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Mathematik. Alles was zählt.

Am vergangenen Mittwoch war es soweit. In der Berliner Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG eröffnete Bundesministerin Annette Schavan das diesjährigeWissenschaftsjahr „Jahr der Mathematik“. Wie schon im vergangenen Jahr wird Wikimedia Deutschland auch diesmal wieder dabei sein – mit der dritten Wikipedia Academy in Deutschland. Nach der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (2006) und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur (2007) konnte in diesem Jahr die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften als Kooperationspartner gewonnen werden. Wikimedia-Vorstandsmitglied Frank Schulenburg dazu: „Wir sind überglücklich, dass wir die Academy erneut gemeinsam mit einem solch hochrangigen Partner ausrichten dürfen. Die Erwartungen sind groß und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.“ Kurze Filmsequenzen von der Auftaktveranstaltung des Jahrs der Mathematik und erste Eindrücke vom Veranstaltungsort in der Nähe des Berliner Gendarmenmarkts bietet das folgende Video.

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Lagom, Semla und viel Aufbruchstimmung: Academy-Vorbereitungstreffen in Göteborg

Nachdem am vorletzten Wochenende ein Academy-Vorbereitungstreffen in Wrocław stattgefunden hatte, ging es am vergangenen Wochenende zu einem Treffen mit schwedischen Wikipedianern nach Göteborg. Wieder stand die Vorbereitung einer Wikipedia Academy auf dem Programm – der ersten in Skandinavien. Hier einige Eindrücke von meiner Reise nach Schweden.

Von Göttingen aus ging es zunächst mit dem ICE nach Hamburg, von dort aus mit einer kleinen zweimotorigen Propellermaschine des Typs ATR 42 weiter nach Göteborg. Am Flughafen Landvetter nahm mich Lennart Guldbrandsson (Användare:Hannibal) in Empfang, mit dem ich in den letzten Wochen intensiven E-Mail-Kontakt gehabt hatte. Lennart ist der Vorsitzende von Wikimedia Sverige, dem jüngsten Mitglied in der Familie der Wikimedia-Chapter. Wikimedia Sverige startete bei seiner Gründung im Oktober letzten Jahres mit über 80 Mitgliedern und gehört damit gleich von Beginn an zu den mitgliederstärksten nationalen Wikimedia-Sektionen.

Nachdem es aufgrund einer Orkanwarnung am Freitagabend noch so aussah, als würde das Arbeitstreffen am Samstag buchstäblich ins Wasser fallen, hatten wir dann doch sehr viel Glück. Der angekündigte Sturm fiel schwächer als erwartet aus und so konnten schließlich auch die auswärtigen schwedischen Wikipedianer sicher und wohlbehalten nach Göteborg gelangen.

Zum Auftakt fand am Samstagvormittag zunächst ein Stadtbummel durch Göteborg statt, bei dem wir zwar alle beinahe vom Wind weggeblasen wurden, der aber viel Raum für ein ausgiebiges Kennenlernen bot. Gegen Mittag versammelten sich dann zehn schwedische Wikipedianer in einem netten Restaurant im Zentrum Göteborgs – gespannt darauf, was es wohl mit dieser „Academy“ auf sich habe.

Die schwedische Wikipedia gehört mit über 270.000 Artikeln zu den größeren Sprachversionen, leidet aber laut Aussage der schwedischen Wikipedianer unter einem Mangel an Mitarbeitern. Die Community ist von vielen Teilnehmern aus der in Skandinavien traditionell starken Open-Source-Szene geprägt – die Aussicht auf die gezielte Anwerbung von Autoren auch aus anderen Fachbereichen ließ deshalb schon bald Begeisterung aufkommen. Damit war schon nach kurzer Zeit klar, dass eine Academy stattfinden solle – die Entscheidung über den genauen Termin und den Ort (im Gespräch sind vor allem die Traditionsuniversitäten Lund und Uppsala) soll aber nach einer Abstimmung mit der Community erst in den nächsten Wochen fallen.

Interessiert waren die schwedischen Wikipedianer vor allem an qualifizierten Antworten auf die Fragen, welche Fehler man bei der Organisation einer Academy vermeiden sollte und welches die genauen Rezepte seien, damit die Veranstaltung ein Erfolg wird. Darüberhinaus bestand großes Interesse an der deutschsprachigen Wikipedia im allgemeinen – gilt diese doch im Ausland generell als besonders qualitätsbewusst und innovativ.

Für mich persönlich war der Aufenthalt in Göteborg – wie schon das vorangegangene Wochenende in Polen auch – von großer Herzlichkeit und einem intensiven Gedankenaustausch geprägt. In langen Gesprächen mit Lennart lernte ich nicht nur viel über die schwedischen Wikimedia-Projekte, sondern auch einiges über Lagom, Semla und Snus. Mit etwas Glück könnte darüber hinaus auch meine langfristige Planung zur Finanzierung der afrikanischen Academy-Projekte zum Erfolg führen. Joakim Larsson, der zweite Vorsitzende des schwedischen Chapters ist aktives Mitglied der schwedischen Grünen und könnte vielleicht die für die Einwerbung von Geldern dringend benötigten Kontakte herstellen. Schließlich hat Schwedens Regierung schon in der Vergangenheit umfangreiche Mittel für Projekte in Afrika bereitgestellt.

Ein besonderer Erfolg für Wikimedia Sverige war die Tatsache, dass im Laufe des Treffens gleich drei der Teilnehmer spontan zu Mitgliedern wurden: zwei Schweden und ein Deutscher ;-) Ich bin mir sicher, dass dies nicht meine letzte Reise nach Schweden war…

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