Posts Tagged ‘Freies Wissen’



Zwischen Steinmännchen und Wikipedia – Der 11. Wikimedia-Salon zum Thema „K=Kollaboration“

Bei der 11. Veranstaltung aus der Reihe Das ABC des Freien Wissens, die am 08. Oktober in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin stattfand, ging es um den Begriff der Kollaboration und darum, welche Art der Zusammenarbeit in der vernetzten Welt gebraucht wird, um Allgemeingüter zu schaffen. In der Diskussion zeigte sich, dass der Begriff der Kollaboration an sich umstritten ist, und verschieden interpretiert werden kann. Zu Gast: Der Migrationsforscher, Autor und Journalist Dr. Mark Terkessidis, die freie Wissenschaftlerin Dr. Phil. Friederike Habermann sowie Christoph Kappes, Berater und Netztheoretiker. Der Publizist und Soziologe Dr. Volker Grassmuck hat einen Video-Einspieler zur Diskussion produziert.

Der inzwischen elfte Wikimedia-Salon aus der Reihe „Das ABC des Freien Wissens“ stand dieses Mal unter dem Buchstaben K. Was lag da näher, als eines der Grundprinzipien der Wikimedia-Projekte zum Thema zu machen: Kollaboration. Dabei ging es um die Frage, welches Potenzial kollaborative Prozesse für die Wissensproduktion im Netz haben und wie diese ausgestaltet sein müssen, um die Entstehung von Allgemeingütern und Freiem Wissen zu begünstigen. Zunächst einmal stellte sich jedoch heraus, dass der Begriff der Kollaboration an sich durchaus unterschiedlich definiert und bewertet wird.

Beim elften Wikimedia-Salon diskutierten: Dr. Mark Tekessidis, Dr. Friederike Habermann & Christoph Kappes (v.l.n.r.), Bild von Christopher Schwarzkopf, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Kollaboration ≠ Kollaboration

Wie Mark Tekessidis in seinem einführenden Vortrag verdeutlichte, weist der Begriff der Kollaboration eine gewisse Ambivalenz auf. Während er nämlich in Kontinentaleuropa aufgrund seiner Assoziation mit den Menschen die zur Zeit des Nationalsozialismus mit den deutschen Besatzern zusammenarbeiteten, historisch bedingt eine pejorative Bedeutung aufweise, sei der englische Begriff collaboration, der in den letzten Jahren eine immer stärkere Verwendung auch hierzulande findet, eher neutral konnotiert und beziehe sich auf die Form der Zusammenarbeit verschiedener Akteure.

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Free Knowledge Game Jam

In 24 Stunden zu einem Computerspiel, wir wollen es wissen!

Kann man binnen zwei Tagen ein Computerspiel erschaffen? Ja klar! Und nicht Irgendeines.

Wikimedia Deutschland veranstaltet in Partnerschaft mit dem Computerspielemuseum Berlin einen Game Jam zum Thema Freies Wissen.

Am 24. und 25. Oktober möchten wir in Berlin gemeinsam mit allen, die sich mit Computer- und Videospielen beschäftigen, interaktive Spiel-Kunst zu Freiem Wissen unter freier Lizenz entwickeln.

Ein Game Jam ist eine Jam-Session der besonderen Art: Bei uns treffen werden sich keine Musikerinnen und Musiker, sondern Computerspieleentwickler und -entwicklerinnen. Aufgerufen sind zum Beispiel Artists, Coder und Designer von Computerspielen.

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Einladung: Das ABC des Freien Wissens „K=Kollaboration. Ohne Zusammenarbeit keine Commons?“

Am Donnerstag, den 08. Oktober, 19 Uhr, findet die nächste Ausgabe des Wikimedia-Salons “Das ABC des Freien Wissens” statt, diesmal in Kooperation mit der Berliner Gazette-Konferenz UN|COMMONS. An diesem Abend soll diskutiert werden, was Kollaboration als Prinzip bedeutet. Welches Potenzial entfalten kollaborative Strukturen in der vernetzten Gesellschaft, und welche Art von Kollaboration ist wichtig, um Gemeingüter und Freies Wissen zu fördern?


 

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:

Schöne (neue) Zusammenarbeit? Foto: Aythami Melián Perdomo, [CC BY-SA 2.5]

„K=Kollaboration. Ohne Zusammenarbeit keine Commons?“

Donnerstag, 08. Oktober, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Impulsreferat:
Dr. Mark Terkessidis, Migrationsforscher, Autor und Journalist

Weitere Gäste:
Dr. Phil. Friederike Habermann, Autorin und freie Wissenschaftlerin
Christoph Kappes, Berater und Netztheoretiker

Moderation: Sabrina Apitz, berlinergazette.de

Video-Einspieler: Prof. Dr. Volker Grassmuck, Publizist und Soziologe

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GLAM on Tour im Schloß Caputh – Stiftung Preußische Schlösser und Gärten lädt Wikipedia-Aktive ein

Ein Gastbeitrag von Ralf Roletschek, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor

Detail aus dem Deckengemälde im Vorgemach des Kurfürsten im Schloss Caputh. Samuel Theodor Gericke, Public domain

Am Wochenende vom 4.-6. September zeigte sich der Herbst in Caputh bei Potsdam schon von seiner ungemütlichen Seite. Gut, daß die 12 Wikipedianerinnen, Wikipedianer und Commons-Fotografen, die von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten eingeladen wurden, in einem echten Schloß Zuflucht fanden. Die mittlerweile 8. GLAM on Tour Station hat Wikimedia Deutschland diesmal gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin Brandenburg und mit mir als Wikipedia-Koordinator durchführt.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin Brandenburg (SPSG) ist Eigentümerin des Schlosses Caputh. Es gehört zu den mehr als 20 Schlössern, die von der SPSG verwaltet und gepflegt werden. Vor 17 Jahren wurde das Barockschloß am Schwielowsee aufwendig saniert und lockt nun wieder Hunderte Besucher an.

12 Fotografierende, 700 Fotos, 7500 Fayencefliesen

Farbkalibrierung im Fliesensaal. Foto: Ralf Roletschek [GFDL 1.2 (http://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html)]

Es lohnt sich, selbst nach Caputh zu kommen, nicht nur, aber auch, weil es bisher wenige Fotografien von und aus dem Inneren des Schlosses gab. Aufgrund des so genannten Sanssouci- Urteils benötigt jeder, der über den privaten Gebrauch hinaus Bilder von den Schlössern der Stiftung machen möchte, eine kostenpflichtige Genehmigung von der Stiftung. Nach dem windigen Wochenende ändert sich das nun, siehe Dokumentationsseite mit den fast 700 Fotos, die während der GLAM on Tour Station entstanden und bereits hochgeladen wurden. Die Bilder können auch am Fotowettbewerb Wiki loves monuments teilnehmen.

Nach einer ausführlichen  Führung durch das Schloß konnten wir uns in einem Arbeitsraum aufhalten, wo einige sich bereits an Recherchen für die Artikelarbeit machten. Hier konnten wir auch das entsprechende Fotoequipment auspacken, und legten los. Besonders schön war, daß nach anfänglichen Berührungsängsten die anderen Besucher des Schlosses und auch das Personal sich sehr interessiert zeigten und sogar hier und da assistierten. So wurden etwa die Fenster von außen abgedunkelt, um störendes Licht zu minimieren.

Eine fotografische Herausforderung war der historische Fliesensaal mit 7500 einzelnen Motivfliesen, zu dem nun auch ein Wikipedia-Artikel und eine Commons-Kategorie entstand. Einige der entstandenen Bilder wurden auf Commons bereits als ausgezeichnet bewertet. Auch die Stiftung selbst hat sich in Vorbereitung auf die Veranstaltung einen Wikipedia-Account angelegt und kann nun sachkundig auf Fragen auf den Diskussionsseiten eingehen oder Anregungen geben.

Vieles geschafft, 19 Schlößer to go

In Aktion für Comons im Schloss Caputh. Foto: WikiAnika [CC BY 3.0]

Erstmals wurden nun Ehrenamtliche der Wikimedia-Projekte für ein Pilotprojekt eingeladen und bekamen die Gelegenheit, sich frei im Schloß zu bewegen und Gemälde, Vasen, Büsten etc. zu fotografieren. Die besondere Veranstaltung mit Prämierencharakter war nicht nur für das Schloßpersonal und die Mitarbeitenden der Stiftung interessant, sondern auch den Potsdamer Neuesten Nachrichten einen Artikel wert.

In den gut 5 Stunden haben wir, aufgeteilt in Gruppen, viel geschafft zu fotografieren, aber natürlich nicht alles. Außerdem warten noch 19 weitere Schlösser darauf, für die Wikimedia-Projekte erkundet zu werden. Auf der Grundlage dieser ersten, für beide Seiten spannenden Aktion hoffen wir nun natürlich auf weitere gemeinsame Aktivitäten. Nach diesem Wochenende sind wir auf jeden Fall optimistisch!

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How open is it? Der 10. Wikimedia-Salon „J=Journals“ drehte sich um die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens

Am 03. September fand die 10. Ausgabe der Salon-Reihe Das ABC des Freien Wissens statt, diesmal zum Thema Open Access. Lambert Heller, Leiter des Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek Hannover, Christina Riesenweber, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt OJS-de.net, Freie Universität Berlin und Frédéric Dubois, Chefredakteur Internet Policy Review, Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, diskutierten, welche Publikationsmodelle für Forschende und Verlage interessant sind und welches Modell den Titel „open“ wirklich verdient. Christian Rickerts betonte bei seiner Begrüßung die Bedeutung von Open Access im Hinblick auf die Sensibilisierung von Wissenschaftsinstitutionen für die digitale Öffnung im Sinne des Freien Wissens. Eine Aufgabe, der sich Wikimedia Deutschland verschrieben hat.

Zwei Herzen wohnen in der Brust der Publizierenden

Zu Beginn des Abends führte Marc Wenskat eine besondere Form des Publizierens vor: Der Gewinner des Science Slam 2015 brachte dem Publikum seine Sicht auf die Welt durch die Brille eines Teilchenphysikers nah. Ob in seiner Brust dabei auch zwei Herzen schlugen, wie Lambert Heller es bei seinem Impulsreferat bezogen auf die Forschenden von heute meinte?

„Wie viele hier im Raum haben ein Profil bei ResearchGate?“ Viele Hände gehen hoch; das Publikum ist im Thema. Warum nutzen Forschende diese Plattform und laden mitunter ihre Publikationen hoch, auch wenn sie Autorenverträgen oder Publikationsrechte an Verlage übertragen haben? Ist die Benutzerfreundlichkeit und die schiere Übersteigung einer kritischen User-Masse tatsächlich so attraktiv, dass urheberrechtliche Bedenken über Bord geworfen werden? Wenn dem so ist, müssten dann Angebote sozialer Netzwerke adaptiert und bei der Entwicklung offener Repositorien mitgedacht werden?

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Harmonisierung im Wilden Westen – Ein Gastbeitrag von Dimitar Dimitrov

Die Veranstaltung der Reihe Das ABC des Freien Wissens am 8. Mai 2015 drehte sich um den Verhandlungsprozess für ein neues Urheberrecht auf europäischer Ebene (siehe Video).

Aktuell ist das Thema Panoramafreiheit nicht nur auf der politischen Agenda nach oben gerückt, sondern auch in den Fokus des öffentlichen Interesses geraten. Tausende Wikipedianerinnen und Wikipedianer haben in einem Offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments zur Erhaltung der Panoramafreiheit ihren Protest gegen eine womöglich drohende Abschaffung der Panoramafreiheit in einigen Mitgliedstaaten der EU ausgedrückt (Siehe auch Wikipedia:Initiative für Panoramafreiheit). Am 9.7. 2015 stimmt das Europäische Parlament über die Zukunft der Panoramafreiheit in Europa ab.

Dimitar Dimitrov ist seit 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Dort arbeitet er gemeinsam mit anderen Vertretern der Wikimedia Chapter daran, den politischen Entscheidern Wege zu einem zeitgemäßen Urheberrecht aufzuzeigen. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen vor Ort.


Freie Fahrt für ein moderneres Urheberrecht? Dimitar Dimitrov. By Dimi z [CC BY-SA 3.0]

Ein Gastbeitrag von Dimitar Dimitrov, Free Knowledge Advocacy Group EU

Um einen Beitrag über die sich gerade in den Startlöchern befindend europäische Urheberrechtsreform zu schreiben, musste ich mir länger überlegen, ob hierbei Anspielungen auf Kafka oder auf Westernfilme treffender sind. Ich habe mich letzten Endes für die Western entschieden, und zwar mit Vorliebe für das Spaghetti-Sub-Genre. Zu ernst wollen wir uns nicht nehmen, und an ein an Happy End sollten wir allemal glauben.

Once Upon a Time in the West

Nach 1993 und 2001 gibt es nun den dritten ernsthaften Versuch, in Brüssel EU-Urheberrechtspolitik zu machen. Anfang der Neunziger sollte die Schutzdauer harmonisiert werden. Ein Prozess, der trotz einer zusätzlichen Direktive mit derselben Absicht anno 2015 immer noch nicht vollzogen ist.

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“Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.” – Das ABC des Freien Wissens “I=Inhalt.”

Die neunte Veranstaltung der Reihe “Das ABC des Freien Wissens” drehte sich um die Frage, ob tatsächlich eine so breite Partizipation an Entstehung und Nutzung freier Inhalte in der Kulturlandschaft besteht, wie oft suggeriert wird. Unter dem Titel “I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?” diskutierte der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner mit Stadtforscherin Dr. Paula Hildebrandt und Prof. Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums, darüber, was es braucht, um über digitale Zugänge Teilhabe an offener Kultur zu ermöglichen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung veranschaulichte Dr. Paula Hildebrandt in einem einführenden Vortrag, wie offene Kultur in der Praxis aussehen kann. Die Künstlerin mit Doktortitel in Europäischer Urbanistik  stellte das gemeinschaftlich organisierte Projekt welcomecitymap vor, das über performative Ansätze klandestines Stadtwissen erlebbar macht, gerade für Menschen, die neu einer Stadt ankommen sind, wie Geflüchtete und Zugezogene.  Sie machte deutlich, dass Partizipation nicht als Worthülse zur Unterfütterung von Drittmittelprojektanträgen und auch nicht zum Wohlfühl-Begriff für Kunstprojekte mit Migrantinnen taugt. Vielmehr habe die Bemühung für mehr Beteiligungsmöglichkeiten  für alle Menschen der Gesellschaft damit zu tun, auch selbst öfter den Standpunkt zu wechseln, sich einzufühlen, immer wieder ein anderer zu werden. Das kann anstrengend sein; so lautete das Fazit: “Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.”

 

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Hoffnungen statt Befürchtungen – OpenGLAM-Workshop startet

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland ein ganztägiger Workshop für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen statt. Dabei wurde vermittelt, wie diese ihr digitalisiertes Kulturgut für eine möglichst offene Weiternutzung zur Verfügung stellen können. Organisiert wurde der Workshop von der OpenGLAM-Gruppe, an der Wikimedia Deutschland beteiligt ist.

Die deutschsprachige Arbeitsgruppe ist Teil eines internationalen Netzwerks von Menschen und Organisationen, die sich gemeinsam für den freien Zugang und die freie Nutzung von digitalisiertem Kulturgut engagieren.

Großes Interesse, viele Anregungen

Die Resonanz war gut, knapp 30 Gäste aus verschiedenen Institutionen, teils in leitenden Funktionen, kamen in die Räume von Wikimedia Deutschland, um eine Reise in die Welt der offenen Daten anzutreten, mit erfahrenen Urheberrechtsjuristinnen und -juristen ins Gespräch zu kommen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen.

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Das ABC des Freien Wissens „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

ABC-Logo. Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0]

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal fragen wir, wer jenseits aller politischen und institutionellen Lippenbekenntnisse zu Open Culture wirklich teil an Entstehung und Inhalt freier Kultur hat.

Viele Köche verderben den Brei. – Eine Weisheit aus längst vergangener Zeit, wie es scheint. Ob im schulischen, akademischen oder beruflichen Kontext – Partizipation ist das Diktum der Stunde. Gerade für das Ziel, allen Menschen das Wissen der Welt zugänglich zu machen, gehören partizipative Strategien zum Kernkonzept. Doch führen all die Bemühungen, diese Vision für den Bereich Open Culture zu realisieren, wirklich zu der breiten Teilhabe an Kultur, die so oft beschworen wird?

Was können Kulturinstitutionen konkret tun, um nach der Digitalisierung ihres Kulturguts im nächsten Schritt den wirklichen Zugang dazu zu gewährleisten? Welche politischen Weichenstellungen müssen nach der Digitalisierung im Kulturbereich erfolgen, um das Mantra der Teilhabe in die gelebte Alltagsrealität zu übersetzen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


Content is king. Aber auch für alle zugänglich? Foto: Chris Dlugosz, https://flic.kr/p/5raMFX, CC-BY-SA 2.0

„I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

Donnerstag, 25. Juni, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:
Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin
Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin
Prof. Johannes Vogel, Direktor Museum für Naturkunde Berlin

Moderation: Barbara Fischer, Wikimedia Deutschland

Rauminszenierung: Performing Citizenship / Welcomecity

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de
  • Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen.
  • Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.
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Monsters of Law Nr. 6 oder: Gibt es ein Recht am Bild der eigenen Katze?

Monster Bildrechte? Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

 Was müssen Fotografinnen und Fotografen beachten, wenn sie ihre Bilder bei Wikimedia Commons hochladen oder über eine andere Plattform unter einer freien Lizenz veröffentlichen möchten? Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich frei lizenzierte Bilder nutzen möchte? Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber- und Medienrecht und passionierter Hobbyfotograf, der selbst aktiv bei Wikimedia Commons ist, führte bei der sechsten Veranstaltung der Reihe Monsters of Law durch das „Minenfeld Bildrechte„.

Stellen wir uns vor, wir möchten ein Bild eines öffentlichen Gebäudes machen, beispielsweise dem Brandenburger Tor, und dieses anschließend im Internet unter einer freien Lizenz veröffentlichen, damit es von allen Menschen für ihre jeweiligen Zwecke nachgenutzt werden kann. Zunächst unproblematisch, könnte man meinen, schließlich gestattet uns ja die Panoramafreiheit, urheberrechtlich geschützte Werke im öffentlichen Raum, wie eben Gebäude oder auch Kunstwerke, zu fotografieren und die Bilder weiterzuverbreiten, ohne dass wir dafür die Urheberin kontaktieren und um Erlaubnis ersuchen müssen. Jedoch ist die Panoramafreiheit strenger ausgelegt, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. So muss das, was fotografiert wird, nicht nur vom öffentlichen Raum aus abgelichtet werden, sondern es bedarf auch immer der Nennung der Urheberin, im genannten Fall der jeweiligen Architektin. Dies, so merkte Koreng an, geschehe bei den in Wikimedia Commons hochgeladenen Bildern so gut wie nie, obwohl die Nichtnennung der Urheberin streng genommen eine Urheberrechtsverletzung darstelle (die wohlgemerkt in den seltensten Fällen zu einem Rechtsstreit führt).

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