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Spendenkampagne 2013 gestartet

Am heutigen Donnerstag, den 14.11, beginnt die jährliche Spendenkampagne 2013. Bis zum Ende des Jahres werden die Leserinnen und Leser der Wikipedia um finanzielle Unterstützung gebeten. Mit Hilfe von Spendenbannern machen wir darauf aufmerksam, dass sich Wikipedia durch ihre Leserinnen und Leser finanziert und daher auf sie angewiesen ist.

Die Spendenkampagne 2013 hat natürlich ein monetäres Ziel, welches durch den Jahresplan für das kommende Jahr gesetzt wird. Aber das Geld ist nur Mittel zum Zweck. Ziel beim Fundraising ist es immer, die Menschen von einer Idee zu überzeugen. Die Menschen spenden, weil ihnen Wikipedia am Herzen liegt und sie den freien Zugang zu Wissen erhalten möchten.

Um unsere Ziele der Spendenkampagne zu erreichen, werden wir auch dieses Jahr viele unterschiedliche Banner und Spendenseiten auf ihre Wirksamkeit prüfen. Darunter wird auch eine Neugestaltung der Spendenseite sein; vor allem aber neue Bannerdesigns und -konzeptionen.

Es gibt übrigens noch eine weitere Besonderheit während der Kampagne: Wir werden die Banner zunächst nicht für angemeldete Benutzer anzeigen. Der derzeitige Plan ist, zu einem späteren Zeitpunkt die Banner nur eine kurze Zeit lang für angemeldete Benutzer zu schalten. Denn wir wissen durch unsere Spenderumfrage, dass ein beachtlicher Teil unser Unterstützer Benutzerkonten hat.

Während der Spendenkampagne erscheinen an unterschiedlichsten Stellen in der Wikipedia Fragen und Anmerkungen zur Kampagne. Ein paar zentrale Seiten in der Wikipedia haben wir zwar auf dem Schirm, aber natürlich nicht alle. Daher unsere Bitte an euch: Wir brauchen eure wachsamen Augen! Wenn ihr Fragen, Anmerkungen oder Kritik rund um die Kampagne seht, verweist die Person entweder auf unsere Portalseite oder macht uns auf den Kommentar aufmerksam.

Abschließend möchte ich euch noch auf unsere Spenderkommentare aufmerksam machen. Es ist immer wieder faszinierend zu lesen, warum die Menschen für Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und generell Freies Wissen spenden. Jeder Leser, jede Leserin hat eine besonderen Bezug zu Wikipedia. Die Bedeutung des Projektes für die Menschen in Deutschland lässt sich anhand der Spenderkommentare wunderbar ablesen.

Viel Spaß beim Lesen und auf eine erfolgreiche Kampagne!

Till, Tobias, Johannes, Kai, Wladimir, Henry und Philip

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Johanna Wiest (22): Warum ich Mitglied bei Wikimedia Deutschland bin.

Während der Spendenkampagne 2012 stiegen nicht nur die Spendeneinnahmen, auch immer mehr Menschen unterstützen Wikimedia Deutschland durch eine Mitgliedschaft. Erst vor wenigen Monaten haben wir das 2.000ste Mitglied (Wikimedium 2/2012, Seite 9) vorgestellt. Heute, 8 Monate später, begrüßen wir ganz herzlich Johanna Wiest als 5.000stes Mitglied! Johanna wurde 1990 in Ravensburg, Baden-Württemberg geboren und wohnt derzeit als Studentin der Afrikanistik und Kulturwissenschaften in Leipzig, Sachsen. In ihrer Freizeit beschäftigt sich Johanna mit Lesen, Schreiben, Tanzen und Kochen. Im folgenden Interview berichtet sie, was sie mit Wikipedia und dem Verein Wikimedia Deutschland verbindet:

Johanna Wiest
Foto: Clara Wiest, CC-BY-SA 3.0

Wann und mit welcher Absicht hast Du Wikipedia zum ersten Mal genutzt?

Wikipedia habe ich das erste Mal für ein Schulreferat verwendet, wahrscheinlich etwa 2001 oder 2002. Ich hatte schon mal gesehen, wie Freunde Wikipedia genutzt haben und wollte mir für mein Referat einen Überblick verschaffen.

Gebraucht habe ich Wikipedia seitdem schon oft, eben um einen ersten Ansatz zu einem Themengebiet zu bekommen, oder im Alltag als Enzyklopdie, in der fast zu allen Themen etwas zu finden ist.

Worin liegen für Dich die Vorteile bei Wikipedia, im Vergleich zu gedruckten Enzyklopädien?

Durch Wikipedia ist das gesammelte Wissen kostenlos für jeden über das Internet zugänglich. Daher bietet für mich Wikipedia ein riesiges Potential, was Zugang zu Bildung und Chancengleichheit anbelangt. Mir gefällt, dass Wissen aus allen Bereichen dort gesammelt wird und sehr leicht zugänglich ist und außerdem die Idee, dass so viele Leute unentgeltlich in ihrer Freizeit für Wikipedia schreiben und ihr Wissen mit anderen teilen.

Ich hoffe, dass Wikipedia in Zukunft eine Chance sein kann, für alle, die sich bilden wollen, egal wo auf der Welt und egal wie viel Geld sie haben. Dass Wikipedia-Artikel mittlerweile mit Inhalten aus klassischen Enzyklopädien in Sachen Korrektheit gleichauf liegen, finde ich toll!

Kannst Du Dir vorstellen, einen Artikel für Wikipedia zu schreiben oder zu korrigieren?

Ich könnte mir gut vorstellen, mal etwas für Wikipedia zu schreiben und werde das bei Gelegenheit bald mal ausprobieren.

Wie hast Du von Wikimedia erfahren? Und was hat Dich zu einer Mitgliedschaft im Verein bewogen?

Ich habe von Wikimedia erfahren, als ich für Wikipedia spenden wollte. Mitglied bin ich geworden, weil ich finde, dass Wikipedia ein sehr unterstützenswertes Projekt ist – vor allem weil ich es toll finde, dass die Seite auf Werbeeinnahmen verzichtet, die wahnsinnig hoch sein könnten!

Durch die Mitgliedschaft fühle ich mich dem Projekt enger verbunden, als “nur” durch eine Spende.

Wie stellst Du Dir Wissen in der Zukunft vor?

Ich wünsche mir, dass Wissen überall auf der Welt jedem Menschen frei zugänglich gemacht wird.

Vielen Dank für das Gespräch!

Wer Mitglied bei Wikimedia Deutschland e.V. ist, unterstützt den Verein nicht nur durch seinen Mitgliedsbeitrag. Mitglieder stehen ideell und aktiv für die Vereinsziele.

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Die Gesichter hinter den Zahlen – ein Rückblick auf die Spendenkampagne 2012

Die Zahlen

Es ist ein starker Strom kontinuierlicher Unterstützung: Alle 20 Sekunden über einen Zeitraum von 49 Tagen – so häufig floss im Durchschnitt eine Spende während der vergangenen Herbstkampagne. Trotz einer Verringerung der Kampagnendauer um 3 Tage konnten wir das Ergebnis des Vorjahres um 32% steigern: 5.273.374 Euro wurden in den letzten Wochen für Wikipedia und Freies Wissen gespendet. Die Online-Enzyklopädie wird von vielen Schultern getragen: von den Tausenden Autoren und von Menschen, die Freies Wissen mit einer Spende unterstützen. In der Spendenkampagne 2012 waren es so viele wie noch nie zuvor.

Wir bedanken uns bei den 233.813 Menschen, die dies ermöglicht haben.

Denn so viele Menschen waren es, die zwischen dem 13. November und dem 31. Dezember 2012 in Deutschland Wikipedia mit einer Spende unterstützt haben – im Vergleich zu 160.000 Spendern im Vorjahr. Die Durchschnittsspende betrug 22,50 Euro. Somit sind es nicht Großspender, die für die Unabhängigkeit der Wikimedia-Projekte sorgen, sondern die vielen Menschen, die mit einem kleinen Beitrag Wikipedia etwas zurückgeben.

Ganz besonders freut uns die Bereitschaft vieler Leser, uns regelmäßig zu unterstützen. Auch dieses Mal konnten wir die Anzahl der periodischen Spender um fast 50% zum Vorjahr steigern. Insgesamt haben sich während der Kampagne über 7.300 Menschen zu einer regelmäßigen Unterstützung entschieden.

Neben der Bitte um Unterstützung in Form einer Spende, fragten wir während der Kampagne gezielt nach einer Mitgliedschaft für Wikimedia Deutschland. Spender konnten direkt im Anschluss an die getätigte Zahlung ein Onlineformular ausfüllen, um Mitglied im Verein zu werden. Dieser vereinfachte Aufnahmeprozess war ein durchschlagender Erfolg. Wir konnten insgesamt 2.376 neue Mitglieder gewinnen. Innerhalb nur weniger Wochen gelang es uns, die Anzahl der Mitglieder bei Wikimedia Deutschland nahezu zu verdoppeln.

Die Kampagne

Trotz all der gründlichen Vorbereitung bedeutet die Spendenkampagne für das Team Fundraising den Eintritt in einen Ausnahmezustand. Ab dem Augenblick, in dem die Spendenbanner in der Wikipedia geschaltet werden, erhalten wir stündlich unzählige E-Mails und das Telefon läuft heiß. Deshalb verstärkten wir vor wenigen Wochen unser Team personell. Nun wissen wir, dass es sich ausgezahlt hat. Wir konnten die fast 100 E-Mails pro Kampagnentag (4.267 insgesamt) zeitnah beantworten, so dass wir zum ersten Mal mit Ende der Kampagne auch alle Anfragen beantwortet hatten.

Die Verstärkung des Teams ermöglichte außerdem, dass wir uns noch stärker um die Optimierung der Kampagne durch intensives Gestalten und Testen bemühen konnten – fast 70 Tests führten wir vor und während der Kampagne durch. Ein wichtiger Aspekt einer zeitlich begrenzten Kampagne ist, das richtige Banner oder den richtigen Aufruf zur richtigen Zeit zu schalten. Mit Hilfe von A/B-Tests waren wir in der Lage, der Kampagne immer wieder neue Richtungen vorzugeben. Dies war umso wichtiger, weil wir dieses Mal sehr viele unterschiedliche Bannerlayouts ausprobierten. Fotos, Farben, Texte, Positionierung: Häufig entscheiden nur Kleinigkeiten über den Erfolg eines Banners. Die stärkere Fokussierung auf diese Elemente resultierte schließlich in vielen verschiedenen Bannerentwürfen. Wer Interesse an den Testergebnissen hat, kann sich hier einen umfassenden Überblick verschaffen.

Der Erfolg der Kampagne hing vor allem mit einem Banner zusammen: dem Faktenbanner. Während in der letzten Kampagne die persönlichen Aufrufe dominierten, wurde in dieser Kampagne mit dem Faktenbanner eine andere Art der Kommunikation gewählt. Anders als beim persönlichen Aufruf, mit dem wir zunächst großes Interesse erzeugen konnten und dann die Spendenüberzeugung erst auf der Spendenseite erfolgte, holte das Faktenbanner die Leser direkt in der Wikipedia ab. Im Faktenbanner werden für viele Leser relevante Fakten erwähnt, die belegen, warum Wikipedia mit einer Spende unterstützt werden sollte. Nicht nur wurden so die Leser direkt auf der Hauptseite der Wikipedia von einer Spende überzeugt, man konnte mit Hilfe eines Spendenformulars die Spende auch gleich “vor Ort” tätigen. Denn fast alle Banner während dieser Kampagne klappen direkt auf Wikipedia auf.

Das neue Faktenbanner in Kombination mit dem verkürzten Spendenprozess war einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg der Kampagne. Doch auch Fakten brauchen Geschichten. Es war daher sehr wichtig, im aufgeklappten Banner eine persönliche Geschichte zu präsentieren. Vor der Kampagne hatten wir ein Ziel formuliert: einen Aufruf zu schreiben, der es mit dem bisher erfolgreichsten Aufruf der vergangenen Spendenkampagnen aufnehmen konnte, dem vom Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Die Gesichter

Die vergangenen Spendenkampagnen waren vor allem durch das Gesicht des Gründers der Online-Enzyklopädie geprägt. Uns schwebte jedoch eine Kampagne vor, die die unterschiedlichsten Perspektiven auf Wikipedia zeigt. Denn eines ist klar: Ohne die fantastische Arbeit der vielen Freiwilligen wäre Wikipedia nicht da, wo sie jetzt ist. Den Geschichten dieser Menschen mehr Raum zu geben, das wollten wir während der Spendenkampagne 2012 erreichen. Deshalb haben wir schon früh begonnen, zahlreiche Interviews mit Wikipedia-Autoren, Spendern und Wikimedia-Mitarbeitern zu führen. Daraus verfassten wir für die Kampagne insgesamt 15 ganz unterschiedliche persönliche Aufrufe. Damit konnten wir die Anzahl der Gesichter für die Kampagne mehr als verdoppeln. Im letzten Jahr zeigten wir sechs Aufrufe, die wir jedoch größtenteils von der Wikimedia Foundation übernahmen. Natürlich war es unser Ziel einen Aufruf zu kreieren, der ebenso erfolgreich ist wie jener von Jimmy Wales. Mit dem Wikipedia-Autor Dr. Peter Cueppers ist uns dies gelungen – einem 86-jährigen, engagierten Autor, der erst vor wenigen Jahren angefangen hat zu editieren.
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Danke! – Erfolgreicher Abschluss der Spendenkampagne 2012

Heute endet die diesjährige Spendenkampagne in der deutschsprachigen Wikipedia. Mit über 230.000 Spenden haben Wikipedia-Leser seit dem Kampagnenstart Mitte November ihre Unterstützung für Wikipedia und die Idee des Freien Wissens gezeigt. Das Spendenziel von 5,2 Millionen Euro ist erreicht. Wir haben eine Pressemitteilung zum erfolgreichen Abschluss veröffentlicht, in der Zahlen und weitere Fakten rund um die Kampagne zu finden sind.

Das Maß an Unterstützung, das Spender uns jedes Jahr im Laufe der Herbstkampagne zukommen lassen, ist beeindruckend. In den vergangenen Wochen wurden die rund 160.000 Spenden aus dem letzten Jahr noch einmal deutlich übertroffen. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren es noch etwas mehr als 70.000 Spenden. Mit dem Ende des aktuellen Spendenaufrufs haben also mehr als dreimal so viele Menschen zur Kampagne beigetragen.

Einen guten Einblick in das, was unsere Spender zur Unterstützung bewegt, bot während der Kampagne der Wikimedia-Spendenticker. Weil man ganzjährig spenden kann, zeigt er sowohl vor als auch nach dem jährlichen Aufruf in der Wikipedia kurze Kommentare von Spendern an. In der Zeit der Aufrufe verzeichneten wir aber eine regelrechte Flut an Kommentaren. Viele von Ihnen betonten den Nutzen, den Menschen jeden Tag aus Wikipedia ziehen. Wiederkehrende Motive sind auch, dass Menschen mit ihrer Spende zur Verbreitung Freien Wissens aktiv beitragen und die Unabhängigkeit der Wikimedia-Projekte wahren wollen. Häufig wird auch kommentiert, die Ehrenamtlichkeit und die Abhängigkeit von Spenden sei den Lesern vor dem Aufruf gar nicht bekannt gewesen.

Auf alle diese Punkte haben Ehrenamtliche der Wikimedia-Projekte, Leser, Spender und Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland in ihren persönlichen Aufrufen für die Spendenkampagne hingewiesen. Diese Botschaften zur Unterstützung waren ein zentraler Bestandteil der Kampagne und ihres Erfolgs. In diesem Jahr konnten wir so viele Aufrufe wie noch nie zuvor schalten – vom 20-jährigen Wikipedianer, der über seine Schulzeit schrieb, über Wikidata-Programmierer, bis zum 86-Jährigen mit knapp 20.000 Wikipedia-Bearbeitungen. An alle Beteiligten geht ein herzlicher Dank! Nicht zuletzt die Kommentare im Spendenticker haben gezeigt, dass tausende Wikipedia-Leser von diesen Geschichten beeindruckt waren und jetzt mehr über Wikipedia wissen.

Ein ausführlicher Rückblick auf die Spendenkampagne wird in den nächsten Wochen folgen.

 

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Krumm war gestern – Ein Dankeschön vor Artikel 1.500.000

Foto: Dezidor, CC-BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Wie viel sind 1.500.000 Millionen? Was schon schwer vorstellbar bei Äpfeln oder Birnen ist, wird bei enzyklopädischen Artikeln eine hoffnungslose Denkaufgabe. Vielleicht hilft dies: Die deutschsprachige Wikipedia erreicht an diesem Wochenende den Meilenstein von 1.500.000 Artikeln. Wenn man für jeden einzelnen davon nur ein einziges Mal laut „Danke!“ rufen würde, dann, nun ja… würde das lange dauern. Keine Stimme könnte das. So viel sind 1,5 Millionen.

Dann wenigstens aufschreiben: Danke!

Es hat viele tausend ehrenamtliche Helfer über 11 Jahre Zeit und Energie gekostet, diese Marke zu erreichen. Wobei es ihnen natürlich nicht um diesen oder alle anderen Meilensteine gegangen sein dürfte. Für die meisten Wikipedia-Helfer zählt der nächste Artikel mehr als der letzte. Das gilt für jede Ergänzung, jede Verbesserung oder Korrektur, für jedes neue Foto oder jeden neuen Literaturbeleg. Das ist sozusagen die Quadratur dieser 1.500.000: Es ist eine Sache, so viele Artikel zu schreiben. Eine ganz andere ist es, diese riesige Wissenssammlung auszubauen und zu pflegen.

Deshalb gehört dieser Meilenstein lauthals gewürdigt. Er ist nicht einfach eine weitere Etappe vom prestigeträchtigen millionsten Artikel hin zur Zwei-Millionen-Marke. Krummes Jubiläum? Keineswegs. Eine halbe Million neuer Artikel ist keine Randnotiz. Es hat über fünf Jahre gedauert, bis 2006 die ersten 500.000 Wikipedia-Artikel in deutscher Sprache gefeiert werden konnten.

Und wo es schon um Statistik geht: Alle drei Meilensteine im Halbmillionentakt wurden während der jährlichen Spendenkampagne erreicht. Ein Zufall, aber auch unter Zufällen gibt es Gemeinsamkeiten. Millionen Leser nutzen heute Wikipedia, weil Ehrenamtliche ihr Wissen für das Projekt gespendet und viel dafür getan haben, die Qualität der Enzyklopädie über Jahre zu verbessern. Nur deshalb gibt es Millionen Leser. Wer nutzt schlechte Angebote schon freiwillig ein zweites Mal? Leser, die nicht aktiv zu Artikeln beitragen, spenden finanzielle Unterstützung statt Wissen. Damit sind sie auch Teil all Jener, die die Idee des Freien Wissens fördern und verbreiten.

Doppelt hält besser:

Danke!

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Die Spendenkampagne startet.

Foto: Lane Hartwell, CC-BY-SA 3.0

Für viele ist der November einfach nur kalt und grau: Nicht für uns! Jetzt beginnt die heißeste Phase im Jahr. Bereits seit Wochen haben wir im Fundraising auf Hochtouren gearbeitet und nun ist es endlich soweit: Heute beginnt die Spendenkampagne 2012, zu der wir auch eine Pressemitteilung veröffentlicht haben.

Für mehrere Wochen werden wir auf den Wikimedia-Projekten mit persönlichen Aufrufen auf die Notwendigkeit von Spenden hinweisen.

In Vorbereitung der diesjährigen Kampagne haben wir wieder umfangreiche Tests zum Erfolg verschiedener Banner durchgeführt. Die Kombination aus Fakten-Banner und dem Aufruf von Wikipedia-Gründer Jimmy-Wales schnitt am besten ab und bildet den Auftakt der Kampagne. Grundlegend neu ist: Wenn man das Banner anklickt, öffnet es sich elegant, so dass man direkt auf Wikipedia den persönlichen Aufruf lesen kann. Man kann sagen, dass wir näher dran am Leser sind. Keine Überraschung dagegen ist die Farbe des Banners: Grün.

Was wir bereits im letzten Jahr mit Aufrufen verschiedener Menschen begannen, wird dieses Jahr noch präsenter sein: Im Verlauf der Kampagne werden wir ganz unterschiedliche Gesichter und Geschichten der Wikimedia-Communitys schalten. Damit zeigen wir die Vielfalt der Freiwilligen, Leser und Spender mit ihren individuellen Perspektiven auf die größte Enzyklopädie der Welt und unterschiedlichen Motivationen, Freies Wissen zu unterstützen. Freut euch auf spannende Geschichten.

Dass Millionen von Menschen täglich Wikimedia-Projekte nutzen, wissen wir. Warum sie aber spenden und was ihnen Wikipedia bedeutet, erfahren wir durch die Kommentare auf unserem Spendenticker.

Weitere Informationen und aktuelle Berichte veröffentlichen wir wie gewohnt auf unserer Portalseite. Auch in der kommenden Ausgabe unserer Vereinszeitung Wikimedium (erscheint am 24.11.2012) berichten wir über den Fundraiser 2012, unter anderem am Beispiel des Spendenaufrufs von Wikipedia-Fotograf Gerd Seidel.

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Spendenkampagne für Wikipedia gestartet!


Letzte Vorbereitungen, freudige Erwartung und Spannung vor dem Startschuss: Dann war es soweit! Pünktlich um 17 Uhr am gestrigen Montag hat Wikimedia Deutschland seine Herbstkampagne gestartet, mit der ein Mal im Jahr um Spenden für Freies Wissen in Wikipedia und deren Schwesterprojekten geworben wird. Damit sind wir Teil einer weltweiten Aktion der Wikimedia-Bewegung. Für alle war der 14.11.2011 offizieller Start des so genannten Fundraisers. Pünktlich waren wir auch mit unserer dazugehörigen Pressemitteilung, in der wir detailliert über Ziele und Motivation der Kampagne berichten. In den nächsten Wochen werden Wikipedia-Leser nun über persönliche Aufrufe von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales (siehe oben) und Wikimedia-Aktiven international angesprochen. Dafür sind Hinweisbanner in den verschiedenen Sprachversionen geschaltet.

Warum wird gesammelt?

Mit der Herbstkampagne erinnern wir daran, dass die Wikimedia-Projekte ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement tausender freiwilliger Helfer und durch Spenden möglich sind. Das war in den letzten zehn Jahren so und muss auch in Zukunft so bleiben: Denn Wikipedia ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn sie heutzutage erfreulicher Weise so genutzt wird. Wikipedia soll weiter kostenlos und werbefrei Wissen bereitstellen, das von jedermann genutzt und geteilt werden kann. Darum rufen wir zu Spenden auf.

Wofür genau wird gesammelt?

Wofür Wikimedia Deutschland Spendengelder im nächsten Jahr verwenden wird, ist im Einzelnen im Wirtschaftsplan 2012 zu finden. Unsere Ziele haben wir vorab für Vereinsmitglieder und alle Interessierten zur Diskussion gestellt (hier im Wikimedia Forum, Anmeldung erforderlich). Auch auf einer Städtetour durch Deutschland wurde der Wirtschaftsplan öffentlich vorgestellt: Im Zentrum steht die Förderung Freien Wissens. Betrieb und Ausbau der technischen Infrastruktur und die direkte Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Autoren von Wikipedia bilden einen wichtigen Schwerpunkt für 2012. Eine zentrale Aufgabe sind Softwareentwicklungen rund um die Themen Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit. Um die freiwillige Arbeit für Wikipedia zu fördern, sollen Programme zum Austausch mit akademischen Kreisen sowie Kooperationen mit Museen und anderen Institutionen vorangetrieben werden. Ein weiterer Schwerpunkt: die Steigerung der Vielfalt unter Wikipedia-Autoren. Verschiedene Maßnahmen von Community-Projekten bis zu Wikimedia-Workshops haben insbesondere die größere Beteiligung von Frauen an der Erstellung der freien Enzyklopädie zum Ziel.
 
Was jede Spende bewirken kann, ist auch auf der Spendenseite der Kampagne nachzulesen.
 
Zur vollständigen Pressemitteilung.

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