Posts Tagged ‘Leser und Nutzer’



Am Limes mit Hund

Auch wenn es schon wieder fast eine Woche her ist, ein Nachbericht zum 4. Limes-Workshop, der 2012 im Odenwald statt fand.

Die ersten Teilnehmer trafen am 27. Oktober in Hesselbach ei, wo der „harte Kern“ der Teilnehmer für die nächsten Tage in einer Pension untergebracht war. Am Morgen des folgenden Tages ging es schließlich los. Nur wenige Meter entfernt fanden sich die letzten Spuren des Kastells Hesselbach, es folgten das Kleinkastell Seitzenbuche, das Kleinkastell Zwing und das Kastell Würzberg sowie mehrere Wachtürme. Mittags hielt einer der Mitstreiter einen Vortrag zum Limes in den römischen Quellen.

Der zweite Tag begann mit einem Gang durch Hesselbach – es ist immer praktisch wenn man Jemanden kennt, der Jemanden kennt, der den Schlüssel zur barocken Dorfkirche hat. Es ist überraschend, wie viele Denkmale ein Dorf von 180 Einwohnern hat. Interessant auch für die Nichthessen war, die Apfelernte für den Äppelwoi zu beobachten. Mittags gab es wieder einen Vortrag, dieses Mal in Vielbrunn von zwei Veteranen des Heimat- und Geschichtsvereins Lützelbach. Nach dem Mittag folgte vor allem für die „Provinzialrömer“ unter den Teilnehmern mit dem nach neuesten Erkenntnissen restaurierten Limeswachturm Wp 10/15 einer der Höhepunkte. Den Rest des Tages einschließlich des Abends verbrachte die Gesellschaft, mittlerweile sogar zum Teil mit familiärem Anhang, in der Römischen Villa Haselburg. Nach der kompetenten Führung durch den Vorsitzenden des Trägervereines wurde gegrillt, gespeist und geredet.

Der dritte Tag war Osterburken vorbehalten. Am Vormittag schauten sich die Teilnehmer das Teilrekonstruierte Kastell Osterburkenan, Nachmittags das Römermuseum Osterburken.

Soweit die kalten Fakten. Sie können allerdings nicht den Spaß aufzeigen, den die Teilnehmer wohl durchweg hatten. Neben dem schon erwähnten harten Kern von Teilnehmern vor allem aber nicht nur aus der Wikipedia stießen immer wieder andere Teilnehmer für kürzere oder auch längere Zeit hinzu. Das waren zum Teil Wikipedianer, zum Teil Archäologen aber auch Mitarbeiter der örtlichen Touristikinformation, Heimatforscher und Journalisten. Und wie der grandiose Organisator Hartmann Linge richtig anmerkte: alle trugen auf ihre Weise zum Gelingen der Veranstaltung bei, die in einem überaus konstruktiven Umfeld statt fand. Nicht umsonst haben die Mitarbeiter in der Wikipedia mit ihren mittlerweile mehr als 300 Artikeln zu römischen Limeskastellen eine Artikel-Perlenkette geschaffen. Dafür auch noch einmal an dieser Stelle einen großen Dank an den harten Kern der „Limes-Autoren“. Ihr seid Klasse! Und auch außerhalb der Wikipedia wurden die Leistungen schon wahr genommen. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut an einer virtuellen Karte des gesamten Römischen Limes gearbeitet. Auch das war natürlich Thema der Tagung.

In diesem Sinne noch einmal einen großen Dank an alle Teilnehmer, an den Organisator und Reiseführer Hartmann Linge, Haselburg-Müller für die Führung und die Organisation auf der Haselburg (und natürlich auch die eingesprungenen Führungen zwischendurch), an die Referenten und die örtlichen Helfer. Dank auch an Wikimedia Deutschland für die unkomplizierte und schnelle Unterstützung. Ohne diese Hilfe wären Veranstaltungen dieser Art mittlerweile nicht mehr vorstellbar und in diesem Sinne auch dank an die Spender, die es möglich machen, daß wir am Ende noch bessere Artikel schaffen können und bessere Bilder machen können. Auf Commons liegen mittlerweile auch schon knapp 750 Bilder vom Treffen.

Achja – und der Hund? Hartmanns Neufundländer-Teenager Angelo (ANGELINO!!!) war so etwas wie ein Maskottchen, der uns immer begleitete, ob zum Jagen von Mäusen in Gastwirtschaften oder zum Anpinkeln von Obstsäcken. Beides tat im übrigen er allein ;).

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Bewertungen, Durchschnitt: 3,73 von 5)
Loading...

Die Wikipedianische Re:publik – Mitmachen bei der Berliner Netzkonferenz!

Alljährlich zwischen Ostern und Pfingsten blickt die sogenannte Netzgemeinde gespannt auf die re:publica. Die einstige Bloggerkonferenz ist mittlerweile zu einem der bundesweit wichtigsten Orte für die Behandlung von Fragen geworden, die sich im Hinblick auf das Internet und die digitale Gesellschaft stellen. Neben zahlreichen Initiativen, NGOs, Unternehmensvertretern und Wissenschaftlern nehmen dort auch zunehmend Politiker und Verbandsvertreter an den Debatten teil. Müsste man das bunte Treiben irgendwie auf den Punkt bringen, so wäre es wohl die goldene Mitte zwischen TED-Konferenz und fliegendem Klassenzimmer. Am neuen Standort STATION-Berlin erwarten die Veranstalter zwischen dem 2. und 4. Mai 2012 ca. 4.000 Teilnehmer.

Schon immer gab es auf der re:publica eine sichtbare Präsenz von Wikipedianern bzw. Wikimedianern. Im letzten Jahr wurde dort die Kampagne „Wikipedia muss Weltkulturerbe werden“ der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Jahr möchten wir nun einen Schritt weiter gehen und vielfältigste thematische Angebote an einem eigenen Info-Stand bündeln. Die aktuelle Planung sieht u.a. zielgruppenspezifische Commons-Workshops für Blogger und Bildjournalisten, eine Einstimmung auf Wiki Loves Monuments 2012, eine Diskussionsrunde zur Repräsentanz von Frauen in Wikipedia, einen Vortrag zum “Next Big Thing” Wikidata sowie ein kleines “Best of” der bisherigen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der deutschsprachigen Wikipedia vor.

Noch gibt es genügend Platz in unserem Spielplan, um weitere Ideen zu verwirklichen. Falls Ihr also ein Anliegen habt, das Ihr im Kontext der re:publica ideal aufgehoben seht, so würden wir uns über entsprechende Anregungen und vor allem aktive Beiträge von euch sehr freuen. Wichtig dabei ist, sich immer vor Augen zu halten, dass nicht jeder Konferenzbesucher notwendigerweise ein WP-Insider ist. Die re:publica ist nicht zuletzt ein interessantes Forum, um als aktive/r Autor/in Nutzerbedürfnisse besser kennen zu lernen und gleichzeitig für die Mitarbeit im Projekt zu werben. Nur so als Anregung: Gibt es Problemlagen bei der Redaktionsarbeit, die man auch gut öffentlich diskutieren könnte? Warum sind die Relevanzkriterien “von außen” nach wie vor so wenig nachvollziehbar?

Vorschläge könnt Ihr gerne posten oder auch direkt an mich (jan.engelmann@wikimedia.de) senden. Im Falle einer Teilnahme wird der Verein für euch den Eintrittspreis übernehmen und sich um die Akkreditierung kümmern.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 4,56 von 5)
Loading...