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Klicksafe: Fünf Tipps für den Umgang mit Wikipedia im Unterricht

Der Startschuss für die Zusammenarbeit mit Klicksafe und dem Bereich Bildung und Wissen ist gefallen: Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien.

Unter dem Stichpunkt „Suchen und Recherchieren im Netz“ finden sich nun fünf Artikel in anschaulicher Form zum Thema Wikipedia:

  • Wie verlässlich ist Wikipedia?
  • Woran erkenne ich einen guten Artikel?
  • Wie funktioniert Wikipedia?
  • Wie recherchiert man mit Wikipedia?
  • Wie setzt man Wikipedia im Unterricht ein?

Diese neuen Seiten geben einen guten Einblick in die Vielschichtigkeit von Wikipedia und bieten neue Ansätze für die Einbindung dieser Aspekte in den Unterricht. Speziell wird z.B. die Historie der Artikel, thematisches Arbeiten und Quellenumgang in kurzer und überischtlicher Art erläutert. Dieser zweite Schritt ebnet den Weg zu einer weiteren Zusammenarbeit für das kommende Jahr. Zusammen mit den Teilnehmenden der Wikipedia-AG, die ab Ende September mit dem niedersächsischen Kultusministerium in Hannover startet, werden dann 2013 Materialien erarbeitet, die Lehrern im Unterricht den Einsatz von Wikipedia erleichtern werden.  So lange hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack.

 

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Wikipedia im Unterricht – Pilotprojekt: „Wikipedia-AG“

„Mach mit und zeig, was du weißt!“ Unter diesem Motto wurde heute in Hannover ein Pilotprojekt mit dem niedersächsischen Kultusministerium gestartet, in dem Lehrer dabei unterstützt werden, Wikipedia bewusst in ihren Unterricht einzubinden. Schule als Ort, an dem aktiv Kompetenzen vermittelt werden, um sich in einer digitalen Welt zurechtzufinden. Mit einem solchen Ansatz lassen sich gleich mehrere Anknüpfungen an den Lehrplan finden: Wikipedia als Quelle zur Förderung der Lesekompetenz, der Medien- und Informationskompetenz und der Schreibkompetenz. Als einmaliger Ort, an dem ein Nutzer nicht nur die Möglichkeit hat, Texte zu lesen und zu prüfen, sondern auch selbst aktiv sein Wissen hinzuzufügen.

Teilnehmer des Projekts sind fünf Pilotschulen aus Stadt und Region Hannover. Zwei von jeder Schule benannte Lehrkräfte erhalten vom Kultusministerium je zwei Anrechungsstunden für die Mitarbeit im Projekt. Die Schule sorgt im Gegenzug dafür, dass in mindestens vier verschiedenen Lerngruppen und mindestens drei verschiedenen Fächern Erfahrungen mit Wikipedia als Quelle und als Publikationsmedium gesammelt und dokumentiert werden. Die hier gewonnenen Erfahrungen werden in Material für Lehrkräfte einfließen. Handlungsschwerpunkte des Projekts sind die aktive Kompetenzvermittlung für die Lehrkräfte und die Gewinnung weiblicher Autoren.

Für einen erfolgreichen Start in das Projekt erhielten die Lehrkräfte der Projektschulen heute gleich eine einführende Fortbildung zu Wikipedia von Raimond Spekking und Elly Köpf. Im Zentrum standen der Austausch zu offenen Fragen und die Vermittlung wichtiger Tipps, die bei der aktiven Mitarbeit bedacht werden sollten. In die Fortbildung flossen sämtliche Erfahrungen aus den drei Programmen des Bereichs „Bildung und Wissen“ mit ein und lieferten so einen vielschichtigen Erfahrunghintergrund, besonders Erfahrungen aus den Lehrerworkshops und Piloten mit Schülern aus dem Programm „Wikipedia macht Schule“. Materialien zu Wikipedia-AG wurden für die Lehrer vorab auf der Lehrplattform Wikiversity eingestellt. In einem extra Arbeits-Raum zu Wikipedia können sich hier Lehrende über den Einsatz von Wikipedia im Unterricht austauschen und gesammelte Erfahrungen einsehen.

Bis zum Projektschuljahr 2012/2013 bleibt nun noch ausreichend Zeit für die Lehrer, erste Schritte in der Wikipedia zu machen und sich selbst mit der Bearbeitung erster Artikel vertraut zu machen. Neben den zehn Lehrkräften nahmen an der Schulung auch drei Betreuer von Multimediamobilen der Niedersächsischen Landesmedienanstalt teil. Diese werden sich für eine weitere Verbreitung der Inhalte über die fünf Schulen hinaus stark machen und das gelernte Wissen in ihre Praxis mit einbauen. Während des kommenden Projektjahres finden noch weitere Fortbildungen statt, an denen alle Projektlehrkräfte teilnehmen und bei denen sie den Wikipedia-Unterricht im eigenen Unterricht gemeinsam planen, bereits gemachte Erfahrungen ausgetauscht und Ergebnisse festgehalten werden können.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Ministerium und den teilnehmenden Lehrern!

Partner:

Auf der Webseite von Wikimedia Deutschland finden Sie die Pressemitteilung zu diesem Thema.

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Bildung und Wissen unterwegs – iMedia und co

Neben den Workshops, die wir in ganz Deutschland regelmäßig durchführen, standen in diesem Monat für den Bereich „Bildung und Wissen“ wieder mehrere Tagungen auf dem Programm. Wir waren daher u.a. am 22. Mai 2012 auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand auf der iMedia, der großen zentralen rheinland-pfälzischen Lehrertagung in Mainz, vertreten, um dort das Programm Wikipedia macht Schule und den Bereich zu präsentieren. Über 1300 Lehrerinnen und Lehrer nahmen an der Tagung teil, und das Interesse an Wikipedia im Unterricht hat im Vergleich zum Vorjahr noch einmal erheblich zugenommen. Cornelia Trefflich und der freie Referent Jürgen Fenn verteilten Informationsmaterial, standen für viele Einzelfragen zur Verfügung und haben Anfragen zu weiterführenden Informationen entgegengenommen.

Gut 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu dem Workshop zum Thema „Wikipedia im Unterricht – Chance oder Risiko?!“ und beteiligten sich an einer konstruktiven Diskussion, die am Ende auf die Frage hinauslief, was es für die Pädagogik bedeute, wenn das Wissen jederzeit über das Internet für alle abrufbar ist. Die gestellten Fragen spiegelten auch gut die Erfahrung wieder, die wir in sonstigen Workshops beobachten. Wie sollte unter den gegebenen  Umständen Medienkompetenz und Informationskompetenz im Unterricht bestmöglich hergestellt werden? Wie kann man die Inhalte in Wikipedia angesichts ihrer Allgegenwärtigkeit auch in den Suchmaschinen kritisch prüfen? Und welche Möglichkeiten gibt es für Lehrer und Schüler, sich an der Erstellung von Inhalten für Wikipedia zu beteiligen?

Im direkten Gespräch am Stand nahm die Frage nach lizenzrechtlichen und urheberrechtlichen Fragen gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Aufgrund der Diskussion um Open Educational Ressources (OER) durch den sogenannten „Schultrojaner“ und den engen Vorgaben für das Kopieren von Materialien, die von den Schulbuchverlagen angeboten werden, sehen sich viele Lehrerinnen und Lehrer vor erhebliche Probleme gestellt, wenn sie mit ihren Schülern vollständig digital arbeiten möchten. Deshalb ist das Interesse an Lehrmaterial, das unter einer freien Lizenz steht, erheblich gewachsen. Entsprechend der Konkretisierung der Fragen auf die Weiternutzung Freier Inhalte war auf der Tagung das neue Faltblatt, das Wikimedia Deutschland zu freien Lizenzen erstellt hat, stark nachgefragt. Darin wird die lizenzkonforme Nutzung freier Inhalte anschaulich erklärt. Bilder von Wikimedia Commons und Wikipedia-Artikel können ohne Einschränkungen für Arbeitsblätter und Präsentationen im Unterricht verwendet werden, daher ist auch hier das Interesse groß.

Tags darauf waren wir auf der Fachtagung Globales Lernen digital vertreten, die im Rahmen der Mediale vom Studiengang Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt ausgerichtet wurde. An der Konferenz nahmen zahlreiche Referenten aus dem Bildungsbereich sowie von NGOs teil, die an grundlegenden Informationen über die Entwicklung im Web 2.0 und im Bildungswesen interessiert sind. Das Interesse an dem Thema Freies Wissen und Globales Lernen war groß (die Inhalte der Präsentation stehen auf Wikiversity zur Verfügung). Insbesondere zu den Initiativen der Wikimedia Foundation zum Abbau der Digitalen Kluft zwischen Nord und Süd mittels einer Zusammenarbeit mit einem Mobilfunkprovider in Afrika sowie durch das Outreach-Programm ergab sich eine interessante Diskussion aufgrund der Nachfragen zu dem Impuls des Referenten. Es besteht großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit seitens der Hochschule zur Vermittlung von grundlegenden Informationen über Wikipedia, über freie Inhalte und über die Arbeit der Wikimedia Foundation und der Fördervereine, das wir gerne aufgreifen.

Wikimedia Deutschland hat sich in diesem Jahr die Weiternutzung Freier Inhalte zum Ziel gesetzt und freut sich, im Rahmen der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Open Educational Resources, eine Beitrag leisten zu können. Interessierte können ihre Lehrmaterialien auf der Plattform Wikiversity zur Verfügung stellen, um sie dort gemeinsam unter freier Lizenz zu teilen und weiterzuentwickeln. Gerne klärt Wikimedia auch über die Nutzung und Bearbeitung der Inhalte auf und unterstützt Sie bei ihren Fragen. Abschließend zeigt sich für den Bereich Bildung und Wissen, dass rund um „Freies Wissen“ und „Bildung“ derzeit vieles im Umbruch ist und der Bereich einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, die theoretische Diskussion um OER mit der praktischen Nutzung zu verknüpfen. Wir freuen uns auf die weitere Arbeit mit Euch und stehen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Es grüßen, Jürgen Fenn und Elly Köpf

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„Bildung und Wissen“ – ein neuer Bereich stellt sich vor

Im kommenden Jahr wird die Geschäftststelle von Wikimedia Deutschland eine neue Organisationsstruktur erhalten. In loser Folge stellen sich im Blog die neuen Schwerpunkte vor. Den Anfang macht der formal erst mit der neuen Organisationsstruktur neu angelegte Bereich „Bildung und Wissen“.

Inhaltlich ist dieser Schwerpunkt schon deutlich älter, 2006 begann er mit einer Veranstaltung am Hildesheimer Gymnasium Andreanum. Abgehalten durch Vorstände von Wikimedia Deutschland fand hier erstmals ein Aktionstag für Schüler, Lehrer und interessierte Eltern statt. Vorträge und Workshops thematisierten grundlegende Fragen um die noch junge Online-Enzyklopädie hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit, ihres korrekten Gebrauchs und des Verständnisses für ihre Besonderheiten.

Aus dieser Premiere wuchs über die Jahre das Schulprojekt Wikipedia macht Schule mit spezifischen Angeboten für Schüler und Lehrer, seit 2010 getragen durch ein Referentennetzwerk aus Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen und mit inzwischen weit über 100 Veranstaltungen und mehreren Tausend Teilnehmern. Vor diesem Erfahrungshintergrund steht bei Wikimedia Deutschland derzeit die Entwicklung von freiem Lehrmaterial in Buchform zum Thema „Wikipedia in der Schule“ im Fokus (hier kann auf Wikibooks mitgearbeitet werden).

Schulen sind aber nicht die einzigen Adressaten für Bildungsangebote bei Wikimedia Deutschland. Bereits 2008 wurde das Projekt Silberwissen ins Leben gerufen. Hier geht WMDE seit 2010 im Rahmen des europaweit agierenden TAO-Konsortiums (Third-Age-Online) auf ältere Mitbürger mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen zu, um sie als aktive Autoren für Wikipedia zu werben. Neu steht für 2012 das Wikipedia Ambassador Programm auf dem Plan, mit dem das Verfassen von Wikipedia-Artikeln in systematischer Weise an Universitäten eingeführt wird. Und nicht zuletzt werden in Zukunft stärker als bisher zusammen mit dem Bereich “Politik und Gesellschaft” auch bildungspolitische Ziele verfolgt.

All diese Aufgaben waren hausintern bisher bei verschiedenen Personen und Ressorts angesiedelt, nach dem Wachstum der letzten Jahre war es nun Zeit für eine Konsolidierung. Mit der bereits auf der Mitgliederversammlung vorgestellten Neugliederung des Vereins zum 1. Januar 2012 werden alle Bildungsprogramme in Zukunft in einem Bereich “Bildung und Wissen” zusammengefasst. So können Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in Zukunft besser genutzt und verschiedene Programme inhaltlich enger aufeinander abgestimmt werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei das Referentennetzwerk. Um der zunehmenden Zahl der Anfragen für Veranstaltungen gerecht zu werden, soll es für Schulprojekt, Silberwissen und Ambassador-Programm gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die bisher direkt von den Bildungsinstitutionen honorierten Referenten werden den Verein nun als freie Mitarbeiter in allen Projekten intensiv unterstützen, sowohl im Bereich der Autorengewinnung wie auch bei der Vermittlung von Wikipedia und Freiem Wissen.

Verantwortet wird der neue Bereich von Denis Barthel und Elly Köpf, Elvira Schmidt ist als Projektleiterin Ansprechpartnerin für das Projekt Silberwissen. Unterstützt wird der Bereich von Merle von Wittich als Werkstudentin, noch gesucht wird eine Projektassistenz, die den neuen Bereich bei den Herausforderungen des kommenden Jahres begleitet und mitgestaltet.

Wir freuen uns auf diese und kommende Projekte und darauf, Wikipedia und Freies Wissen im Kontext „Bildung und Wissen“ zu unterstützen.

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Wikipedia im Unterricht – kollaborativ auf Wikibooks

Lehrer nutzen Wikipedia, Schüler nutzen Wikipedia. Wie kann man noch sinnvoller mit dieser Ressource umgehen und was kann man durch sie, darüber und damit lernen? Das Wikipedia-Schulprojekt begleitet Lehrer und Schüler seit Jahren im Umgang mit diesen Fragen und berät sie zu kompetentem und kritischem Umgang mit Wikipedia und aktiver Teilhabe. Im Laufe der Jahre wurde oft der Wunsch nach einer eigenständigen Handreichung mit Arbeitsmaterialien für den Unterricht geäußert, es gibt den deutlichen Wunsch vieler Lehrer, Wikipedia noch stärker in den Unterricht einzubinden. Leider existiert aber kaum brauchbares praxisbezogenes Material für eine adäquate Aufarbeitung.

Das möchten wir ändern. Es gilt demnach, hochwertige Arbeitsmaterialien für die Unterrichtsgestaltung zu und mit Wikipedia zu entwickeln. Wikimedia Deutschland beginnt zu diesem Zweck nun eine enge Zusammenarbeit mit Lehrern, Lehrbuchautoren, Wikipedianern und Medienpädagogen. Passend zum Thema soll dieser Prozess natürlich auch offen für weitere Teilnehmer sein: Beim Schwesterprojekt Wikibooks, einer Plattform für freie Lehr-, Sach- und Fachbücher, werden ab jetzt kollaborativ die Lehrtexte und Arbeitsaufgaben erarbeitet und unterschiedliche Blickwinkel mit in die inhaltliche Arbeit einfließen.
Die Gliederung zum Buch „Wikipedia in der Schule – Arbeitsmaterialien für Lehrer“ findet sich bereits hier im „Regal Schule“. Bis Ende November wird nun auf Wikibooks an den Inhalten gearbeitet. Wenn du Lust hast mitzuarbeiten: komm dazu und schreibe mit. Wir freuen uns über deine Unterstützung!

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Aktuelles aus dem Wikipedia-Schulprojekt

Gut 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzen Wikipedia regelmäßig (KIM-Studie 2010), bei Lehrern liegt der Anteil für die Unterrichtsvorbereitung sogar noch höher („Bildungsstudie: Digitale Medien in der Schule“, (N)Onliner Atlas 2011 der Initiative D21). Die Aufklärung über einen kompetenten Umgang mit Freiem Wissen ist daher besonders wichtig.
Wer in die Schulen geht, merkt bald, dass es nicht ausreicht, freie Inhalte zu erschaffen und sie allgemein verfügbar zu machen, man muss auch zum richtigen Umgang damit anleiten und das heißt im Fall von Wikipedia: Zu einem kritischen Umgang. Dies ist das Ziel des Wikipedia-Schulprojekts, das unter dem Motto „Wikipedia macht Schule“ freiwillige Referenten an Schulen und Universitäten entsendet. In Workshops wird das Verständnis für Freies Wissen bei Schülern, Lehrern, Lehramtstudenten und Pädagogen verbessert und der kritische Umgang mit der freien Enzyklopädie erlernt. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in das Projekt und lernen anhand verschiedener Aufgaben die Qualitätssicherung in Wikipedia kennen. So können sie Wikipedia besser verstehen und die Qualität der Artikel besser einschätzen.

Das Referentennetzwerk ist in diesem Jahr richtig in Fahrt gekommen und Wikipedianer und Medienpädagogen sind seitdem in allen Teilen Deutschlands unterwegs, um im Bildungsbereich Medien- und Informationskompetenz im Umgang mit freien Inhalten zu vermitteln.
Die Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen sind dabei höchst unterschiedlich: Die Referenten organisieren Workshops für die Lehrerfortbildung schwerpunktmäßig an Gymnasien und an Oberschulen ebenso wie für Lehrer in der Referendarausbildung. Das Schulprojekt wurde zu Projektwochen eingeladen sowie zu einmaligen Veranstaltungen und Übungen, in denen Schüler auf die Webrecherche für eine Jahresarbeit vorbereitet werden. Außerdem wird das Projekt auch bei Lehrertagungen und bei BarCamps vorgestellt. Über diese Veranstaltungen wurde auch häufig in der Presse berichtet, beispielsweise in der waldorfpädagogischen Zeitschrift Erziehungskunst, sowie in den Webauftritten der Schulen, besonders ausführlich auf der Website des Privaten Gymnasiums Marienstatt. Auch an einer Grundschule konnten wir im August erfogreich ein Pilotprojekt durchführen, in dem Fünftklässler spielerisch Wikipedia kennenlernen konnten. Aktuelle Bilder aus dem Projekt finden sich auf Wikimedia Commons. Regelmäßig berichten wir auch in unserem Monatsbericht über das Schulprojekt.

Im Rahmen des Projekts wird deutlich, dass die meisten Benutzer vieles, was für die alten Hasen unter den Wikipedianern schon selbstverständlich geworden ist, erst durch das Schulprojekt kennenlernen – vom elementaren Arbeiten mit dem Wiki (Diskussionsseite und Versionsgeschichte zu einem Artikel) über das richtige Zitieren einer Quellenangabe aus Wikipedia bis hin zur Verwendung von Bildern aus dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons auf der Schul-Website mit der korrekten urheberrechtlichen Angabe gemäß der jeweiligen Lizenz, unter der das Werk dort verfügbar ist.

Zwei Mal im Jahr finden Treffen der Referenten statt, die dem Erfahrungsaustausch und der Weiterbildung dienen. Vom 26. bis 28. August 2011 trafen sich in diesem Rahmen rund zwanzig Referenten des Schulprojekts zu ihrem vierten „SchulCamp“ in Nürnberg. Dabei galt es, Konzepte weiter zu entwickeln und die nächsten organisatorischen Schritte gemeinsam zu besprechen.
Ort des Geschehens war der CoWorking-Space in Nürnberg, der mit seiner arbeitsfreundlichen Atmosphäre maßgeblich zum Erfolg des Treffens beitrug. Die meisten aktiven Referenten waren schon von Anfang an im Schulprojekt dabei, einige sind neu hinzugestoßen und wurden nun intensiv auf bevorstehende Einsätze vorbereitet. Dies geschah unter anderem in einem offenen Workshop, der zu Beginn des Treffens sowohl interessierte Coworker als auch neue Referenten über Wikipedia informierte. Am zweiten und dritten Tag arbeiteten alle beteiligten Referenten an den Inhalten der Schulungen und daran, die bisherigen Erfahrungen in die Inhalte und Konzepte einfließen zu lassen. Das Camp zeigte, wie wichtig der persönliche Austausch für die Arbeit in einem Referentennetzwerk ist und wie hilfreich es ist, sich gegenseitig unterstützen zu können. Am Ende des Wochenendes konnten wir auf eine lange Liste erarbeiteter Inhalte zurückblicken und sind nun bereit für ein neues Schuljahr mit dem Wikipedia-Schulprojekt. Nächste Schritte sind nun, neben der Durchführung weiterer Workshops, auch die Erarbeitung von Handreichungen für Lehrer.

Das Schulprojekt ist weiterhin auf der Suche nach neuen Referenten, vor allem im hohen Norden, in Niedersachsen und in Bayern. Wikipedianer oder Pädagogen, die am Schulprojekt mitarbeiten möchten, können sich bewerben mit einer Mail an schule@wikimedia.de. Diese Adresse gilt übrigens auch für Lehrer, die uns an ihre Schule einladen möchten. Wir freuen uns auf Eure Anfragen und Anregungen!

Es grüßen,
Jürgen F. und Elly K.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im April 2011

Hackathon 2011

Daniel, Nicole und Cornelius haben sich im April den weiteren Vorbereitungen für den Hackathon angenommen, der vom 13.-15. Mai in Berlin stattfindet. Die Anmeldung ist nun geschlossen, der Zeitplan in erster Version online, die Liste der Themen wird immer länger, Reisen und Unterkünfte für alle Teilnehmer sind gebucht. Angemeldet sind nun 100 Hacker, darunter Vertreter des europäischen Wettbewerbes Wiki loves Monuments und das Language Committee sowie Angestellte der Wikimedia Foundation. Der Hackathon fällt außerdem in den Zeitraum der Berlin Web Week, in der die „digitale Wirtschaft die strategischen, ökonomischen, technischen und gestalterischen Möglichkeiten der Online-Medien präsentiert“. Am Sonntagabend wird es eine gemütliche Hackerlounge in der c-base geben, zu der Interessierte und Hackerfreunde herzlich eingeladen sind. Aktuell suchen wir noch ein paar Helfer, die uns bei der Veranstaltung mit Dokumentation, Sightseeing und einfach als Unterstützung vor Ort zur Hand gehen möchten.
Bei allen Fragen und Wünschen könnt ihr euch gerne an Nicole und Daniel wenden, am besten per hackathon@wikimedia.de.

Wiki loves Monuments

Im europaweiten Fotowettbewerb „Wiki loves Monuments“ konzentriert sich gerade alles auf das Treffen in Berlin im Rahmen des Hackathons. Wer aus der Community bzw. dem Projekt Denkmalpflege noch an dem Treffen teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei Nicole (nicole.ebber@wikimedia.de) zu melden; es sind noch wenige Plätze frei! Auf der Mailingliste werden engagierte Ideen vorgetragen, rechtliche und organisatorische Vorbehalte und Fragen geklärt und neue Partner vorgestellt. Im Blogbeitrag von Anfang April hat Nicole einen Ausblick zum Projekt verfasst. Außerdem ist der Logowettbewerb innerhalb der Community erfolgreich zu Ende gegangen und nun gibt es ein neues, hübsches Logo!

Wikipedia trifft Altertum

Ein Projekt direkt aus der Community! Marcus Cyron, Martin Rulsch und Jonathan Groß organisieren am Pfingstwochenende die Tagung „Wikipedia trifft Altertum – Freies Wissen, Neue Medien, populäre Wissensvermittlung und Enzyklopädien in den Altertumswissenschaften“ in den Räumen der Georg-August-Universität Göttingen.  Ziel dieser Konferenz ist es, Fachwissenschaftler und Wikipedia-Mitarbeiter des Fachbereiches ‚Altertumswissenschaften‘ in einer Veranstaltung zusammenkommen zu lassen, um den aktuellen Stand, aber auch die Probleme und Zukunft dieses Bereiches gemeinschaftlich zu diskutieren. Im Gegensatz zu den bisher viermal durchgeführten Wikipedia Academies wird diese Konferenz erstmals einen bestimmten Fachbereich ansprechen. Ausführliche Informationen dazu im Blogbeitrag.
Wikimedia Deutschland unterstützt die Veranstaltung finanziell und auch organisatorisch-logistisch. Zurzeit erstellen wir den Informationsflyer, der gleichzeitig als Einladung dient, buchen Unterkünfte und Anreise für Teilnehmer und stehen für alle Fragen hinsichtlich des Budgets und Absprache mit Beteiligten zur Verfügung.  Ansprechpartnerin bei uns ist Nicole.

WissensWert

Nicole hat im April den Starbeitrag der monatlichen Reihe „Bericht aus den WissensWert-Projekten“ verfasst. Hier versorgen wir unsere Leser ab sofort mit dem aktuellen Status, Fortschritten, Rückschlägen und Tipps für andere Projekte. Im Startbeitrag sind alle Projekte samt verantwortlichen Ansprechpartnern bei WMDE aufgeführt, ebenso findet ihr eine kurze Statusmeldung zum jeweiligen Projekt. Die Partner sind aufgefordert (und das ist auch eine Bedingung der Förderung), uns monatlich über den Verlauf der Projekte zu berichten. Neben den Sammelberichten sind sie außerdem eingeladen, exklusive Beiträge zu einzelnen Projekten zu schreiben, z.B. wenn ein großer Erfolg erzielt wurde, ein Meilenstein geschafft oder auf anderen Kanälen über das Projekt berichtet wurde. Der nächste Bericht erscheint Mitte des Monats.

Wikimedia Conference

Die Nachbereitung und Abrechnung der Conference zog sich noch bis in den April, auch wenn die Abläufe im Vergleich zum Vorjahr merklich optimiert werden konnten. Die Moderatorinnen und Dokumentatoren haben ganze Arbeit geleistet: Alle Mitschriften und Ergebnisse sind zeitnah auf Meta eingestellt worden. Die – besonders gelungene – visuelle Dokumentation ist ebenfalls online, genau wie die vielen, hübschen Fotos der Veranstaltung.
Wir haben zum einen das Feedback der Teilnehmer ausgewertet (in kurz: toller Veranstaltungsort, aber wo war das Fleisch?) und außerdem eine lange Liste an Lessons Learnt für uns erstellt. Wer Rückfragen zur Veranstaltung hat, kann sich gerne an Nicole wenden.

RENDER

Die Evaluation der Wikipedia ist unser umfangreichstes Aufgabenpaket im ersten Projektjahr. Wir hoffen mit den in RENDER entwickelten Erweiterungen und Werkzeugen die Qualität und das Vertrauen in die Wikipedia zu erhöhen. Um diese Veränderungen nachweisen und messen zu können, arbeiteten wir in diesem Monat intensiv an der Entwicklung eines Qualitätmessverfahrens für WP-Artikel. Zu diesem Thema wurde in den vergangenen Jahren bereits sehr viel geforscht und diskutiert. Ausgehend von dieser Basis identifizierten wir eine Reihe messbarer und berechenbarer Merkmale, deren Umsetzung, Abhängigkeiten und Gewichtungen in einem Qualitätsmodell noch zu untersuchen ist. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt. Für Anregungen oder Fragen meldet euch bei angelika.adam@wikimedia.de bzw. render@wikimedia.de.
Angelika und Mathias haben am Quartalstreffen, welches am 19. und 20.4. in Ljubjana (Slowenien) beim Institut Jozef Stefan  statt fand, teilgenommen. Bei diesem Meeting präsentierten alle Projektpartner den Status ihrer aktuellen Aufgabenpakete und arbeiteten die Anforderungen an die jeweils anderen Partner heraus. Wikimedia stellte mehrere Use Case Szenarien für Wikipedia vor und diskutierte die Bedingungen an die technischen Konsortialpartner.
Unter http://render-project.eu/resources/deliverables/ sind die Berichte zu bereits abgeschlossenen Arbeitspaketen des Gesamtprojekts einsehbar.

Tazkongress

Am 9. April fand in Berlin der Medienkongress von tageszeitung „taz“ und Wochenzeitung „freitag“ statt, auf dem Mathias für ein Panel über Freie Lizenzen eingeladen war. Das Panel war sehr auf praktische Anwendungen und die Bedeutung freier Lizenzen ausgelegt und zusammen mit Markus Beckedahl und Nils Dagsson Moskopp war es auch frei von Menschen, die nicht entweder direkt bei Creative Commons mitarbeiten oder diesem Lizenz-Ökosystem fernstehen.

3. Collaboratory zu Immaterialgüterrechten

Am 12. April hat das von Google initiierte Collaboratory seinen Bericht über „Regelungssysteme für immaterielle Güter“ vorgestellt.
Wer diesen Begriff zu sperrig findet, der kann ihn durch „Urheberrecht“ ersetzen, das collaboratory hat auf seiner Internetseite ebenfalls aus Gründen der Lesbarkeit und Platzsparsamkeit das böse U-Wort verwendet. Teil des Berichts ist ein längeres Dokument für die Bausteine eines künftigen Immaterialgüterregelungssystem (lies: Urheberrecht), an dem Mathias mitgeschrieben hat und das auf http://collaboratory.de/reports/initiative_3#99 publiziert ist (pdf unter https://sites.google.com/site/colabdev3000/presse/downloads/IGCollaboratory-Abschlussbericht-Urheberrecht-fuer-die-Informationsgesellschaft.pdf?attredirects=0&d=1).
Ebenfalls im April ist Wikimedia Deutschland Mitglied des Collaboratory geworden.

collab

Am 4. Expertenkreis der Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft der sich diesmal um das Thema “Privatheit und Öffentlichkeit” dreht nimm Sebastian Sooth. Anfang April fand im Base_Camp in Berlin der Auftaktworkshop statt. Initiiert von Google Deutschland wird hier gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet gearbeitet.
http://collaboratory.de/

Redaktionsförderung

Zwei größere Anträge auf Unterstützung von Fachbereichen sind der Geschäftsstelle aus der Community zugegangen. Zum einen ein auf dem Fotoworkshop in Nürnberg von den anwesenden Fotografen erarbeiteter Antrag auf Beschaffung von Fotoequipment, zum anderen ein Antrag zur Beschaffung eines fotofähigen Mikroskops, den die Redaktion Biologie einreichte. Dieses soll beim nächsten Treffen der Redaktion Biologie eingesetzt werden. Beide Anträge sind derzeit in der abschließenden Phase.

Literaturstipendium

Im April konnten sieben weitere Literaturstipendien von Denis Barthel „ausgeliefert“ werden. Damit sind dieses Jahr bereits 15 monografische Stipendien vergeben worden, eine Zahl, die im letzten Jahr erst im September erreicht wurde (von den 8 Chemie-eLitstips mal ganz abgesehen). Das zeigt deutlich, dass das Literaturstipendium intensiver angenommen wird als je zuvor – eine tolle Entwicklung auch für die Qualität der Wikipedia. Aber das ist nicht genug: wir möchten euch als Autoren auffordern, dieses Angebot weiter so intensiv, besser noch intensiver zu nutzen. Schreibt uns eure Wünsche an litstip@wikimedia.de.
Besonders toll in diesem Zusammenhang, das der Sektionssieger Kultur des Wikipedia-Schreibwettbewerbs, ein Artikel zur Orgellandschaft Hessen, sich auf ein frisch vergebenes Literaturstipendium als Hauptquelle stützte. Gratulation an den Benutzer Wikiwal auch von uns!

Schulprojekt

Der Monat begann diesmal gleich mit einem Jahres-Highlight: Dem dritten SchulCamp mit unseren Referenten. Das Camp bot Raum für einen produktiven Erfahrungsaustausch zwischen den Referenten und Gespräche über die Weiterentwicklung des Projekts. Einige neue Referenten waren dabei, haben erste Einblicke gewonnen und sind nun bereit für ihre Einsätze. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Referenten für die rege Teilnahme und das große Engagement für das Projekt! Das Schulprojekt verfügt damit nun derzeit über ca. 20 Referenten, die in ganz Deutschland verteilt sind. Neue Bewerbungen gehen konstant bei uns ein und sind immer willkommen.
Im April konnten wir fünf Workshops realisieren. Damit konnten wir den positiven Trend vom März fortsetzen. Unter den Einsätzen war auch unser erster Einsatz an einer Waldorfschule in Düsseldorf, was uns sehr freute. Erfreulich ist außerdem, dass nun auch andere Bildungseinrichtungen, wie Universitäten und Medienzentren unsere Workshops anfragen. Im Fokus steht demnächst vor allem die Begleitung der Referenten bei Ihrer Arbeit und die Planung des nächsten SchulCamps im Herbst. Das verstärkt durchgeführte Anschreiben der Schulen und die stärkere Begleitung des Projekts auf fachlichen Newslettern und Tagungen zeigt Wirkung und führt nach wie vor zu einer steigenden Nachfrage. Die Hürde, es von dem Interesse der Schule bis hin zum Wokshop zu schaffen, ist jedoch nach wie vor groß. Diesbezüglich stehen wir nun noch stärker den Lehrern bei Fragen zur Seite und unterstützen Sie auch gerne in der Planungsphase.
Wenn Ihr Anmerkungen und Ideen zu dem Projekt habt, dann wendet euch gerne an schule@wikimedia.de. Wir freuen uns!

Silberwissen / TAO

Vom 15. bis 17. April fand in Frankfurt a. M. ein Workshop gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V. (DGPT) (www.dgpt.org) statt. Elvira Schmidt nahm daran für Wikimedia teil. Ziel der Veranstaltung war es, insbesondere ältere „Postgeschichtler“ über die vielfältigen Möglichkeiten zur Mitarbeit in der Wikipedia zu informieren und sie während ihrer ersten Schritte zu begleiten. Henriette (Wikimedia) sowie Isabell Koch und Mario Kaspar (DGPT) hatten den Workshop sehr gut vorbereitet. Es stand ein technisch perfekt ausgestatteter Raum im Museum für Kommunikation Frankfurt zur Verfügung. Die 3 Tage wurden von den „Neuen“ als interessant, arbeitsreich und anstrengend eingeschätzt. Die intensive Begleitung durch die Referenten/Mentoren zeigte die gewünschten Ergebnisse. Fast alle Teilnehmer (zwischen 10 und 15) hatten am Abschluss sehr konkrete Vorstellungen von Inhalten, Fotos oder eigenen Artikeln, die sie in den nächsten Wochen und Monaten in die Wikipedia einstellen wollen. Alle hatten eine eigene Nutzerseite und dort bereits die ersten Gehversuche getestet.
Die Referenten trafen sich zum Abschluss zu einer kurzen Auswertung. Es gab eine Reihe von Vorschlägen zur Gestaltung künftiger Workshops und zur Vorbereitung von Vorträgen. Sie werden aufgenommen und auf dem Ende Juni geplanten Erfahrungsaustausch weiter entwickelt.
Außerdem wurden Kontakte zu weiteren möglichen Partnern für die Durchführung von Vorträgen und Workshops aufgenommen.

Presseanfragen

Im April gab es einige Anfragen zu den veröffentlichten Ergebnissen der Editor-Studie. Catrin führte einige Hintergrundgespräche mit überregionalen Tageszeitungen, Online-medien u.a. heise und Radiosendern darunter mdr-info, BR und Deutsche Welle. Außerdem beschäftigten die Nachbereitungen zur Wikimedia Conference in Berlin Catrin sehr intensiv. Eine Pressekonferenz wurde gemeinsam mit Vertretern der Foundation geplant und dann kurzfristig abgesagt.  Dies führte dazu, dass Catrin mit einzelnen Redaktionen direkt Interviews und Pressegespräche mit Pavel und Vertretern anderer Chapter plante und durchführte.

Wikimedium

Der April brachte unserer Vereinszeitung knapp 100 neue Abonnenten. Damit ist die Zahl der Einzelabonnenten und der mehrfachen Abnehmer auf nunmehr rund 900 gestiegen. Insgesamt verschickt der Verein rund 2000 Exemplare an Zeitungsabonnenten und Interessierte. Im März wurde nach Erscheinen der Wikimedium, bereits die nächste Ausgabe vorbereitet. Catrin konnte die Druckerei MegaDruck für ein weiteres Jahr als Sponsors der Druckkosten gewinnen.
Ein Schwerpunkt der nächsten Wikimedium werden neben Vorstellung des neuen Vorstandes sicherlich auch internationale Themen und die ersten Reaktionen auf die Aktion: Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘. Catrin sammelt derzeit Inhalte und Themenschwerpunkte. Aber wie bei jeder Ausgabe sollen nicht nur Mitarbeiter des Vereins über ihre Arbeit und die Projekte informieren, sondern auch Gastautoren (wie Wikipedia-Leser und Benutzer) über Ihre Erfahrungen und Aktivitäten berichten. Hierzu laden wir alle ein bis 25. Mai direkt an Catrin oder redaktion@wikimedium.de Beiträge oder Ideen bis 25. Mai einzureichen.

Informationsmaterialien

Michael erhielt im letzten Monat umfangreiches Feedback zur Informationsbroschüre über Wikimedia Commons aus der Community. So konnte er das Manuskript an einigen Punkten noch anpassen, das in Kürze gedruckt sein wird. Die nächste Informationsbroschüre wird sich mit dem Projekt Wikisource befassen. Michael hat das bereits vorhandene Material gesichtet und wird sich in Kürze mit Wikisource-Aktiven hinsichtlich der Gestaltung der Broschüre austauschen.
Anfang April unterstützten wir den SeniorenComputerClub Berlin-Mitte mit  Flyern für das regelmäßige „Wikipedia-Treffen“ des Clubs. In Abstimmung mit dem SCC wurde Layout und Druck von WMDE übernommen. Eine detaillierte Darstellung auf der Projektseite unter wikimedia.de und als Informationsflyer ist in Arbeit.
Eine sehr erfreuliche Notwendigkeit in Sachen Öffentlichkeitsarbeit ist es, die Zahlen und Fakten in unseren Informationsmaterialien dem schnellen Wachstum der Wikimedia-Projekte anzugleichen. Die monatliche Aktualisierung des Wikimedia Factsheets, die auch auf unserer Vereinswebseite eingebunden sind und an Journalisten geschickt werden, gehören zum Presse-Alltag. Eine ähnliche laufende Aufgabe – und Grundlage der Pressearbeit – ist die Vervollständigung der Daten unseres Presseverteilers.
Nachdem eine Produktionsreihe für die einzelnen Wikimedia-Projekte bereits vorhanden ist und noch vervollständigt werden muss, hat Michael erste Konzeptideen für eine Broschüre über die Arbeit des Vereins erstellt. Zweck dieser Broschüre ist es, Interessierten die Ziele und Grundsätze des Vereins zu vermitteln, darüber hinaus aber vor allem einen Einblick in die praktische Arbeit der einzelnen Geschäftsbereiche zu geben. Vom Wikipedia-Schulprojekt, über die technische Unterstützung des Toolservers, bis hin zu Veranstaltungen und Pressearbeit. Eine solche knappe Broschüre kann leisten, was der jährliche Tätigkeitsbereich mit seinem erheblichen Umfang nicht kann: schnelle Überblicksinformationen zum Verein für Nicht-Mitglieder.

Pressemitteilungen

In  Vorbereitung zum Meilenstein von 10 Millionen Dateien im freien Medienarchiv Wikimedia Commons wurde eine Pressemitteilung erstellt und pünktlich zum Jubiläum versendet wurde.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!”

Aktuell laufen viele individuelle Gespräche mit Journalisten und Kooperationspartnern. Zudem führt Catrin Gespräche mit potentiellen Medienpartnern im Rahmen von Diskussions-/Expertenrunden oder Talkshows o.ä. darunter sind ZDF, die WAZ-Gruppe und Dradio Wissen. Es wird aktuell ein Aktionsplan entworfen, der auch die begleitenden PR-Maßnahme strukturiert.

Nach der Diskussion mit Community und Chaptern haben Sebastian Sooth und Catrin Schoneville die Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!” auf der re:publica das erste Mal einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Dort stieß die Idee auf großes Interesse und wurde anschließend auch in der Presse vorgestellt. Catrin und Sebastian haben im April verschiedene Gespräche mit Vertretern aus dem UNESCO-Umfeld und möglichen Unterstützern geführt.

Außerdem haben Sebastian und Catrin begonnen, Veranstaltungen vorzubereiten, die ab Mai die Initiative begleiten werden. Das sind u.a. Expertengespräche, aber auch ein Barcamp “Freies Wissen” in der zweiten Jahreshälfte ist in Planung. Dort wollen wir diskutieren und zeigen, was es bedeutet, dass weltweit zehntausende von Freiwilligen das Wissen der Menschheit sammeln und frei zur Verfügung stellen und wie dies die Gesellschaft, die Bildung, das Denken von Menschen verändert. Über alle aktuellen Entwicklungen informiert die Projektseite, die auch eine FAQ zur Idee enthält. Nächster Schritt wird im Mai der Start der Petition sein.

http://wikimedia.de/wiki/Weltkulturerbe
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Weltkulturerbe

Wikimedia Chapters Conference

Während der Konferenz in Berlin hat Catrin den Chaptern die Medienarbeit rund um das Jubiläum präsentiert und erläutert, was in diesem Jahr an weitere Aktivitäten den 10. Geburtstag von Wikipedia begleiten werden. Darunter auch das Buchprojekt und die Weltkultuerbe-Idee. Letzeres kam bei den rund 60 internationalen Wikimedia-Vertretern besonders gut an. Die internationalen Aktivitäten werden derzeit von Catrin gemeinsam mit den Chaptern geplant und organisiert. Einzelheiten dazu in einem separaten Blog in Kürze.

re:publica

Auf der re:publica haben Catrin und Sebastian die Idee ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ vor einem kritischen Publikum aus Netzaktivisten und Journalisten vorgestellt und waren überrascht von der positiven Resonanz aus dem Publikum. Daraus folgten einige Kooperationsangebote und interessante fortführende Gespräche mit Beratern und Experten aus dem Unesco-Umfeld.

Das Wikipedia-Buch

Dank der großartigen Beteiligung der freiwilligen Autoren wuchs der Umfang des Manuskriptes weiter als geplant. Letzte strukturelle Nacharbeiten steuerte Boris, wobei er u.a. von Michael unterstützt wurde.

Vorbereitungen für begleitende PR-Maßnahmen zum Erscheinen des Buches laufen auf Hochtouren. Gemeinsam mit Boris hat Catrin eine Ideensammlung ausgearbeitet und einen Termin mit dem Verlag vorbereitet. Die Maßnahmen und Aktivitäten rund um das Wikipedia-Buch wie z.B. eine Book-Release Party (mit allen Beteiligten), Pressekonferenz, Lesungen etc. werden derzeit geplant und im nächsten Bericht konkreter vorgestellt.

April war der letzte Monat, der für eine Ausarbeitung des Manuskripts zur Verfügung stand. Daher wurde einerseits die Absprache mit dem Lektor unseres Verlagspartners weiter vorangetrieben und viele seiner Hinweise im Manuskript einbezogen. Andererseits mussten einige Detailfragen abschließend geklärt werden – angefangen bei der Gestaltung des Covers, dem Layout des Inhalts (Stichwort Fuß- bzw. Endnoten) oder der Einhaltung der Lizenzvorgaben. Um letzteres sicherzustellen fand erneut eine Mailing-Aktion statt, bei der alle am Buch Beteiligten (knapp über 100) darum gebeten wurden, mit einer „Autorenerklärung“ die Lizenzbedingungen zu bestätigen und ggf. vorgenommene Änderungen ihrer Beiträge abzusegnen. Schließlich galt es die Bebilderung des Buchs unter Berücksichtigung der Herstellungsmodalitäten (Format und insbesondere Schwarz-Weiß-Druck) abzuschließen.

Projekt CommunitySpace

Sebastian Sooth hat ein Menge Gewerbeimmobilien gesichtet und geprüft, um einen Ort zu finden, an dem die Idee des gemeinsam genutzten Raums für die Community des Freien Wissens realisiert werden kann. Mit verschiedenen potentiellen Partnern und Mitnutzern hat Sebastian Gespräche geführt. Diese Suche geht noch weiter, weil leider der geeignete Ort, der unsere Anforderungen erfüllt, bisher noch nicht gefunden wurde. Sebastian hat in einem Blogeintrag genauer beschrieben, was wir suchen. Wir freuen uns über weitere sachdienliche Hinweise, die zu mindestens 750 qm zusammenhängende Flächen, teilbar in Eventfläche und Büroflächen, in zentrale Lage mit guter Verkehrsanbindung, mit guter technische Ausstattung, insbesondere Möglichkeit für schnelle Internetanbindung und
Möglichkeiten für Veranstaltungen auch Abends und am Wochenende führen.
http://blog.wikimedia.de/2011/04/29/wikimedia-sucht-raum-fur-freies-wissen-in-berlin

Vorbereitung der Teilnahme an OpenKnowledge und OpenData-Veranstaltungen

Sebastian Sooth bereitet die Teilnahme von Wikimedia Deutschland an verschiedenen Veranstaltungen im Themenbereich OpenKnowledge und OpenData vor. Bereits am 15. Mai findet der erste Berlin OpenData Day statt, an dem wir die Commons und die Verknüpfung von OpenStreetMap und Wikipedia vorstellen. Bei der am 30. Juni und 1. Juni stattfindenden 6. OpenKnowledge Conference ist Wikimedia Deutschland Partner und unterstützt die Veranstaltung u.a. mit interessanten Beiträgen.
http://boddy11.wordpress.com
http://okcon.org/2011

Technik

Neben den Vorbereitungen für den Hackathon [siehe Nicoles Bericht] ging es im Bereich Technik im April vor allem darum, neue Mitarbeiter zu finden. Daniel hat dafür zusammen mit Sebastian eine Stelle für einen Webentwickler und das Entwicklungsprojekt GraphServ ausgeschrieben. Bewerbungen als Webentwickler sind noch bis zum 10. Mai möglich, für das Entwicklungsprojekt hat sich bereits jemand gefunden. Bei der Ausschreibung der Stelle “Webentwickler_in” und bei der Suche nach neuen Partner für das Hosting und die Betreuung der Wikimedia Deutschland Server unterstützt Sebastian Sooth die Arbeit von Daniel Kinzler.
Daneben hat Daniel noch ein Kapitel für das Wikipedia-Buch geschrieben: unter dem Titel „Hardware – Betrieb der Wikipedia“ gibt es einen Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand der operativen Seite von Wikimedia.

Fundraising

Im April habe ich mich überwiegend um drei Bereiche gekümmert. Zunächst war ich als Referent beim Deutschen Fundraising Kongress, der wichtigsten Veranstaltung für Fundraiser in Deutschland. Auf dem Kongress stellte ich unsere Spendenkampagne vor; mit dem speziellen Fokus auf die Community-Involvierung und die testorientierte Vorgehensweise. Dabei fiel auf, dass die Art und Weise der systematischen Vorgehensweise außergewöhnlich im deutschen Online-Fundraising ist. Zweitens habe ich zusammen mit Tobias und Merle einen ersten Entwurf für eine Spenderumfrage erarbeitet, die im Juni an Spender von Wikimedia Deutschland gehen soll. Mit der Online-Umfrage möchten wir unsere Spender und ihre Motivation für Wikipedia zu spenden besser kennenlernen. Der dritte Bereich betrifft unser Datenbankprojekt. Für die Weiterentwicklung von CiviCRM haben wir uns mit drei weiteren Agenturen getroffen.Die Angebote der Agenturen werden derzeit gesichtet; die Entscheidung über die Vertragsvergabe soll im Mai erfolgen.

Der nächste Monatsbericht erscheint am 3. Juni 2011.

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Wikipedia Schulprojekt: Das dritte Camp

Vom 01.-03.04.2011 haben sich die Referenten des Wikipedia-Schulprojekts zum dritten Camp getroffen. Diesmal fand das Camp in Berlin statt. Die gut ausgestatteten Räumlichkeiten des Bits21 dienten als Treffpunkt und schafften von Anfang an eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre.

Das Camp startete am Freitag Abend mit einem ersten Kennenlernen der neuen Referenten und intensiven Gesprächen über die Projektstrukturen. Am Samstag ging es dann mit straffem Zeitplan los. Nach zwei Impulsreferaten und einem offenen Erfahrungsaustausch wurde im Rahmen einer professionellen Schulung an dem Thema „Gestaltung und Präsentation eines Workshops“ gearbeitet. Nach einem langen Tag ließen wir diesen dann gemeinsam ausklingen.

Mit frühlingshaften Temperaturen begann der letzte Tag unseres Camps. Nach einer Kurzvorstellung des Projekts Silberwissen ging es dann an die inhaltliche Weiterentwicklung der Präsentationsgrundlagen. Die Ergebnisse zeigten bereits erste Ideen für die Umsetzung des am Tag zuvor Besprochenen und gaben tiefere Einblicke in die schulische Arbeitsumgebung. Nach einer abschließenden Feedbackrunde war unsere gemeinsame Zeit dann auch schon wieder vorbei. Wie immer – viel zu kurz, aber sehr produktiv! Mit einem Koffer voll neuer Ideen und Methoden machten sich alle auf den Heimweg, bereit für neue Einsätze im Wikipedia-Schulprojekt.

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Das Schulprojekt unterwegs

Das Prinzip Wikipedia verstehen. Dies hat sich das Wikipedia Schulprojekt zum Ziel gesetzt. Lehrer und Schüler für unser Projekt zu begeistern, ist damit ein großer Teil unserer Arbeit. Dank unseres immer größer werdenden Referenten-Netzwerks konnten wir erfolgreich ins neue Jahr starten!

Um neue Schulen zu begeistern, geht das Wikipedia Schulprojekt auf Fachtagungen zum Thema Medienkompetenz und Medieneinsatz im Bildungsbereich. Mit der Kombination aus Recherche, Medieneinsatz und kritischer Reflektion ist das Projekt für eine Vielzahl von Fächern einsetzbar und damit für Lehrer aller Fächer interessant.
Den Start der Schulprojekt-Tour machte in diesem Jahr die Lehrertagung der FH-Mainz am 17.-18.02.2011 zum Thema „Neue Medien verändern Schule“. Hier konnten wir medienbegeisterte Lehrer und Dozenten im persönlichen Gespräch für das Schulprojekt begeistern. Für Lehrer sind die Veränderungen in der Generierung von Wissen immer wichtiger und eine kritische Reflektion dieser Prozesse dabei unverzichtbar. Viele Lehrer kommen sowohl zeitlich als auch fachlich mit der Forderung nach Medieneinsatz an ihre Grenzen. Genau hier setzt das Schulprojekt an und hilft dabei, diese neuen Wege am Beispiel von Wikipedia zu erschließen.

Direkt im Anschluss ging es weiter auf die Didacta 2011. Die weltweit größte Bildungsmesse fand in diesem Jahr auf der Messe Stuttgart statt. Wikimedia Deutschland konnte hier Vertreter verschiedener Stiftungen für das Projekt begeistern und mit interessierten Partnern über neue Wege für das Schulprojekt nachdenken. Weitere Aktionen auf Fachtagungen sind bereits in Planung. Wir freuen uns über die neu gewonnenen Kontakte!

Das Referenten-Netzwerk wächst von Tag zu Tag. Wenn Ihr selbst Interesse daran habt, als Referent tätig zu werden, meldet euch! Anfragen von Schulen oder Bildungseinrichtungen bitte ebenfalls an schule@wikimedia.de.

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Wikipedia-Schulprojekt: Ein (un)perfektes Arbeitstreffen

Am vergangenen Wochenende fand in Essen das zweite Treffen der Schulprojekt-Referenten statt, bei dem die im Sommer begonnene Arbeit fortgesetzt und zu einem vorläufigen Abschluss geführt wurde. Ich selbst bin seit dem Sommertreffen als Referent im Schulprojekt und war nun auch in Essen wieder mit dabei. Meine Eindrücke habe ich in einem Blog-Beitrag zusammengefasst, den ich nun auf Anregung von Nicole auch hier veröffentliche.

Was passiert, wenn man 20 Wikipedianer und Medienpädagogen ins Linuxhotel nach Essen einlädt, Inhalte für ein Wikipedia-Schulprojekt diskutiert und anschließend dazu auffordert, diese in einem Wiki umzusetzen? Leider nicht viel. Und was passiert, wenn man einige von ihnen zusammen mit zwei weiteren Teilnehmern ins Unperfekthaus nach Essen einlädt, um das Projekt endlich voranzubringen und die Schulungsmaterialien fertigzustellen? Eine ganze Menge.

Das Wikipedia-Schulprojekt

Das Wikipedia-Schulprojekt ist eine Initiative von Wikimedia Deutschland, dem offiziellen Förderverein der Wikipedia in Deutschland. Das Projekt als solches besteht schon länger, wurde aber bisher von verschiedenen Personen in nur kleinem Umfang betrieben. Seit Anfang des Jahres liegt das Projekt nun in den Händen der Projektmanager Nicole Ebber und Denis Barthel, im Mai wurde mit einer Ausschreibung nach Referenten gesucht.

Im Rahmen des Schulprojekts werden Aktionstage für Schüler und Fortbildungen für Lehrer angeboten, bei denen zielgruppengerecht die Funktionsweise und der sinnvolle Umgang mit der Wikipedia präsentiert werden soll. Während es bei den Aktionstagen für Schüler vor allem darum geht, Medienkompetenz zu vermitteln (“Woran erkenne ich, dass ich einem Wikipedia-Artikel trauen kann?”), soll den Lehrern besonders das Qualitätsmanagement der Online-Enzyklopädie vorgestellt werden. Für beide Zielgruppen dauert die Schulung jeweils vier Stunden, insgesamt mussten also acht Stunden Programm erarbeitet und gestaltet werden.

Warum ein Treffen nicht gereicht hat

Beim ersten Workshop im Sommer wurden zwar viele gute Ideen eingebracht und diskutiert sowie für beide Schulungen ein Grundkonzept erstellt, das anschließend im Projektwiki verbessert, erweitert und in eine vorzeigbare Form gebracht werden sollte. De facto wurde im Projektwiki nur von wenigen Personen überhaupt etwas beigetragen, es gab Wochen, in denen keine einzige Änderung erfolgte. Ein Fortschritt wollte sich so nicht einstellen, auch die wenigen dort aktiven Mitarbeiter waren bald frustriert. Es fehlte an Rückmeldungen, Ideen und Arbeitskraft, zeitweise hatte man das Gefühl, ins Nichts zu schreiben. Nachdem auch einige Rundmails nichts an diesem Zustand zu ändern vermochten, wurde recht kurzfristig für Ende Oktober ein Treffen in Essen – diesmal im Unperfekthaus – angesetzt.

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