Posts Tagged ‘Community’



Monatsbericht Dezember 2014

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im Dezember, steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht ausgewählter Projekte. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

PROGRAMM FREIWILLIGE

Frauen- Kultur-Edit-a-thon

Der bisher wahrscheinlich erfolgreichste Edit-a-thon von und für Frauen fand am 12. Dezember in Berlin statt. Mit 16 Teilnehmerinnen konnte das regelmäßige Women-edit-Treffen einen Besucherrekord verzeichnen. Unter den Teilnehmerinnen befanden sich sowohl erfahrene Wikipedianerinnen als auch neue Interessierte. Gemeinsam gearbeitet wurde diesmal an Artikeln zu Frauen im Kulturbereich. Mit der Beteiligung einer Initiatorin des verwandten Wikidones-Projekts aus der katalanischen Wikipedia konnte sich das Netzwerk weiter internationalisieren und vernetzen.

Wikipedia-Arbeitstreffen Löbau

Zum Ausbau und zur Verbesserung von Artikeln rund um die Stadt Löbau und zur Aufnahme von Bildmaterial, fand am 20. Dezember ein spezielles Arbeitstreffen statt. Die Stadt Löbau bot den Wikipedia-Aktiven eine kostenlose Führung durch die Keller der Stadt. Weiterlesen »

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„Glück Auf!“ GLAM on Tour auf den Spuren des Bergbaus im Sauerland

Spektakuläre Einsichten im Kilianstollen. By Geolina163, CC-BY-SA-4.0, via Wikimedia Commons

Ein Gastbeitrag von Schlesinger, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor.

Am Wochenende vom 17. bis 19. Oktober trafen sich in der sauerländischen Stadt Brilon 20 Wikipedianer und Wikipedianerinnen zu einem Treffen, das sich mit dem Bergbau im Sauerland beschäftigte. Solche Treffen gab es schon öfters zu verschiedenen Themen (siehe Übersichtsseite GLAM on Tour). Sie werden vom Verein Wikimedia Deutschland unterstützt und organisiert. Angeregt durch ein Rundschreiben mit Flyer und Umfrage der GLAM-Mitarbeitenden des Vereins, begannen die Wikipedia-Autoren Siegfried von Brilon und Malchen53 schon im letzten Jahr mit der Sondierung von Möglichkeiten für ein Treffen in der Stadt im Hochsauerland.

Die Bemühungen haben sich gelohnt, denn es wurde ein voller Erfolg

Ein großer, freundlicher Empfang im Rathaus der Stadt, eine hervorragende Bewirtung im Museum Haus Hövener, gesponsert durch ein Restaurant, und beste Arbeitsbedingungen im Museum für die Autoren und Fotografen zeigten, dass Wikipedia wirklich ernst genommen und geachtet wird. Eine reichhaltige Handbibliothek, eine kompetente Beratung durch Bergbau- und Museumsspezialisten ermöglichten einen guten Einstieg in das Thema, was bereits vor Ort zu einigen Entwürfen und neuen Artikeln, sowie zahllosen neuen Fotos führte. Hinzu kam ein reiches kulturelles Rahmenprogramm, das die Teilnehmer in Exkursionen zu Bergwerksstollen, durch das Museum und durch die Stadtgeschichte führte.

Großes Interesse, große Wertschätzung

Begrüßung im Rathaus, u.a. Museumsleiter, stellvertretender Bürgermeister, Vorstandsvorsitzender, Steiger. Foto: Thomas Fries / Lizenz: cc-by-sa-3.0, via Wikimedia Commons

Bemerkenswert war, dass sogar Briloner Bürger und zufällige Museumsbesucher, aber auch die lokalen Medien, sich für die Wikipedia interessierten und den Autoren und Fotografen viele Fragen zum Projekt und zu verschiedenen Themen stellten (Berichterstattung siehe Pressespiegel). Der große persönliche Einsatz der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden des Museums zeigte, dass die Arbeit der Wikipedianer geachtet wird und ein Besuch auch einen Prestigegewinn für die Einrichtung bedeutet. Darüber hinaus sorgte ein freundliches und warmes Herbstwetter, das Landschaft und Stadt in einem milden Herbstlicht zeigte, zu einer angenehmen friedlichen Atmosphäre und gab den Teilnehmern das behagliche Gefühl, etwas Schönes erlebt zu haben.

Diesmal kam aber auch das Abenteuer nicht zu kurz. An den Rechnern stand immer auch die leicht bange Frage im Raum, wie man denn angesichts des Lokomotivführerstreiks, der an jenem Wochenende für eine unfreiwillige Entschleunigung sorgte, wieder nach Hause käme? Doch bald stellte sich heraus, dass das beschauliche Brilon weiterhin fast normal mit der großen Welt per Eisenbahn verbunden blieb.

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Monatsbericht September 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im September steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Die Festivalsaison geht mit dem Herbst langsam zu Ende, doch der Wikipedia-Festival-Sommer bleibt aktiv! Fünf Festivals standen für September auf der Liste der Fotografierenden: Die Nocturnal Culture Night in Kummerfeld, das Ackerfestival und Energy in the Park in München, das Berlin Festival und die Hamburg Metal Days. Für alle Bildergebnisse des Festival-Sommers 2014 existiert eine Übersicht.

Ein neuer Bilderschatz konnte zudem geborgen werden. Dank eines privaten Spenders, stehen bei Commons nun Digitalisate von historischen Aufnahmen des Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard zur Verfügung. (Bilder)

Weitere Fotoprojekte fanden im September wie folgt statt:

  • 07.09.: Pressekonferenz Tag der Legenden in Hamburg  (Bilder)
  • 08.–12.09.: Wiki loves Parliaments im Deutschen Bundestag (Bilder)
  • 14.09.: Wahlabend zur Wahl zum 6. Thüringischen Landtag (Bilder)
  • 17.–19.09.: Fototour in Weimar (Bericht)

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60 Möglichkeiten, um Wikipedia-Neulingen zu helfen

von Lodewijk Gelauff im englischsprachigen Original hier zu finden

 

Diskussion im „Wikimania Discussion Room“
(by Deror_avi, cc-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Diesen August hatten Iolanda Pensa und ich die Ehre, im „Wikimania Discussion Room“ eine Diskussion zu dem Thema „Neue Benutzer und Benutzerinnnen willkommen heißen und langfristig binden“ zu führen. Diese Diskussion war als Brainstorming-Session angesetzt und war eine der lohnenswerten Erfahrungen während der Wikimania. Der Schwerpunkt der Sitzung lag auf Ideen und Möglichkeiten, wie wir als Community dazu beitragen können, das Engagement von Neulingen zu fördern und langfristig sicherzustellen. Ich hoffe, dass einige unserer Ideen als Inspirationsquelle dienen werden.
Die Diskussion am Runden Tisch fand während der Wikimania statt. Alle waren willkommen, eine Expertengruppe gab es nicht und der Vorbereitungsaufwand war ziemlich gering. Das Ziel der Diskussion war es, 30 Möglichkeiten zu identifizieren, um Neulinge zur Beteiligung an Wikimedia-Projekten zu motivieren und ihr Engagement aufrechtzuerhalten, wobei die Ideen und deren Umsetzung weder von der Wikimedia Foundation – oder angeschlossenen Organisationen – noch vom Entwicklerteam abhängig sein sollten. Ich freue mich sehr, verkünden zu dürfen, dass wir 60 Wege zur Unterstützung neuer Benutzerinnen und Benutzer gefunden haben. Und obwohl sich einige der Ideen hier und da etwas überschneiden, ist das ein sehr beachtliches Ergebnis. Am Ende der Diskussionsrunde baten wir alle TeilnehmerInnen sich zu verpflichten, im nächsten Monat einige der 60 Maßnahmen zur Unterstützung neuer BenutzerInnen persönlich zu implementieren.

Viele Leute nahmen teil

Die vorgebrachten Ideen waren sehr vielfältig. Die Originalliste der Ideen ist in den Diskussionsnotizen einsehbar (in englischer Sprache). In diesem Post möchte ich gerne eine verkürzte Version dieser Liste mit euch teilen, in der einige Punkte zusammengefasst und weiter ausgeführt sind. Ich möchte alle Erfahrenen dazu ermutigen, sich diese Liste mit den unterschiedlichen Ideen in Ruhe anzuschauen. Und genau wie die Teilnehmenden der Diskussion, möchte ich auch euch darum bitten, mindestens eine dieser Ideen in den kommenden Wochen umzusetzen – und wenn ihr möchtet, dies in einem Kommentar zu diesem Blog-Post bekannt zu geben. Euer Engagement kann andere dazu ermutigen, dasselbe zu tun!

Lodewijk Gelauff, Moderator des „Wikimania Discussion Room“ und Freiwilliger bei Wikimedia Niederlande

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Einen Köder ausgeworfen

Förderer des Freien Wissens im Einsatz

Gefühlt 30° im Schatten. Freitag in Stuttgart. Aufgeräumte Redakteure und Wikipedianer in einem Raum. Es ging recht lustig zu. Man sprach über Linux und Open Data, über das Wikiversum, Abrufstatistiken und die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Gruselbilder wurden gezeigt und schließlich surrten die Rechner.

Zu Gast beim Südwestrundfunk. © Foto: Ra Boe / Wikipedia / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de, via Wikimedia Commons

 

Gemeinsam mit vier Wikipedianern aus dem Raum Stuttgart war ich zu Besuch beim Südwestrundfunk im Stuttgarter Stammhaus. Wir waren eingeladen worden zu erklären, warum Freie Lizenzen auch im Sender zur Anwendung kommen sollten: Win Win, wie es Neudeutsch heißt. Entspricht das nicht dem Gedanken: Eine Hand wäscht die andere? Diesen Blog haben wir schon oft den öffentlich rechtlichen gewidmet – diesmal direkt vor Ort. Unser Anliegen war es, die Mitarbeiter zu motivieren, selber und mit tatsächlichem Verständnis der Wikipedia-Richtlinien in der Wikipedia aktiv zu werden. Zum anderen den Sender dazu zu bewegen, eigenes Material unter einer Freien Lizenz nachhaltig für die Weiternutzung zur Verfügung zu stellen. Doch vor allem ging es darum zu demonstrieren, dass hinter der Online-Enzyklopädie und den anderen Wikimedia-Projekten Menschen stehen, mit denen man reden kann. Einige der Redakteure staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass Wikipedianer in ihrer Freizeit mit eben so viel Elan Wikipedia-Artikel schreiben, oder Fotos in Wikimedia Commons hochladen, wie andere Fußball spielen, und dabei eben soviel Spaß haben.

Ein paar der Fragen

„Ja, woher wissen Sie denn, dass da keiner Quatsch reinschreibt?“ Dafür gibt es die Beobachtungslisten.

„Wer legt denn fest, ob eine ARD-Serie einen eigenen Wikipedia-Artikel haben kann?“ Lesen Sie es nach bei den Relevanzkriterien.

„Wer bestimmt, ob die Löschung eines Artikels oder eines Fotos gerechtfertigt ist?“ Die Schwarmintelligenz.

„Wie kommen denn ausgerechnet diese teils grauslichen Fotos von den Showgrößen der ARD in die Wikipedia-Artikel?“ Es sind die besten, die wir bekommen können. Geben Sie uns doch besseres Material!

Peter Boudgoust unter Beobachtung

Vortrag und Diskussion und anschließend noch ein Einführungsworkshop in die Wikimedia-Projekte für interessierte Mitarbeiter des SWR. So sah das Tagesprogramm dieser ersten Begegnung aus. Als nächstes soll im Herbst eine Führung für Wikipedianer durch das Sendehaus mit Besuch einer Live-Sendung folgen. Bis dahin hat sich der SWR vielleicht schon durchringen können, zum Beispiel Fotos der Presseabteilung unter einer Freien Lizenz zu veröffentlichen. Erste Benutzerkonten wurden schon angelegt. Behalten wir mal den Artikel zum SWR Intendanten auf der Beobachtungsliste. Möglicherweise schmeckt der Wurm dem Fisch.

 

 

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Hep-Hep-GLAM! Kulturbegeisterte Wikipedianer trafen sich in Bremen

Ein Gastbeitrag von Conrad Nutschan

Bremer GLAM-Treffen 2014, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Am Wochenende der Zeitumstellung Ende März 2014 trafen sich in Bremen 28 Wikipedianer und Vertreterinnen und Vertreter von Wikimedia Deutschland (WMDE) zum 3. Austausch zu GLAM-Projekten für den deutschsprachigen Raum. Das gemeinsam erarbeite Programm wurde umrahmt von interessanten Informationen der Bremer Wikipedianer in Form von Führungen durch die Stadt, einer Preisverleihung für besondere Verdienste im Rahmen der Vorbereitung und einer Führung durch die Ausstellung “Archivsplitter” im Weserburg-Museum für Moderne Kunst.

Das Programm bot die Möglichkeit, Einblicke in durchgeführte Veranstaltungen der Aktiven von WMDE und Wikipedianern zu bekommen, dazu Fragen zu stellen und Kritik zu äußern. In Vorträgen wurden einzelne Vorhaben und Ideen präsentiert. Zu den geplanten sowie möglichen Projekten der Zukunft gehörten beispielsweise die Idee einer Kartierung des Sprachwandels gemeinsam mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Roger Bamkin in Bremen, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Es wurden Hilfsmittel wie QRpedia-Codes, interessante Werkzeuge zur Auswertung von Veranstaltungen und Freien Karten für die Zusammenarbeit mit GLAM-Institutionen vorgestellt, es gab eine Präsentation zu Softwareentwicklungen, etwa für die vereinfachte Nachnutzung von Bildern aus Wikimedia Commons und einen Stand der Dinge zu Wikidata. Einen größeren Raum nahm die Präsentation des Projektes BremenpediA ein, das Bremer Gebäude und Objekte mit QRpedia-Codes ausstattet, die zu Wikipedia-Artikeln führen. Ebenfalls initiiert von GLAM-Aktiven der Community und WMDE läuft das Programm “GLAM on Tour”. In den nächsten Monaten geht GLAM wieder auf Reisen und macht Ende April Station im Dreiländereck von Polen, Tschechien und Deutschland zum dortigen Arbeitstreffen zur Bebilderung von Umgebindehäusern.

Ebenfalls im Mai ist Station in Bonn zur Raumfahrtausstellung der Bundeskunsthalle “Outer Space”.  Weitere Stationen sind für Braunschweig, Brilon und Dessau geplant. Ende April treffen sich die Community der Entwickler und Coderinnen zum Startschuss des Kulturhackathon “Coding da Vinci” in Berlin, für den 15 Kultureinrichtungen eigens dafür umfängliche Datensets unter eine Freie Lizenz gestellt haben. Als gemeinsame Ressource für die Darstellung von GLAM-Projekten stellte Wikimedia Deutschland eine internationale Wikimedia-Initiative für einheitliche Templates für GLAM-Poster vor und holte bei den Freiwilligen Ideen zur Umsetzung und Wünsche ein. Weiterlesen »

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“Women edit”: Wikimedia lädt Frauen zum Mitmachen ein!

Das Pilotprojekt „Women edit“ ist ein Angebot für Frauen, sich aktiv an den Wikimedia-Projekten zu beteiligen. Ob Wikipedia, Wikimedia-Commons oder Wikivoyage – die Möglichkeiten mitzumachen sind ganz unterschiedlich: Artikel schreiben, Bilder hochladen, Reiseinformationen aktualisieren oder mit den Communities diskutieren.

In mehreren deutschen Städten sollen offene Netzwerktreffen, Editier-Partys und Edit-a-thons mit Unterstützung von Wikimedia organisiert werden. Zur Gestaltung und Unterstützung dieser Veranstaltungen suchen wir engagierte „Wikiwomen”, die als Ansprechpartnerinnen in der Stadt oder Gemeinde dazu beitragen, lokale Netzwerke aufzubauen und zu begleiten.

Ob im kleinen oder großen Kreis, ob einmalig oder regelmäßig: Jede Initiative ist willkommen!  Wir sind  gespannt auf Ideen und haben schon ein paar gesammelt:

Sandra Schink, CC-BY-SA 3.0

Offene Netzwerktreffen: Diese Treffen können regelmäßig in einem (u.U. mit Computern ausgestatteten) Raum veranstaltet werden. Teilnehmerinnen diskutieren hier über ihre eigenen Erfahrungen mit der Wikipedia und können sich individuell dazu beraten lassen, was beim ersten eigenen Artikel zu beachten ist. Bei den Treffen können sie andere Frauen kennenlernen, um gemeinsam an Artikeln zu arbeiten oder sich an aktuellen Diskussionen zu beteiligen.

Editier-Party: Frauen treffen sich mit ihren Laptops im Gepäck in einem Café oder einer Bar. Bei Kaffee oder einem Glas Wein lernen sie die wichtigsten Wikipedia-Grundlagen kennen, tauschen sich aus und machen ihre ersten Edits. Wer weiß, vielleicht wird daraus ja ein regelmäßiger Wikipedia-Stammtisch für Frauen? Weiterlesen »

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Monatsbericht Juli 2013

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Wikimedia Deutschland konnte Musketier-Treffen, bei denen Wikipedianer Artikel verbessern und pflegen, in Duisburg und Berlin finanziell unterstützen. Über 50 Wikimedia-Projektaktive trafen sich dabei, um Wikipedia-Artikel zu verbessern und sich über die Projekte auszutauschen.

Das Treffen des Wikipedia:Schiedsgerichts in Limburg Anfang Juli wurde von Wikimedia Deutschland ebenso unterstützt und finanziert wie das erste Treffen der AG Wikiversity: In Limburg an der Lahn hat sich die deutschsprachige Wikiversity zusammengefunden. Die Projektgruppe “Wikiversity-AG” lud dazu ein, sich gemeinsam über die Zukunft und die Entwicklungen in Wikiversity auszutauschen. Es wurde auch eine Liste an Verbesserungswünschen zusammengetragen.

Das erste selbstorganisierte Treffen des Referentennetzwerks fand, ebenfalls von Wikimedia Deutschland finanziert, im Anschluss am selben Ort statt. Themen waren die Findung der Gruppe und ein geeigneter Rahmen sowie die zukünftige Gestaltung der Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland.

Zwei Workshops zu visuellen Medien konnten von Wikimedia Deutschland mitorganisiert und finanziell gefördert werden: das Wiki-Projekt: Private Fahrzeugsammlung Braunschweig mit vielen Fotos historischer Fahrzeuge auf den Commons und einer Liste der empfohlenen Praktiken für Automobilfotografie, sowie der WikiTV-Videoschnittworkshop mit der freien Software Kdenlive in Berlin.

Beim Fotoflug Sauerland arbeitete das WikiProjekt Sauerland mit weiteren fotobegeisterten Freiwilligen zusammen und hat, finanziell von Wikimedia Deutschland unterstützt, mit einer ausführlich geplanten Route Objekte aus der Luft dokumentiert und auf Wikimedia Commons hochgeladen, um sie in Wikipedia-Artikeln einzubinden.

Sommerzeit ist Hochsaison im durch das Community-Projektbudget geförderten Festivalsommer, und so fanden auch im Juli zahlreiche Fotoeinsätze durch Freiwillige auf Festivals statt, über 4.200 Fotos davon sind bereits unter freien Lizenzen auf Wikimedia Commons verfügbar. Im Landtagsprojekt wurde der Juli dazu genutzt, die nächsten Einsätze vorzubereiten, nach der politischen Sommerpause geht es Ende August im Landtag Schleswig-Holstein weiter mit dem Erstellen von Abgeordnetenbildern unter freien Lizenzen. Im Projekt “Grenzen der Bezahlung” haben im Juli vier Diskussionsveranstaltungen stattgefunden, weitere sind in Vorbereitung.

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Braunschweig wird zur Römerstadt: Wikipedia ist dabei

tl;dr Knapp 20 WikipedianerInnen verbrachten drei Tage im Braunschweigischen Landesmuseum, fotografierten Ausstellungsobjekte, lauschten wissenschaftlichen Vorträgen und begannen mit Artikelarbeit zu verschiedenen Themen rund um das sogenannte Harzhornereignis.

„Einen “Roten Römer” bitte.“ Die Verkäuferin reicht ein belegtes Brot mit getrockneten Tomaten. Unübersehbar, ganz Braunschweig ist im Römer-Fieber.

In den Werkstätten des Landesmuseums
Foto: Lilli Iliev (WMDE), CC-BY-SA 3.0

Ab 1. September läuft hier im Braunschweigischen Landesmuseum die große Niedersächsische Landesausstellung zu den außergewöhnlichen Funden am Harzhorn, die weltweites Interesse in der archäologischen Fachwelt erregen. 2008 wurden nahe Kalefeld militärische Fundstücke im Erdreich entdeckt, auf deren Grundlage sich Gefechte zwischen Römern und Germanen im 3. Jhd. n.C. rekonstruieren lassen. Das Areal der Grabungen entpuppte sich schließlich als besterhaltenes antikes Schlachtfeld Europas. Ein erstaunlicher Fund, zumal dieses jahrhundertelang in Vergessenheit geratene Ereignis ganz neue historische Erkenntnisse zu Tage bringt; die Forschungen dazu dauern weiter an. Bevor die große Ausstellung und der zu erwartende Besucherandrang richtig losgehen, reisten nun knapp 20 WikipedianerInnen und Aktive im GLAM-Bereich vom 21.-23. Juni nach Braunschweig, um von Wissenschaftlern und Archäologen einen exklusiven Einblick in die Ausstellung, den Forschungsstand und den historischen Kontext zu bekommen. Die Zusammenarbeit zwischen Wikimedia Deutschland und dem Braunschweigischen Landesmuseum lief im Rahmen des Projektes GLAM on Tour, das die Vernetzung von ehrenamtlich Aktiven der Wikipedia mit Mitgliedern und Mitarbeitenden von Kultur- und Gedächtniseinrichtungen fördert.

Museum und Schlachtfeld werden erkundet

Editathon im Braunschweigischen Landesmuseum
Foto: Isimon49, CC-BY-SA 3.0

In Braunschweig freute sich die Direktorin des Landesmuseums bei der Begrüßung der WikipedianerInnen darüber, nun auch zu den vielen Kulturinstitutionen zu gehören, die weltweit mit Freiwilligen der Wikipedia zusammenarbeiten. In den Räumen des BLM gaben Vorträge von Wissenschaftlern und der Kuratorin der Ausstellung einen tieferen Einblick zu verschiedenen Aspekten des historischen Kontextes der Schlacht am Harzhorn und dem aktuellen Forschungsstand. Eine Bestandsaufnahme und Ideensammlung der Artikel rund um die Thematik gab es bereits im Vorfeld auf der Projektseite der Veranstaltung, jetzt konnte vor Ort beim Editathon mit ersten Artikelarbeiten begonnen werden. Der archäologische Restaurator des Museums führte die mit Fotoapparaten ausgerüsteten WikipedianerInnen in Gruppen durch die Depots des Museums, in denen Objekte für kommende Ausstellungen schlummern. Auch die Werkstätten des Museums wurden erkundet, in denen die Fundstücke restauriert und für die Ausstellung aufbereitet werden.

Dr. Michael Geschwinde und Dr. Petra Lönne, unterstützt von User:Nightflyer Foto: Medvedev, CC-BY-SA 3.0

Besonderes Highlight des Wochenendes war eine Exkursion zur Fundstelle am Harzhorn. Bei bestem Wetter spazierten die WikipedianerInnen gemeinsam mit dem Prospektionsleiter Dr. Michael Geschwinde und der Kreisarchäologin Dr. Petra Lönne die Wege ab, auf denen sich einst Römer und Germanen erbitterte Kämpfe lieferten. Fachkundig wurden Fragen an das Forschungsteam gestellt und etwa hier gefundene Hipposandalen, antike Vorläufer der Hufeisen, auf Abbildungen begutachtet. Die langjährigen Wikipedianer Southpark und Stepro gaben in ihrem Vortrag “9 1/2 Geheimnisse der Wikipedia” einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Wikipedia für Mitarbeitende des Museums, das interessierte Braunschweiger Publikum und geladene Presse. Im Anschluss hatten die Gäste beim Musketiertreffen Gelegenheit, gleich einmal selbst das Schreiben, Bebildern und Editieren in der Wikipedia auszuprobieren. Von erfahrenen WikipedianerInnen unterstützt, wurden erste Schritte in der Wikipedia gemacht, die bei Einigen vielleicht den Grundstein für die eigene Autorenschaft legen.

Fortsetzung? Folgt!

Exkursion zur Fundstelle bei Kalefeld
Foto: Medvedev, CC-BY-SA 3.0

Viele Artikel wurden seit dem letzten Wochenende bereits neu angelegt, bearbeitet oder aktualisiert, so gibt es inzwischen einen Artikel speziell zur Ausstellung “Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn” sowie viele weitere Beiträge und Fotos rund um das historische Ereignis und die Forschungen dazu. Eine Auswertung der Veranstaltung durch die Teilnehmenden ist in der Veranstaltungsdokumentation zu finden. Besonderer Dank gilt dem Wikipedia-Autor Brunswyk, der durch sein großes ehrenamtliches Engagement viele Beteiligte für die Veranstaltung begeistern konnte, sowie allen Mitarbeitenden des BLM, die unseren Besuch zu einem wirklich tollen und lehrreichen Erlebnis gemacht haben!

Für beide Seiten, das BLM und die WikipedianerInnen, war es ein gelungenes Wochenende. Das BLM profitiert von den neuen Artikeln in der Wikipedia, die häufig erste Anlaufstelle für Museumsbesucher und Interessierte ist. Für die Museumsmitarbeiter war es zudem besonders interessant, die Menschen hinter der Wikipedia kennenzulernen. Für die kulturbegeisterten Aktiven der Wikipedia war die Veranstaltung währenddessen eine schöne Gelegenheit, andere WikipedianerInnen kennenzulernen, die an den gleichen Themen arbeiten und gleichzeitig einen ganz persönlichen Einblick in das Museumsleben zu bekommen.

Mitarbeitende des Museums lauschen Wikipedia-Vortrag
Foto: Isimon49, CC-BY-SA 3.0

Die sichtliche Begeisterung, mit der das Harzhornereignis und die zugehörige Artikelarbeit begangen wird, verbindet WikipedianerInnen und Museumsleute. Beste Voraussetzungen für weitere gemeinsame Kooperationen; im Gespräch ist bereits eine Zusammenarbeit im Rahmen der im nächsten Jahr stattfindenden Ausstellung zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges.

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Was scheren mich die Wikimedia-Marken- und Datenschutzrichtlinien?

tl;dr: Die Foundation bittet die Communities um Anregungen und Diskussion zur Überarbeitung der Markenrichtlinie und der Datenschutzrichtlinie.

Neben den Board- und FDC-Wahlen (wir berichteten) stehen gerade noch weitere Themen auf der internationalen Wikimedia-Agenda, die für die lokalen Communities von hoher Relevanz sind.

Die Wikimedia Foundation lädt die Communities ein, Kommentare und Anregungen zur Reform der Markenrecht- und Datenschutzrichtlinien abzugeben. Beide Diskussionsprozesse werden sich noch über Monate hinziehen: Zunächst wird allgemeiner Input gesammelt, dann werden die neuen Richtlinien entworfen und weiter diskutiert, bis man sich letztendlich auf eine hoffentlich für alle Beteiligten sinnvolle und positive Endfassung einigt. Einige erinnern sich vielleicht noch an den Diskussionsprozess zu den Nutzungsbedingungen aus dem Jahr 2011.

Markenrichtlinie

Die aktuelle Markenrichtlinie, die die Verwendung von Wikimedia-Wort- und Bildmarken regelt, wurde zuletzt im Jahr 2009 aktualisiert und soll nun gemeinsam mit interessierten Movement-Partnern und Communities überarbeitet werden. Ich zitiere hier aus der Übersetzung des WMF-Statements auf Meta:

Wikimedia-Logo

Die Wikimedia-Marken stehen für die hohe Qualität, Integrität und Offenheit der Projekte der Wikimedia-Bewegung und dienen zur Verhinderung irreführender, schädlicher und verwirrender Aktivitäten, die sich negativ auf unser Leitbild auswirken könnten. Die Wikimedia Foundation wahrt die Interessen der Community von Ehrenamtlichen, die täglich am Aufbau des guten Rufs mitarbeiten, für den die Marken stehen. Wir sind rechtlich verantwortlich dafür, durch unsere Leitlinien und Vorgehensweisen die Markenrechte zu bewahren und zu schützen. Gleichzeitig möchten wir es den Mitgliedern der Community so einfach wie möglich machen, die Marken zu nutzen, um unser Leitbild zu unterstützen.

Wir wollen daher eine Diskussion über eine Aktualisierung unserer Markenrichtlinie und markenbezogenen Vorgehensweisen führen. Uns interessiert eure Meinung dazu, wie unsere Marken für die Mitglieder der Community, Organisationen der Bewegung und Dritte zum Einsatz kommen sollten.

Geoff Brigham und Yana Wellinger (WMF-Justiziare) geben in ihrem Statement Einblick in die Dinge, die ihrer Meinung bisher gut laufen und strengen einige generelle Überlegungen zur Aktualisierung von Markenrichtlinie und markenbezogenen Vorgehensweisen an.

Am Ende bitten sie um Kommentare und Bedenken zu einer neuen, geänderten Markenrichtlinie und Vorgehensweisen. Interessierte können sich dabei an folgenden Fragen entlanghangeln, oder eigene Themen in die Diskussion einbringen: Weiterlesen »

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