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Call for Papers – Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.

For an English version, see http://wir.okfn.org.

In Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und der Freien Universität Berlin veranstaltet Wikimedia Deutschland vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 die “Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.” in Berlin.

Wie zuvor bereits angekündigt, verschieben wir den Fokus der Wikipedia Academy 2012 deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia und Freiem Wissen“. Die Academy soll Wikipedia-Forscher miteinander in Kontakt bringen, den Austausch anregen und Möglichkeiten neuer Zusammenarbeit und Interaktion schaffen.

Mit einem engagierten Organizing Committee haben wir Ende letzten Jahres den ersten Grundstein gelegt und uns auf Themen, potentielle Partner, Ziele und Zielgruppe geeinigt.

Heute startet der Call for Papers, zu dem wir alle einladen, die zu den unten genannten Themen beitragen können. Der Call ist bewusst in englischer Sprache gehalten und richtet sich demnach an in die internationale Wikipedia-Forschungscommunity. Konferenzsprache ist Englisch, in Ausnahmefällen werden auch deutschsprachige Einreichungen akzeptiert. Unsere Themenschwerpunkte sind:

Wikipedia Analytics

  • Wikis and Wikipedia as a research tool
  • Analyzing Wikipedia as a source of „Big Data“
  • Assessing and measuring the quality of Wikipedia articles

Wikipedia Global

  • Relations and Differences between different Wikipedia language versions
  • Differences between and critique of free/open knowledge ideologies
  • Regional studies of Wikipedia and free knowledge with global lessons

Sharing Cultures and Practices

  • Sharing culture(s) in Wikipedia and other projects of commons-based peer production
  • Incentives, innovation and community dynamics in open collaborative peer production
  • Wiki theory and wiki practices

Research on Users of and Contributors to Wikipedia

  • Diversity among users of and contributors to Wikipedia (e.g. Gendergap)
  • Influencing participation by adapting user interfaces in open collaborative settings
  • Using information visualization as information instrument to users and contributors

Economic and Regulatory Aspects of Free Knowledge

  • Economic, regulatory and societal implications of (increased) access to free knowledge
  • Different Modes of Governance: Emergence of Order and Coordination in Wikipedia
  • The role of licensing decisions for Wikipedia and other collaborative forms of knowledge production

Die Academy ist offen für alle an Forschung zu Wikipedia und Freiem Wissen Interessierten. Wir möchten dabei besonders auch junge Doktoranden und Nachwuchsforscher einladen, sich mit einer Einreichung am Call for Papers zu beteiligen.

Es wird verschiedene Formate wie Podiumsdiskussionen, traditionellen Paper Sessions, Lightning Talks, Posterpräsentationen und Science Fair geben, über die wir uns im Rahmen der Programmplanung abstimmen werden.

Der Call for Papers läuft bis zum 31. März, dann sichtet ein noch zu benennendes „Academic Program Committee“ die Papers. Wir nehmen gerne Vorschläge für potentielle Kandidaten aus den oben genannten Forschungsgebieten entgegen.

Einreichungen aus der Community sind herzlich willkommen, wir freuen uns auch, wenn ihr den Call for Papers in euren akademischen Netzwerken verbreitet.

Alle Informationen finden sich im Veranstaltungswiki, gemeinsam mit Angelika Adam und Denis Barthel übernehme ich den organisatorischen Part für Wikimedia Deutschland. Bei Fragen zur Wikipedia Academy erreicht ihr uns unter academy@wikimedia.de.

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Ins Netz gegangen – Neue Wege zum kulturellen Erbe


 
Der Titel der Konferenz am 17. und 18. November in Berlin lädt zur Metaphorik ein. Und das zu Recht, denn die meisten Menschen fühlen sich im Internet so wohl wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser. Für öffentliche Einrichtungen ist der Umgang mit Digitalisierung von Wissen und Werken dagegen nicht immer einfach. Mit diesem Zwiespalt und seiner möglichen Auflösung beschäftigt sich „Ins Netz gegangen – Neue Wege zum kulturellen Erbe“ am nächsten Donnerstag und Freitag in der Deutschen Kinemathek. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Kinemathek, dem Internet & Gesellschaft Collaboratory, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Wikimedia Deutschland einberufen.

Die Teilnahme ist kostenlos und per Anmeldung hier möglich. Weitere Informationen findet Ihr in der Pressemitteilung weiter unten oder direkt im Programm von „Ins Netz gegangen“.

Foto: Wikimedia Commons, Peter Church, CC-BY-SA 2.0
 

Pressemitteilung — Berlin, 11.11.2011

Ins Netz gegangen – Neue Wege zum kulturellen Erbe

Konferenz am 17. / 18. November in der Deutschen Kinemathek

„Wem gehört das kulturelle Erbe?“ Diese Frage stellt sich im Informationszeitalter neu. Die traditionellen, öffentlich geförderten Kultureinrichtungen sehen sich durch Digitalisierung und Internet ständig mit neuen Erwartungen konfrontiert. Zudem gibt es neue Makler und Produzenten digitalen Wissens, zu denen sie sich verhalten müssen: zivilgesellschaftliche Initiativen wie etwa Wikipedia, die mit ihrem partizipativen Konzept eine große Dynamik und Breitenwirkung erreichen oder auch kommerzielle Akteure wie Google, die sich ebenfalls der Digitalisierung und Präsentation von Kulturgütern widmen. Wie sich die Akteure zueinander verhalten, worin ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten bestehen, auf welche Schwierigkeiten sie stoßen, und welche Kooperationsmöglichkeiten es für sie gibt, ist das Thema der zweitägigen Konferenz „Ins Netz gegangen – Neue Wege zum kulturellen Erbe“.

Die Konferenz wird veranstaltet vom Internet & Gesellschaft Collaboratory, der Deutschen Kinemathek, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Wikimedia Deutschland. Ziel dieser gemeinsamen Veranstaltung ist es, eine Vision zur digitalen Zukunft des Kulturerbes zu entwickeln und mit ihr neue Perspektiven aufzuzeigen. Einen Anstoß zur öffentlichen Diskussion dieses Themas hat Wikimedia Deutschland in diesem Jahr beispielsweise mit der Initiative „Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!“ gegeben.

Ort:
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
4. OG, Veranstaltungsraum
Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Zeit:
17. und 18. November
10.00 – 17.00 Uhr

Anmeldungen bitte über:
www.ins-netz-gegangen.org

[…]

Zur vollständigen Pressemitteilung.

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Creative Commons Global Summit 2011

Ich war vom 16.-18. September in Warschau beim Creative Commons Global Summit. Diese Konferenz ist quasi die Wikimania der Creative-Commons-Bewegung. Die Frauen-, Juristen- und Businessquote unter den 300 Teilnehmern waren allerdings bedeutend höher als bei den Treffen der Wikimedianer oder anderen Konferenzen zu Internetthemen.

Meine Motivation, zum Summit zu fahren, ergab sich zum einen aus meiner Tätigkeit bei Wikimedia Deutschland und dem Interesse an globalen Communities zum Thema Freies Wissen. Zum anderen habe ich 2006 meine Diplomarbeit zu Creative Commons in NGOs geschrieben, dazu viele Vorträge gehalten und versucht, andere Leute mit meiner Begeisterung für freie Lizenzen anzustecken. Die Reise nach Warschau hat sich in jedem Fall gelohnt und ich konnte mir einen guten Überblick über die aktuellen CC-Themen und -Personen verschaffen.

Version 4.0

Ein Highlight war die neue Lizenzversion 4.0: Diese Version wird zur Zeit gemeinschaftlich von dem CC Headquarter (der Organisation in den USA) mit den Affiliates (den Zuständigen für Community und Recht je Land), entworfen und diskutiert. Nutzer der CC-Lizenzen sind ebenfalls aufgerufen, sich zu beteiligen.

Spannend war für mich, dass darüber nachgedacht wird, die Portierung der Lizenzen ab Version 4.0 aufzugeben. Bisher wird die Ursprungslizenz für jedes Land übersetzt und an die jeweilige Rechtssprechung angepasst, nun soll es nur noch einen internationalen Vertrag je Lizenzvariante geben. Dieser soll in einfacher Sprache klar und deutlich aufzeigen, was die Lizenz erlaubt und was nicht. Ob dies allerdings juristisch und operativ machbar und der Text dann wirklich universal rechtssicher ist, muss noch geprüft werden. Dabei bliebe dann allerdings auch ein wichtiger Teil der kollaborativen, vernetzenden Lokalisierungsarbeit in den Ländern auf der Strecke.

Toll war auch der Vortrag von Mike Linksvayer, der ein paar provokative Thesen vorgestellt hat, den Non-Commercial-Bestandteil (NC) ab Version 4.0 gänzlich aus dem Lizenzbaukasten auszunehmen bzw. auszublenden oder NC komplett von Creative Commons zu trennen. Die Diskussion über den Sinn und Unsinn von NC ist ja nicht neu und betrifft uns insofern, als dass dieser Lizenzbestandteil (genau wie ND-keine Bearbeitung) nach unserer Definition eben NICHT frei ist.

Gerichtliche Durchsetzbarkeit der Lizenzen

Zweites größeres Thema war die gerichtliche Durchsetzbarkeit, also die Frage, ob die Lizenzverträge vor Gericht Bestand haben. Als Beispiel diente hier der aktuelle Fall aus Deutschland, bei dem ein Foto von Thilo Sarazin aus der Wikipedia durch eine rechtsextreme Partei verwendet wurde, ohne die Lizenzbedingungen einzuhalten. Die Lizenz wurde vom Landgericht Berlin bestätigt, und diese nicht-konforme Nutzung wurde verboten. Das ist übrigens der erste Fall in Deutschland, wo die Lizenzen von einem Gericht bestätigt wurden.

Back to the roots

Bei all den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, Herausforderungen und juristischen Diskussionen muss man sich doch des öfteren nochmal auf die Wurzeln der Lizenzen besinnen: Creative Commons sind keine Alternative zum Urheberrecht, sondern eine Lösung auf dem Weg zur Reform diese Rechtes, welches noch aus einer rein analogen Vergangenheit stammt. CC ist eher ein Plugin, das flexiblen Umgang mit dem Urheberrecht erlaubt, um eigenen Werken Freiheiten mitzugeben (und diese von Anfang an mitzudenken). Das war unter anderem auch Tenor in der – wie gewohnt – beeindruckenden Keynote von Lawrence Lessig. Ziel der Commons-Bewegung ist eben auch, die Remix-Kultur zu achten und zu fördern, damit wir nicht in eine Zukunft schlittern, in der Kinder, die „Sachen im Internet machen“, wie Terroristen behandelt werden.

Die globale Bewegung

Einzelne Vorträge beschäftigen sich auch mit der Rolle von CC in der globalen Commons-Bewegung. Es gibt viele Überschneidungen und Synergien, die aber längst nicht ausgeschöpft werden. Hier sehe ich große Parallelen zur Wikimedia-Bewegung und wünsche mir noch mehr Kollaborationen mit anderen Organisationen in der wunderbaren Welt des Freies Wissens, Freier Kultur, Freier Software.

Creative Commons steht indes vor der Herausforderung, klar zu definieren, wer überhaupt deren Community ist. Anders als bei den Wikimedia-Projekte, fehlt hier die eine Plattform bzw. ein Kanal zum Austausch mit allen Beteiligten. Wer gehört zur Community? Jede, die ihr Werk unter CC veröffentlicht? „Nur“ die CC Affiliates? Juristen, Künstlerinnen, Geschäftsleute? Der Summit war eine tolle Gelegenheit, CC-Aktivistinnen und Aktivisten aus aller Welt und mit den unterschiedlichsten Hintergründen zu versammeln und die Stimmung einzufangen. Ich find’s prima, dass ich dabei sein konnte!

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Neues von der Wikipedia Academy

Das ursprüngliche Konzept der Wikipedia Academy, externe Wissenschaftler in engen Dialog mit der Wikipedia zu bringen, wurde 2011 erfolgreich von Community-Veranstaltungen wie „Wikipedia trifft Altertum“umgesetzt. Hier hat sich sehr schön gezeigt, dass Fachbereiche in der Wikipedia mittlerweile ein gutes Standing in der Scientific Community haben, dass beide Seiten neugierig aufeinander sind und viele Themen zu besprechen haben.

Wikimedia Deutschland möchte daher den Fokus der Wikipedia Academy deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia“ verschieben. Sie soll Wikipedia-Forscher miteinander in Kontakt bringen, den intensiven Austausch anregen und Möglichkeiten neuer Zusammenarbeit und Interaktion schaffen. In diesem Sinn möchten wir folgenden Ansatz zur Diskussion stellen:

Die Konferenz verfolgt unter anderem das Ziel, einen Überblick der aktuellen Wikipedia-Forschung und der Wikipedia als Forschungsgegenstand zu präsentieren. Dabei wird sowohl auf Forschungen eingegangen, die die Wikipedia selbst als Untersuchungsgegenstand haben, als auch auf Arbeiten, in denen Wikipedia als Datengrundlage oder Werkzeug der Entwicklung genutzt wird. Sie bietet einen Rahmen wissenschaftliche Ergebnisse verschiedenster Disziplinen vorzustellen, die zu diesem Forschungsfeld relevante Beiträge leisten.

Weiterer Schwerpunkt ist für uns außerdem, Forschern die verschiedensten Werkzeuge für ihre Arbeit mit und über Wikipedia vorzustellen und sie zur Forschung am Objekt zu befähigen. Wir möchten zeigen, wie Wikipedia strukturiert ist, wie der Toolserver funktioniert, was die Aufgaben und wer Ansprechpartner von Wikimedia Foundation, Research Committee und Wikimedia Deutschland im Wissenschaftsfeld sind. Wir sprechen erfahrene Wissenschaftler und Young Researchers an und auch Wikipedianer sind natürlich eingeladen, sich mit eigenen Panels, Workshops und Postersessions zu beteiligen.

In Gesprächen mit den Organisatoren der CPoV und der Free Culture Research Conference sowie Wissenschaftler und Wikipedisten wurde recht schnell klar, dass wir die Ausarbeitung des Programms und der Schwerpunkte im Idealfall einem unabhängigen Programm Committee bzw. Advisory Board überlassen wollen. Wir erhoffen uns durch das Hinzuziehen externer Fachleute einen breiteren Blick auf die verschiedenen Forschungsthemen sowie Kontakte zu Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen.

Die eigentliche Konferenz soll erst 2012 stattfinden. Einen Grundstein für diese Veranstaltung legen wir aber bereits Ende diesen Jahres: Wir möchten Organisatoren, Programm Committee und einige Wikipediaforscher zu einem kleinen Workshop einladen, in dem die Veranstaltung gemeinsam konzeptioniert und vorgestellt wird. Über eure Anregungen, Hinweise und Ideen freuen wir uns und sobald wir neue Informationen haben, geben wir Bescheid.

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WikiCon 2011: Jetzt noch anmelden!

Mehr als 150 Wikipedianer und Freunde des Freien Wissens haben sich schon für die WikiConvention in Nürnberg angemeldet. Da derzeit noch jeden Tag zahlreiche Anmeldungen eintrudeln und es bei den Übernachtungsmöglichkeiten noch freie Kapazitäten gibt, wurde die Anmeldefrist bis zum 20. August verlängert.

Gleichzeitig wird im Hintergrund fleißig an dem Programm und der Rahmengestaltung gebastelt. Die Liste der Themen wird dabei immer länger: Von „Was ist ein Wiki-Autor?“ bis „Admin werden ist nicht schwer, Admin sein dagegen sehr“ ist für alle Leser und Nutzer der Wikipedia etwas dabei, egal ob Neuling oder alter Hase. Aber auch andere Projekte, wie Wiktionary oder Wikiversity sind auf der WikiCon vertreten und stellen sich vor. Ein Workshop zur „Wirkung von Wikipedia auf nicht Wikipedianer“ und ein Beitrag unter dem Titel „Sexipedia – Reloaded“ runden das Programm ab. Das vorläufige Programm (insgesamt derzeit ca. 30 Beiträge) könnt ihr euch hier anschauen.

Für alle Fotobegeisterten findet außerdem eine lokale Aktion im Rahmen des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments statt: Bei einem Ausflug in die Nachbarstadt Fürth werden möglichst viele Bilder unter freier Lizenz entstehen, um die Artikel der Wikipedia zu bereichern und weiter mit Farbe zu füllen.

Also lasst euch dieses Wochenende (09. – 11. September) nicht entgehen und meldet euch jetzt an (hier geht’s direkt zur Registrierung)!

PS: Gezwitschert wird mit dem Hashtag #wikicon. Folgt auch dem offiziellen Twitter Account wikicon11!

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Wikipedia Academy am 19. und 20. November in Frankfurt am Main

Am 19. und 20. November 2010 veranstaltet Wikimedia Deutschland in der Frankfurter Goethe-Universität zum vierten Mal die Wikipedia Academy.

Wissenschaft trifft Wikipedia

Ziel der Wikipedia Academy ist es, Wikipedia-Community und Scientific Community verstärkt miteinander in Dialog zu bringen. Die Wikipedia ist als ein zentrales Medium aus der modernen Wissenschaftskommunikation kaum noch wegzudenken. Nun gilt es, das öffentliche Verständnis für Prozesse kollektiver Wissensdarstellung zu verbessern, Wikipedia als wissenschaftliche Plattform für den Dialog mit einer großen, interessierten Öffentlichkeit weiter zu etablieren und die Akzeptanz der freien Enzyklopädie und ihrer Schwesterprojekten zu verbessern.

Die Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt!

In Anlehnung an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufene „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“ befasst sich die Konferenz mit dem Thema Energie und Energieforschung. Wir beleuchten die aktuelle Debatte und gehen der Frage nach, warum die öffentliche Verfügbarkeit neutraler Informationen zur Energieforschung für unsere Zukunft so wichtig ist. Bei der Beantwortung dieser und weiterer Fragen setzen wir auf die Unterstützung der Experten aus Wissenschaft und Praxis und können auf fundiertes Fachwissen in den Wikipedia-Redaktionen und eigenen Projekten zurückgreifen.

Programm

Das zeitliche Gerüst des Programms findet sich auf der Projektseite in der Wikipedia, ebenso die Themen der Workshops, Vorträge und Diskussionen. Rund um die Idee Freien Wissens und Wissensvermittlung wird z.B. referiert zu Themen wie Wikipedia als Wissenschaftskommunikation, Qualitätssicherung in der Wikipedia am Beispiel des Themas Energie, Wikipedia und Schwesterprojekte, die korrekte Verwendung von Wikipedia-Artikeln bei der Recherche, Open Access, Freie Lizenzen, Wissenschaft als Wiki sowie Wikipediaforschung. Einen Teil der Veranstaltungszeit halten wir darüber hinaus offen für Themenangebote von interessierten Teilnehmern und nehmen gerne weitere Vorschläge entgegen.

Vertrauensdozenten

Als Bindeglied zwischen akademischer Welt und Wikipedia bauen wir ein Netzwerk an Vertrauensdozenten auf. Unsere Vision ist es, Botschafter für Freies Wissen in allen deutschsprachigen Universitäten zu etablieren. Bei der Academy geben wir den Startschuss für dieses Netzwerk und rufen engagierte Wissenschaftler auf, sich an dieser Initiative zu beteiligen.

Zedler-Medaille

Im festlichen Abendprogramm wird am Freitag ab 18 Uhr die Zedler-Medaille für herausragende, neue Lexikon-Artikel und Bilder aus Natur- und Geisteswissenschaften verliehen. Dazu werden Wissenschaftler der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie des Verlags Spektrum der Wissenschaft unter Moderation von Volker Panzer über „Die Energien des Wissens“ und deren positive wie negative Aspekte diskutieren. Die Preise werden in diesem Jahr von BASF sowie der Carl Zeiss AG und Reporter ohne Grenzen zur Verfügung gestellt und überreicht. Im Anschluss bietet sich den interessierten Gästen und glücklichen Gewinnern die Gelegenheit zum Kennenlernen und Gedankenaustausch

Anmeldung

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Wir sprechen mit dieser Veranstaltung explizit auch Wissenschaftler an, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben, aber einen Einstieg zum Thema suchen. Wikipedianer, Medienvertreter, Internetversteher und andere Autoren, die wissenschaftliche Inhalte produziert und veröffentlicht haben, sind ebenso herzlich eingeladen.

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[[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] – Konferenz in Leipzig

Vom 24. bis 26. September 2010 findet die Konferenz [[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] in Leipzig statt. Die Konferenz will Wikipedia-ForscherInnen, KritikerInnen und Community-Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum für eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Wikipedia zusammenzubringen. Insbesondere die Bedeutung der Wikipedia für Bildung, Politik, Kultur und Gesellschaft soll hinterfragt und diskutiert werden.

Themenschwerpunkte der Konferenz sind Geschichte und Politik freien Wissens, Digitale Governance, Wikipedia und (politische) Bildung, Wissens(re)präsentationen und die Zukunft der Wissensgesellschaft. Sie leiten sich aus der Bedeutung der Wikipedia für die Neukonfiguration der Wissens(re)produktion und deren Konsequenzen für Öffentlichkeit(en), Architekturen der Partizipation und politische Bildung in der Mediendemokratie ab. Neben Vorträgen etablierter Wissenschaftler wie Christian Stegbauer, Peter Haber, Felix Stalder, Ramón Reichert oder Ulrich Johannes Schneider finden im Rahmen der Konferenz auch eine Podiumsdiskussion mit WikipedianerInnen und KritikerInnen sowie ein Netzwerktreffen für Wikipedia-ForscherInnen statt.

Am Freitag, den 24. September, finden Wikipedia-Workshops für SchülerInnen, Studierende und Interessierte zu den Themen „Artikelrecherche”, „Bebilderung“ und „Administration“ statt. Die Workshops werden von erfahrenen Wikipedianern konzipiert und geleitet und von Wikimedia Deutschland e.V. finanziell unterstützt. Am Abend des 24. September gibt es voraussichtlich ein lockeres Beisammensein für Wikipedianer, WissenschaftlerInnen und Interessierte.

Am Samstagabend findet – ebenfalls von Wikimedia Deutschland initiiert und unterstützt – ein Roundtable „Wikipedia und Wissenschaft“ statt, der dem Austausch von WissenschaftlerInnen und Wikipedianern dienen soll. Für diesen Roundtable haben wir ab 20 Uhr einen Bereich im Beyerhaus in Leipzig reserviert und freuen uns über aktive Teilnahme aus der Wikipedia-Community. Interessierte können sich auf der Projektseite in der Wikipedia eintragen.

Die Konferenz ist öffentlich, es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Nur für den Wikipedia-Workshop und das Netzwerktreffen ist eine Anmeldung per Email erforderlich. Community-Mitglieder sind herzlich willkommen!

Das Konferenzprogramm im Überblick

Freitag, 24. September 2010

Ort: Geisteswissenschaftliches Zentrum der Universität Leipzig (GWZ)

  • 10.00 – 14.00 Wikipedia-Workshop
  • 15.00 – 18.00 Netzwerktreffen für Wikipedia-ForscherInnen
  • Von 18.00 – 24.00 findet an diesem Tag die Lange Nacht der Wissenschaften in Leipzig statt.

Samstag, 25. September 2010

Ort: Bibliotheka Albertina

  • 10.00 – 18.00 Vortragsprogramm zu den Themen Geschichte und Politik freien Wissens, Digitale Governance sowie Wikipedia und (politische) Bildung.
  • 20:00 – 21:30 Roundtable Wikipedia und Wissenschaft. Ort: Beyerhaus

Sonntag, 26. September 2010

Ort: Bibliotheka Albertina

  • 10.00 – 12.00 Vortragsprogramm zu den Themen Wissens(re)präsentationen und Die Zukunft der Wissensgesellschaft
  • 12.30 – 14.00 Podiumsdiskussion

Die Leipziger Konferenz setzt die Reihe internationaler Konferenzen der Wikipedia-Forschungsinitiative Critical Point of View fort, die im Januar und März 2010 in Bangalore (Indien) und Amsterdam (Niederlande) stattgefunden haben. Die Leipziger Konferenz wird veranstaltet von cultiv – Gesellschaft für internationale Kulturprojekte e.V. und der Universitätsbibliothek Leipzig. Das Konzept stammt von Geert Lovink, Johanna Niesyto und Andreas Möllenkamp. Sie wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Wikipedia-Workshop und der Roundtable Wikipedia und Wissenschaft werden von Wikimedia Deutschland e.V. gefördert.

Alle Informationen auf der Konferenz-Webseite und auf der Projektseite in der Wikipedia.

Update: Nun liegt auch eine PDF-Version des Programms vor. Sehr hübsch!

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