Posts Tagged ‘Berlin’



Vorschau: Wikimedia Conference 2012 in Berlin

Bereits zum vierten Mal ist Wikimedia Deutschland nun Gastgeber der internationalen Wikimedia Conference: Vom 29. März bis 1. April treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Projekte zu starten. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung.

Die Teilnehmer

In diesem Jahr sind 38 Chapters und 3 Chapters-to-be eingeladen, jeweils zwei Vertreter nach Berlin zu entsenden. Chapter, die bereits bezahlte Mitarbeiter haben, können darüber hinaus auch einen ihrer Angestellten senden. Neben den langjährig etablierten Vereinen werden auch neue Chapter und „Chapters-to-be“ (Brasilien, Kasachstan und Kenia) dabei sein. Neben dem Board of Trustees werden auch mehrere Mitarbeiter der Foundation an der Konferenz teilnehmen. Das offizielle Programm des Chapters‘ Meeting beginnt am Freitag; der Donnerstag steht z.B. dem Chapters‘ Committee und anderen internationalen Wikimedia-Gruppen zur Verfügung, die bereits in der Stadt sind.

Das Programm

Für die Programmkoordination sowie die Kommunikation mit den Chaptern ist Harel Cain von Wikimedia Israel verantwortlich. Durch seine langjährige Mitarbeit, die Organisation der Wikimania 2011 in Haifa und seine Vorträge wie Conflicts between chapters and communities kennt er sich bestens in den internationalen Wikimedia-Strukturen aus. Aktuell sorgt er dafür, dass sich alle Chaptervertreter zeitnah zur Konferenz anmelden und entwirft anhand des Feedbacks der letzten Jahre und den Wünschen der Chapter das Konferenzprogramm. Unterstützung wird er von zwei Moderatorinnen erhalten, die wir zu einem späteren Zeitpunkt noch näher vorstellen.

Der Veranstaltungsort

…wird bald bekannt gegeben.

Logistik und Rahmenprogramm

Ich selbst kümmere mich um das Gelingen der Conference und bin für die gesamte Logistik und die Abstimmung mit Harel zuständig. In diesem Jahr erhalten wir zum ersten Mal auch in diesem Bereich internationale Unterstützung: Danny B. übernimmt die Aufgaben, für die im letzten Jahr Cornelius zuständig war. Koordination von Hostel- und Flugbuchungen, Visa und Einladungsschreiben, Zusammenstellung von Teilnehmerinformation und Materialien inkl. der Beantwortung unzähliger Anfragen der Teilnehmer vor, während und nach der Konferenz sowie Logistik und Betreuung vor Ort.

Zur Zeit kümmern wir uns um die Anreise der Teilnehmer aus der ganzen Welt, buchen Flüge, stellen Einladungsschreiben für die Visumserteilung aus und koordinieren die Unterkünfte im baxpax downtown Hostel Hotel.

Seid ihr dabei?

Wie beschrieben ist die Teilnehmerzahl pro Chapter begrenzt. Als Communitymitglied habt ihr aber dennoch die Möglichkeit, in Kontakt mit den internationalen Gästen zu kommen. Zum einen planen wir an mindestens einem Abend eine öffentliche Veranstaltung für alle Interessierten (vielleicht bietet sich hier sogar ein Stammtisch-Termin an?). Zum anderen gibt es eine Menge zu tun, wir möchten z.B. Aktivitäten wie Sightseeing, gemeinsames Auskundschaften der Berliner Küche oder Museumsbesuche anbieten und freuen uns über Unterstützung und Tipps der Berliner Wikipedianer. Im letzten Jahr gab es außerdem tolle Unterstützung bei der Dokumentation der Veranstaltung von Fotografen und Protokollanten. Gerne könnt ihr euch als freiwillige Helfer bei uns melden!

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Harel und Danny und steht euch als Ansprechpartnerin für alle Fragen und Anliegen zur Conference gerne zur Verfügung.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 3,83 von 5)
Loading...

Spaß an der Urne? Berliner Parteien antworten auf Wahlprüfsteine

CC-BY-SA 2.0 Generic Niklas Bildhauer (via Wikimedia commons)

Nachdem gestern in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt wurde, müssen die Berliner am 18. September an die Urne. Wie bereits hier berichtet, wollte bislang so etwas wie heiße Wahlkampftstimmung nicht aufkommen. Der Versuch, die anhaltenden Brandanschläge auf teure Autos politisch zu instrumentalisieren, lief ebenso ins Leere wie die Bemühungen von Martin Sonneborns Spaßpartei, mit Maßnahmen aus dem Handbuch der Kommunikationsguerilla und Riefenstahl-Performances am Brandenburger Tor einen Meta-Diskurs zu den Platitüden des Politmarketings zu provozieren. Derzeit sagen die Umfragen einen Sieg der regierenden SPD voraus, die sich wohl ihren künftigen Koalitionpartner (Grüne, Linke oder CDU) aussuchen kann. Der Piratenpartei wird, unter Einbeziehung aller statistischer Variablen, der Einzug ins Abgeordnetenhaus durchaus zugetraut, während die FDP wohl eine weitere schmerzliche Niederlage verkraften muss.

Die Wahlprüfsteine von Wikimedia Deutschland, die alle antretenden Parteien am 26. Juli erhielten, sind von neun Parteien fristgerecht beantwortet worden, also ca. einem Drittel. Darunter sind alle bereits im Abgeordnetenhaus vertretenden Parteien sowie die Piratenpartei, die trotzkistische „Partei für Soziale Gleichheit“ (PSG) und die „Partei Mensch Umwelt Tierschutz“ (Tierschutzpartei). Selbst die situationistisch angehauchte Bergpartei (ÜberPartei), die bereits 2006 die Stadt mit rätselhaften Slogans überzog, konnte sich zu einer kurzen Stellungnahme aufraffen. Dieser Rücklauf ist, unabhängig von der inhaltlichen Qualität, zunächst einmal sehr erfreulich. Es zeigt sich, dass netzpolitische Themen bei den Parteien angekommen sind und Organisationen wie die unsrige mittlerweile als wichtige Dialogpartner angesehen werden. Ganz sicher kam in Berlin ein wichtiger Faktor hinzu: Durch die räumliche Nähe zu den Headquarters der Bundesparteien kann auf einem hohen Niveau Expertise erarbeitet und ausgetauscht werden, wissenschaftliche Dienste und parteinahe Think-Tanks liegen ja quasi um die Ecke.

Die 30 Fragen, die wir zuvor einem Peer-Review-Verfahren durch euch unterzogen haben, sind in den meisten Fällen gewissenhaft beantwortet worden, nur selten werden Passagen aus den Parteiprogrammen einfach an die entprechenden Stellen gepastet. Wer sich nicht durch die gesamte Synopse kämpfen möchte, sei auf die Online-Publikationsorte der Parteien (SPD, Grüne, Linke, Piraten) selbst verwiesen. Schön war übrigens die Sache mit dem PiratenPad, mittels dem wir bei der Erstellung der Antworten quasi live dabei sein durften.

Dass sämtliche Parteien ein offenes WLAN im öffentlichen Raum sowie eine Open Data Agenda für Berlin grundsätzlich befürworten, mag zunächst kaum überraschen. Dies wären schließlich Pfunde, mit denen sich standortpolitisch wuchern ließe. Die feinen Unterschiede liegen aber in der Umsetzung: Während sich die CDU die Veröffentlichung von Verwaltungs- und Regierungsdaten unter CC-BY 3.0 vorstellen kann, beharrt die FDP auf „kostenpflichtigen Lizenzen für kommerzielle Nutzungen“. Dies ist vor allem deshalb überraschend, weil das Wahlprogramm der Liberalen ansonsten stark auf Anreize für die regionale IT-Wirtschaft abstellt. Bei einigen unserer Kernthemen tendieren die Parteien insgesamt uneinheitlicher: So setzt sich etwa die SPD nicht bedingungslos für die Panoramafreiheit ein, sondern plädiert dafür, „gleichwertige Rechtsgüter, wie das Recht auf den Schutz der Privatsphäre oder das Recht am eigenen Bild zu respektieren“. Im Hinblick auf das Fotografie-Verbot in Sanssouci wünschen sich die Parteien zwar eine flexiblere Handhabung, allerdings nur für „die nichtgewerbliche Verbreitung von Aufnahmen“ (DIE LINKE) bzw. mit einer Kompensation durch Gebührenentgelder, die nach dem jeweiligen Grad der Nutzung gestaffelt wären (FDP).

Einer Befreiung gebührenfinanzierter Inhalte beim RBB erteilen CDU und FDP aus urheberrechtlichen Bedenken und ordnungspolitischen Gründen eine klare Absage. Die Piratenpartei übernimmt hier die maximalistische Position einer freien Wieder- und Weiterverwendung, während die Grünen zumindest eine kommerzielle Verwertung durch private Anbieter explizit ausschließen möchten. Die LINKE wiederum kann sich einer Lizensierung von Programminhalten unter CC-BY-SA vorstellen, begründet dies aber lediglich damit, dass „eine nicht-kommerzielle Nutzung der Inhalte im Internet möglich wäre“. Den dialektischen Charme, dass eine damit ebenso erlaubte Weiterverarbeitung durch die private Konkurrenz möglicherweise auch deren Programmqualität steigern würde, erkennt offenkundig niemand.

Mit dieser Kurzanaylse von meiner Seite möchte ich es zunächst bewenden lassen. Denn wo, wenn nicht hier, haben wir genügend Raum, um alle angesprochenen Themen in der gebotenen Tiefe zu analysieren. Zur Orientierung sei hier auf die bereits erstellte Gesamtübersicht der Antworten verwiesen sowie auf die Möglichkeit, während der WikiConvention in Nürnberg im direkten Gespräch mit Mathias und mir daran anzuschließen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 2,90 von 5)
Loading...

Beteiligt euch: Wahlprüfsteine für Berlin [update]

Zugegeben: Jetzt, Mitte Juli, kümmern sich allenfalls Kampagnen-Manager und Spin-Doktoren um die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, die am 18. September stattfinden. Während die Tagespresse verzweifelt versucht, so etwas wie Wahlkampfstimmung zu erzeugen, räkeln sich die meisten Hauptstädter an Badeseen in Brandenburg oder verfluchen die sauna-artigen Zustände in überfüllten U-Bahnen. Diese Ruhe vor dem Sturm möchten wir nutzen, um den antretenden Parteien – ganze 35 hat die Wahlleiterin zugelassen – ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Wie bereits 2009 zur Bundestagswahlen und 2010 zu den Landtagswahlen NRW werden wir Wahlprüfsteine veröffentlichen, die eine möglichst breite thematische Palette (von digitalen Bürgerrechten bis zum Einsatz von Wikis an Schulen) abdecken.

Der nimmermüde Mathias Schindler und ich haben in einem ersten Schwung 30 Fragen entwickelt, deren Beantwortung jedem Anhänger Freien Wissens die Wahlentscheidung leichter machen soll. Doch bevor die politischen Profis ihre Mitarbeiterstäbe zu schweißtreibenden Überstunden zwangsverpflichten, seid ihr am Zug. Denn wir möchten gerne von euch wissen, ob wir die richtigen Punkte identifiziert haben. Seht Ihr irgendwo noch Verbesserungsbedarf, vermisst ihr kritische Punkte, hättet ihr einiges gerne anders formuliert? Wir sind uns sicher, dass das Fragenkorpus durch ein solches Peer-Review-Verfahren nur gewinnen kann. Bitte nehmt euch die Zeit zur Lektüre. Alle Kommentare bis Montag (25. Juli) können noch berücksichtigt werden.

Vielen Dank im Voraus für eure Mithilfe!

[update 1. August 2011: Wir haben letzte Woche Euer Feedback eingearbeitet und die fertigen Wahlprüfsteine per Email und per Brief an die kandidierenden Parteien verschickt. Vielen Dank an alle, die hier mitgeholfen haben. Wir haben die Wahlprüfsteine als PDF online gestellt und warten nun auf den Rücklauf]

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Bewertungen, Durchschnitt: 3,45 von 5)
Loading...

MediaWiki-Entwickler trafen sich zum Hackathon

Vom 13. bis 15. Mai kamen im Berliner betahaus 70 MediaWiki-Entwickler zum Berlin Hackathon 2011 zusammen. Wikimedia Deutschland war zum dritten Mal Gastgeber dieses internationalen Entwicklertreffens, das dieses Jahr unter dem Zeichen „less talk – more hacking“ stand. Eingeladen waren daneben auch noch 20 Beteiligte des europäischen Wettbewerbs Wiki loves Monuments (Bericht) sowie das Language Committee.

Bugs, Tools und der Parser

Das wahrscheinlich wichtigste Thema auf dem diesjährigen Hackathon war die Entwicklung einer verbesserten Bearbeitungsmöglichkeit für Wikitexte, die es erlaubt, Seiten so zu bearbeiten, wie sie angezeigt werden, oder gar direkt zu verändern, ohne auf eine spezielle Bearbeitungsseite wechseln zu müssen. Um dies zu erlauben, müssen zunächst technische Grundsteine gelegt werden: der Parser, der den Wikitext so umwandelt, dass er angezeigt werden kann, braucht eine Generalüberholung. Gar nicht so einfach, er muss ja all die Millionen von bestehenden Wikiseiten weiterhin verstehen.

Auch sonst werden an der Benutzeroberfläche ständig Verbesserungen vorgenommen. So hat sich zum Beispiel gezeigt, dass die Platzierung der Bearbeiten-Links direkt neben Absatzüberschriften zu einem deutlichen Anstieg von Beiträgen führte. In der deutschsprachigen Wikipedia sind diese Links schon lange direkt neben der Überschrift, in der englischsprachigen Version waren sie bislang immer am rechten Rand untergebracht. Auch über den Umgang mit neuen Autoren wurde gesprochen: so ist es im Augenblick leicht, neuen Mitarbeitern Warnungen und Hinweise zu schicken, Ermutigungen und Hilfe dagegen sind eher selten. Das ist natürlich an sich kein technisches Problem, aber die WikiLove-Extension könnte durchaus helfen, es zu lösen, indem sie es leicht macht, anderen Autoren positives Feedback zu geben.

Für diejenigen, die nicht immer Online sind, wurde an dem Offline-Reader Kiwix gearbeitet. So wurde mit mehreren Probanden eine Studie zur Bedienbarkeit von Kiwix durchgeführt, die zu einer Verbesserung der Benutzerführung führen soll. Daneben wurde die Möglichkeit diskutiert, Kiwix auf dem XO-PC des OLPC-Projektes (One Laptop Per Child) einzusetzen.

Ein weiteres spannendes, wenn auch recht technisches Thema war die Infrastruktur für den Betrieb der Wikipedia. Die Wikimedia Foundation baut gerade einen zweiten Data-Center auf (in Ashburn, Virginia), um Wikipedia und die anderen Wikimedia-Wikis noch stabiler und verlässlicher zu machen. Daneben ging es um die Unterstützung von IPv6 und um den Einsatz von HipHop für PHP, einer von Facebook entwickelten Technologie, die Webseiten deutlich schneller machen soll.

Dankeschön!

Ein herzliches Dankeschön geht zunächst an die Wikimedia Foundation, die mit über 30 Entwicklern nach Berlin gekommen ist, um gemeinsam mit den Volunteers an der Optimierung der Software zu arbeiten. Ganz besonderer Dank gebührt hier Danese Cooper für die ausgezeichnete Moderation und Unterstützung, Guillaume Paumier und Sumana Harihareswara für die professionelle und schnelle Live-Dokumentation (Freitag, Samstag, Parser-Diskussion, Sonntag).

Für den Livestream verantwortlich war Jesse Scott, die Videos stehen auf der Plattform zur Ansicht bereit und werden in den nächsten Tagen auch auf Commons geladen. Die fotografische Dokumentation haben Ralf Roletschek und Tobias Schumann übernommen, das Ergebnis findet sich auf Commons und kann sich durchaus sehen lassen :)

Danke auch an das Team vom betahaus für die ausgezeichnete Betreuung und den sehr angenehmen Aufenthalt. Bei den Teilnehmern kam das Open-End-Hacking besonders gut an, nach dem Abendessen wurde teilweise bis 4 Uhr morgens weiter gearbeitet! Ein großer Dank gebührt natürlich allen, die teilgenommen haben und dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung so erfolgreich war. Ihr seid toll!

Ein großes Lob auch an die Kollegen von Wikimedia Deutschland, die sich im die Organisation der Veranstaltung gekümmert haben: Ohne Nicole Ebber und Cornelius Kibelka wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Danke!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 3,92 von 5)
Loading...

Rückblick: Wikimedia Conference 2011

Am vergangenen Wochenende waren fast 100 Teilnehmer bei der Wikimedia Conference zu Gast in Berlin. Wikimedia Deutschland hatte Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, des Movement Roles Projektes sowie das Entscheidungsgremium und Angestellte der Wikimedia Foundation zur jährlichen Zusammenkunft in die Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung geladen.

Vorbereitung

Bence Damokos von Wikimedia Ungarn war für die Programmgestaltung und Einladung der Teilnehmer verantwortlich. Die logistische Planung und Organisation, Absprache mit Veranstaltungsort, Caterern, Hostel und weiteren Lieferanten übernahm auch in diesem Jahr Nicole, Cornelius kümmerte sich um die Flugbuchungen, Ausstellung der Einladungsschreiben für die visumspflichtigen Besucher und Zusammenstellung der Informationsmaterialien. Zur allgemeinen Erleichterung verhielt sich der Vulkan, der im letzten Jahr für viel Aufregung und Asche gesorgt hatte, auffällig ruhig und der reibungslosen An- und Abreise der Teilnehmer stand nichts im Wege.

Bereits am Donnerstagabend konnten wir einen Großteil der Gäste zur Pre-Registrierung und Begrüßung im baxpax downtown Hostel empfangen. Hier bekamen wir schon einen ersten Ausblick auf das Wochenende: Kaum sitzen ein paar Wikimedianer zusammen, wird sofort an- bis aufgeregt diskutiert, Ideen oder Erfahrungen werden getauscht und Freundschaften geschlossen. Dieser Spirit lässt sich kaum in Worte fassen und beeindruckt uns alle immer wieder aufs Neue.

Um einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Themen der Conference zu gewähren, hat Michael die folgende Zusammenfassung für diesen Beitrag erstellt. Die Diskussionen und Ergebnisse der einzelnen Sitzungen wurden wie im letzten Jahr auf den Seiten der Conference im Meta-Wiki ausführlich dokumentiert. Auf twitter lässt sich über die Suche nach #wmcon noch prima nachvollziehen, was die Teilnehmer und Veranstalter in den letzten Tagen beschäftigt hat. Und: Wir waren sogar in der Tagesschau!

Freitag, 25. März 2011

Die erste Session der ersten beiden Tage war für die Kurzvorstellungen der anwesenden Chapter reserviert. Jede Ländervertretung bekam dafür drei Minuten Zeit. Die Präsentationen der einzelnen Länder sind über den Zeitplan zu finden. Die erste inhaltliche Sitzung am Freitag beschäftigte sich mit der Rollenverteilung und Organisation der Gruppen und einzelnen Personen innerhalb der Wikimedia-Bewegung. Es folgte Erik Möllers Präsentation der Editor Trends Study (Dokumentation hier).

In Anlehnung an die Konventionen der Böll-Stiftung versorgte uns der Caterer Iss Kind, iss jeden Tag mit einem rein vegetarischen, köstlichen Buffet. Das sorgte bei manchen Gästen zu Diskussionen, da einige tatsächlich das Fleisch schmerzlich vermissten, konnte die Stimmung insgesamt aber nicht trüben. Jede freie Minute wurde genutzt, um Diskussionen aus vorangegangenen Talks fortzuführen.

Im Anschluss folgten zwei parallele Sitzungen. Catrin und Sebastian stellten in Common Project I die Kampagnenidee „Wikipedia muss Weltkulturerbe werden“ vor, während die Sitzung Volunteer management die Frage diskutierte, wie Ländervertretungen Freiwillige zur Unterstützung der Idee Freien Wissens gewinnen und anhaltend motivieren können. Zum Abschluss des ersten Tages gab es eine weitere Doppelsitzung. Die erste befasste sich mit der engeren Zusammenarbeit zwischen der Wikimedia Foundation und den einzelnen Ländervertretungen. Die zweite war ein Erfahrungsaustausch über die Art und Weise wie Projekte in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden können.

Die Konferenz selber war nicht-öffentlich; am Freitagabend luden wir alle, die sich mit den Themen Wikipedia, Wikimedia, Freies Wissen oder Freier Kultur beschäftigen, zum gemütlichen Get-Together in die HomeBase Lounge. Hier bot sich die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, eigene Projekte und Kooperationen zu besprechen oder sich einfach mal von Geist dieser internationalen Bewegung anstecken zu lassen.

Samstag, 26. März 2011


Der Samstag begann mit der Fortsetzung der Kurzvorstellungen aller Teilnehmer. Danach berichteten die Niederlande über den Bilderwettbewerb Wiki loves Monuments. Gleichzeitig befasste sich die Sitzung Chapter revitalization mit dem Problem inaktiver Ländervertretungen.

Der erste Teil des Nachmittags war für verschiedene Arbeitsgruppen reserviert, in denen ohne Vorträge über Themen wie GLAM (galleries, libraries, archives and museums), Bildung oder den Toolserver diskutiert wurde. Nach einer kurzen Zusammenfassung der einzelnen Gruppen begann das letzte Zeitfenster am Samstag. In der Sitzung GLAM outreach gab es Gelegenheit mit Liam Wyatt ausführlich über seine Erfahrung als erster Wikipedian-in-residence zu sprechen. Im anderen Saal tauschten sich die Ländervertretungen und Mitglieder der Wikimedia Foundation über Rechenschaft und das öffentliche Bild der Wikimedia-Organisationen aus.

Für den Abend hatten wir mit Unterstützung von Wikimedia Frankreich eine Bootstour auf der Spree organisiert. Hier bot sich weiterhin die Gelegenheit, die Gespräche des Tages zu vertiefen, Ideen zu konkretisieren und dabei noch ein bisschen von der Stadt zu sehen. Auch hier: Die Gespräche brachen nicht ab, es gibt immer wieder neue und alte Themen, die die internationale Entwicklung und Zusammenarbeit der Chapter so spannend machen.

Sonntag, 27. März 2011

Der letzte Tag der Wikimedia Conference bot nochmals vier Sitzungen an. In Grants ging es um die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um Fördergelder der Wikimedia Foundation zu erhalten. In der Sitzung zu interner Kommunikation wurde diskutiert, welche Möglichkeiten die internationale Wikimedia-Bewegung für den Austausch über ihre Arbeit hat und welche sie nutzen sollte.

In der Kaffeepause bereitete uns das niederländische Chapter eine süße Überraschung: Zum 5-jährigen Bestehen gab es eine große Geburtstagstorte, die sogar mit dem niederländischen Nationalgericht „Stroopwafels“ geschmückt war und vorzüglich schmeckte!

Die letzten beiden Sitzungen hatten die Themen Professionalisierung durch die Verpflichtung eines ersten Angestellten sowie die Kooperation mit Bildungsanstalten zum Thema.

Danke!

Sehr viele Menschen haben zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Ein herzliches Dankeschön geht zunächst an die Heinrich-Böll-Stiftung für den ausgezeichneten Veranstaltungsort und die unkomplizierte, sehr freundliche Kommunikation. Bence hat großartige Arbeit geleistet und ein Programm erstellt, das allen Bedürfnissen gerecht wurde. Die Veranstaltungszentrale und damit Anlaufstelle für alle Fragen und Anliegen vor Ort besetzten Cornelius, Elly, Mathias und Nicole.

Begleitet wurden die Vorträge und Diskussionen durch die beiden Moderatorinnen Anja Krieger und Sabria David. Zur Zeit geben die beiden zusammen mit Bence der Dokumentation auf Meta den letzten Schliff. In diesem Jahr haben wir außerdem Anna Lena Schiller engagiert, die viele der Talks „graphisch dokumentiert“ hat. Die Bilder stehen in Kürze auf Commons bereit, ein Sneak Preview schon hier im Beitrag. Für die Mitschriften danken wir Dirk Ingo Franke, Tim Moritz Hector, Michael Jahn und Julia Kloppenburg. Fotografiert haben Martin Rulsch und Mathias Schindler. Ein Teil der Bilder ist schon auf Commons zu finden, weitere folgen in den nächsten Tagen. Tausend Dank für die tolle Zusammenarbeit!

Finanzielle Unterstützung bekamen wir in diesem Jahr von Wikimedia Frankreich für die Schifffahrt am Samstagabend sowie für die Anreise der Vertreter aus Argentinien, Taiwan, Kenia, Hong Kong, Spanien und Estland. Wikimedia UK unterstützte die Finanzierung der Moderatorinnen, Wikimedia Australien und Polen kamen für die Anreise weiterer Chaptervertreter auf. Weiterer Dank gebührt der Wikimedia Foundation.

Nicht zu vergessen auch der Dank an alle Teilnehmer für die engagierte und überwiegend ehrenamtliche Mitarbeit. Ihr wart grandios! Um nicht zu sagen: Awesome! Und last but not least danken wir dem Vulkan Eyjafjallajökull dafür, dass er in diesem Jahr nicht ausgebrochen ist :)

Für alle Fragen zur Veranstaltung könnt ihr euch gerne an Nicole (nicole.ebber@wikimedia.de) wenden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (20 Bewertungen, Durchschnitt: 4,25 von 5)
Loading...

Meet the chapters

Wir berichteten bereits: Vom 25. bis 27. März ist Wikimedia Deutschland erneut Gastgeber der Wikimedia Conference. Wikimedia-Vertreter aus über 30 Ländern treffen sich in Berlin, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung. Die Konferenz selber ist nicht öffentlich, der Einlass erfolgt nur auf Einladung.

Aber wenn schon einmal so viele internationale Vertreter Freien Wissens in der Stadt sind, möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch bieten. Wir laden alle, die sich mit den Themen Wikipedia, Wikimedia, Freies Wissen oder Freier Kultur beschäftigen, am Freitag den 25.03.2011 ab 20 Uhr zum gemütlichen Get-Together in die HomeBase Lounge am Potsdamer Platz ein. Hier bietet sich die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, eigene Projekte und Kooperationen zu besprechen oder sich einfach mal von dem Spirit dieser internationalen Bewegung anstecken zu lassen.

Ganz ausdrücklich wenden wir uns mit dieser Einladung natürlich an den Berliner Stammtisch, aber auch andere Gruppen und Organisationen sind herzlich willkommen. Am darauffolgenden Sonntag (27.03.) beginnt in Berlin der Workshop Global Melt – Best Practices in Community Leadership for global peer-driven movements, zu dem weitere internationale Gäste erwartet werden – und die hiermit ebenso herzlich eingeladen sind, am Freitag in der HomeBase dabei zu sein.

Wir bereiten kein Unterhaltungsprogramm vor sondern setzen darauf, dass mit Gesprächen und entspannten Beisammensein der Austausch zwischen den Gruppen am besten gefördert wird. Die HomeBase bietet mit Bühne und Soundanlage aber die Möglichkeit, spontane Ideen umzusetzen – wir sind also offen für eure Vorschläge!

Eine Anmeldung für den Freitag ist nicht erforderlich, ihr könnt aber gerne in den Kommentaren, bei Facebook oder auf der Stammtischseite sagen, dass ihr kommt :)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 3,67 von 5)
Loading...

Ankündigung: Berlin Hackathon 2011

Wikimedia Deutschland lädt zum dritten MediaWiki-Entwicklertreffen nach Berlin ein. Vom 13. bis 15. Mai 2011 treffen wir uns im betahaus in Kreuzberg zum Berlin Hackathon 2011. In diesem Jahr wird es allerdings weniger Vorträge und dafür mehr Zeit und Raum zum Hacken geben.

Die Registrierung ist ab sofort eröffnet: http://de.amiando.com/hackathon2011. Der Eintritt ist frei, aber wer kommen möchte, muss sich bis zum 10. April registriert haben!

Der Hackathon bietet MediaWiki-Hackern die Möglichkeit, zusammen zu kommen, Bugs zu beseitigen und coole neue Features zu entwickeln. Schwerpunkte werden unter anderem sein:

  • Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit
  • Interaktive Karten
  • Fixen des Parsers
  • WMF Operations (Neues Data Center, Virtualisierung)
  • Unterstützung des Wettbewerbes Wiki loves Monuments
  • Bugs, Bugs, Bugs

Weiteren Ideen sind willkommen und können auf der Planungsseite vermerkt werden.

Während des Hackathons werden sich auch das Language Committee und eine Wiki loves Monuments-Gruppe treffen. Für diese Projekte ist eine limitierte Anzahl an Tickets reserviert, Beteiligte erhalten in Kürze einen entsprechenden Einladungscode.

Das Hackathon-Team (Daniel, Nicole und Cornelius) steht für alle Fragen gerne unter hackathon@wikimedia.de zur Verfügung.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,83 von 5)
Loading...

Noch (so gut wie) neu in der Geschäftsstelle

Seit November 2010 verstärke ich das Team der Geschäftsstelle als Teilzeit-Mitarbeiter im Bereich PR- und Öffentlichkeitsarbeit.  Ich freue mich sehr, an dieser Stelle kurz zu erklären, wer ich bin und was ich bei Wikimedia Deutschland genau mache.

Ich bin in Berlin geboren und habe an der Humboldt Universität Anglistik/Amerikanistik und Philosophie studiert. Vielleicht ist das unausweichlich, wenn man als Kind gleichzeitig Sofies Welt geschenkt bekommt und den ersten Roman in Englisch nicht liest, sondern errät.  Nach ersten Berufserfahrungen im Eventbereich wurde ich im Verlagswesen zum Redakteur ausgebildet. Im Anschluss war ich dann auch längere Zeit bei einem Verlag für Sachbücher als klassischer Redakteur tätig. Um Freies Wissen ging es dabei nicht, aber die Themenpalette war so bunt, als ob man in der Wikipedia stöbert: Medizin, Geschichte, Schule, Klatsch und Kunst etc.

Meine Geschichte mit Wikipedia ist ein wenig wie die Erinnerung an die ersten Schritte.  Man weiß schon noch, dass man das Laufen mal irgendwann gelernt haben muss. Aber daran erinnern kann man sich nicht.  Und so nutze ich Wikipedia auch „schon immer“. Bis ich dann mutig genug für die erste Bearbeitung war, hat es allerdings noch lange gedauert. Warum ich mich nun auch beruflich für Freies Wissen einsetzen möchte, liegt im Grunde an einem Irrtum. Ich habe irrtümlich geglaubt, die meisten Menschen wüssten heute, wie Wikipedia funktioniert und dass die Verbreitung von Freiem Wissen tatsächlich Sinn macht. Weil das aber noch längst nicht der Fall ist, macht es mir großen Spaß, darüber aufzuklären.

Im Vordergrund meiner Arbeit stehen die Erstellung von Basisinformationen, Daten, Fakten sowie Unterstützung bei der Koordination von Interviewpartnern für Medienanfragen.  Eine grundlegende Aufgabe unserer Öffentlichkeitsarbeit ist es, dauerhaftes Medieninteresse mittels Pressemitteilungen und -Einladungen zu generieren. Deshalb ist auch die Pressebeobachtung und die Arbeit mit dem Presseverteiler des Vereins ein ständiges und zentrales Thema für mich. Kontakte müssen gepflegt, vervollständigt und vor allem kategorisiert werden, um für jeden Bedarf die richtigen Multiplikatoren zu kennen und dann auch tatsächlich erreichen zu können. Dieser Teil der Öffentlichkeitsarbeit betrifft alle Projekte, Veranstaltungen und Aufgaben des Vereins, vom Schulprojekt über den Ideenwettbewerb bis hin zur jährlichen Spendenkampagne. Kurz, ich bin nicht in einem abgeschlossenen Ressort tätig, sondern unterstütze die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit überall dort, wo Medienpräsenz geschaffen werden soll.

Ein weiterer persönlicher Schwerpunkt sind Informationsmaterialien. Ich unterstütze Catrin in der Redaktion der Wikimedium bei der Koordination und dem Schreiben von Beiträgen, bei der Recherche, Lektorat, Satz etc. Dazu gehört auch die gesamte Abonnentenbetreuung.  Direkt zu meinem Einstieg half ich bei der Fertigstellung der neuen Info-Broschüren Wikipedia-Einmaleins und Wikiversity.

Die Tage seit dem November sind unheimlich schnell vergangen und ich blicke gespannt auf die Entwicklungen im neuen Jahr!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (16 Bewertungen, Durchschnitt: 4,63 von 5)
Loading...

10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin und überall

Zehn Jahre Wikipedia waren mehr als zehn Anlässe genug, um dieses Projekt und seine Mitstreiter zu feiern und zu beglückwünschen! Dafür versammelten sich am Gründungstag der Wikipedia, dem 15. Januar, allein im deutschsprachigen Raum an mehr als dreißig Orten Wikipedianer und Freundes des Projektes. Weltweit waren es mehr als 300 Veranstaltungen zum Jubiliäum der Wikipedia.

Feierei!

Das Zehnjährige der Wikipedia wurde so unterschiedlich gefeiert, wie man es kaum erwarten konnte. Ob mit Vorträgen und Workshops (wie in München), mit Artikelerstellung vor Ort (wie in Köln), als regionale Zusammenkunft von vier Stammtischen (wie in Stuttgart) oder bi-nationales Treffen (wie in Basel) oder als große Party (wie in Berlin). Für den Freund und Fan der Wikipedia blieb an wenigen Orten noch ein Wunsch offen. Kuchen und Torten mit Wikipedia-Schmuck gab es natürlich – wie es sich für eine Geburtstagsparty gehört – an sehr vielen Orten, aber nicht nur im deutschsprachigen Raum. Geschmackvoll!

Party in Berlin

Die Berliner Party, veranstaltet in der schönen HomeBase Lounge in der Nähe des Potsdamer Platzes, überraschte sicherlich sowohl Gäste als auch Veranstalter hinsichtlich ihrer Dimension. Letztendlich kamen über 300 Gäste, waren doch nicht nur Wikipedianer, sondern auch Freunde der Wikipedia und des Freien Wissens, die Berliner Internetszene sowie Pressevertreter geladen. Mit Ballons, Kerzen und einer süßen, großen Torte feierten die zahlreichen Gäste die Wikipedia und lauschten dabei auch noch einem kurzen Rückblick auf zehn Jahre des Projektes, moderiert von Henriette und Cornelius.

Als besonderes Schmankerl wurde eine Live-Konferenz via Skype zwischen den verschiedenen Stammtischen organisiert. Aus Berliner Sicht leider enttäuschend, da, getreu nach Murphys Gesetz, natürlich im rechten Moment das Netzwerk ausfiel. Dennoch waren die Generalproben spaßig und die Konferenzschaltung sollte bei nächster Gelegenheit nochmal durchgeführt werden.

Augen- und Ohrenschmaus

Bereichert wurde die Berliner Veranstaltung durch eine ganz besondere Überraschung der drei Jungs von SPTA: Mit ihrer interaktiven Installation WikiLetters konnten die Gäste Wikipedia-Artikel mit ihren Bewegungen und Gesten direkt an die Wände der HomeBase „schreiben“. Tolle Idee, tolle Arbeit! Merci an Luis, Felix und Max. Diese Installation war eine perfekte Ergänzung der Slideshow, die auf der großen 360°-Leinwand lief und Bilder und Fundstücke aus den ersten 10 Jahren Wikipedia zeigte.

WikiLetters from SPTA! on Vimeo.

Blickfang war natürlich die Twitterwall, über die sämtliche Tweets mit dem Hashtag #wp10 tickerten. Somit konnten die Partygäste Updates der bundesweiten und internationalen Feiern live verfolgen und kommentieren. Danke an Raymond und Elke für Programmierung und Gestaltung.

Musikalisch wurde der Abend durch drei DJs begleitet. Ein großer Dank geht an DJ Mogreens, das Kraftfuttermischwerk und DJ Schönberger, die uns mit ihren Sets erfreut haben. Nach dezenter Hintergrundbeschallung und geschmeidigen Beats wurde bei „Hey, hey, Wickie!“ sogar die „Neigungsgruppe Ausdruckstanz“ aktiv und viele Gäste verausgabten sich bis zum Schluss bei der obligatorischen Hitrunde durch die 80er-Jahre.

Fotografisch wurden wir ebenso exzellent begleitet, danke hierfür an RalfR und André Krüger. Fotos von Wikipedianern und Gratulanten stehen nun auf Commons unter Wikipedia 10 Berlin bereit. Da Commons leider bisher nur keine Album- oder Slideshow-Tools für angemeldete Benutzer anbietet, findet ihr die Bilder von André zum gemütlichen Durchklicken auch in einem Set auf Flickr.

Presse und Ausblick

Auch die Presse zeigte die gesamte Woche über (vielen Dank nochmal an Catrin und Michael an dieser Stelle) großes Interesse an diesem Jubiläum und den dazugehörigen Hintergrundinformationen. Eine Zusammenfassung der Presseresonanz wird derzeit erstellt.

Schlussendlich können wir ein sehr gutes Resümee ziehen und freuen es über die gute Resonanz der Veranstaltung. Wikipedia darf auf einen durchweg erfolgreichen Geburtstag zurückblicken und wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten zehn Jahre! Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (13 Bewertungen, Durchschnitt: 4,54 von 5)
Loading...

Wikimedia und die Allmende: Panel zu Regierungswerken auf der FCRC

Am 8. und 9. Oktober veranstalten FU Berlin und das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung die Free Culture Research Conference in Berlin. Wikimedia Deutschland unterstützt diese Veranstaltung, das Programm findet sich auf der Webseite der Veranstaltung.

Ganz besonders freuen wir uns über die Gelegenheit, auf dieser Veranstaltung in einem eigenen Panel am 8. Oktober von 14:00 bis 15:30 Uhr über den Lizenzstatus von Regierungswerken reden zu können. Hinter PD-GOV verbirgt sich das Konzept, urheberrechtlichen Schutz für amtliche Werke komplett zu verneinen. In Deutschland einschlägig ist §5 UrhG, der allerdings sehr eng gefasst ist und in der Regel nur auf Gesetze, Urteile und amtliche Verkündungsblätter Anwendung findet. Dass es auch anders geht, zeigen die Vereinigten Staaten, bei denen auch Fotos (z.B. des Weissen Hauses oder der NASA) ab dem Tag ihrer Erstellung gemeinfrei sind. Auf dem Panel werden wir mit Vertretern aus den USA, Israel und den Niederlanden reden und über ihre lokalen Initiativen, die Allmende zu vergrößern. Die Konferenzsprach ist Englisch, hier die Ankündigung zu unserem Panel:

„Government works in the public domain – All your tax-paid content are belong to us“
What does a proper GOV-PD definition include, what are the benefits and risks associated with a shift in copyright policy, what are alternative approaches to make government works accessible and usable to the public? We are looking into the mechanisms of „GOV-PD“ – public domain works created by the government – and discuss the implications of rules that still prevent tax payers to use the works they already paid for.

Bisher haben sich 200 Teilnehmer angemeldet, die Registrierung ist noch geöffnet.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...