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Auf dem Pfad der Dämmerung

Das Projekt „Chapters Dialogue“ hat seinen Abschluss gefunden

Vielleicht kann sich die eine oder der andere noch erinnern: vor gut einem Jahr initiierte ich in der Stabsstelle Internationales von Wikimedia Deutschland das Projekt „Chapters Dialogue“. Hauptziel des Projektes war, es zu erfahren, was die Menschen in den Wikimedia-Chaptern (Ländervertretungen) weltweit bewegt, was sie motiviert und vor welchen Problemen sie stehen. Nach 94 Interviews mit Wikimedianerinnen und Wikimedianer auf der ganzen Welt haben sich sechs Fragen herauskristallisiert, die für das Wikimedia Movement von Bedeutung sind. Im Folgenden eine deutschsprachige Zusammenfassung des Projektberichtes.

Projektleiterin Nicole Ebber (links) und Projektmanagerin Kira Krämer
(by Dominic Ernst, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Wikimedia ist eine globale Bewegung. Die Wikimedia Foundation betreibt Onlineprojekte wie die Wikipedia, sammelt Spenden und verteilt diese an die weltweiten Communities. Diese kämpfen und arbeiten gemeinsam für Freies Wissen. In den letzten zehn Jahren hat sich ein ganzes Netzwerk aus Wikimedia-Organisationen gegründet, die alle gemeinsam die gleiche Idee vor Augen haben: Eine Welt, in der das gesamte Wissen der Menschheit jedem frei zugänglich ist. Gemeinsam betreten diese Organisationen Neuland, denn etwas Vergleichbares, das die Gesellschaft auf diese Art beeinflusste und die Welt veränderte, gab es bisher nicht.

Die Wikimedia-Chapter, zu Deutsch in etwa „Ländervertretungen“, sind Teil dieser internationalen Bewegung. Sie sind sogar elementar, denn sie übernehmen viele Aufgaben und viel Verantwortung. Sie unterstützen lokale Communities und kämpfen vor Ort für Freies Wissen. Und sie stehen für die Vielfalt der Bewegung.

Diskussionen und Dissenz

Doch gleichzeitig gibt es auch viele Diskussionen und Dissenz in der Wikimedia-Bewegung. Es geht um die Beziehungen untereinander, Verantwortlichkeiten und die Herausforderungen, vor denen diese Bewegung bestehend aus Foundation, Chaptern, Freiwilligenkommittees und Communites steht. Diese Diskussionen werden jedoch selten offen ausgetragen und genau so selten sind alle Beteiligten miteinbezogen. Außerdem gibt es kein gemeinsames Verständnis davon, was die Chapter eigentlich erreichen sollten, können oder wollen. Es wurde nie vereinbart, welche Aufgaben und Ziele sie konkret haben, noch welche Unterstützung sie brauchen. Und auch nicht, wer diese Unterstützung leisten soll.

Wir von Wikimedia Deutschland wollten deswegen herausfinden, was eigentlich hinter diesen sagenumwobenen „Chaptern“ steckt. Uns war es wichtig, dass die Bewegung eine fundierte Grundlage hat, um ihre zukünftigen Pläne und Entscheidungen auf ein solides Fundament zu stellen. Aus diesem Grund begann im Frühjahr 2013 ein Projekt, um die Bedürfnisse, Ziele und Geschichten der Chapter und ihrer Anspruchsgruppen („Stakeholder“) zu erfahren. Um den offenen und kommunikativen Charakter des Projektes hervorzuheben, haben wir es „Chapters Dialogue“ genannt.

Wie aus 94 Interviews eine „Landkarte der Wikimedia-Welt“ wurde

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Chapters Dialogue beginnt!

Auf der Wikimania in Hong Kong waren unglaubliche viele Menschen des Wikiversums vertreten (von Qweaz, CC-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Für das Kick-Off des Chapters Dialogue hätten wir – die Stabsstelle Internationales – uns keinen besseren Ort als die Wikimania 2013 in Hong Kong wünschen können: Zahlreiche Menschen der Wikimedia-Chapter aus aller Welt sowie Mitglieder der Wikimedia Foundation, des Boards of Trustees, des Funds Dissemination Committees (FDC) und des Affiliation Committees (AffCom) kamen zusammen, um fünf Tage lang das breite Themenspektrum des Wikimedia-Universums zu diskutieren. Die perfekte Gelegenheit für Nicole Ebber und Kira Krämer also, um mit möglichst vielen Leuten über unser neues Projekt „Chapters Dialogue“ zu sprechen. Für Kira bot sich sogar die Möglichkeit, bereits erste Interviews führen zu können.

Was ist Chapters Dialogue nochmal?

Bei dem Projekt Chapters Dialogue geht es darum, Bedürfnisse, Ziele und persönlichen Geschichten von allen Wikimedia-Chaptern und weiteren Organisationen strukturiert zu sammeln und auszuwerten, um ein gemeinsames Verständnis der momentanen Situation des Wikimedia-Universums zu schaffen. Und was könnte einen Dialog besser starten, als ein persönliches Gespräch? Hierfür gab es auf der Wikimania genügend Gelegenheiten.

Vorstellung des Projekts auf der Pre-Conference der Wikimania

Gestartet sind wir mit einer zweistündigen Session auf der sogenannten Pre-Conference, welche die zwei Tage vor der eigentlichen Konferenz stattfand: Nicole Ebber und Kira Krämer stellten das Projekt und die geplante Vorgehensweise vor, um anschließend die Diskussionsrunde zu eröffnen und Feedback von den Teilnehmern einzusammeln. Gerade bei den Fragen, die wir vorab auf Meta-Wiki veröffentlicht haben, gab es viel Diskussionsbedarf:

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Doch wir können davon lernen / Wie wir leben wollen*

Die Verbesserung der Erde, Foto: Niccolò Caranti, cc-by-sa 3.0

Im Jahr 2004 gründete sich Wikimedia Deutschland als erste nationale Ländervertretung der Wikimedia Foundation („Chapter”) außerhalb der USA. Seit der Gründung des Vereins sind zahlreiche weitere Chapter in der Welt dazugekommen – erst letzte Woche konnten wir mit Wikimedia Uruguay das 40. Chapter in der Wikimedia-Familie aufnehmen. Doch Chapter sind nicht mehr alleine – inzwischen sind auch thematische Organisationen und Nutzergruppen dazu gekommen. Das Wikimedia-Universum verstehen wir als großes Netzwerk von Organisationen, die miteinander arbeiten und Projekte voranbringen.

Für Wikimedia Deutschland ist die internationale Zusammenarbeit wichtiger denn je. Wir arbeiten im Interesse einer gemeinsamen Mission und mehrerer Online-Projekte, die nationale Grenzen nicht kennen. So sehen wir auch die Arbeit der Chapter: Grenzenlos und in beständiger Partnerschaft. Doch um unsere Zusammenarbeit verstärken zu können, sind wir der Ansicht, dass wir bisher viel zu wenig wissen. Was sind eigentlich Chapter? Wie arbeiten sie? Was bewegt sie? Wir teilen das gemeinsam Ziel, aber haben wir auch einen gemeinsam Weg dahin? Wie ist das Verhältnis zwischen Ländervertretung und Online-Community: Näher, enger, anders als in Deutschland? Wie können wir mehr voneinander lernen?

Unsere Idee: Chapters Dialogue

Kira Krämer, Expertin im Bereich Design Thinking & User Research,
Foto: Ralf Roletschek, cc-by-sa 3.0

Um an dieses Wissen zu gelangen, haben wir das Projekt Chapters Dialogue ins Leben gerufen. Damit wollen wir die Bedürfnisse, Ziele und persönlichen Geschichten von allen Chaptern und den Organisationen in der Wikimedia-Bewegung strukturiert sammeln und auswerten.

Für die nächsten sechs Monate unterstützt uns Kira Krämer, Expertin in den Bereichen Design Thinking & User Research. Zusammen werden wir das Projekt gestalten, umsetzen und evaluieren. Das Ziel des Chapters Dialogue ist es, einen Überblick über die Welt der Wikimedia Chapter und ihrer zahlreichen Stakeholder zu gewinnen.

 

Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist ein „process framework”, das sich stark auf Kontext, Werte und Bedürfnisse des Nutzers fokussiert (Nutzer sind für uns in diesem Falle die Chapter). Der nutzerzentrierte Ansatz sieht es vor, eine Fragestellung erst aus allen Blickwinkeln zu beleuchten und zu verstehen, bevor man mit Überlegungen zu möglichen Lösungen anfängt. Das erlaubt es, ein tiefes Verständnis über alle Beteiligten und den komplexen Kontext zu erlangen. Design Thinking hat einen starken, sogenannten „iterativen” Charakter: Das heißt, dass der Arbeitsprozess im Verlauf des Projektes immer wieder angepasst werden kann. Damit können Fehler direkt korrigiert und Erkenntnisse gleich in die Tat umgesetzt werden.

Mit dem Feedback, das wir von den einzelnen Chaptern und weiteren Beteiligen (Wikimedia Foundation, Affiliations Committee, Funds Dissemination Committee, Wikimedia Chapters Association, lokale Communities) einsammeln, werden wir “iterativ” unser Vorgehen immer wieder anpassen, korrigieren, erweitern. Wir wollen das Projekt offen und transparent gestalten und laden alle Chapter und interessierten Personen ein, sich zu beteiligen.

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Wikimedia Konferenz in Mailand: Die WCA hat ihren Platz gefunden

Die Wikimedia Chapters Association hat ihren Platz in der Wikimedia Welt gefunden. So kann man in einem Satz das Ergebnis unserer Zusammenkünfte bei der Wikimedia Conference in Mailand beschreiben. Es war ein unglaublich intensives Treffen. Kaum ist man aus einer Veranstaltung herausgekommen (die in der Regel als Workshops angelegt waren), traf man schon jemanden, mit dem man die nächsten Schritte besprechen wollte oder kurz eine Strategie diskutieren musste. Man hat richtig gemerkt, wie sich das Bild, das die Wikimedianer von der WCA haben, im Laufe der Tage geschärft hat. Neben den konkreten Aufgaben, denen wir uns jetzt endlich zuwenden, ist mittlerweile klar geworden, dass die WCA eine Organisation ist, die vornehmlich Hilfestellung anbietet und die Zusammenarbeit zwischen den Wikimedia Organisationen vereinfacht und koordiniert.

Konkret haben sich vier Aufgaben herauskristallisiert, auf die wir uns als erstes konzentrieren werden. Es gibt auch bereits erste Ergebnisse.

  • Chapters Exchange ist ein Art Tauschbörse im Meta-Wiki, der die besonderen Expertisen und Erfahrungen von einzelnen Chaptern und thematischen Organisationen sammelt und auflistet. So kann man sich auf der Suche nach Gleichgesinnten inspirieren lassen. Natürlich – es ist ein Wiki – ist das keine statische Liste, so dass alle Interessierten aufgerufen sind, auch Anfragen zu hinterlegen, beispielsweise, wenn man ein internationales Projekt durchführen möchte. Charles Andrès (WMCH) pflegt diese Liste und sorgt dafür, dass Anfragen entsprechende Aufmerksamkeit bekommen.
  • Chapters Manual dokumentiert die gute Lösungen für die Herausforderungen, denen sich Wikimedia Organisationen täglich und auf ihrem Entwicklungsweg stellen müssen. Neben einem Top-Down-Ansatz, der von einer Gliederung ausgeht, die wir allmählich mit Leben füllen, verfolgen wir auch die Mailinglisten und andere Hotspots, um die aktuellen Themen und ihre Lösungen gleich für alle zu dokumentieren. Ziko van Dijk (WMNL) hat sich bereit erklärt, dieses Projekt zu leiten. Hier sehen wir auch konkrete Ansätze, unseren Anspruch auf Mehrsprachigkeit zu verwirklichen: die Artikel und Bereiche, die bereits eine gewisse Reife erreicht haben, können einfach in andere Sprachen übersetzt werden und stehen so auch den Wikimedianern zur Verfügung, die keine Muse haben, sich in Organisationsenglisch einzuarbeiten.
  • Peer Reviews. Ashley van Haeften (WMUK) stellte auf der Konferenz eine Analyse des Estnischen Chapters vor, die viel beachtet wurde und uns unter anderem eine positive Erwähnung durch das Board-Mitglied Stu West eingebracht hat, einem der schärfsten Kritiker der WCA. Das Verfahren ist darauf angelegt, dass es leichtgewichtig ist und vielfach verwendet werden kann. Das Ergebnis war ein kurzer Report (ca. 3 Seiten), der den Zustand des Chapters beschreibt und ein paar Hinweise gibt, was man noch weiterentwickeln kann. In den nächsten Monaten werden wir weitere dieser Peer Reviews durchführen. Dabei soll das Verfahren selbst weiterentwickelt werden.
  • Hilfe bei den verschiedenen Fördermöglichkeiten. Am Sonntag haben wir uns noch mit der Frage beschäftigt, wie wir Chapters, thematische Organisationen und auch User Groups dabei unterstützen können, Gelder von der Foundation zu beantragen. Die Ideen reichen dabei von einem einfachen Leitfaden bis hin zu der Möglichkeit, die Anträge vor Abgabe durch die WCA begutachten zu lassen. Konkrete Aufgaben werden wir die nächsten Wochen entwickeln.

Daneben freue ich mich, mitteilen zu können, dass wir zwei neue Mitglieder aufnehmen konnten: Wikimedia Serbien und Wikimedia Mazedonien. Somit haben wir mittlerweile 25 der 39 Chapter in der WCA organisiert. Strukturell haben wir ein wenig Ballast abgeworfen, zwei mittlerweile unnötige Kommittees aufgelöst und die Satzung ein wenig vereinfacht. Eine Öffnung für thematische Organisationen ist angelegt und sie wurden eingeladen, bei den Aktivitäten der WCA teilzunehmen. Die Protokolle der Sitzungen sind hier zu finden (Donnerstag , Sonntag).

Wie kann man bei der WCA mitmachen? Jetzt, da wir konkrete Aufgaben angehen, sind die Beteiligungsmöglichkeiten vielfältig: Wer die internationalen Mailinglisten liest, ist aufgerufen, die Ergebnisse zusammenfassend auf Meta zu hinterlegen. Die Seiten auf Meta können sukzessive ins deutsche übersetzt werden. Das ist sicherlich sinnvoll, da viele der hinterlegen Informationen auch für die neue Form der User Groups hilfreich sein wird. Wir suchen dringen Leute, die selbst schon Gelder beim GAC oder sogar FDC beantragt haben und ihre Erfahrungen teilen wollen.

Für Anfang Mai planen wir den Start unsere WCA Journals mit Informationen über die Arbeit der Chapter, interessante Projekte, und die Fortschritte in den Arbeitsbereichen der Association.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

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Wikimedia Chapters Assocation und Chapters Dialogue

Gestern wurde der „Chair“ von der Wikimedia Chapters Association (WCA) neu gewählt. Die WCA-Mitglieder haben sich für Markus Glaser, den von der Wikimedia-Deutschland-Mitgliederversammlung gewählten WCA-Repräsentanten, entschieden. Wir freuen uns darüber, besonders im Licht der bisherige Arbeit, die von Markus innerhalb der WCA geleistet wurde. Wir wollen uns auch hier bei Fae bedanken, der die WCA als bisheriger Chair durch nicht immer leichte Zeiten so weit gebracht hat.

Berlin 2011 – Wikimedia Conference – Accountability and Legitimacy – Wir waren schon am diskutieren, lass uns weiter daran arbeiten. – von Anna Lena Schiller – CC-BY-SA

Wenn das Präsidium schweigt…

Bis jetzt haben wir, als Präsidium, ein bisschen über das Thema WCA geschwiegen, zumindest an öffentlichen Stellen. Es gibt dafür mehrere Gründen. Erstmal haben wir nach dem Brief der Wikimedia Foundation an die WCA lange und heftig diskutiert, was die WCA angeht. Wollen wir eine Antwort schreiben? Und wenn ja, was für eine Antwort? Da kam eigentlich der erste schwierige Punkt. Wir waren uns nicht einig. Und zwar, gar nicht einig. Einige hätten gerne die WCA langsam verschwinden lassen, anderen hätten eher die WCA weit und stark voran getrieben. Dann die nächste Frage. Wenn weiter, unter welcher Form? Formell und „nach Satzung“? Oder informell und eher „Grassroots“? Dann die nächste, und die nächste. Im Endeffekt haben wir es nicht unter einem Hut bekommen, und deswegen kamen weder einzelne noch offizielle Positionen aus dem Präsidium. Als Gremium ist es eigentlich ziemlich schwierig, sich von dem Schutz einer „offiziellen“ und „einzelnen“ Position zu trennen. Es gibt wenige Themen, wo wir uns so uneinig sind. Wenn das Präsidium schweigt, heisst es nicht, dass wir keine Meinung haben. Manchmal eher ganz das Gegenteil.

Also, keine offizielle und einzelne Position vom Präsidium zur WCA selbst. Dafür eine Menge Ideen und, am wichtigsten, eine Richtung, über die wir uns einig sind. Ob durch die WCA oder auf andere Art und Weise wollen wir, dass Wikimedia Deutschland die Zusammenarbeit der Chapters weiter unterstützt. Wir sind davon fest überzeugt, dass die nationalen Wikimedia-Organisationen das Herz der Diversität unserer Bewegung sind. Verschiedene Kulturen, verschiedene Ansichten, verschiedene Erfahrungen, wie man Freies Wissen verbreitet, verteidigt und fördert, sind wichtig. Die wollen wir unterstützen. Die Chapters sollten sich weiter entwickeln, sich organisieren und ihre Zusammenarbeit mit den Communities, der Wikimedia Foundation sowie untereinander weiter verstärken.

Chapters Dialogue

Wie es genau aussehen wird, ist uns nicht ganz klar, da es so viele verschieden Wege zu probieren sind. Man darf aber nicht vergessen, dass Wikipedia sich nach dem Motto „Sei mutig“ entwickelt hat. Also wir werden mutig sein, und verschiedene Wege probieren.

Der erste Weg zur weiteren Unterstützung der Chapters heißt „Chapters Dialogue„. Damit wollen wir im Voraus daran arbeiten, mit den Chapters (oder eher, den Menschen in den Chapters) zu sprechen, um heraus zu finden, was sie denken, fühlen und brauchen. Wir werden weit und breit Fragen stellen, sie zusammen fassen, und daran arbeiten, dass ein konkretes Bild entsteht, mit dem Wikimedia in Richtung der weiteren Entwicklung arbeiten kann. Dieses Projekt wird von Nicole Ebber begleitet und von ihr in die nächste Wochen hier und in anderen Stellen vorgestellt. Für die Ausführung suchen wir eine externe Person aus Wikimedia-Organisationen oder -Communities und werden diese Position entsprechend ausschreiben. Eine enge Arbeit mit der Research Gruppe der WCA wird sicher entstehen.

Was die WCA angeht: Wikimedia Deutschland ist weiter Mitglied und arbeitet weiter mit. Wir werden unseres Bestes machen, um die Idee zu unterstützen, aber lassen uns die Freiheit, genug Information zu sammeln, um allen Beteiligten die Entscheidung leichter zu machen, wie genau die internationale Zusammenarbeit innerhalb Wikimedia aussehen wird. Bis wir so weit sind, gibt es schon mehrere Stellen, wo man mitarbeiten kann, wie zum Beispiel einen Prozess entwickeln, wie Chapters „Peer Review“ üben können. Die Chapters brauchen eure Ideen. Los!

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Die Chapters Association sucht einen Generalsekretär

Am Wochenende habe ich die Stellenausschreibung für einen Generalsekretär der (noch formal zu gründenden) Wikimedia Chapters Association veröffentlicht. Die Aufgaben sind im Wesentlichen:

  • Definition und Entwicklung der Organisationsstruktur, einschließlich dem personellen Aufbau
  • Definition und Entwicklung der Strategie der Dachorganisation
  • Planung und Sicherstellung der Organisationsliquidität
  • Koordination aller relevanten Chapter-Aktivitäten
  • Entwicklung und Umsetzung einer den WCA-Zielen entsprechenden Jahresplanung
  • Übernahme von allgemeinen Verwaltungsaufgaben aus den Bereichen Kommunikation, Recht, Technik und Finanzen
  • Vorbereitung der Sitzungen des WCA Präsidiums

Klingt nach Herausforderung? Ist es auch, denn die Stelle bietet weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten. Wir suchen eine Person mit folgenden Qualifikationen:

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Wikimedia Chapters Association: Statusupdate und Ort der Registrierung

Ein kleiner Schritt im Wikiversum, aber ein großer für die Wikimedia Chapters Association (WCA): In Resolution Nummer 4 konnte sich der Rat der WCA auf Genf als legalen Sitz einigen. Damit haben wir ersten von drei Meilensteinen auf dem Weg zu einer ordentlich funktionierenden Organisation geschafft.

Dem vorausgegangen ist ein langer und zäher Prozess der Verfahrens- und Kompromissfindung. Es wurde in Resolution Nummer 3 zunächst festgehalten, dass der Sitz der Registrierung und der Ort des Büros nicht notwendigerweise der gleiche sein müssen. Wir rückten auch davon ab, den Ort in einem Konsensverfahren finden zu wollen. Vielmehr wurde die Schulze-Methode angewendet, in dem jedes Mitglied seine Prioritätsreihenfolge angeben konnte. Zuletzt haben wir das Abstimmungsverfahren verfeinert und mit einem Quorum belegt, um durch das, nennen wir es, zögerliche Abstimmungsverhalten einiger Ratsmitglieder nicht Gefahr zu laufen, dass die Resolution wegen mangelnder Beteiligung entwertet würde.

Ich persönlich hatte ein pragmatischeres Vorgehen bevorzugt, bin jetzt aber doch erst mal zufrieden, dass wir eine Lösung gefunden haben. Und im Zuge dieser Debatte wurden Mechanismen geschaffen, um Entscheidungen herbeizuführen. Wir haben eine Taktung in Form von regelmäßigen Telkos. Über Statements kann sich die WCA zu Vorgängen in der Wikimedia-Welt äußern, z.B. zur Narrowing Focus-Entscheidung. Auch die Abstimmungsmodalitäten für Resolutionen sind geklärt. Immerhin das Handwerkszeug. Das benötigen wir jetzt auch, denn die nächsten Schritte warten: Wir brauchen einen Generalsekretär und ein Budget.

Wenn ihr euch selbst über die Vorgänge im Rat der Wikimedia Chapters Association auf dem Laufenden halten möchtet, sei euch wärmstens die Seite der Organisation auf Meta (Deutsche Übersetzung von Jcornelius, eine Anlaufstelle in der deutschsprachigen Wikipedia ist in Planung) empfohlen. Dort ist rechts eine Übersicht hinterlegt, die die aktuellen Statements und Resolutionen auflistet. Ebenso findet ihr hier die Protokolle der Telefonkonferenzen.

Selbstverständlich könnt ihr michbei Fragen, Ideen, Wünschen auch direkt ansprechen, ich bin per Mail oder über meine Benutzerseite auf Meta jederzeit für euch erreichbar.

 

Was war jetzt nochmal die WCA? Die Wikimedia Chapters Association (WCA) ist der Dachverband der Wikimedia-Chapter, also der lokalen Wikimedia-Vereine. Es gibt derzeit 39 Chapter und jedes dieser Chapter kann Mitglied des Verbands werden. Die WCA hat den Zweck, die gemeinsamen Interessen der Vereine zu vertreten, Standards für Aktivitäten vor Ort zu etablieren und durchzusetzen, den Austausch von Erfahrungen, Ideen und Wissen innerhalb der Bewegung zu stärken, die Vereine in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen sowie gemeinsame Programme und Projekte zu entwickeln. Im Juni wurde ich von den Mitgliedern von Wikimedia Deutschland zum WCA-Ratsmitglied gewählt.

 

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Free Knowledge across borders

(Deutsche Version des Textes hier)

Some of you already know me from my work as an event and project manager at Wikimedia Deutschland. I am writing this blog post to let you know that my working area will change within the next months: We are setting up an International Affairs Unit and I will become a liaison for the collaboration between Wikimedia Deutschland and the communities, the Wikimedia Chapters and the Wikimedia Foundation. The position will be officially launched on January 1, 2013, but I am already starting to work on the first ideas and tasks.

I would like to briefly introduce our plans and motives, and ask for your support and invite you to get involved.

From international events…

I have been working at Wikimedia Deutschland since March 2010, when my job started with two of my all-time favourite events: The Wikimedia Conference and the Hackathon aka Developers’ Workshop.

During the last 2.5 years, I have met many international Wikimedians and am so happy to learn so much about our global movement. I am still deeply impressed by the enthusiastic people from all around the world who work together for our shared goal: Free Knowledge!

When participating at Wikimedia events, the most interesting aspects for me are the active contribution and sustainable networking. In the future, I would like to work more focussed on these issues.

Wiki Loves Monuments 2011 meeting at the Wikimania 2011 – By Wikimedia Israel [CC-BY-SA-2.0] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/, via Wikimedia Commons

…to international collaboration

The emphasis of my work within the new unit will lie in the following:

  1. Monitor the international activities, networks and contacts and make them available for reuse for our local activities and communities. Publish this information in German on our blog, on mailing lists and in the international portal (coming soon) on DEWP.
  2. Utilise international expertise from other chapters communities and the WMF for our work – and vice versa. For example, we can adapt topics like Open Educational Resources and Diversity in Wikipedia to our local acitivities, while the experience from our education department can be valuable for other chapters, too.
  3. Cooperate with other like-minded organisations for activities beyond a local scope. For example, we want to contribute to the European chapters’ visibility in Brussels and I will coordinate with other stakeholders to bundle their interests and concerns regarding international agreements or conditions for free and open projects.

My first steps

Within the next weeks and months, I will go more into detail about these first activities; but I would like to share a rough overview with you first. I do this at a very early stage of planning because I am really looking forward to your comments and ideas.

  • Wikimedia Deutschland is part of the international Wikimedia movement. We share our know-how, initiate international exchange programmes as well as events and support the development and collaboration among chapters and like-minded organisations.
  • We support the establishment of the Wikimedia Chapters Association (WCA) and work closely together with our council member, Markus Glaser.
  • Some of our info materials are already published in English (monthly and yearly reports, some brochures, annual plan. We will provide toolkits, best practises and reports and enable others to use them for their own work. Using channels like Meta and Outreach Wiki, Wikipedia Signpost, the WMF’s blog and publishing English articles on our own blog should help us spread the word and others to reuse our materials.
  • We help those interested in the development of the Wikimedia projects to make their voice heard. By making international issues more visible within the German language projects and facilitating the discussions, we hope to avoid potential conflicts and come up with constructive solutions.
  • Together with everyone interested in international movement affairs, I would like to establish a portal in the German language Wikipedia. This platform should provide background information and updates on topics like FDC, WCA, WMF, Board of Trustees as well as cool and bold projects from other chapters, organisations and communities.
  • As you might have already guessed, I am still very much into events. :) I am planning to invite all those interested in shaping our international commitment to a meeting (nice working title: “camp international”). The date is not yet fixed, more will be announced. Ideas welcome!

Be part of it!

If you ask yourself: Wow, how could can one person take care of all those tasks? I must admit: I won’t do this all on my own. My job is to enable and support the work of my colleagues and the internationally active community members.

This new unit is a great opportunity for Wikimedia Deutschland and for me personally. Whew! But it is also a huge challenge that we can only rise to meet with your collaboration, ideas and feedback. I am very curious about your expectations, comments and wishes. You can reach contact me via email, leave a comment on my talk page, find me on IRC (#wikimedia-de, Nicole_WMDE) or meet me in our office or at one of the future meetups. I am really looking forward to a productive and exciting teamwork!

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Wikimedia Conference: Internationale Gäste in Berlin

Wir berichteten bereits: Vom 29. März bis 1. April ist Wikimedia Deutschland erneut Gastgeber der Wikimedia Conference. Wikimedia-Vertreter aus 40 Ländern treffen sich in Berlin, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung. Die Konferenz selber ist nicht öffentlich, der Einlass erfolgt nur auf Einladung.

Aber wenn schon einmal so viele internationale Freundinnen und Freunde Freien Wissens in der Stadt sind, möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch bieten. Wir laden alle, die sich mit den Themen Wikipedia, Wikimedia, Freies Wissen oder Freier Kultur beschäftigen, am Freitag den 30.03.2012 ab 20 Uhr zum gemütlichen Get-Together in den Clubkeller des baxpax downtown Hostels in der Nähe der Friedrichstraße ein. Hier bietet sich die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, eigene Projekte und Kooperationen zu besprechen oder sich einfach von dem Spirit dieser internationalen Bewegung anstecken zu lassen.

Ganz ausdrücklich wenden wir uns mit dieser Einladung natürlich an den Berliner Stammtisch, aber auch andere Gruppen und Organisationen sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.

Unterstützung gesucht

Neben dem freitagabendlichen Vergnügen gibt es übrigens auch noch die Möglichkeit, als Helferin oder Helfer bei der Conference dabei zu sein. Wir suchen nämlich noch Unterstützung bei Dokumentation, Begrüßung und Fotografie. Interessierte können sich entweder direkt im MetaWiki eintragen oder sich vertrauensvoll per Mail an mich wenden.

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Nach der Grünbuch-Stellungnahme ist noch nicht Schluss

v.l.n.r.: Marco Swart, Alice Wiegand, Christophe Henner, Bence Damokos, Paweł Drozd, Marco Chiesa

Wie Philipp im letzten Jahr berichtete,  gab Wikimedia Deutschland eine Stellungnahme zum
Grünbuch der EU-Kommission zum Urheberrecht in der Wissenswirtschaft ab.

Initiiert durch Wikimedia Niederlande folgten 5 weitere europäische Wikimedia-Chapter (Frankreich, Polen, Ungarn, Italien, Tschechien) diesem Beispiel. Die insgesamt über 350 Stellungnahmen zum Grünbuch können auf der offiziellen Seite eingesehen werden.

Um unser Engagement nicht nach den ersten Stellungnahmen versiegen zu lassen und eine Basis für die weitere Debatte zu bilden, haben sich die beteiligten Wikimedia Chapter (Tschechien konnt leider nicht teilnehmen) am vergangenen Samstag in der Jugendherberge Jacques Brel in Brüssel getroffen.

Nach der Vorstellung der teilnehmenden Personen und der jeweiligen Stellungnahmen haben wir uns schnell und gerne darauf verständigt, die kommenden Entwicklungen der Grünbuch-Debatte gemeinsam aktiv weiterzuverfolgen und zu begleiten. Wir sehen darin eine gute Möglichkeit, unsere Standpunkte zu den Fragen des Urheberrechts in der wissensbasierten Wirtschaft deutlich zu machen und auf die Notwendigkeit möglichst ungehinderter Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten hinzuweisen. Wie wir das konkret angehen, wer dabei welche Aufgabe übernimmt und in welchen Zeiträumen das passieren soll, werden wir in den kommenden Wochen erarbeiten.

Das Treffen klang nach einem gemeinsamen Abendessen mit einem belgischen Bier im gastfreundlichen Hof der Jugendherberge aus. Die Möglichkeit zum Austausch über die interne Organisation der Chapter wurde beim Schopfe gepackt, von den unterschiedlichen Möglichkeiten, Vorstandssitzungen zu realisieren über Mitgliederzahlen bis zu den Spendeneinnahmen reichten die Themen. In dieser lockeren Runde fand sich auch schnell ein Name für die Arbeitsgruppe: ChIP, gebildet aus den Anfangsbuchstaben von Chapters und Intellectual Property.

Herzlichen Dank an Lodewijk Gelauff von Wikimedia Niederlande, der sich um die Planung und Organisation der Veranstaltung gekümmert hat. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

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