Wikimedia: Jederzeit spielend leicht

»Es ist so dunkel, ich hör dich nicht.« Mein erstes Aufeinandertreffen mit Gehörlosen brachte mich zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken. Gegen welche Barrieren Blinde ankämpfen, damit hatte ich mich schon länger beschäftigt. Aber welche Schwierigkeiten Menschen mit Lernbehinderung oder mit motorischen Einschränkungen haben, wusste ich nicht. Das Gehörlose eine eigene Kultur haben, war mir unbekannt. Eines fasziniert mich dabei immer wieder: Wie das Internet von allen Menschen genutzt werden kann, um selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Um einzukaufen, zu plaudern, zu lernen. Selbstbestimmt tätig werden zu können, ist für Menschen mit Behinderungen wichtig.

Der unkomplizierte Zugang zu Informationen ist für uns alle essentiell und sorgt für eine schnelle Entwicklung unserer Gesellschaft. Wie schön, den exzellenten Artikel zum Kinderlied Drei Chinesen mit dem Kontrabass in Sekundenschnelle abrufen zu können, ohne erst eine Enzyklopädie in der Bibliothek ausleihen zu müssen. Noch erfreuter ist darüber meine blinde Freundin, die sich das Einscannen des Textes aus dem Buch sparen kann und keine sehende Hilfe benötigt. Enttäuscht ist dagegen mein gehörloser Bekannter, weil er kein Gebärdensprachvideo zu dem Artikel anschauen kann.

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Bericht aus der Geschäftsstelle (September 2009)

Liebe Freunde des Freien Wissens,

wie im letzten Monat bereits angekündigt, werden die Monatsberichte aus der Geschäftsstelle in Zukunft strukturierter. Bis auf den Bereich „Content Liberation“, den Mathias ja bereits in seinen Berichten behandelt, werden die wesentlichen Projekte und Tätigkeiten der Geschäftsstelle im Folgenden beleuchtet.

Kompass 2020

Die strategische Initiative des Vereins unter dem Namen „Kompass 2020“ ist an den Start gegangen; ich bin gerade dabei, die Planungsteams zu organisieren, sowie eine Ergebnismatrix zu entwickeln. Für die Planungsteams sind wir auf die Mitarbeit durch Vereins- und Communitymitglieder angewiesen – näheres dazu auf der Mailingliste und im Blog in den kommenden Tagen. Bitte beteiligt Euch daran, die Arbeit der Teams wird nicht nur spannend und interessant, sie wird auch in weiten Teilen das Tagesgeschäft der Geschäftsstelle über die kommenden Monate anleiten und vorgeben. Bitte, unterstützt uns dabei!

Die Ergebnismatrix dient dazu, die wesentlichen Maßnahmen und Aktivitäten, die die Planungsteams erarbeiten, in einer strukturierten und vergleichbaren Art und Weise zu präsentieren.

50+

Die Vorbereitungsphase des Projekts „Generation 50+“ ist am 18. September beendet worden. Elvira, die das Thema als Projektmanagerin vorangetrieben hat, hat ein Konzept, Material für die Ansprache möglicher Partner, Planungen für die Durchführung einer 16 wöchigen Pilotphase sowie eine entsprechende Kostenplanung erstellt. Nun müssen wir die Partner und Mittel anwerben, damit das Projekt langfristig laufen kann. Ich bin aber auf Grund der hervorragenden Arbeit von Elvira sehr zuversichtlich, dass wir dieses wichtige Thema fest in die Arbeit des Vereins einbinden können.
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Neue Bilder von der Deutschen Fotothek

Blick vom Rathausturm über das zerstörte Dresden, 1945
Blick vom Rathausturm über das zerstörte Dresden, 1945

Im März hatte die Deutsche Fotothek angekündigt, etwa 250.000 Bilder unter die Freie Lizenz Creative Commons BY-SA zu stellen und Wikimedia Commons zur Verfügung zu stellen. Im ersten Durchgang wurden etwa 43.000 Bilder hochgeladen. Heute wurde nun mit der Bereitstellung von weiteren 18.000 Bildern begonnen, darunter auch historische Aufnahmen aus dem zerstörten Dresden von Richard Peter. Die neuen Bilder landen zunächst in einer Auffangkategorie auf Commons und sollen dann nach und nach kategorisiert werden – dabei ist jede Hilfe willkommen!

Wir danken der Deutschen Fotothek für die Bilder und freuen uns schon auf den nächsten Satz!

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Neue Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium

Die Wikimedium mit Inhalten zu füllen war mal wieder kein Problem, zu entscheiden welche Themen für diese Ausgabe relevant sind schon eher. Eine Mischung aus Vereinsarbeit, Projektarbeit, Nationales und Internationales ist dabei herausgekommen. So unterschiedlich unsere Leser sind, so vielfältig sollte auch unsere Zeitung sein. Im Mittelpunkt stehen die Leser, die sich nicht ständig online über Wikimedia und die Projekte informieren und weit mehr Aufklärungs- und Informationsbedarf haben als beispielsweise die aktive Community. In der aktuellen Ausgabe erscheint das erste Interview mit dem neuen Geschäftsführer Pavel Richter und Vorstandsmitglied Philipp Birken stellte sich unseren Fragen zur Qualitätssicherung. Wir gehen kritisch auf das Thema ‚Umgang mit neuen Wikipedia-Autoren‘ ein und es geht natürlich um Geld – wie wir es sammeln und wie wir es ausgeben. Neben den wichtigen und informativen Inhalten, sollte sich auch etwas Unterhaltsames finden und wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Wie immer freuen wir uns über Anfragen und Anregungen – und natürlich auch Anerkennung – unter redaktion@wikimedium.de.

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Neuigkeiten zum strategischen Plan – eure Beteiligung ist gefragt!

Wie im Blogeintrag vom Montag versprochen, möchte ich euch gern ein kleines Update zum strategischen Planungsprozess des Vereins geben. Zugegebenermaßen klingt das Thema erst einmal trocken, auf dem zweiten Blick ist es aber alles andere als das: es geht um die Entscheidung über die langfristige Ausrichtung des Vereins und aller seiner Aktivitäten. Es geht also um die wichtigsten zwei Fragen überhaupt: was wollen wir erreichen und wie kommen wir dahin?

Kurze Wiederholung: im Mai hatte sich der Vorstand in Fürstenwalde getroffen, um eine Vision für den Verein zu entwickeln. Das Ergebnis unserer Beratungen haben wir im Blog vorgestellt. Seit heute gibt es unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Kompass_2020 ebenfalls eine Darstellung im Wiki. Dort wird auch der ganze Prozess vorgestellt, den wir uns zur Entwicklung unseres Plans vorgenommen haben.

Nächster Schritt war dann auf der Vorstandsklausur letztes Wochenende die Entwicklung der langfristigen Ziele. Aus einer sehr nebulösen, weit entfernten Vision sollten weniger nebulöse, mittelfristige Zielvorstellungen erarbeitet werden, um die Vision greifbarer und damit auch einfacher erreichbar zu machen. Dazu haben wir uns im Vorstand in Ressorts aufgeteilt. Das Ergebnis dieser sehr umfangreichen Arbeit wird in den nächsten Tagen hier und auf Meta vorgestellt. Für das Ressort Lobbying findet ihr unsere Vorschläge für die Ziele bereits jetzt schon unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Kompass_2020/Lobbying. Die weiteren Ressorts werden Ihre Vorschläge in den nächsten Tagen ebenfalls dort einstellen.

Jetzt seid ihr gefragt. An dieser Stelle habt ihr zwei verschiedene Wege, euch aktiv an der weiteren Gestaltung des strategischen Plans zu beteiligen:

1. Ihr könnt unsere Ziel-Vorschläge kommentieren, Verbesserungen vorschlagen und Ergänzungen vornehmen. Dazu müsst ihr nur auf den jeweiligen Meta-Seiten (also z.B. http://meta.wikimedia.org/wiki/Kompass_2020/Lobbying, weitere Seiten folgen bis Ende nächster Woche) eure Kommentare einstellen. Ihr könnt die Ziele auch auf der jeweiligen Diskussionsseite diskutieren, wenn es mehr als nur ein Kommentar sein soll. Oder ihr könnt euch nicht-öffentlich via E-Mail an die jeweilig angegebene E-Mail-Adresse oder allgemein an kompass2020@wikimedia.de wenden. Wie findet ihr diese Ziele? Sind sie geeignet, die Vision zu erfüllen und Freies Wissen effektiv zu fördern? Haben wir wesentliche Ziele übersehen, die wir unbedingt aufnehmen sollten? Sagt uns eure Meinung! Alle konstruktiven Beiträge werden in den Ressorts berücksichtigt.

2. Als Folge der strategischen Ziele werden als nächster Schritt kurzfristige operative Ziele und Maßnahmen entwickelt. Dieser hochtrabende Begriff bedeutet nichts anderes als: es wird festgelegt, was in den nächsten 12 bis 24 Monaten wie erreicht werden soll. Dieser Schritt wird maßgeblich in Planungsteams gestaltet, die aus Mitarbeitern des Vereins und Mitgliedern der Community bestehen sollen. Die Aufstellung dieser Planungsteams übernimmt demnächst Pavel, sobald die Ziele alle veröffentlicht wurden. Wenn ihr jetzt schon wisst, dass ihr euch gern an einem Planungsteam beteiligen wollt, könnt ihr auch gern eine Mail an kompass2020@wikimedia.de schicken.

Noch ein Tipp: Zweck dieser ganzen Übung ist erstmal, frei von Ressourcenzwängen und bekannten Einschränkungen Ziele zu setzen. Daher ist es nicht so wichtig sich zu diesem Zeitpunkt zu überlegen, woher das Geld, die Technik oder das Personal kommt, um ein Ziel zu erreichen. Der Reality-Check kommt schon früh genug. Jetzt ist erst mal gefragt, gemeinsam ein Bild von der Zukunft zu malen, mit dem wir uns als Förder Freien Wissens identifizieren können.

Ich freue mich persönlich auf alle Beiträge und eure aktive Mitarbeit an diesem Meilenstein der Vereinsentwicklung.

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Wahlprüfsteine – Die Antworten sind da!

So, nun sind sie raus, die Antworten der Parteien auf die „Wahlprüfsteine von Wikimedia Deutschland e.V. zur Bundestagswahl 2009“. Zu finden sind sie auf unserer Webseite Wahlprüfsteine09.

Befragt haben wir die im Bundestag vertretenen Parteien  zu folgenden Themen:

  • Nachhaltigkeit bei intellektuellen Investitionen des Bundes (etwa durch Ausweitung §5 UrhG und Open-Access)
  • Digitale Reproduktion urheberrechtlich nicht mehr geschützter Werke
  • Nutzung urheberrechtlich verwaister Werke
  • Leistungsschutzrecht für Verlage
  • Netzneutralität für Internetserviceprovider
  • Rolle der Wikipedia in der Bildungs- und Forschungspolitik

Geantwortet haben tatsächlich alle angeschriebenen Parteien, was uns ausgesprochen freut. Die Wahlprüfsteine waren auch für uns ein Prüfstand, ob wir das inhaltlich gestemmt bekommen und wie wir von den Parteien wahrgenommen werden. Denn ich sehe diesen ersten Versuch als Beginn eines politischen Dialogs, wir werden in Zukunft die neu geknüpften Kontakte nutzen können, wir werden die politische Debatte in den uns betreffenden Feldern nicht nur beobachten, sondern auch beeinflussen und mitgestalten.

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Wikimania 2009: Berichte aus Buenos Aires

Nachdem Alice ja bereits einiges zur Wikimania 2009 in Buenos Aires geschrieben hat (zu finden hier und hier) und ich in meinem letzten Monatsbericht auch schon einiges zum Thema gesagt habe, hier nun der große Abschlussbericht der Geschäftsstelle:

Pavel Richter

Aus meiner Sicht standen zwei Dinge im Mittelpunkt: Die Diskussion mit den Chaptern und die Diskussion mit der Foundation (Für diejenigen, die sich nicht so mit den Begrifflichkeiten der internationalen Wikimedia-Bewegung auskennen: Hier eine Erklärung, was Chapter sind und was die Wikimedia Foundation ist)

So unterschiedlich die Bedürfnisse der Chapter auch sind, und so unterschiedlich der Entwicklungsstand der Chapter auch ist, das gemeinsame Ziel: Die Förderung des Freien Wissens, ist uns allen gleich wichtig. Dieser Grundkonsens zog sich auch durch sämtliche Debatten und Diskussionen und hat der Qualität dieser Gespräche nur genutzt. Das ist etwas, was wir uns alle bei unseren Gesprächen, bei Kritik und in Diskussionen stets vor Augen halten sollten: Bei allen Unterschieden und Differenzen haben wir ein gemeinsames und gutes Ziel!

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Vorstandsklausur in Berlin

Liebe Vereinsmitglieder,

am vergangenen Wochenende hat sich der Vorstand zu einer zweitägigen Klausur getroffen. Das machen wir in der Regel zweimal im Jahr und im Gegensatz zu den sonst üblichen telefonischen Vorstandssitzungen sind diese persönlichen Treffen immer eine sehr gute und wichtige Gelegenheit, anstehende Themen einmal in aller Ruhe und Ausführlichkeit miteinander zu besprechen. Diese Klausur fand in einem Tagungshaus in Berlin Wannsee statt, nicht weit vom historisch bedeutsamen Haus der Wannseekonferenz.

Der Fokus der Klausur lag auf der Weiterführung der im Frühjahr gestarteten Planung zur langfristigen Entwicklung des Vereins. Um das Ganze etwas greifbarer zu machen, haben wir diesem Projekt den griffigen Namen „WMDE-Kompass 2020“ gegeben. Mit diesem Kompass sollen die bisherigen WMDE-Aktivitäten und Projekte gefasst, überprüft und in einen größeren Rahmen eingebettet werden, um uns und euch Orientierung für die Zukunft (die kommenden zehn Jahre) und auch den Weg dorthin zu geben.

Das klingt erstmal ein bisschen wolkig, wird aber auch noch sehr konkret.

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Von Schnapszahlen und Mitgliedern

Vorgestern wurde ich scherzhaft gewarnt auf dem Weg ins Büro die Standesämter und Rathäuser möglichst weiträumig zu umfahren, sei doch der 09.09.09 ob seiner guten Memorierbarkeit ein beliebtes Hochzeitsdatum. Keine Hochzeit allerdings ist es, die diesen Tag für Wikimedia zu einem besonders erfreulichen und regelrecht denkwürdigen macht, sondern ein Mitgliedsantrag, der just an diesem Tag in der Geschäftsstelle eintraf: Mit diesem Antrag nämlich konnten wir die Mitgliedsnummer 555 vergeben: 999 und 555 … wir verzichten auf kabbalistische Spekulationen und sagen lieber: Wir freuen uns sehr!

Innerhalb von nur etwas über 5 Jahren wurde so aus einem unter der Beteiligung von 38 Wikipedianern am 13. Juni 2004 gegründeten kleinen Verein, eine große an der Förderung freien Wissens interessierte Gemeinschaft, die stetig wächst. Dazu ein paar Zahlen: Derzeit zählt Wikimedia Deutschland 412 aktive Mitglieder und 80 Fördermitglieder; das jüngste Mitglied ist 16 und das älteste 88 Jahre alt. Unsere Frauenquote allerdings birgt noch erhebliches Wachstumspotential: Während drei von zehn Vorstandsmitgliedern Frauen sind, haben wir nur 29 weibliche Vereinsmitglieder in unseren Reihen. Warum das so ist, darüber ließe sich trefflich spekulieren. Das aber wäre – gut wikipedianisch gesprochen – Theoriefindung. :)

Und so machen wir – statt Theorien zu ersinnen – lieber Angebote: In der Geschäftsstelle haben wir mit unseren Mitarbeitern Know-how aus verschiedensten Bereichen versammelt und wir halten diverse Materialien von unserer Vereinszeitung „Wikimedium“, Flyern über Lanyards bis hin zu Aufklebern bereit, die wir euch gern zusenden, wenn ihr eine für Wikimedia oder Wikipedia interessante Veranstaltung besucht oder für Freies Wissen werben wollt. Vielleicht denkt ihr auch darüber nach, auf einer Veranstaltung aufzutreten, einen Workshop zu geben, einen Vortrag zu halten oder jemanden zu überzeugen sich für Freies Wissen zu engagieren? Sprecht mit uns, fragt uns oder besucht uns in der Geschäftsstelle – in unseren Büroräumen haben wir immer ein Plätzchen frei für jeden Interessierten! Mal sehen: Vielleicht können wir ja am 10.10.10 schon das 1.010. Vereinsmitglied vermelden …

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Man trifft sich in der Lobby

In der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages heißt es: „Der Präsident des Bundestages führt eine öffentliche Liste, in der alle Verbände, die Interessen gegenüber dem Bundestag oder der Bundesregierung vertreten, eingetragen werden.“ Genau in dieser Liste findet sich seit heute auch Wikimedia Deutschland vertreten. Die so genannte „Lobbyliste“ (den Wikipedia-Artikel dazu gibt es hier) existiert seit 1972 und es hat für uns verschiedene Vorteile, auf ihr vertreten zu sein.

Generell signalisiert ein Eintrag dort erstmal, daß die entsprechende Institution überregional aufgestellt ist und als ernstzunehmender Ansprechpartner fungieren möchte. Damit ist für den Verein ein erster Schritt getan, seine politische Sichtbarkeit zu erhöhen und auch im Berliner Politik-Milieu als Vertreter der Idee Freien Wissens aufzutreten. Im besonderen besteht für den Verein nun die Möglichkeit, bei Anhörungen zu Gesetzgebungsverfahren teilzunehmen und als Berater in entsprechenden Ausschüssen geladen zu werden.

Die in der Liste vertretenen 2100 Verbände stellen allerdings nicht bloß die Phalanx des Wirtschaftsliberalismus, wie man bei dem Wort „Lobby“ zuerst denken würde. Neben etwa „Transparency International“, der „Deutsche Gesellschaft für Geographie“ und knapp 30 Bildungsorganisationen befindet sich Wikimedia dort von nun ab in guter Gesellschaft und wir können hoffen, unser politisches Engangement auf dieser Basis verstärkt auszubauen. Als ersten Schritt dahin werden wir in der nächsten Woche die Antworten auf unsere Wahlprüfsteine auswerten, über die auch an dieser Stelle berichtet werden soll.

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