Posts Tagged ‘Freie Bildungsmaterialien’



Ein Bündnis für alle Fälle!

Gemeinsam freie Bildung voranbringen

Immer wieder hat Wikimedia Deutschland zu bestimmten Anlässen mit anderen Institutionen zusammengearbeitet, um Freies Wissen in der Gesellschaft voranzubringen. 2016 veröffentlichte die Koalition Freies Wissen (Bündnis Freie Bildung, Digitale Gesellschaft e.V., Freifunk, Free Software Foundation Europe, Open Knowledge Foundation und Wikimedia Deutschland)  gemeinsam Wahlprüfsteine zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und konnte so öffentlichkeitswirksamer auftreten und die Ergebnisse auf Grund der verschiedenen Netzwerker breiter streuen. Im Rahmen des Meetups Ladies that FOSS kooperieren wir mit Mozilla, die hinter dem Open Source Browser Firefox stehen und können so mehrere Entwicklerinnen-Communities erreichen. Bei Coding da Vinci bündeln wir mit der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation Deutschland und der Servicestelle Digitalisierung (Digis) Ressourcen, um das Projekt größer und damit auch sichtbarer durchführen zu können.  

Die Beispiele zeigen, dass Zusammenarbeit mit Partnerinnen (in Crime) innerhalb und außerhalb des Wikimedia Movements immer sinnvoll ist – gemeinsam die gesellschaftlichen Bedingungen für Freies Wissen zu verändern, entfaltet mehr Wirkung, als das als Einzelkämpferin zu tun. Dabei wenden wir einige der guten Praktiken und Learnings an, die von vielen Communities unter dem Sammelbegriff Collective Impact weltweit entwickelt werden.

 

Im Bereich Bildung gibt es seit 2014 das Bündnis Freie Bildung, ein Zusammenschluss von Akteurinnen, die sich für Offenheit (Openness) und freie Lizenzen in der Bildung einsetzen. Das Bündnis treibt die politische und gesellschaftliche Debatte um freie Bildung und freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, OER)  in der Öffentlichkeit voran. Dazu erarbeiten die beteiligten Organisationen und Einzelpersonen gemeinsam Positionen, Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen, mischen sich damit in das bildungspolitische Geschehen ein und adressieren Entscheidungsträgerinnen aus Politik, Bildung und Gesellschaft. Weiterlesen »

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Praxisrahmen für Open Educational Resources (OER) in Deutschland veröffentlicht und Projekt „Mapping OER“ abgeschlossen

Mit Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten führte Wikimedia Deutschland von April 2015 bis Februar 2016 ein praxisnahes und partizipatives Modellprojekt zu freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, kurz OER) in Deutschland durch. Die Veröffentlichung des Praxisrahmens für Open Educational Resources (OER) in Deutschland bildete den Abschluss des Projekts Mapping OER.

Atelier Disko, Mapping OER Logo-screen-rgb, CC BY 4.0

Wikimedia Deutschland leistet mit dem Praxisrahmen nicht nur einen Beitrag zum aktuellen Diskurs zu OER in Deutschland, sondern spiegelt damit das dynamische Wesen Freien Wissens wider: Zugang zu Wissen für alle zu ermöglichen, Teilhabe und Mitarbeit zu praktizieren sowie Prozesse des Wissenstransfers konsequent zu öffnen. Freies Wissen kann durch eine offenere Bildungslandschaft in Deutschland langfristig gestärkt werden – nur freie Lehr- und Lernmaterialien können den digitalen Bildungsbedinungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden. Sie ermöglichen die Bearbeitung und Weiterverbreitung durch andere und stehen Nutzenden frei zur Verfügung. Auf diese Weise tragen sie zu mehr Chancengerechtigkeit hinsichtlich des Zugangs zu Wissen bei und leisten einen entscheidenden Beitrag zu mehr Teilhabe an Bildung.

Hierfür setzt sich Wikimedia Deutschland seit vielen Jahren ein. Die Wikipedia verdeutlicht dies auf eindrucksvolle Weise. Inhalte, die hier kollaborativ erstellt, kombiniert und unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden, bilden die wohl größte Sammlung freier Bildungsmaterialien weltweit. Weiterlesen »

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Open Educational Resources für Deutschland voranbringen – Zum Projektstart von „Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten“.

Mit „Mapping OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten“ startet Wikimedia Deutschland bis Februar 2016 ein Modellprojekt zur “Vermessung” von Open Educational Resources (OER) in Deutschland. Gefördert wird unser Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms Digitale Medien in der beruflichen Bildung, dem im November von der Bundesregierung zusätzlich zwei Millionen Euro mit thematischem Bezug zu OER zugewiesen wurden. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten und Interessierten gehen wir zentrale Themen an, die bislang zu OER immer wieder offene Fragen aufwerfen: Qualitätssicherung, Qualifizierungsmodelle von MultiplikatorInnen, Geschäftsmodelle und die Frage nach Lizenzen und Rechtsicherheit. Dabei geht es nicht darum, Grenzen zu ziehen, sondern Räume zu öffnen, Stolpersteine und Herausforderungen zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen – praxisnah und partizipativ.

Logo OER, by Markus Büsges (leomaria design) für Wikimedia Deutschland e. V., CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

Wikimedia Deutschland engagiert sich seit 2013 systematisch für das Thema der freien Lehr- und Lernmaterialien, denn sie bedeuten neue Möglichkeiten für den freien Zugang zu Bildung. In den letzten Jahren hat es international erste Gehversuche mit OER gegeben, und auch in Deutschland widmeten sich einzelne Aktive oder Gruppen dem Thema. Was der entstehenden OER-Community in Deutschland jedoch lange Zeit fehlte, waren Möglichkeiten, sich persönlich auszutauschen und zu vernetzen. Mit diesem Ziel organisierte Wikimedia Deutschland 2013 in Berlin die erste deutsche OER-Konferenz unter der Schirmherrschaft der deutschen UNESCO-Kommission mit rund 300 Interessierten. Die Konferenz im Folgejahr erhielt das Motto “Die Zukunft freier Bildungsmaterialien”. Damit wurde der Aspekt der Vernetzung bewusst um kritische Bestandsaufnahmen ergänzt. Auf der OER-Konferenz 2014 diskutierten Lehrende aus Schule, Wissenschaft, Verlagsvertretende, Gewerkschaften sowie Netzaktivisten mit offenem Visier über Erfahrungen, Potentiale, Perspektiven und Stolpersteine für OER in Deutschland. Die Agenda umfasste Bildungspolitik, Geschäftsmodelle und Einblicke in die Erfahrungen anderer Länder – auch politische Entscheidungsträger nahmen teil.

Dialogorientiert und praxisnah

Das Projekt Mapping OER ermöglicht, den Weg zur Erkundung und Vermessung freier Lehr- und Lernmaterialien konsequent weiterzugehen. Grobe Orientierung im bildungspolitischen Deutschland ist mittlerweile gegeben, aber trotz erfolgreicher Konferenzen, vieler guter Initiativen und thematischer Plattformen ist das Thema für die Praxis noch nicht klar kartographiert. Die gemeinsame Bund-Länder Arbeitsgruppe zum Thema OER hat in ihrem Ergebnisbericht festgestellt, dass einige grundlegende Fragen zum Thema nach wie vor offen sind. Der Bericht der Arbeitsgruppe beleuchtet die positiven Wirkungsmöglichkeiten von OER, wie zum Beispiel individuellere Lernsettings oder eine aktivere Gestaltung des Unterrichts hinsichtlich der gemeinsamen Erstellung von Materialien. Zugleich wird aber auch auf praktische Herausforderungen wie rechtliche Unsicherheiten und Fragen der Qualitätssicherung hingewiesen.

Genau hier setzt Mapping OER an: Gestützt von einer dialogorientierten und partizipativen Herangehensweise werden sich Bildungsexpertinnen und Bildungsexperten und andere Anspruchsgruppen den aufgeworfenen Themen widmen und Lösungsansätze und Perspektiven erarbeiten.

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OER – wie geht es richtig?

Mit “Best Practice OER” laden Wikimedia Deutschland und die Technologiestiftung Berlin zu einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe zu Freien Bildungsmaterialien. Am 22. Okober geht es um OER-Praxis, am 5. November um Policy Making.

Bild von Libby Levi , CC-BY-SA 2.0 via Flickr

Über Open Educational Resources wird viel diskutiert, nicht zuletzt im Rahmen der OER-Konferenz. Doch viele Diskussionen finden auf eher abstrakter Ebene statt. In der zweiteiligen Veranstaltungsreihe “Best Practice OER” steht daher das konkrete Tun im Vordergrund. Die Reihe ist eine Kooperation zwischen der Technologiestiftung Berlin (TSB) und Wikimedia Deutschland.

Am 22. Oktober steht die Diskussion unter der Überschrift “OER-Praxis”. Im Format einer Talkrunde berichten die Teilnehmenden über ihre persönlichen Erfahrungen, Fehler und Erfolge im Erstellen von Freien Bildungsmaterialien. Auf dem Podium diskutieren:

Am 5. November diskutieren wir dann “Policy Making”. Wie können Politik und Institutionen mit OER umgehen? Welche Ansätze gibt es? Was sind die Schwierigkeiten einer konkreten Umsetzung? Diese Fragen diskutieren:

Auch wer nicht vor Ort dabei sein kann, kann mitmachen: Die Diskussionen werden über die entsprechenden Veranstaltungsseiten der TSB live gestreamt und können aktiv per Chat mitgestaltet werden (hier OER-Praxis, hier Policy Making).

  • Wann: 22. Oktober und 5. November, jeweils 19:00 bis 20:30 Uhr
  • Wo: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin
  • Eintritt: Frei
  • Anmeldung: Bis zwei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail an seitz(at)technologiestiftung-berlin.de
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OER – wie kann es umgesetzt werden?

Der zweite Teil der Beitragsreihe zum Programm der OER-Konferenz 2014 beschäftigt sich mit der Frage, wie OER in Deutschland konkret umgesetzt werden kann. Zunächst stellt Helene Hahn einen Vortrag zur OER Studie der Technologiestiftung Berlin vor, die Szenarien zur Einführung von OER in Deutschland skizziert. Sebastian Seitz präsentiert einen Konferenzvortrag über die Erstellung von OER in Polen, wo derzeit der Staat viel Geld in OER-Aktivitäten investiert.

Bild “OER-Konferenz 2013”: Agnieszka Krolik, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

 

„Wie ist die Lage von OER in Deutschland?“

Helene Hahn über den Vortrag von Maximilian Heimstädt “Open Education in Berlin: Benchmark und Potentiale – Eine Studie im Auftrag der Technologiestiftung Berlin”

Am 20. Februar bestätigte das Berliner Abgeordnetenhaus einen für die OER-Bewegung wichtigen Entschluss: OER-Prinzipien sollen in der schulischen Bildung umgesetzt und stärker gefördert werden. Dieses positive Ergebnis ist ein klares Bekenntnis zu freien Materialien in der Bildungslandschaft Berlins – wie auch schon Martin Delius schreibt. Doch wo können konkrete OER-Maßnahmen ansetzen, um diesen politischen Konsens in die Praxis zu übersetzen?

Mit dieser Frage hat sich das Team um Prof. Dr. Leonhard Dobusch (Freie Universität Berlin) in einer Studie der Technologiestiftung Berlin (TSB) beschäftigt, die auf der diesjährigen OER-Konferenz unter dem Titel “Open Education in Berlin: Benchmark und Potenziale” von Maximilian Heimstädt präsentiert wird. Weiterlesen »

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OERde14: Der Countdown läuft!

Foto „OER-Konferenz 2013“: Raimond Spekking, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

75 Referentinnen und Referenten, 7 thematische Bühnen, 2 Tage Konferenz und 1 Programm.

Der Countdown zur größten Konferenz zu freien Bildungsmaterialien im deutschsprachigen Raum, am 12. und 13. September in der Urania Berlin, läuft. Das 12-köpfige Programmteam freut sich, ein vielversprechendes Programm der OERde14 präsentieren zu dürfen. Viele spannende Einreichungen standen für die OERde14 zur Auswahl – vielen herzlichen Dank dafür! Worauf sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der OERde14 im Einzelnen freuen dürfen, soll an dieser Stelle in einer wöchentlichen Beitragsreihe als kleiner Vorgeschmack auf die Konferenz vorgestellt werden. Soviel ist jetzt schon sicher, es wird spannend!

 

“Eine sehr erfolgreiche Dauerbaustelle!”

Sandra Schön über “OER auf ZUM.de (machen!) – Wie viele tun, wovon andere reden” von Karl-Otto Kirst

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, OER zu entwickeln. Mit viel Erfolg machen das die Autorinnen und Autoren im Bereich der offenen Bildungsressourcen rund um die Plattform ZUM e.V., der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet. Mit dem Aufkommen und der Verbreitung der Creative-Commons-Lizenzen hat sich folgende Entwicklung zugetragen: Materialien, insbesondere beim ZUM-Wiki und bei anderen Wikis auf ZUM.de, werden nicht mehr nur (wie anfangs) kostenfrei, sondern auch unter einer CC-BY-SA-Lizenz angeboten. Neben der Wikipedia ist die ZUM-Initiative damit wohl eine der ältesten Initiativen für freien Content im Internet für Unterrichtszwecke in deutscher Sprache.

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Ein OER-Aktionsplan für Deutschland?!

Welchen Weg geht das Thema Freie Lehr- und Lernmaterialien in Deutschland?, Foto: Tomasz Sienicki, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Freie Lehr- und Lernmaterialien sind in aller Munde – oder zumindest intensiviert sich die Debatte. Die Europäische Kommission will bereits seit längerem „Die Bildung öffnen“ und die Vermittlung digitaler Kompetenzen an Schulen und Hochschulen verbessern. Unterstützend zu dieser Initiative richtete sie im vergangenen Jahr die Website Open Education Europa ein, auf der Studierende, AnwenderInnen und Bildungseinrichtungen frei verwendbare Lehr- und Lernmaterialien austauschen können. Auch der Bundestag teilt grundsätzlich den Ausgangsbefund der Kommissionsinitiative. Es gilt die Potentiale neuer Technologien und digitaler Lehr- und Lernmaterialien hinsichtlich der Verbesserung von Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit von Bildungsangeboten besser zu nutzen. Unter der Überschrift „Digitale Bildung“ widmet sich auch der Koalitonsvertrag Freien Lehr- und Lernmaterialien. Die digitale Lehrmittelfreiheit solle gemeinsam mit den Ländern verstärkt genutzt werden, Lehrmaterial solle – soweit möglich – frei zugänglich sein und die Verwendung Freier Lizenzen und Formate ausgebaut werden.

Soweit so gut. Doch wie werden die nächsten Schritte konkret zu gestalten sein, damit Deutschland nicht den Anschluss verpasst? Einen vielversprechenden Ansatz liefert Leonard Dobusch in der Studie: Potentiale für Open Education in Berlin. Auf Landesebene werden drei Szenarien skizziert, die eine Einführung von Freien Lehr- und Lernmaterialien befördern könnten: „Graswurzeln düngen”, „OER Mainstreamen“ und „Vorrang für OER“. Es handelt sich nicht nur um einprägsame Überschriften, sondern um geeignete Ansatzpunkte, um an einem weiterführenden Aktionsplan für Deutschland zu arbeiten. Um dieses Vorhaben anzugehen, haben Wikimedia Deutschland, Creative Commons Deutschland sowie die Open Knowledge Foundation Deutschland das Bündnis Freie Bildung initiiert. Das Bündnis verfasst unter anderem Stellungnahmen mit konkreten politischen Handlungsempfehlungen und führt Vernetzungstreffen für interessierte Organisationen sowie Veranstaltungen durch.

Welche Fragen gilt es bei der Konkretisierung politischer Handlungsempfehlungen zur Einführung von Freien Lehr- und Lernmaterialien zu bedenken?

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OERde14: Das Programm steht!

Die Würfel sind gefallen: Aus 49 Einreichungen hat das Programmteam 30 Vorträge und Workshops für die Konferenz OERde14 am 12. und 13. September ausgewählt. Das Programm der OERde14 enthält eine Reihe von Highlights: Vom ehemaligen Chief Technology Officer für Products & Innovation der Telekom, dem eine Wikipedia für OER vorschwebt über Michał Woźniak, der über OER in Polen spricht bis hin zu Lehrenden der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel, die darüber berichten, wie sie OER bereits in der Praxis umsetzen.

Draußen scheint die Sonne, drinnen wird gearbeitet: Das OERde14-Programmteam bei der Arbeit. Bild: Jan Apel, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Es war ein langer Tag: Am 23. Juni traf sich das Programmteam der OERde14, um aus 49 Einreichungen die besten für die Konferenz zu küren. Von 10:00 bis 19:00Uhr diskutierte die Gruppe alle Einreichungen. Zwar fielen fast alle Entscheidungen im Konsens – doch gerade im Mittelfeld waren einige schwierige Abwägungen nötig, gerade wenn sich einzelne Auswahlkriterien widersprachen.

Für die Auswahl der Beiträge hatte sich das Programmteam für vier Haupt- und vier Nebenkriterien entschieden. Die Hauptkriterien waren:

A. Relevanz: Passt die Einreichung zum Konferenzthema und den definierten Kriterien für OER?

B. Interesse: Ist zu erwarten, dass das Thema bei den Teilnehmenden Interesse findet?

C. Qualität: Ist die Einreichung seriös und gut begründet?

D. Angemessenheit: Ist die Einreichung innerhalb der gegebenen Zeit- und Raummöglichkeiten umsetzbar?

Nebenkriterien:

E. Redundanz: Ist das Thema bereits anderweitig abgedeckt?

F. Streuung: Verteilen sich die Beiträge über die thematischen Schwerpunkte der Konferenz?

G. Quote: Sind unter den Mitwirkenden die Geschlechter annähernd ausgeglichen vertreten?

X. X-Factor: Joker für tolle Einreichungen, die das Programmteam positiv überraschen.

Das Programmteam

Das Programmteam bestand aus Menschen mit großer Erfahrung im OER-Bereich, Repräsentierenden der Partnerorganisationen und der Wikimedia-Bewegung. Mit dabei waren die folgenden Personen:

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OERde14 – Die Zukunft Freier Bildungsmaterialien

Die OER-Konferenz 2014 (#OERde14) findet am 12. und 13. September in Berlin statt und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert. Damit bekennt sich erstmals in Deutschland ein zentraler bildungspolitischer Akteur zur Wichtigkeit des Themas Freie Bildungsmaterialien (engl. Open Educational Resources, kurz OER). Anmeldung und Call for Participation sind jetzt offen.

Freie Bildungsmaterialien sind innerhalb von kürzester Zeit vom unbekannten Randthema zu einer zentralen Frage der bildungspolitischen Diskussion geworden: Auf politischer Ebene ist Berlin als erstes Bundesland aktiv geworden und arbeitet derzeit an einer Strategie zur Implementierung von OER in den Schulunterricht. Mit der Initiative Open Education Europa fordert die EU, OER in die Lehre zu integrieren. Und die Kultusministerkonferenz hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Ende des Jahres eine umfassende Stellungnahme zu OER veröffentlichen wird.

Vor diesem Hintergrund wollten wir bei Wikimedia Deutschland (WMDE) den Erfolg der OER-Konferenz 2013 fortsetzen. Unser Ziel ist es, die Veranstaltung weiterzuentwickeln: War die Konferenz vergangenes Jahr noch weitgehend eine Veranstaltung für OER-Aktivistinnen und Aktivisten, gilt unser Fokus in diesem Jahr auch der Einbeziehung von großen und einflussreichen gesellschaftlichen Institutionen.Dafür suchten wir einen starken Partner: Finanziell, damit die Konferenz wachsen kann, vor allem aber ideell, um der Konferenz zusätzlich Reichweite und Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Diesen Partner haben wir gefunden: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist 2014 Förderin der #OERde14. Mit der bpb bekennt sich die wichtigste Institution in der politischen Bildung und damit einer der zentralen bildungspolitischen Akteure in Deutschland zur Wichtigkeit des Themas OER. Durch die Förderung der bpb wollen wir neue Kreise für das Thema erreichen und so die Idee Freien Wissens im Bildungsbereich stärken.

OERde14 – kuratierte Konferenz und BarCamp in einem

Die Konferenz wird das erfolgreiche Format von 2013 fortsetzen mit einem kuratierten Konferenzteil sowie einem BarCamp, im Rahmen dessen Teilnehmende selbst Workshops einreichen können. Im kuratierten Teil wird es folgende Tracks geben:

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Der OER-Sprint: Digitale Gesellschaft

Im Rahmen der re:publica veranstaltete Wikimedia Deutschland am 5. Mai den OER-Sprint in seinen Räumen, ein Workshop zur Erstellung von Freien Bildungsmaterialien. Ein Nachbericht von Sarah Behrens, Werkstudentin im Bereich Bildung & Wissen.

Die Teilnehmenden bei der Arbeit.

Man muss nicht Usain Bolt sein, um als Sieger ins Ziel zu kommen. Der OER-Sprint hat am 5. Mai 2014 gleich 15 Teilnehmende im Rahmen eines fünfstündigen Workshops in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zum gemeinsamen Erfolg geführt. In Anlehnung an die Thematik “Digitale Gesellschaft” der re:publica wurden Bildungsmaterialien erstellt, die sich u.a. mit Privatsphäre und Selbstbestimmung im Netz oder Internetnutzung befassen. Entscheidend dafür war nicht etwa eine überdurchschnittliche Schrittlänge der Teilnehmenden, sondern ihre Motivation, kollaborativ und parallel zu arbeiten. Ziel war es, Bildungsmaterialien im Sprint zu erstellen, die dann frei genutzt und weiter verwendet werden können. Vorab festgelegte Zeitintervalle bestimmten den Arbeitsplan. Es gab folglich nur einen Gegner während des Sprints: die Zeit.

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