Wikimedia öffnet Newsletter-Archiv

Bislang wurden die Newsletter, mit denen Wikimedia Deutschland über seine Aktivitäten berichtet, per Mail an die Vereinsmitglieder verschickt. Ab sofort stehen alle Newsletter auch online zum Abruf bereit. Hier eine Übersicht über die bisherigen Ausgaben:

  Newsletter Nr. 1 (November 2006) (PDF, 260 KB)

  • Jury des Schreibwettbewerbs trifft sich erstmals zu realer Sitzung
  • Geschäftsstelle in Frankfurt am Main eröffnet
  • Spendenbereitschaft gut, aber nicht kontinuierlich
  • Neue Broschüren über Wikipedia und Wikisource
  • Einfacher spenden per Online-Formular
  • Personalia: Arne Klempert, Nina Gerlach, Erik Möller, Florence Devouard

Newsletter Nr. 2 (Juli 2007) (PDF,  157 KB)

  • Erster Wikimedia Community-Tag war ein voller Erfolg
  • Mitgliederversammlung 2007
  • Kurz notiert – Neuigkeiten aus der Vereinsarbeit (Einzelspende Deutsche Telekom, Redesign www.wikipedia.de, Projekt „Nachwachsende Rohstoffe“ gestartet, Toolserver, tv Hören und Sehen, Wikipedia Academy)
  • Internationales (Neue Boardmitglieder, Sue Gardner, Mike Godwin)

Newsletter Nr. 3 (September 2007) (PDF, 563 KB)

  • Zweite Wikipedia Academy
  • Kurz notiert – Neuigkeiten aus der Vereinsarbeit (Toolserver-Farm, T-Online, Denis Barthel Mitarbeiter im Projekt „Nachwachsende Rohstoffe“, Klausurtagung des Vorstands, wissenschaftliche Begleitung des Wikipedia-Schulprojekts, Barrierefreiheit)
  • Aus den Wikimedia-Projekten (deutschsprachige Wikipedia komplett durchlesen, Wiktionary 55.000 Einträge, siebter Wikipedia-Schreibwettbewerb)
  • Internationales (Wikipedia-Tag in der Schweiz, Colloque Wikipédia 2007, Gründung Wikimedia Sverige)

Newsletter Nr. 4 (Dezember 2007) (PDF, 1,7 MB)

  • Toolserver – Was ist das?
  • Neue Server für Amsterdam
  • Kurz notiert – Neuigkeiten aus der Vereinsarbeit (Bericht von der Klausurtagung des Vorstands online, Einrichtung eines Literaturstipendiums, Blog des Vereins online, finanzielle Unterstützung des Schreibwettbewerbs, Redesign Spendenseite) 
  • Aus den Wikimedia-Projekten (Treffen der Wikipedia-Fotografen in Nürnberg, RSS-Feed für den Artikel des Tages in der Wikipedia, neue Mediawiki-Erweiterungen in Wikisource)
  • Internationales (Beginn der Wikimedia Spendenkampagne 2007, erstes offizielles außereuropäisches Wikipedianertreffen in Tokyo)
  • Erste Wikipedia Academy in Südafrika
  • Frank Schulenburg im Gespräch
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Verstärkung für die Geschäftsstelle

Die Tage als Einzelkämpfer sind vorbei :) Knapp eineinhalb Jahre nach Eröffnung der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland steht nun die schon lang ersehnte personelle Erweiterung an. Ab sofort unterstützt mich Claudia Rauch halbtags bei allen anfallenden Aufgaben, insbesondere in organisatorischen und administrativen Angelegenheiten. Wie der eine oder die andere von Euch vielleicht in den letzten Monaten an ungewohnt langen Reaktionszeiten feststellen musste, war diese personelle Entlastung dringend erforderlich. Ich bin sehr optimistisch, dass wir mit Claudias Hilfe schnell wieder ein akzeptables Niveau erreichen.

Claudia hat zuletzt mehr als sechs Jahre als Produkt- und Konferenz-Managerin bei einem großen Konferenzveranstalter gearbeitet. Vorher war sie unter anderem für die Vereinigung deutscher Kinder- und Jugendtheater als Assistentin des Geschäftsführers tätig. Privat interessiert sie sich schon seit einigen Jahren für Netzthemen und ist natürlich auch fleißige Wikipedia-Nutzerin. Herzlich Willkommen!

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Logo und Livefeeds – Eine FAQ

Nach der etwas hochkochenden Diskussion auf Fragen zur Wikipedia, wollen wir die bereits dort veröffentlichten FAQs zur Logolizensierung und den Livefeeds auch hier im Blog für eventuelle Interessenten veröffentlichen.

Kommerzielle Nutzung der Wikipedia-Inhalte
  1. Ist es eigentlich erlaubt, dass Wikipedia-Inhalte kommerziell genutzt werden?
    Ja. Mittels der Lizenz, unter der alle Autoren in der Wikipedia ihre Beiträge einstellen, räumen sie Dritten das Recht der kommerziellen Weiternutzung ihrer Arbeit unter Wahrung der Lizenzbedingungen ein. Die freie Nutzbarkeit der erstellten Inhalte ist einer der Grundpfeiler der Wikipedia, auch die kommerzielle Nutzung ist durch die GNU-Lizenz für Freie Dokumentation (GFDL) ausdrücklich erlaubt.
    Der Siegeszug der Bewegung für Freie Software, aus der die Lizenz stammt, wäre ohne diese Nutzungsmöglichkeiten nicht vorstellbar gewesen. Auch Wikipedia hat von der Verbreitung, Weiterentwicklung und Anreicherung ihrer freier Inhalte durch Unternehmen schon vielfach profitiert, etwa durch mobile Zugriffsmöglichkeiten, finanzielle Unterstützung oder die Spende von 10.000 hochauflösenden Bildern klassischer Kunstwerke durch den Hersteller der Wikipedia-DVDs, Directmedia.
  2. Was kann ich tun, wenn ich die kommerzielle Nutzung meiner Beiträge in Wikipedia oder durch bestimmte Unternehmen/Organisationen/Personen unterbinden möchte?
    Die GFDL verbietet solche Einschränkungen der Weiternutzung. Die Mitarbeit bei Wikipedia setzt das Einverständnis der mit der GFDL verbundenen Weiternutzungsrechte durch Dritte voraus.
  3. Was ist überhaupt so schlimm an nicht-kommerziellen Klauseln?
    Erik Möller, ehemaliges Mitglied im Board der Wikimedia Foundation, hat vor einigen Jahren einen längeren Aufsatz darüber geschrieben, wo die Probleme bei sogenannten nc-Klauseln liegen. Eine zentrale Aussage liegt in dem Problem der Abgrenzung. Viele nichtkommerzielle Nutzungsarten wären nur schwer möglich, wenn jede auch nur ansatzweise kommerzielle Nutzung untersagt wäre, Beispiele dazu gibt es durch Wikipedia genug.
Logonutzung
  1. Wer entscheidet über die Nutzung des Wikipedia-Logos?
    Die Rechte zur Nutzung des Wikipedia-Logos liegen bei der Wikimedia Foundation. Für Deutschland hat die Wikimedia Foundation dem Verein Wikimedia Deutschland die Möglichkeit zur Weiterlizensierung eingeräumt.
  2. Gab es bereits andere Fälle der Logonutzung durch Dritte?
    Ja, neben Spiegel Wissen haben auch einige andere Unternehmen eine Lizenz zur Nutzung des Logos, so der Verlag Directmedia für seine Wikipedia-DVD oder T-Online für seinen Wikipedia-Mirror. Mit einigen anderen Unternehmen laufen derzeit Gespräche. Wir werden gemeinsam mit der Wikimedia Foundation prüfen, ob wir künftig eine öffentliche Übersicht über solche Lizenzverträge bereitstellen können. Darüberhinaus gibt es zahllose Fälle der einmaligen Logonutzung, bei denen von den Nutzern keine Gebühren verlangt wurden, etwa Abi-Shirts oder die unter Wikipedia:Banner und Logos beschriebenen Dinge.
  3. Warum und unter welchen Bedingungen wird das Logo überhaupt lizenziert?
    Zum Wesen freier Inhalte gehört, dass die Inhalte von Jedermann weiterverbreitet werden dürfen. Wikimedia möchte dies unterstützen und berät und unterstützt Unternehmen seit jeher dabei, dies zu tun. Gelegentlich möchten diese Unternehmen explizit darauf hinweisen, dass es sich um Wikipedia-Inhalte handelt (auch um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, sich mit fremden Federn zu schmücken). Diesen Unternehmen wird dann ggf. angeboten, Marke und Logo der Wikipedia zu nutzen. Ob und wie hoch die jeweilige Lizenzzahlung ausfällt, hängt stark vom Einzelfall ab. Finanzielle Aspekte stehen nicht im Mittelpunkt. Das Logo wird nur dann lizenziert, wenn das damit im Zusammenhang stehende Angebot der Förderung Freien Wissens dient.
  4. Was passiert mit Einnahmen durch die Lizenzierung des Wikipedia-Logos?
    Die an die Wikimedia Foundation oder Wikimedia Deutschland fließenden Lizenzeinnahmen kommen direkt der Förderung freien Wissens zugute. Sie werden vor allem dazu verwendet, neue Serverkapazitäten für die weiterhin steigenden Zugriffszahlen auf die Wikipedia bereitzustellen. Im Gegensatz zu Spendeneinnahmen kann man mit solchen Lizenzeinnahmen gut in die Zukunft planen. Auch wenn die Einnahmen aus solchen Verträgen nur einen Bruchteil der Einnahmen ausmachen, so stellen sie eine wichtige Grundsicherung dar.
  5. Welche Anforderungen müssen Unternehmen erfüllen, damit sie für eine Weiterlizenzierung der Wikipedia-Marke durch Wikimedia Deutschland in Frage kommen?
    Wikimedia legt Wert auf seine Unabhängigkeit und Neutralität. Wir denken, dass wir dies durch eine größtmögliche Offenheit gegenüber möglichen Partnern erreichen – ganz so wie dies auch in der Wikipedia praktiziert wird. Insofern ist eine Partnerschaft kein politisches Statement für das jeweilige Unternehmen. Exklusivverträge gibt es ohnehin nicht. Natürlich wird dennoch jeder Einzelfall sorgfältig geprüft, insbesondere hinsichtlich der Verlässlichkeit der Partner.
Dumps und Livefeeds
  1. Wie funktioniert die Einbindung der Wikipedia-Inhalte auf fremden Websites technisch?
    Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann sich jeder unter http://downloads.wikimedia.org die Inhalte der deutschsprachigen Wikipedia in Form eines sogenannten „Dumps“ herunterladen. Dies ist eine zu einem bestimmten Zeitpunkt gezogene Kopie der Wikipedia-Inhalte, die von jedem (auch zu kommerziellen Zwecken, s.o.) kostenfrei genutzt werden kann. Die zweite Möglichkeit der Nachnutzung ist diejenige über einen „Livefeed“. In diesem Fall werden die aktuellen Inhalte von der Wikimedia Foundation an einen Dritten übertragen und von ihm in dessen Internetangebot integriert. Für die Bereitstellung dieser Schnittstelle wird von der Wikimedia Foundation üblicherweise ein Nutzungsentgelt erhoben.
  2. Wer entscheidet darüber, wer Zugriff auf einen Livefeed erhält?
    Die Entscheidung über die Einrichtung eines Livefeeds liegt bei der Wikimedia Foundation als dem technischen Dienstleister. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, alle Inhalte lizenzkonform ohne eine Rücksprache mit der Foundation in Form eines Dumps zu nutzen. Auf eine solche Nutzung hat weder die Wikimedia Foundation noch Wikimedia Deutschland Einfluss; sie steht jedem kostenfrei zur Verfügung.
  3. Ist es überhaupt sinnvoll, Livefeeds anzubieten?
    Ja. Bei der Nutzung von Livefeeds kommt – im Gegensatz zur Nutzung eines Dumps – eine der Stärken der Wikipedia zur Geltung: die Aktualität. Darüberhinaus kommen die aus dem Abonnement generierten Einnahmen dem Weiterbetrieb der Wikipedia zugute.
Butter bei die Hamburger Fische
  1. Wie ist das Projekt zu Stande gekommen?
    Bereits im November 2006 kamen Vertreter des Spiegel auf Wikimedia Deutschland zu und erkundigten sich, ob die Einbindung von Wikipedia-Inhalten in ein Wissensportal grundsätzlich möglich sei. Wir haben das mit den freien Lizenzen erklärt und demzufolge bejaht. Im Juli 2007 wurde es dann etwas konkreter und es gab ein erstes Treffen in Frankfurt, bei dem wir uns die Ideen des Spiegel anhörten und das Konzept freier Inhalte sowie damit mögliche Nutzungen vorstellten. Im August reisten Frank und Arne dann nach Hamburg, um über eine konkrete Zusammenarbeit zu sprechen. Dabei waren dann auch Vertreter von Wissen Media anwesend. Anfang Dezember fand dann eine Präsentation einer weitgehend vollständigen Version in Frankfurt statt, bei der das Projekt auch Sue Gardner, der Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, vorgestellt wurde. Einige Tage später gab der Spiegel eine Pressemitteilung zu dem Projekt heraus, die auch auf die Mailingliste wikide-l weitergeleitet wurde.
  2. Was bringt es, wenn etwa Spiegel Wissen Wikipedia-Artikel in sein Angebot integriert?
    Das in der Wikipedia gesammelte freie Wissen wird durch die Integration in das Wissensportal des Spiegel weiteren Nutzerkreisen zugänglich gemacht. Von dem Schritt des Spiegel, alle Ausgaben seit seiner Gründung 1947 kostenfrei ins Netz zu stellen, profitiert auch die Wikipedia, da hierdurch eine wichtige Quelle der deutschen Nachkriegsgeschichte kostenfrei zugänglich gemacht wird. Auch dass die Bertelsmann-Tochter Wissen Media Group sich als Partner von Spiegel Wissen dem Konzept freien Wissens nach und nach öffnet und beide Unternehmen hier keinerlei Berührungsängste zeigen, ist ein beachtlicher Schritt und ein positives Signal für die Zukunft.
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Spiegel und so

Nach der Diskussion bei Fragen zur Wikipedia zum Spiegel-Wissens-Portal in dem auch die Wikipedia integriert ist, folgende Gedanken von meiner Seite:

  • Erstens wer nicht möchte, dass die von ihm geschaffenen Inhalte auch kommerziell genutzt werden, darf bei der Wikipedia (oder einem anderen Schwesterprojekt) nicht mitarbeiten. Eine andere Alternative gibt es nicht. Denn diese Nutzungsmöglichkeiten garantiert die Lizenz unter der die Inhalte stehen und dies werden auch neuere Versionen dieser Lizenz garantieren.
  • Der Spiegel (genauer gesagt das für dieses Portal neu gegründete Unternehmen, was aber hier nichts zur Sache tut) hat das Recht genutzt, dass ihm die GFDL einräumt, nämlich die Inhalte der Wikipedia kostenfrei zu nutzen. Man kann darüber streiten, ob die Verwendung nach dem Gentleman Agreement der GFDL entspricht. Nur sei man sich darüber im Klaren, dass nach dieser Vorgehensweise bereits viele andere Nachnutzer die Inhalte der Wikipedia anbieten. Und dies wurde bisher immer toleriert. Warum dies hier nicht der Fall sein sollte, ist mir schleierhaft.
  • Und wenn dem Verein vorgeworfen wird, er würde mit der Kooperation eine nicht lizenzkonforme Nutzung der Wikipedia unterstützen, der müsste auch gegen die Bereitstellung der Snapshots der Wikipedia vorgehen, denn damit werden ja nicht lizenzkonforme Nutzungen der Wikipedia-Inhalte erst recht ermöglicht. Aber wenn jemand sich an den Verein wendet und nachfragt, wie man möglichst lizenzkonform die Inhalte einbinden kann, dass dies bei der derzeitigen Fassung der GFDL zu 100% faktisch nicht möglich ist, sollte eigentlich klar sein, der wird verbal abgestraft. Absurder geht es kaum.
  • Der Spiegel bezahlt nicht für die Inhalte (was bei einer freien Lizenz auch etwas absurd wäre), sondern für die Nutzung des Logos und die Bereitstellung eines Live-Feeds, was bereits vorher in ähnlicher Form durch andere Unternehmen genutzt wird. Das heißt der Spiegel hat sich eine eigene Datenbank aufgebaut und wird von der Foundation mit allen Änderungen beliefert und bezahlt dafür eine Pauschale an die Foundation. Wo hier der Ausverkauf der Wikipedia oder ähnliches passieren soll, erschließt sich mir nicht. Im Gegenteil: dieser und andere Partnerschaften tragen zumindest zu einem kleinen Teil zur Finanzierung der Wikipedia und der anderen Projekte bei.
  • Das Projekt mit dem Spiegel war bereits weit vor der Bekanntmachung des Brockhaus nur noch online zu agieren, geplant und in der Umsetzung. Dass die Bekanntmachungen des Brockhaus und die Liveschaltung des Spiegels zeitlich zusammentrafen ist reiner Zufall. Vielleicht hat der Spiegel den Launch der Seite ein paar Tage nach vorne gezogen, das dürfte es aber auch schon gewesen sein. Man beachte auch, wann der  Verein die Kooperation bekannt gemacht hat, da war vom Brockhaus noch keine Rede.
  • Das Ziel und der Zweck des Vereins Wikimedia Deutschland ist die Verbreitung und Förderung freien Wissens. Und genau das wurde hier getan.
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Internationale Wikimania-Konferenz lädt nach Ägypten

Wikimania 2008, die diesjährige Konferenz der Wikimedia-Foundation findet vom 17. bis 19. Juli in der Neuen Bibliothek von Alexandria (Bibliotheca Alexandrina) in Ägypten statt. Bis zum 16. März können noch Beiträge eingereicht werden! Erwartet werden wissenschaftliche Einreichungen, Beiträge aus und zu den Communities der Wikimedia-Projekte (Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikibooks, Wikisource, Wikinews, Wiktionary, Wikiversity, Wikiquote) und ihrer Infrastruktur, sowie zum Thema Freies Wissen im Allgemeinen. Die Konferenz ist nach Frankfurt (2005), Boston (2006) und Taipeh (2007) die vierte Veranstaltung ihrer Art und findet zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt.

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Geschäftsstelle hat jetzt einen Brockhaus

und der wurde freundlicherweise vom Lawblog spendiert. Unser Geschäftsführer Arne Klempert zu dieser kleinen Spende:

Wenn uns schon ständig vorgeworfen wird, für das Ableben des Brockhauses verantwortlich zu sein, dann wollen wir wenigstens das Andenken bewahren und eine Brockhaus-Enzyklopädie für die Nachwelt konservieren.

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Die WMF-WWM-Verschwörung

WMF = Wikimedia Foundation (Betreiber der Wikipedia)
WWM = Wer wird Millionär? (bekannte TV-Quiz-Show)

RTL nennt es „einen einzigartigen Abend bei Wer wird Millionär?„, in der Wikipedia ist es „business as usual“.

Am 1. Februar verfolgt ein großer Teil der deutschen Fernsehnation gespannt, wie Gabriele Weber bei Günther Jauch bis zur 500.000-Euro-Frage durchmarschiert. Sie war schon dreimal erfolglos in der Auswahlrunde, hatte dafür aber bei ihrem vierten Anlauf am Freitag die gesamte Sendezeit zur Verfügung.

Die Kandidatin beantwortete alle Fragen bis zur 125.000-Euro-Frage ohne auf einen der vier Joker der Risikovariante zurückzugreifen. Hier erst zog sie ihren 50:50-Joker, obwohl sie schon zuvor die Antwort richtig erläutert hatte. Die folgende 500.000-Euro-Frage lautete schließlich:

„In welcher Stadt befindet sich das Generalsekretariat von Interpol?“

A: Palermo
B: Utrecht
C: Lyon
D: Zürich

Ohne Hilfe konnte Frau Weber diese Frage nicht beantworten. Von ihren drei verbleibenden Jokern wählte sie zunächst den erweiterten Publikumsjoker. Nur ein Zuschauer aus dem Publikum traute sich eine Antwort zu – Utrecht. Da er sich nicht zu 100 Prozent sicher war, sollte ein Telefonjoker weitere Hilfe geben. Dieser musste jedoch bei der Frage passen. So kam auch noch der Publikumsjoker zum Einsatz, der folgendes Ergebnis brachte:

A: 1 % (Palermo)
B: 50 % (Utrecht)
C: 9 % (Lyon)
D: 40 % (Zürich)

Obwohl der sehr hohe Prozentsatz der Antwort D (Zürich) ins Auge fiel, entschied sich die Kandidaten zu passen und mit 125.000 Euro das Spiel zu beenden. Daraufhin beglückwünschte Herr Jauch Frau Weber, aber vor der spannenden Auflösung der Frage wurde gegen 21:00 Uhr ein Werbeblock geschaltet, so dass die Fernsehzuschauer die Möglichkeit hatten, die richtige Antwort per SMS-Gewinnspiel abzugeben. Auf diese Weise lassen sich zwar nicht 500.000-Euro, aber immerhin 5.000 Euro gewinnen.

Bis hierhin hatte das Ganze nichts mit der Wikipedia zu tun. Nun hat sich aber herumgesprochen, dass man den einen oder anderen Fakt doch ganz gut in der Online-Enzyklopädie recherchieren kann :-). Und dies wird auch gerne bei Gewinnspielen getan.

Während die korrekte Antwort bereits seit 2004 im Artikel Interpol zu finden war, wurde sie – um 21:00 Uhr – von einem nichtangemeldeten Besucher auf „Utrecht“ geändert. Diese Änderung wurde eine Minute später revertiert. Um 21:05 wechselte der angebliche Sitz erneut zu „Utrecht“, eine Minute später zu „Berlin“. Daraufhin folgte ein Revert, danach war „Zürich“ an der Reihe. Nach „Penisland“, Grüßen an alle Wer-wird-Millionär?-Seher und einigen weiteren Änderungen wurde der Artikel um 21:10 schließlich revertiert und halbgesperrt, so dass er für nichtangemeldete Benutzer nicht mehr bearbeitbar war.

Obwohl die falsche Antwort „Utrecht“ insgesamt nur etwa zwei Minuten im Artikel stand (eine Minute davon mit kleinem ‚u‘), wurde er in dieser Zeit von einer Vielzahl Menschen aufgerufen. Zum einen von interessierten RTL-Zuschauern, die für sich selbst gerne eine Antwort haben wollten, zum anderen aber natürlich auch von Teilnehmern des SMS-Gewinnspiels. Vielen dieser Personen ist die Funktionsweise der Wikipedia augenscheinlich nicht bekannt…

Anbei ein kleiner Auszug von Mails, die uns erreicht haben:

gestern wurde im Verlauf einer Fernsehsendung (Wer wird Millionär,RTL). kurzfristig der Standort des Generalskretariats Interpol, von Lion auf Utrecht geändert!!

Ich vermute eine Zusammenarbeit mit Ihnen und dem Sender RTL, da es um eine Menge Geld ging. Ich perönlich halte das für Betrug und werde aus diesem Grund Ihre Plattform nicht mehr aufsuchen.

Leider mußte ich feststellen, das man sich nicht auf eure Informationen verlassen kann. Es geht um eure Information in Bezug auf den Sitz von Interpol. Ich habe bei „Wer wird Millionär“ auf Grund eurer Info, 0,50 Cent,ausgegeben um dann festzustellen das es eine falsche Information von eurer Internetseite ist. Da stand Utrecht und nicht Lyon. 2 Minuten später stelle ich fest, das ihr die Seite geändert habt, weil ihr Mist gebaut habt. Zwar gut für die anderen die zukünftig auf eure Seite gehen, aber enttäuschend für mich, weil ich mich auf eure InfoŽs verlassen habe. Ich weiss zwar nicht ob euch das wirklich interessiert,aber ich fühle mich verarscht.

Auf der Diskussionsseite des Artikels wurde vermutet, dass Mitarbeiter von RTL diese Änderung absichtlich vorgenommen haben um Telefonjoker zu irritieren. Dies ist nicht möglich, da die Sendung im Vorfeld aufgezeichnet und nicht live gesendet wird. Die Argumentationsstruktur lässt sich dadurch aber nicht stören:

ich weiß zwar nicht, wie man eine „Falschmeldung“ so ohne Weiteres einfügen kann;aber dann ist es wohl auch möglich,das es ein Mitarbeiter von RTL war. Ich meine die Sendung läüft um einen Tag zeitversetzt, demzufolge sind auch Zuschauer und Telefonjoker live dabei.
Fall`s man sich zum manipolieren „einlocken“ muss, werden Sie das sicherlich ,in Ihrem eigenen Interresse, rausfinden.
Wenn Sie es überhaupt wollen??

Schlussfolgerung: Wir haben noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Ach, bevor ich es vergesse. Die richtige Antwort ist tatsächlich Lyon. Die Weisheit der Vielen hat hier versagt.

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Programm der re:publica’08 veröffentlicht

Der erste Programmentwurf der Konferenz re:publica 2008 steht, auch wenn nach und nach weitere Vorträge und Workshops dazu kommen werden; sogar während der Konferenz soll man sie noch einreichen können. Der vieldeutige Veranstaltungstitel lautet in diesem Jahr „Die kritische Masse“.

Fest steht schon, dass Malte Ziewitz einen Vortrag zu Wiki-Governance halten wird, Untertitel: „Selbstorganisation und Konfliktbewältigung auf kollaborativen Plattformen am Beispiel Wikipedias“. Auch unsere Leib-und-Magen-Juristen Till Jaeger und Thorsten Feldmann sind vor Ort und klären die Frage „Was dürfen wir bloggen?„. Und ich selbst werde mit Elmar Geese vom Linux-Verband und weiteren Teilnehmern zum Thema „Free Culture / Wir wählen die Freiheit“ diskutieren.

Die Atmosphäre im letzten Jahr war klasse, und auch die Paneldiskussion zur „Zukunft der Wikipedia“ hat, nicht zuletzt dank interessanter Fragen aus dem Publikum, viel Spaß gemacht (Fotos bei flickr). Sicher wird sich ein Besuch der Konferenz auch in diesem Jahr lohnen.

Die re:publica 2008 findet vom 2. bis 4. April in der Kalkscheune in Berlin-Mitte statt. Achja, und natürlich gibt es auch ein re:publica-Wiki.

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Mathematik. Alles was zählt.

Am vergangenen Mittwoch war es soweit. In der Berliner Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG eröffnete Bundesministerin Annette Schavan das diesjährigeWissenschaftsjahr „Jahr der Mathematik“. Wie schon im vergangenen Jahr wird Wikimedia Deutschland auch diesmal wieder dabei sein – mit der dritten Wikipedia Academy in Deutschland. Nach der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (2006) und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur (2007) konnte in diesem Jahr die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften als Kooperationspartner gewonnen werden. Wikimedia-Vorstandsmitglied Frank Schulenburg dazu: „Wir sind überglücklich, dass wir die Academy erneut gemeinsam mit einem solch hochrangigen Partner ausrichten dürfen. Die Erwartungen sind groß und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.“ Kurze Filmsequenzen von der Auftaktveranstaltung des Jahrs der Mathematik und erste Eindrücke vom Veranstaltungsort in der Nähe des Berliner Gendarmenmarkts bietet das folgende Video.

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Interview der c’t mit Jimmy Wales

Jimmy Wales hat der c’t ein Interview gegeben, in dem er über das Projekt Wikia Search und aktuelle Entwicklungen in der Foundation berichtet.

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