Archiv für die ‘Wissenschaft’ Kategorie



Erstes RENDER Review Meeting in Luxemburg

Im Forschungsprojekt RENDER haben wir gerade das erste Projektjahr abgeschlossen. Vor einiger Zeit hatten wir hier über unseren Beitrag im Projekt sowie die geplanten Ergebnisse und den Nutzen für Wikipedia berichtet.

Zur Überprüfung der Entwicklung des Projektes findet am Ende jedes Projektjahres ein Review-Treffen vor der Europäischen Kommission statt.

Das Review zum ersten Projektjahr fand letzte Woche in Luxemburg statt. Dabei waren Vertreter der Europäischen Kommission anwesend sowie zwei Forscher als Reviewer, die gegenüber der Kommission die fachliche Leistung des Konsortiums beurteilen. Das heißt, es wurden die inhaltlichen Arbeiten überprüft, die in den jeweiligen Arbeitspaketen vereinbart waren und deren Berichte im ersten Projektjahr veröffentlicht wurden. Die Kommission interessierte sich darüber hinaus aber auch für Details des Finanzreportings der einzelnen Partner.

Die Anwesenheit für alle Projektpartner ist bei diesem Treffen verpflichtend. Mathias Schindler und ich waren für Wikimedia Deutschland vor Ort.

Bereits am Dienstag, den 29. November, haben wir uns mit Vertretern aller Projektpartner in Luxemburg getroffen. Wir haben gemeinsam die letzten technischen Arbeiten erledigt, die Präsentationsfolien durchgesehen und finalisiert. Am Mittwoch wurde der Review-Tag in Echtzeit “geprobt”. Dabei gaben wir uns gegenseitig Vorschläge und Hinweise zur Optimierung.

Der eigentliche Review fand am Donnerstag den 1. Dezember statt. Alle Partner präsentierten ihre Arbeiten und standen für Rückfragen zur Verfügung. Am Ende des Tages gaben die Reviewer den Projektpartnern eine kurze, erste Einschätzung: das Gesamtprojekt wurde als positiv und fortsetzungswürdig bewertet. Zusätzlich bekam das gesamte Projektkonsortium eine Reihe von Empfehlungen und Verbesserungsvorschlägen für das kommende Jahr. Der offizielle und ausführliche Bewertungsbericht steht noch aus und wird in den nächsten Wochen zugestellt.

Wer einen kurzen Eindruck gewinnen möchte, kann sich unsere Präsentationsfolien zur Wikipedia Fallstudie auf Commons ansehen. Dieses Folienset beinhaltet sowohl unsere Arbeiten und Ansätze, als auch die Untersuchungen unserer Partner vom Institute Jožef Stefan (JSI) und Karlsruher Institute für Technologie (KIT) innerhalb der Wikipedia Fallstudie. Delia Rusu vom JSI stellte die aktuellen Untersuchungen zu nicht-neutralen Artikeln vor. Fabian Flöck vom KIT berichtete über die Entwicklungen seiner Arbeit zum Thema Editorenverhalten.

Bei weiteren Fragen und Anregungen wendet euch gerne an angelika.adam@wikimedia.de bzw. render@wikimedia.de.

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Archäologie und Politik – und ein bischen Wikipedia

Und da dachte ich im September, ich hätte alle wichtigen Veranstaltungen des Jahres hinter mir. Aber wie schon im September verschaffte mir erneut die Gerda Henkel Stiftung einen „Außeneinsatz“. Ich war eingeladen zur „Gerda Henkel Vorlesung“, die mit Hermann Parzinger der wohl hochrangigste deutsche Kulturbeamte hielt. Thema war „Archäologie und Politik. Eine Wissenschaft und ihr Weg zum kulturpolitischen ‚Global Player'“. Hier sprach der vormalige Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts und heutiger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht zuletzt auch aus eigener Erfahrung von den politischen Dimensionen der Archäologie in Vergangenheit, Gegenwart und ein wenig auch der Zukunft.

Wie so oft bei derartigen Veranstaltungen war der Vortrag zwar sehr interessant und gerade auch für mich von großem Interesse, doch noch Interessanter waren die vielen Gespräche rund um die Veranstaltung. Vor allem unterhielten ich und Lyzzy, die mich begleitete, mit Vertretern der Stiftung. Für L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung wird Lyzzy beispielsweise demnächst als Interviewpartner zur Verfügung stehen. Insgesamt wurde einmal mehr deutlich, daß die Mitarbeiter der Stiftung ehrliches Interesse an der Wikipedia und ihren Mitarbeitern haben. Vielleicht erwächst daraus ja noch die eine oder andere Zusammenarbeit.

Ein persönlicher Höhepunkt war für mich natürlich das Gespräch mit Uwe Walter, der in seinem Blog Antike und Abendland vor Wikipedia trifft Altertum einen sehr wohlwollenden Beitrag verfasst hatte. Sehr spannend waren seine Sichtweisen zum Paradigmenwechsel in seinem Fach, das nach seiner Meinung schon zu starken Veränderungen geführt hat. Und das durchaus nicht zum Schlechtesten.

Am folgenden Tag nutzte ich die Gelegenheiten, die sich mir boten. Zunächst besuchte ich in Bonn das Ägyptische Museum der Universität Bonn sowie das Akademische Kunstmuseum, die Antikensammlung der Universität Bonn. Am Abend folgte die Teilnahme am Kölner Stammtisch, meinem immer noch liebsten Stammtisch im Wikimedia-Universum. Neben dem Treffen mit vielen lieben alten Bekannten konnte ich auch endlich die Legende, das „Phantom“ ;) Tsor kennen lernen. Der Sonnabend brachte noch eine Arbeitssession bei Elya und Raymond, bei der wir das weitere Vorgehen bei den GLAM-Projekten in der deutschsprachigen Wikipedia besprachen. Abschluss meiner „Dienstreise“ war der Besuch des Museum August Kestner in Hannover, das praktischerweise an meinem Rückweg lag. Dort war der vorletzte Tag der Sonderausstellung Lost! Die Ägypten-Sammlung und ihre (Kriegs-)Verluste, die ich mir nicht entgehen lassen wollte, immerhin konnte ich den Kurator Christian E. Loeben bei „Wikipedia trifft Altertum“ kennen lernen.

Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Dinge man in so wenig Zeit tun kann.

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GLAM in der Wikipedia

Irgendwie begann es im Herbst 2007 mit der Zusammenarbeit von Wikimedia Deutschland mit dem Bundesarchiv. Die Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Wikipedia beziehungsweise den Mitarbeitern der Wikipedia wurde auf eine neue Ebene gehoben. und das Schöne – dabei profitierte nicht nur die Wikipedia. Weitere Projekte folgten, so mit der Deutschen Fotothek oder dem Tropenmuseum Amsterdam. In anderen Ländern ging man andere Wege. So wurde im Juni 2010 der Australier Liam Wyatt „Wikipedian in Residence“, also wikipedianischer Mitarbeiter des British Museum in London. Seitdem konnten diverse weitere Projekte durchgeführt werden, insbesondere sind sicher Zusammenarbeiten mit dem Château de Versailles, der British Library, dem Israel Museum, Jerusalem, dem Museum of Modern Art oder der Smithsonian Institution zu nennen. Mittlerweile wurden Projekte unter dem Label „GLAM“ auf drei Kontinenten durchgeführt. GLAM steht dabei für „Galleries“, „Libraries“, „Archives“ und „Museums“.

Im DACH-Raum, Deutschland, Österreich und der Schweiz, hinken wir der internationalen Entwicklung mittlerweile etwas hinterher. Um diesem Umstand etwas aktiver entgegen zu treten, gibt es seit gestern in der deutschsprachigen Wikipedia ein GLAM-Projekt, das neben den Vereinen Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH als zentraler Anlaufpunkt sowohl für Interessierte in den Projekten wie auch für Interessierte aus Museen, Archiven und so weiter dienen soll. Packen wir es zusammen an!

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Neues von der Wikipedia Academy

Das ursprüngliche Konzept der Wikipedia Academy, externe Wissenschaftler in engen Dialog mit der Wikipedia zu bringen, wurde 2011 erfolgreich von Community-Veranstaltungen wie „Wikipedia trifft Altertum“umgesetzt. Hier hat sich sehr schön gezeigt, dass Fachbereiche in der Wikipedia mittlerweile ein gutes Standing in der Scientific Community haben, dass beide Seiten neugierig aufeinander sind und viele Themen zu besprechen haben.

Wikimedia Deutschland möchte daher den Fokus der Wikipedia Academy deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia“ verschieben. Sie soll Wikipedia-Forscher miteinander in Kontakt bringen, den intensiven Austausch anregen und Möglichkeiten neuer Zusammenarbeit und Interaktion schaffen. In diesem Sinn möchten wir folgenden Ansatz zur Diskussion stellen:

Die Konferenz verfolgt unter anderem das Ziel, einen Überblick der aktuellen Wikipedia-Forschung und der Wikipedia als Forschungsgegenstand zu präsentieren. Dabei wird sowohl auf Forschungen eingegangen, die die Wikipedia selbst als Untersuchungsgegenstand haben, als auch auf Arbeiten, in denen Wikipedia als Datengrundlage oder Werkzeug der Entwicklung genutzt wird. Sie bietet einen Rahmen wissenschaftliche Ergebnisse verschiedenster Disziplinen vorzustellen, die zu diesem Forschungsfeld relevante Beiträge leisten.

Weiterer Schwerpunkt ist für uns außerdem, Forschern die verschiedensten Werkzeuge für ihre Arbeit mit und über Wikipedia vorzustellen und sie zur Forschung am Objekt zu befähigen. Wir möchten zeigen, wie Wikipedia strukturiert ist, wie der Toolserver funktioniert, was die Aufgaben und wer Ansprechpartner von Wikimedia Foundation, Research Committee und Wikimedia Deutschland im Wissenschaftsfeld sind. Wir sprechen erfahrene Wissenschaftler und Young Researchers an und auch Wikipedianer sind natürlich eingeladen, sich mit eigenen Panels, Workshops und Postersessions zu beteiligen.

In Gesprächen mit den Organisatoren der CPoV und der Free Culture Research Conference sowie Wissenschaftler und Wikipedisten wurde recht schnell klar, dass wir die Ausarbeitung des Programms und der Schwerpunkte im Idealfall einem unabhängigen Programm Committee bzw. Advisory Board überlassen wollen. Wir erhoffen uns durch das Hinzuziehen externer Fachleute einen breiteren Blick auf die verschiedenen Forschungsthemen sowie Kontakte zu Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen.

Die eigentliche Konferenz soll erst 2012 stattfinden. Einen Grundstein für diese Veranstaltung legen wir aber bereits Ende diesen Jahres: Wir möchten Organisatoren, Programm Committee und einige Wikipediaforscher zu einem kleinen Workshop einladen, in dem die Veranstaltung gemeinsam konzeptioniert und vorgestellt wird. Über eure Anregungen, Hinweise und Ideen freuen wir uns und sobald wir neue Informationen haben, geben wir Bescheid.

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Wikipedia als Datenbasis: Das RENDER-Projekt

Nachdem mich Pavel in seinem Beitrag schon vorgestellt hat, möchte ich an dieser Stelle noch ein bisschen über meinen Hintergrund und die geplanten Aufgaben rund ums RENDER-Projekt berichten.

Ich habe Computerlinguistik an der Universität Potsdam studiert. Was ist das eigentlich genau? Üblicherweise antworte ich auf diese Frage: „Wir verarbeiten menschliche Sprache mit Hilfe des Computers“.

Meine Studienschwerpunkte waren u.a. Wissensverarbeitung und Semantikrepräsentation. Dabei begegneten mir Wikipedia-Inhalte immer wieder als Datenbasis bei Themengebieten wie z.B. Text Mining und Information Retrieval. Natürlich verwende ich Wikipedia ganz selbstverständlich als Nachschlagewerk und Möglichkeit mir schnell einen ersten Überblick zu einem Thema zu verschaffen. Auch bei meiner Arbeit in einem kleinen Kreuzberger Start-Up-Unternehmen spielte Wikipedia eine wichtige Rolle. Wir extrahierten Fakten aus verschiedenen Wikipedia-Sprachversionen und visualisierten Bedeutungszusammenhänge. Ich beschäftigte mich unter anderem mit den Besonderheiten der Wiki-Syntax in Infoboxen, Tabellen und Geodaten zur Extraktion und Weiterverarbeitung der Fakten. Dazu nutzte ich auch Wiktionary-Informationen im Tokenisierungs- und Parsingprozess.

Wikipedia ist allgegenwärtig. Ich war letzte Woche Mittwoch mit Mathias auf der CeBit in Hannover. Bei mehreren Ausstellern fanden wir Wikipedia oder DBPedia als Datengrundlage der Entwicklung. Diese Beobachtung verdeutlichte wieder, Wikipedia wird nicht nur als Enzyklopädie genutzt, sondern ist darüber hinaus eine häufig verwendete Datenbasis vielfältiger Forschungen und Entwicklungen gerade im Bereich der Sprachtechnologie und Computerlinguistik. Deshalb freue ich mich besonders die Arbeit der Geschäftsstelle für das Forschungsprojekt RENDER unterstützen zu können.

Im Folgenden möchte ich kurz das Projekt vorstellen und insbesondere die Aufgaben von Wikimedia.

Das RENDER-Projekt

Im WWW stehen riesige Datenmengen zur Verfügung. Zu jedem denkbaren Thema werden Informationen, Hintergründe, verschiedene Sichtweisen und Standpunkte veröffentlicht, verbreitet und ausgetauscht. Allerdings ist es für Nutzer schwierig sich zu einem Thema umfassend zu informieren. Denn mit Zunahme der Informationsmengen wurden auch immer mehr Mechanismen entwickelt, die Wissen nach persönlichen Einstellungen, Vorlieben oder Profilen „vorfiltern“. Genau an dieser Stelle setzt das Projekt an und will Lösungen für dieses Problem liefern.

RENDER – Reflecting Knowledge Diversity – ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt an dem neben Wikimedia Deutschland e.V. sechs weitere europäische Projektpartner teilnehmen. Die Projektkoordination obliegt dem KIT (Karlsruher Institut für Technologie). Es ist geplant Methoden und Datenmodelle zu entwickeln um verschiedene Perspektiven eines Themas zu verstehen und diese beschreib- und auswertbar zu machen. Dabei werden Open-Source Erweiterungen bekannter kommunikativer und kollaborativer Dienste wie z.B. MediaWiki und WordPress entstehen. Die Forschungsergebnisse und entwickelten Methoden werden in drei Fallstudien unter Leitung von Wikimedia Deutschland, Google Ireland Ltd. und Telefonica I+D eingesetzt und deren Nutzen evaluiert.

Die Aufgabenpakete von Wikimedia

Neben der Bereitstellung der Daten und der Zugriffsinformationen liegt unsere Hauptaufgabe in der Durchführung der Fallstudie. In der ersten Phase entwickeln wir Metriken und Messmethoden um die Entwicklungen in / von Wikipedia zu beurteilen und zu verstehen. Das betrifft u.a. Fragen der Qualitätsbeurteilung von Wikipedia-Artikeln, das Verstehen von Konflikten zu einem Artikel bzw. Artikelabschnitten und das Erkennung von Anomalien im Inhalt und Editionsverlauf eines Artikels. Die gewonnenen Erkenntnisse wollen wir und unsere Projektpartner nutzen um geeignete Werkzeuge zu entwickeln. Diese sollen einerseits die Arbeit bzw. die Zusammenarbeit der Autoren erleichtern, andererseits den Lesern ermöglichen Sachverhalte mit verschiedenen Standpunkten nachzuvollziehen und dadurch auch die Motivation zur Mitarbeit zu steigern. Dabei können auch Techniken aus dem Bereich der Computerlinguistik zum Einsatz kommen. Beispielsweise könnte eine Sentiment Analyse dafür genutzt werden, subjektiv formulierte Passagen in einem Artikel automatisiert zu identifizieren. Die neuen Werkzeuge wollen wir frühzeitig gemeinsam mit Euch evaluieren. Darum ist gerade auch euer Feedback zu Nutzen und Verwendbarkeit besonders wichtig für unsere Arbeit. Unser großes, persönliches Ziel innerhalb des RENDER-Projekts ist es die Qualität, die Wertschätzung und das Vertrauen in Wikipedia zu erhöhen.

Ich freue mich auf meine spannenden neuen Aufgaben und bin bei Fragen oder Feedback unter angelika.adam@wikimedia.de erreichbar.

Weitere Informationen zum Thema RENDER findet ihr unter:
http://render-project.eu
http://www.facebook.com/renderproject
http://twitter.com/renderproject

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Videos, Folien und visuelle Dokumentation der Academy und Zedler-Verleihung sind Online!

Wikipedia als Wissenschaftskommunikation - Anna Lena Schiller CC-BY-SA

Daheimgebliebene konnten unsere Veranstaltung am 19. und 20. November ja gemütlich per Livestream verfolgen, jetzt sind auch die Videomitschnitte online! Alle Vorträge vom Freitag, die in der Aula stattfanden, stehen auf Commons zum Anschauen, Downloaden, Weitergeben und Remixen zur Verfügung. Ihr findet dort:

Videos der Wikipedia Academy, 19.11.2010

Videos der Zedler-Verleihung, 19.11.2010

Danke an Matthias Eller für die einwandfreie Qualität im Livestream und in den Videos!

Mehr Offenheit, bitte! – Anna Lena Schiller CC-BY-SA

Visuelle Dokumentation

Zum ersten Mal wurde unsere Veranstaltung in diesem Jahr von der visuellen Dokumentatorin und grafischen Protokollantin Anna Lena Schiller begleitet. Anna Lena hat drei der Vorträge mitgezeichnet und die Gedanken der Referenten und Diskussionteilnehmer „in Form gebracht“. Und um direkt weiteren Nachfragen zuvor zu kommen: Selbstverständlich stehen die Ergebnisse unter einer Freien Lizenz (CC-BY-SA) zur freien Verwendung zur Verfügung! Dokumentiert wurden der Vortrag von David Ludwig und Cornelius Puschmann sowie die Podiumsdiskussion zur Zedler-Medaille.

Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick in den Flickr-Stream von Fräulein Schiller, in dem sich auch noch einzelne Ausschnitte der Dokumentation finden. Vielen Dank für die schöne Arbeit!

Energien des Wissens – Anna Lena Schiller CC-BY-SA

 

Vortragsfolien, Ergebnisse, Fotos und Liveblogging

Die meisten Referenten haben mittlerweile auch ihre Vortragsfolien (nicht nur Folien, auch Wikis und sogar eine prezi!) zur Verfügung gestellt und in der Programmübersicht verlinkt. Zum Nachklicken und nachlesen ist also auch genügend Material vorhanden.

Auf der Wikipedia-Projektseite findet sich nun auch die Übersicht der eingereichten Artikel und Bilder. Die Preise wurden mittlerweile an die Gewinner verschickt und das Preisgeld überwiesen.

Raimond Spekking und Elke Wetzig sowie die Mainzer Akademie haben die Zedler-Verleihung fotografisch begleitet und ein Teil ihrer Bilder steht auf Commons ebenfalls zur Verwendung bereit. Bei der Gelegenheit konnten übrigens auch wieder einige bisher nicht bebilderte Wikipedia-Personenartikel ergänzt werden, wie z.B. der Artikel über Stefan Hradil zeigt.

Wer es ganz genau wissen möchte, der seien noch die Liveblogging-Beiträge von Dirk Ingo Franke ans Herz gelegt. Hier wurde fleißig mitgeschrieben und mit persönlicher Note garniert: Academy Freitag, Zedler-Verleihung, Academy Samstag und Rückblick/Ausblick. Die Livelogs werden übrigens von unten nach oben gelesen!

Darüber hinaus hat sich auf unserer Mailingliste eine recht interessante Diskussion zur Zukunft von Zedler und Academy entwickelt, die wir Anfang nächsten Jahres aufnehmen und gemeinsam mit Community und Partnern diskutieren werden. Danke an alle Beteiligten! Ihr wart spitze!

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Das war die Wikipedia Academy 2010

Am vergangenen Wochenende fand die Wikipedia Academy in der Frankfurter Goethe-Universität statt. Wikimedia Deutschland hatte Wikipedianer, Wissenschaftler und interessierte Praktiker eingeladen, zum Thema „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ miteinander ins Gespräch zu kommen.

In der eindrucksvollen Atmosphäre der historischen Aula wurden wir durch die Vizepräsidentin der Universität, Prof. Dr. Maria-Roser Valenti, begrüßt:

Wir werden erfahren, was Wissenschaft bewegt und wie Wissen bewegt und wir werden erleben, dass Wissen Energie ist. Ich wünsche Ihnen recht viel davon in den nächsten zwei Tagen und inspirierende und informative Vorträge, Workshops und Gespräche. „Wer vorausschaut ist der Herr des Tages“ sagte Goethe. Wikipedianer haben vorausgeschaut, lassen Sie es uns gleich tun und gemeinsam an der Vision Freien Wissens arbeiten.

Pavel Richter hieß darauf hin die Teilnehmer im Namen von Wikimedia Deutschland Willkommen, gab einen Überblick über vergangene Academies und einen Ausblick auf die folgenden Vorträge und Workshops.

Schwerpunkte und Spannungsfelder

Inhaltlich bildeten sich während dieser beiden Tage verschiedene Schwerpunkte heraus. Im kurzen „Blick auf sich selbst“ eröffneten Vorstellungen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte durch Jonathan Groß und Martin Rulsch externen Besuchern erste Einblicke in die Wikimedia-Welt. Im weiteren Blick präsentierte Manuel Merz von der TU Ilmenau erste Ergebnisse seiner Umfrage aus dem Jahr 2009 über die Autoren der Wikipedia, darunter auch einige durchaus überraschende Ergebnisse, insbesondere zur Altersstruktur und dem Bildungsgrad. Weiterlesen »

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Wikipedia Academy und Zedler-Verleihung: Programm und freie Plätze

Am 19. und 20. November 2010 veranstaltet Wikimedia Deutschland in der Frankfurter Goethe-Universität zum vierten Mal die Wikipedia Academy. Unter dem Titel „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ ist es Ziel der Wikipedia Academy, Wikipedia-Community und Scientific Community verstärkt miteinander in Dialog zu bringen. Es gilt, das öffentliche Verständnis für Prozesse kollektiver Wissensdarstellung zu verbessern und die Wikipedia als Plattform für den Dialog mit einer großen Öffentlichkeit weiter zu etablieren. Rund um Freies Wissen und Wissensvermittlung wird es z.B. um Qualitätssicherung, Open Access, Freie Lizenzen und Wikipedistik gehen.

Das Programm ist nun online, steht auf der Wikipedia-Projektseite und kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Es sind noch Plätze frei!

Wir sprechen mit dieser Veranstaltung explizit auch Wissenschaftler an, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben, aber einen Einstieg zum Thema suchen. Wikipedianer, Medienvertreter und andere Autoren, die wissenschaftliche Inhalte produziert und veröffentlicht haben, sind ebenso herzlich eingeladen.

Wir nehmen weiterhin Anmeldungen entgegen. Bitte hier entlang: http://de.amiando.com/academy.html. Der Eintritt ist frei, Spenden für Freies Wissen sind willkommen.

Zedler-Preisverleihung

Im Abendprogramm verleihen wir außerdem die Zedler-Medaille für herausragende neue Lexikonartikel und Bilder. Seit 2007 wird der Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz durchgeführt. In 2010 haben wir den Preis um einen Bilderwettbewerb erweitert und erhalten außerdem Unterstützung von BASF SE, der Carl Zeiss AG sowie Reporter ohne Grenzen.

Internet und Dokumentation

  • Zugang zum W-Lan ist für alle Teilnehmer vorhanden. Zugangsdaten werden mit den Teilnehmerunterlagen ausgegeben.
  • Hashtag der Veranstaltung: #wpa10 – Wir bitten darum, alle Blogbeiträge, Texte, Videos, Photos und Tweets mit dem Tag #wpa10 zu kennzeichnen, damit diese später leichter aggregiert werden können.
  • Wir suchen noch Freiwillige, die die Veranstaltung per Live-Blogging und Videostreaming begleiten.
  • Aktuelle Informationen senden wir auch über unseren Twitter-Stream und die Facebook-Seite.

Veranstaltungsort

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim
Hauptgebäude/Historische Aula
Mertonstr. 17 – 23
60325 Frankfurt am Main

Lageplan der Universität (PDF)
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
U-Bahn: Linien U4, U6, U7
Straßenbahn: Linie 16
Bus: Linien 32, 36, 50, 75, n1
Alle bis Haltestelle „Bockenheimer Warte/Universität“

Wir freuen uns auf euch! Bei allen Fragen erreicht ihr uns unter academy@wikimedia.de.

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Wikipedia Academy am 19. und 20. November in Frankfurt am Main

Am 19. und 20. November 2010 veranstaltet Wikimedia Deutschland in der Frankfurter Goethe-Universität zum vierten Mal die Wikipedia Academy.

Wissenschaft trifft Wikipedia

Ziel der Wikipedia Academy ist es, Wikipedia-Community und Scientific Community verstärkt miteinander in Dialog zu bringen. Die Wikipedia ist als ein zentrales Medium aus der modernen Wissenschaftskommunikation kaum noch wegzudenken. Nun gilt es, das öffentliche Verständnis für Prozesse kollektiver Wissensdarstellung zu verbessern, Wikipedia als wissenschaftliche Plattform für den Dialog mit einer großen, interessierten Öffentlichkeit weiter zu etablieren und die Akzeptanz der freien Enzyklopädie und ihrer Schwesterprojekten zu verbessern.

Die Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt!

In Anlehnung an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufene „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“ befasst sich die Konferenz mit dem Thema Energie und Energieforschung. Wir beleuchten die aktuelle Debatte und gehen der Frage nach, warum die öffentliche Verfügbarkeit neutraler Informationen zur Energieforschung für unsere Zukunft so wichtig ist. Bei der Beantwortung dieser und weiterer Fragen setzen wir auf die Unterstützung der Experten aus Wissenschaft und Praxis und können auf fundiertes Fachwissen in den Wikipedia-Redaktionen und eigenen Projekten zurückgreifen.

Programm

Das zeitliche Gerüst des Programms findet sich auf der Projektseite in der Wikipedia, ebenso die Themen der Workshops, Vorträge und Diskussionen. Rund um die Idee Freien Wissens und Wissensvermittlung wird z.B. referiert zu Themen wie Wikipedia als Wissenschaftskommunikation, Qualitätssicherung in der Wikipedia am Beispiel des Themas Energie, Wikipedia und Schwesterprojekte, die korrekte Verwendung von Wikipedia-Artikeln bei der Recherche, Open Access, Freie Lizenzen, Wissenschaft als Wiki sowie Wikipediaforschung. Einen Teil der Veranstaltungszeit halten wir darüber hinaus offen für Themenangebote von interessierten Teilnehmern und nehmen gerne weitere Vorschläge entgegen.

Vertrauensdozenten

Als Bindeglied zwischen akademischer Welt und Wikipedia bauen wir ein Netzwerk an Vertrauensdozenten auf. Unsere Vision ist es, Botschafter für Freies Wissen in allen deutschsprachigen Universitäten zu etablieren. Bei der Academy geben wir den Startschuss für dieses Netzwerk und rufen engagierte Wissenschaftler auf, sich an dieser Initiative zu beteiligen.

Zedler-Medaille

Im festlichen Abendprogramm wird am Freitag ab 18 Uhr die Zedler-Medaille für herausragende, neue Lexikon-Artikel und Bilder aus Natur- und Geisteswissenschaften verliehen. Dazu werden Wissenschaftler der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie des Verlags Spektrum der Wissenschaft unter Moderation von Volker Panzer über „Die Energien des Wissens“ und deren positive wie negative Aspekte diskutieren. Die Preise werden in diesem Jahr von BASF sowie der Carl Zeiss AG und Reporter ohne Grenzen zur Verfügung gestellt und überreicht. Im Anschluss bietet sich den interessierten Gästen und glücklichen Gewinnern die Gelegenheit zum Kennenlernen und Gedankenaustausch

Anmeldung

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Wir sprechen mit dieser Veranstaltung explizit auch Wissenschaftler an, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben, aber einen Einstieg zum Thema suchen. Wikipedianer, Medienvertreter, Internetversteher und andere Autoren, die wissenschaftliche Inhalte produziert und veröffentlicht haben, sind ebenso herzlich eingeladen.

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Update: Wikipedia Academy und Zedler-Medaille 2010

Am 19. und 20. November 2010 veranstaltet Wikimedia Deutschland e.V. die vierte Wikipedia Academy, in deren Rahmen auch die Zedler-Medaille verliehen wird.

Veranstaltungsort steht fest

Wir freuen uns, mit der Frankfurter Goethe-Universität einen geeigneten Veranstaltungsort gefunden zu haben. Die historische Aula am Campus Bockenheim bietet ein passendes Ambiente – sowohl für die wissenschaftliche Konferenz als auch für die festliche Preisverleihung am Freitagabend.

Zedler-Medaille: Letzter Aufruf!

Die Einsendefrist für Beiträge zur Zedler-Medaille läuft morgen um Mitternacht aus. Es sind also noch gut 24 Stunden Zeit um eigene Lexikonbeiträge zu verfeinern oder Bilder und Fotos auszuwählen und bei uns einzureichen. Nur Mut!

Anmeldung für Academy und Zedler-Verleihung eröffnet

Die Anmeldung zur Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist ab sofort geöffnet! Wissenschaftler, Wikipedianer, Wikimedianer und Interessierte sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Eine Anmeldung ist erforderlich, der Eintritt ist frei.

Programm in Beta-Version

Ein erster Programmentwurf ist erstellt, wir halten Teile des Programms offen für Themenangebote von Interessierten. Vorschläge zu Inhalten und Referenten nehmen wir gerne entgegen.

Für alle Fragen und Anregungen rund um die Wikipedia Academy und die Zedler-Medaille sind wir unter academy@wikimedia.de jederzeit ansprechbar. Auch Helfer und weitere Unterstützer sind herzlich willkommen! Wir freuen uns auf zwei erfolgreiche Veranstaltungen und einen nachhaltigen Dialog zwischen Wikipedia und den Wissenschaften.

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