Posts Tagged ‘Netzpolitik’



Das war Netzpolitik! Jetzt zum Nachschauen: EU-Urheberrechtsreform, Offene Wissenschaft und Partizipation in Brüssel

Plädoyer für aktives Engagement für digitale Rechte: „Das ist Netzpolitik!“ 2017 Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Die 4. „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am vergangenen Freitag startete wütend. Markus Beckedahl, Chefredakteur von netzpolitik.org, zählte auf, welche Themen die Bundesregierung netzpolitisch im letzten Jahr verschlafen hat.

Die Große Koalition betreibt Raubbau an unseren Grundrechten. Markus Beckedahl

Die Abschaltung der linken Plattform Indymedia, die Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern, die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und zuletzt die massenhafte Sammlung von Daten beim Bundeskriminalamt zeigen, dass Datenschützerinnen und Aktivisten weiterhin eher damit zu tun haben, Schlimmeres zu verhindern, statt ein freies Netz aktiv und mit allen Akteuren und Institutionen zu gestalten.

Netzpolitisches Weiterbildungsprogramm

Julia Reda (EU-Parlament) und Alexander Sander (digiges) diskutieren über zivilgesellschaftliche Interessenvertretung in Brüssel. Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Wie das in der Praxis geht, zeigten die 33 Speakerinnen und Speaker der Konferenz.

Alle Beiträge sind jetzt als Videos abrufbar und als netzpolitisches Weiterbildungsprogramm sehr zu empfehlen. Für Wikimedia Deutschland sprachen Julia Reda, Gregor Hagedorn und Kirsten Fiedler zu folgenden Themen:

Autokraten ein Vorbild sein? Wie die EU über das Urheberrecht die Netzzensur zur Pflicht machen könnte

  • Julia Reda, Vizepräsidentin der Gruppe Grüne/EFA im Europäischen Parlament, gab einen aktuellen Einblick in die laufenden Gespräche rund um Vorschlag von Jetzt-Finanzkommissar Günther Oettinger, alle Plattformen, die User Generated Content beherbergen, zu automatischem Filtern zu verpflichten.
  • Video des Vortrags

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Wikimedia auf der „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am 1. September 2017

Genau. Foto von Melanie Twele, CC BY-SA 2.0

In diesem Jahr findet zum vierten Mal die „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz in Berlin statt. Fachleute und Netzcommunity diskutieren hier über die Entwicklung von Netzpolitik in Deutschland und international.
Wir als Verein zur Förderung des Freien Wissens finden den Ansatz gut, im Zuge einer möglichen neuen Regierungskoalition auf Bundesebene ein möglichst breites Spektrum an Diskurs- und Handlungsansätzen vorzustellen. Um Freies Wissen zukünftig für alle zugänglich machen zu können, ist es wichtig, Menschen zu befähigen, dafür selbst aktiv zu werden und einzutreten.

Daher unterstützt Wikimedia Deutschland die Konferenz und ist 2017 mit folgenden Beiträgen dabei:

Zu den weiteren diesjährigen Themen, die ohne Zweifel auch die netzpolitischen Debatten der Zukunft prägen werden, gehören etwa Datenschutz, Regulierung des Internet der Dinge, die E-Privacy-Richtlinie, die Neuordnung des europäischen Telekommunikationsmarktes, die Netzneutralität, Text- und Data-Mining und vieles mehr. Der Vorverkauf zur Konferenz ist gestartet, am Abend wird gefeiert. Wir freuen uns!

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Reader zu Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung und Politik veröffentlicht

Der Reader gibt eine Überischt über verschiedene Aspekte des Themas. Lizenz: Jürgen Geuter, Hauke Gierow, Ralf Grötker, Joerg Heidrich, Lorena Jaume-Palasí, Matthias Kettemann, Paul Klimpel, Julia Pohle, Martin Schallbruch, Isabel Skierka, Matthias Spielkamp, Cover Digitalpolitik. Eine Einführung, CC BY 3.0

Wer regiert die Welt des Internets? Pünktlich zur re:publica 2017 erscheint eine von Wikimedia Deutschland und iRights.international initiierte Publikation zum Thema Digitalpolitik. Das Internet berührt unser Leben wie kaum eine andere Entwicklung. Aktives Engagement in der globalen und nationalen Netzpolitik ist trotzdem noch keine Selbstverständlichkeit. Zeit, das zu ändern!

Wahlkampf, NSA-Skandal, Datenschutz – heute beinhalten fast alle politischen Themen auch digitale Aspekte. Die Digitalisierung der Gesellschaft bedeutet auch, dass politische und rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene Veränderungen durchlaufen. Gemeinsam mit den weiteren Initiatoren von Digitalpolitik. Eine Einführung wollen wir von Wikimedia Deutschland dazu beitragen, das Wissen über die internationale Netzpolitik zu vertiefen und darauf hinzuwirken, dass sich wieder mehr Menschen aus dem deutschsprachigen Raum in die Prozesse der Internet Governance einbringen.

Die Publikation stellt verständlich und praxisnah dar, welche Bedeutung rechtliche und politische Rahmenbedingungen für unsere digitale Entwicklung einnehmen. Die Herausgeber Lorena Jaume-Palasí, Julia Pohle und Matthias Spielkamp haben eine breite Palette an Beiträgen zu Digitalpolitik und Internet Governance zusammengestellt. Vom Internet der Dinge über Netzneutralität bis hin zu Cybersicherheit decken die Artikel jedoch nicht nur verschiedene Themen- und Politikbereiche ab, sondern zeichnen vor allem auch die jeweilige Akteurslandschaft nach und zeigen so auch Möglichkeiten der Mitgestaltung auf. Dabei wird ganz besonders deutlich, wie wichtig globales Engagement ist. Die Herausforderung internationaler Regulierung des Internets durch gleichberechtigte Multistakeholder-Ansätze und neu entstehende Akteure bietet für die deutsche Digitalpolitik eine Chance. Das weltweite Netz der Netze entwickelt sich nach wie vor rasant weiter und es gilt, diese Entwicklung im Sinne des Freien Wissens und der Teilhabe aller zu gestalten. Die Publikation soll als Leitfaden für diejenigen dienen, die diese Chance zur aktiven Beeinflussung nutzen wollen.

Die Online-Ausgabe des Readers ist auf der Informationsmaterialien-Seite von Wikimedia Deutschland zu finden, die Printversion ist ab 10.05.2017 bei der re:publica und auf Anfrage bei Wikimedia Deutschland erhältlich. Sie möchten ein Exemplar zugesandt bekommen oder haben schon früher Lust, politische Prozesse zu beeinflussen? Über politik@wikimedia.de kann man Kontakt zu uns aufnehmen.
„Digitalpolitik. Eine Einführung“, initiiert von iRights.international und dem Wikimedia Deutschland e.V., mit freundlicher Unterstützung von ICANN, Hrsg.: Lorena Jaume-Palasí, Julia Pohle und Matthias Spielkamp.

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