Archiv für die ‘Wikipedia’ Kategorie



Gutes Beispiel

Wikipedia ist zukünftig auch in Berliner U-Bahnen präsent. An diesem Wochenende startete das Pilotprojekt für Fahrgastfernsehen.  In Kooperation mit der Berliner Fenster GmbH, die für das Fahrgastfernsehen verantwortlich ist,  wurden  Clips entworfen, die ‚Schon gewußt‘ – Inhalte der Wikipedia Startseite nutzen und Wissens-Happen mit ca. 200 Zeichen auf  Monitoren in der U-Bahn präsentieren. Zusätzlich können wir das Medium für weitere Zwecke nutzen, wie zum Beispiel Informationen über andere Wikimedia Projekte und Spendenaufrufe.  Layouts und Gestaltung weiterer Inhalte sind derzeit in Arbeit. Offizieller Start ist Anfang Mai, dann werden auf  3768 Doppel-Screens in 1106 U-Bahn Zügen täglich etwa achtzig Mal Wikipedia-Spots laufen. Das bedeutet rund 1.5 Millionen Fahrgäste täglich, die das Programm verfolgen. Die Initiative zu diesem  Projekt ging von Juliana da Costa José aus und ich bin froh, dass wir die Idee endlich umsetzen konnten. Wenn es auch manchmal etwas länger dauert zeigt es, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Verein und  Community- und Vereinsmitglieder sein kann.

Das Fahrgastfernsehen in München ist bereits in Planung und wir hoffen, das wir das Projekt ausweiten können und in den nächsten Monaten in weiteren Städten  (auch an Bahnhöfen, Flughäfen etc. ) präsent sein werden. Wir halten Euch mit den weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden und freuen uns über weitere Anregungen.

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Libresoft untersucht gesichtete Versionen

Seit Mai 2008 gibt es in der deutschsprachigen Wikipedia mit den gesichteten Versionen die Möglichkeit, Änderungen von neuen Benutzern erst nach einer Prüfung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auf diese Weise soll der Anreiz für Vandalismus verringert werden. Allerdings gab es immer wieder die Befürchtung, dass neue Benutzer dadurch auch von legitimen Verbesserungen abgehalten würden und man so potentielle Mitarbeiter abschrecken würde.

Nachdem die gesichteten Versionen nun fast zwei Jahre verwendet werden, soll nun erstmals systematisch untersucht werden, welche Auswirkungen sie tatsächlich auf das Nutzerverhalten haben. Wikimedia Deutschland hat zu diesem Zweck mit der Forschungsgruppe GSyC/Libresoft von der Universität Rey Juan Carlos in Madrid einen Vertrag über die Untersuchung der gesichteten Versionen abgeschlossen. Kopf des Forscher-Teams, der die gesichteten Versionen untersuchen wird, ist Felipe Ortega, der zu den aktivsten Wiki-Forschern zählt und bereits seine Doktorarbeit über die Analyse von Nutzerverhalten in der Wikipedia verfasst hat.

Zweck der Untersuchung ist es, herauszufinden, ob die gesichteten Versionen den gewünschten Zweck, nämlich Vandalismus zu verringern, erfüllen, und zu untersuchen, ob sie unerwünschte Nebeneffekte haben. Speziell geht es darum, zu sehen, wie sich die Zahl der „guten“ (behaltenen) und „schlechten“ (zurückgesetzten) anonymen Bearbeitungen seit Einführung der gesichteten Versionen entwickelt hat.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen auch anderen Wikimedia-Projekten helfen, zu entscheiden, ob und wie sie gesichtete Versionen einsetzen wollen. Dafür ist eine systematische und wissenschaftlich fundierte Untersuchung notwendig. GSyC/Libresoft hat einschlägige Erfahrungen im Bereich der quantitativen Analyse von kollaborativen Projekten, insbesondere auch der Wikipedia. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.

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In memoriam

Ich bin selten sprachlos – gestern abend, als ich erfuhr, dass die Wikipedia einen ihrer fleißigsten Autoren verloren hat, war ich es.

Bradypus fand im Juni 2004 zur Wikipedia und bereits sein zweiter Edit war ein kompletter, neuer Artikel: Ameisenbeutler. Noch am 20. Oktober bereicherte er den Artikelbestand mit drei Raubtier-Artikeln: Flachkopf-Kusimanse, Angola-Kusimanse und Kongo-Kusimanse.

Bradypus war knapp 2000 Tage in der Wikipedia als Autor aktiv, einer der produktivsten Autoren der Redaktion Biologie, gewann 2006 mit seinem Artikel über den Braunbär den Schreibwettbewerb und mit seinem Artikel über die Ceratopsidae 2008 die Zedler-Medaille.

Lieber Bradypus, Danke für Alles – in Deinen Werken lebst du fort!

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Internationaler Tag des Ehrenamts

Der 5. Dezember ist der „International Volunteer Day„, im Deutschen wird aus ihm der etwas sperrige „internationale Tag des Ehrenamtes„.

Das hat eine Menge mit Wikipedia zu tun. Unglaublich viele Menschen investieren freiwillig und unentgeltlich unglaublich viel Zeit und Energie in die Wikimedia-Projekte, um gemeinsam einen faszinierend großen Pool freien Wissens zu schaffen.

Dank an dieser Stelle allen …

Benutzern, IPs, Autoren, Admins, Bürokraten, Stewards, Vandalenjägern, Vermittlern, Schiedsgerichtlern, Inklusionisten, Exklusionisten, Rechtschreibfehlerfindern, Qualitätsicherern, Mentoren, Supportlern, Entwicklern, Ratgebenden, Urheberrechteerklärern, Urheberrechtsmissbrauchfindern, Typografen, Fotografen, Übersetzern

… und allen anderen, die sich daran beteiligen, die Projekte weiterzuentwickeln und zu verbessern.

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Support-Team Workshopt in Berlin

Am letzten Wochenende trafen sich 12 Mitglieder des Wikipedia:Support-Teams zu einem Workshop in Berlin. Das Support-Team beantwortet allgemeine Mailanfragen zu Wikipedia und den Schwesterprojekten und bearbeitet Text- und Bild-Freigaben.

Freitagabend trafen sich die Anreisenden von nah und fern in den erst vor kurzem bezogenen Geschäftsräumen von Wikimedia Deutschland, von dort aus ging es in ein indisches Restaurant mit ungewöhnlich mild gewürzten Speisen. In den Räumen des IN-Berlin (vielen Dank dafür) begann der Samstag mit Informationen von Raymond über die Berechtigungsstruktur und die Benutzung der Software, es folgten Hinweise zur Bearbeitung von Text- und Bildfreigaben. Auch während der Mittagspause bei Stullen und Suppe wurde in angenehmer Atmosphäre weiter diskutiert und beratschlagt. Nachmittags widmeten sich die Teilnehmer Fragen der Motivation und Vorgehensweisen bei der Bearbeitung schwieriger Anfragen. Nach einer interessanten Stadtführung zum Thema „Kölsch oder Kindl“ wurde der Abend gemeinsam bei einem Italiener beendet. Der Sonntag stand im Zeichen des Austauschs zwischen dem Support-Team und der Wikipedia:Dateiüberprüfung, kurz DÜP. Forrester, einer der Initiatoren der Dateiüberprüfung, berichtete über die Grundlagen und Ziele der Prüfung; gemeinsam diskutierte die Gruppe über Fragen des Persönlichkeits- und Urheberrechts. Wunsch aller Teilnehmer war, die begonnene Abstimmung der Vorgehensweisen auch nach dem Workshop weiterzuführen.

Sonntag Nachmittag trennten sich die Teilnehmer mit dem guten Vorsatz, im nächsten Jahr drei bis vier ähnliche Workshops mit jeweils einem besonderen Themenschwerpunkt zu organisieren.

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Wikipedia bei Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften

Auch im Jahr 2008 nahmen Wikipedianer an der Langen Nacht der Wissenschaften in Dresden teil. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden konnten kleine Gäste mit dem Magnetbagger oder dem Kreiselmotor experimentieren. Die Verbindung zur Wikipedia wurde dabei durch Plakate mit den entsprechenden Wikipedia-Artikeln zu den physikalischen Effekten hergestellt. Ein lustiges Wissensquiz für Kinder zeigte eine weitere Möglichkeit sich mit der Wikipedia zu befassen.

Einige Wikipedianer nutzten den Anlass für ein kleines Treffen und konnten dem teilweise tiefer interessierten Publikum Fragen zum Benutzeralltag und den Problemen und Lösungen in Hinblick auf Qualitätserhaltung beantworten.

Ein Vortrag vom Stadtwiki Dresden brachte Einblicke, was ein regionales Wiki für Vorteile bezüglich der Inhalte hat und wie schwierig manchmal die Relevanz von Inhalten für Wikipedia-Artikel zu bewerten ist.

Großen Spaß hatten Publikum und Vortragende beim Thema OpenStreetMap. Die eifrigen Geodatensammler berichteten aus erster Hand zu den Abläufen zum Erstellen von freien Wegekarten und beantworteten auch komplizierte Fragen zum Aufsuchen von eingetragenen Objekten und dem grafischen Umwandeln (Rendern) der Kartendaten.

Durch ein sehr buntes Publikum bot die Lange Nacht der Wissenschaften eine angenehme Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre mit Wikipedianutzern ins Gespräch zu kommen. Wie immer bei solchen Anlässen wurden Fragen zur Vertrauenswürdigkeit der Inhalte gestellt und auch nachgefragt, wie die Wikipedianer den Überblick über viele Hunderttausend Artikel behalten können. Es wurden zudem auch Anfragen beantwortet, was Wikipedia mit Wissenschaften und der HTW Dresden zu tun hat. Zustimmende Meinungen äußerten die Gäste beim Demonstrieren der gesichteten Versionen und unterstrichen in ihren Aussagen die Wichtigkeit einer solchen Erweiterung.

Der Bericht ist eine Gemeinschaftsproduktion der anwesenden Wikipedianer – Herzlichen Dank!

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Qualifizierungsprogramm für ältere Ehrenamtliche zu „Wikipedia-Trainern“ gestartet

Mit finanzieller Unterstützung von Wikimedia Deutschland startete am vergangenen Montag die weltweit erste Qualifizierung für ältere Menschen zu „Wikipedia-Trainern“. Langfristiges Ziel ist es, die bislang vergleichsweise geringe Beteiligung älterer Menschen an der Wikipedia zu erhöhen. Die zukünftigen Wikipedia-Trainerinnen und -Trainer sollen dazu befähigt werden, eigene Wikipedia-Autorenschulungen in Senioren-Internetcafés durchzuführen.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung trafen sich im Diakonischen Werk in Düsseldorf rund 20 Ehrenamtliche aus Senioren-Internetcafés und Bildungseinrichtungen. In Vorträgen und Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen ersten Blick hinter die Kulissen der Wikipedia werfen.

Der Kurs unter dem Titel „Wikipedia in Senioren-Internetcafes“ ist auf sechs Wochen ausgelegt und wird über die „Virtuelle Ideenschmiede“ auf der Lernplattform des Forums Seniorenarbeit NRW angeboten. Auf eine Einführungsphase, in der Grundkenntnisse im Umgang mit der Wikipedia vermittelt werden, folgt eine Werkstattphase, in der gemeinsam Konzepte für Wikipedia-Einsteigerseminare entwickelt werden sollen.

Die im Anschluss an den Onlinekurs geplanten Angebote vor Ort sollen von älteren Ehrenamtlichen in Senioren-Internetcafés durchgeführt werden. Diese Senioren-Internetcafés sind mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, Verbänden und freien Trägern in vielen Orten in Nordrhein-Westfalen entstanden.

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