Stellungnahme Grünbuch

Die EU-Komission hat vor einigen Monaten dazu aufgerufen, zu einem EU-Papier zum Urheberrecht, dem so genannten Grünbuch, Stellung zu nehmen. Die Stellungnahme von Wikimedia Deutschland kann als Pdf eingesehen werden.

Bei der Erstellung hatten wir das Glück, dass ich auf der von mir besuchten Wikimedia Nederlands Conferenti 2008 erfuhr, dass Wikimedia Nederlands bereits eine Stellungnahme verfasst hatte, die sie dann freundlicherweise noch ins englische übersetzten. Auf dieser Basis konnten Nina Gerlach und Mathias Schindler dann eine deutsche Stellungnahme verfassen, die der Vorstand nur noch absegnen musste. Sowohl unseren holländischen Freunden als auch den beiden unser großer Dank.

In unserer Stellungnahme weisen wir auf die Bedeutung und Nützlichkeit freier Lizenzen hin,  diskutieren die Probleme von „Copyright Orphans“, also Werken, bei denen die Urheber nicht ohne großen Aufwand feststellbar sind und weisen daraufhin, dass der Zugang zum Wissen der Welt durch Bibliotheken für Wikipedianer sehr wichtig ist und wir schon die bestehenden Schranken hierzu für zu hoch halten.

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Verein sucht Werkstudent/-in

Wikimedia Deutschland sucht für das nächste Jahr einen Werkstudenten (m/w) für unser Büro in Berlin, der telefonische Anfragen beantwortet, einfache Büroarbeiten übernimmt und die anderen Mitarbeiter tatkräftig unterstützt. Die Position ist eine Teilzeitstelle mit einer Arbeitszeit von durchschnittlich 15 Stunden pro Woche. Folgend das Stellenprofil:

Aufgaben

  • Beantwortung von Anfragen an den Verein per Telefon und E-Mail
  • Organisation des Büroalltags im Team mit zwei weiteren Mitarbeitern
  • Durchführung einfacherer Büroaufgaben und Botengänge
  • Unterstützung der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins
  • Einbringung und Umsetzung von Vorschlägen zur effizienteren Bürogestaltung

Fähigkeiten und Qualifikationen

  • Erfahrungen mit der Wikipedia oder den anderen Wikimedia-Projekten als aktiver Benutzer
  • Interesse an der Entwicklung eines leistungsfähigen Vereinsbüros
  • Organisationstalent und selbstsicheres Auftreten in Wort und Schrift
  • Zuverlässigkeit, Offenheit und Flexibilität

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen, Gehaltsvorstellungen und Angabe von frühestmöglichem Beginn nehmen wir per E-Mail (Betreff “Bewerbung Werkstudent”) an jobs@wikimedia.de entgegen.

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Wikimedia Deutschland und Creative Commons ziehen zusammen

Wikimedia und Creative Commons sind sich nicht fremd. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen existiert schon seit Jahren, schließlich sind auch viele der Inhalte in den Wikimedia-Projekte unter Creative-Commons-Lizenzen freigegeben. Künftig aber rücken wir noch näher zusammen und teilen uns Büroräume in Berlin. Bereits Anfang November hat sich der Verein in der Eisenacher Straße 2 im Berliner Bezirk Schöneberg nieder gelassen. Jetzt kommt der neue Untermieter und Partner Creative Commons dazu: Heute werden Wikimedia Deutschland und Creative Commons International ihre Lager zusammenlegen.

Wir freuen uns über die neue Bürogemeinschaft und sind überzeugt davon, dass es zahlreiche Möglichkeiten zur engeren Zusammenarbeit geben wird. Neben zwei Zimmern, die Creative Commons bezieht, ermöglicht die Zusammenlegung der Büros eine gemeinsame Nutzung des Konferenzraumes, der Küche und der technischen Einrichtungen, vor allem aber eröffnet es uns die Möglichkeit, Manpower und Know How auszutauschen.

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Britische Zensur der Wikipedia und ihr Kollateralschaden

Ein „Kollateralschaden“ einer Wikipedia-Sperrung im Vereinigten Königreich führt dazu, dass zehntausende von Wikipedia-Autoren sich nicht mehr schreibend an der Wikipedia beteiligen können. Grund dafür ist ein 32 Jahre altes Album-Cover der deutschen Rockband Scorpions.

Aufgrund einer Beschwerde über das Bild bei der britischen Selbstkontroll-Instanz Internet Watch Foundation (IWF) wurde der enzyklopädische Artikel über das Album Virgin Killer auf deren Schwarze Liste aufgenommen. Dies führt dazu, dass nach Angaben der IWF 95 % aller Nutzer mit privaten Internetanschlüssen keinen Zugriff mehr auf den Text haben, der sich mit der Kontroverse um das Bild beschäftigt.

Um diese Sperrung zu ermöglichen werden sämtliche Zugriffe der Provider-Kunden auf die Wikipedia „gekapert“ und über einen Kontrollpunkt umgeleitet. Dies führt neben Performance-Einbußen dazu, dass keine Unterscheidung der einzelnen Benutzer aus dem Vereinigten Königreich mehr möglich ist und sie gegenüber der Wikipedia als eine Person auftreten. Durch den Wegfall der Möglichkeit, einzelne Vandalen gezielt zu sperren, wird zehntausenden von Autoren der schreibende Zugriff auf die Wikipedia versagt.
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100.000 Mal ein Bild und 1000 Worte

Ungefähr ein Jahr lang haben drei Wikimedianer mit dem Deutschen Bundesarchiv diskutiert, argumentiert, Pläne geschmiedet und Vertragsentwürfe herumgeschickt, bis das Projekt spruchreif war: Wikimedia Commons erhält vom Bundesarchiv auf einen Schlag knapp 100.000 Bilder unter der freien Lizenz Creative Commons cc-by-sa, die eine umfassende Nutzug der Bilder für beliebige Zwecke erlaubt.

Am 4. Dezember fand in Berlin die Pressekonferenz dazu statt, um die frohe Kunde in die Öffentlichkeit zu bringen. Während die Journalisten also den Erläuterungen der Bundesarchiv-Vizepräsidentin Prof. Dr. Angelika Menne-Haritz, dem Leiter des Bildarchivs Dr. Oliver Sander, dem Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland Sebastian Moleski und Mathias Schindler (der von der FAZ zum Wikipedia-Gründer und vom Tagesspiegel zum Wikimedia Commons-Projektleiter befördert wurde) lauschten, rauschte gleichzeitig die Bilderflut nach Commons.

Grundvoraussetzung für diese Zusammenarbeit ist die konsequente Arbeit von Wikimedia Commons, eine erstklassige Mediendatenbank zu schaffen und zu pflegen, mit größter Rücksichtnahme auf alle urheberrechtlichen Fragen. Hinzu kommt die Erfahrung von Wikipedia, personenbezogene Inhalte mit der Personennamendatei (PND) der Deutschen Nationalbibliothek zu verknüpfen. Dieses Projekt läuft schon seit 2005 und verschafft den Lesern der Wikipedia einen direkten Zugang auf weiterführende Literaturangaben. Auch hier reifen gerade Pläne für den Ausbau der Zusammenarbeit mit dem bibliographischen Zentrum Deutschlands.

Für diesen großartigen Moment waren viele helfende Hände zur Stelle, sowohl Wikimedianer als auch Bundesarchiv-Angestellte und die Dienstleistungsfirmen dieser Behörde und allen gebührt Dank für die Mitarbeit. In Koblenz und Berlin wurden ungezählte Stunden bei der nötigen Arbeit zum Abgleich der Personenlisten von Bundesarchiv, Wikipedia und Nationalbibliothek verbracht, in einer beeindruckend hohen Qualität und noch beeindruckenderen Schnelligkeit. Jetzt, da sich die Kategorien auf Wikimedia Commons füllen und erste Bilder ihren Weg nach Wikipedia finden, beginnt der spannendste Teil der Arbeit: Nutzt die Inhalte!

Weiterführende Links

Gemeinsame Pressemitteilung von Bundesarchiv und Wikimedia Deutschland: Bilder-Buch-Beziehung im Internet

Pressespiegelauszug

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Internationaler Tag des Ehrenamts

Der 5. Dezember ist der „International Volunteer Day„, im Deutschen wird aus ihm der etwas sperrige „internationale Tag des Ehrenamtes„.

Das hat eine Menge mit Wikipedia zu tun. Unglaublich viele Menschen investieren freiwillig und unentgeltlich unglaublich viel Zeit und Energie in die Wikimedia-Projekte, um gemeinsam einen faszinierend großen Pool freien Wissens zu schaffen.

Dank an dieser Stelle allen …

Benutzern, IPs, Autoren, Admins, Bürokraten, Stewards, Vandalenjägern, Vermittlern, Schiedsgerichtlern, Inklusionisten, Exklusionisten, Rechtschreibfehlerfindern, Qualitätsicherern, Mentoren, Supportlern, Entwicklern, Ratgebenden, Urheberrechteerklärern, Urheberrechtsmissbrauchfindern, Typografen, Fotografen, Übersetzern

… und allen anderen, die sich daran beteiligen, die Projekte weiterzuentwickeln und zu verbessern.

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Spenden für freies Wissen

Wie viele wissen, läuft gerade die große Wikimedia-Spendenkampagne. Neben der Wikimedia Foundation mit ihrem ambitionierten Spendenziel von 6 Millionen US-Dollar beteiligen sich auch die nationalen Wikimedia-Chapter auf unterschiedliche Art und Weise. Wikimedia Deutschland natürlich auch, schließlich haben wir ein Jahresspendenziel von 400.000 Euro, etwa 60 % mehr als letztes Jahr. Das Geld kommt wie in den letzten Jahren der Technik zu Gute, aber auch unseren Projekten wie der jährlichen Wikipedia Academy, dem Literaturstipendium oder Community-Budget für verschiedene Veranstaltungen (darunter zum Beispiel auch die Jurysitzungen des Schreibwettbewerbs). Was wir im letzten Jahr so alles mit unseren Spenden gemacht haben, kann man zum Beispiel im Tätigkeitsbericht 2007 nachlesen.

Spenden kann man nun auf vielen Wegen. Neben der klassichen Überweisung auf unser Spendenkonto (Konto 32 87 300, BLZ 100 205 00) gibt es auch die Möglichkeit, über unser Onlineformular Beträge vom eigenen Konto einziehen zu lassen. Schecks nehmen wir auch. Dieser Weg wird tatsächlich manchmal noch von einigen Spendern bevorzugt. Schließlich gibt es auch immer mal die eine oder andere ausgefallenere Spende. Kürzlich erhielten wir zum Beispiel 1600 isländische Kronen als anonyme Spende, die wir selbstverständlich auch angenommen haben.

Eine Spende aus Island?
Eine Spende aus Island?

Die größte Spende für Wikimedia liegt aber natürlich im ehrenamtlichen Bereich. Tausende von Menschen weltweit tragen jeden Tag zu Wikipedia, Commons und den anderen Wikimedia-Projekten bei. Daneben gibt es unzählige weitere, die sich in ihrer Freizeit mit rechtlichen Problemen, Presse-Arbeit,  Veranstaltungsdurchführungen und Diskussionsbeiträgen beschäftigen und damit ihren Teil leisten, um unsere Mission zu erfüllen, das gesamte Wissen der Menschheit zu sammeln und jedem frei zugänglich zu machen.

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Support-Team Workshopt in Berlin

Am letzten Wochenende trafen sich 12 Mitglieder des Wikipedia:Support-Teams zu einem Workshop in Berlin. Das Support-Team beantwortet allgemeine Mailanfragen zu Wikipedia und den Schwesterprojekten und bearbeitet Text- und Bild-Freigaben.

Freitagabend trafen sich die Anreisenden von nah und fern in den erst vor kurzem bezogenen Geschäftsräumen von Wikimedia Deutschland, von dort aus ging es in ein indisches Restaurant mit ungewöhnlich mild gewürzten Speisen. In den Räumen des IN-Berlin (vielen Dank dafür) begann der Samstag mit Informationen von Raymond über die Berechtigungsstruktur und die Benutzung der Software, es folgten Hinweise zur Bearbeitung von Text- und Bildfreigaben. Auch während der Mittagspause bei Stullen und Suppe wurde in angenehmer Atmosphäre weiter diskutiert und beratschlagt. Nachmittags widmeten sich die Teilnehmer Fragen der Motivation und Vorgehensweisen bei der Bearbeitung schwieriger Anfragen. Nach einer interessanten Stadtführung zum Thema „Kölsch oder Kindl“ wurde der Abend gemeinsam bei einem Italiener beendet. Der Sonntag stand im Zeichen des Austauschs zwischen dem Support-Team und der Wikipedia:Dateiüberprüfung, kurz DÜP. Forrester, einer der Initiatoren der Dateiüberprüfung, berichtete über die Grundlagen und Ziele der Prüfung; gemeinsam diskutierte die Gruppe über Fragen des Persönlichkeits- und Urheberrechts. Wunsch aller Teilnehmer war, die begonnene Abstimmung der Vorgehensweisen auch nach dem Workshop weiterzuführen.

Sonntag Nachmittag trennten sich die Teilnehmer mit dem guten Vorsatz, im nächsten Jahr drei bis vier ähnliche Workshops mit jeweils einem besonderen Themenschwerpunkt zu organisieren.

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Zedler-Medaille für wissenschaftliche Wikipedia-Artikel

Was haben Dinosaurier und Vasenmalerei gemeinsam? Beide Stichworte haben herausragende neue Lexikon-Beiträge in der Wikipedia!

Am 25. November, wurde in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz zum zweiten Mal die Zedler-Medaille von Wikimedia Deutschland e.V., der Mainzer Akademie und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft verliehen.

In der Kategorie der Naturwissenschaften erhielt Joachim Miesbauer (Bradypus) die Auszeichnung für seinen Artikel über die Dinosauriergruppe der Ceratopsidae. „Die Dinosaurier waren lange Zeit die Sorgenkinder der Wikipedia“, erklärte Joachim Miesbauer seine Motivation mit seinen Beiträgen Abhilfe zu schaffen. Für den gelungensten geisteswissenschaftlichen Artikel wurde Marcus Cyron mit der Zedler-Medaille ausgezeichnet; sein Herz schlägt für die Antike und in seinem Artikel geht es um die Schwarzfigurige Vasenmalerei. Weiterlesen »

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Wikipedianer in der PND-Redaktion der Deutschen Nationalbibliothek

Seit drei Jahren besteht eine Zusammenarbeit zwischen der deutschsprachigen Wikipedia und der Deutschen Nationalbibliothek (DNB), Standort Frankfurt am Main. Fehlerhafte Daten in der Personennamendatei (PND) oder fehlende individuelle PNDs werden seit November 2005 auf der Projektseite Wikipedia:PND/F von vielen Wikipedianern zusammengetragen und von dort von einem Mitarbeiter der DNB ausgewertet.

Die PND-Redaktion der DNB hatte nun erstmalig einige Wikipedianer zu einem Informationsbesuch in die DNB nach Frankfurt am Main eingeladen. Am 24. November 2008 trafen sich Mathias Schindler, Tim Bartel (Avatar), Daniel Kinzler (Duesentrieb), Christian Thiele (APPER) und Raimond Spekking  (Raymond) mit der PND-Redaktion zu einem Informationsaustausch. Weiterlesen »

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