Posts Tagged ‘TAO’



„Silberwissen“ im Projekt TAO nähert sich dem Abschluss

Elvira Schmidt berichtet als Projektverantwortliche aus dem Projekt TAO/Silberwissen, das Ende September abgeschlossen wird.

Das Projekt Third Age Online nähert sich seinem Ende. Im September wird in Bern die abschließende Veranstaltung dazu stattfinden. Bereits in den vergangenen Monaten wurden im Rahmen des Ambient Assisted Living (AAL) Programms der EU in Norrköping und Maastricht abgeschlossene Teilergebnisse der Forschungspartner vorgestellt. Nunmehr liegen auch die Ergebnisse der UM-Merit aus der Befragung Älterer im Web 2.0 darunter in der Wikipedia vor.

Nicht alle Senioren schrecken vor dem Bearbeiten der Wikipedia zurück. Foto: Elvira Schmidt (cc-by-sa 3.0)

Die Umfrage wurde im Frühjahr 2013 unter rund 600 Senioren vor allem aus den Niederlanden und Deutschland durchgeführt. Nur 20 Prozent der Befragten haben bereits eigene Beiträge in die Wikipedia eingestellt. Nach den Gründen für diese Zurückhaltung befragt, gab die Mehrheit der Befragten an, dass sie befürchten, nicht ausreichend informiert zu sein und deshalb Fehler machen könnten. Ein weiterer ebenfalls sehr oft genannter Grund der Senioren war: „… ich bin froh darin [in der Wikipedia] zu lesen, ich muss nicht darin schreiben“.

Besonders spannend für die Gewinnung neuer Autoren dürften die Antworten auf Fragen nach der Motivation zum Mitmachen oder auch nach den Gründen für das Beenden ihrer Tätigkeit in der Wikipedia sein. So gaben z.B. mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass sie beitragen würden, wenn sie wüssten, dass es bestimmte Themen/Arbeitsfelder gibt, die Hilfe benötigen. Die Antworten auf die Frage wie sich „Neue“ eine Einführung in die Wikipedia wünschen, bieten einen interessanten Einblick in die Aktivierung neuer Editoren und sonstiger Beitragender. Besonders wichtig ist die Einbindung in eine Gruppe von Gleichgesinnten, die sich online oder offline zusammenfinden. Aufschlussreich ist die Verteilung der Antworten auf die Frage, welche Organisation aus Sicht der Älteren Wikipedia-Kurse oder Workshops durchführen sollte. Hier wird das jeweilige nationale Wikimedia-Chapter präferiert. Ein Blick in den Bericht „Survey among New Wikipedia Users“ auf den Ergebnisseiten von TAO ist lohnenswert. Die Idee Wissen zu teilen und dazu einen Beitrag zu leisten ist eine ganz wichtige Basis für alle, die sich aktiv in der Wikipedia beteiligen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 3,75 von 5)
Loading...

Mutig sein in Cottbus

Dies ist ein Gastbeitrag von Lienhard Schulz, der sich für die Gewinnung der Zielgruppe 50+  für die Wikipedia und ihren Schwesterprojekten innerhalb des durch die EU geförderten Projekts „Silberwissen“ engagiert. Hier berichtet er ausführlich von einer Workshopreihe an der Seniorenuniversität Cottbus, die er durchgeführt hat.

 

Lienhard Schulz erklärt den Teilnehmenden die Grundprinzipien der Wikipedia (Foto: Elvira Schmidt (WMDE), CC-BY-SA 3.0)

Im Juni 2013 führten wir an der Seniorenuniversität der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus mit dem Namen „Das kleine Wikipedia 1×1“ einen Workshop durch, der mit einem neuen, sechsteiligen Format auf eine sehr positive Resonanz bei den acht Teilnehmern (4w, 4 m – nix Gender Gap!) stieß. Der erste Teil bestand aus dem inzwischen in vielen Veranstaltungen bewährten 3×3-stündigen Silberwissen-Basis-Curriculum: Einführungsvortrag und Vermittlung der Grundlagen des Schreibens in der Wikipedia nebst Bilderhochladen bei Wikimedia Commons.

Im neuen, gleichfalls 3×3-stündigen Anschlussteil wurden die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten anhand der gemeinsamen Erstellung eines neuen Artikels vertieft. Die Wahl des Themas überließen wir den Teilnehmern, die sich auf den Cottbusser Ortsteil Branitz einigten. Zur Erarbeitung brachten die Teilnehmenden derart viel Material (und Bilder) mit, dass man daraus leicht hätte eine Dissertation machen können. Nach einem Brainstorming „Was gehört unbedingt in den Artikel“ waren die Textarbeiten von lebhaften inhaltlichen und Formulierungsdiskussionen begleitet. Die Arbeit wurde so organisiert, dass jeder Teilnehmer jeden einzelnen Arbeitsschritt an seinem Computer mitmachte, auch wenn das gelegentlich dauerte. Nur bei „doing“ lernen die Teilnehmer wirklich und bleiben (und blieben!) die Kniffe einigermaßen haften.

Konzentrierte Teilnehmende bei der Arbeit im Workshop, Foto: Elvira Schmidt (WMDE), CC-BY-SA 3.0

Nach den sechs, im Abstand von zwei Tagen dicht aufeinander folgenden Workshops stellten wir den Artikel unter einem Gemeinschaftsaccount in die Wikipedia. Resultat dieser Intensivveranstaltung: motivierende Freude und Stolz über den gemeinsamen Artikel, Vertrauen in die erworbenen und eingeübten Fähigkeiten, in der Wikipedia weiterzuarbeiten. Und vor allem auch: die Teilnehmer wissen sich zu helfen und wo sie welche Informationen und Tipps finden. Die drei übergreifenden Gesichtspunkte „Sei mutig„- Abgucken (d.h. themenverwandte Quelltexte öffnen, abgucken und ggfs. Standards übernehmen) und „Finden“ konnten nachhaltig vermittelt werden. Dieses 6×3-stündige Format scheint für die Ziele des Projekts Silberwissen ideal zu sein. Bereits kurz nach Ende des Kurses nahm sich eine Teilnehmerin beherzt des traurigen, bis dahin nebst Infobox 3-zeiligen Artikels Ströbitz an, machte daraus auf einer Arbeits-Unterseite einen ansehnlichen WP-Beitrag und stellte ihn am 3. Juli in den Artikelraum.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Silberwissen – Rückblick und ein erster Blick voraus

Beitrag von Elvira Schmidt

Mit dem Programm „Silberwissen“ hat Wikimedia Deutschland in den letzten Jahren versucht, gezielt ältere Menschen als Mitmacher für die Wikimedia-Projekte zu gewinnen. In dem Programm können wir nun nach fast 60 Workshops mit rund 340 Teilnehmern (überwiegend Senioren) im Jahr 2012 auf umfangreiche und vielfältige Erfahrungen für weitere Aktivitäten zur Gewinnung neuer Autoren und Autorinnen aufbauen. Da wir Partner im EU-Projekt TAO sind, wurde unsere Arbeit von Beginn an wissenschaftlich begleitet. Im Jahr 2012 untersuchte Annette Kintzi (ZAWiW) im Rahmen ihrer Masterarbeit die Veranstaltungen an insgesamt sechs Standorten.

Autoren-Workshop im Rahmen von Silberwissen während der Frühjahrsakademie 2012 am ZAWiW der Universität Ulm (Foto: Annette Kintzi, cc-by-sa 3.0)

Engagement und Sachkenntnis

Von den Referenten wurde eingeschätzt, dass die Senioren und Seniorinnen sehr interessiert waren. Teilnehmer, die während der Workshops Ideen zu eigenen Beiträgen in der Wikipedia hatten oder bereits mit entsprechenden Vorstellungen in den Kurs gingen, waren besonders motiviert. Schwierigkeiten bereitete einem Teil der sichere Umgang mit dem PC, bzw. dem Internet. Das führte zu Verzögerungen, die mit der eigentlichen Arbeit in der Wikipedia nichts zu tun hatten und erschwerte die Arbeit in der Gruppe für alle Beteiligten. Die Teilnehmer schätzten bei „ihren“ jeweiligen Referenten vor allem ihr Engagement und ihre Sachkenntnis, ihr Umgang mit Fragen und ihre Geduld. Die Heterogentität der Vorkenntnisse war in der Gruppe Älterer sehr hoch. Kritische Hinweise gab es vereinzelt zum Tempo des vermittelten Stoffs. Die Älteren unter den Teilnehmern schätzten eher ein, dass sie dem Fortgang des Workshops nicht immer folgen konnten. Die Selbsteinschätzungen, ob sie künftig in der Wikipedia oder den Wikimedia Commons, dem Bilderarchiv, weiter tätig sein wollen, schwankte je nach Ort und Teilnehmergruppe zwischen einem bis zu zwei Drittel der Beteiligten.

Referenten und Teilnehmer stimmen weitgehend darin überein, dass drei Veranstaltungen für einen erheblichen Anteil der Senioren und Seniorinnen zu wenig sind, um Ältere in die Wikipedia einzuführen und ihnen die ersten Schritte zu erleichtern. Viele Fragen kommen oft erst mit einer höheren Aktivität. Schwierigkeiten liegen nach Einschätzung der Referenten und Teilnehmer auf folgenden Ebenen:

–       Neue und unbekannte Nutzeroberfläche im Bearbeitungsmodus der Wikipedia. Für die Älteren ist diese Umstellung eine Hürde, die nur mit Hilfe zu überwinden ist. Wie hoch diese Hürde subjektiv empfunden wird, ist vom Alter und von der Technikaffinität der Teilnehmer abhängig.

–       Erfahrungen im Umgang mit PC und Internet. Sichere Fertigkeiten im Umgang mit PC und Internet sind eine wichtige Voraussetzung für die vielfältigen Arbeitsschritte, die bei der Bearbeitung/Erstellung von Artikeln oder beim Einfügen von Fotos in Artikel zu bewältigen sind. Hier sind abrufbare Fähigkeiten und Fertigkeiten aus einer erst vor kurzer Zeit beendeten Berufstätigkeit von erkennbarem Vorteil.

–       Inhaltliche und formale Anforderungen an einen Wikipedia-Artikel sind sehr hoch. Auf Grund der technischen Hürden treten die inhaltlichen Anforderungen an einen Artikel nicht selten in den Hintergrund. Sie sind jedoch für eine Mitarbeit von entscheidender Bedeutung.

Gemeinsam mit der Deutschen Seniorenliga (DSL) wurde eine bundesweite Aktion über die Zeitschrift „aktiv“ der DSL durchgeführt, um Senioren für eine Mitarbeit zu interessieren. Die Ergebnisse dieser Aktion waren eine der Grundlagen für die nachfolgenden Schlussfolgerungen zu künftigen Aktivitäten:

  1. Unsere Zielgruppe unter den Senioren erreichen wir weniger durch ein möglichst breit gestreutes Mailing, sondern eher durch eine Ansprache von vorher gezielt ausgewählten bildungsaffinen Gruppen. Im Idealfall können diese Gruppen auf Grund stabiler persönlicher und institutioneller Kontakte leichter eigene Hilfsstrukturen aufbauen und sich gegenseitig unterstützen.
  2. Künftig erfolgt eine Konzentration auf größere Städte, da sich in kleinen Städten oft nicht genügend Teilnehmer finden. Darüber hinaus ist es in größeren Städten grundsätzlich besser möglich, Kontakte zu bestehenden Wikipedianer-Stammtischen zu knüpfen. Besonders vorteilhaft sind Städte mit höheren Bildungseinrichtungen (Universitäten und Hochschulen). Hier sind Träger der Seniorenbildung wichtige potenzielle Partner.
  3. Bildungsaffine Gruppen mit besonderen Interessengebieten sind eine wichtige Zielgruppe. Dazu gehören z.B. Hobbyhistoriker (z.B. lokale/regionale Geschichtsvereine), Hobbygenealogen, Vereine für Technikgeschichte, für Medizingeschichte, … Die Mitglieder verfügen i.d.R. über ein solides Wissen zu ihrem Fachgebiet und haben häufig bereits Übung im Verfassen von Beiträgen für ihre Fachinformationen.
  4. Weniger geeignet für eine Zusammenarbeit sind offensichtlich Volkshochschulen. Die Resonanz auf das Angebot eines Wikipedia-Kurses ist deutlich geringer als bei anderen Partnern. Hier sind die Teilnehmer und auch die Veranstalter oft nur an Vorträgen, jedoch nicht am eigenen Engagement interessiert.
  5. Teil der Aktivitäten mit älteren Menschen muss es sein, aus der Gruppe heraus Wissensträger aufzubauen, die eine langfristige Ansprache für die Teilnehmer ermöglichen.

 

Rechtliche Fragen sind eine Hürde

Aufmerksame Zuhörerschaft beim Autoren-Workshop (Foto: Annette Kintzi, cc-by-sa 3.0)

Eine erhebliche mentale Hürde sind gerade für Senioren, die bereits eigene Beiträge in Fachinformationen oder Zeitschriften veröffentlicht haben, alle Fragen, die mit Rechten verbunden sind: Nutzungsrechte, freie Lizenzen, die Möglichkeit, dass jeder Nutzer einen einmal eingestellten Artikel verändern kann ohne vorher zu fragen. Es kommt durchaus vor, dass an diesen Hürden die Bereitschaft zur Mitarbeit scheitert. Ein gemeinsamer Workshop mit Bildungsträgern der Seniorenbildung beschäftigte sich daher Ende des Jahres 2012 intensiv mit folgenden Fragen:

  1. Teilnehmer mit den passenden Voraussetzungen für Kurse gewinnen
  2. Teilnehmer nach dem Ende der Kurse halten und zur Mitarbeit aktivieren
  3. Gestaltung der Kurse
  4. Gewinnung der sogenannten „jungen Alten“, die gerade aus dem Berufsleben ausgeschieden sind

In den Diskussionen ergaben sich mehrere Ideen zur Initiierung langfristiger Projekte. Sehr gut geeignet sind Seniorenuniversitäten, weil sie auf Grund der Angebotsvielfalt auch andere Themenkurse mit den Wikipedia-Kursen verknüpfen können. Auch regelmäßige informelle Treffen oder die Eingliederung in die lokale Wikipedia-Community sind als Methoden zur Steigerung der Nachhaltigkeit im Gespräch. Besonderen Anklang fand die Idee, sogenannte „Wikipaten“ – Ältere mit Erfahrung in der Wikipedia – als persönliche Kontaktpersonen für neu gewonnene Senioren einzusetzen.

Die bisher gemachten Erfahrungen zeigen, dass mit dem Namen „Silberwissen“ vorwiegend die Älteren innerhalb der Altersgruppe 50+ angesprochen werden. Zugleich konnte festgestellt werden, dass gerade für diese Gruppe die Hürden für eine Mitarbeit in der Wikipedia besonders hoch sind. Die Gruppe der „jungen Alten“ (etwa bis 65) fühlt sich mit diesem Titel weniger angesprochen.

 

Lebenslanges Lernen

Im Vergleich mit anderen Programmen hat sich gezeigt, dass die Erfahrungen neuer Autoren und Autorinnen unabhängig von ihrem Alter Ähnlichkeiten aufweisen. Zudem fühlen sich viele ältere Menschen nicht angesprochen durch ihr Alter, sondern eher über Themen und Erfahrungen. Für die Fortführung von Aktivitäten zur Gewinnung von Älteren ergibt sich daraus die Notwendigkeit, einen Namen zu nutzen, der nicht speziell an eine einzelne Zielgruppe (z.B. Senioren) adressiert ist. Er sollte die Tätigkeit in den Mittelpunkt stellen und das ehrenamtliche Engagement einer Mitarbeit an der Wikipedia in den Vordergrund rücken. Mit dem Begriff „Wissen teilen“ wird diese Anforderung erfüllt und lässt zugleich Raum für unterschiedliche Initiativen unter einem Dach, welche ältere Menschen als Wissensträger und wichtigen Teil der Gesellschaft verstehen.

 

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Januar 2011

10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin

Über 300 Gäste folgten am 15. Januar der Einladung von Wikimedia Deutschland und kamen zur Geburtstagsfeier in die Berliner HomeBase Lounge. Eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Freunden und Unterstützern der Wikipedia lauschte zunächst einem kurzen Rückblick auf die letzten 10 Jahre, labte sich an der Geburtstagstorte und nutze die Gelegenheit zum Kennenlernen oder Wiedersehen.

Als besondere Überraschung bot sich den Gästen die interaktive Installation „WikiLetters“ von SPTA, getanzt wurde zu den DJs Mogreens, das Kraftfuttermischewerk und DJ Schönberger, eine Slideshow bot ein Best-of von Wikipedia- und Community-Bildern  und über die Twitterwall ließen sich bundesweite und internationale Aktivitäten verfolgt. Ein ausführlicher Bericht findet sich dazu im Blog: 10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin und überall, eine Sammlung von hübschen Fotos der Feier auf Commons und Flickr.

Wikimedia Conference

Die Vorbereitungen für das Chapters’ Meeting wurden im Januar intensiviert. Wir freuen uns, mit Bence Damokos (Wikimedia Ungarn, Mitglied des Chapers‘ Committee) erneut einen Programmkoordinator mit internationaler Erfahrung und guten Kenntnissen der Wikimedia-Strukturen gefunden zu haben. Er wird gemeinsam mit den Chaptern das Programm entwickeln und sicherstellen, dass jedes Chapter am 25.-27. März genau zwei Vertreter nach Berlin schickt.

Wikimedia Deutschland übernimmt alle logistischen Aufgaben wie Anreise und Unterkunft der Teilnehmer, Klärung von Visums- und Versicherungsangelegenheiten, die Suche nach dem Veranstaltungsort, technische und kulinarische Ausstattung und die vielen Kleinigkeiten, die eine große internationale Konferenz mit sich bringt. Wir freuen uns sehr, mit der die Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung nun einen schönen und sehr gut ausgestatteten Veranstaltungsort gefunden zu haben. Wie in den Jahren zuvor möchten wir den Gästen auch in diesem Jahr wieder ein berlintypisches Freizeitprogramm bieten und wenden uns diesbezüglich in den nächsten Wochen noch ausführlicher an die Berliner Wikipedianer. Anders als in den letzten Jahren wird im Rahmen der Wikimedia Conference 2011 übrigens kein Entwicklerworkshop stattfinden.

Schulprojekt

Das Wikipedia-Schulprojekt ist voller Elan ins neue Jahr gestartet und konnte bereits im ersten Monat mit 4 Veranstaltungen loslegen,  darüber hinaus gingen viele Anfragen für weitere Veranstaltungen ein. Zusätzlich zu der Betreuung der Referenten, wurde eine  Kooperation mit dem medienpädagogischen Zentrum Bits21 im fjs e.V. gestartet. Eine gemeinsame Ausschreibung zu Workshops und ein gegenseitigen, fachlicher Wissensaustausch wird hierbei im Zentrum stehen. Auch die Medienpräsenz wird derzeit in Form von gezielter Presseansprache und geplanten Vernetzungen über Online-Newsletter vorangetrieben. Auf zwei pädagogischen Tagungen wird das Schulprojekt demnächst mit einem Infostand vertreten sein: Im Februar auf der Lehrertagung der Uni Mainz mit dem Thema „Neue Medien verändern Schule!?“ und im März auf dem 3. Berlin-Brandenburgischen Schulbibliothekstag in Berlin. Wir haben uns außerdem in diesem Jahr dazu entschieden, gezielt Schulen per Post anzuschreiben. Der erste Fokus lag dabei im Januar auf der Region um Köln. Vielen Dank an dieser Stelle an Raimond für seine tatkräftige Unterstützung. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Schuljahr!

Deutsche Nationalbibliothek

Es laufen derzeit Gespräche mit der DNB über die ersten Schritte in der Kooperation zu Schreibrechten in den Normdateien für Wikipedianer. Dabei wird es vor allem um das Anlegen von PND-Einträgen zu Personen gehen, die von der PND noch nicht erfasst sind, aber biographische Artikel in der Wikipedia haben. Mathias ist hierzu mit DNB-Angestellten im Gespräch. Unser mittelfristiges Ziel ist, dass jeder Wikipedianer so direkt wie möglich Korrekturen an PND-Datensätzen selbst anfertigen kann, wenn er dies möchte.

Bridgeman

Wikipedianer kennen „Bridgeman“ vor allem aus dem Rechtsstreit Bridgeman vs Corel über die Frage des urheberrechtlichen Schutzes von Abbildungen gemeinfreier Werke. Harriet Bridgeman, Gründerin von Bridgeman Art Library ist eine Besucherin der Wikimedia-GLAM-Veranstaltungen, wir haben auch über einige Europeana-Workshops Kontakte mit ihr. Mathias ist ist in Gesprächen mit Bridgeman über Formen der Zusammenarbeit, auch oder trotz unterschiedlicher Ansichten über einige urheberrechtliche Fragen. Unser Ziel hier: Freigabe von Digitalisaten gemeinfreier Werke.

Studio Hamburg

Studio Hamburg ist eine Tochter des NDR und zu größeren Teilen finanziert aus Mitteln des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Wir sprechen seit einer Weile mit Vertretern von Studio Hamburg über die Freigabe von Inhalten unter freien Lizenzen. Eine konkrete Diskussion dreht sich um ein Projekt namens „histoclips“, das bereits online ist. Die Aspekte der Verhandlungen sind repräsentativ für die Probleme vieler Einrichtungen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, angefangen von der grundsätzlichen Frage, ob der Öffentlichkeit gehören sollte, was die Öffentlichkeit bereits bezahlt hat über die Frage, wer eigentlich über hinreichende Rechte verfügt, einen Videoclip mit Material aus vielen Quellen unter eine freie Lizenz zu stellen. Mathias ist hier in Gesprächen. Im Erfolgsfalle werden wir interessante Inhalte für Wikimedia Commons loseisen, alternativ werden wir mehr darüber wissen, warum es im gebührenfinanzierten Inhaltemarkt noch hakt.

RENDER

Mathias hat Mitte Januar am ersten Meeting des RENDER-Konsortiums teilgenommen, wo es um die Entwicklung von konkreten Aufgaben für die Forschungspartner an diesem Projekt ging. In den kommenden Monaten werden wir dazu projektintern mit den Partnern diese Aufgaben niederschreiben und in den Zeitplan einpflegen.

Wikimedium

Die erste Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium wird im März erscheinen. Dafür haben die Vorbereitungen bereits im Januar begonnen. Wir sammeln Ideen, Beiträge und Bildmaterial und werden nochmals verstärkt externe Autoren (Wikipedianer und Leser) ansprechen, die Beiträge für Wikimedium erstellen wollen. Immer wieder haben wir zum Mitmachen an der Vereinszeitung aufgerufen und ich möchte an dieser Stelle diesen Aufruf wiederholen: Um möglichst vielfältige, abwechslungsreiche und interessante Beiträge aus dem Wikipedia-/Wikimedia-Universum für die Vereinszeitung zusammenstellen zu können, sind wir auf externe Hilfe und Unterstützung angewiesen. Bitte meldet euch und schickt eure Vorschläge an catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Davon machten allein im Januar mehr als 180 neue Leser Gebrauch. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen. Insgesamt zählen wir jetzt 540 Einzelempfänger, darunter 91 Fördermitglieder des Vereins. Im Abonnement stehen derzeit über 1400 Exemplare der Wikimedium.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Die im November fertiggestellten Broschüren das Wikipedia-Einmaleins wie auch die Broschüre zu Wikiversity kommen ebenfalls gut an und werden in der Geschäftsstelle fleißig bestellt. Auch diesen Hinweis wiederholen wir gern:  Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Spendenergebnis in den Medien

Im Januar haben wir drei Pressemitteilungen herausgegeben. Am 5. Januar wurde das Spendenergebnis der Online-Kampagne 2010 kommuniziert und es gab reges Interesse seitens der Medien und zahlreiche Abdrucke unserer Pressemitteilung oder der Inhalte. Rückfragen, Interviewanfragen und Hintergrundinformationen wurde bearbeitet. Ein Auszug der Berichterstattung steht hier.

10 Jahre Wikipedia

Die zweite Pressemitteilung wurde zum 10-jährigen Jubiläum von Wikipedia versendet. Das Jubiläum hat ein bisher kaum erreichtes Medienecho hervorgerufen. Insgesamt weit über 150 Emails mit Medienanfragen gingen allein bei Catrin ein. Die meisten kamen aus Deutschland, aber auch Presseanfragen aus Österreich, Schweiz und Dänemark waren dabei. Was die Bearbeitung solcher Anfragen beinhaltet und die Auswertung der Berichterstattung lest bitte im Blog von Catrin.

Gesprochene Wikipedia

Das Projekt ‚Gesprochene Wikipedia‘ soll weiter ausgebaut werden. Noch im Dezember haben wir eine Sammlung der Artikel des Tages (aus der Kooperation mit DZB) auf CD gebrannt und bieten diese kostenlos für Interessierte an: einfach unter  catrin.schoneville@wikimedia.de bestellen. Darüber hinaus möchte Catrin gemeinsam mit Achim Raschka und weiteren Community-Mitgliedern eine weitere CD -Sammlung von gelesenen Artikeln der Wikipedianer- produzieren. Demnächst wird es dazu einen Vorschlag geben. Auch haben die Vorbereitungen für ein Treffen mit Wikipedianern und möglichen Partnern haben im Januar begonnen.

Wikipedia macht Schule

Für den Workshop des Schulprojekts in Köln haben wir eine Presseeinladung erstellt und an lokale wie regionale Medien verschickt. In den Tagen vor dem Workshop wurden anschließend gezielt einzelne Pressevertreter von Print- und Online-Medien sowie Hörfunk kontaktiert.

Wikipedia Buch

Das Buchprojekt konnte im vergangenen Monat wesentlich vorangetrieben werden. Nachdem Aufrufe zum Mitmachen im Vereinsblog und über diverse Soziale Netzwerke erfolgten, die jedoch nicht auf große Resonanz stießen, musste ein anderer Ansatz gewählt werden. Daher wurden mehrere hundert Wikipedianer – ausgewählt nach verschiedenen Gesichtspunkten (älteste, jüngste, aktivste usw.) – direkt angeschrieben und auf konkrete Themenfelder für eine Mitarbeit hingewiesen. Diese Aktion erwies sich als deutlich erfolgreicher und so konnten zahlreiche kurze Geschichten und Anekdoten für das Buch zusammengetragen werden.

Parallel dazu erfolgte die Themenvergabe und Koordination der Erstellung von Hauptinhalten für das Buch. Themenbereiche, die bisher nicht von der Community aufgegriffen wurden, mussten überdacht und überarbeitet werden. Hier flossen viele gute Ideen von Wikipedia-Autoren mit ein. Insgesamt wurde den Co-Autoren aus der Community wesentlich mehr Gestaltungsspielraum eingeräumt, als ursprünglich vorgesehen. Inzwischen sind alle größeren Beiträge vergeben und werden momentan geschrieben. Einige Themenbereiche werden zudem von Mitarbeitern der Geschäftsstelle bearbeitet.

Für die Kontaktaufnahme mit möglichen Verlagen war die Aufmerksamkeit im Umfeld des 10. Geburtstags von Wikipedia überaus nützlich, da bereits mehrere renommierte Verlage ihr Interesse am Wikipedia Buch bekundeten. In einer ersten Verhandlungsrunde mit diesen Verlagen konnten Eckpunkte und Konditionen einer Zusammenarbeit ausgelotet werden, die wiederum als  Entscheidungsgrundlage für eine Zusammenarbeit mit einem Verlag dienen sollen. Insgesamt befindet sich das Wikipedia Buch auf einem guten Weg und macht beständige Fortschritte.

Mitglieder

Im Januar 2011 haben wir 22 Mitglieder mit aktiver und 30 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen. Fünf Mitglieder haben zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt. Der Verein hat damit 497 aktive (=Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 195 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 692 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

10 Jahre Wikipedia – Synchronstammtische

Bereits im August 2010 kam die Idee auf, zum 10-jährigen Geburtstag der Wikipedia möglichst viele Stammtische gleichzeitig stattfinden zu lassen: Es ließ sich zunächst zögerlich an, aber nach und nach fanden viele Wikipedianer und Stammtischorganisatoren Gefallen an dieser Idee, so dass am Ende fast 30 Stammtische in Deutschland, Österreich und der Schweiz feierten. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: In München und dem Ruhrgebiet nutzte man die Gelegenheit Workshops zu Themen rund um die Wikipedia zu veranstalten und die interessierte Öffentlichkeit einzuladen, die Nürnberger und Fürther hatten eine „editierbare Torte“ erfunden, die am Ende per „Löschantrag“ verspeist wurde. Die Kölner feierten in großer Runde in ihrem Stammlokal, in Braunschweig sass man gemütlich beieinander, Hamburg hielt Klönschnack, die Basler und Lörracher feierten gemeinsam und binational in Basel, in Ostfriesland hatte man sich Freunde des Open Streetmap-Projektes dazugeladen und in Berlin fand eine Party mit über 300 Gästen und Freunden des freien Wissens statt. Alle Stammtische waren von Wikimedia Deutschland mit einem kleineren oder größeren Paket mit Informationsmaterial zu Wikipedia und Wikimedia, ein paar T-Shirts und fünf extra für diesen Anlass gestalteten Geburtstagskerzen bedacht worden. Einige Stammtische wurden darüberhinaus von Wikimedia Deutschland finanziell bei ihren Aktivitäten unterstützt. Wie man hörte, haben viele Wikipedianer die bisher nie einen Stammtisch besucht hatten, den Geburtstag genutzt, um endlich einmal andere Wikipedianer im „echten Leben“ kennenzulernen. Alles in allem kann man diesen 10. Geburtstag der Wikipedia nur als großen Erfolg bezeichnen. Wir danken allen Initiatoren für ihre kreativen Ideen, ihre Begeisterung beim Mitmachen, Organisieren und Feiern!

Silberwissen / TAO

Im Januar stand die Vorbereitung und Durchführung einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Senioren-Computer-Club Berlin-Mitte an erster Stelle. Am 26. Januar trafen sich im Veranstaltungsraum des Mehrgenerationenhauses auf der Fischerinsel rd. 30 Senioren/innen. Sie hörten mit großem Interesse und aktiver Beteiligung den Erläuterungen von Denis Bartel zur Entstehung, zur Mitarbeit und zu den wichtigsten Regeln in der Wikipedia zu. 14 Teilnehmer sind sich nach dem Vortrag entweder schon sicher, dass sie an einem vertiefenden Workshop teilnehmen wollen oder sie überlegen noch, möchten aber unbedingt vom Fortgang des gemeinsamen Projektes informiert werden. Es ist geplant im Februar oder März einen Workshop in den Räumen des SCC durchzuführen. Dann kann jeder Interessent mit Unterstützung mit dem Schreiben in der Wikipedia beginnen oder vorhandene Kenntnisse ausbauen. Die Veranstaltung wurde in der lokalen Berliner Presse angekündigt. Ein Interview dazu mit Catrin und Wikipedia-Autor Lienhard Schulz lief auf radioBerlin 88,8.

Weitere Aktivitäten:

Kontaktaufnahme zu weiteren VHS und zum Vorsitzenden der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark. Mit letzterer ist eine gemeinsame Veranstaltung Ende Februar und bei Interesse Workshops in den Folgemonaten geplant.

Projekt TAO – Third Age Online – Community & Collaboration:

Telefonische Abstimmungen mit unserem Partner in Deutschland, dem ZAWIW Ulm. Das ZAWIW plant während der Akademiewochen im Frühjahr (28.03.11 bis 1.04.11) eine größere Informationsveranstaltung zur Wikipedia.und Workshops.

Fundraising

Der Januar ist der dritte und letzte Monat des Fundraisers. Zu Beginn des Monats wurden erstmals zwei Aufrufe von Wikipedia-Autoren geschaltet, womit wir der community Raum gaben, ebenfalls für Wikipedia zu sprechen. Der Fundraiser endete aufgrund der großen Spendenresonanz vorzeitig am 6. Januar mit dem Dankesbrief von Jimmy Wales. Aufgrund des andauernden Spendenaufkommens war das Fundraising bis Mitte Januar mit der Bearbeitung der eingehenden Spenden und Anfragen beschäftigt. In der zweiten Hälfte des Monats begann das Fundraising mit den Vorbereitungen für die Versendung der Zuwendungsbescheinigungen im Februar. Zudem wurde mit dem Blogbeitrag von Till ein erstes Fazit veröffentlicht. Zugleich wurden die gesammelten Erfahrungen zusammengefasst, damit sie in die Vorbereitung und Durchführung des nächsten Fundraisers einfließen.

Der nächste Monatsbericht erscheint am 4. März 2011.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (17 Bewertungen, Durchschnitt: 4,59 von 5)
Loading...

Bericht aus der Geschäftsstelle Dezember 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für Dezember 2010. Die Verspätung bitte ich zu entschuldigen.

GLAM-Wikimedia in Paris

Wikimedia France veranstaltete am 3. und 4. Dezember in Paris den zweiten Teil der Konferenzserie zwischen Wikimedia und den GLAMs – Galleries, Libraries, Musea and Archives. Mathias war dort eingeladen, um auf dem Kooperationen-Panel über Bilderfreigaben und Normdaten zu sprechen.

Open Media Kongress der SPD

Am 10. und 11. Dezember veranstaltete der Bundesvorstand der SPD in Berlin einen quasi-netzpolitischen Kongress, nur kurze Zeit vor dem geplanten JMStV-Votum in Niedersachsen. Mathias war dort anwesend.

Dialog Internet im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

In der zweiten Sitzung des Vorhabens „Chancen und Risiken des Internets“ des Familienministeriums am 13. Dezember wurden Untergruppen für den Bereich Chancen gebildet: Medienkompetenz, Partizipation und Wissen. Mathias ist Sprecher der Unterarbeitsgruppe Wissen und wird bis Juli an diesem Projekt mitwirken. Dazu gibt es Ende Januar eine gesonderte Email an Vereinsliste.

10 Jahre WP

Die Pressearbeit des Vereins stand diesen Monat vor allem  im Zeichen der Vorbereitung des Jubiläums von Wikipedia. Einen Vorgeschmack auf die flutartige Berichterstattung bildeten zahlreiche Presseanfragen. Um eine möglichst genaue Grundlage für Presseberichte zu sichern, wurden Daten, Fakten und Statistiken zu Wikipedia angeboten. In vielen Gesprächen mit Journalisten zeigte sich viel Informationsbedarf. Der ausführliche Überblick über die großartige Resonanz durch die gesamte Presselandschaft hindurch wird in den nächsten Tagen hier im Blog erscheinen.

Auch die Geburtstagsparty der Community am 15. Januar 2011 in Berlin musste vorbereitet werden. Dazu wurden zahlreiche Presseeinladungen versandt. Ein Schwerpunkt war hierbei auch der Hinweis auf die deutschlandweiten Stammtische. Eine Slideshow mit Bildern aus 10 Jahren enzyklopädischer Zusammenarbeit konnte dank der tollen Unterstützung der Community erstellt werden. Großer Dank an euch!

Community

Mit insgesamt 25 Teilnehmern aus dem Support-Team und zwei Rechtsanwälten (Thorsten Feldmann und Julian Höppner von der Kanzlei JBB) konnte der Dezember-Workshop des Support-Teams mit einer Rekordteilnahme aufwarten! Themen waren Persönlichkeitsrechte, Artikel über lebende Personen und das Recht am eigenen Bild. Der Workshop kam bei allen Seiten sehr gut an und wurde auch im abschließenden Feedback über einen Bewertungsbogen einhellig als erfolgreich und bereichernd bewertet. Wir danken vor allem den Mitarbeitern des Support-Teams für die zahlreiche Teilnahme, den Anwälten für den hochinteressanten Input und allen Anwesenden für die intensive und konzentrierte Mitarbeit. Einen ausführlichen Bericht gibt es ebenfalls in unserem Blog:

Wikisource

Nach einer relativ langen Sommerpause haben wir wieder einmal zwei Bestellungen für das Projekt Wikisource auf den Weg gebracht: Johann Gottfried Pahl, „Die Philosophen aus dem Uranus“ aus dem Jahr 1796 (die Scans werden gerade nach und nach eingestellt und bearbeitet) und Heinrich Pröhle, „Rheinlands schönste Sagen und Geschichten“, 1. Auflage Berlin 1886 (die fertige Bearbeitung findet ihr bereits auf Wikisource).

Aus dem Maschinenraum

Im Dezember ging es im technischen Bereich wieder vor allem um die Spendenkampagne. Insbesondere die Integration der Kreditkartenspenden per MoneyBookers war wichtig. Außerdem haben wir im Dezember Hardware für den Toolserver bestellt, die nun auch eingetroffen ist. Hierbei handelt es sich um ein Festplatten-Array, das unter anderem Platz für die Verarbeitung der Zugriffsstatistiken bieten wird.

Literaturstipendium

Neben einigen Vergaben von konventionellen Stipendien (Kunst, Biologie) wurde auf Anregung des Benutzers Scialfa die Möglichkeit geschaffen, Autoren individuelle Zugänge zu Literaturdatenbanken bereitzustellen. Wo es technisch und finanziell möglich ist, kann jetzt also der Zugang zur Literatur spezieller Fachgebiete verbessert werden.

Insgesamt war das Literaturstipendiums-Jahr 2010 erfolgreich – der Relaunch ermöglichte mehr Menschen die Teilnahme am Programm und die Zahl der Artikel, in denen das Programm Spuren hinterließ, wuchs kontinuierlich an. Für das kommende Jahr steht nun insbesondere der Zugriff auf Literaturdatenbanken im Fokus.

Wikimedia Conference

Bei der Wikimedia Conference treffen sich vom 25. bis 27. März 2011 Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, das Chapters‘ Commitee und das Board of Trustees in Berlin. Anders als in den beiden Vorjahren wird in 2011 kein Treffen der MediaWiki-Entwickler im Rahmen der Wikimedia Conference stattfinden; diese Veranstaltung verschieben wir auf einen späteren Zeitpunkt im Frühsommer 2011. Wir wollen so erreichen, das mehr Entwickler aus der Community an einem solchen Treffen (das dann an einem Wochenende stattfinden wird) teilnehmen können.
Die Suche nach geeigneten Räumen war erfolgreich, sobald die Verträge gemacht sind werden wir hier verkünden, wo das internationale Chapters‘ Meeting in diesem Jahr stattfindet.
Wir haben die Einladung an die Chapter versendet, die Anmeldung eröffnet und die Suche nach einem Projektleiter für die Kommunikation mit den Chapter-Vertretern und die Programmgestaltung begonnen. Erste Anfragen an Caterer und Hostels wurden angestoßen und wir alle haben den Artikel über aktive Vulkane auf unsere Beobachtungsliste gesetzt.

Wissenswert

Wie angekündigt haben wir am 6. Dezember die Ergebnisse des WissensWert-Wettbewerbes verkündet. Acht Projekte erhalten im Jahr 2011 finanzielle Unterstützung von uns:

  • WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen von Werner Jansen und Ahmet Emre Acar
  • Luftbilder für OpenStreetMap von OSM-Stammtisch Dortmund (Marc Gehling, Olaf Kotzte)
  • Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte von Jan-Christoph Borchardt
  • Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer
  • WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten von Andreas Bietenbeck
  • Freies Wissen als hörbarer Podcast von Tabitha Hammer
  • Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services von Annette Thurow
  • Public Domain Projekt von Carl Fisch und Philippe Perreaux
  • Die acht Einreicher sind mittlerweile informiert und wir haben die Auswertung der öffentlichen Abstimmung sowie der Jurystimmen veröffentlicht. Zurzeit lassen wir entsprechende Verträge und Vereinbarungen ausarbeiten und werden die Projekte auf ihrem Weg zur erfolgreichen Umsetzung begleiten.

    Silberwissen / TAO

    Im Dezember stand die Auswertung des ersten Seminars mit potenziellen Autoren der Altergruppe 50+ in Würzburg an erster Stelle. Fazit: Die überwiegend älteren Teilnehmer hatten wichtige Grundkenntnisse im Umgang mit elektronischen Medien. Sie konnten mit PC/Laptop umgehen und sind Internet unterwegs. Beides sind unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wissensvermittlung zum Arbeiten in der Wikipedia.

    Trotzdem war gerade für die Älteren jeder Schritt auf einer ungewohnten Benutzeroberfläche wieder neu zu erlernen. Im Vordergrund stand unter den Teilnehmern der Wunsch, dass unter den Studentenhistorikern vorhandene Wissen und Material künftig für alle in der Wikipedia verfügbar zu machen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer möchte gern ein zweites Seminar zur Übung und Festigung des Gelernten belegen. Wichtig für künftige Seminare mit Älteren ist, dass die Zahl von 10 Teilnehmern nicht wesentlich überschritten wird. Außerdem sollten neben dem Referenten 1-2 weitere Teilnehmer mit zumindest ersten Erfahrungen in der Wikipedia ganz unmittelbare persönliche Hilfestellung geben können.

    Weiterhin gab es verschiedene Kontaktaufnahmen mit möglichen Kooperationspartnern. Zum einen sprachen wir mit dem Seniorencomputerclub Berlin. Dessen Vertreter stehen einer Zusammenarbeit mit Wikimedia im Rahmen des Projekts „Silberwissen“ sehr aufgeschlossen gegenüber. Eine erste Informationsveranstaltung ist für den 26.01.2011 geplant. Zum anderen stellten wir den Kontakt zur Seniorenberatung in Erftstadt-Gymnich und der VHS in Erftstadt her. Wir haben das Ziel, im Herbst 2011 in Kooperation mit beiden Einrichtungen Kurse für potenzielle Wikipedia-Autoren im Seniorenalter anzubieten.

    Hinsichtlich des Projekts TAO (Third Age Online) stand die telefonische Abstimmung mit unserem Partner in Deutschland an, dem ZAWIW Ulm, bei der Berichterstattung und Planung der nächsten Arbeitsschritte geklärt wurden.

    Fundraising

    Der Monat Dezember stand ganz im Zeichen des Fundraisers. Wir haben verschiedene Aufrufe vorbereitet und eingesetzt, u.a. von mir. Die Durchführung der Kampagne beinhaltete zudem die schnelle Beantwortung eingehender Emails und die zeitnahe Verarbeitung der Spenden. Angesichts des großartigen Erfolgs der Kampagne war das Fundraising mit diesen Aufgaben im Monat Dezember vollends ausgelastet. Einen ausführlichen Bericht zur Spendenkampagne kann man im Blogbeitrag von Till nachlesen.

    Weihnachtskarten

    Um unseren Unterstützern und Kooperationspartnern einen kleinen Dankesgruß zum Jahresausklang zu übermitteln, gestalteten wir eine Weihnachtskarte, die an 3.600 Empfänger verschickt wurde.

    Mitglieder

    Im Dezember 2010 haben wir 3 Mitglieder mit aktiver und 3 Mitglieder mit  Fördermitgliedschaft aufgenommen. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 2 Kündigungen. Der Verein zählt damit am 01.01.2011 482 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 170 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), also insgesamt 652 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

    Im Dezember haben wir eine Mitgliederumfrage unter 658 Mitgliedern gestartet, davon haben knapp 200 die Umfrage bis Mitte Januar ausgefüllt. Vielen Dank für eure Beteiligung und den interessanten Input! Die Auswertung werden wir in Kürze veröffentlichen.

    Am 13. und 14. Dezember 2010 hatte das Wikimedia-Forum, ein zwangloses Treffen zu dem alle Mitglieder aus Berlin bzw. Nordrhein-Westfalen eingeladen waren, Premiere. Eingeladen hatten die Vorstandsmitglieder des jeweiligen Bundeslandes: Jürgen Lüdeke für Berlin, Alice Wiegand für NRW. Die Treffen kamen bei allen Beteiligten sehr gut an und wir werden diese Veranstaltungsreihe auf jeden Fall im Jahr 2011 fortsetzen – dann natürlich auch in anderen Bundesländern! Die Berichte aus Berlin und NRW findet ihr in unserem Blog:

    Der nächste Bericht erscheint voraussichtlich am 4. Februar 2011.

    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (16 Bewertungen, Durchschnitt: 4,69 von 5)
    Loading...