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WissensWert-Jurysitzung: Der Wert des Austauschs

Was ich an dieser ganzen Wikimedia-Welt liebe ist, dass es immer wieder Überraschungen gibt. Die letzte dieser Überraschungen war die Jurysitzung von WissensWert-Wettbewerb, die am letzten Mittwoch in Berlin stattfand. Kurz gesagt: Ich kannte in der Jury niemanden. Es ist nicht immer leicht, wenn man neue Leute „freiwilligt“ an einem solchen Gremium zu arbeiten, die richtige Stimmung zu finden. Man tagt nur ganz kurz und in wenigen Stunden muss man sich einigen, welches die besten Projekte sind. Wir hatten 4 (vier!) Stunden, um durch 30 Projekte durch zu gehen. Wir hatten schon vorher Punkte für anhand verschiedener Kriterien verteilt und haben bei der Sitzung aufgrund dieser ersten und persönlichen Einschätzung diskutiert.

Und diskutiert haben wir reichlich! Aber in so einer Art, die ich mir bei Wikimedia öfter wünsche: Vernünftig, respektvoll, lustig auch, seriös und konstruktiv. Diese Sitzung war einfach toll!

Die WissensWert-Juroren kommen aus alle mögliche Ecken, und die Bereicherung bei den Gesprächen war einfach klasse. Wir waren uns oft nicht auf Anhieb einig, was spezifische Projekte angeht. Aber in der Diskussion hatten wir Gelegenheit, uns alle Projekte in so vielen Details wie möglich und von allen Richtungen anzukucken. Kulturblickwinkel, Wikimediablickwinkel, Aktivismusblickwinkel, Projektmanagementblinkwinkel – so viele Richtungen, in die wir alle gegangen sind, um einander zu verstehen und Projekte mit neuen Augen zu begreifen. Herzlichen Dank dafür an die anderen Juroren und Jurorinnen, das hat wirklich Spaß gemacht!

Der Konsens hat sich ganz natürlich gefunden, und am Ende waren die Ergebnisse da! Die bekommt ihr aber erst am 15. Dezember, wenn der ganze Prozess abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit könnt ihr euer Lieblingsprojekt für den Publikumspreis (Übersicht aller Projekte) wählen. Und glaubt ihr mir, es gibt eine Menge Projekte, die eure Lieblingsprojekte sein könnten!

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WissensWert 2011: Vorstellung der Projekte und Wahl zum Publikumsliebling

 

 

Hier klicken, um direkt für den Publikumspreis abzustimmen!

 

Heute haben wir die bei WissensWert eingereichten Projektideen im Meta-Wiki veröffentlicht (Kurzübersicht, Übersicht), gruppiert nach förderbaren und in dieser Runde nicht förderbaren Projekten. Wir freuen uns sehr, dass so viele schöne und neue Ideen dabei sind! Wie im letzten Jahr haben wir die Projekte zunächst überprüft auf die Einhaltung der Teilnahmebedingungen und die Übereinstimmung mit unserem Ziel der Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freien Wissens.

Förderbar – ja oder nein?

Die Entscheidung fiel nicht immer leicht. Wir haben mit vielen der Einreicher Kontakt aufgenommen, um neben inhaltlichen Fragen auch zu prüfen, ob wirklich freie Lizenzen (und nicht Lizenzen, die kommerzielle Verwendung oder Bearbeitung ausschließen) zum Einsatz kommen. Hier ist nach wie vor noch viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, wie auch aktuellen Debatten (z.B. zum Thema Freie Bildungsinhalte oder die Reformdebatte zum Urheberrecht) zeigen.

Die 30 als „förderbar“ gekennzeichneten Projekte geben wir nun an die Jury weiter. Diese tagt am 7. Dezember und wertet dort abschließend aus, welche Projekte eine Förderung erhalten sollen. Bei der Förderung selber ist es dann nochmal an uns, mit den Einreichern über die konkrete Umsetzung zu sprechen. Nicht alle Anträge können 1:1 so umgesetzt werden, nicht alle Einzelleistungen sind durch uns förderbar. Hier gilt es z.B. zu klären, in welchem Rahmen wir Technikanschaffungen, Honorarkosten oder Softwareentwicklung fördern. Und natürlich werden wir nochmal besonderes Augenmerk darauf legen, dass in der Umsetzung wirklich ausnahmslos Freie Lizenzen zum Einsatz kommen. Wie angekündigt werden wir die Projektleiter der ausgewählten Ideen Anfang 2012 zu einem eintägigen Workshop einladen. Die Themen des Workshops umfassen z.B. Projektmanagement, Budgetplanung, Urheberrecht und Öffentlichkeitsarbeit und orientieren sich außerdem an besonderen Wünschen der Projektleiter. Die Teilnahme am Workshop ist Voraussetzung für die Förderung.

Mit den Einreichern der 20 als „nicht förderbar“ gekennzeichneten Projekte setzen wir uns in den nächsten Tagen in Verbindung und legen dar, warum wir ihr Projekt in dieser Runde (noch) nicht fördern können. In vielen Projekten steckt wirklich Potential, und mit mehr Zeit und Beratung lassen sich einige in Zukunft sicher in die Tat umsetzen. Der Wettbewerb soll ja auch als Plattform dienen, an den Ideen weiter zu feilen oder sich mit anderen Menschen zusammen zu tun, die an ähnlichen Aufgaben arbeiten. Es spricht also bei vielen Projekten nichts dagegen, in der nächsten Runde wieder dabei zu sein.

Auf den Diskussionsseiten können Fragen und Kommentare zu den einzelnen Projekten hinterlassen werden und den Einreichern bietet sich die Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

Der Publikumspreis

In diesem Jahr haben wir uns – gemeinsam mit der Jury – einen Publikumspreis einfallen lassen: Öffentlichkeit und Community küren ihr Lieblingsprojekt und dieses erhält von uns 2.000 Euro extra für die Umsetzung der Idee. Der Einreicher, der die meisten Leute begeistert, bekommt damit die Chance, seine Idee noch schöner und wirkungsvoller zu machen. Dieser Publikumspreis ist unabhängig von der Entscheidung der Jury. Er wird auch für Projekte zur Verfügung gestellt, die nicht unter den von der Jury ausgewählten Gewinnern des Wettbewerbes sind.

Selbstverständlich darf dieser Bonus nur den Förderrichtlinien entsprechend eingesetzt werden. Die Jury behält sich vor, Teilnehmer bei offensichtlicher Manipulation zu disqualifizieren. Automatisch rückt dann das zweitbeste Projekt nach.

Hier findet ihr das Formular für die Wahl eures Lieblingsprojektes. Bis zum 13. Dezember habt ihr dafür Zeit. Spread the message!

Alle Fragen zum Wettbewerb beantworte ich gerne, am liebsten per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de oder hier in den Kommentaren.

Update: Erstes Zwischenergebnis der Publikumsabstimmung

Innerhalb der ersten 1,5 Tage wurden schon 226 Stimmen abgegeben, hier der aktuelle Zwischenstand (2.12.2011, 10:30 Uhr):

Publikumspreis WissensWert, Stand 02.12.2011
Publikumspreis WissensWert, Stand 02.12.2011

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WissensWert-Interview bei FluxFM

Gestern war ich zu Gast im Studio von FluxFM, um dort mit Winson in der Morningshow am Nachmittag über unseren Wettbewerb WissensWert zu plaudern. Der Sender hat uns erfreulicherweise ausdrücklich gestattet, die beiden Interviewteile unter CC-BY-SA zu veröffentlichen.


Teil 1 by FluxFM [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons


Teil 2 by FluxFM [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am 12. November wurde ich von Lili Masuhr auf TRACKBACK bei Fritz ebenfalls zu WissensWert interviewt. Der Podcast steht unter der unfreien CC-NC-ND-Lizenz, so dass wir hier nur einen Link zum Angebot setzen können: TRB 254: Generation Facebook, WissensWert, Zoe Leela, Hurra.

Viel Spaß beim Hören und Weitersagen! :)

Und: Ihr habt noch bis Donnerstag, 24.11.2011, 23:59:59 Zeit, eure Ideen bei uns einzureichen und 5000 Euro für eure Projekte zu erhalten. Viel Erfolg!

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WissensWert 2011: Herzchenbonus, Publikumspreis und Verlängerung!

Schon wieder was neues zu WissensWert: Am Montag fand eine Vorbesprechung mit einigen Jurymitgliedern statt und wir haben zwei schöne Ergänzungen zum laufenden Wettbewerb ersonnen.

Herzchenbonus

Bei der Bewertung sind zwei Dimensionen von besonderer Bedeutung: Impact für Freies Wissen und die Community sowie die Umsetzbarkeit der Projekte. Die Bewertung erfolgt anhand von vier Fragen, für die insgesamt 30 Punkte vergeben werden können und die sich an den vorgegebenen Bewertungskriterien orientieren. Wir möchten uns aber nicht nur an einer strikten Bewertungsmatrix orientieren, sondern den Juroren auch ermöglichen, ihre Leidenschaft auszudrücken. Damit hier weiche Faktoren Berücksichtigung finden, vergibt die Jury einen Herzchenbonus für ihre vier Favoriten: Das jeweilige Lieblingsprojekt erhält 20 Punkte, das zweitliebste 15, dann 10 und dann 5 Punkte.

Publikumspreis

In diesem Jahr haben wir uns – gemeinsam mit der Jury – einen Publikumspreis einfallen lassen: Öffentlichkeit und Community küren ihr Lieblingsprojekt und dieses erhält von uns 2.000 Euro extra für die Umsetzung der Idee. Der Einreicher, der die meisten Leute begeistert, bekommt damit die Chance, seine Idee noch schöner und wirkungsvoller zu machen. Dieser Publikumspreis ist unabhängig von der Entscheidung der Jury. Er wird auch für Projekte zur Verfügung gestellt, die nicht unter den von der Jury ausgewählten Gewinnern des Wettbewerbes sind.

Selbstverständlich darf dieser Bonus nur den Förderrichtlinien entsprechend eingesetzt werden. Die Jury behält sich vor, Teilnehmer bei offensichtlicher Manipulation zu disqualifizieren. Automatisch rückt dann das zweitbeste Projekt nach.

Ihr dürft also bald eure Lieblingsidee liken (oder pluseinsen, wie immer ihr das nennen mögt ;)).

Verlängerung!

Aufgrund dieser Neuigkeiten legen wir noch eine Woche drauf und verlängern die Einreichungsfrist bis zum 24. November 2011. So habt ihr mehr Zeit, eure Ideen auszuformulieren und euch zu überlegen, wofür ihr den Publikumspreis einsetzen würdet. Wir sind gespannt!

Mitmachen!

Ausführliche Informationen und Teilnahmebedingungen findet ihr auf der Webseite. Für alle Fragen zu WissensWert erreicht ihr mich per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de.

Wir zählen bei der Bekanntmachung unseres Wettbewerbes übrigens auf Eure Unterstützung: Erzählt Euren Freundinnen, Kollegen, Musen, Wirten und Partnerinnen von der tollen Möglichkeit dieser Förderung. Damit das Ganze auch hübsch wird, haben wir ein paar Banner zum Einbinden auf Eure Wikis, Blogs und Social Networks gebastelt. Danke!

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WissensWert – Berichte aus den Projekten IV

Vor drei Wochen haben wir die zweite Runde unseres Ideenwettbewerbes WissensWert gestartet. Noch bis zum 17. November habt ihr Zeit, eure Anträge für die Förderung einzureichen und bis zu 5.000 Euro Unterstützung zu erhalten. Als Anregung für neue Bewerber eignen sich auch die Projekte, die im letzten Jahr zu den Gewinnern zählten. Wir berichten regelmäßig über deren Fortschritt, hier kommt nun der vierte Teil.

Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung und unterstützen bei der Bekanntmachung der Projekte und Ergebnisse. Diese Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen. Tabitha hat das Studio fertig eingerichtet und in Betrieb genommen. Das Tonstudio ist übrigens mobil und kann für die Erstellung freier Inhalte ausgeliehen werden. Tabitha freut sich über Anfragen und Kontakt, egal ob ihr das Studio in Köln oder die mobile Version bei euch vor Ort benutzen möchtet.

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt Libre Projects befindet sich bereits in der Umsetzung. Ein Blick auf die hübsche Webseite lohnt sich, mittlerweile listet sie 143 freie Webdienste und Alternativen auf. Geordnet sind sie nach den Kategorien Social, Tools, News, Travel, Games, Multimedia, Knowledge, Text, Audio, Video, Graphics, Publishing, Development, Science und Organization.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Marc schreibt:

Die Bilder stehen jetzt drei Monate bereit. In der Community wird die gute Auflösung und Lagegenauigkeit der Bilder geschätzt. Inzwischen sind 100.000 Änderungen in der OpenStreetMap-Datenbank gemacht worden. Drei OSM-Stammtische haben sich gemeldet und werden einen eigenen Bildserver für die lokale Community betreiben. Daneben laufen erste Tests für einen Luftbild-Proxy, der ein leichtere Nutzung der Bilder erlauben würde.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen, der Film wurde veröffentlicht. Mehr dazu im Blogpost: WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons.

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status:Das Projekt soll nun in Kooperation und durch weitere Förderung von der Universität Paderborn umgesetzt werden, das Fördergeld wird dann zur Anstellung eines Werkstudenten eingesetzt.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status: Das Projektteam hat Prototypen für die Präsentation der Videos entwickelt und bereitet weiterhin die technische Umsetzung vor.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status:Angekommen! Nach fast einem halben Jahr ist er nun aus Japan eingetroffen, der handgefertigte Laserplattenspieler für das Schweizer Public-Domain-Projekt. Das PD-Projekt ist eins der letzten Projekte des WissensWert 2010, das die Arbeit aufnimmt und startet auch gleich durch: Der Plattenspieler wurde nicht nur auf das liebesvollste entpackt, wie man im „Unpacking Video“ sehen kann, sondern auch gleich genutzt – die Stücke, die man im „Soundtrack“ hört, sind die ersten Digitalisate des Projekts. Ihnen wird in der kommenden Zeit noch viel weiteres Material auf die Commons folgen und somit natürlich von großem Nutzen für Wikipedia und Co sein.

Unpacking video from pdproject on Vimeo.

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status:Das Projekte befindet sich noch nicht in der Umsetzung.

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WissensWert – Berichte aus den Projekten II

Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt, werden wir hier regelmäßig über den Fortschritt in den verschiedenen WissensWert-Projekten berichten. Hier kommt nun der zweite Teil mit teils beachtlichen Neuigkeiten:

Mit Unterstützung von Anwalt und Steuerberater haben wir eine Vereinbarung entworfen, die als Grundlage für die jeweiligen Rechte und Pflichten von den Projektpartnern sowie von uns unterzeichnet wird. Einige Projekte wurden bereits gestartet, bei einigen herrscht noch Klärungsbedarf bzgl. einzelner Konditionen. Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung.

In den regelmäßigen Berichten aus der Projekten versorgen wir unsere Leser mit dem aktuellen Status, Fortschritten, Rückschlägen und Tipps für andere Projekte. Die Partner sind aufgefordert (und das ist auch eine Bedingung der Förderung), uns monatlich über den Verlauf der Projekte zu berichten. Darüber hinaus sind sie eingeladen, exklusive Beiträge zu einzelnen Projekten zu schreiben, z.B. wenn ein großer Erfolg erzielt wurde, ein Meilenstein geschafft oder auf anderen Kanälen über das Projekt berichtet wurde. Die Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt befindet sich bereits in der Umsetzung. Am vergangenen Samstag wurde das „Tonstudio für Freies Wissen“ in Köln im kleinen Kreise feierlich eingeweiht (Fotos). Dabei wurde spontan sogar ein erstes Stück eingesprochen: Vertonung des Gedichts Die beiden Geizhälse von Heinrich Seidel in verteilten Rollen. Ein ausführlicherer Bericht folgt.

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt befindet sich bereits in der Umsetzung, die Vereinbarung liegt zur Unterzeichnung vor. Jan schreibt:

Es gibt 3 großartige Neuigkeiten:

Flavio Pastore, Gründungsmitglied der italienischen Wikimedia, hat eine Sprachen-Infrastruktur angefangen und die Seite auf Italienisch übersetzt. Libre Projects ist nun auf Englisch, Deutsch und Italienisch verfügbar. Wir arbeiten noch daran, dass die komplette Seite übersetzt werden kann und werden dann Transifex als Übersetzungsplattform nutzen.

Während der letzten Wochen habe ich einige Entwickler von Online-Spielen angeschrieben, die keine Lizenzinformationen angegeben hatten. Ich habe sie gefragt, ob sie ihre Spiele frei lizensieren möchten und ihnen bei Lizenzfragen geholfen. Die Resonanz war super: 12 neue Spiele gesellen sich zu den bereits freien Anwendungen. Einen ausführlichen Bericht (auf Englisch) gibt es auf meinem Blog.

Momentan arbeite ich an Möglichkeiten zur Personalisierung der Seite. Das Backend für oben angezeigte Favoriten ist bereits fertig: http://libreprojects.net/top/diaspora,newsblur,seeks,etherpad,openstreetmap,wikipedia,librefm,tuxfamily. Als nächstes soll die An-, Abwahl & Sortierung von Favoriten direkt auf der Seite ermöglicht werden.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Die Vereinbarung ist unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen. Marc schreibt:

Wir haben vergleichende Angebote für die Luftbilder eingeholt und bereiten den Vertrag mit allen Lizenzdetails vor. Neben den Luftbilder über den Webviewer des Anbieters möchten wir den lokalen OSM Gruppen anbieten, einen Webserver mit dem lokalen Luftbild in Eigenregie zu betreiben. Eine erste Gruppe hat sich gemeldet und wir klären das weitere Vorgehen.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Die Vereinbarung ist unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen. Amadeus schreibt:

Soweit alles im grünen Bereich bei uns! :-) Wir wechseln nun von der Planung zur Realisierung!

Wir konnten alle nötigen Vorbereitungen durchführen (Requisiten organisieren, Kamera-Einstellungen testen, Spezial-Effekte ausprobieren, Figuren skizzieren, Locations wählen) und zusätzliche Personen (Sprecher) für unser Projektteam gewinnen. Das Storyboard ist durchgestylt und die Planung der einzelnen Takes geklärt.

In den kommenden zwei Abenden wollen wir die Szenen im Reallife drehen. Bis Ende Juni soll eine grobe Fassung des Films mit Spezialeffekten und Illustrationen gemäss Storyboard (siehe angehängter Ausschnitt) stehen. Dies ist Ausgangsmaterial für die Sprecher, welche ihre Texte im Tonstudio http://jectified.com/ bis zur ersten Woche im Juli aufnehmen werden. Dann kommt der Feinschliff und Finalcut. Wir wollen den Film am DO 28.7.11 veröffentlichen!

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status: Das Projekt soll in Kooperation mit dem C-LAB und der Uni Paderborn umgesetzt werden. Vereinbarung wurde noch nicht erstellt, es sind noch Fragen bzgl. Kooperation und Fördersumme zu klären.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status: Der Verein zur Umsetzung des Projektes befindet sich zur Zeit in Gründung, Vereinbarung wurde noch nicht erstellt.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status: Vereinbarung wurde erstellt und unterschrieben. Der Laserplattenspieler zur Digitalisierung alter Schelllackplatten wurde bestellt, hat aber eine Produktionszeit von einem halben Jahr.

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status: Die Vereinbarung wurde unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen.

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Wiki Loves Monuments: Bericht vom ersten europaweiten Treffen

Im Rahmen des Berlin Hackathons 2011 trafen sich am vergangenen Wochenende in Berlin nicht nur MediaWiki-Entwickler und das Language Committee, sondern auch die Organisatoren des europaweiten Fotowettberbs Wiki Loves Monuments. Unter der Leitung von Maarten Dammers und Lodewijk Gelauff, die den Wettbewerb bereits 2010 in den Niederlanden organisiert haben, widmeten sich etwa 20 Wikimedianer aus zehn Nationen grundlegenden Fragen.

Am Freitagvormittag standen zunächst technische Themen und Probleme auf dem Programm, schließlich sollten die Hacker zu ihrer Lösung beitragen. So wurde einige Zeit darauf verwendet, ein vereinfachtes Upload-Formular zu entwerfen, das nicht nur für Laien leicht zu verwenden ist, sondern darüber hinaus auch noch auf die unterschiedliche Rechts- und Informationslage für Denkmäler in jedem Teilnehmerland Rücksicht nimmt. Auch die automatisierte Erstellung von Denkmallisten und -karten war Thema.

Anschließend ging es darum, die Regeln für den europäischen Wettbewerb festzulegen. Hier wurde weitestgehend das erprobte und erfolgreiche Konzept der Niederländer übernommen, sich auf nur wenige grundlegende Richtlinien zu beschränken: Teilnehmen können alle selbstfotografierten Bilder, die sich eindeutig einem Denkmal zuordnen lassen und unter einer freien Lizenz im September auf Commons hochgeladen werden.

Bewertet werden die Bilder dann zunächst von nationalen Jurys, die auch eigene Preise in unterschiedlichen Kategorien vergibt. Die besten zehn Bilder werden dann der europäischen Jury vorgelegt, in der neben Wikipedianern auch professionelle Fotografen und Denkmalexperten sitzen sollen. Diese werden im Dezember ihr Votum bekanntgeben.

Während des Hackathons erreichte Maarten Dammers zudem die Bestätigung, dass auch der Europarat den Wettbewerb offiziell unterstützen wird. Zuvor hatten bereits Europeana und das Projekt Carare, Europa Nostra und Open Images ihre Unterstützung zugesagt.

Bevor jedoch am 1. September auch in Deutschland der Startschuss für den Wettbewerb fallen und Commons mit Bildern von Denkmälern gefüllt werden kann, steht noch viel Arbeit an: Die Listen müssen beschafft, konvertiert und in die Wikipedia eingepflegt werden. Allein das ist schon eine Mammutaufgabe, zumal im föderalen deutschen System teilweise jede Gemeinde ihre ganz eigenen Listen führt. Außerdem müssen weitere Partner kontaktiert, Veranstaltungen rund um den Wettbewerb organisiert und Sponsoren für Preise gefunden werden.

Wir suchen also weiterhin viele tatkräftige Helferinnen und Helfer, die sich auf der Projektseite in der Wikipedia über den Stand der Dinge informieren und einbringen können. Außerdem steht Nicole Ebber von Wikimedia Deutschland als Ansprechpartnerin bereit; vor allem wenn es darum geht, Kontakte zu Partnern aufzubauen.

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Wie geht’s weiter mit der Zedler-Medaille?

Die Zedler-Medaille ist ein jährlich von Wikimedia Deutschland vergebener Preis für einen Lexikonbeitrag in den Kategorien Geistes- bzw. Naturwissenschaft. Seit 2007 wird der Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz durchgeführt. 2010 erweiterten die Träger den Preis um einen Bilderwettbewerb und erhielten außerdem Unterstützung von BASF SE, der Carl Zeiss AG sowie Reporter ohne Grenzen.

Rückblick 2010

In 2010 haben wir die Zielsetzung erweitert: Nach wie vor war der Dialog zwischen Wikipedia und der Wissenschaft ein Kernziel. Dem akademischen Betrieb sollte die Qualität der Wikipedia sowie die Idee Freien Wissens vermittelt werden. Die Gewinnung neuer Autoren ist nicht mehr Kernziel; dennoch sollen Experten motiviert werden, in der Wikipedia aktiv zu werden, z.B. als Korrektoren zur Sicherung der Artikelqualität. Die Zielgruppe wurde indes von Professoren und akademischem Mittelbau auf Studierende erweitert. Kernziele waren darüber hinaus die Gewinnung neuer Mitglieder und die Erhöhung des Spendenaufkommens für den Verein. Allgemein sollte die Akzeptanz der Idee Freien Wissens, der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekten in akademischer und allgemeiner Öffentlichkeit gesteigert werden.

Außerdem wurde erstmalig ein Bilderwettbewerb ausgeschrieben, um die Attraktivität der Wikipedia durch ansprechende und fachlich wertvolle Illustration der Artikel zu erhöhen, die Anzahl der Einreichungen für Zedler insgesamt zu steigern und eine größere Öffentlichkeit und neue Zielgruppe auf die Chancen der Verwendung von freien Lizenzen für Bilder aufmerksam zu machen.

Wir haben die Maßnahmen zur Erreichung der Zielgruppe verstärkt, on- und offline Werbematerialien erstellt und verteilt, in der Community geworben und versucht, einzelne Multiplikatoren zu identifizieren und motivieren. Sowohl Ausschreibung als auch die Veranstaltung wurden auf den Wikimedia-eigenen Kanälen und über neue und alte Verteiler von Wikimedia und den Partnern beworben, um ein gesteigertes Medienecho zu erzielen. Die Zedler-Medaille sollte sich weiter etablieren, größer werden und auf lange Sicht zu einer festen, renommierten Größe im Wissenschaftssektor werden um den Ansporn zum Mitmachen in den Folgejahren zu erhöhen.

Wie geht’s weiter in 2011?

Was in den letzten Jahre gut funktioniert hat: Die Veranstaltung wurde gut angenommen und für interessant befunden, der Name „Zedler-Medaille“ ist passend und etabliert sich langsam, die Partner haben ein gutes Standing und theoretisch auch ein großes Netzwerk zur Verbreitung der Idee, wir haben mit der Mainzer Akademie eine namhafte Jury.

Weniger gut war: Das ursprüngliche Ziel, mit der Verleihung der Zedler-Medaille neue Autoren für die Wikipedia zu gewinnen, wurde nie erreicht. Es gab viel zu wenige Einsendungen, bisher haben nur Männer den Preis gewonnen, die Teilnehmer waren fast ausschließlich bereits aktive Wikipedianer, Medienresonanz und Feedback oder Interesse aus dem Wissenschaftsbetrieb konnten nicht merklich gesteigert werden. Die Akzeptanz innerhalb der Community ist gering und aus Reihen der Wikipedianer und Vereinsmitglieder wurde oft der Wunsch nach einer Neuauflage geäußert.

Diesem Wunsch möchte Wikimedia Deutschland in diesem Jahr nachkommen. Daher stellen wir „Zedler 2.0“ zur Diskussion und möchte neue Ideen sammeln und gemeinsam mit allen Interessierten ein neues, erfolgversprechenderes Konzept erarbeiten.

Ein Vorschlag: Zedler-Award für Freies Wissen

Ein Vorschlag aus der Community, über den bereits mehrfach gesprochen wurde, ist ein „Zedler-Award für Freies Wissen“, eine Art Grimme- oder Grammy-Preis für herausragende Leistungen, Artikel, Redaktionen, Portale, Sammlungen innerhalb aber auch außerhalb der Wikipedia. In verschiedenen Kategorien würden Projekte oder Personen ausgezeichnet, die sich innerhalb der letzten zwölf Monate besonders für die Förderung Freien Wissens eingesetzt, den Bewusstseinswandel vorangetrieben oder bestimmte Lücken gefüllt haben. Für einige der Kategorien sollen externe Partner gefunden werden, die eine Patenschaft übernehmen, die Reichweite des Wettbewerbs erhöhen und eine Jury stellen können. Eine wichtige Neuerung wäre auch, dass nicht zum Erstellen von Artikeln extra für den Wettbewerb aufgerufen wird, sondern dass tolle Leistungen nachträglich geehrt werden.

Eure Meinung ist gefragt

Habt ihr weitere Vorschläge? Geht das für euch in die „richtige“ Richtung? Sollte Alles beim Alten bleiben? Ist der Fokus auf Projekte außerhalb der Wikipedia sinnvoll? Sind Sach-/Geldpreise als Anreiz passend? Auf der Wikipedia-Projektseite rufen wir zur Diskussion dieser Idee und Unterbreitung neuer Vorschläge auf. Auch hier in den Kommentaren sind Anregungen gerne gesehen. Nach zwei Wochen offener Diskussion soll das Konzept soweit ausgearbeitet werden, dass man damit an weitere Partner und andere interessierte Stellen herantreten kann.

Bei Wikimedia Deutschland steht euch Nicole (nicole.ebber@wikimedia.de) für alle Fragen und Antworten zur Verfügung. Wir freuen uns über euren Input!

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Die Zedler-Medaille im Jahr 2010: Rückblick, Einblick, Ausblick

Am Freitag letzter Woche haben wir in der Frankfurter Goethe-Universität die Zedler-Medaille für herausragende neue Lexikonbeiträge verliehen. Zur Preisverleihung in der historischen Aula waren etwa 120 interessierte Gäste erschienen, um gespannt der Podiumsdiskussion und der Bekanntgabe der Preisträger zu lauschen.

Auch in diesem Jahr wurde die Medaille in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz sowie dem Verlag Spektrum der Wissenschaft verliehen. Freundliche Unterstützung erhielten wir außerdem von BASF, welche das Preisgeld im Artikelwettbewerb stellten, sowie von der Carl Zeiss AG und dem Verein Reporter ohne Grenzen, welche die Sachpreise hinzu gaben.

Die Energien des Wissens

Foto © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0


Pavel Richter, der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, begrüßte die Gäste mit einer Einführung ins Thema und geleitete durch den weiteren Abend. In der anschließenden Diskussion sprachen Johannes Fried, Stefan Hradil, Johannes Janicka und Carsten Könneker mit Volker Panzer über die guten und schlechten Energien des Wissens und gingen der Frage nach, wohin sie uns führen können. Die spannende Diskussion setzte sich auch nach Öffnung des Saalmikrofons für das Publikum fort. Mit den anschließenden Wortbeiträgen hätten wir wohl noch weitere Stunden füllen können – wären da nicht noch einige Medaillen zu verleihen gewesen. :)

Ein enzyklopädischer Abendspaziergang

Zum Einstieg in die Verleihung nahm Philipp Birken sein Publikum mit auf einen „Abendspaziergang durch die freie Enzyklopädie“ und brachte damit auch den Gästen, denen die Wikipedia bisher wenig bekannt war, ein paar Fakten und vor allem den Qualitätsanspruch des Projektes näher. Anja Feldmann stellte dann die Motivation von BASF vor, sich dieses Jahr erstmalig an dem Wettbewerb zu beteiligten. Die Spannung war förmlich zu spüren, als Gernot Wilhelm, der Vizepräsident der Mainzer Akademie zum Rednerpult schritt und weitere feierliche Worte zur Zedler-Medaille vortrug. Weiterlesen »

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WissensWert – Die Bewertungsphase ist eröffnet!


Am 15. Oktober endete die Ausschreibung für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. 93 Ideen und Projektvorschläge wurden innerhalb eines Monats bei uns eingereicht; ein tolles Ergebnis für diese erste Runde!

Vor der Weitergabe an die Jury haben wir die Ideen zunächst auf generelle Förderbarkeit im Rahmen von WissensWert hin überprüft. 9 Einreichungen wurden nicht per Bewerbungsformular inklusive Mail mit Budget und Namen des Einreichers bestätigt und entsprachen damit nicht den formalen Anforderungen. Wenn wir bis zu 5.000 Euro investieren, muss darüber hinaus sichergestellt sein, dass die Projektidee mit den Zielen von Wikimedia Deutschland vereinbar ist und Freies Wissen unterstützt. Sie muss Freie Lizenzen verwenden und sollte so gut durchdacht sein, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate umsetzbar und das angegebene Budget realistisch ist.

Förderbare Ideen in der ersten WissensWert-Runde

40 Ideen erfüllen diese Kriterien und wurden bereits an die Jury weitergereicht. Wir freuen uns, nun wie versprochen auch der Öffentlichkeit eine Stimme zu geben und stellen die Ideen zur Diskussion und Bewertung auf Meta vor. Auf den Diskussionsseiten können Fragen und Kommentare zu den einzelnen Idee hinterlassen werden und den Einreichern bietet sich die Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

Die öffentliche Abstimmung ist in dieser Runde noch sehr simpel gestaltet: Im Bewertungsformular sind alle 40 Ideen aufgeführt, jede Interessierte kann daraus bis zu fünf Favoriten auswählen. (Achtung, erst die jeweiligen Beschreibungen lesen, dann die Favoriten bestimmen!)

Die Abstimmung läuft bis zum 30.11.2010. Die Stimmen werden dann ausgezählt und das Ergebnis wird genauso hoch gewertet wie die Stimme eines Jurymitgliedes. Nach Ende der Bewertungsphase geben wir hier Anfang Dezember die Ergebnisse bekannt.

Nicht förderbare Ideen in der ersten WissensWert-Runde

Die 44 Ideen, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht von uns unterstützt werden können, stellen wir ebenfalls zur Ansicht und Diskussion bereit.

Dass so viele Ideen nicht den Anforderungen entsprachen, motiviert uns, in der nächsten Runde noch genauer zu beschreiben, worum uns es bei diesem Wettbewerb geht. Einige Ideen waren z.B. als Anregung an Wikimedia Deutschland gedacht, hatten kein Konzept für die praktische Umsetzung oder keinerlei Budget benannt. Andere haben mit Budgets in Millionenhöhe kalkuliert, wieder andere haben die kostenlose Verfügbarkeit von Texten unter regulärem Urheberrecht gleichgesetzt mit Freiem Wissen.

Wir möchten die Einreicher der ausgeschiedenen Projekte jedoch ermutigen, weiter an ihren Ideen zu arbeiten, am Konzept zu feilen oder das Budget realistischer zu planen. Einige der Ideen sind zwar in diesem frühen Stadium von uns noch nicht förderbar, bieten aber Potential und lassen sich weiter entwickeln. Es ist demnach nicht ausgeschlossen, dass eine in dieser Runde abgelehnte Idee in einer nächsten WissensWert-Runde als förderbar eingestuft wird.

Ganz im Gegenteil: Durch die Veröffentlichung der ausgeschiedenen Ideen bietet sich den Einreichern die Möglichkeit, mit anderen Interessierten über ihr Projekt zu diskutieren und Rat von Dritten einzuholen. Unser Wunsch ist es, dadurch zu weiterer Kreativität anzuregen und Synergien zu schaffen.

Nochmal in Kurzform

Und nun los: Viel Spaß beim Abstimmen, Diskutieren und Ideen schmieden! Erzählt euren Freunden, Bekannten, Kolleginnen, Nachbarn, Leserinnen, Followern und dem Rest des Internets von der Abstimmung – sie alle können mitmachen!

Anregungen und Feedback nehmen wir unter ideen@wikimedia.de gerne entgegen.

Update:
Der Arbeitstitel des Projektes lautete ursprünglich 5×5000. Das WissensWert-Konzept sieht also vor, 5 Ideen mit jeweils bis zu 5.000 Euro zu unterstützen.

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