Administratoren in einem Seminarraum, um sich über das persönliche Arbeitstreffen zu informieren, das in diesem Jahr stattfand. Es war das erste seiner Art, weil nach viel Zögern drei Admins einfach „machten“. Der Rückblick auf der WikiConvention brach nun gleich auf mehreren Ebenen mit gewohnten Ansichten: Ganz davon abgesehen, dass alle drei Organisatoren der so genannten AdminConvention Frauen sind, saßen hier im Saal etwa 20 ehrenamtliche Wikipedia-Bearbeiter – so wie in allen anderen Workshops und Vorträgen auch. Es waren die gleichen Gesichter, die in den anderen Veranstaltungen zu sehen waren und die sich an den dortigen Diskussionen beteiligten. Nach ihrer administrativen Funktion fragte dort niemand. Eine eigentlich triviale Bemerkung, die aber zeigt, dass die oft gehörte Trennung in „Autoren“ und „Admins“ in die Irre führt. Nicht nur, dass Administratoren selbstverständlich auch Artikel verbessern, schreiben oder sich Bildern widmen. Sie kommen auch nicht aus einem luftleeren Raum. Tatsächlich werden sie von den Nicht-Administratoren aus dem eigenen Kreis gewählt, weil sie als besonders qualifiziert erachtet werden, zusätzliche administrative Aufgaben zu übernehmen. Die Gruppe hier in Dornbirn zog aus dem Vortrag zur AdminConvention den Schluss, eine Folgeveranstaltung als Workshop zu machen, um besseren Austausch, bessere Erreichbarkeit und schnellere, transparentere Hilfe anbieten zu können.

Miteinander reden

Eine regelrechte Quadratur des Rollenbruchs fand in einem der letzten Workshops statt. Hier waren Vertreter der Zielgruppe anwesend, über die an diesem Wochenende alle redeten: Neulinge. Ein erfahrener Wikipedianer beantwortete hier Fragen neuer Helfer. Dabei ist er nicht nur langjähriger Ehrenamtlicher im Projekt, sondern auch Mitglied im Referentennetzwerk von Wikimedia Deutschland. Und Administrator. Nicht, dass die neugierigen Zuhörer das interessiert hätte, denn sie wollten Antworten auf ihre Fragen. Wie melde ich mich an? Warum sollte ich das tun? Wo finde ich Einführungen? Als sie gebeten wurden, ihre Themen auf kleine Karteikarten zu schreiben, taten sie das sofort und so emsig, dass die Stiftgeräusche jede Schulklausur vor Neid hätte erblassen lassen.

Schnell und direkt, das sind Aspekte die sich inhaltlich wie ein roter Faden durch die WikiConvention 2012 gezogen haben. Da passt es ins Gesamtbild, dass die Organisatoren parallel zu den letzten Veranstaltungen ein offenes Dokument anlegten, aus dem die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung machten. Wer etwas erklärt, hat etwas zu sagen. Noch ein konkretes Zeichen für den Erfolg der letzten drei Tage.

 

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Frauen und Männer in Rot

Vom 31.8. bis zum 2.9. empfängt die WikiConvention 2012 die ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in Dornbirn. Wikimedia Deutschland ist mit einem Team ebenfalls vor Ort. Hier im Blog blicken wir zurück auf die Veranstaltungstage.

 

Tag Zwei der WikiConvention im Vorarlberger Dornbirn. Es ist eine Sache zu betonen, dass die dreitägige Veranstaltung mit über 200 Teilnehmern von ehrenamtlichen Wikipedianern organisiert wird. Was das eigentlich bedeutet, ist eine ganz andere. Ein kleiner Zwischendank.

Mit ihren roten T-Shirts sind die Frauen und Männer von allen Hilfesuchenden schnell zu erkennen. Sie haben eine Antwort auf jede Frage, vom Internetzugang bis zum Hoteltransfer. Man könnte meinen, sie schüttelten ihre Unterstützung einfach aus der Hand. Tatsächlich liegen aber Monate der Planung hinter ihnen. Gerade in den letzten Wochen vor der WikiConvention dürfte sich der eine oder andere von ihnen gefragt haben: Ist das noch Hobby?

Der Punkt am Ehrenamt ist natürlich, dass die Arbeit gerne und freiwillig gemacht wird. Sicher. Warum wir finden, dass Ehrenamtlichkeit eine gute Sache ist, hat aber einen anderen Grund: Die Arbeit kommt etwas oder jemandem zu Gute. Und so besetzen die Organisatoren heute den ganzen Tag lang den Eingangsbereich der FH Vorarlberg, damit jeder Neuankömmling einchecken und die Veranstaltungsunterlagen in Empfang nehmen kann. Zeit, die zahlreichen Vorträge und Workshops selber zu besuchen, bleibt ihnen wenig oder überhaupt nicht.

Die WikiConvention ist für die Anderen. Unter dem Motto Gemeinschaft finden nacheinander Veranstaltungen, insbesondere zu Partnerschaften zwischen Wikipedia und kulturellen wie wissenschaftlichen Institutionen statt. Da könnte es theoretisch schnell akademisch werden, aber nicht mit Wikipedianern. So verweist der Referent auf ein Museum, dessen Name per Beamer aus der Wikipedia an die Wand geworfen wird. Weil der Name nicht mit einem Artikel verlinkt ist, wird kurzerhand das Publikum gebeten, das mal eben einzubinden. Weiter im Text.

Aha-Effekte und Diskussionen gibt es im Themenstrang Technik. Klingt trocken, ist aber äußerst lebhaft! Im gut besuchten Vortrag zu RENDER haben die meisten Zuhörer noch gar nichts vom Projekt gehört. Kaum erklärt die Referentin einzelne Tools, mit denen Leser und Bearbeiter Hinweise zur Qualität von Artikeln erhalten, muss sie das Plenum auch schon beim Philosophieren über technische Details bremsen.

Auch die gestrige Diskussion über verbessertes Arbeitsklima in der Wikipedia wird in mehreren Workshops engagiert fortgesetzt. Überhaupt finden noch viele Veranstaltungen mehr statt, aber es ging ja um die Frauen und Männer in Rot. Die sind nicht dabei. Während all das Gesagte passiert, übernehmen sie die Kinderbetreuung, kümmern sich um Garderobe und Taschen oder bieten ihre Hilfe bei der Drahtlosverbindung an, bevor der oder die Bedürftige überhaupt bemerkt, dass die nicht geht (mir passiert). Jemand von ihnen bringt mit seinem Auto auf Zuruf Teilnehmer zum Bahnhof. Kein Problem. Wenige Minuten später hält derselbe Helfer die Tür zur Mensa für die wartende Essensschlange auf – und zwar, bis der letzte Hungrige nach einer halben Stunde drinnen ist. Nachfragen, ob das nötig ist, werden lächelnd und mit der Selbstverpflichtung eines Schiffskapitäns abgewiegelt.

Nichts davon müssten die ehrenamtlichen Organisatoren tun, aber all das gehört für sie zu diesem Projekt. Wenn es von den Teilnehmern nicht viel Lob gibt, dann weil sie sich voll auf das Programm konzentrieren können. Ein größeres Lob gibt es für Organisatoren vielleicht nicht. Trotzdem natürlich: Vielen Dank für diesen zweiten Tag! Der Sonntag kann kommen.

 

Orga-Team der WikiCon 2012
Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0

 

 

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Als GLAM-Frau auf der WikiCon

Vom 31.8. bis zum 2.9. empfängt die WikiConvention 2012 die ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in Dornbirn. Wikimedia Deutschland ist mit einem Team ebenfalls vor Ort. Hier im Blog blicken wir zurück auf die Veranstaltungstage.

 

WikiCon ist so wieder eine Gelegenheit, wo ich mir wünsche, dass ich eine Art Oktopus sein könnte. Nur hätte ich nicht acht Arme, sondern acht Köpfe, um all die Infos aufzunehmen, die Anregungen zu verarbeiten, die mir geschenkt werden, und schließlich auch wieder Inputs zu geben. Ich bin hier in der Funktion als Kuratorin für Kulturpartnerschaften im Auftrag von Wikimedia Deutschland.

„Paid Editing“ (bezahlte Wikipedia-Bearbeitungen), eine Open Space-Session am Samstag Morgen, zeigt mir wie wichtig es ist, dass Diskussionen über unsere Haltung als Verein und Community sowohl breit geführt, aber schließlich auch dokumentiert werden. Denn als GLAM-Kuratorin möchte ich im Dialog mit den Institutionen eine klare Linie zu der Thematik präsentieren können.

Mir schien es zwei wesentliche Positionen zu geben: an dem einen Ende „Grundsätzlich werden Wikipedia Autoren, die Artikel gegen Bezahlung schreiben, gesperrt.“ und am anderen „So lange es sich um keinen PR Text handelt, ist doch alles gut“. Aus meiner persönlichen Erfahrung im Dialog mit Kultureinrichtungen kommt vielleicht neu hinzu, dass wir auf Grund der gewachsenen gesellschaftlichen Relevanz der Wikipedia insgesamt eine Verantwortung haben für die Güte der Artikel, und es daher freizügiger erlauben sollten, dass Betroffenen möglich ist, schlechte oder unausgewogene Artikel selbst ausgleichen zu können. Denn diese Arbeit kann nicht dem einzelnen freiwilligen Autor auferlegt werden.

Science in GLAM, eine Session mit Dr. Mietchen, entführte höchst motivierend in das spannende Aktionsfeld der Zusammenarbeit zwischen naturwissenschaftlichen Einrichtungen und Wikimedia. Hier bekam man so viele Anregungen dafür, was man noch machen kann, – von wegen „low hanging fruits“ – Blumenartikel fehlen für das QR-Code-Projekt im Botanischen Garten in Graz. Einrichtungen öffnen sich für Wikipedianer und bezahlen sie, siehe oben, um ihre Sammlung zu digitalisieren. Wäre das nicht etwas, was man selbst mal versuchen könnte, mit dem Museum oder der Forschungseinrichtung in meiner Nähe?

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WikiCon 2012 – Frog mi öbbis!

Vom 31.8. bis zum 2.9. empfängt die WikiConvention 2012 die ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in Dornbirn. Wikimedia Deutschland ist mit einem Team ebenfalls vor Ort. Hier im Blog blicken wir zurück auf die Veranstaltungstage.

 

Dornbirn grüßt mit Dialekt. “Frog mi öbbis” heißt, dass die ehrenamtlichen Helfer des Organisationsteams der WikiConvention gerne weiterhelfen. An Fragen wird es in den kommenden zwei Tagen sicher nicht mangeln, wenn die Teilnehmer des größten Community-Treffens gemeinsam über Wikipedia und ihre Arbeit diskutieren. Als inhaltlicher Startpunkt des heutigen Freitags diente eine Podiumsdiskussion über die Freiheit des Internets. Und die entwickelte sich ganz ähnlich wie ein guter Wikipedia-Artikel.

Braucht man das?

Verena Parzer-Epp (Avenir Suisse) und Roland Alton von der FH Vorarlberg diskutierten gemeinsam mit Wikimedia Deutschlands Vorstand Pavel Richter und Ting Chen aus dem Kuratorium der Wikimedia Foundation. Gleich zu Beginn: Fragen nach der Relevanz der Debatte, zumindest über Twitter. Gibt es denn jemanden, der gegen Freiheit im Internet ist? Ist das Thema nicht zu breit angelegt? Man könnte vom Hölzchen ins Stöckchen geraten oder, im Gegenteil, überhaupt nichts Konkretes sagen.

Aufbauen

Das Podium tastet sich mit mehreren Ansätzen an eine Diskussion heran. Es lässt sich darüber reden, was Freiheit im Internet bedeutet, aber vor allem auch, wodurch sie bedroht wird. Die Podiumsteilnehmer wollen dabei nicht nur ihre Meinungen austauschen, sondern rufen die Zuhörer auf mitzuhelfen. Mehr Menschen, mehr Vorschläge und Stoßrichtungen – wie in einem Wikipedia-Artikel. Die Ideen lassen nicht auf sich warten. Im Publikum fordert jemand, dass die Wikimedia-Bewegung sich viel stärker für das Thema Urheberrecht engagieren müsse. Eine Debatte entsteht, sogar die Abschaffung jeglicher Schutzfristen wird gefordert. Plötzlich gibt es sehr konkreten Gesprächsstoff und viele Stimmen, die an diesem Beispiel das in den Mittelpunkt rücken können, was allen Anwesenden am Herz liegt – Wikipedia.

Strukturieren

Details des Urheberrechts können erwartungsgemäß nicht geklärt werden. Dafür werden zwei Dinge deutlich gesagt: Wikipedia fußt auf einem stabilen Urheberrechtsmodell, denn freie Lizenzen sind Teil des Urheberrechts. Und zweitens, wichtig ist neben dem Umgang mit Wikipedia-Inhalten vor allem auch der Umgang mit den Inhalten selbst und der Umgang zwischen denen, die sie erstellen.

Die Diskussion wird neu geordnet.

Mit ebenso engagierten Wortmeldungen wie zuvor sprechen Podium und Publikum über die gemeinschaftliche ehrenamtliche Arbeit in den Wikimedia-Projekten. Schnell wird klar, dass die Autoren, Korrektoren, Fotografen und vielen anderen Helfer hier nicht im sprichwörtlichen Elfenbeinturm sitzen. Bei der ersten Gelegenheit, die sich beim persönlichen Treffen in Dornbirn bietet, geht es nicht um den Lieblingsbeitrag oder interne Fragen, sondern um den Umgang mit Neulingen, um das Selbstverständnis des Projekts, um die Außenwirkung und die Zukunft. Selbstkritik wird gefordert, denn der Saal weiß, dass es vielleicht nie schwerer war als heute, in dem Projekt Fuß zu fassen, in dem jeder mitmachen kann. Woran liegt das?

Feinschliff

Der Artikel, also die Diskussion, geht in einen Review-Prozess. Allein die deutsche Sprachversion der Wikipedia hat bald 1,5 Millionen Artikel. Es braucht Mut, hier eine Lücke zu suchen und als neuer Helfer füllen zu wollen. Gleichzeitig haben die erfahrenen Bearbeiter erheblich mehr Arbeit damit, Qualität beizubehalten oder Vandalismus zu beseitigen. Neulinge, die sich ein Herz gefasst haben und in bestem Wissen ihre ersten Beiträge machen, finden ihre Arbeit dann vielleicht gelöscht, manchmal ohne Erklärung, manchmal ohne konstruktiven Kommentar. Ein Mitglied des Mentorenprogramms innerhalb der Wikipedia weist auf die bittere Ironie hin, dass nicht einmal unter diesen Helfern immer der Ton gewahrt bleibt, die extra neue Autoren bei ihren ersten Schritten begleiten. Ehrliche Selbstkritik.

Korrekturlesen

Das Gesagte wird rekapituliert. Kurz klingen einzelne Lösungsvorschläge an, die aber noch einmal grundsätzlich auf den entscheidenden Prüfstand gestellt werden. Ein Beispiel: Auf den Diskussionsseiten der Wikipedia wird miteinander geredet. Ist das bekannt genug? Welche Hilfsmittel gibt es, um das Arbeitsklima zu verbessern? Diese Fragen werden gestellt, münden aber in eine Erkenntnis, die verschiedentlich wiederholt wird: Technische Antworten lösen keine sozialen Probleme. Wir müssen mit uns selbst anfangen.

Nur kurz vor dem Ende der Diskussion fällt auf, dass sich diese Eröffnungsveranstaltung weit von ihrer Ausgangsfrage entfernt hat.

Speichern

Aus der Podiumsdiskussion über Freiheit im Internet ist nach 90 Minuten eine Grundsatzdiskussion geworden, die vielleicht wegweisend für die Workshops und Diskussionen der kommenden beiden WikiConvention-Tage ist. Und sie wurde angetrieben von Menschen, die nicht nur in ihrer Freizeit Wikipedia verbessern, sondern hier in Dornbirn zusätzlich und ebenfalls in ihrer Freizeit anreisen, um das Projekt für alle Anderen noch besser zu machen.

Um die Analogie zum Wikipedia-Artikel zu Ende zu bringen: So ist das oft mit der Zusammenarbeit. In den Anfangstagen der freien Enzyklopädie bestand der Artikel “Nordsee” aus einem Satz, in dem das Wort Meer auch noch falsch geschrieben war. Heute sieht er so aus.

 

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Die WikiCon 2012 steht vor der Tür!

Manuel Schneider war so freundlich, uns diesen Text zur WikiConvention 2012 zur Veröffentlichung hier im Blog zu überlassen:

Jedes Jahr reisen rund 150 Teilnehmer aus den deutschsprachigen Ländern an einen Ort, um sich gemeinsam über Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und ähnliche Projekte rund um Freies Wissen auszutauschen. Dieses Jahr findet die WikiConvention (WikiCon) vom 31. August bis 2. September im österreichischen Dornbirn statt, im Rheintal beim Bodensee, direkt an der Grenze nach Deutschland, zur Schweiz und nach Liechtenstein.

Das Programm

Bis zum 30. Juni haben 48 Personen ebensoviele Vorträge und Workshops vorgeschlagen, die in vier Bereichen angeboten werden: Gemeinschaft, Inhalte, Technik und Workshops. Dazu kommt Unterhaltungsprogramm mit Spaß zu den Sprachen der Region, zwei Plenumsdiskussionen zur Freiheit im Internet und den Herausforderungen an die Wikimedia-Gemeinschaft sowie Stadtführungen. Möglich ist dieses umfangreiche Angebot durch die Gastfreundschaft der Fachhochschule Vorarlberg, die ihren gesamten Campus zur Verfügung stellt – Hörsäle, Cafeteria, Mensa sowie die aufwändig ausgestatteten Arbeitsräume mit Video- und Photoausrüstung oder PC- und Mac-Labore.

Derzeit ist das ehrenamtliche Team damit beschäftigt, das Vortragsprogramm zusammenzustellen, es soll in einigen Tagen veröffentlicht werden. Bis dahin kann man die Vorschläge einsehen unter der Themensammlung.

Die Anmeldung

Bisher sind gut 140 Teilnehmer angemeldet. Wer nun ebenfalls Lust bekommen hat, dabei zu sein, kann sich noch bis zum 30. Juli – kommenden Sonntag – anmelden und gleich eine vergünstigte Übernachtung buchen. Hier gehts’s zum Anmeldeformular.

Auch als Nachzügler kann man sich noch anmelden, auch bei der Veranstaltung selber – dann allerdings nur noch ohne Übernachtungsbuchung im Hotel. Die Buchung der kostenlosen Übernachtung im Turnsaal der nahegelegenen Schule ist bis zur Veranstaltung möglich. Die Rundum-Verpflegung ist in der Teilnahmegebühr von 10 EUR enthalten – vielen Dank an unsere großzügigen Sponsoren Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich, Wikimedia Foundation und Wikimedia CH.

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WikiCon 2012: Call for Papers gestartet

Wir freuen uns, heute den Call for Papers für die WikiCon 2012, die auf Initiative von Wikimedia Österreich vom 31. August bis 2. September 2012 in Dornbirn stattfinden wird, hier bekannt zu geben:

Die WikiCon ist das einzigartige Treffen der Communitys der deutschsprachigen Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte. Sie erhält nach der Premiere 2011 bald eine Neuauflage. In Nürnberg kamen im letzten September rund 170 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, als die Debatte um den Bildfilter sowie der Wettbewerb „Wiki Loves Monuments“ gerade ergiebigen Gesprächsstoff lieferten.

Auf Initiative von Wikimedia Österreich soll die nächste WikiCon, vom 31. August bis 2. September 2012, nun ein echt internationales Treffen im „Vierländereck“ am Bodensee werden. In der Stadt Dornbirn bot sich die Fachhochschule Vorarlberg als geeigneter Austragungsort an. Das Organisationsteam lädt alle, die sich in Nürnberg beteiligt haben, sowie weitere Interessenten herzlich dazu ein, Vorschläge für Workshops und Vorträge einzureichen, damit die WikiCon ein attraktives Programm anbieten kann. Die Frist zur Einreichung solcher Präsentationen läuft bis zum 30. Juni.

Länge der Präsentationen

Ihr solltet für Vorträge, inkl. Fragen oder Diskussion, rund 45 Minuten einplanen. Die Präsentationen beginnen jeweils zur vollen Stunde, danach schliesst sich eine viertelstündige Kaffeepause an, welche auch für weitere Gespräche und den Saalwechsel genutzt werden kann.

Themenfelder

Jedes Themenfeld erhält eine Schiene und einen von vier Multimediasälen zugeteilt:

Technik

Hier können sich alle, welche sich an der technischen Weiterentwicklung der Wikimedia-Projekte beteiligen, also Softwareentwickler, Botbastler und Serveradmins, miteinander austauschen.

Content

In diesem Themenbereich geht es um die Inhalte nicht nur der Wikipedia, sondern auch von Wikimedia Commons, Wikiversity, Wikinews, Wikisource und Wiktionary bis hin zu Vereins- und Familienwikis. Auch Fragen des Urheberrechts wie Schutzfrist und Panoramafreiheit können hier diskutiert werden.

Community

Wie werden Konflikte gelöst, wie motiviert man andere Wikipedianer zur Mitarbeit in einer Redaktion? Welche Ansprüche sollen Wikimedia-Chapters erfüllen? Solche Fragen können hier erörtert werden.

Outreach

Hier möchten wir aufgreifen, wie bisher wenig vertretene Bevölkerungsgruppen sich an freien Wissensprojekten beteiligen können, wie auf sie zugegangen wird und wie vor allem die Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen die Projekte bereichert.

Workshops

Für Workshops stehen verschiedene Studioräume zur Verfügung:

  • PC-Studio (mit 18 Intel-PCs)
  • Mac-Studio (mit 21 Apple-Rechnern)
  • Fotostudio inkl. ein Klassensatz an Canon-Kameras
  • AV-Studio mit Greenbox
  • Tonstudio mit Sprecherkabine Damit können vielfältige Workshops durchgeführt werden, zum Beispiel:
  • Karten- und Grafikwerkstatt – mit Tools am PC zusammen Karten und/oder Grafiken gestalten
  • Fotoworkshop – mit geliehenem Material, Objektaufnahmen mit den
  • speziellen Blitzanlagen und Hintergründen
  • Gesprochene Wikipedia
  • WikiTV-Workshop
  • Bildbearbeitungsschulung – z.B. Gimp oder Adobe Creative Suite sind vorhanden
  • … was ihr möchtet!

Wir freuen uns auf die Vorschläge, die wir über die WP-Seite WikiCon 2012/Programm/Themensammlung entgegen nehmen.  Wer ein Thema spannend findet und im Publikum dabei sein möchte, kann sich ebenfalls bereits dort eintragen.

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WikiConvention 2011: Ein Ein- und Rückblick

Wir freuen uns ganz besonders, als Hauptsponsor und durch logistische Unterstützung zum guten Gelingen der WikiCon beigetragen zu haben. Aus unserer Sicht war die Veranstaltung sowohl für die Community als auch für den Verein und uns Mitarbeiter ein toller Erfolg und ein unvergessliches Erlebnis; wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr! Rob Irgendwer hat im Namen des WikiCon-Teams einen ausführlichen Bericht geschrieben:

Vom 9. bis 11. September 2011 trafen sich bei der WikiConvention im Nürnberger Bildungszentrum über 180 Bewohner des WikiVersums und solche, die es werden wollen. In über 80 Einzelveranstaltungen konnte zugehört, diskutiert und gemeinsam gearbeitet werden.

Am Anfang…

…war der Spirit von Skillshare 2010 in Lüneburg. Auf einem ebenfalls im Bildungszentrum in Nürnberg stattfindenden Fotoworkshop im September 2010 kam die Idee auf, dass diese Örtlichkeit wie geschaffen sei, um die Fackel eines deutschsprachigen Treffens des WikiVersums weiterzutragen. Die lokalen Wikipedianer Gnu1742, Günter Fremuth, 34er und Rob Irgendwer knüpften erste Kontakte zu Abena und den Organisatoren von Skillshare und stellten ihre Idee vor. Der Hinweis, für finanzielle Unterstützung bei Wikimedia Deutschland anzuklingeln, wurde dankend angenommen. Am 9. Dezember 2010 ging die erste Mail an Pavel, der Zusage von WMDE folgten Anfragen an Wikimedia Österreich und zu den Kollegen in der Schweiz.

Anfang 2011 trafen sich die Nürnberger „Locals“ das erste Mal mit Peter Lokk und Nicole Ebber, um gemeinsam den Startschuss für DAS Event der deutschsprachigen Community zu geben. Danach folgten viele Mails und Edits und Telefonate und weitere Planungstreffen, der Name WikiConvention wurde gefunden und man einigte sich – nicht ganz ohne Augenzwinkern – auf den Slogan „Wissen fängt mit W an“.

Der Countdown

Nach der offiziellen Ankündigung der Veranstaltung im Juni 2011 und der Freischaltung der Anmeldung im Juli war die „100er-Marke“ der Teilnehmer im August bereits geknackt.

Die Veranstaltungsinhalte sollten klar aus der Community für die Community kommen. Und mit „Community“ war die Gemeinschaft des gesamten deutschsprachigen WikiVersum angesprochen: Auch die Schwesterprojekte und Open Street Map sollten sich von dieser Veranstaltung angesprochen fühlen.

Diverse Absprachen, Bestellungen und Buchungen hinsichtlich Veranstaltungsort, Catering, Unterkunft, Logisitik, Budget, Pressearbeit und und und könnten ganze Bände füllen. Hilfreich zur Seite standen hier Nicole Ebber von WMDE sowie Peter Lokk von der Journalistenakademie. Letzterer vor allem auch mit entsprechenden Kontakten zum Bildungszentrum und durch diverse andere Veranstaltungen auch zu Unterkünften. Für das Catering und eine in dieser Form erstmalig angebotenen Kinderbetreuung konnte Conny Birkenstock gewonnen werden. Im Vorfeld der Veranstaltung kamen außerdem Johannes Rohr und Simon Wieland von WMDE mit an Bord.

Letzte Feinschliffe an Programm und Ablauf unter tatkräftiger Unterstützung von Henriette Fiebig konnten bis Donnerstagabend noch mit den bereits angereisten Helfern gemeistert werden. Und dann hieß es:

Doors open – Freitag, 9. September 2011

Pinnwand, by Stepro, CC-BY-SA 3.0


Zahlreich und nicht nur wegen des strahlendem Sonnenscheins gut gelaunte „Wikifanten“ strömten ins Bildungszentrum, wo es nach der Eröffnungsveranstaltung direkt in ersten Vorträge ging: „Plagiatsjäger werden in 60 Minuten“ von WiseWoman und „Chiara Ohoven und die Mär vom arbeitenden deutschen Mann“ von Dirk Frankewurden nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch der Presse beäugt.

Für das Abendprogramm wurde mit Kevin Dardis ein original irischer Pub-Quizmaster engagiert, der die so oft zitierte „Weisheit der Vielen“ in der (Offline!)-Praxis prüfte.

Samstag, 10. September 2011

Diddl-Lounge, by Rainer Knäpper, GFDL 1.2


Während sich ein Teil mit dem Stadtheimatpfleger der Nachbarstadt Fürth auf eine Exkursion in Sachen „Wiki Loves Monuments“ begab, hatten die Teilnehmer im Bildungszentrum die Qual der Wahl:
„Dead or Alive: Ethische Betrachtungen zu WP:BIO“ mit Debora Weber-Wulff, „Ambassadors, Charta, Gender, Strategy plan“ mit Ting Chen & Jan Eissfeldt, „WP:KALP – Funktionsweise, Funktionen und kritische Betrachtung einer zentralen Wikipedia-Institution“ mit Benutzer:Toter Alter Mann, „Wikipedia:Bibliographisch-archivalische Datenbank“ mit Olaf Simons, „Voraussetzungen der Mehrsprachigkeit“ mit Purodha Blissenbach sowie „Ist die Wikipedia eine Enzyklopädie? Geschichte und Gegenwart der Riesennachschlagewerke“ mit Ziko van Dijk bildeten bereits zu Beginn einiges an Gesprächsstoff.

Zwischen den einzelnen Beiträgen war in der „Diddl-Club“ genannten Lounge mit Balkon auch die Möglichkeit, sich zu unterhalten und entspannt alte Freunde und Bekannte zu treffen.

Nach dem Mittagessen wurden in den einzelnen nach Enzyklopädisten benannten Räumen weitere Sessions zu aktuellen Themen und Dauerbrennern gehalten: „Benutzername = Klarname?“, ob Frauen die besseren Enzyklopädisten (oder Enzyklopädistinnen?) sind, wie Wikipedia auf Nicht-Wikipedianer wirkt und vieles mehr.

Die Podiumsdiskussion am Abend mit dem Thema „Zehn Jahre Wikipedia: Freies Wissen für alle“ hatte mit Ting Chen, Magnus Gertkemper, Prof. Dr. Klaus Meier, Pavel Richter, Klaus Schrage, Jörg Wittkewitz sowie dem Moderator Peter Lokk durchaus einiges zu bieten, war aber im Vergleich zu der am Sonntag abgehalten Diskussion zu den Bilderfiltern noch moderat.

Der Abendausklang bei herrlichem Spätsommerwetter und das Late-Night-Special „Sexipedia Reloaded! Flirten in der Internetenzyklopädie: Geht das? Verspricht das Erfolg?“ mit Henriette und Cornelius ließ so manchen erst spät den Weg in die Unterkunft finden.

Sonntag, 11. September 2011

WikiCon-Podiumsdiskussion, by Ziko van Dijk, CC-BY-SA


So manchen Teilnehmer war nach einer kurzen Nacht der Weg in den Diddl-Club das Gebot der (frühen) Stunde: Dort wartete bereits frischer Kaffee.

Die Panels der WikiCon standen ganz im Zeichen der Zeit: Administratorenworkshops, Wikipedia im Bildungswesen, Regionalwikis und „WikiTV“ boten spannende Einblicke in die „ordentliche“ und „ausserordentliche“ Wiki-Welt. Einige Beiträge konnten dank Manuel Schneider auch auf Video mitgeschnitten werden und sind bereits online. Eine Schaltung zum ORF inklusive.

Besonderes Interesse fand dabei das Diskussionspanel zum geplanten Bilderfilter. Auch hier war mit Ting Chen von der Foundation hoher Besuch mit von der Partie.

Die Abschlussveranstaltung zeigte durch die eine oder andere weite Heimreise bereits erste Lücken, war aber gut besucht.

Dank der vielen helfenden Hände konnte der Abbau und das Aufräumen in gefühlter Rekordzeit über die Bühne gebracht werden. Die Fahnen wurden eingerollt und das Licht ausknipst.

Dokumentation

Während der Veranstaltung wurde viel getwittert, Fotos und Videos wurden geschossen und es erfolgte eine umfassende Presseberichterstattung.

Rück- und Ausblick

Insgesamt waren es äusserst spannende, anstrengende und dennoch entspannte Tage in Nürnberg. Die Teilnehmer fühlten sich offensichtlich wohl und es fiel sogar das Wort „KuschelCon„, was die lokalen Organisatoren natürlich gerne hörten.

Nach Skillshare in Lüneburg und der WikiConvention in Nürnberg lässt sich durchaus das Fazit ziehen, dass die Gemeinschaft der Wikipedianer und der Wikifanten der Schwesterprojekte eine regelmäßige Veranstaltung zum Austausch zu aktuellen Themen und zum Kennenlernen der Nutzer hinter den Nicknames ausserordentlich gerne sehen.

Tatsächlich gaben zwölf Wikipedianer im Feedbackbogen an, sich eine derartige Veranstaltung in ihrer Heimatstadt und organisiert durch sie selbst vorstellen zu können.

Die finanzielle und logistische Unterstützung durch WMDE ist hierbei durchaus von Vorteil. Nicht wenige bemerkten jedoch, dass für solche Veranstaltungen ein „Von der Community für die Community“ klar bevorzugt wird.

Das Ziel der Locals war es, der Wiki-Gemeinschaft ein Treffen zu ermöglichen und gleichzeitig den Staffelstab weiterzugeben, damit sich daraus ein jährliches Treffen etabliert. Das erste Ziel wurde – so das überwältigende Feedback – auf jeden Fall erreicht. Beim zweiten Ziel ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Großer Dank gilt Wikimedia Deutschland für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit, Peter Lokk für seine Hilfe und Geduld, dem Bildungszentrum Nürnberg für die unkomplizierte und freundliche Art sowie Wikimedia Österreich und Schweiz. Ganz besonders danken wir allen Helfern, Ideengebern, Referenten und Teilnehmern – egal, wie groß oder klein der Beitrag war. Denn wie für die Wikipedia und deren Schwesterprojekte gilt auch für eine Veranstaltung wie der WikiConvention: Es sind die vielen Menschen hinter den Benutzernamen, die das Ganze zum Leben erwecken.

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WikiConvention: Treffpunkt für Freies Wissen

Es ist soweit. Am Wochenende (9.-11.09.2011) findet im Bildungszentrum Nürnberg die erste WikiConvention statt. Weiter unten findet Ihr einen Auszug der Pressemitteilung von Wikimedia Deutschland zur Veranstaltung.

Am Freitag geht es um 16 Uhr los, insgesamt stehen mehr als 60 Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden und Ausflüge auf dem Programm. Das WikiCon-Team in Nürnberg steckt gerade in den letzten Vorbereitungen, wir unterstützen sie aus der Geschäftsstelle bei den kleinen und großen Aufgaben einer solchen Veranstaltung.

In Kooperation mit dem Bildungszentrum Nürnberg findet am Samstagabend um 19 Uhr eine Podiumsveranstaltung unter dem Motto „Zehn Jahre Wikipedia: Freies Wissen für alle“ statt. Hierzu laden das Bildungszentrum und wir Gäste aus Wissenschaft, Politik und Journalismus ein sowie Interessierte aus der Umgebung. Der Eintritt ist frei. Auf dem Podium:

  • Ting Chen, Vorsitzender des Boards der Wikimedia Foundation in San Francisco
  • Magnus Gertkemper, langjähriger Wikipedianer und Administrator
  • Prof. Dr. Klaus Meier, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Institut für Journalistik
  • Pavel Richter, Wikimedia Deutschland e.V., Geschäftsführer seit August 2009
  • Klaus Schrage, Journalist bei den Nürnberger Nachrichten, freigestellter Betriebsrat und Blogger „Hirndübel“
  • Jörg Wittkewitz war bei IBM Global Services im Bereich Content/Knowledge Management tätig und arbeitet für Medien wie Deutschlandradio, FAZ und telepolis
  • Moderation: Peter Lokk M.A, Journalist und Dozent, Nürnberger Medienakademie

Viele Mitarbeiter der Geschäftsstelle werden ebenfalls nach Nürnberg reisen und in Vorträgen, Workshops und natürlich in persönlichem Austausch unsere Arbeit vorstellen. Wir freuen uns, euch zu sehen und sind gespannt auf euren Input!

Nicht vergessen, das allgemeine Hashtag für alle Tweets, Blogbeiträge, Fotos, Videos und Plusse zur WikiConvention ist #wikicon.

 

Pressemitteilung
Berlin, 05.09.2011

 
Treffpunkt für Freies Wissen
Wikipedia-Konferenz in Nürnberg.

Vom 9. bis 11. September 2011 findet die WikiConvention im Bildungszentrum Nürnberg statt. Mit bereits mehr als 170 Anmeldungen wird es eine Konferenz für Menschen, die sich für Wikipedia und die Schwesterprojekte der freien Enzyklopädie begeistern. In zahlreichen Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen dreht sich von Freitag bis Sonntag alles um den Austausch über Freies Wissen. Was ist überhaupt ein Wikipedia-Autor? Worin besteht die Arbeit eines Administrators? Mit Fragen wie diesen richtet sich das Programm sowohl an interessierte Neulinge als auch an erfahrene Wikipedia-Benutzer. Wikimedia Deutschland unterstützt die ehrenamtlichen Organisatoren der Tagung und wird vor Ort ebenfalls über die Arbeit des gemeinnützigen Vereins informieren.

„Die WikiConvention zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass Wikipedia viel mehr ist als eine Webseite. Hier tauschen sich freiwillige Helfer über die Zukunft der größten Enzyklopädie der Welt aus, die sie oft schon seit Jahren mit großem Engagement in ihrer Freizeit verbessern. Die WikiConvention ist eine weitere großartige Facette dieser ehrenamtlichen Arbeit“, erklärt Pavel Richter, Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland.

Am Sonntag wird der Schwerpunkt auf dem Tag des offenen Denkmals liegen, der in Deutschland seit 1993 begangen wird. Dabei steht der europäische Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments im Vordergrund. Der Wettbewerb ruft vom 1. bis zum 30. September dazu auf, mit Fotos von Kultur- und Baudenkmälern die entsprechenden Wikipedia-Artikel zu bebildern.

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Zur vollständigen Pressemitteilung.

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