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Blogpostreihe – Höhepunkte aus dem Programm der OER-Konferenz 2013

Dies ist ein Gastbeitrag von Jan Neumann. Jan Neumann arbeitet am Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz).  Nach dem Studium der Rechts-, Wirtschaft- und Systemwissenschaften übernahm er die Tätigkeit als Projektmanager und freier Lektor für verschiedene Fachverlage, u.a. für Wolters-Kluwer Deutschland und den Bundesanzeiger Verlag. Seit 2007 ist er tätig beim Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW (hbz), zunächst als Leiter der zentralen Projektkoordination, seit 2012 als Leiter Recht und Organisation. Er ist Mitglied des Fachausschusses Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission und des International  Advisory Board des Projekts POERUP.

Vom 14.-15. September 2013 werden wir in Berlin die erste OER-Konferenz für den deutschsprachigen Raum veranstalten. In loser Folge werden daher ab jetzt bis zur Konferenz die Highlights im Programm der Konferenz (#OERde13)  durch die Mitglieder des Review-Teams vorgestellt. Als zweiter in der Reihe stelle ich meinen Favoriten vor: „OpenCourseWare Europe explained“ mit Ignasi Labastida.

„OpenCourseWare Europe explained“

Das Programm ist derart vollgepackt mit interessanten Rednern und spannenden Themen, dass es mir schwerfällt, mich für einen Favoriten zu entscheiden. Weiterlesen »

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Blogpostreihe – Höhepunkte aus dem Programm der OER-Konferenz 2013

Vom 14.-15. September 2013 werden wir in Berlin die erste OER-Konferenz für den deutschsprachigen Raum veranstalten. In loser Folge werden daher ab jetzt bis zur Konferenz die Highlights im Programm der Konferenz (#OERde13)  durch die Mitglieder des Review-Teams vorgestellt. Den Anfang macht Jöran Muuß-Merholz, Programmkoordinatoer der Konferenz. Sein Favorit ist der vielleicht kontroverseste Talk des Programms: “Das CC-Debakel – eine Bilanz nach 10 Jahren CC-Lizenzen”.

Bereits vor einigen Wochen haben wir über den ersten Entwurf des Programms und das Bündnis der Partner berichtet, die wesentlich zur Umsetzung der Konferenz beitragen. Im Juli hat die Deutsche UNESCO-Kommission die Schirmherrschaft zur Konferenz übernommen. Nun ist das Programm fertig und wir möchten die Hinghlights vorstellen. Die OER-Konferenz setzt sich zusammen aus einem kuratierten Teil und einem offenen Konferenzteil, der in Form eines BarCamps organisiert ist. Zur Ausgestaltung des kuratierten Konferenzteil gab es ein Review-Team, das unter den vielen Einreichungen das Programm zusammengestellt hat. Es zeichnet sich aus durch die unterschiedlichen Ebenen von OER (von Lizenzen bis hin zur Praxis) und den internationalen Input für die Bewegung im deutschsprachigen Raum. Im Folgenden wird nun das erste Highlight des Programms von Jöran Muuß-Merholz. vorgestellt.

“Das CC-Debakel – Eine Bilanz nach 10 Jahren CC-Lizenzen”

3 Schichten der Creative Commons Lizenz , Creative Commons,CC-BY 3.0

“Ich habe für meine persönliche Empfehlung den Talk ”Das CC-Debakel – Eine Bilanz nach 10 Jahren CC-Lizenzen” von Michael Seemann und Mathias Schindler gewählt. Für mich ist der Talk zunächst einmal außergewöhnlich, weil er unter 50 Einreichungen beim Call for Participation zur Konferenz den Beitrag, der die kritische Grundhaltung am deutlichsten darstellt. Wenn es nach mir geht, könnten wir noch deutlich mehr davon haben! Zu einer großen OER-Debatte gehört auch die Auseinandersetzung mit der Kritik – von den kleinen Details bis zur großen Polemik. Es ist ja nicht so, dass wir für OER in Deutschland ein fertiges Konzept in der Schublade haben, das nur noch umgesetzt werden muss. Ich hoffe, dass es bei der Konferenz auch neben dieser Diskussion viele kontroverse Diskussionen geben wird.”

Zu den Speakern

Michael Seemann Kulturwissenschaftler und Blogger. Zu finden unter http://mspr0.de/, podcastet unter http://wir.muessenreden.de/ und twittert unter https://twitter.com/mspro. Anlässlich des zehnten Geburtstags der Creative Commons Lizenzen 2012 veröffentlichte er auf ZEIT online eine Kritik, in der er die CC-Lizenzen als “Ökoladen der Nerd-Elite” bezeichnet. Seine Kritikpunkte: Die Lizenzen sind ein Nischenphänomen, zu kompliziert, in den meisten Varianten zu stark einschränkend und zu kompiziert für ein professionelles Arbeiten.

Mathias Schindler ist seit 2003 Autor bei Wikipedia und gründete 2004 gemeinsam mit anderen Freiwilligen den Verein Wikimedia Deutschland e.V., dem er drei Jahre lang als ehrenamtliches Vorstandsmitglied angehörte. Er ist seit 2009 Projektmanager bei Wikimedia Deutschland im Bereich Politik und Gesellschaft. In seiner Freizeit bloggt er bei netzpolitik.org. Twittert unter https://twitter.com/presroi.

PS: Auf pb21.de – Medienpartner der #OERde13 – wurde auch ein Podcast von Michael Seemann und Jöran Muuß-Merholz veröffentlicht.

Weitere Vorstellungen werden in den nächsten Wochen folgen. Näheres zum Programm findet sich hier.

Jöran Muuß-Merholz ist Diplom-Pädagoge und mit seiner Agentur J&K – Jöran und Konsorten an den Schnittstellen von Bildungswelt und digitaler Welt aktiv. Er ist Co-Autor des Whitepaper zu OER an Schulen in Deutschland, organisierte 2012 das erste OERcamp und  ist in diesem Programmkoordinator der OER-Konferenz. Zudem koordiniert die Redaktionsarbeit von pb21.de – Medienpartner der #OERde13 – wo in den Wochen vor der Konferenz ein Schwerpunkt zum Thema OER gesetzt wird.

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Monatsbericht Juli 2013

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Wikimedia Deutschland konnte Musketier-Treffen, bei denen Wikipedianer Artikel verbessern und pflegen, in Duisburg und Berlin finanziell unterstützen. Über 50 Wikimedia-Projektaktive trafen sich dabei, um Wikipedia-Artikel zu verbessern und sich über die Projekte auszutauschen.

Das Treffen des Wikipedia:Schiedsgerichts in Limburg Anfang Juli wurde von Wikimedia Deutschland ebenso unterstützt und finanziert wie das erste Treffen der AG Wikiversity: In Limburg an der Lahn hat sich die deutschsprachige Wikiversity zusammengefunden. Die Projektgruppe “Wikiversity-AG” lud dazu ein, sich gemeinsam über die Zukunft und die Entwicklungen in Wikiversity auszutauschen. Es wurde auch eine Liste an Verbesserungswünschen zusammengetragen.

Das erste selbstorganisierte Treffen des Referentennetzwerks fand, ebenfalls von Wikimedia Deutschland finanziert, im Anschluss am selben Ort statt. Themen waren die Findung der Gruppe und ein geeigneter Rahmen sowie die zukünftige Gestaltung der Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland.

Zwei Workshops zu visuellen Medien konnten von Wikimedia Deutschland mitorganisiert und finanziell gefördert werden: das Wiki-Projekt: Private Fahrzeugsammlung Braunschweig mit vielen Fotos historischer Fahrzeuge auf den Commons und einer Liste der empfohlenen Praktiken für Automobilfotografie, sowie der WikiTV-Videoschnittworkshop mit der freien Software Kdenlive in Berlin.

Beim Fotoflug Sauerland arbeitete das WikiProjekt Sauerland mit weiteren fotobegeisterten Freiwilligen zusammen und hat, finanziell von Wikimedia Deutschland unterstützt, mit einer ausführlich geplanten Route Objekte aus der Luft dokumentiert und auf Wikimedia Commons hochgeladen, um sie in Wikipedia-Artikeln einzubinden.

Sommerzeit ist Hochsaison im durch das Community-Projektbudget geförderten Festivalsommer, und so fanden auch im Juli zahlreiche Fotoeinsätze durch Freiwillige auf Festivals statt, über 4.200 Fotos davon sind bereits unter freien Lizenzen auf Wikimedia Commons verfügbar. Im Landtagsprojekt wurde der Juli dazu genutzt, die nächsten Einsätze vorzubereiten, nach der politischen Sommerpause geht es Ende August im Landtag Schleswig-Holstein weiter mit dem Erstellen von Abgeordnetenbildern unter freien Lizenzen. Im Projekt “Grenzen der Bezahlung” haben im Juli vier Diskussionsveranstaltungen stattgefunden, weitere sind in Vorbereitung.

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Das Programm der OER-Konferenz 2013 ist da!

Wikimedia Deutschland richtet in diesem Jahr die erste Konferenz zu freien Bildungsmaterialien (#OERde13) für den deutschsprachigen Raum aus. Die Konferenz findet vom 14.-15.9.2013 in der Kalkscheune (Berlin) statt. Bei der Konferenz können AkteurInnen, WissenschaftlerInnen und EntscheiderInnen aus dem bildungspolitischen Bereich ihre Netzwerke ausbauen und über die zentralen Fragen wie Qualitätssicherung, Finanzierung und Verbreitung von OER diskutieren. Dazu haben wir, gemeinsam mit den PartnerInnen Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons, Co:llaboratory und Werkstatt.bpb, Anfang Juni zu einem Call For Partizipation aufgerufen. Besonders erfreulich ist die kürzlich Anerkannte Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Werkstatt.bpb.de übernimmt im Rahmen der Kooperation die Video-Dokumentation  der OER-Konferenz. Dazu gehört unter anderem auch das Streaming und die Aufzeichnung aller im Plenum stattfindenden Talks des Konferenzteils so wie der Keynotes. Das Team von pb21.de ergänzt die Dokumentation durch ein Live-Blog mit Berichten und Fotos, kleinen Videos oder Interviews. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft veröffentlicht pb21.de schon vorab Artikel und Interviews mit Themen und Personen aus dem Konferenzumfeld. Wir danken damit den beiden Partnern besonders für ihre Arbeit im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Konferenz!

Nun hat unser Reviewteam es geschafft aus all den beeindruckenden Einreichungen einen ersten Programmentwurf (BETA) zusammenzustellen. Das Programm zeichnet sich durch ganz unterschiedliche Zugänge zu derm Themenfeld der Open Educational Ressources (OER) aus. Es wird von dem Blick aus dem internationalen Umfeld, über die Vorstellung konkreter Projekte alles dabei sein. Besonders freuen wir uns auch über den hohen Anteil der Hochschulen, die den Blick auch nochmal auf die Bedeutung von OER im Bereich Hochschule und außerschulischer Bildung richten.

Für die Opening Keynote  freuen wir uns auf Philipp Schmidt , MIT Labs und P2PU, der in seiner Keynote den Blick auf die Frage richtet „Wie Open Education die (Bildungs-)Welt verändern kann“. Dabei stellt er die Frage, ob wir bei all der Technologiefaszination übersehen, dass es um viel mehr geht als um bessere Bildungsfliessbander fuer Arbeitskräfte. In der Closing Keynote freuen wir uns dann darauf, dass Neil Butcher, OER Stratege aus Süs Afrika, nochmal die Vorteile von OER und die dafür notwendigen Prämissen aus der internationalen Perspektive herausarbeiten. Ergänzt wird die Closing Keynote noch durch einen Europäischen Fokus (tba).

Wir freuen uns damit auf ein umfangreiches Programm und darauf, gemeinsam mit allen Teilnehmern, die Zukunft für OER in Deutschland zu gestalten! Hier geht es zum Programm und den Speakern!

Näheres zur Konferenz erfahren Sie hier:

Bei Fragen und Rückmeldungen zum Programm und Fragen rund um die OER-Konferenz wenden Sie sich gerne an oer@wikimedia.de

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Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO- Kommission

Die Deutsche UNESCO-Kommission übernimmt die Schirmherrschaft für die OER-Konferenz 2013! Die UNESCO hat den Begriff und die Definition von Open Educational Resources (dt.: freie Bildungsmaterialien, kurz OER) besonders geprägt, daher ist diese Schirmherrschaft eine besondere Auszeichnung. Die UNESCO sieht zudem in OER die Chance zur Förderung von Wissensgesellschaften und zur Förderung von Bildung für alle Menschen weltweit. OER, so die UNESCO, verfügt über das Potenzial, Bildungsqualität zu verbessern sowie Dialog, Verbreitung von Wissen und Kapazitätsaufbau zu fördern. Auf dem UNESCO-Weltkongress zu OER im Juni2012 wurde eine Abschlusserklärung von OER verabschiedet, die den UNESCO-Mitgliedstaaten eine Förderung des Konzepts OER empfiehlt und dazu aufruft, frei lizensierte Materialien zu unterstützen. Im Juli wird die Deutsche UNESCO-Kommission die Boschüre „Was sind Open Educational Resources – Und andere häufig gestellte Fragen zu OER“ herausgeben, die im Rahmen der OER-Konferenz bereit liegen werden.

Um AkteurInnen in diesem Feld zusammenzubringen, Bündnisse zu schaffen und dem Thema OER die nötige Sichtbarkeit zu verleihen, hat sich Wikimedia Deutschland daher in diesem Jahr dazu entschieden, mit ausgewählten PartnerInnen gemeinsam die erste Konferenz zu freien Bildungsmaterialien (#OERde13) für den deutschsprachigen Raum zu organisieren. Die PartnerInnen sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons, das Co:llaboratory und die Werkstatt.bpb. Sie bereichern die Konferenz sowohl inhaltlich als auch durch ihre Netzwerke in den Bildungssektor. Die Konferenz findet vom 14.-15.9.2013 in der Kalkscheune (Berlin) statt. Hier können AkteurInnen, WissenschaftlerInnen und EntscheiderInnen aus dem bildungspolitischen Bereich ihre Netzwerke ausbauen und über die zentralen Fragen wie Qualitätssicherung, Finanzierung und Verbreitung von OER diskutieren.

Der Verein hat die Förderung Freien Wissens in der Gesellschaft zum Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, spielt aktuell die Förderung Freier Inhalte im Bildungsbereich eine zentrale Rolle. Seit Ende letzten Jahres und nach mehreren Anhörungen auf Länderebene hat das Thema der freien Bildungsmaterialien an Bedeutung gewonnen. Einzelne Initiativen unterstützen die Idee frei verfügbarer und weiternutzbarer Materialien für Lehrende oder unterstützen deren Erstellung. Dabei ist jedoch zu beobachten, dass es bislang noch kaum Bündnisse in diesem Feld gibt und die Diskussion auf politischer Ebene auch noch sehr zurückhaltend verläuft. Wir hoffen dies durch die Konferenz gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission und unseren PartnerInnen ändern zu können.

Fragen und Anregungen rund um dieses Thema und die OER-Konferenz 2013 gerne per Mail.

Hier geht es direkt zur Anmeldung. Und hier zur Webseite der Konferenz: https://www.wikimedia.de/wiki/OERde13

 

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Unsere Wahlprüfsteine für die Landtagswahlen Bayern und Hessen

Am 15. September wählen die Bürger Bayerns einen neuen Landtag, eine Woche später bestimmen die Hessen zeitgleich zur Bundestagswahl auch die Zusammensetzung ihres Landtages. Beide Länder sind derzeit schwarz-gelb regiert. Beide Bundesländer kommen zusammen auf elf Stimmen im Bundesrat. Gemeinsam gehören sie zu den fünf Bundesländern, die noch nicht über ein Landesinformationsfreiheitsgesetz verfügen (die anderen Bundesländer sind Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen).

Seit 2009 verschickt Wikimedia Deutschland bei Bundestags- und ausgesuchten Landtagswahlen Wahlprüfsteine an die antretenden Parteien. Da die Ausgangslage aller drei Landtagswahlen in diesem Jahr vergleichbar ist, haben wir uns darum entschlossen, die zur Landtagswahl in Niedersachsen verschickten Wahlprüfsteine mit minimalen Anpassungen auch an die Parteien in Hessen und Bayern zu schicken.

Alle Parteien, die angekündigt haben, zur Wahl anzutreten, erhalten von uns die Wahlprüfsteine in den kommenden Tagen mit der Bitte um Beantwortung vor dem Wahltermin. Wir werden aus Zeitgründen nicht die Entscheidung der beiden Wahlausschüsse zur finalen Zulassung von Listen abwarten, da den Parteien sonst zu wenig Zeit zur Beantwortung bleibt. Die Wahlprüfsteine bestehen aus fünf Themengebieten (Open Data, Staatliche Werke, Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Transparenzgesetz und Freie Lizenzen) mit jeweils zwei Fragen, meist je eine sehr allgemeine und eine sehr konkrete Frage. Die Fragen wurden so ausgewählt, dass sie nicht durch einfaches cut&paste aus dem Wahlprogramm beantwortbar sind.

Dies sind die Wahlprüfsteinfragen für Bayern (und entsprechend Hessen). Wir sind dankbar für last-minute Hinweise auf unklare Formulierungen oder Vorschläge für andere, bessere, passendere Fragen.

I Grundprinzipien eines Open-Data-Portal

Parallel zur Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen entwickelt sich unter dem Label “Open (Government) Data” die Praxis der Freigabe von maschinenlesbaren Rohdaten unter freier Lizenz. Diese Daten können in einem neuen Kontext eingesetzt, zum Beispiel in andere Anwendungen integriert werden.

1) Allgemein
Im Bereich Open Government Data hat sich seit 2007 durch die Principles of Open Government (Sebastopol Principles s. http://www.opengovdata.org/home/8principles) ein klarer Kriterienkatalog für die Open Government Data etabliert. Wird das Open-Data-Portal einer bayerischen Landesregierung unter Ihrer Beteiligung diese Kriterien einhalten oder richten Sie den Begriff Open Government Data nach anderen Kriterien aus? Wenn ja, nach welchen?
2) Konkret
Setzen Sie sich dafür ein, dass in Open-Data-Portale der Öffentlichen Hand keine Datensätze aufgenommen werden, die nicht den (insbesondere lizenzrechtlichen) Kriterien von Open Data entsprechen? Wie soll mit solchen Datensätzen stattdessen umgegangen werden?

II Lizenzpolitik staatlicher Werke, die nicht schon wegen §5 UrhG gemeinfrei sind

§5 UrhG stellt klar, dass Gesetze, Verordnungen, Urteile, Erlasse und andere amtliche Werke, die im amtlichen Interesse zur allgemeinen Kenntnisnahme veröffentlicht wurden, gemeinfrei sind. Die Landesregierung verfügt über ihre Ministerien und nachgeordneten Behörden über Nutzungsrechte an urheberrechtlich geschützten Werken, die im Gegensatz zu den amtlichen Werken nach §5 UrhG nicht gemeinfrei sind und inbesondere wegen der sehr restriktiven Formulierung und Auslegung von §5 Abs. 2 nicht von dieser Aufzählung erfasst werden.

3) Allgemein
Werden Sie – z.B. durch Verwendung von freien Lizenzen aus dem Lizenzbaukastensystem Creative Commons – ermöglichen, dass jedermann diese Inhalte legal für beliebige Zwecke nachnutzen kann?
4) Konkret
Wird eine Landesregierung mit Ihrer Beteiligung eine Bundesratsinitiative zur Neuformulierung von §5 UrhG auf den Weg bringen, der das Ziel hat, den Kreis der von §5 UrhG erfassten Werke zu vergrößern?

III Lizenzpolitik im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Über staatliche Werke hinaus werden in Deutschland Text- und audiovisuelle Inhalte über die Allgemeinheit finanziert, z.B. im gebührenfinanzierten bzw. (im Fall der Deutschen Welle) steuerfinanzierten Öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Von wenigen Ausnahmen abgesehen stehen diese Inhalte der Öffentlichkeit nur für kurze Zeit und nicht nur Nachnutzung zur Verfügung.

5) Allgemein
Unterstützen sie die Forderung, Inhalte des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch Verwendung einer freien Lizenz für jedermann nachnutzbar zu machen? Welche konkreten ersten Schritte auf dem Weg zu einer solchen generellen Lizenzierungspraxis fallen Ihnen dazu ein?
6) Konkret
Wie wird sich eine Landesregierung mit Ihrer Beteiligung um die Abschaffung der Depublikationspflicht öffentlich-rechtlicher Inhalte im Internet bemühen?

IV Ausgestaltung eines künftigen Transparenzgesetzes

Informationsfreiheitsgesetze gewähren jeder Person Zugang zu amtlichen Informationen. Bayern zählt zur Minderheit der deutschen Bundesländer ohne ein Landes-Informationsfreiheitsgesetz.

7) Allgemein
Streben Sie für die kommende Legislaturperiode ein Landesgesetz an, das Bürgern den Zugang zu Informationen in behördlicher Hand ermöglicht? Wenn ja, wie sollen konkret Ausgestaltungen zu folgenden Aspekten erfolgen: a) pauschale Ausnahmen vom Geltungsbereich des Gesetzes nach Themen oder Einrichtungen, b) Kostenstruktur bei der Beantwortung von Anfragen, c) Überprüfungsinstrumente und Rechtsweg bei Verweigerung von Zugangsgewährung, d) Beantwortungsfristen, e) Proaktive Publikationspflichten (Transparenzregister)
8) Konkret
Wird ein bayerisches Informationsfreiheits-, bzw. Transparenzgesetz unter ihrer Mitwirkung eine Klarstellung enthalten, die analog zum §10 Abs. 3 Hamburger Transparenzgesetz die Nachnutzungsrechte von freigegebenen Informationen für jedermann gewährleistet?

V Arbeit mit Werken unter Freier Lizenz

Rechteinhaber von urheberrechtlich geschützten Werken können diese unter einem Lizenzmodell verfügbar machen, das Dritten die Nachnutzung zeitlich und räumlich unbeschränkt zu beliebigen Zwecken ermöglicht. Wenn die Rechteinhaberin das Land Bayern ist, ist eine Freigabe von geschützten Inhalten grundsätzlich auch ohne Änderung des Landesrechts möglich. Zusätzlich kann bei künftigen Inhalteerstellungen eine Freigabe der Inhalte von Tag 1 an beschlossen werden.

9) Konkret
Wird sich eine Landesregierung unter Ihrer Beteiligung am Modellversuch des Landes Nordrhein-Westfalen zur Schaffung von Lehr- und Lernmitteln für Schulen unter freien Lizenzen beteiligen, um auch solche Inhalte für das Land Bayern verfügbar zu machen?
10) Konkret
Befürworten Sie die Freigabe von Luftbildern und Orthofotos der Bayerischen Landesvermessung unter Lizenzen, die jedermann die freie Nachnutzung dieser Inhalte ermöglicht? Welches konkrete Lizenzmodell bevorzugen Sie?

 

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OER-Konferenz 2013 – Ein Bündnis für Freie Bildung

Die OER-Konferenz 2013 (#OERde13) von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie findet im Spetember statt und setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen, denn bei Freien Bildungsinhalten geht es um gemeinsames teilen, mixen und bearbeiten. Sprich: Dem Kern der Wikimedia-Projekte.

Die Veranstaltung ist nur möglich durch eine Reihe von Partnen und Unterstützern, die wir daher im Folgenden näher vorstellen. Weiterlesen »

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#OERde13 – OER-Konferenz 2013 – Call For Participation gestartet!

Die OER-Konferenz 2013 von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp und bietet den Teilnehmenden eine großartige Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen. Partner sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons Deutschland und das Collaboratory. Außerdem unterstützen viele OER-Plattformen die Konferenz. Dafür sagen wir schon jetzt: Danke!

Heute hat der Call for Participation begonnen! Bis zum 23.6.2013 sind  nun Einreichungen möglich und erwünscht!  Wir möchten Sie daher herzlich dazu einladen, sich am Call for Participation zu beteiligen und Ihre Themen und Projekte aus dem Themenfeld „Freie Bildungsmaterialien für Deutschland“ einzureichen.

Die Themen für die Einreichung sind:

  • OER in Gesellschaft und Politik
  • OER in anderen Ländern
  • OER in Praxis, Projekten und Forschung
  • OER – Anleitungen, Tipps & Tricks
  • OER – Qualität und Zugänglichkeit
  • OER – Finanzierung und Rahmenbedingungen

Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf die Bedeutung von OER für den deutschsprachigen Bildungsbereich, Qualitätssicherung und Finanzierungsmodelle.

Ausführlicheres zu den Themen und Hinweise zur Einreichung finden Sie hier:

http://wikimedia.de/wiki/OERde13

 

Und alles nochmal in Kurz:

Call for Participation – OER- Konferenz 2013 – Freie Bildungsmaterialien für Deutschland
14.-15.9.2013| Berlin

Website: http://wikimedia.de/wiki/OERde13
Hinweise zur Einreichung und Anmeldeformular (ebenda)

 

Mehr Infos?

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„Schulbuch-O-Mat“ – Ein freies Schulbuch zum Mitmachen!

Mit der „School-Of-Open“ hat unsere Tour durch Freie Projekte rund um das Themenfeld der Open Educational Resources (OER) begonnen mit einem Projekt für ein Freies Schulbuch geht es weiter! Projekte zum Mitmachen stellen sich vor und suchen Unterstützung!
Das Projekt Schulbuch-O-Mat hat sich zum Ziel gesetzt ein Freies Schulbuch (unter Creative Commons -Lizenz) zu verfassen. Nächsten Freitag habt ihr in Berlin die ultimative Gelegenheit die Macher des Schulbuch-O-Mat-Projekts zu treffen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Es wird ein Arbeitstreffen werden, dass wirklich den Begriff „arebeiten“ verdient hat, denn das Projekt ist mitten drinnen!
Eingeladen sind Bio-Lehrer/innen, Lehrer/-innen, Student/-innen, Kreative – Förderer freien Wissens, die ihr Wissen und ihre Kenntnisse für ein CC BY-SA Bio-Schul-E-Book begeistert zur Verfügung stellen.

Mitzubringen: Bereitschaft, ein Unterkapitel (eine Seite) des Schulbuches an diesem Nachmittag gemeinsam mit einem Team fertigzustellen. Von Quellenauswahl, über Recherche, Lizenzprüfung, didaktischer Anpassung und finaler Umsetzung in LOOP (Mediawiki-Technik) spannt sich der inhaltliche Bogen des Workshops.
Wir freuen uns sehr, das Projekt bei uns begrüßen zu können und hoffen, dass sich viele helfende Hände finden, die den Community-Gedanken des Projekts unterstützen. Für Getränke und Internet ist gesorgt.

 

Wann: 22.3.2013, 13 bis 17 Uhr

Was: Offener Workshop

Wer: SCHULBUCH-O-MAT

Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstraße 72, 10963 Berlin

Um Anmeldung vorab per Mail wird gebeten.

 

 

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„Freie Lernmaterialien födern“ – Vorbereitung zur OER-Anhörung in NRW

Passend zur Open Education Week, die in dieser Woche stattfindet, wird der Stein für die weitere Föderung von Freien Bildungsmaterialien (engl. Open Educational Resources) in NRW ins Rollen gebracht. So bliebt zumindest zu hoffen! Diesen Mittwoch findet im Landtag in NRW eine Anhörung zum Thema „Open Educational Resources“ (im Folgenden OER) statt. Der Landtag lädt zu einem Austausch zum Thema ein, ähnlich der OER-Anhörung in Berlin im letzten Jahr. Als empfehlendwerte Vorbereitung auf diese Anhörung kann alles Wissenswerte dazu in dem Bericht von Leonhard Dobusch nachgelesen werden. In NRW sind Open Educational Resources bereits seit 2012 im Koalitionsvertrag vernkert. Unter dem Themenschwerpunkt „Medienkompetenz“ wird hier die Bedeutung des freien Zugangs zu Bildungsmedien betont:

Modellprojekte zur Schaffung offener und freier Lehr- und Lerninhalte (Open Educational Ressources, OER) sind ebenfalls ein Rot- Grünes Ziel.

(Koalitionsvertrag 2012-2017, Bündnis90/Die Grünen und NRW SPD, Juni 2012)

Bislang wartete man noch vergelblich auf Modellprojekte. Auf Basis des im Oktober gestellten Antrages der Fraktion der Piraten „Freie Lernmaterialien fördern!“ kommt es nun zur Experten-Anhörung, zu der alle eingeladenen Sprecher vorab um Statements gebeten wurden. Die Statements sind auf der Homepage des Landtages NRW einsehbar. Die Piraten stellt einer Reihe  konkreter Forderungen an die Regierung.

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