Posts Tagged ‘metadaten’



Zitationen offen verfügbar machen: Wikimedia Deutschland unterstützt die „Initiative for Open Citations“

Zitationen sind als Literaturangaben und Verweise die Verknüpfungen, die wissenschaftliches und kulturelles Wissen miteinander in Beziehung setzen. Sie vernetzen das Wissen der Menschheit über Zeit und Raum hinweg. Eine offene Datenbank zur Erschließung von Zitationen wissenschaftlicher Arbeiten bietet nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Projekte Freien Wissens wie die Wikipedia oder Wikidata viele Möglichkeiten, Wissensbestände zu verknüpfen und  darüber neue Einsichten zu gewinnen.

Als Belege ermöglichen es Zitationen, Informationen nachzuprüfen, Argumentationen nachzuvollziehen und weiterzuentwickeln sowie mit vorliegenden Daten und Studien weiter zu arbeiten. Sie machen nicht nur sichtbar, auf welchem bestehenden Wissen aufgebaut wird. Sondern sie zeigen auch, welchen Einfluss einzelne Forschungsbeiträge haben und spielen daher eine große Rolle, wenn es darum geht, Wissenschaft zu evaluieren.

Aber Zitationen sind nicht nur für die Wissenschaft relevant. Ganz grundlegend geben sie Auskunft darüber, woher wir wissen und warum wir wissen, was wir wissen. Auch für ein Projekt enzyklopädischen Wissens wie die Wikipedia ist das Prinzip der Belegpflicht daher grundlegend. Aus Sicht des Freien Wissens problematisch ist der Umstand, dass Literaturangaben und Verweise in der Wissenschaft bislang kaum frei verfügbar sind, sondern nur in kommerziellen und kostenpflichtigen Datenbanken wie Web of Science und Scopus aggregiert werden.

Ausschnitt aus dem Zitationsnetzwerk eines Fachartikels. Wikimedia Commons. CC0.

 

Eine Initiative für freie Zitations-Metadaten

Dies möchte nun die „Initiative for Open Citations (I4OC)“ ändern, die am 6. April 2017 von der Wikimedia Foundation gemeinsam mit Wissenschaftsverlagen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie vielen anderen ins Leben gerufen wurde, um die unbeschränkte Verfügbarkeit wissenschaftlicher Zitationsdaten voranzubringen. [1] Beteiligt daran sind zum einen 29 renommierte Verlagshäuser wie MIT Press, SAGE Publishing, Springer Nature, Taylor & Francis und Wiley, die ihre Zitations-Metadaten frei zugänglich machen. Zum anderen wird die Initiative unterstützt von zahlreichen Projekten und Organisationen wie dem Internet Archive, der Open Knowledge Foundation, Mozilla, Wikimedia Deutschland und anderen mehr. Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Deutsche Digitale Bibliothek: Stand des Probebetriebs

Auf Einladung der Arbeitsgruppe Kulturelles Erbe des Internet & Gesellschaft Collaboratory gab es am 5. September in den Räumen der Berliner Staatsbibliothek eine Vorführung zum aktuellen Stand der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Die Präsentation übernahm Frank Frischmuth, DDB-Geschäftsführer.

Eine sehr erfreuliche Nachricht gab es dort hinsichtlich der Lizenzierung der Metadaten zu den in der DDB eingestellten Objekten: In einer bald für Entwickler freizuschaltenden API der DDB werden ausschliesslich die unter Creative C0mmons Zero freigegebenen Metadaten weitergegeben.  Wie in früheren Blogpostings (April 2012 und November 2012) berichtet, hat man sich bislang noch nicht festlegen können, ausschliesslich unter Creative Commons Zero freigegebene Metadaten in die DDB aufzunehmen. Der Kooperationsvertrag benennt war CC0 als Regelfall, erlaubt aber den Einrichtungen, auf die Freigabe der Metadaten zu verzichten. Diese Entscheidung ist insbesondere deshalb bedauerlich, weil die DDB als nationaler Aggregator für Europeana arbeiten soll und darum am Ende auf Daten sitzen wird, die aus lizenzrechtlichen Gründen gar nicht an Europeana weitergegeben werden können. Die Entscheidung, nur CC0-freigegebene Metadaten über die API anzubieten ist eine pragmatische und sinnvolle Entscheidung. Konsequent weitergeführt wird sie in der Entscheidung münden, genauso wie Europeana ausschliesslich CC0-Metadaten von Kooperationspartnern anzunehmen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Die Freiheit geb‘ ich Dir: Europeana-Metadaten nun komplett unter CC0

Nach einer angemessen langen und gründlichen Diskussion hat das europäische Kulturportal Europeana mit dem gestrigen Tage die Umstellung auf eine vollständige CC0-Lizenzierung aller Metadaten abgeschlossen. CC0 (Creative Commons Zero) bedeutet in der Praxis, dass aus urheberrechtlicher Sicht alle Formen der Nachnutzung frei von Bedingungen möglich sind. Wer darüber hinaus nicht nur legal, sondern auch sozialadäquat diese Daten nutzen möchte, erhält mit den Usage Guidelines eine Reihe von unverbindlichen, aber in der Regel sehr praktischen Ratschlägen, wie diese Daten nachgenutzt werden sollten. Diese Zweiteiliung ist sehr hilfreich und allen Kultureinrichtungen zur Nachahmung empfohlen, unter anderem fährt die British Library mit ihren Metadaten ein ähnliches Konzept, wie auch inzwischen viele andere Nationalbibliotheken und Verbünde.

Wir begrüßen diesen Schritt und hegen weiterhin die Hoffnung, dass auch der deutsche Zuträger zu Europeana, die Deutsche Digitale Bibliothek, bei ihrem Metadatennutzungskonzept auf restriktivere Lizenzmodelle verzichten wird.

Neben einer API zum Download einzelner Datensätze gibt es von Europeana schon seit einiger Zeit ein Komplettdownloadmöglichkeit aller Metadaten unter http://data.europeana.eu/download/, dort sollte auch ein Paket mit Stand September 2012 erscheinen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...