Posts Tagged ‘Freies Wissen’



Eine Zahl, sie alle zu finden und ewig zu binden

Seit Dezember 2008 kooperiert Wikimedia Deutschland e.V. mit dem Bundesarchiv bei der Bereitstellung von Bildern unter Freier Lizenz. Ein wichtiger Teil dieser Kooperation ist die Verknüpfung der Personendaten des Bundesarchivs, der Wikipedia-Personendaten und der Personennamendatei der Deutschen Nationalbibliothek, unserem Kooperationspartner seit 2003. Dieses Matching erzeugt im Idealfall einen Datensatz, der anzeigt, dass

a Bundesarchiv) Okuma | Premierminister | Japan
b Wikipedia) [[Ōkuma Shigenobu]] – 8. und 17. Premierminister von Japan (* 1838; † 1922)
c PND) Ōkuma, Shigenobu (119096420) – Premier- und Außenminister; Japan. Politiker (Land: XB-JP; Lebensdaten: 1838-1922)

die gleiche Person bezeichnen. Wer also nach dem erfolgreichen Matching ein Bild im Bundesarchiv entdeckt, wird mühelos auf den Wikipedia-Artikel zur abgebildeten Person weitergeleitet und kann dort mit einem Klick nachschlagen, was diese Person in Deutschland publiziert hat oder was über sie publiziert wurde. Dank des Forschungsprojektes VIAF geht es dann sogar noch weiter in die Bestände der französischen, schwedischen und US-amerikanischen Nationalbibliotheken oder ihrer Äquivalente.

Seit heute sind von 59.073 Datensätzen des Bundesarchivs bereits 70% erfolgreich bearbeitet, das für Ende März erhoffte Ziel wurde also erfolgreich vorzeitig erreicht und allen Helfen von Bundesarchiv und Wikipedia/Wikimedia möchte ich meinen herzlichsten Dank aussprechen.

Für diese wie auch für alle nachfolgenden Kooperationen mit ähnlicher Konzeption werden wir auch weiter Helfer benötigen, die Lust und Zeit
haben, die Personendaten in der Wikipedia zu pflegen und gegen andere Datensätze abzugleichen.


Interessierte können sich vertrauensvoll an mich (
mathias.schindler@wikimedia.de) wenden (Stichwort: Personendatenmatching).

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Projektmanager für Freie Inhalte

Es ist mir eine Freude mitzuteilen, dass wir Mathias Schindler zum 1. Januar diesen Jahres als Projektmanager für uns gewinnen konnten. Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem die Planung, Durchführung und Betreuung von Kooperationen zur Befreiung von Inhalten. Eines dieser Projekte kennt Ihr bereits, im Dezember 2008 hat das Bildarchiv des Deutschen Bundesarchivs knapp 100.000 Digitalisate unter einer freien Lizenz verfügbar gemacht. Wir waren von Mathias‘ Arbeit an diesem Projekt so sehr begeistert, dass wir ihn gern stärker einbinden und seine Kompetenzen zur Förderung Freien Wissens einsetzen wollten.

Im letzten Jahr war Mathias für die Deutsche Nationalbibliothek in der Arbeitsstelle für Standardisierung/Arbeitsstelle Normdaten tätig. Diese Arbeitsstelle ist unter anderem auch mit der Personennamendatei (PND) beschäftigt, die wir in der deutschsprachigen Wikipedia bereits seit 2005 verlinken. Bis Sommer 2007 war Mathias auch Mitglied im Vereinsvorstand.

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100.000 Mal ein Bild und 1000 Worte

Ungefähr ein Jahr lang haben drei Wikimedianer mit dem Deutschen Bundesarchiv diskutiert, argumentiert, Pläne geschmiedet und Vertragsentwürfe herumgeschickt, bis das Projekt spruchreif war: Wikimedia Commons erhält vom Bundesarchiv auf einen Schlag knapp 100.000 Bilder unter der freien Lizenz Creative Commons cc-by-sa, die eine umfassende Nutzug der Bilder für beliebige Zwecke erlaubt.

Am 4. Dezember fand in Berlin die Pressekonferenz dazu statt, um die frohe Kunde in die Öffentlichkeit zu bringen. Während die Journalisten also den Erläuterungen der Bundesarchiv-Vizepräsidentin Prof. Dr. Angelika Menne-Haritz, dem Leiter des Bildarchivs Dr. Oliver Sander, dem Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland Sebastian Moleski und Mathias Schindler (der von der FAZ zum Wikipedia-Gründer und vom Tagesspiegel zum Wikimedia Commons-Projektleiter befördert wurde) lauschten, rauschte gleichzeitig die Bilderflut nach Commons.

Grundvoraussetzung für diese Zusammenarbeit ist die konsequente Arbeit von Wikimedia Commons, eine erstklassige Mediendatenbank zu schaffen und zu pflegen, mit größter Rücksichtnahme auf alle urheberrechtlichen Fragen. Hinzu kommt die Erfahrung von Wikipedia, personenbezogene Inhalte mit der Personennamendatei (PND) der Deutschen Nationalbibliothek zu verknüpfen. Dieses Projekt läuft schon seit 2005 und verschafft den Lesern der Wikipedia einen direkten Zugang auf weiterführende Literaturangaben. Auch hier reifen gerade Pläne für den Ausbau der Zusammenarbeit mit dem bibliographischen Zentrum Deutschlands.

Für diesen großartigen Moment waren viele helfende Hände zur Stelle, sowohl Wikimedianer als auch Bundesarchiv-Angestellte und die Dienstleistungsfirmen dieser Behörde und allen gebührt Dank für die Mitarbeit. In Koblenz und Berlin wurden ungezählte Stunden bei der nötigen Arbeit zum Abgleich der Personenlisten von Bundesarchiv, Wikipedia und Nationalbibliothek verbracht, in einer beeindruckend hohen Qualität und noch beeindruckenderen Schnelligkeit. Jetzt, da sich die Kategorien auf Wikimedia Commons füllen und erste Bilder ihren Weg nach Wikipedia finden, beginnt der spannendste Teil der Arbeit: Nutzt die Inhalte!

Weiterführende Links

Gemeinsame Pressemitteilung von Bundesarchiv und Wikimedia Deutschland: Bilder-Buch-Beziehung im Internet

Pressespiegelauszug

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Internationaler Tag des Ehrenamts

Der 5. Dezember ist der „International Volunteer Day„, im Deutschen wird aus ihm der etwas sperrige „internationale Tag des Ehrenamtes„.

Das hat eine Menge mit Wikipedia zu tun. Unglaublich viele Menschen investieren freiwillig und unentgeltlich unglaublich viel Zeit und Energie in die Wikimedia-Projekte, um gemeinsam einen faszinierend großen Pool freien Wissens zu schaffen.

Dank an dieser Stelle allen …

Benutzern, IPs, Autoren, Admins, Bürokraten, Stewards, Vandalenjägern, Vermittlern, Schiedsgerichtlern, Inklusionisten, Exklusionisten, Rechtschreibfehlerfindern, Qualitätsicherern, Mentoren, Supportlern, Entwicklern, Ratgebenden, Urheberrechteerklärern, Urheberrechtsmissbrauchfindern, Typografen, Fotografen, Übersetzern

… und allen anderen, die sich daran beteiligen, die Projekte weiterzuentwickeln und zu verbessern.

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Quadriga Preisverleihung in Berlin

Wikipedianer in Schale
Wikipedianer in Schale
Vielen von uns war der Preis, der am 3. Oktober zum 6. Mal in Berlin verliehen wurde, noch vor kurzem kein Begriff. Jetzt haben wir ihn! Und, wie Jimmy bei der Entgegennahme der ‚Quadriga‘ feststellte, „Er ist schwerer als ich gedacht hätte.“ Der Preis ist auch bekannter, als wir gedacht hätten, denn zu der Preisverleihung in der Komischen Oper kamen über 1000 Gäste, darunter zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Auch 20 Wikipedianer hatten sich in Schale geworfen und liefen über den roten Teppich als das Blitzlichtgewitter der Paparazzi los ging – das aber wohl eher wegen Schauspielerin Iris Berben, Sternekoch Johann Lafer, Alt-Kanzler Gerhard Schröder oder Bundesaußenminister Steinmeier.

Jimmy bei der Preisverleihung
Jimmy bei der Preisverleihung
Aufgelockert durch Musik und Moderation wurden in über 3 Stunden die Preisträger geehrt. Großen Beifall bekam Jimmy als er in seiner Dankesrede auf die Tausenden von Wikipedianer in aller Welt verwies, die diese Auszeichnung für die „Mission der Aufklärung“ möglich gemacht haben und die eigentlichen Preisträger sind.

Zur anschließenden Party kann ich nur sagen, dass mir die Wikipedia-Party am Abend zuvor besser gefallen hat. Vor allem, da ich viele außergewöhnliche und nette Menschen getroffen habe und die Wikipedia mehr und mehr ein Gesicht für mich bekommt.

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Magdeburg für Kurzentschlossene

Am 11.10.2008 findet in der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg der „1. Magdeburger Open-Source-Tag“ statt. Der Eintritt ist frei und es gibt ein volles Programm von 9.30 Uhr bis 18 Uhr. Thematisch ist der OS-Tag ziemlich breit gefächert: Es geht von IT-Sicherheit, Administration und Management über Freie Software, Neue Medien in der Weiterbildung bis hin zu Vorträgen und Workshops für Einsteiger und Anwender. Das Ziel des OS-Tages ist laut Veranstalter: „ …die Hacker- und Open-Source-Szene mit den Sozial- und Erziehungswissenschaften zusammenzubringen. So liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf E-Learning, Computer in der Schule und Wissensmanagement.“ (von der Website der Veranstalter).

Es wird Projektstände von Open-Source-Projekten und Unternehmen aus dem entsprechenden Umfeld geben und Vorträge und Workshops von Leuten aus Wirtschaft, Forschung und Lehre – und natürlich der Wikipedia! Wir sind mit einer bunten Mischung von Berliner, Hallenser, Hannoveraner und – man höre und staune – Pforzheimer Wikipedianern am Start und würden uns freuen, wenn der eine oder andere vobeischaut! 

Ein pdf mit allen Vorträgen und Workshops findet sich unter http://www.open-source-tag.de/programm/Programmtabelle-Open-Source-Tag-2008.pdf, die Website der Veranstalter unter http://open-source-tag.de/vorstellung/index.html.

Bis dann und see you there!

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Quadriga: Gelegenheit zum Feiern

Wenn einem etwas so Schönes wie eine Auszeichnung für „Engagement, Mut und Verantwortung sich für eine bessere Welt einzusetzen“ wiederfährt, dann sollte man das nicht zum Anlass nehmen sich nur insgeheim zu freuen, sondern sein Freude mit allen teilen.

Wikimedia Deutschland lädt daher am Vorabend der Quadriga-Verleihung an die Wikipedia – also am Donnerstag, den 2. Oktober ab 19 Uhr – nach Berlin ein. Und zwar an einen Ort, der schon  lange mit der Wikipedia verbunden ist: in die Raumstation c-base in Berlin-Mitte.

Dort trifft sich nicht nur schon seit Jahren der Berliner Wikipedia-Stammtisch, dort wurde auch der Wikimedia e. V. im Beisein von Jimmy Wales gegründet und die Raumstationsbewohner sind der Wikipedia schon lange in großer Sympathie verbunden.

Ganz besonders freuen wir uns, dass Jimmy vor ein paar Tagen seine Teilnahme an der Party zugesagt hat! Die rare Gelegenheit den Gründer des Projektes Wikipedia live in Deutschland zu treffen, sollte sich niemand entgehen lassen :)

Wer mitfeiern möchte, der ist herzlich eingeladen und kann sich auf der Gästeliste eintragen.

* Zum Quadriga-Preis: http://de.wikipedia.org/wiki/Quadriga_(Preis)
* Mehr zur c-base unter: http://de.wikipedia.org/wiki/C-Base oder auf derWebsite der Raumstation

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Spiegel und so

Nach der Diskussion bei Fragen zur Wikipedia zum Spiegel-Wissens-Portal in dem auch die Wikipedia integriert ist, folgende Gedanken von meiner Seite:

  • Erstens wer nicht möchte, dass die von ihm geschaffenen Inhalte auch kommerziell genutzt werden, darf bei der Wikipedia (oder einem anderen Schwesterprojekt) nicht mitarbeiten. Eine andere Alternative gibt es nicht. Denn diese Nutzungsmöglichkeiten garantiert die Lizenz unter der die Inhalte stehen und dies werden auch neuere Versionen dieser Lizenz garantieren.
  • Der Spiegel (genauer gesagt das für dieses Portal neu gegründete Unternehmen, was aber hier nichts zur Sache tut) hat das Recht genutzt, dass ihm die GFDL einräumt, nämlich die Inhalte der Wikipedia kostenfrei zu nutzen. Man kann darüber streiten, ob die Verwendung nach dem Gentleman Agreement der GFDL entspricht. Nur sei man sich darüber im Klaren, dass nach dieser Vorgehensweise bereits viele andere Nachnutzer die Inhalte der Wikipedia anbieten. Und dies wurde bisher immer toleriert. Warum dies hier nicht der Fall sein sollte, ist mir schleierhaft.
  • Und wenn dem Verein vorgeworfen wird, er würde mit der Kooperation eine nicht lizenzkonforme Nutzung der Wikipedia unterstützen, der müsste auch gegen die Bereitstellung der Snapshots der Wikipedia vorgehen, denn damit werden ja nicht lizenzkonforme Nutzungen der Wikipedia-Inhalte erst recht ermöglicht. Aber wenn jemand sich an den Verein wendet und nachfragt, wie man möglichst lizenzkonform die Inhalte einbinden kann, dass dies bei der derzeitigen Fassung der GFDL zu 100% faktisch nicht möglich ist, sollte eigentlich klar sein, der wird verbal abgestraft. Absurder geht es kaum.
  • Der Spiegel bezahlt nicht für die Inhalte (was bei einer freien Lizenz auch etwas absurd wäre), sondern für die Nutzung des Logos und die Bereitstellung eines Live-Feeds, was bereits vorher in ähnlicher Form durch andere Unternehmen genutzt wird. Das heißt der Spiegel hat sich eine eigene Datenbank aufgebaut und wird von der Foundation mit allen Änderungen beliefert und bezahlt dafür eine Pauschale an die Foundation. Wo hier der Ausverkauf der Wikipedia oder ähnliches passieren soll, erschließt sich mir nicht. Im Gegenteil: dieser und andere Partnerschaften tragen zumindest zu einem kleinen Teil zur Finanzierung der Wikipedia und der anderen Projekte bei.
  • Das Projekt mit dem Spiegel war bereits weit vor der Bekanntmachung des Brockhaus nur noch online zu agieren, geplant und in der Umsetzung. Dass die Bekanntmachungen des Brockhaus und die Liveschaltung des Spiegels zeitlich zusammentrafen ist reiner Zufall. Vielleicht hat der Spiegel den Launch der Seite ein paar Tage nach vorne gezogen, das dürfte es aber auch schon gewesen sein. Man beachte auch, wann der  Verein die Kooperation bekannt gemacht hat, da war vom Brockhaus noch keine Rede.
  • Das Ziel und der Zweck des Vereins Wikimedia Deutschland ist die Verbreitung und Förderung freien Wissens. Und genau das wurde hier getan.
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