Posts Tagged ‘Konferenz’



Hallo Washington. 5 Bilder.

Ein paar Fotos, zusammengesucht aus Commons, damit sich die daheimgebliebenen ein Bild machen können.

 

Wikimania 2012 - Chase me 04
Wikimania 2012 - Chase me 04

Dritter Stock des Conventon Centers der George Washington University. Gang mit den Seminarräumen, in denen die meisten Veranstaltungn stattfinden.

 

Wikimania 2012 Hackathon P1160476
Wikimania 2012 Hackathon P1160476

Hackathon in einem der großen Säle. Die Bestuhlug in diesen ist für Vorträge nicht ganz optimal.

Google Reception, Wikimania 2012 P1160566
Google Reception, Wikimania 2012 P1160566

Mittwoch-Abend-Empfang in der Library of Congress. Die unnerdigste Nerd-Veranstaltung der ich bisher teilhaftig wurde.

 

Newseumreception21
Newseumreception21

Donnerstag-Abend-Ausklang auf dem Dach des Newseums nahe der National Mal.

Wikimania 2012 - Rock drum - Opening ceremony 1
Wikimania 2012 - Rock drum - Opening ceremony 1

Eröffnung im Lisner-Auditorium, dem Hörsaal für Anfang und Ende und ganz große Veranstaltungen. Grußworte.

Die deutschen Fotografen sind auch fleißig. NetActions Fotos sind auch schon in der Blogzentrale angekommen; die Blogzentrale ist aber noch mit deren Format technisch überfordert.

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​Im Land des lächelnden Regierungshandelns

Beth Noveck by Joi Ito, CC-BY 2.0

Wenn man eine Reise tut, verbinden sich mit dem Zielort häufig Bilder im Kopf, die dann nur allzu gerne bestätigt werden. Wer an Washington D.C. denkt, assoziiert damit vermutlich die klassizistische Architektur des Capitols und die reißbrettartigen Straßenverläufe, die dem funktionalen Zusammenhang einer Hauptstadt gehorchen. Schließlich muss hier die geölte Maschinerie des Regierungshandelns mit den zeremoniellen Anforderungen einer präsidentiellen Demokratie versöhnt werden. Und tatsächlich meint man, in jedem Schlipsträger sofort einen hohen Regierungsbeamten oder zumindest einen slicken Lobbyisten zu erkennen. Wer sich – wie einige mir bekannte Wikipedianer – im narrativen Strudel der ultimativen Polit-Serie „The West Wing“ verirrt hat, wird jetzt wohl schmunzeln.

Im Stadtteil „Foggy Bottom“, wo auch das von Hillary Clinton geführte U.S. Department of State seinen Sitz hat, geht es indes legerer zu als erwartet. Khakihosenträger und Jogger säumen die Straßen rings um die George Washington University, die die diesjährige Wikimania beherbergt.  Und bereits in der Opening Session des Tracks Tech@State, der unter der Ägide des Außenministeriums entstand, wird deutlich, warum Washington D.C. eben nicht nur ein architektonische Symbol für staatliche (Selbst-)Repräsentation, sondern eben auch ein politisches Ideenlabor allererster Güte ist.

Beth Simone Noveck, die im Weißen Haus die Stabschefin für Technologie war, spricht über die Open Government Initiative, die sie von 2009-2011 für die Obama-Administration ins Leben gerufen hat. Und Noveck spricht dabei über die Freigabe staatlicher Daten in einer Weise, wie man sie in Good Ol‘ Europe nur allzu häufig vermisst: enthusiastisch. Die Autorin des Buchs „WikiGovernment: How Technology Can Make Government Better, Democracy Stronger  and Citizens More Powerful“ (2009) glaubt nämlich fest an die Erneuerungskraft “smarter” Instiutionen – mithilfe der Leidenschaft und fachlichen Expertise von interessierten Bürgern.

In ihrem Konzept eines „hybriden Wiki“ denkt sie die Freigabe von Verwaltungsdaten und die Partizipationsmöglichkeiten von User Generated Content zusammen. Dabei macht sie nicht bei der aktiven Weiterverarbeitung z.B. von Geodaten Halt, sondern denkt diese Struktur als Grundlage für ein „crowd sourcing of the drafting of politics“. Nicht auszudenken, ein deutscher Staatssekretär würde eine solche Beta-Version von kollaborativer Gesetzesgebung an die Wand malen. Wie erst kürzlich im Open-Data-Papier von Wikimedia Deutschland beschrieben, ist man über zögerliche Mitwirkungsmöglichkeiten wie z.B. virtuellen Sachverständigen in der stärker beamtengeprägten Bundesrepublik noch nicht hinausgekommen.

Bei der sich anschließenden Townhall-Debatte regt sich leiser Widerstand. Wo blieben denn in einem System des „nicht-gewählten Flashmobs“ die notwendigen Checks & Balance, die das natürliche Machtmobile des US-amerikanischen Systems bilden? Noveck muss grinsen. Natürlich kennt sie die Vorbehalte auch ihrer Landsleute: „Government“ ist praktisch ein Schimpfwort, „Demokratie“ steht mindestens unter Generalverdacht. „Wir brauchen ein neues Vokabular“, fordert sie lächelnd. Und neue Bilder im Kopf.

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„Nothing about us without us“ – Mary Gardiners Keynote auf der Wikimania

Mary Gardiner Bildautor: Mary and Andrew @Flickr unter CC-BY-SA 2.0

Gleich am ersten Tag der Wikimania 2012 bekommt ein wichtiges Thema prominenten Raum: “Fostering diversity: not a boring chore, a critical opportunity” lautete die diesjährige Keynote, gehalten von Mary Gardiner. Mary ist die Mitbegründerin der Ada Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen in Open Technology zu unterstützen. Die Initiative wurde nach Ada Lovelace benannt und ehrt damit die erste Programmiererin der Welt. Mary gehört außerdem zum Organisatoren-Team des AdaCamps, welches vor der Wikimania in Washington D.C. stattfand und auf denen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum Wirken von Frauen in Open Culture austauschten. Weit über 250 Sprachversionen zeigen die Vielfalt der Wikipedia auf. In ihrer Keynote wies Mary aber auch auf jene Bereiche hin, die nach mehr Diversität verlangen.

Die Zahl der weiblichen Autorinnen in Wikipedia liegt bei unter 10 Prozent, wenig Vielfalt also unter der Autorenschaft, zumindest was den weiblichen Beitrag angeht. Dass nicht über jene Köpfe hinweg gesprochen und entschieden werden sollte, um die es sich handelt, stellte Mary insbesondere heraus. Auf die kurze Formel gebracht: „Nothing about us without us“. So müssen Fehler identifiziert werden, gleichzeitig aber auch Fragen gestellt und auf die Antworten gehört werden. Mit dem Ziel: Das mehr Vielfalt allen zu Gute kommt, insbesondere dem Projekt Wikipedia.

 

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Hallo Washington!

So, die Wikimania hat begonnen. Die große Eröffnungsveranstaltung ist vorbei, und gerade laufen die ersten Session des regulären Programms. Alle Anwesenden sind sehr hilfreich, und wie immer verbreiten die Teilneher die gute Laune einer Schullandheimfahrt.

Ein paar erste Eindrücke aus Washington und von der Wikimania:

* Washington ist nicht ganz so heiß und schwül wie befürchtet.

* Anscheinend haben alle Teilnehmer aus Deutschland die Einreiseprozedur gut überstanden.

*Die Organisation wirkt bisher gut und professionell, auch wenn es erste Kaffee-Engpässe gibt. Dafür funktioniert das Wlan meistens.

* Der Wikimedia-Deutschland-Stand ist im großen Pausen/Essens/Aufenthaltsraum; etwas arg in die Ecke gedrängt, aber soweit ich hier von schräg gegenüber aus sehen kann, ist der Stand durchaus besucht.

* Die gestrige Reception war eine eindrucksvolle Veranstaltung. Die Räume in der Library of Congress sind schon sehr beeindruckend, ein Haufen Wikipedianer in Hemden, Anzügen und Abendkleidern ein einmaliges Erlebnis. Viele Wikipedianer auf einmal können richtig gut aussehen.

* Die Jimmy-Wales-Rede ist halt die Jimmy-Wales-Rede. Aber Jimbo hatte einen eher guten Tag.

* Die Keynote von Mary Gardiner war inhaltlich sehr spannend, wenn auch etwas unter der Vortragstechnik leidend. Ich hoffe sehr, dass eine schriftiche Fassung existiert.

* Ja, liebe Deutsche, in Washington trifft man Radfahrer und der öffentliche Nahverkehr existiert. Nur ist mir noch unklar, warum die Washingtoner die U-Bahnhöfe im Dämmerlicht halten.

* Als Speaker hat man rot/goldene-Bordüren am Namensschild.

* Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht.

 

 

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Videos der Wikipedia Academy und Zedler-Preisverleihung sind online!

Die Videos der beiden Keynotes und der drei Gesprächsrunden bei der Wikipedia Academy sind bereits online, die Aufzeichnungen Paper-Sessions und Lightning Talks werden ebenfalls in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Alle Informationen zur Veranstaltung samt Dokumentation (Videos, Präsentationen, Papers, Poster) finden sich auf der Academy-Website.

When Peer Production Succeeds. Keynote by Benjamin Mako Hill

When Peer Production Succeeds. Keynote by Benjamin Mako Hill from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia. Keynote by Sarah Stierch

The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia. Keynote by Sarah Stierch from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

Weitere Videos:
Paper Session I
Paper Session II
Paper Session III
Paper Session IV
Paper Session V
Paper Session VI
Lightning Talks
Researchers and the researched: A difficult relationship. Community Panel
Panel: Open Science as an opportunity for Science Communication
Panel: The social aspects of Free Knowledge

Video der Zedler-Preisverleihung

Einen ausführlichen Rückblick zur Veranstaltung gibt es hier im Blog, auf der Webseite finden sich alle weiteren Informationen samt der Laudatio-Texte.

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Wikimania Takes Manhattan – Eine Vorspeise in drei Gängen

Die Wikimania ist das jährliche Treffen von engagierten Helfern aus den Wikimedia-Projekten. Vom 12.-14. Juli findet die diesjährige Wikimania in Washington, D.C. statt. Am Wochenende vor der Konferenz kamen ca. 50 Wikipedianer aus verschiedenen Ländern nach New York City, um am von Wikimedia New York City organisierten Wilkommensprogramm „Wikimania takes Manhattan“ teilzunehmen.

Es berichtet der Wikipedia-Autor mit dem Benutzernamen toblu. Er ist einer von 20 Ehrenamtlichen, die Wikimedia Deutschland mit einem Reisestipendium für die Wikimania unterstützt.

 

Wer im Jahre 1912 von Europa nach Amerika reiste, konnte sicher sein, von der Freiheitsstatue im Land der unbegrenzten Möglichkeiten begrüßt zu werden. Wer im Jahre 2012 nach Amerika reist, hat diese Sicherheit nicht. Wer – so wie dieser Tage einige  hundert Wikipedianer – nach Washington möchte, kann die Küste einfach überfliegen und direkt auf dem Washington Dulles International Airport landen.

Dieser Umstand war einigen New Yorker Wikipedianern Grund genug, die Teilnehmer an der diesjährigen Wikimania ein Wochenende vor Konferenzbeginn nach Manhattan einzuladen. Gut 50 Wikimanians folgten dem Aufruf und freuten sich über eine Vorspeise in 3 Gängen.

Wikipedianer erobern Manhattan. Bildautor: toblu unter CC-BY-SA 3.0.

1. Gang: Sightseeing

Der erste Gang dauerte drei Tage. Sightseeing. Uptown – Downtown – Midtown. Entlang eines von den Organisatoren vorgeschlagenen, auf Anregungen der (stetig wechselnden) Teilnehmer aber immer wieder modifizierten Programms, das versuchte Schlaglichter auf einige ausgewählte Orte zu werfen. Darunter: das American Museum of Natural History, das Metropolitan Museum of Art, die Wall Street, China Town, die UN Headquarters und die New York Public Library. Nicht die schnellste, aber eine spannende und definitiv lustige Methode, Manhattan kennenzulernen.

Höhepunkt – wenigstens für mich, der wie die meisten Teilnehmer nur einen Teil des angebotenen Programms wahrnahm: der Besuch einer Off-Broadway-Production mit dem Titel Too much light makes the baby go blind im East Village. Ein exakt 60-minütiger Auftritt bestehend aus 30 verschiedenen, teilweise für den Abend neu geschriebenen Stücken, deren Reihenfolge spontan durch das Publikum vorgegeben wird. Eintrittspreis: $ 11 + „whatever you roll with the dice“. Bonus für uns: 2 Stunden Warten in der ebenso schlecht beleuchteten wie dubiosen KGB Bar.

2. Gang: Wiknick

Wiknick auf Gouvernor’s Island. Bildautor: toblu unter CC-BY-SA 3.0.

Der zweite Gang bestand aus Pizza. Viel Pizza. Und Chips. Und Limo. Ein Wiknickam Samstagvormittag auf Gouvernor’s Island, zugleich die gemeinsame Errichtung eines „Pavillons“ aus Bambusstäben („That’s no building, that’s a situation“) unter dem Motto Wiki’s World Fair. Nach anfänglichen Motivationsschwierigkeiten (bei Temperaturen bis zu 39° Celsius) dann doch relativ lustig und tatsächlich zu einem Austausch über einzelne Projekte führend.

Besonders spannend: Ideen für ein unabhängiges Mobilfunknetzwerk, das durch Übertragung des Signals über verschiedene (tragbare oder fest installierte) Mini-Sender funktioniert und dank Holzschachtel-Prototyp live vorgeführt wurde. Kein Wiki-Projekt, dafür aber wirklich grass roots.

3. Gang: Wikibus

Der dritte Gang schließlich war eine Fahrt. Gemeinsam im (von Wikimedia New York gesponserten und theoretisch mit W-LAN ausgestatteten) Greyhound nach DC. Abschluss eines tollen Events. Zugleich Höhepunkt einer unglaublichen Flut an „Hey, when exactly do we meet? I got like 5 different times already“-E-Mails über (mindestens) zwei verschiedene Mailinglisten. Twitter ist so 2011. Facebook eh.

Nach einer dennoch erfolgreichen Ankunft zunächst in DC, für mich etwa eine Stunde später dann auch im Hostel, bleibt die Erinnerung an eine tolle Initiative und eine genutzte Gelegenheit, schon vor Beginn der Wikimania nicht nur Manhattan, sondern auch viele Teilnehmer (wenigstens ein bisschen) kennengelernt zu haben.

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Wikipedia Academy: Keynotes von Sarah Stierch und Benjamin Mako Hill

Die Wikipedia Academy, die am kommenden Wochenende in Berlin stattfindet, wird eingerahmt von zwei Keynotes. Am Freitag um 13:30 Uhr eröffnet Benjamin Mako Hill die Academy in der FU mit seiner Keynote „When Peer Production Succeeds„. Aus der Ankündigung:

As Wikipedians have collaborated over the last decade to build the most comprehensive reference work in history, they have created, and documented, a new class of cooperative work. The academic world — inspired by Wikipedia’s success and its novel form — have responded with thousands of academic papers about Wikipedia and its processes.

But as many people who have tried to create their own wikis can attest to, Wikipedia’s enormous success at mobilizing volunteers and building works of high quality has been difficult to replicate. Even the Wikimedia Foundation and Wikipedia’s founders have struggled to replicate Wikipedia’s success in their other projects.

Through the knowledge and intuitions of Wikipedians, and through the work of the academics studying Wikipedia, we know an enormous amount about *how* Wikipedia works. However, the fact that even our own community has systematically failed to replicate our greatest success points to the fact that we still know very little about *why* Wikipedia works. The situation is similar in regards to free software and other peer production communities. And although each failure can teach us something, we have not given these failures the same attention we’ve saved for the successes.

In this talk, I will refer to research on free software and free culture communities and suggest that the ideal of peer production is only rarely realized. I will show how free software, and free culture, only very rarely looks like its poster children: the Linux kernels and the Wikipedias. I will present some of my research comparing failed free culture projects to successes to both suggest a methodology, and a potential set of answers, in order to answering the question: Why did peer production projects like Wikipedia work?

I will suggest, and try to show, that by learning from our failures, instead of ignoring or sweeping them under the rug, we can make both free culture advocacy and free culture practice more effective.

Den Sonntag im SUPERMARKT eröffnet Sarah Stierch mit ihrer Keynote „The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia.“ Ihr Ankündigung liest sich ebenso spannend:

According to the Wikimedia Foundation’s most recent community survey, women continue, for the second year in a row, to comprise of approximately nine percent of contributors to Wikipedia and related projects. As researchers try to find the reason why, the Wikimedia Foundation and community members across projects explore ways to improve on that low percentage. What makes the Wikipedia and Wikimedia world so different than other landscapes in which women are active in online?

For example, women are more active than men in online communities such as Twitter and Facebook, and also blog more than their gender counterparts. Providing a more visually accessible landscape for participation will most likely be a key component in improving women’s participation in Wikipedia and other projects such as Wikimedia Commons, Wikipedia’s online free image repository. This talk will not only explore the hard truth about women’s participation through direct experience, but will also explore what is deterring that participation through one common focus: the visual experience. How do on-wiki new user spaces such as the Wikipedia Teahouse work to attract and retain women? What makes it different visually than other spaces on Wikipedia? How can a call for action through a visual experience attract women via a call for action in a way that the rest of Wikipedia is not? What makes Wikimedia Commons such a challenging attempt at encompassing free content by challenging the public’s expectations of visual collections and how can women help to curate that content?

Finding influence in feminist and visual theory about imagery and women’s expectations and experiences, Stierch will break down what she believes needs to happen to create an encompassing landscape that can appeal to women in order to mind the gap of Wikipedia.

Wir freuen uns sehr, dass die beiden zu uns nach Berlin kommen. Die Academy bietet darüber hinaus noch weitere Highlights, wie man dem Konferenzprogramm unschwer entnehmen kann. Im Anschluss der Academy wird am Sonntag außerdem der Zedler-Preis für Freies Wissen verliehen. Die Anmeldung ist noch geöffnet!

Update: Im Wikimedia Research Newsletter findet sich ein Preview zu den Papers und Postern, die auf der Academy präsentiert werden.

Fotos:
Benjamin Mako Hill by Mika MatsuzakiMattl at en.wikipedia [CC-BY-SA-2.0], from Wikimedia Commons
Sarah Stierch by Matthew Roth (Wikimedia Foundation) [CC-BY-2.5], via Wikimedia Commons

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Wikipedia Academy 2012: Last Call for Participation

tl;dr:


Vom 29. Juni bis 1. Juli findet in Berlin die Konferenz Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge statt. Wikimedia Deutschland organisiert die Konferenz erstmalig in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und dem Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Forschung mit, über und in Wikipedia. Auch Forscher, die sich wissenschaftlich mit Freiem Wissen und dessen Implikationen auf Forschung und Gesellschaft beschäftigen, sind herzlich eingeladen, an der dreitägigen Konferenz teilzunehmen. Mit der Academy sprechen wir ein internationales Publikum an; die Konferenzsprache ist Englisch.

Die Wikipedia Academy 2012 findet am Freitag und Samstag an der Freien Universität Berlin, School of Business & Economics, Garystrasse 21, 14195 Berlin und am Sonntag im SUPERMARKT, Brunnenstraße 64, 13355 Berlin statt.

Registrierung und Teilnahmegebühr

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig; der Eintrittspreis beträgt 60 Euro (30 Euro ermäßigt). Für die Workshops bitten wir um gesonderte Registrierung zum Preis von jeweils 10 Euro. Wie gewohnt stellen wir denjenigen Communitymitgliedern, die Eintritt oder Reisekosten nicht aus eigener Tasche zahlen können, Unterstützung über das Community-Budget zur Verfügung.

Programm

Das Programm der Konferenz findet sich unter: http://wikipedia-academy.de/2012/wiki/Schedule

Im Vorprogramm der Academy am Freitagvormittag bieten wir außerdem drei umfassende Workshops an, für die zum Teil noch Anmeldungen möglich sind. Eine Teilnahme am Workshop ist auch unabhängig von einer Anmeldung zur Academy möglich.

  • Wikipedia Data Analysis for Researchers – Das Tutorial konzentriert sich auf praktische Aspekte zur Analyse von Wikipedia-Daten (bereits ausgebucht)
  • Toolserver – Einführung in den Wikimedia Toolserver und seine Möglichkeiten und Wege für die Arbeit mit dem Wikipedia-Datenbanken (Unkostenbeitrag: 10 Euro; hier anmelden)
  • GLAM Tools – Einführung in Tools im GLAM-Wiki-Kontext (GLAM =Galleries, Libraries, Archives, Museums) (Unkostenbeitrag: 10 Euro; hier anmelden)

Am Freitagabend wird eine gemeinsame Podiumsdiskussion zwischen Forschern und Beforschten stattfinden. Diese kostet keinen Eintritt und wir laden alle Wikipedianer herzlich ein, dabei zu sein und uns zum anschließendem Get-together in die Luise in Dahlem zu begleiten.

Anmeldung eines Lightning Talks

Im Anmeldeformular kann außerdem ein Lightning Talk angemeldet werden. Hier besteht die Möglichkeit, prägnant und in Kürze eigene Forschungsergebnisse oder -vorhaben zu präsentieren.

Sonntag: Free Culture Brunch und Zedler-Preisverleihung

Am Sonntag ziehen wir mit der Academy von der FU um in den SUPERMARKT, ein ehemaliges Lebensmittelgeschäft, das zur Veranstaltungslocation umgebaut wurde. Wir brechen dort das Veranstaltungskonzept der akademischen Konferenz auf und öffnen die Academy für alle Freundinnen und Freunde von Free Knowledge und Free Culture. Der Free Culture Brunch soll vor allem dazu dienen, Aktivisten dieser Bereiche mit Wissenschaftlern und Communitymitgliedern zusammen zu bringen und in unkonventioneller Atmosphäre den Austausch befördern. Die daran anschließende Gesprächsrunde (mit Jeanette Hofmann, Annalisa Pelizza, Sebastian Haunss and Benjamin Mako Hill, moderiert von Matthias Spielkamp) wird sich mit den sozialen Aspekten freien Wissens auseinander setzen. Wer nur am Sonntag Lust und Zeit hat, kann sich auch nur für diesen Tag anmelden und für 10 Euro am gesamten Tagesprogramm inklusive Brunch teilnehmen.

Daran anschließend findet die glamouröse Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen statt. Dabei prämiert Wikimedia Deutschland die besten Wikipedia-Artikel und Projekte und alle Gäste haben die Möglichkeit, die Gewinner zu bestaunen und mit anschließend gemeinsam mit ihnen zu feiern. Die Veranstaltung endet um 17 Uhr – Zeit genug also, es für das EM-Finale noch rechtzeitig nach Hause oder vor die nächste Großleinwand zu schaffen.

Weitersagen!

Wir freuen uns, wenn ihr euren Kollegen, Professorinnen, Lieblingsforschern und weiteren interessierten von der Academy und der Zedler-Verleihung erzählt. Neben dem Veranstaltungslogo, was ihr gerne für die Bewerbung verwenden könnt, haben wir hübsche Poster entworfen, von denen wir euch auf Wunsch gerne einige Exemplare per Post zusenden. Für den Zedler-Preis gibt es außerdem hübsche Banner zum Schmücken eigener Beiträge.

Teile der Veranstaltung werden gefilmt, die Paper und Poster werden schon vorab veröffentlicht. Tweets, Fotos und sonstige Beiträge der Veranstaltung sollen mit dem Tag #wpac2012 gekennzeichnet werden.

Fragen und Antworten

Das Academy-Team steht bei allen Fragen unter academy@wikimedia.de gerne zur Verfügung.

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WikiGénero in Buenos Aires (Argentinien)

„Einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen und in der Wikipedia schreiben.“

So fasste eine Teilnehmerin des WikiWomenCamps die erstrebenswerten Ziele im Leben einer Frau zusammen. Während sich über die ersten Punkt durchaus streiten lässt, waren sich alle Anwesenden einig, dass das bekannte argentinische Sprichwort mit der kleinen Änderung (der dritte Punkt lautet eigentlich „ein Buch schreiben“) viel besser passt.

Dieses inoffizielle Motto wurde auch von der Konferenz WikiGénero übernommen, die unmittelbar an das WikiWomenCamp anschloss und nur ein paar Straßen weiter in einem Kulturzentrum in Buenos Aires stattfand.

Wikimedia Argentinien hatte dazu eingeladen, sich einen Tag lang Zeit zu nehmen, um sich anhand diverser Vorträge und Diskussionen mit dem Gender Gap in der Wikipedia auseinanderzusetzen. Dazu wurden Forscher, Akademiker und Aktivisten von

Anuradha Uduwage stellt Studie vor

Gender Organisationen eingeladen, um Einblicke in ihre Arbeit zu geben. Das Programm gestaltete sich folgendermaßen:

  •  Anuradha Uduwage(Group Lens Team, Universität von Minnessota): Die Studie des Lens Teams war durchaus interessant und brachte neben bekannten Fakten auch einige neue Aspekte auf. Jedoch ist die Datenbasis durchaus umstritten und die Gruppe bringt nur wenige Informationen über die Gründe ans Tageslicht, warum es bei der Wikipedia so wenige Frauen gibt. Außerdem wurde von außen die Kritik geäußert, dass sich nur Männer in der Forschungsgruppe befinden.

Diana Maffia bei ihrem Vortrag

  • Diana Maffía (eine vor allem im spanisch-sprachigen Raum bekannte Feminismusphilosophin) gab in ihrer Lesung einen Einblick in die Diskussion, warum Frauen in der Vergangenheit und immer noch an der Produktion von Wissen nicht beteiligt sind. Dabei war das Thema der Sprache eine ihrer Hauptkategorien. Sie zog einen Argumentationszirkel, der sich von der Festsetzung der Weltsprache Englisch (anstatt von Spanisch) über mangelnde Bildungsprogramme bis hin zur Wikipedia zog.
  •  Lila Pagola und Beatrice Busaniche (Wikimedia Argentinien) berichteten von der Situation der argentinischen Wikipedia-Autorinnen und merkten an, dass das argentinische Chapter den höchsten Frauenanteil im Präsidium hat.
  •  Anne Goldenberg und Christina Ludost (Moderatorinnen des WikiWomenCamp) präsentierten stellvertretend die Ergebnisse des WikiWomenCamp, das vor dem WikiGenero in Buenos Aires stattfand.

Sue Gardner während ihrer Präsentation

  •  Sue Gardener (Executive Director der Wikimedia Foundation) stellte zunächst noch einmal die aktuellen Daten aus den Wikipedia-Studien dar und erläuterte die Problematik des Frauenmangels aus der Sicht der Foundation.  Ihrer Meinung nach könnten neue Autorinnen hauptsächlich über unmittelbare, informelle Netzwerke gewonnen werden.
  • Paola Raffetta (Wikipedia-Autorin) sprach über die Bewusstmachung von sozialisierten Geschlechterrollen und die Perspektiven von Transgender in der Wikipedia. Denn in der Wikipedia werden Gay und Transgender Themen kontroverser diskutiert, weil sie auch in der Gesellschaft weniger akzeptiert sind.
  •  Irene Ocampo stellte das Projekt RIMA vor (http://www.rimaweb.com.ar/). Es handelt sich dabei um eine Mailingliste, die den Austausch von Informationen zwischen argentinischen und lateinamerikanischen Journalistinnen, Feministinnen, Frauenbewegungen, Forscherinnen, Studentinnen und Aktivistinnen fördern soll.
  •  Anabella Bendetti (UNESCO) sprach unter anderem diese zwei Punkte an: zum einen sollen auch vermehrt Ältere in die Wikipedia miteinbezogen werden, und zum anderen, dass Menschenrechtsorganisationen in der Wikipedia prüfen und editieren sollten.

Veranstaltungssaal des Wikigénero

Etwa 40 Besucher folgten der eintägigen Konferenz. Es gab eine Übersetzerin, die je nach Vortrag von Englisch auf Spanisch bzw. umgekehrt übersetzte.  Leider waren viele  Vorträge für nicht spanisch Sprechende trotzdem nur schwer zu verstehen. Die Themen waren zwar durchaus interessant, jedoch litt das Verständnis der Zuhörenden stark unter mangelnder visueller Unterstützung und teils verzögerten Übersetzungen bzw. Rauschen in den Übersetzungskopfhörern.
Es blieb der Eindruck, dass das Thema Feminismus in der Wikipedia sich auf den unterschiedlichsten Ebenen abspielt, die alle das Überdenken bislang üblicher Prozedere sowie neue Lösungsansätze erfordern. Angefangen von fehlenden Editorinnen, über Chaptermitglieder bis hin zu Inhalten, sind auf den unterschiedlichen Ebenen Verbesserungen erwünscht. Dies zeigt umso mehr, dass es einer kontinuierlichen Anlaufstelle für derlei Diskussionen bedarf. Das WikiWomenCamp scheint dafür in Zukunft gut geeignet, da sich Betroffene selbst engagieren und um Veränderungen bemühen. Ein Tag Konferenz, der mit Vorträgen gefüllt ist, mag zwar als Zusatz und für die Öffentlichkeitsarbeit wichtig sein, sollte jedoch keinesfalls in dieser Form für sich alleine stehen.

Bericht von Nathalie Köpff

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WikiWomenCamp 2012, Buenos Aires (Argentinien)

Es ist der Morgen des 23. Mai 2012. Anja Ebersbach und ich (Nathalie Köpff) betreten wie die Tage zuvor den Frühstücksraum des Hotel BAUEN in Buenos Aires, in dem wir untergebracht sind. Doch etwas ist an diesem Morgen anders: uns schallt ein lautes Lachen entgegen. Und schon entdecken wir dieVerursacher der Lachsalven: es ist der muntereDamentisch in der Ecke. Wir wissen, dort sind wir richtig, steuern in die Richtung und machen die ersten Bekanntschaften mit den Frauen des WikiWomenCamps.

Willkommensposter

WikiWomenCamp? Richtig, ein dreitägiges Camp nur für Frauen der Wikipedia/Wikimedia, in dem sie sich unter ihresgleichen über Themen und Probleme rund um den GenderGap der Wikipedia austauschen können. Initiiert wurde die Frauenkonferenz, die 2012 das erste Mal stattfand, von Laura Hale aus Australien. Als Gastgeberin hat sich dann allerdings Argentinien zur Verfügung gestellt, u.a. wegen der leichter zu bekommenden Visa. Schon aus diesem Aspekt lässt sich herauslesen, dass es sich um eine kunterbunte Truppe vom gesamten Globus handelt, die hier zusammen gekommen ist.

19 (zeitweise 23) Frauen aus elf Ländernund verschiedenen Generationen, sie alle verbindet eine Leidenschaft:  Wikipedia. Nicht alle sind aktive Editorinnen, doch alle sind in irgendeiner Form in die Projekte der Wikimedia involviert. Das machte das Camp zu einem Ort des Austauschs über die unterschiedlichsten Themen, Kulturen und Projekte.
Um die Konferenz nicht unnötig steif zu machen wurde von Anne Goldenberg, die das Camp begleitete, die Form des „Open Space“ gewählt. Das heißt, Themen werden von den Teilnehmerinnen am ersten Tag in Form von Sessions vorgeschlagen. Diese werden dann in eine Art Terminkalender eingetragen.

Agenda des WikiWomenCamps 2012

Die vorschlagende Person „hält“ die Session und die restlichen Teilnehmenden können sich aussuchen, an welchen, teilweise parallel stattfindenden,  Sessions sie sich beteiligen wollen. Wobei auch die Beteiligung beim Open Space durchaus sehr offen ist. Die Session kann jederzeit gewechselt werden, und jede Teilnehmerin entscheidet für sich wann sie was zu welchem Thema beitragen kann.
Protokoll und Ergebnisse der einzelnen Sessions des WikiWomenCamps wurden sowohl auf Papier als auch im Wiki festgehalten.Diese Konferenzform lässt sehr viel Flexibilität zu, läuft aber bei zu lockerer Leitung immer wieder Gefahr die Zielorientierung zu verlieren.

Sessions, die die Frauen durchgeführt hatten, befassten sich u.a. mit Erfahrungen von „Dem Umgang mit Beschimpfungen und Schikane in der Wikipedia“, der Aufgabe auch ältere (Frauen) an die Wikipedia heranzuführen, dem Einfluss der Wikipedia auf die Gesellschaft und allem voran natürlich mit der Frage warum so wenige Frauen in der Wikipedia schreiben bzw. wie man sie motivieren könnte. Insgesamt wurden während der drei Tage 16 Sessions abgehalten.

Es stellte sich heraus, dass Gründe zu suchen, weshalb Frauen sich weniger in der Wikipedia beteiligen als Männer, in unterschiedlichen Ecken zu suchen sind: angefangen von der Sozialisation, über die Software bis hin zu Kommunikation und Atmosphäre in der Wikipedia speziell.

Projektansätze zur Verbesserung wurden ebenfalls diskutiert, so zum Beispiel ein Kursangebot das speziell Frauen ansprechen soll und auf deren Bedürfnisse ausgerichtet ist. Aber auch die Idee eine ältere Generation von Frauen anzusprechen. Die Hürde besteht hier oft in mangelnder technischer Kenntnis oder auch geringem Selbstvertrauen. Eine Idee hier ist „Generationspaare“ zu bilden. Das heißt Studentinnen und Studenten  mit Zugang zu wissenschaftlichen Quellen erarbeiten zusammen mit dem Wissen und der Erfahrung von Älteren neue Artikel. Susana aus Argentinien hat sich bereits solchen Projekten gewidmet.

Eine der 16 abgehaltenen Sessions

Angesprochen wurden auch Probleme der Alphabetisierung bzw. Schwierigkeiten einen Wikipediaartikel zu schreiben, wenn man zwar das nötige Wissen jedoch nicht die dazugehörigen „Writing-Skills“ hat. Auch der Unterschied zwischen oralen und literalen Kulturen ist ein Thema, vor allem auch in Südafrika und Indien. Hier war eine erste Idee, dass die Integration von Multimedia-Elementen wie Video und Audio eine Überwindung dieser Barrieredarstellen könnten.

Eine relativ schnell umsetzbare Hilfe bezüglich des Umgangs mit Beleidigungen und dergleichen, erschien die Idee einer Beschwerdeanlaufstelle. Das heißt, Wikipedianer und Wikipedianerinnen könnten sich an einer zentralen Anlaufstelle beschweren bzw. über ihre Erfahrung berichten, und über eine Art Ticketsystem würden sich dann die dafür verantwortlichen Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner mit den zugetragenen Fällen auseinandersetzen.

Siska von Wikimedia Indonesien sprach des Weiteren  von ihrem in Indonesien initiierten erfolgreichen Projekt, in dem sie Schreib-Wettkämpfe an Universitäten veranstaltet. Die Wirkung ist zwar zunächst nur temporär jedoch steigen die Artikelzahlen und von jeder Gruppe bleiben im Schnitt ein bis zwei treue Wikipedianer und Wikipedianerinnen übrig.

Bei der Suche nach Lösungen wurde aber auch deutlich, dass sich viele Bereiche überschneiden und potentielle Maßnahmeneiner kulturellen Abwägung bedürfen.  Laura Hale fasste die Diskussion mit der sinnvollen Forderung zusammen: „If women have a real, life-worthy, time-lasting motivation to edit, then finding time, confidence and technical skills become secondary (and solvable) issues.”

Interessant war auch zu beobachten, dass sich die besprochenen Themen z.B.  der Punkt, dass Frauen auf Grund der Verantwortung für Familie und Kindern weniger Zeit haben um in der Wikipedia zu arbeiten, sich  auch im „realen“ Camp widerspiegelten. So konnten nicht alle Teilnehmerinnen über die komplette Zeit anwesend sein, weil sie sich daheim um Familie und Kinder kümmern mussten.

Was die generelle Arbeitsatmosphäre des Camps angeht, so führten lediglich laute, aufgeregte Diskussionen bei brisanten Themen, manchmal zu der mütterlichen Ermahnung, man möge sich doch bitte erst ausreden lassen. Auch die schlechte Akustik in den sehr hellhörigen Räumen, erschwerte zeitweise das konzentrierte Arbeiten. Eine teilweise fehlende Visualisierung der Ergebnisse ist mangelndem Material und in einigen Fällen zu wenig Moderation der Gruppe geschuldet. Allerdings wurde im Wiki versucht die Sessions (unter der entsprechenden Session-Seite verlinkt in der Agenda) zu protokollieren.

Teilnehmerinnen beim Twittern

Dass alle Redebeiträge für nicht englischsprechende stets auf Spanisch übersetzt wurden, verlangsamte zwar die Diskussionen, ermöglichte es aber gerade den zwei argentinischen Seniorinnen ihre wertvollen Erfahrungen mit der Gruppe zu teilen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Ansammlung an Frauen mit sehr unterschiedlichen Charakteren, Alter und Kulturen sehr bereichernd war. Es herrschte eine gute und vor allem offene Atmosphäre, in der es sich sehr gut zusammenarbeiten ließ und man viel über die Kulturen anderer Länder und von persönlichen Erfahrungen lernen konnte.

Am Schluss war man sich einig, dass das WikiWomenCamp unbedingt fortgesetzt werden müsse. Als nächstes Gastgeberland hat sich Australienbeworben. Für die Planung des kommenden Camps wurden bereits erste Anforderungen formuliert und festgesetzt, dass dafür die Plattform „Wikichix“ für die Kommunikation wiederbelebt werden soll.  Was die Zielsetzung angeht so steht die Schaffung eines Ortes im Vordergrund, an dem die Möglichkeit für Frauen besteht sich völlig frei und ungezwungen über jegliche Themen äußern zu können, Kontakte zu knüpfen, Projekte zu starten. Zudem wurde betont, dass die Unterstützung von gleichgesinnten Frauen zu lernenvon unschätzbarem Wert ist.

Teilnehmerinnen des WikiWomenCamps 2012

 

Deshalb an dieser Stelle vielen Dank an die Organisatorinnen, die finanzielle Unterstützung vor allem durch Wikimedia Deutschland, Wikimedia Australien und Wikimedia Österreich und natürlich an alle Teilnehmenden. Wir freuen uns beim nächsten Camp wieder mit einem lauten Lachen im Frühstücksraum begrüßt zu werden!

Bericht von: Nathalie Köpff

 

Weitere Informationen, wie z.B. die Zusammenfassungen der Sessions, befinden sich im Metawiki.

Weitere Berichte:

Fotos und einige Videos finden sich auf WikimediaCommons unter „WikiWomenCamp“. Ein Video mit Eindrücken und Interviews wird zeitnah zur Verfügung gestellt.

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