Posts Tagged ‘Veranstaltung’



#schlossopen – kein Twittermärchen

Teilnehmer des Wettbewerbes Wiki loves Monuments sind in das Schloss Caputh bei Potsdam eingeladen

Ein Schloss öffnet sich. Bild von tOrange unter Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz via tOrange.com

Wenn man über ein Schloss schreiben möchte, dann möchte man den Artikel gern mit einem schönen Foto schmücken. Dieser Artikel handelt von einem schönen Schloss, von dem es kaum schöne Fotos bei Wikimedia Commons gibt. Und der Artikel handelt davon, wie sich das ändern könnte.

Vor einigen Tagen startete ich einen Versuch. Ich wollte via Twitter auf ein Schloss-Foto-Shooting aufmerksam machen. Und da es sich um ein Schloss handelt, und da Twitter nur jeweils 140 Zeichen erlaubt, fing ich an unter dem Hashtag “#schlossopen” , ein Twittermärchen in Fortsetzungen zu schreiben. Ich weiß bis heute nicht, woran es lag, aber plötzlich erlaubte der Twitteralgorithmus es 48 Stunden lang nicht, dass irgendeiner meiner Tweets unter ihrem jeweiligen Hashtag gefunden werden konnten. Und alle 10 #schlossopen-Tweets waren in den Untiefen des Twittergeplappers verschollen. Ein ungelöstes Mysterium, wie es sich für wahre Märchen gehört. Also besann ich mich auf eine konventionellere Methode.

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Von Rodinia nach Berlin

Ein uraltes Sommermärchen mit digitalen Mitteln erzählt

An einem Sonntag in Berlin drohte das Publikum von Coding da Vinci in der stickigen Sommerhitze wegzudösen. 16 Projekte hatten sich schon präsentiert, jedes auf seine Weise interessant. Doch dann die Rolling Stones! Der Versprecher beim Start der Präsentation rüttelte das Publikum lachend wach. Ok, es kam nicht Mick Jagger auf die Bühne, sondern das Team rund um Knut Perseke, doch was dann folgte war rocking Poesie. Es war einmal vor langer Zeit da wuchs ein Fels vielleicht an einem Ort des Urkontinents  Rodinia. Unten ein Foto von ihm. Von einem Teil.  Auf jeden Fall ein wahrscheinliches.

Das ist übrig geblieben nach 1,3 Mrd Jahren Wanderung. Foto aus der Sammlung Stadtmuseum Berlin (Stadtmuseum Berlin) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Wenn Steine mit Dir flüstern

Als die Erde sich vermutlich langsamer drehte, erkalteten die Gasmassen und Steine entstanden. Die Erde drehte sich weiter, Kontinentalplatten verschoben sich, zerbrachen und wanderten über die Planetenoberfläche. So kam unser Stein schließlich in Skandinavien zu liegen. Es wurde kälter. Es wurde wärmer. Und wieder kälter. Unser Fels zerbrach in Steine. Die Steine fingen an zu wandern. Heute – genauer nach 1,3 Milliarden Jahren – liegt einer der Steine im Museum. Genauer gesagt im geologischen Sammlungsdepot der Stiftung Stadtmuseum in Berlin-Spandau. Wie ist er dort hingekommen? Das ist ein Teil der Poesie, wenn Steine zu flüstern beginnen.

Der andere Teil ist die Leistung der Entwickler*innen, neben Knut Perseke, Anika Schultz, Thomas Fett und Ulrika Müller, der Webanwendung “Rolling Stone”. Sehr prosaisch ihre Kurzbeschreibung im Programmheft von Coding da Vinci: “User können explorativ das Steinarchiv des Stadtmuseums erkunden, und so deren Millionen Jahre alte Spuren aufdecken.” Hinter diesen dürren Worten verbirgt sich eine Reise auf dem Zeitschlitten durch Millionen Jahre Erdgeschichte. Man folgt auf der Karte direkt den Steinen auf ihrer Grand Tour. Klicke ich auf einen der Felsen im Norden, poppen in Brandenburg und Berlin die Fundstellen der Steine auf, die mit dem Eis nach Süden gewandert sind. Gleichzeitig sehe ich links das Farbfoto des Steins und seine Verwandten. In einer Animation kann ich mir die Verwandtschaftsbeziehungen der Steine  anzeigen lassen. Noch funktioniert das nicht bei allen Steinen und auch die Beschreibung der Einträge bei Commons können noch ergänzt werden. Aber “jeder kann mitmachen”, denn sowohl die Bilder als auch der Code der Anwendung stehen unter Freier Lizenz, und kann so die Spur der Steine weiterzeichnen. Circa 300 Fotos umfasst die Sammlung des Berliner Stadtmuseums in der Webanwendung “Rolling Stone”. Ein sehr gelungenes Beispiel, wie digitale Technologien dazu beitragen, unser Wissen zu erweitern und die Sammlungen in den Museen zugänglicher zu machen.

Rolling Stone on Stage. Bildrechte: CC-BY https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ Coding da Vinci, Foto: Thomas Nitz

 

An das Licht der Öffentlichkeit

Das fanden auch die Juroren und prämierten diese App mit einem Preis in der Kategorie “Out of Competition”. Damit gewann das Entwickler*innen Team den von SAP gestifteten Design Thinking Workshop am Hasso Plattner Institut in Potsdam. Eine hoffentlich gute Gelegenheit, die Webanwendung weiter zu entwickeln. Schön wäre es, wenn sie schon bald allgemein zugänglich würde, wohlmöglich als Release des Berliner Stadtmuseums. Wir warten also gespannt auf die Fortsetzung des Sommermärchens.

Dieser Blogpost ist der zweite in einer losen Sommerreihe, der die Ergebnisse des Hackathons Coding da Vinci beschreibt.

 

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Wikipedia-Treffen im ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung

US-Wirtschaftsberater im Gästehaus Petersberg. Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F011086-0027 / Wegmann, Ludwig / [CC BY-SA 3.0]

Am 26. Juni lud das Grandhotel Petersberg Wikipedia-Aktive im Rahmen des Bonner Wikipedia-Stammtisch zu einer Führung (mit Fotomöglichkeit) durch das geschichtsträchtige Gebäude ein. Wikipedianer Malabon, der das Treffen organisierte, berichtet.

Ein Gastbeitrag von Malabon, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor


Von diesem Gebäude auf dem Petersberg bei Bonn aus wurde die Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg regiert. 1892 als Hotel eröffnet, hatte das Gebäude ein unterschiedliches Schicksal:

International bekannt wurde es 1938, als der britische Premierminister Neville Chamberlain mit Adolf Hitler verhandelte, was später zum „Münchner Abkommen“ führte. Von 1949 bis 1952 residierte hier die Alliierte Hohe Kommission, die nach dem Besatzungsstatut u. a. die Gesetzgebung in der jungen Bundesrepublik ausübte. Nach 1952  wurde das Gebäude wieder als Hotel genutzt und beherbergte zahlreiche Staatsgäste der Bundesregierung. 1979 erwarb der Bund den gesamten Berg (mit Wald, Zufahrtsstraße und Hotel) und baute es zu einem Gästehaus um, das 1990 eröffnet wurde und seitdem von dem Hotelunternehmen Steigenberger als Grandhotel betrieben wird.  Seit der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin 1999 steht die Nutzung für Bundeszwecke nicht mehr im Vordergrund. Dennoch wurde das Hotel auch nach diesem Zeitpunkt für politische Zwecke, wie die Afghanistankonferenzen 2001/2002  genutzt.

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Harmonisierung im Wilden Westen – Ein Gastbeitrag von Dimitar Dimitrov

Die Veranstaltung der Reihe Das ABC des Freien Wissens am 8. Mai 2015 drehte sich um den Verhandlungsprozess für ein neues Urheberrecht auf europäischer Ebene (siehe Video).

Aktuell ist das Thema Panoramafreiheit nicht nur auf der politischen Agenda nach oben gerückt, sondern auch in den Fokus des öffentlichen Interesses geraten. Tausende Wikipedianerinnen und Wikipedianer haben in einem Offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments zur Erhaltung der Panoramafreiheit ihren Protest gegen eine womöglich drohende Abschaffung der Panoramafreiheit in einigen Mitgliedstaaten der EU ausgedrückt (Siehe auch Wikipedia:Initiative für Panoramafreiheit). Am 9.7. 2015 stimmt das Europäische Parlament über die Zukunft der Panoramafreiheit in Europa ab.

Dimitar Dimitrov ist seit 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Dort arbeitet er gemeinsam mit anderen Vertretern der Wikimedia Chapter daran, den politischen Entscheidern Wege zu einem zeitgemäßen Urheberrecht aufzuzeigen. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen vor Ort.


Freie Fahrt für ein moderneres Urheberrecht? Dimitar Dimitrov. By Dimi z [CC BY-SA 3.0]

Ein Gastbeitrag von Dimitar Dimitrov, Free Knowledge Advocacy Group EU

Um einen Beitrag über die sich gerade in den Startlöchern befindend europäische Urheberrechtsreform zu schreiben, musste ich mir länger überlegen, ob hierbei Anspielungen auf Kafka oder auf Westernfilme treffender sind. Ich habe mich letzten Endes für die Western entschieden, und zwar mit Vorliebe für das Spaghetti-Sub-Genre. Zu ernst wollen wir uns nicht nehmen, und an ein an Happy End sollten wir allemal glauben.

Once Upon a Time in the West

Nach 1993 und 2001 gibt es nun den dritten ernsthaften Versuch, in Brüssel EU-Urheberrechtspolitik zu machen. Anfang der Neunziger sollte die Schutzdauer harmonisiert werden. Ein Prozess, der trotz einer zusätzlichen Direktive mit derselben Absicht anno 2015 immer noch nicht vollzogen ist.

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Die fruchtbare Dialektik von Coding da Vinci

Warum man sich bei 34°C an einem Sonntag 20 Apps anschaut und das cool findet.

Die Ergebnisse

Am vergangenen Sonntag fand im Jüdischen Museum Berlin die Preisverleihung von Coding da Vinci – Der Kulturhackathon statt. Wesen eines Hackathons ist es, dass Hacker, also Softwareentwickler und Programmierer, in kurzer Zeit – 24, 48 oder 72 Stunden –  neuen Code schreiben. Manche tun es gemeinsam, manche lassen sich nur von der Anwesenheit der Kollegen stimulieren und manche übertreffen die Erwartungen. So ist auch beim Programmierwettbewerb Coding da Vinci, den Wikimedia Deutschland gemeinsam mit seinen Partnern, der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle für Digitalisierung und der Open Knowledge Foundation durchführt. Sicher, da gibt es noch ein paar Details: Der Hackathon geht über Wochen anstelle der üblichen Stunden. Der Rohstoff für die Aktivitäten der Coder sind ausschließlich digitalisierte Kulturgüter aus Deutschlands Museen, Archiven und Bibliotheken. Und schließlich stehen sowohl die Daten als auch die neu programmierten Anwendungen unter freier Lizenz. Wir haben darüber schon mehrfach berichtet.

Jeder würde jetzt erwarten, dass ich mich über messbare Erfolge – SMARTs eben – auslasse. Feiern, dass wir 600.000 Mediafiles zur Verfügung stellen konnten, und mit Wikidata, GND und den Beständen der DDB irgendetwas um die 65 Millionen Metadaten. Jubeln, dass zur Präsentation der 20 Projekte im Wettbewerb schätzungsweise 180 Personen kamen, obwohl man es niemanden verdenken konnte, der bei 34°C lieber irgendwo im Schatten chillte. Aber das kann man alles der Pressemitteilung entnehmen. Dort ist auch zu lesen, welche Projekte die fünf Jurypreise gewannen. Und dass die Botanikerapp Floradex “Everybody’s darling” – aka Publikumspreis – war. Stattdessen möchte ich lieber über ein Wettbewerbsprojekt schreiben, das aus meiner ganz persönlichen Sicht eine besondere Qualität von Coding da Vinci belegt.

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“Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.” – Das ABC des Freien Wissens “I=Inhalt.”

Die neunte Veranstaltung der Reihe “Das ABC des Freien Wissens” drehte sich um die Frage, ob tatsächlich eine so breite Partizipation an Entstehung und Nutzung freier Inhalte in der Kulturlandschaft besteht, wie oft suggeriert wird. Unter dem Titel “I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?” diskutierte der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner mit Stadtforscherin Dr. Paula Hildebrandt und Prof. Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums, darüber, was es braucht, um über digitale Zugänge Teilhabe an offener Kultur zu ermöglichen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung veranschaulichte Dr. Paula Hildebrandt in einem einführenden Vortrag, wie offene Kultur in der Praxis aussehen kann. Die Künstlerin mit Doktortitel in Europäischer Urbanistik  stellte das gemeinschaftlich organisierte Projekt welcomecitymap vor, das über performative Ansätze klandestines Stadtwissen erlebbar macht, gerade für Menschen, die neu einer Stadt ankommen sind, wie Geflüchtete und Zugezogene.  Sie machte deutlich, dass Partizipation nicht als Worthülse zur Unterfütterung von Drittmittelprojektanträgen und auch nicht zum Wohlfühl-Begriff für Kunstprojekte mit Migrantinnen taugt. Vielmehr habe die Bemühung für mehr Beteiligungsmöglichkeiten  für alle Menschen der Gesellschaft damit zu tun, auch selbst öfter den Standpunkt zu wechseln, sich einzufühlen, immer wieder ein anderer zu werden. Das kann anstrengend sein; so lautete das Fazit: “Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.”

 

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Hoffnungen statt Befürchtungen – OpenGLAM-Workshop startet

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland ein ganztägiger Workshop für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen statt. Dabei wurde vermittelt, wie diese ihr digitalisiertes Kulturgut für eine möglichst offene Weiternutzung zur Verfügung stellen können. Organisiert wurde der Workshop von der OpenGLAM-Gruppe, an der Wikimedia Deutschland beteiligt ist.

Die deutschsprachige Arbeitsgruppe ist Teil eines internationalen Netzwerks von Menschen und Organisationen, die sich gemeinsam für den freien Zugang und die freie Nutzung von digitalisiertem Kulturgut engagieren.

Großes Interesse, viele Anregungen

Die Resonanz war gut, knapp 30 Gäste aus verschiedenen Institutionen, teils in leitenden Funktionen, kamen in die Räume von Wikimedia Deutschland, um eine Reise in die Welt der offenen Daten anzutreten, mit erfahrenen Urheberrechtsjuristinnen und -juristen ins Gespräch zu kommen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen.

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Das ABC des Freien Wissens „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

ABC-Logo. Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0]

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal fragen wir, wer jenseits aller politischen und institutionellen Lippenbekenntnisse zu Open Culture wirklich teil an Entstehung und Inhalt freier Kultur hat.

Viele Köche verderben den Brei. – Eine Weisheit aus längst vergangener Zeit, wie es scheint. Ob im schulischen, akademischen oder beruflichen Kontext – Partizipation ist das Diktum der Stunde. Gerade für das Ziel, allen Menschen das Wissen der Welt zugänglich zu machen, gehören partizipative Strategien zum Kernkonzept. Doch führen all die Bemühungen, diese Vision für den Bereich Open Culture zu realisieren, wirklich zu der breiten Teilhabe an Kultur, die so oft beschworen wird?

Was können Kulturinstitutionen konkret tun, um nach der Digitalisierung ihres Kulturguts im nächsten Schritt den wirklichen Zugang dazu zu gewährleisten? Welche politischen Weichenstellungen müssen nach der Digitalisierung im Kulturbereich erfolgen, um das Mantra der Teilhabe in die gelebte Alltagsrealität zu übersetzen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


Content is king. Aber auch für alle zugänglich? Foto: Chris Dlugosz, https://flic.kr/p/5raMFX, CC-BY-SA 2.0

„I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

Donnerstag, 25. Juni, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:
Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin
Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin
Prof. Johannes Vogel, Direktor Museum für Naturkunde Berlin

Moderation: Barbara Fischer, Wikimedia Deutschland

Rauminszenierung: Performing Citizenship / Welcomecity

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de
  • Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen.
  • Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.
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Monsters of Law Nr. 6 oder: Gibt es ein Recht am Bild der eigenen Katze?

Monster Bildrechte? Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

 Was müssen Fotografinnen und Fotografen beachten, wenn sie ihre Bilder bei Wikimedia Commons hochladen oder über eine andere Plattform unter einer freien Lizenz veröffentlichen möchten? Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich frei lizenzierte Bilder nutzen möchte? Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber- und Medienrecht und passionierter Hobbyfotograf, der selbst aktiv bei Wikimedia Commons ist, führte bei der sechsten Veranstaltung der Reihe Monsters of Law durch das „Minenfeld Bildrechte„.

Stellen wir uns vor, wir möchten ein Bild eines öffentlichen Gebäudes machen, beispielsweise dem Brandenburger Tor, und dieses anschließend im Internet unter einer freien Lizenz veröffentlichen, damit es von allen Menschen für ihre jeweiligen Zwecke nachgenutzt werden kann. Zunächst unproblematisch, könnte man meinen, schließlich gestattet uns ja die Panoramafreiheit, urheberrechtlich geschützte Werke im öffentlichen Raum, wie eben Gebäude oder auch Kunstwerke, zu fotografieren und die Bilder weiterzuverbreiten, ohne dass wir dafür die Urheberin kontaktieren und um Erlaubnis ersuchen müssen. Jedoch ist die Panoramafreiheit strenger ausgelegt, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. So muss das, was fotografiert wird, nicht nur vom öffentlichen Raum aus abgelichtet werden, sondern es bedarf auch immer der Nennung der Urheberin, im genannten Fall der jeweiligen Architektin. Dies, so merkte Koreng an, geschehe bei den in Wikimedia Commons hochgeladenen Bildern so gut wie nie, obwohl die Nichtnennung der Urheberin streng genommen eine Urheberrechtsverletzung darstelle (die wohlgemerkt in den seltensten Fällen zu einem Rechtsstreit führt).

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WMDE in 3 Minuten – März 2015

Liebe Freundinnen und Freunde des Freien Wissens,

wir haben im Februar damit begonnen, das Format der WMDE-Monatsberichte umzugestalten. Es gibt weiterhin die ausführliche monatliche Berichterstattung über die Aktivitäten der Communitys hier in diesem Blog. Zusätzlich probieren wir ein neues Kurzvideoformat. Einmal im Monat treffen sich die hauptamtlich Mitarbeitenden von Wikimedia Deutschland, um sich über die Projekte in den einzelnen Bereichen auszutauschen. Bei diesem Monatsmeeting werden die unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte innerhalb des Kollegiums sehr lebendig erzählt und mit Präsentationen visualisiert. Wir nutzen dafür Bühne und Technik unseres Veranstaltungsraums Mosaik und zeichnen die Monatstreffen auf Video auf. Dieses Material bildet die Grundlage für das neue Format: Drei Themen des Monatsmeetings wurden kollaborativ ausgewählt und zu einem 3-Minuten-Video zusammengeschnitten. Das Bild im Video ist zweigeteilt: Der große Bildschirm zeigt die Präsentationen – der kleinere oben links zeigt die Kolleginnen und Kollegen, die gerade auf der Bühne über die Projekte sprechen. Der Originalton wird nicht verwendet. Stattdessen gibt es eine extra Tonspur mit Sprechertext, um Grundsätzliches zu den Projekten zu erklären. Das Video soll vor allem neuen Mitgliedern die Arbeit des Vereins rund um die vielen Facetten des Freien Wissens näherbringen und eine Einladung sein, sich weiter zu informieren. Zu diesem Zweck ist der Sprechertext unterhalb des Videos schriftlich aufgeführt und mit Links auf die entsprechenden Projektseiten hinterlegt.

Hier nun die Märzausgabe mit etwas lauterem Ton als im letzten Video

EnthusiastiCon

Eine große Rolle für das Erstellen und Verbreiten Freien Wissens spielt das Programmieren freier Software. 2015 möchte sich Wikimedia Deutschland als Entwicklungszentrum in diesem Bereich mehr Sichtbarkeit verschaffen, um so noch mehr Menschen für die Arbeit in Wikimedia-Projekten wie Wikipedia oder Wikidata zu inspirieren. Vom 19. bis zum 21. Juni veranstalten wir dazu in unseren Räumen am Tempelhofer Ufer in Berlin die Konferenz EnthusiastiCON, die die Vielfalt der Welt des Programmierens widerspiegeln soll. Die Veranstaltung richtet sich an die Gemeinschaft der Code-Schreibenden und alle Menschen, die sich fürs Programmieren begeistern. Dabei werden die Teilnehmenden in 10-minütigen Vorträgen ihren Enthusiasmus für ihr jeweiliges Steckenpferd miteinander teilen. Ob es dabei um die Schönheit des Hardware-Schreibens oder darum geht, wie man Kindern am besten Programmieren beibringt, ist egal – Hauptsache ist, dass sich das Leuchten in den Augen der Vortragenden auf den Saal überträgt!

https://sourcecode.berlin/enthusiasticon

Das ABC des Freien Wissens

Seit 2014 buchstabiert Wikimedia Deutschland mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Prinzip “Das ABC des Freien Wissens” Fragen zur vernetzen Gesellschaft durch. Der Fokus liegt darauf, neue Kontakte und Kooperationen mit an Freiem Wissen Interessierten herzustellen und ihnen zu zeigen, was Wikimedia Deutschland tut. Dazu greifen wir aktuelle gesellschaftliche Themen auf und laden relevante Gäste zur Podiums- und Publikums-Diskussion in lockerer Atmosphäre ein. Die letzten Veranstaltungen behandelten unter F wie Fail die Schönheit des Scheiterns, alternative Vergütung ehrenamtlicher und kreativer Arbeit unter G wie Grundeinkommen und mit H wie Harmonisierung ein einheitliches Urheberrecht für Europa. Die nächste Veranstaltung (I wie Inhalt) findet am 25. Juni statt und dreht sich um offene Kulturdaten. Mit dabei ist beispielsweise der Kulturstaatssekretär Tim Renner. Interessierte sind herzlich eingeladen, nach Berlin zu kommen oder sich per Livestream an der Veranstaltung zu beteiligen.

https://wikimedia.de/wiki/Wikimedia-Salon_-_Das_ABC_des_Freien_Wissens

Wiki Loves Monuments

„Wiki Loves Monuments“ ist ein von der Wikipedia durchgeführter internationaler Fotowettbewerb rund um Bau- und Kulturdenkmäler, der 2015 zum fünften Mal stattfindet. Vom 1. bis zum 30. September können ehrenamtliche Fotografen ihre Denkmal-Bilder unter einer freien Lizenz in das freie Medienarchiv Wikimedia Commons laden, wo sie z.B. in der Wikipedia weiterverwendet werden können. Eine Jury aus Experten und Freiwilligen kürt dann die Gewinner. Wikimedia Deutschland unterstützt die Freiwilligen bei der Organisation des Wettbewerbs und hilft, diesen durch neue Partnerschaften zu vergrößern und zu verbessern. Hier im Video zu sehen ist der Auftakt-Workshop mit Freiwilligen, Wikimedia-Mitarbeitenden und Vertretern des Hessischen Amts für Denkmalpflege, das sich in diesem Jahr mit einem Modellprojekt in Hessen an Wiki Loves Monuments einbringen möchte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wiki_Loves_Monuments_2015/Deutschland

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