Posts Tagged ‘Freiwilligenförderung’



#schlossopen – kein Twittermärchen

Teilnehmer des Wettbewerbes Wiki loves Monuments sind in das Schloss Caputh bei Potsdam eingeladen

Ein Schloss öffnet sich. Bild von tOrange unter Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz via tOrange.com

Wenn man über ein Schloss schreiben möchte, dann möchte man den Artikel gern mit einem schönen Foto schmücken. Dieser Artikel handelt von einem schönen Schloss, von dem es kaum schöne Fotos bei Wikimedia Commons gibt. Und der Artikel handelt davon, wie sich das ändern könnte.

Vor einigen Tagen startete ich einen Versuch. Ich wollte via Twitter auf ein Schloss-Foto-Shooting aufmerksam machen. Und da es sich um ein Schloss handelt, und da Twitter nur jeweils 140 Zeichen erlaubt, fing ich an unter dem Hashtag “#schlossopen” , ein Twittermärchen in Fortsetzungen zu schreiben. Ich weiß bis heute nicht, woran es lag, aber plötzlich erlaubte der Twitteralgorithmus es 48 Stunden lang nicht, dass irgendeiner meiner Tweets unter ihrem jeweiligen Hashtag gefunden werden konnten. Und alle 10 #schlossopen-Tweets waren in den Untiefen des Twittergeplappers verschollen. Ein ungelöstes Mysterium, wie es sich für wahre Märchen gehört. Also besann ich mich auf eine konventionellere Methode.

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Eine Biene im All

GLAM on Tour machte Station in Bonn

Diese Biene ist auf der Erde. Foto von Vera Buhl  CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

 

Seit dem 28. Mai 2014 befindet sich zumindest eine Biene im All. Wie kommt eine Biene ins Weltall? Alle Wikipedianer, die Mitte Mai in der Bonner Bundeskunsthalle auf GLAM on Tour Station waren, kennen die Antwort. Für die anderen ist dieser Artikel.

Das englische Akronym GLAM steht für Kunsthallen, Bibliotheken, Archive und Museen. GLAM on Tour ist eine Veranstaltungsreihe bei der sich Mitarbeiter eine GLAM-Einrichtung und Freiwillige der Wikimedia-Projekte treffen. Die Bonner Kunsthalle ist die dritte GLAM on Tour Station, die Wikimedia Deutschland unterstützt. Auf Initiative von Raimond und der Bibliothekarin der Kunsthalle, Laura Held, kamen ein Dutzend Wikimedianer und einige Mitarbeiter der Bundeskunsthalle am 17. und 18. Mai zusammen, um Wikipedia-Artikel über Weltraum-Themen zu schreiben. Sie erwartete ein umfangreiches und unterhaltsames Programm. Ziel war es, ausgehend von dem Stichwortverzeichnis des Kataloges zur Ausstellung „Outerspace“, die im Oktober eröffnet, Wikipedia-Artikel zu schreiben, zu aktualisieren oder zu ergänzen. Die Kuratoren der Ausstellung, Stephan Andreae und Claudia Dichter, präsentierten kurzweilig die Konzeption der umfassenden Ausstellung. Hier werden nicht nur Raumfahrtfans auf ihre Kosten kommen. Der Weltraum war und ist seit je her auch Thema in der Kunst. Film und Literatur bedienen sich des Weltraums als eindrucksvolle Kulisse für ihre Geschichten. Die Raumpatrouille Orion ist in Bonn ebenso vertreten wie Jules Verne. Outerspace bietet Antworten auf so krude Fragen wie: Wie besucht man im Weltraum die Toilette oder wie kommt eine Biene ins All?

Wie kommt eine Biene ins All?

Ach so, das wollen Sie ja wissen! Nun denn. Auf dem Dach der Bundeskunsthalle siedeln Bienen. Eine von ihnen, in Kunstharz eingeschlossen, hat der Astronaut Alexander Gerst mit in den Weltraum genommen. Wenn Sie im November die Ausstellung Outerspace der Bundeskunsthalle in Bonn besuchen, dann können Sie die Bundesbiene persönlich in Augenschein nehmen. Und nur dort, denn in der Wikipedia hat die Bundesbiene keinen Eintrag. Einstweilen sind Sie herzlich eingeladen, selbst an den Weltraum-Artikeln  in der Wikipedia weiter zu schreiben. Sollten Sie hierfür noch Unterstützung brauchen, dann besuchen Sie die Seite des Mentorenprogramms in der Wikipedia. Wer Lust bekommen hat, ebenfalls eine GLAM on Tour Station mitzumachen, hat schon bald in Braunschweig Gelegenheit. Hier findet ein Schreibwettbewerb zum Thema „Erster Weltkrieg“ statt. Start ist der 28. Juni 2014.

Weitere Blogbeiträge zur Veranstaltung GLAM on Tour Station in Bonn:
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Freiwillige berichten vom Fotoflug im Sauerland

Blick auf das Kloster Grafschaft
(Schmallenberg, Sauerland)
Foto: Teta, CC-BY-SA 3.0* (via Wikimedia Commons)

 

Ein Gastbeitrag von Falkmart

Auf Initiative des Wikiprojekts Sauerland wurde am 6. Juli über dem östlichen Sauerland ein erster Fotoflug durchgeführt. Die Region erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen. Beim ersten Flug wurden unter anderem Berge, Seen, Gebäude und Orte im östlichen Sauerland, insbesondere im Hochsauerlandkreis und Hessischen Upland, abgelichtet. Finanziert wurde der Flug aus dem Community Budget von Wikimedia Deutschland.
Innerhalb von drei Stunden folg die gecharterte Donier Do27 rund 600 Kilometer. An Bord befanden sich neben dem Piloten, ein Navigator und zwei Fotografen. 1350 Fotos wurden danach bei Commons hochgeladen. Abschließend gelang es den Projektmitarbeitern die  enstandenen Bilder innerhalb von fünf Wochen zu lokalisieren, die Fotos zu beschriften und zu kategorisieren. Bis zum 20. August wurden außerdem 268 Fotos in deutschsprachige Artikel der Wikipedia eingefügt. In den nächsten Jahren sollen drei weitere Flüge durchgeführt werden, um die Region vollständig abzudecken, wobei natürlich auch wieder Objekte aufgenommen werden, die knapp außerhalb der Region liegen.

* CC-BY-SA 3.0: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

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Freiwiligenförderung wird Team Communitys

Bild: gemeinfrei

Ein Bereich des Büros von Wikimedia Deutschland e.V. benennt sich um: von “Freiwilligenförderung” auf “Team Communitys”.

Warum Communitys, nicht Communities?

Das schreibt anscheinend der Duden so vor: Eingedeutschtes würde nicht mehr der Rechtschreibregel des Englischen folgen, meint er.

Warum Communitys, nicht Freiwilligenförderung?

Bei “Freiwilligenförderung” könnte die Aktiv-Passiv-Verteilung zu Missverständnissen führen: “Wir fördern Euch, Ihr werdet von uns gefördert…”. Das trifft einfach die Realität der Wikimedia-Projekte nicht, wo Freiwilligkeit die Standardeinstellung ist (nicht die extra zu benennende, bemerkenswerte Ausnahme) und wo die Beteiligten nicht vorrangig förderungsbedürftig, sondern vorrangig aktiv und kompetent sind. Immerhin sind das ja die Leute, die tausendfach hochwertige qualitative Inhalte geschaffen haben, und außerdem noch eine Organisationsstruktur, die ihresgleichen sucht (im Positiven; das Negative gibt es wohl auch anderswo…)

Jedenfalls möchten wir den Kontakt als einen der Zusammenarbeit sehen, nicht als ein asymmetrisches Fördern/Gefördert-Werden. Vermutlich war der Begriff “Freiwilligenförderung” ohnehin nie in diesem Sinne gemeint; da er aber derlei unangenehme Assoziationen wecken kann wählen wir lieber einen anderen.

Vorschläge für Die Optimale Bezeichnung werden noch entgegengenommen; einstweilen würden wir uns mit “Team Communitys” behelfen.

Warum Communitys, nicht Community?

Wäre wohl beides denkbar, wenn man alle Beteiligten an den Wikimedia-Projekten als eine gemeinsame, zusammengehörige Community sieht, die gleichzeitig intern vielfältig untergliedert ist: nach Projekten, nach Tätigkeitsarten, nach Funktion, nach Persönlichkeitstypus, nach Ansicht und Einstellung. Welche Rolle der Verein und die Angestellten in diesem gemeinsamen Ganzen spielen kann und soll ist für mich eine besonders spannende Frage. Da wir uns vorgenommen haben, uns speziell mit dieser Frage und ihren vielen Facetten nächsten Jahr besonders zu widmen, hoffen wir auf viele interessante Gespräche dazu!

Tut der Bereich jetzt etwas anderes?

Auf jeden Fall laufen die bisher bestehenden Funktionen wie Kostenerstattungen und Organisationshilfe bei Treffen weiter. Was sich darüber hinaus entwickelt, ist Gegenstand der schon oben erwähnten Frage, zu der wir auf einen regen Austausch hoffen. :-)

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Nicole Lieger – Neu bei Wikimedia Deutschland

Nicole Lieger; (Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0)

Ich freue mich, mit 1. Oktober 2012 meinen ersten Arbeitstag im Büro von Wikimedia Deutschland feiern zu können: als Leiterin des Bereichs Freiwilligenförderung.

Einen großen Teil meines bisherigen Lebens habe ich mit Engagement in sozialen Bewegungen und Arbeit in damit assoziierten Organisationen verbracht. Von meiner Sozialisierung bei Amnesty International (in lokalen Gruppen, Vorstand, EU Büro und internationalem Mandatskomitee) über das Management eines Masters in Peace Studies bis zur Leitung eines menschenrechtlichen Forschungsinstituts in Wien habe ich verschiedene Blickwinkel kennengelernt. Mein Schwerpunkt der letzten Jahre lag auf dem Erkunden potenzieller neuer Strategien für politische und soziale Bewegungen, insbesondere solche, die Ziele und Mittel in Einklang zu bringen suchen, die visionsfokussiert sind und die sich darauf konzentrieren, das (zumindest im Kleinen) selbst zu erschaffen, was sie auch in einer zukünftigen Gesellschaft gerne sehen wollen. Wikipedia und die Bewegung für Freies Wissen im allgemeinen sind in diesem Kontext natürlich hochspannend. Auch wenn ich als Autorin bisher nur relativ wenig editiert habe, hoffe ich doch, mit einem transdiziplinären Hintergrund in Geistes- und Sozialwissenschaften und einem gutem Maß persönlicher Leidenschaft einen konstruktiven Beitrag zum Gesamtuniversum von Wikipedia, Wikimedia und der Bewegung für Freies Wissen leisten zu können.

Ich freue mich über Kontakte aus verschiedensten Ecken dieses Universums! Ihr könnt mich unter   nicole.lieger@wikimedia.de oder auf meiner Diskussionsseite erreichen – gerne dort auch einen Gesprächstermin ausmachen!

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re:publica-Nachlese: Frauen in die Wikipedia!

Wikimedia Deutschland war dabei: auf der re:publica 2012, der größten Konferenz Deutschlands über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Drei Tage lang haben wir in vielen Sessions über Wikimedia Deutschland und Wikipedia informiert und obendrein über Freies Wissen diskutiert.

„Frauen in die Wikipedia!“ lautete unser Aufruf am ersten Nachmittag der Web-Konferenz. Katrin Rönicke, aktiv bei der feministischen Initiative „Frau Lila“, moderierte die Diskussionsrunde. Warum so wenige Autorinnen in Wikipedia mitschreiben und welche Strukturen innerhalb und außerhalb der Wikipedia den geringen weiblichen Anteil der Autorinnenschaft beeinflussen, gehörten zu den Kernfragen. Hierüber debattierten Anja Ebersbach und Dirk Franke, die sich beide ehrenamtlich im Präsidium von Wikimedia Deutschland engagieren. Die Wikipedianierin Stefanie Senger berichtete von ihren bisherigen positiven und negativen Erfahrungen in der Wikipedia. Mit Andreas Kemper ergänzte der kritische Blick des Mitbegründers des Portals Diskriminierung in der Wikipedia die Diskussion. Die Journalistin Susanne Patzelt und Autorin des Artikels „Nichts wie rein in die Welt des Wissens“ komplettierte die Runde.

Die Diskussion bezog sich vor allem auf zwei Aspekte: Es sollen so viele Menschen wie möglich am Wissen der Welt mitwirken, damit vielfältige Perspektiven und Themen abgebildet werden. Der Gender Gap der Wikipedia widerspricht dieser Idee derzeit, denn nur rund 10 Prozent der AutorInnenschaft sind Frauen. Einfache Lösungen gibt es zwar nicht, doch, so die einvernehmliche Meinung in der Diskussionsrunde, ist eine Auseinandersetzung mit dem Gender Gap in der Community der Wikipedia unerlässlich. Auch die verstärkte Ansprache von Frauen, die Lust haben in Wikipedia mitzuschreiben, sollte in Angriff genommen werden, damit die größte Enzyklopädie der Welt um weiteres Wissen bereichert wird.

Hier könnt Ihr nun selbst die Diskussion verfolgen. Viel Spaß bei der 50-minütigen Videodokumentation!

Frauen in der Wikipedia from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

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WissensWert – Berichte aus den Projekten IV

Vor drei Wochen haben wir die zweite Runde unseres Ideenwettbewerbes WissensWert gestartet. Noch bis zum 17. November habt ihr Zeit, eure Anträge für die Förderung einzureichen und bis zu 5.000 Euro Unterstützung zu erhalten. Als Anregung für neue Bewerber eignen sich auch die Projekte, die im letzten Jahr zu den Gewinnern zählten. Wir berichten regelmäßig über deren Fortschritt, hier kommt nun der vierte Teil.

Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung und unterstützen bei der Bekanntmachung der Projekte und Ergebnisse. Diese Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen. Tabitha hat das Studio fertig eingerichtet und in Betrieb genommen. Das Tonstudio ist übrigens mobil und kann für die Erstellung freier Inhalte ausgeliehen werden. Tabitha freut sich über Anfragen und Kontakt, egal ob ihr das Studio in Köln oder die mobile Version bei euch vor Ort benutzen möchtet.

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt Libre Projects befindet sich bereits in der Umsetzung. Ein Blick auf die hübsche Webseite lohnt sich, mittlerweile listet sie 143 freie Webdienste und Alternativen auf. Geordnet sind sie nach den Kategorien Social, Tools, News, Travel, Games, Multimedia, Knowledge, Text, Audio, Video, Graphics, Publishing, Development, Science und Organization.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Marc schreibt:

Die Bilder stehen jetzt drei Monate bereit. In der Community wird die gute Auflösung und Lagegenauigkeit der Bilder geschätzt. Inzwischen sind 100.000 Änderungen in der OpenStreetMap-Datenbank gemacht worden. Drei OSM-Stammtische haben sich gemeldet und werden einen eigenen Bildserver für die lokale Community betreiben. Daneben laufen erste Tests für einen Luftbild-Proxy, der ein leichtere Nutzung der Bilder erlauben würde.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen, der Film wurde veröffentlicht. Mehr dazu im Blogpost: WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons.

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status:Das Projekt soll nun in Kooperation und durch weitere Förderung von der Universität Paderborn umgesetzt werden, das Fördergeld wird dann zur Anstellung eines Werkstudenten eingesetzt.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status: Das Projektteam hat Prototypen für die Präsentation der Videos entwickelt und bereitet weiterhin die technische Umsetzung vor.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status:Angekommen! Nach fast einem halben Jahr ist er nun aus Japan eingetroffen, der handgefertigte Laserplattenspieler für das Schweizer Public-Domain-Projekt. Das PD-Projekt ist eins der letzten Projekte des WissensWert 2010, das die Arbeit aufnimmt und startet auch gleich durch: Der Plattenspieler wurde nicht nur auf das liebesvollste entpackt, wie man im „Unpacking Video“ sehen kann, sondern auch gleich genutzt – die Stücke, die man im „Soundtrack“ hört, sind die ersten Digitalisate des Projekts. Ihnen wird in der kommenden Zeit noch viel weiteres Material auf die Commons folgen und somit natürlich von großem Nutzen für Wikipedia und Co sein.

Unpacking video from pdproject on Vimeo.

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status:Das Projekte befindet sich noch nicht in der Umsetzung.

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WikiConvention 2011: Ein Ein- und Rückblick

Wir freuen uns ganz besonders, als Hauptsponsor und durch logistische Unterstützung zum guten Gelingen der WikiCon beigetragen zu haben. Aus unserer Sicht war die Veranstaltung sowohl für die Community als auch für den Verein und uns Mitarbeiter ein toller Erfolg und ein unvergessliches Erlebnis; wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr! Rob Irgendwer hat im Namen des WikiCon-Teams einen ausführlichen Bericht geschrieben:

Vom 9. bis 11. September 2011 trafen sich bei der WikiConvention im Nürnberger Bildungszentrum über 180 Bewohner des WikiVersums und solche, die es werden wollen. In über 80 Einzelveranstaltungen konnte zugehört, diskutiert und gemeinsam gearbeitet werden.

Am Anfang…

…war der Spirit von Skillshare 2010 in Lüneburg. Auf einem ebenfalls im Bildungszentrum in Nürnberg stattfindenden Fotoworkshop im September 2010 kam die Idee auf, dass diese Örtlichkeit wie geschaffen sei, um die Fackel eines deutschsprachigen Treffens des WikiVersums weiterzutragen. Die lokalen Wikipedianer Gnu1742, Günter Fremuth, 34er und Rob Irgendwer knüpften erste Kontakte zu Abena und den Organisatoren von Skillshare und stellten ihre Idee vor. Der Hinweis, für finanzielle Unterstützung bei Wikimedia Deutschland anzuklingeln, wurde dankend angenommen. Am 9. Dezember 2010 ging die erste Mail an Pavel, der Zusage von WMDE folgten Anfragen an Wikimedia Österreich und zu den Kollegen in der Schweiz.

Anfang 2011 trafen sich die Nürnberger „Locals“ das erste Mal mit Peter Lokk und Nicole Ebber, um gemeinsam den Startschuss für DAS Event der deutschsprachigen Community zu geben. Danach folgten viele Mails und Edits und Telefonate und weitere Planungstreffen, der Name WikiConvention wurde gefunden und man einigte sich – nicht ganz ohne Augenzwinkern – auf den Slogan „Wissen fängt mit W an“.

Der Countdown

Nach der offiziellen Ankündigung der Veranstaltung im Juni 2011 und der Freischaltung der Anmeldung im Juli war die „100er-Marke“ der Teilnehmer im August bereits geknackt.

Die Veranstaltungsinhalte sollten klar aus der Community für die Community kommen. Und mit „Community“ war die Gemeinschaft des gesamten deutschsprachigen WikiVersum angesprochen: Auch die Schwesterprojekte und Open Street Map sollten sich von dieser Veranstaltung angesprochen fühlen.

Diverse Absprachen, Bestellungen und Buchungen hinsichtlich Veranstaltungsort, Catering, Unterkunft, Logisitik, Budget, Pressearbeit und und und könnten ganze Bände füllen. Hilfreich zur Seite standen hier Nicole Ebber von WMDE sowie Peter Lokk von der Journalistenakademie. Letzterer vor allem auch mit entsprechenden Kontakten zum Bildungszentrum und durch diverse andere Veranstaltungen auch zu Unterkünften. Für das Catering und eine in dieser Form erstmalig angebotenen Kinderbetreuung konnte Conny Birkenstock gewonnen werden. Im Vorfeld der Veranstaltung kamen außerdem Johannes Rohr und Simon Wieland von WMDE mit an Bord.

Letzte Feinschliffe an Programm und Ablauf unter tatkräftiger Unterstützung von Henriette Fiebig konnten bis Donnerstagabend noch mit den bereits angereisten Helfern gemeistert werden. Und dann hieß es:

Doors open – Freitag, 9. September 2011

Pinnwand, by Stepro, CC-BY-SA 3.0


Zahlreich und nicht nur wegen des strahlendem Sonnenscheins gut gelaunte „Wikifanten“ strömten ins Bildungszentrum, wo es nach der Eröffnungsveranstaltung direkt in ersten Vorträge ging: „Plagiatsjäger werden in 60 Minuten“ von WiseWoman und „Chiara Ohoven und die Mär vom arbeitenden deutschen Mann“ von Dirk Frankewurden nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch der Presse beäugt.

Für das Abendprogramm wurde mit Kevin Dardis ein original irischer Pub-Quizmaster engagiert, der die so oft zitierte „Weisheit der Vielen“ in der (Offline!)-Praxis prüfte.

Samstag, 10. September 2011

Diddl-Lounge, by Rainer Knäpper, GFDL 1.2


Während sich ein Teil mit dem Stadtheimatpfleger der Nachbarstadt Fürth auf eine Exkursion in Sachen „Wiki Loves Monuments“ begab, hatten die Teilnehmer im Bildungszentrum die Qual der Wahl:
„Dead or Alive: Ethische Betrachtungen zu WP:BIO“ mit Debora Weber-Wulff, „Ambassadors, Charta, Gender, Strategy plan“ mit Ting Chen & Jan Eissfeldt, „WP:KALP – Funktionsweise, Funktionen und kritische Betrachtung einer zentralen Wikipedia-Institution“ mit Benutzer:Toter Alter Mann, „Wikipedia:Bibliographisch-archivalische Datenbank“ mit Olaf Simons, „Voraussetzungen der Mehrsprachigkeit“ mit Purodha Blissenbach sowie „Ist die Wikipedia eine Enzyklopädie? Geschichte und Gegenwart der Riesennachschlagewerke“ mit Ziko van Dijk bildeten bereits zu Beginn einiges an Gesprächsstoff.

Zwischen den einzelnen Beiträgen war in der „Diddl-Club“ genannten Lounge mit Balkon auch die Möglichkeit, sich zu unterhalten und entspannt alte Freunde und Bekannte zu treffen.

Nach dem Mittagessen wurden in den einzelnen nach Enzyklopädisten benannten Räumen weitere Sessions zu aktuellen Themen und Dauerbrennern gehalten: „Benutzername = Klarname?“, ob Frauen die besseren Enzyklopädisten (oder Enzyklopädistinnen?) sind, wie Wikipedia auf Nicht-Wikipedianer wirkt und vieles mehr.

Die Podiumsdiskussion am Abend mit dem Thema „Zehn Jahre Wikipedia: Freies Wissen für alle“ hatte mit Ting Chen, Magnus Gertkemper, Prof. Dr. Klaus Meier, Pavel Richter, Klaus Schrage, Jörg Wittkewitz sowie dem Moderator Peter Lokk durchaus einiges zu bieten, war aber im Vergleich zu der am Sonntag abgehalten Diskussion zu den Bilderfiltern noch moderat.

Der Abendausklang bei herrlichem Spätsommerwetter und das Late-Night-Special „Sexipedia Reloaded! Flirten in der Internetenzyklopädie: Geht das? Verspricht das Erfolg?“ mit Henriette und Cornelius ließ so manchen erst spät den Weg in die Unterkunft finden.

Sonntag, 11. September 2011

WikiCon-Podiumsdiskussion, by Ziko van Dijk, CC-BY-SA


So manchen Teilnehmer war nach einer kurzen Nacht der Weg in den Diddl-Club das Gebot der (frühen) Stunde: Dort wartete bereits frischer Kaffee.

Die Panels der WikiCon standen ganz im Zeichen der Zeit: Administratorenworkshops, Wikipedia im Bildungswesen, Regionalwikis und „WikiTV“ boten spannende Einblicke in die „ordentliche“ und „ausserordentliche“ Wiki-Welt. Einige Beiträge konnten dank Manuel Schneider auch auf Video mitgeschnitten werden und sind bereits online. Eine Schaltung zum ORF inklusive.

Besonderes Interesse fand dabei das Diskussionspanel zum geplanten Bilderfilter. Auch hier war mit Ting Chen von der Foundation hoher Besuch mit von der Partie.

Die Abschlussveranstaltung zeigte durch die eine oder andere weite Heimreise bereits erste Lücken, war aber gut besucht.

Dank der vielen helfenden Hände konnte der Abbau und das Aufräumen in gefühlter Rekordzeit über die Bühne gebracht werden. Die Fahnen wurden eingerollt und das Licht ausknipst.

Dokumentation

Während der Veranstaltung wurde viel getwittert, Fotos und Videos wurden geschossen und es erfolgte eine umfassende Presseberichterstattung.

Rück- und Ausblick

Insgesamt waren es äusserst spannende, anstrengende und dennoch entspannte Tage in Nürnberg. Die Teilnehmer fühlten sich offensichtlich wohl und es fiel sogar das Wort „KuschelCon„, was die lokalen Organisatoren natürlich gerne hörten.

Nach Skillshare in Lüneburg und der WikiConvention in Nürnberg lässt sich durchaus das Fazit ziehen, dass die Gemeinschaft der Wikipedianer und der Wikifanten der Schwesterprojekte eine regelmäßige Veranstaltung zum Austausch zu aktuellen Themen und zum Kennenlernen der Nutzer hinter den Nicknames ausserordentlich gerne sehen.

Tatsächlich gaben zwölf Wikipedianer im Feedbackbogen an, sich eine derartige Veranstaltung in ihrer Heimatstadt und organisiert durch sie selbst vorstellen zu können.

Die finanzielle und logistische Unterstützung durch WMDE ist hierbei durchaus von Vorteil. Nicht wenige bemerkten jedoch, dass für solche Veranstaltungen ein „Von der Community für die Community“ klar bevorzugt wird.

Das Ziel der Locals war es, der Wiki-Gemeinschaft ein Treffen zu ermöglichen und gleichzeitig den Staffelstab weiterzugeben, damit sich daraus ein jährliches Treffen etabliert. Das erste Ziel wurde – so das überwältigende Feedback – auf jeden Fall erreicht. Beim zweiten Ziel ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Großer Dank gilt Wikimedia Deutschland für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit, Peter Lokk für seine Hilfe und Geduld, dem Bildungszentrum Nürnberg für die unkomplizierte und freundliche Art sowie Wikimedia Österreich und Schweiz. Ganz besonders danken wir allen Helfern, Ideengebern, Referenten und Teilnehmern – egal, wie groß oder klein der Beitrag war. Denn wie für die Wikipedia und deren Schwesterprojekte gilt auch für eine Veranstaltung wie der WikiConvention: Es sind die vielen Menschen hinter den Benutzernamen, die das Ganze zum Leben erwecken.

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WikiCon 2011: Jetzt noch anmelden!

Mehr als 150 Wikipedianer und Freunde des Freien Wissens haben sich schon für die WikiConvention in Nürnberg angemeldet. Da derzeit noch jeden Tag zahlreiche Anmeldungen eintrudeln und es bei den Übernachtungsmöglichkeiten noch freie Kapazitäten gibt, wurde die Anmeldefrist bis zum 20. August verlängert.

Gleichzeitig wird im Hintergrund fleißig an dem Programm und der Rahmengestaltung gebastelt. Die Liste der Themen wird dabei immer länger: Von „Was ist ein Wiki-Autor?“ bis „Admin werden ist nicht schwer, Admin sein dagegen sehr“ ist für alle Leser und Nutzer der Wikipedia etwas dabei, egal ob Neuling oder alter Hase. Aber auch andere Projekte, wie Wiktionary oder Wikiversity sind auf der WikiCon vertreten und stellen sich vor. Ein Workshop zur „Wirkung von Wikipedia auf nicht Wikipedianer“ und ein Beitrag unter dem Titel „Sexipedia – Reloaded“ runden das Programm ab. Das vorläufige Programm (insgesamt derzeit ca. 30 Beiträge) könnt ihr euch hier anschauen.

Für alle Fotobegeisterten findet außerdem eine lokale Aktion im Rahmen des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments statt: Bei einem Ausflug in die Nachbarstadt Fürth werden möglichst viele Bilder unter freier Lizenz entstehen, um die Artikel der Wikipedia zu bereichern und weiter mit Farbe zu füllen.

Also lasst euch dieses Wochenende (09. – 11. September) nicht entgehen und meldet euch jetzt an (hier geht’s direkt zur Registrierung)!

PS: Gezwitschert wird mit dem Hashtag #wikicon. Folgt auch dem offiziellen Twitter Account wikicon11!

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Umfrage 2011: Wikipedia-Autoren – Wie zufrieden sind sie?

Lang vorbereitet – jetzt ist es soweit: Die Wikipedia-Autorenumfrage 2011 steht unmittelbar bevor.

Anfang Juli startet Wikimedia Deutschland mit Unterstützung der Wikimedia Foundation eine umfangreiche und detaillierte Untersuchung zum Thema der Zufriedenheit von Wikipedia-Autoren. Die durch Manuel Merz realisierte Umfrage setzt eine Vorstudie aus dem Jahr 2009 fort, aus der auf der Wikipedia Academy 2010 bereits überraschende Ergebnisse präsentiert werden konnten (siehe „Wer editiert warum in Wikipedia?“) .

Das Ziel dieser neuen Studie ist es, mehr über die Motivation und die Rollen der Autoren in der Wikipedia zu erfahren. Die zentrale Frage lautet daher: Was motiviert die Autoren der freien Online-Enzyklopädie eigentlich, sich in der Wikipedia zu engagieren und – angesichts momentaner Trends- was hält sie davon ab? Die verschiedenen Autoren-Gruppen mit ihren teils ähnlichen Aufgaben und Rollen werden dabei separat und genau betrachtet, denn nur ein differenziertes Bild der Autorenschaft ermöglicht ihre optimale Unterstützung. Eine wichtige Qualität dieser Umfrage ist dazu der internationale Vergleich: Um diesen zu ermöglichen, findet die Befragung parallel in der deutschsprachigen und in der englischsprachigen Wikipedia statt.

Für Wikimedia Deutschland ist diese Umfrage für die kommende Arbeit insbesondere im Bereich Qualitäts- und Freiwilligenförderung von großer Bedeutung.  Aber auch die Wikipedia-Community selbst kann sich auf spannende und diskussionswürdige Resultate freuen. Erste Zwischenergebnisse der Umfrage werden auf der Wikimania in Haifa vorgestellt, eine ausführliche Zusammenfassung der spannendsten Erkenntnisse steht auf der Wikipedia Academy im Herbst zu erwarten.

„[http://www.purl.org/merz/20101119 Wer editiert warum in Wikipedia?]“
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