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Wikimedia Hackathon in Amsterdam am 24.-26. Mai 2013

CC-BY Trevor Parscal

Wikimedia Nederland ist Gastgeber der internationalen Entwicklerkonferenz Wikimedia Hackathon Amsterdam, die vom 24. bis 26. Mai 2013 stattfindet. Das niederländische Chapter lädt MediaWiki-Entwickler, Coder, Hacker und andere technisch versierte Wikimedia-Interessierte für ein Wochenende nach Amsterdam ein.* Die Veranstaltung ist offen für alle, die sich – egal ob schon lange oder erst seit kurzem – mit Themen wie Tools, Gadgets, Bots, Bugs, Extensions oder Templates im MediaWikiversum beschäftigen.

Auf der Eventseite werden zur Zeit Vorschläge für Workshop, Vorträge und Sessions gesammelt; Schwerpunkte sind unter anderem:

Aus der WMDE-Geschäftsstelle werden unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Projekten Wikidata (Lydia Pintscher, Katie Filbert, Daniel Kinzler, Jeroen De Dauw), Render (Johannes Kroll) und Toolserver/Tool Labs (Silke Meyer) sowie aus dem Team Communitys und außerdem ich selber vor Ort sein. Sehr erfreulich ist auch, dass mehr als 40 angestellte Entwickler der Wikimedia Foundation teilnehmen. Es bietet sich also eine tolle Gelegenheit für Austausch und Zusammenarbeit mit den Organisationen und den Communitys.

Wer sich für den Toolserver und die zukünftige Alternative Tool Labs interessiert (Kurierbeitrag), hat in Amsterdam die Gelegenheit, das ganze Team kennen zu lernen, das sich jetzt um den Aufbau von Tool Labs und den mittelfristig anstehenden Umzug kümmert. Dieses Team bietet Tool Labs-Einführungsworkshop an und ist im Hacking-Bereich ansprechbar. Wer Tool Labs dort ausprobieren möchte, sollte sich vorher einen Account besorgen.

Die Registrierung ist bis zum 20. April 2013 geöffnet, der Eintritt ist frei. Wie in den Vorjahren gibt es für Teilnehmende, die ihre Reise nicht aus eigener Tasche oder mit Unterstützung ihres Chapters tragen können, Stipendien für Anreise und Unterkunft. Wikimedia Deutschland unterstützt dieses offizielle Stipendienprogramm, so dass Communitymitglieder aus Deutschland sich direkt dort bewerben können. Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme!

* Und um Spekulationen vorzubeugen (in den Vorjahren war Wikimedia Deutschland Gastgeber des Events): Wir sind hocherfreut, dass Wikimedia NL in diesem Jahr die Gastgeberrolle übernimmt und unterstützen sie bei den Vorbereitungen mit den Erfahrungen und den Materialien der Vorjahre. Für uns ist der Hackathon ein schönes Beispiel für gute Chapterzusammenarbeit und Wissenstransfer.  

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Rückblick: Berlin Hackathon 2012

Anfang Juni luden Wikimedia Deutschland und die Wikimedia Foundation gemeinsam zum Hackathon Berlin 2012 ein. Beim größten Wikimedia-Hackathon aller Zeiten trafen sich Entwickler der beiden Organisationen und der Community vom 1. bis 3. Juni 2012 in Berlin. Es sollten Erfahrungen ausgetauscht, an Verbesserungen und Erweiterungen der MediaWiki-Software gearbeitet und Gespräche über die neuen Technologien und Projekte geführt werden.

Es war außerdem das erste Mal, dass Wikimedia Deutschland Hand in Hand mit der Wikimedia Foundation eine solche Konferenz auf die Beine stellt. WMDE und WMF haben nicht nur die notwendigen finanziellen Mittel gemeinsam aufgebracht, sondern auch die Logistik und Betreuung der Teilnehmer zusammen übernommen. Wöchentliche Telefonkonferenzen, verschiedene Onlinetools und hunderte E-Mails waren Grundlage für die internationale Zusammenarbeit der Hauptverantwortlichen Sumana Harihareswara und Rachel Farrand auf Seiten der WMF und Nicole Ebber und Maria Rößler bei WMDE. Eine anregende neue Erfahrung, auf die wir in Zukunft gerne aufbauen und derartig konstruktive Zusammenarbeit intensivieren möchten.

„Ihr solltet euch kennen lernen“

Sumana Harihareswara kennt jeden Vornamen und kann im Schlaf aufzählen, woran die Person mitarbeitet. „Wenn du nicht weiter weißt, hole ich dir Hilfe und ein nettes Projekt, an dem du arbeiten kannst“, so stellte sich die Koordinatorin der Entwickler-Community auf dem diesjährigen Hackathon in der STATION Berlin vor. Aber auch wer gerade keine Hilfe brauchte, fand sie oft neben sich: „Daniel, das ist Oren. Oren, das ist Daniel. Ich lass euch mal allein.“ So und ähnlich kamen die über 100 Teilnehmer aus 30 Ländern ins Gespräch.

By Victorgrigas CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

„Größter Wikimedia-Hackathon aller Zeiten“

„Es ist angemessen, dass dies der größte Hackathon ist, den es je gab. So viele Veränderungen in so kurzer Zeit hat es in der Geschichte unserer Projekte noch nicht gegeben“, so Erik Möller, stellvertretender Leiter der Abteilung für Produktentwicklung der Wikimedia Foundation. Diese tiefgreifenden Neuerungen standen bei der diesjährigen Veranstaltung in Berlin auch im Vordergrund: Interessierte konnten sich zum Beispiel über die Codeverwaltung mit Git und Gerrit, die geplante Einführung der Scriptsprache LUA sowie die Portierung bestehender Gadgets auf die Verwendung des Resource Loaders informieren. Auf großes Interesse stieß außerdem das Infrastruktur-Projekt Wikimedia Labs, das es Entwicklern ermöglicht, eigene Projektideen auszuprobieren oder Media- Wiki-Erweiterungen zu testen.

Großartiges Feedback gab es außerdem für das EU-geförderte RENDER-Projekt und Wikidata. Die Mitarbeiter beider Projekte hatten sich zum „Wikidata und RENDER-Summit“ im Vorfeld des Hackathons bereits mit Entwicklern der Wikimedia Foundation getroffen und den jeweils aktuellen Entwicklungsstand vorgestellt und diskutiert.

Dokumentation

Die ersten Videos der Tutorials und Lightning Talks sind online, auf Commons finden sich die ersten Fotos. Gerhard Meijssen hat Kai Nissen zu Accessibility interviewt, Jens Ohlig schreibt einen lesenswerten Rückblick und im Blog der Wikimedia Foundation gibt es ebenfalls zwei Artikel: Wikidata Summit kicks off in Berlin und Diverse Wikimedia tech crowd gathers in Berlin.

By Guillaume Paumier CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0), via Wikimedia Commons

Trotz der konstruktiven Atmosphäre gab es am Ende immer noch offene Fragen. Gut, dass Mitte Juli der nächste Hackathon stattfindet. Sumana wird sicherlich auch da sein.

(Vielen Dank an Kai Nissen, der die Textgrundlage für diesen Blogbeitrag geliefert hat.)

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Ausblick: Berlin Hackathon 2012

Am kommenden Wochenende (1.-3. Juni 2012) findet der Berlin Hackathon 2012 statt. In der Station Berlin erwarten wir rund 130 Teilnehmer: Hier kommen die ehrenamtlichen MediaWiki-Entwickler mit Angestellten der Wikimedia Foundation und von Wikimedia Deutschland zusammen, um gemeinsam an der Technik hinter den Wikimedia-Projekten zu arbeiten.

Der offizielle Start des Hackathons ist am Freitag um 17 Uhr. Am Donnerstag und Freitag treffen sich aber zunächst noch die Teams von Wikidata und Render, um mit Entwicklern der Wikimedia Foundation über die beiden Projekte zu sprechen, Ideen auszutauschen und die gemeinsame Arbeit zu fördern. Das komplette Programm und alle notwendigen Informationen finden sich im Veranstaltungswiki.

Erstmalig wird der Hackathon nicht allein von Wikimedia Deutschland ausgetragen: Wir arbeiten in der Vorbereitung Hand in Hand mit der Wikimedia Foundation zusammen und beide Organisationen stellen gemeinsam die Gelder für die Finanzierung zur Verfügung. Die Konferenzsprache ist Englisch, auf der Projektseite findet sich eine Übersicht über die Themen und Ziele der diesjährigen Veranstaltung:

Goals and topics for the Hackathon.

This is the premier event for the MediaWiki and Wikimedia technical community. We’ll be hacking, designing, and socialising.

Our goals for the event are to bring 100-150 people together, with lots of people who have not attended such events before. User scripts, gadgets, API use, Toolserver, Wikimedia Labs, mobile, structured data, templates — if you are into any of these things, we want you to come!

Goals:

  • More outreach to variety of people – aim for 120-130 participants (judging that ~100 came last year)
  • Get Lua training for anyone who wants it
  • Inform people about ResourceLoader 2 & new Gadgets support, train JS authors
  • Get Labs or Toolserver accounts for anyone who wants them
  • Get at least 5 gadgets/tools/templates/bots developers/authors to get into larger Wikimedia community, stay in it 3 months after event
  • Facilitate chapter tech community
  • Keep last year’s quality of experience while upping attendance
  • Better social events that help build relationships, facilitate mingling.

Der Hackathon wird sowohl live in Ehterpads dokumentiert, auf twitter könnt ihr dem Hashtag #wmdevdays folgen und im IRC-channel #mediawiki auf FreeNode live dabei sein. Es wird außerdem eine umfassende Videodokumentation der Veranstaltung und der Tutorials angefertigt. Während der gesamten Veranstaltung gilt die Friendly Space Policy.

Ansprechpartner bei der Foundation ist Sumana Harihareswara, die sich sowohl um das Programm als auch die Betreuung der Teilnehmer kümmert. Bei Wikimedia Deutschland sind Nicole Ebber und Maria Rößler verantwortlich. Happy Hacking!

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Hacken in San Francisco

Zwischen dem 20. und 23. Januar durfte ich in San Francisco am “Wikipedia Hackathon” teilnehmen, einem Workshop für Softwareentwickler, bei dem es darum ging, gemeinsam an neuen Features zu arbeiten und interessierten Neulingen die Arbeit an und mit MediaWiki näher zu bringen. Besonders im Vordergrund stand dabei die Entwicklung von “Apps” für Smartphones: Die Wikimedia Foundation hat kürzlich die Offizielle Wikipedia-App für die Android-Plattform vorgestellt, mit der Wikipedia-Artikel bequem auf dem Telefon gelesen werden können. Nun wurden die gesammelten Erfahrungen mit der Entwicklergemeinde geteilt, neue Funktionen (wie “zufällige Seite”) hinzugefügt und Ideen für weitere Anwendungen entwickelt. Das gab auch mir die Gelegenheit, mit der Programmierung von Android-Telefonen zu experimentieren.

Den Preis für die beste Neuentwicklung während des Hackathons gewann ein Projekt, dass zwar für Handys gedacht ist, aber ganz ohne Smartphone-Funktionen auskommt: per SMS kann ein Wikipedia-Artikel angefragt werden, der dann von einem Dienst vorgelesen wird. Der Preis ist eine Reise für zwei Mitgleider des Siegerteams: sie dürfen zu einem weiteren Wikimedia-Event irgendwo auf der Welt fahren — vermutlich zum nächsten Hackathon, nämlich dem, den Wikimedia Deutschland voraussichtlich im Frühjahr veranstalten wird.

Zwischen all den spannenden Gesprächen mit erfahrenen und auch ganz neuen MediaWiki-Entwicklern fand ich noch Zeit für meinen eigenen kleinen „Hack“: MediaWiki soll in Zukunft neben Wiki-Links auch die HTML-Syntax für Links zulassen. Das ist wichtig, um Metadaten wie zum Beispiel Bildlizenzen mit Hilfe von Mechanismen wie HTML5 Microdata oder RDFa maschinenlesbar in Wikiseiten einbinden zu können.

Den Aufenthalt in San Francisco konnte ich außerdem nutzen, um die Arbeit am Wikidata-Projekt mit der Wikimedia Foundation zu koordinieren. So konnte unter anderem die Abläufe für den Test und die Integration der neuen Software in die Wikimedia-Landschaft geklärt und diverse Detailfragen zur Umsetzung besprochen werden. Diskutiert haben wir zum Beispiel, ob und wie sich Änderungen an zentral gespeicherten Datensätzen auf Beobachtungslisten in den einzelnen Wikipedias niederschlagen sollen.

Es war gut, Wikidata bei den Mitarbeitern der Wikimedia Foundation bekannter zu machen, und es war schön, die Unterstützung und Begeisterung für das Projekt zu spüren. Es gibt noch viel zu tun für Wikidata, aber es scheint, als sei alles auf dem besten Wege.

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Hacken in Haifa – die Wikimania Developer Days

Wikimania Developers Lounge (by Sarah Stierch, CC BY 2.0)

Die Wikimania ist nun schon ein paar Wochen her. Dennoch möchte ich, frisch aus dem Urlaub, noch einen Rückblick auf die Developer Days geben, die vor der eigentlichen Konferenz am 2. und 3. August statt fanden. Gemäß der Tradition von Wikimania trafen sich vor der Wikimania MediaWiki-Entwickler, Server-Administratoren und andere technisch interessierten Wikimedian für zwei Tage, um sich über die Weiterentwicklung der Software und den Ausbau der Serverlandschaft auszutauschen, auf der Wikipedia und die anderen Wikimedia-Porjekte laufen. In diesem Jahr waren besonders zwei Schwerpunkte auszumachen:

Der erste Schwerpunkt wandte sich an Entwickler, die neu zum MediaWiki-Projekt hinzu gestoßen sind oder sich jetzt verstärkt einbringen möchten. Die Voluntär-Entwickler-Koordinatorin der Wikimedia Foundation, Sumana Harihareswara, hatte dazu zwei Veranstaltungen organisiert: „How to become a MediaWiki hacker“ und „Mediawiki code review“. In ersterer wurde Erklärt, wie man überhaupt zu MediaWiki beitragen kann. In der zweiten wurde dann erläutert, wie die Qualitätssicherung für den Entwicklungsprozess funktioniert.

Der zweite Schwerpunkt war die Benutzeroberfläche von MediaWiki. Aber anders als bei dem Hackathon, den Wikimedia Deutschland im Frühjahr in Berlin veranstaltet hatte, stand diesmal nicht der Editor im Mittelpunkt – statt dessen ging es vor allem um die Leser. Amir Aharoni hatte zu zwei Themenbereichen Referenten eingeladen: zuerst sprachen wir über die verschiedenen Probleme die entstehen, wenn man in Sprachen wie Hebräisch oder Arabisch, die von rechts nach links geschrieben werden, Textteile hat, die im europäischen Stil von links nach rechts geschrieben werden. Auch die Gestaltung der gesamten Oberfläche der Webseite hängt in weiten Teilen davon ab, in welche Richtung der Text fließt. Die Kombination von verschiedenen Schreibrichtungen führt hier häufig zu Problemen.

Spannender fand ich persönlich aber den Erfahrungsbericht von Adi Kushnir, einem blinden Wikipedia-Nutzer, der uns detaillierten Einblick in die Probleme, die blinde und sehbehinderte Menschen im Umgang mit Wikipedia haben. So sind zum Beispiel die ausklappbaren Menüs im Navigationsbereich von MediaWiki-Seiten, die seit einiger Zeit die Seite für die meisten Nutzer übersichtlicher gestalten, für Blinde unzugänglich.

Angeregt durch diese Begegnung nahm ich Kontakt mit Lisa Seeman, einer Expertin für barrierefreihe Webseiten, auf. Großartigerweise entschloss sich Lisa spontan, zur Wikimania zu kommen und mit den Entwicklern der Wikimedia Foundation zu sprechen. Ich glaube, dass diese Verbindung zu wichtigen Verbesserungen der MediaWiki-Software führen kann, die es noch mehr Menschen erlauben, an den Inhalten der Wikimedia-Projekten teilzuhaben.

 

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MediaWiki-Entwickler trafen sich zum Hackathon

Vom 13. bis 15. Mai kamen im Berliner betahaus 70 MediaWiki-Entwickler zum Berlin Hackathon 2011 zusammen. Wikimedia Deutschland war zum dritten Mal Gastgeber dieses internationalen Entwicklertreffens, das dieses Jahr unter dem Zeichen „less talk – more hacking“ stand. Eingeladen waren daneben auch noch 20 Beteiligte des europäischen Wettbewerbs Wiki loves Monuments (Bericht) sowie das Language Committee.

Bugs, Tools und der Parser

Das wahrscheinlich wichtigste Thema auf dem diesjährigen Hackathon war die Entwicklung einer verbesserten Bearbeitungsmöglichkeit für Wikitexte, die es erlaubt, Seiten so zu bearbeiten, wie sie angezeigt werden, oder gar direkt zu verändern, ohne auf eine spezielle Bearbeitungsseite wechseln zu müssen. Um dies zu erlauben, müssen zunächst technische Grundsteine gelegt werden: der Parser, der den Wikitext so umwandelt, dass er angezeigt werden kann, braucht eine Generalüberholung. Gar nicht so einfach, er muss ja all die Millionen von bestehenden Wikiseiten weiterhin verstehen.

Auch sonst werden an der Benutzeroberfläche ständig Verbesserungen vorgenommen. So hat sich zum Beispiel gezeigt, dass die Platzierung der Bearbeiten-Links direkt neben Absatzüberschriften zu einem deutlichen Anstieg von Beiträgen führte. In der deutschsprachigen Wikipedia sind diese Links schon lange direkt neben der Überschrift, in der englischsprachigen Version waren sie bislang immer am rechten Rand untergebracht. Auch über den Umgang mit neuen Autoren wurde gesprochen: so ist es im Augenblick leicht, neuen Mitarbeitern Warnungen und Hinweise zu schicken, Ermutigungen und Hilfe dagegen sind eher selten. Das ist natürlich an sich kein technisches Problem, aber die WikiLove-Extension könnte durchaus helfen, es zu lösen, indem sie es leicht macht, anderen Autoren positives Feedback zu geben.

Für diejenigen, die nicht immer Online sind, wurde an dem Offline-Reader Kiwix gearbeitet. So wurde mit mehreren Probanden eine Studie zur Bedienbarkeit von Kiwix durchgeführt, die zu einer Verbesserung der Benutzerführung führen soll. Daneben wurde die Möglichkeit diskutiert, Kiwix auf dem XO-PC des OLPC-Projektes (One Laptop Per Child) einzusetzen.

Ein weiteres spannendes, wenn auch recht technisches Thema war die Infrastruktur für den Betrieb der Wikipedia. Die Wikimedia Foundation baut gerade einen zweiten Data-Center auf (in Ashburn, Virginia), um Wikipedia und die anderen Wikimedia-Wikis noch stabiler und verlässlicher zu machen. Daneben ging es um die Unterstützung von IPv6 und um den Einsatz von HipHop für PHP, einer von Facebook entwickelten Technologie, die Webseiten deutlich schneller machen soll.

Dankeschön!

Ein herzliches Dankeschön geht zunächst an die Wikimedia Foundation, die mit über 30 Entwicklern nach Berlin gekommen ist, um gemeinsam mit den Volunteers an der Optimierung der Software zu arbeiten. Ganz besonderer Dank gebührt hier Danese Cooper für die ausgezeichnete Moderation und Unterstützung, Guillaume Paumier und Sumana Harihareswara für die professionelle und schnelle Live-Dokumentation (Freitag, Samstag, Parser-Diskussion, Sonntag).

Für den Livestream verantwortlich war Jesse Scott, die Videos stehen auf der Plattform zur Ansicht bereit und werden in den nächsten Tagen auch auf Commons geladen. Die fotografische Dokumentation haben Ralf Roletschek und Tobias Schumann übernommen, das Ergebnis findet sich auf Commons und kann sich durchaus sehen lassen :)

Danke auch an das Team vom betahaus für die ausgezeichnete Betreuung und den sehr angenehmen Aufenthalt. Bei den Teilnehmern kam das Open-End-Hacking besonders gut an, nach dem Abendessen wurde teilweise bis 4 Uhr morgens weiter gearbeitet! Ein großer Dank gebührt natürlich allen, die teilgenommen haben und dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung so erfolgreich war. Ihr seid toll!

Ein großes Lob auch an die Kollegen von Wikimedia Deutschland, die sich im die Organisation der Veranstaltung gekümmert haben: Ohne Nicole Ebber und Cornelius Kibelka wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Danke!

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Berlin Hackathon 2011 – In einer Woche hackt’s los!

Nächste Woche (13.-15. Mai 2011) lädt Wikimedia Deutschland MediaWiki-Hacker zu einem Wochenende mit „less talk – more hacking“ zum Hackathon nach Berlin. Insgesamt haben sich 70 Teilnehmer aus der ganzen Welt angemeldet, um im Berliner betahaus gemeinsam am MediaWiki-Parser, Tools und Bugs zu arbeiten.

Zur gleichen Zeit treffen sich dort auch ca. 25 ehrenamtliche Organisatoren des europäischen Fotowettbewerbs Wiki loves Monuments, um weitere Pläne für die Aktivitäten in diesem Jahr, die Suche nach geeigneten Partnern und Sponsoren, Werbemaßnahmen und natürlich das leidige Thema der Denkmallisten und der technischen Umsetzung zu besprechen. Außerdem wird das Language Committee die Gelegenheit nutzen und ebenfalls ein Treffen mit 8 Vertretern abhalten. Wir freuen uns besonders über die bunte, thematische Mischung an Themen und Akteuren! Das betahaus als offener Ort mit viel Gestaltungsmöglichkeiten und entspannten Betreibern eignet sich ganz besonders für unser Format. Hashtag für das ganze Wochenende ist übrigens #mwhack11 (auch wenn wir vermutlich damit nicht gegen #esc11 ankommen werden).

Als Abschluss der Veranstaltung laden wir am Sonntag abend (15.05., ab 20 Uhr) zur gemütlichen Hackerlounge in die c-base ein. Bei Musik und Getränken werden wir das Wochenende ausklingen lassen, Gäste sind herzlich willkommen! Wer weitere Vorschläge für hackerfreundliche Abendveranstaltungen an diesem Wochenende hat: Her damit!

Wir suchen noch ein wenig Unterstützung bei der Veranstaltung in Form von freiwilligen Dokumentatoren, Stadtführern und „Hands“ vor Ort im betahaus. Denn auch wenn die Hacks und anderen Operationen größtenteils online stattfinden, sind wir noch nicht so weit, um uns von der dinglichen Welt gänzlich lossagen zu können.

Die ganze nächste Woche ist in Berlin übrigens die „Berlin Web Week“, in deren Programm auch unser Hackathon angekündigt wird.

Wenn’s Fragen gibt: Ihr erreicht Daniel, Cornelius und mich unter hackathon@wikimedia.de.

In diesem Sinne: Happy Hacking!

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Ankündigung: Berlin Hackathon 2011

Wikimedia Deutschland lädt zum dritten MediaWiki-Entwicklertreffen nach Berlin ein. Vom 13. bis 15. Mai 2011 treffen wir uns im betahaus in Kreuzberg zum Berlin Hackathon 2011. In diesem Jahr wird es allerdings weniger Vorträge und dafür mehr Zeit und Raum zum Hacken geben.

Die Registrierung ist ab sofort eröffnet: http://de.amiando.com/hackathon2011. Der Eintritt ist frei, aber wer kommen möchte, muss sich bis zum 10. April registriert haben!

Der Hackathon bietet MediaWiki-Hackern die Möglichkeit, zusammen zu kommen, Bugs zu beseitigen und coole neue Features zu entwickeln. Schwerpunkte werden unter anderem sein:

  • Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit
  • Interaktive Karten
  • Fixen des Parsers
  • WMF Operations (Neues Data Center, Virtualisierung)
  • Unterstützung des Wettbewerbes Wiki loves Monuments
  • Bugs, Bugs, Bugs

Weiteren Ideen sind willkommen und können auf der Planungsseite vermerkt werden.

Während des Hackathons werden sich auch das Language Committee und eine Wiki loves Monuments-Gruppe treffen. Für diese Projekte ist eine limitierte Anzahl an Tickets reserviert, Beteiligte erhalten in Kürze einen entsprechenden Einladungscode.

Das Hackathon-Team (Daniel, Nicole und Cornelius) steht für alle Fragen gerne unter hackathon@wikimedia.de zur Verfügung.

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Entwickler-Workshop am 14.-16. April in Berlin

Wikimedia Deutschland lädt zum Entwickler-Workshop am 14.-16. April 2010 nach Berlin. Dort treffen sich MediaWiki-Entwickler, Toolserver-Nutzer, Gadget-Hacker und andere, die an der technischen Seite der Wikimedia-Projekte interessiert sind. Der Workshop wird in den Räumen der Zanox AG stattfinden – im Herzen Berlins und mit Blick auf die Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

Bis zum 21. März können sich Interessierte für den Workshop anmelden. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich.

Auf Wunsch organisieren wir gerne bezahlbare Übernachtungsmöglichkeiten, für ein entspanntes Rahmenprogramm wird ebenfalls gesorgt.

Wir freuen uns auf Euch!

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Rückblick auf das Entwicklertreffen

Während der Wikimedia Conference am 3. bis 5. April trafen sich MediaWiki-Entwickler und andere technisch Interessierte in der c-base in Berlin. Ziel der Veranstaltung war es, Kontakte zu knüpfen und neue (oder alte) Projekte ins Rollen zu bringen. Und ich denke, das ist uns auch gelungen.

Das wichtigste Thema war wohl die Integration von OpenStreetMap in Wikipedia (Notizen). Über dieses Projekt werden wir hoffentlich bald automatisch Karten für Artikel über Orte, Flüsse, Länder und so weiter erzeugen können, die sich dann auch dynamisch verschieben und zoomen lassen, ähnlich wie bei Google Maps. Auch das Markieren interessanter Orte und das Einbinden von Satellitenbildern ist angedacht. Wikimedia Deutschland wird für dieses Projekt Server anschaffen.

Ein weiteres prominentes Thema war die Usability Initiative (Notizen), die sich mit der Verbesserung der Benutzeroberfläche befasst. Zu diesem Zweck wurde gerade eine Untersuchung durchgeführt, die erforscht, womit unerfahrene Benutzer besonders Probleme haben. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden bald vorliegen und sollen unmittelbar zu Verbesserungen in der Benutzeroberfläche genutzt werden. Desweiteren arbeitet Wikia mit Hochdruck an einem WYSIWYG-Editor, der das Bearbeiten von Wikitext aber auch das Ausfüllen von Infoboxen oder das Erstellen von Tabellen deutlich vereinfachen soll. Auch wird daran gearbeitet, das Hochladen und Einbinden von Bildern und Videos zu erleichtern.

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