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Coding da Vinci – Die Preisverleihung kommt

Ein kleiner Ausschnitt des Hackdash auf dem sich die im entstehen begriffenen Projekte von Coding da Vinci vorstellen. Schauen Sie rein.

Es ist soweit. In wenigen Wochen enthüllen wir die Gewinner des diesjährigen Kultur-Hackathons Coding da Vinci. Der Programmierwettbewerb um die digitalisierten Kulturdaten des Landes läuft auf der Zielgeraden ein. Apps für das Smartphone, Twitterfeeds, Big-Data Visualisierung, interaktive Websites, Virtual Reality. Hochgesteckte Ambitionen der gut 100 Teilnehmer, die in ihrer Freizeit aus Fotos, 3D-Scans, Textdigitalisaten und Gemälden Neues erschaffen. Wir laden Sie ein, mit uns gemeinsam ca. zwanzig Digitalprojekte live zu erleben. Sie stehen im Wettstreit um die begehrten sechs Coding da Vinci Preise in den Kategorien:

  • The most technical
  • The most useful
  • The best design
  • The funniest hack
  • Out of competition
  • Everybody’s darling

Innovative Entwickler und Entwicklerinnen, Kulturinteressierte, Designer und Designerinnen haben dann 6 Wochen lang hart gearbeitet. Getragen allein von ihrem Wunsch aus den digitalisierten Kulturgut Berlins und Umgebung neue Produkte zu schaffen. Vielleicht reisen Sie in einem neuen Onlinespiel mit uns mit 80 historischen Fahrkarten um die Welt. Oder prüfen Sie, wieviel Spaß es macht, mit der App wOgus 1000 Käfer am Bildschirm nach Farbe zu sortieren. Der Algorithmus Deep Water verspricht, die Wasserzeichen der Papiersammlung der UB Leipzig in Ihr Lieblingsfotomotiv zu mendeln. Drei von 24 Ideen, die am 21. Oktober zum Kick-Off von Coding da Vinci an der HTW gepitcht wurden. Im Augenblick sind es nur ein paar Zeilen Code, kleine Skizzen und ein Menge Enthusiasmus. Der Hackdash gleicht einer Blackbox. Mit Spannung erwarten wir daher die Präsentation der fertigen Projekte. Welche Idee hat das Zeug ein Produkt zu werden? Wer hat im Sprint durchgehalten? Welches Projekt wird die Jury begeistern und welches das Publikum? Wer wird in einer der sechs Kategorien den Preis gewinnen? Fiebern Sie am 2. Dezember im Jüdischen Museum mit uns mit. 

Bitte vormerken:

  1. Dezember 2017, Samstag 12:00 bis 18:00 Uhr im Jüdischen Museum Berlin

Lindenstraße 9 – 14, 10969 Berlin

Der Eintritt ist frei. Bitte registrieren Sie sich hier. Die Plätze sind beschränkt.

 

Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), der Open Knowledge Foundation Germany e.V. (OKF DE), der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS) und Wikimedia Deutschland e.V. (WMDE) und ein offizieller Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 in Deutschland (SHARING HERITAGE).

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Ein Alpha-Tier legt sein Beta ab: Deutsche Digitale Bibliothek geht in Regelbetrieb

Begleitet von den freundlichen Worten der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU)  ist heute in Berlin der Beginn des Regelbetriebs der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) gefeiert worden. Grütters legte einige Emphase in die Unterscheidung zu großen Internet-Playern wie Google, die im Hinblick auf die Zugangserleichterung zum kulturellen Erbe bereits mit Siebenmeilenstiefeln vorangeschritten sind:

Die DDB ist eine öffentliche, staatliche Antwort auf privatwirtschaftliche Aktivitäten. Datenmonopole müssen verhindert werden, nicht zuletzt deshalb, weil sie – über ihre negativen ökonomischen Auswirkungen hinaus – zu Deutungsmonopolen werden können, die eine freiheitliche Gesellschaft nicht akzeptieren kann.

Aufmerksame Leserinnen dieses Blogs werden sich womöglich daran erinnern, dass wir bereits im November 2012 den Beta-Start der DDB begrüßten. Und Wikimedia Deutschland freut sich über die Reihe an Fortschritten der DDB, von denen nur ein Teil für Endnutzer unmittelbar sichtbar, für die beteiligten Kulturinstitutionen jedoch durchaus relevant sind. Einige davon möchte ich im Folgenden hervorheben:

Normdaten

Normdaten helfen, Inhalte zu gleichen Personen zusammenzuführen – auch dann, wenn diese zu Lebzeiten unter verschiedenen Namen auftraten (z.B. Herbert Frahm als Willy Brandt) – oder wenn zwei verschiedene Personen mit gleichem Namen zu differenzieren sind (Gerhard Schröder[1 und 2]). Mittels neuer Personendatenseiten auf der DDB könnten in Zukunft passgenau die Inhalte von und über Personen einheitlich dargestellt werden. Zudem verlinkt die DDB jetzt sehr konsequent auf Wikipedia-Einträge, sofern diese vorhanden sind. Der Nutzen dieser Funktion wird mit der Qualität der Metadaten zu den einzelnen Objekten der DDB steigen und fallen.

API

Diese gute Nachricht war uns schon 2013 eine kurze Notiz wert: Die API der DDB steht und sie liefert konsequent CC0-freigegebene Daten aus. Wir halten diesen Weg für richtig und gratulieren der DDB, sich bei dieser Entscheidung für eine konsequente Freigabepolitik entschieden zu haben. Mittels API können aus dem Metadatenbestand der DDB Daten übernommen und für eigene Vorhaben nachgenutzt werden.

Lizenzinformationen

Überall, wo dies schon als Information vorliegt, werden in der DDB die Informationen zum Lizenzstatus von via DDB auffindbaren Inhalten angezeigt. Dies ist eine nötige Vorstufe auf dem Weg zu einer Deutschen Digitalen Bibliothek nach Open Access-Kriterien, wie es seit Beginn des Projektes formuliert wurde.

Coding Da Vinci

Die Deutsche Digitale Bibliothek und Wikimedia Deutschland sind gemeinsam Partnerinnen einer Phalanx aus Einrichtungen, die Ende April den Kulturhackathon Coding Da Vinci veranstalten. Zu den bereitgestellten Daten zählen auch jene, die über die API der DDB nachnutzbar sind. Über diesen Beitrag freuen wir uns ganz besonders.

Vergleicht man die Neuerungen des letzten Jahres mit den Forderungen von Wikimedia Deutschland aus dem November 2012, kann man sicherlich erahnen, warum wir uns über den Eintritt in den Regelbetrieb der DDB freuen. Nach Angaben der Kulturstaatsministerin sind bislang über 20 Millionen Euro in die Entwicklung und den Betrieb der DDB geflossen, weiteres Geld wird nötig sein. Für den Frühjahr 2014 wird es zur Veröffentlichung eines Evaluationsberichtes kommen, der die Grundlage für eine dauerhafte Finanzierung der DDB durch Bund und Länder sein könnte.

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Deutsche Digitale Bibliothek veröffentlicht API

Was bereits in diesem Blog im September als Randnotiz vermeldet werden konnte, kann seit gestern ganz offiziell gefeiert werden: Die API der Deutschen Digitalen Bibliothek ist am Start. Mit ihr ist der Abruf von Metadaten der DDB-Inhalte (genauer: allen unter CC0 freigegebenen Metadaten) für die maschinelle Nachnutzung möglich. Für die Nutzung der API ist eine formlose Registrierung im Portal und per Email nötig, im Wiki der DDB ist eine Anleitung dazu und zur Leistungsfähigkeit der API selbst enthalten.

Die Forderung nach einer API und einheitlicher CC0-Freigabe der Metadaten haben wir vor knapp einem Jahr zum Start der DDB formuliert, auch die anderen Punkte sind weiterhin gültig.

 

Deutsche Digitale Bibliothek und Wikimedia Deutschland gehören zu dem Kreis der Veranstalterinnen der Konferenz Zugang gestalten!, die am 28. und 29. November in Berlin stattfindet.

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Deutsche Digitale Bibliothek: Stand des Probebetriebs

Auf Einladung der Arbeitsgruppe Kulturelles Erbe des Internet & Gesellschaft Collaboratory gab es am 5. September in den Räumen der Berliner Staatsbibliothek eine Vorführung zum aktuellen Stand der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Die Präsentation übernahm Frank Frischmuth, DDB-Geschäftsführer.

Eine sehr erfreuliche Nachricht gab es dort hinsichtlich der Lizenzierung der Metadaten zu den in der DDB eingestellten Objekten: In einer bald für Entwickler freizuschaltenden API der DDB werden ausschliesslich die unter Creative C0mmons Zero freigegebenen Metadaten weitergegeben.  Wie in früheren Blogpostings (April 2012 und November 2012) berichtet, hat man sich bislang noch nicht festlegen können, ausschliesslich unter Creative Commons Zero freigegebene Metadaten in die DDB aufzunehmen. Der Kooperationsvertrag benennt war CC0 als Regelfall, erlaubt aber den Einrichtungen, auf die Freigabe der Metadaten zu verzichten. Diese Entscheidung ist insbesondere deshalb bedauerlich, weil die DDB als nationaler Aggregator für Europeana arbeiten soll und darum am Ende auf Daten sitzen wird, die aus lizenzrechtlichen Gründen gar nicht an Europeana weitergegeben werden können. Die Entscheidung, nur CC0-freigegebene Metadaten über die API anzubieten ist eine pragmatische und sinnvolle Entscheidung. Konsequent weitergeführt wird sie in der Entscheidung münden, genauso wie Europeana ausschliesslich CC0-Metadaten von Kooperationspartnern anzunehmen.

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Die Freiheit geb‘ ich Dir: Europeana-Metadaten nun komplett unter CC0

Nach einer angemessen langen und gründlichen Diskussion hat das europäische Kulturportal Europeana mit dem gestrigen Tage die Umstellung auf eine vollständige CC0-Lizenzierung aller Metadaten abgeschlossen. CC0 (Creative Commons Zero) bedeutet in der Praxis, dass aus urheberrechtlicher Sicht alle Formen der Nachnutzung frei von Bedingungen möglich sind. Wer darüber hinaus nicht nur legal, sondern auch sozialadäquat diese Daten nutzen möchte, erhält mit den Usage Guidelines eine Reihe von unverbindlichen, aber in der Regel sehr praktischen Ratschlägen, wie diese Daten nachgenutzt werden sollten. Diese Zweiteiliung ist sehr hilfreich und allen Kultureinrichtungen zur Nachahmung empfohlen, unter anderem fährt die British Library mit ihren Metadaten ein ähnliches Konzept, wie auch inzwischen viele andere Nationalbibliotheken und Verbünde.

Wir begrüßen diesen Schritt und hegen weiterhin die Hoffnung, dass auch der deutsche Zuträger zu Europeana, die Deutsche Digitale Bibliothek, bei ihrem Metadatennutzungskonzept auf restriktivere Lizenzmodelle verzichten wird.

Neben einer API zum Download einzelner Datensätze gibt es von Europeana schon seit einiger Zeit ein Komplettdownloadmöglichkeit aller Metadaten unter http://data.europeana.eu/download/, dort sollte auch ein Paket mit Stand September 2012 erscheinen.

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