Archiv für die ‘Wikipedia’ Kategorie



Suchanfragen leicht gemacht – Eine spezialisierte Suchmaske für die Wikipedia

Die neue Wikipedia-Suchmaske mit Infoboxen zur erweiterten Suche. Bild: Johanna Strodt (WMDE), Advanced Search DE info popups, CC BY-SA 4.0.

Die Suche in der Wikipedia bietet viele Möglichkeiten um das Wissen aus über 2 Millionen Artikeln, zahlreichen Spezialseiten, Unterseiten und Kategorien auffindbar zu machen. Sowohl neuen als auch erfahrenen Autorinnen und Autoren aber auch Lesenden sind die verschiedenen Such-Parameter häufig aber gar nicht bekannt. Um das zu ändern und die erweiterte Suche für alle verständlich und nutzbar zu machen, hat die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland in Zusammenarbeit mit der Community nun eine neue Suchmaske entwickelt, die ab heute in der deutsch- und arabischsprachigen Wikipedia als neue Beta-Funktion zur Verfügung steht: Damit kann man nun ganz einfach differenzierte Suchanfragen durchführen, ohne besondere Ausdrücke (Keywords oder Suchoperatoren) zu kennen.

Mit der neuen Funktion kann man nun noch gezielter nach Wörtern im Titel oder dem Artikeltext suchen, oder Seiten anzeigen lassen, die eine bestimmte Vorlage verwenden. Auch nach Dateityp und Spezial- und Hilfeseiten kann man so auf einen Blick suchen. Die Info-Pop-Ups neben jeder Suchleiste – abrufbar über das ⓘ-Symbol – erklären außerdem, wie man auch über die reguläre Suche die gewünschten Parameter einstellen kann.

Wie genau die neue erweiterte Suche aussehen soll, wurde im vergangenen Jahr auf mehreren Workshops mit aktiven Ehrenamtlichen aus den Wikimedia-Projekten, unter anderem in Köln und München, diskutiert und ausgearbeitet. Dabei sind zahlreiche Ideen und Anregungen entstanden, die die Weiterentwicklung der neuen Oberfläche vorangebracht haben.

Das Beta-Feature steht ab sofort allen eingeloggten Wikipedia-Nutzenden zur Verfügung und wird in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter ausgebaut. Wer die erweiterte Suchoberfläche ausprobieren möchte, kann sie ab sofort unter dem Reiter “Beta” in der Leiste am oberen Bildrand auswählen. Neugierig auf die Suche, aber noch nicht bei Wikipedia eingeloggt? Hier kann man sich ein eigenes Wikipedia-Benutzerkonto anlegen.
 
 

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Position zur Stärkung des digitalen Engagements

Der folgende Text stellt die Kurzfassung der Position von Wikimedia Deutschland zur Stärkung des digitalen Engagements dar (Link zur Position).

 

Digitales Engagement ist ein noch recht junges Phänomen, ermöglicht durch das Internet und die Digitalisierung weitreichender Bereiche unserer Gesellschaft. So engagieren sich die Ehrenamtlichen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in ihrer Freizeit für freie Inhalte, schreiben Artikel oder fotografieren. Leider wissen immer noch zu wenige Menschen außerhalb der Wikimedia-Projekte, dass deren Inhalte durch digital Engagierte geschaffen werden.

Durch die Verbreitungswege des Webs, die Beteiligung vieler Menschen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit kann durch digitales Engagement Großartiges für die Gesellschaft geleistet werden und häufig auch sehr schnell auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden. Hier sind einige Beispiele für die Bedeutung des digitalen Engagements in den Wikimedia-Projekten, stellvertretend für all die anderen wichtigen digitalen Projekte:

  • Auf Wikimedia Commons stehen über 40 Millionen freie Mediendateien zur Verfügung.
  • Wikidata umfasst mehr als 29 Millionen Datensätze.
  • Die deutschsprachige Wikipedia bietet ein umfassendes Wissen mit über 2 Millionen Artikeln.
  • Im Rahmen des weltweit größten Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments wurden 2016 allein innerhalb eines Monats im deutschsprachigen Raum 39.000 Bilder eingereicht.

Es ist an der Zeit, dass nun auch in Politik und Gesellschaft ein Bewusstsein für die große Bedeutung des digitalen Engagements geschaffen wird und Engagierte in diesem Bereich in ihrem Beitrag angemessen gewürdigt und unterstützt werden. Wikimedia Deutschland hat daher in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen der Wikimedia-Projekte die folgenden fünf Forderungen für die Stärkung des digitalen Engagements in Deutschland erarbeitet.

  1. Gleichberechtigte Anerkennung des digitalen Engagements auf Augenhöhe mit anderen Arten ehrenamtlicher Tätigkeiten.
  2. Ermöglichung von Partizipation und Vielfalt im digitalen Raum zur Mitgestaltung der Gesellschaft.
  3. Gewährleistung der Verfügbarkeit freier Inhalte, um offene Zugänge zu Wissen, Mediendateien und Daten zu erreichen und gemeinsames Engagement zu erleichtern.
  4. Ausbau der Forschung, um mehr Wissen darüber zu gewinnen, wie die Entwicklung günstiger Rahmenbedingungen für das digitale Engagement effektiv gestaltet werden kann.
  5. Weiterentwicklung und Aufbau staatlicher Förderprogramme zum digitalen Engagement.

 

Hier geht es zur ausführlichen Fassung der Position.

 

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Mach mit: Videos für den leichteren Einstieg bei Wikipedia

Wikipedia lesen ist für Viele ganz alltäglich. Dass aber alle auch mitschreiben und ihr Wissen einbringen können, ist oft nicht bekannt. Wichtig ist uns als Wikimedia Deutschland daher, schon zum Einstieg zu zeigen, dass Editieren in der Wikipedia Spaß macht. Durch Gespräche mit der Community sowie Erfahrungen aus dem Movement gehen wir davon aus, dass neue Autoren und Autorinnen mit dem Einsatz von Bewegtbild besser an die Hand genommen werden können. Im 4. Quartal 2016 haben wir daher drei verschiedene Videoformate produziert, die Neuautorinnen und -autoren auf verschiedenen Ebenen die Wikipedia näher bringen sollen.

 

Gemeinsam mit dem netzpolitischen Künstler Alexander Lehmann entstand dieses Attention-Desire-Action-Video (kurz ADA). Es ist ein humorvolles und niedrigschwelliges Video, das zeigt: „Cool! Bei der Wikipedia kann ich mitmachen!“. Es soll den Leserinnen und Leser der Wikipedia verdeutlichen, dass und wie sie sich aktiv beteiligen können. Für das Video wurde ein eigener Illustrationsstil entwickelt, der auch auf flankierenden Produkten eingesetzt werden kann. Das Video eignet sich gut, um außerhalb der Projekt- und Organisationswebseiten Aufmerksamkeit für Wikipedia und Wikimedia zu generieren.

 

 

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2 Millionen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia

Am 19. November 2016‎ um 17:14 Uhr legte die Wikipedianerin Ra′ike einen Eintrag über das Mineral „Michenerit“ an. Es wurde der zweimillionste Artikel der deutschsprachigen Wikipedia.

In nur 15 Jahren hat die Community der deutschsprachigen Wikipedia-Autorinnen und -Autoren eine unglaubliche Menge an Wissen zusammengetragen. Nur mit ihrem ehrenamtlichen Engagement konnte Wikipedia zu einer der beliebtesten Websites und zur größten Online-Enzyklopädie überhaupt werden. Alleine im vergangenen Oktober wurden in der deutschsprachigen Wikipedia Bearbeitungen von über 16.000 Menschen getätigt. (Quelle)

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Engagement der Wikipedia-Community für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege ausgezeichnet

Wikipedia-Aktive und Wikimedia Deutschland durften am vergangenen Samstag, den 12.11.2016, auf der europäischen Leitmesse „Denkmal“ in Leipzig die Goldmedaille für die besondere Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements entgegen nehmen. Insgesamt erhielten zehn Standbetreiber eine Medaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa.

Die Goldmedaille ist ein Verdienst zahlreicher ehrenamtlich Aktiver, die sich seit Jahren dafür engagieren, die Wikipedia und Wikimedia Commons im Denkmalbereich voranzubringen. Beispielsweise haben die Ehrenamtlichen Denkmallisten erstellt, Artikel zu einzelnen Baudenkmalen geschrieben, entsprechende GLAM-Aktivitäten durchgeführt oder den jährlichen Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments organisiert. Wikimedia Deutschland unterstützt die Freiwilligenaktivitäten u.a. mit dem Verleih von Kameras, Literatur, Treffen oder Mitwirkung bei der Projektorganisation.

Die Wikipedia war 2016 zum dritten Mal in Folge durch Ehrenamliche auf der europäischen Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung vertreten.

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Wie tausende Wikipedia-Freiwillige Informationen zu den Panama Papers sammeln

Was für ein Wahnsinns-Tempo: Nur neun Minuten nach der ersten Veröffentlichung über die Panama Papers im Guardian ging der erste Artikel dazu in der englischsprachigen Wikipedia online. Eine Auswertung der Edits auf der deutschsprachigen Wikipedia-Seite zu den Panama Papers zeigt auf beeindruckende Weise, wie eine große Community innerhalb kürzester Zeit komplexe Fakten aus vielen Quellen zusammenführt und der Welt zur Verfügung stellt.

Bei den Panama Papers (zu deutsch: Panama-Papiere) handelt es sich um vertrauliche Unterlagen des Offshore-Dienstleisters Mossack Fonseca, die zahlreiche Fälle von Geldwäsche und Steuerhinterziehung der Kunden des Unternehmers belegen sollen. Die Veröffentlichung der Datenauswertung von 11,5 Millionen E-Mails, Briefe, Faxnachrichten, Gründungsurkunden, Kreditverträge, Rechnungen und Bankauszüge löste eine globale Debatte aus.

Bild: JCRules, Countries implicated in the Panama Papers, CC BY-SA 4.0

700 Edits + 280.000 Abrufe + 77 Quellen

In den Stunden und Tagen nach der Erstveröffentlichung des Guardian folgten immer neue Details zu Briefkastenfirmen in Panama und dem dahinter stehenden Netzwerk. Am Tag der ersten Veröffentlichung, dem 03. April um 20:09 Uhr, wurde die Seite zu den Panama Papers in der deutschsprachigen Wikipedia angelegt. Die Wikipedia-Community aus freiwilligen Autorinnen und Autoren hat in den danach folgenden Stunden und Tagen unermüdlich Informationen zu immer neuen Details der Panama Papers gesammelt. Bis zum 11. April 2016 (Stand: 16:30 Uhr) haben rund 700 Mal Menschen den Artikel über die Panama Papers in der Wikipedia editiert. 164 Autorinnen und Autoren haben mit großen und kleinen Änderungen den Beitrag vervollständigt. Rund 77 Quellen wurden dabei ausgewertet. Tendenz steigend.

Schnell folgte auch eine Grafik unter freier Lizenz, die alle in den Dokumenten genannten Länder aufzählt (siehe Grafik oben). Auf einer weiteren Seite sammelten 58 Autorinnen und Autoren alle in die Panama Papers verwickelten Personen – übersichtlich nach Herkunftsländern sortiert. Die Mühe hat sich gelohnt: Den Hauptartikel in der deutschsprachigen Wikipedia haben bis zum heutigen Tag mehr als 280.000 Mensch abgerufen.

Bild: Abrufstatistik des deutschsprachigen Artikels der Panama Papers. Quelle: Screenshot aus https://tools.wmflabs.org

Lob und Anerkennung? Verdient!

Vor der Schnelligkeit der Wikipedia-Community zogen auch Journalisten den Hut. So twitterte etwa Davey Alba, Journalistin bei der englischen Ausgabe des Magazins „Wired“: „Grund no.483, warum die Wikipedia unschlagbar ist: Sie ist schnell: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_people_named_in_the_Panama_Papers (Liste der Namen, die in den Panama Papers auftauchen).“

Die Panama Papers sind nur eines von vielen Beispielen dafür, wie die Wikipedia-Community schnell auf Ereignisse regiert. Als die besorgniserregende Ausbreitung des Zika-Viruses weltweit Schlagzeilen machte, wurden im Wikipedia-Projekt weltweit in Windeseile die wichtigsten Fakten und neue Informationen zusammengetragen. Für viele Menschen war die Wikipedia die erste Anlaufstelle, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die Wikimedia Foundation hat in ihrem Blog die Edits in der englischsprachigen Wikipedia im Hauptartikel über den Zika-Virus ausgewertet. Die Zahlen sind beeindruckend.

Bild: Edits zum “Zika virus outbreak (2015–März 2016)” pro Tag seit Erstellung der Seite. Photo von Prefeitura de Votuporanga, frei lizensiert unter CC BY 2.0.

Wie geht es weiter mit den Panama Papers?

Die Informationen zu den Panama Papers in der deutschsprachigen Wikipedia werden laufend aktualisiert. Da die Wikipedia ein offenes Projekt für die Förderung und Verbreitung freien Wissens ist, kann jeder und jede beim Sammeln der Informationen helfen. Dabei gibt es jedoch Regeln zu beachten. Als Enzyklopädie ist die Wikipedia der Neutralität verpflichtet. Jeder Beitrag muss daher wertfrei gestaltet werden. Außerdem sind Belege für neue Fakten notwendig, damit die Richtigkeit der Aussagen überprüft werden kann.

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Drohnenfotografie für die Wikipedia

Gewinnerbild des Fotowettbewerbs “Wiki loves monuments” von Phantom3Pix, CC-by-sa 4.0

Phantom3Pix beschäftigt sich seit zwei Jahren mit Drohnenfotografie und gewann mit einer Luftbildaufnahme des Leuchtturms in Westerheversand den 1. Platz des diesjährigen Fotowettbewerbs „Wiki loves monuments“. Das Foto wurde außerdem auf Commons als Qualitätsbild ausgezeichnet. Nach dem Fotowettbewerb begann er mit seiner Drohne die Burgen am Mittelrhein für Commons und die Wikipedia abzulichten, denn Drohnenaufnahmen bieten eine völlig andere Perspektive, die der auf dem Boden stehende Besucher so nie zu sehen bekommt.

Im Gespräch mit Wikimedia Deutschland erzählt Phantom3Pix von seinem Hobby und gibt interessante Tipps und Hinweise, die bei Luftaufnahmen mit einer Drohne beachtet werden sollten. Entsprechende Fotoprojekte können über die vielfältigen Förderangebote von Wikimedia Deutschland unterstützt werden. Außerdem steht Wikipedianerinnen und Wikipedianern über den Technikpool-Verleih eine Fotodrohne von WMCH zur Verfügung.

 

WLM-Foto-Drohne über dem Augustinerkloster beim Auftakt zu Wiki Loves Monuments 2014, Bild: Dr. Bernd Gross, CC-by-sa 4.0

Wie bist du auf den Fotowettbewerb “Wiki loves monuments” aufmerksam geworden und was hat dich dazu motiviert daran teil zu nehmen und die Wikipedia mit deinen Bildern zu bereichern?
Da ist mir im Internet ein Werbebanner aufgefallen, ich denke es war eher Zufall. Ich kam gerade aus dem Urlaub an der Nordsee und hatte ein paar schöne Objekte fotografiert, die m.E. genau zu dem Thema „Wiki loves monuments“ passten.

 

Worin besteht der Mehrwert von Drohnenfotos gegenüber herkömmlichen Bildern für die Wikipedia?
Die Perspektive ist eine ganz andere. Üblicherweise zeigt ein Foto den Blickwinkel des Fotografen, der mit beiden Beinen auf der Erde steht, quasi wie der Besucher, der sich vor Ort das Objekt anschaut. Ein Drohnenfoto zeigt eine Perspektive, die der auf dem Boden stehende Besucher nie zu sehen bekommt.

 

Von Freiwilligen organisiert, gab es zur Bebilderung der Wikipedia bereits des Öfteren Fotoflüge mit Besatzung. Wo siehst du die Unterschiede zwischen der unbemannten Drohnenfotografie und Fotoflügen?
Ich denke, man kann mit einer Fotodrohne viel spontaner arbeiten. Eine Fotodrohne lässt sich, nicht zu viel Wind vorausgesetzt, in der Luft „parken“, so dass der Fotograf sich in aller Ruhe um die Ausrichtung der Kamera für das jeweilige Foto kümmern kann. Davon abgesehen sind die Kosten um einiges geringer.

 

Welche technischen Voraussetzungen sind mindestens erforderlich?
Die Drohne sollte GPS gesteuert sein, so dass sie die Position in der Luft ohne Gegensteuern beibehält. Die Kamera sollte über eine entsprechende Auflösung verfügen.

 

Welche rechtlichen Vorgaben bestehen und wie sind diese zu erfüllen?
Grundsätzlich benötigt jeder, der eine Fotodrohne außerhalb von Modellflugvereinsgeländen fliegen lassen möchte eine entsprechende Haftpflichversicherung. Diese ist z.B. bei der Mitgliedschaft im Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) im Mitgliedsbeitrag enthalten. Ob eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden muss entscheidet sich je nach Modell der Fotodrohne, insbesondere nach dessen Gewicht.

Wenn Fotos zu privaten Zwecken getätigt werden, benötigt man in Deutschland keine gesonderte Erlaubnis. Dennoch muss das Einverständnis des Grundstückseigentümers eingeholt werden auf dem die Drohne startet, bzw. landet. Selbstverständlich ist es auch nicht erlaubt seinen Nachbarn auszuspähen.

Werden Fotos gewerblich getätigt, muss eine Allgemeinerlaubnis für den Aufstieg unbemannter Luftfahrtsysteme eingeholt werden. Diese bekommt man z.B. in Rheinland-Pfalz beim Landesbetrieb Mobilität Abteilung Luftfahrt am Flughafen Hahn. Darüber hinaus muss mindestens 48 Stunden vor dem Aufstieg die örtliche Polizeidienststelle und das Ordnungsamt über den bevorstehenden Aufstieg der Drohne informiert werden. Nicht alle Bundesländer erkennen die Aufstiegsgenehmigung aus einem anderen Bundesland an, so dass z.B. in Rheinland-Pfalz nicht mit einer Genehmigung aus Hessen geflogen werden darf.

Eine Grauzone liegt m.E. in der Abgrenzung von privatem, bzw. gewerblichen Zweck. Zum Teil wird hier die Meinung vertreten der private Zweck dient lediglich dem privaten Fotoalbum, nicht aber Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken oder aber auch Wikipedia. Wenn ich also ganz sicher gehen will, benötige ich vor Veröffentlichung eines Fotos:

  1. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung.
  2. Eine Aufstiegserlaubnis für das jeweilige Bundesland.
  3. Die Einwilligung des Grundstückseigentümers.
  4. Die Anmeldung bei Polizei und Ordnungsamt mindestens 48 Stunden vor dem Aufstieg.

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Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 07): Eine Enzyklopädie mit frei verfügbarem Wissen schreiben – in einer Welt der verschlossenen Inhalte

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im siebten Teil unserer Beitragsserie schreiben Jake Orlowitz und Alex Stinson, die bei der Wikimedia Foundation das Projekt „The Wikipedia Library“ koordinieren, über die Bedeutung von Open Access für Wikipedia und die Arbeit der Wikipedia Library, die innerhalb der Wikimedia Community zum Teil kontrovers diskutiert wird.


Mitte September 2015 gab Elsevier, einer der weltweit größten akademischen Fachverlage, seine neue Kooperation mit der Wikipedia Library bekannt, einem Programm, das Autoren Zugang zu verlässlichen wissenschaftlichen Quellen verschafft, um die Qualität der Wikipedia zu verbessern. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden 45 ScienceDirect Zugangskonten an Wikipedia-Freiwillige vergeben, die nun beim Verfassen und Editieren der Enzyklopädie in der Fachliteratur dieser Datenbank recherchieren können. Die Ankündigung löste eine wichtige und konstruktive Diskussion zu Open Access und der Wikimedia-Bewegung aus.

Auf der Grundlage von 40 Partnerschaften mit Herausgebern erhalten Wikipedia-Autoren über das Programm Wikipedia Library freien Zugang zu Inhalten der unterschiedlichsten Fachgebiete. Dank dieser Partnerschaften können die Autoren ansonsten nutzungsbeschränkte Inhalte verwenden, um Wikipedia zu verbessern und das Wissen öffentlich verfügbar zu machen. Zu diesem Zweck geht Wikipedia Library häufig Partnerschaften mit Organisationen ein, die die Ziele und das Konzept der Open Access-Bewegung nicht vollständig teilen. Die Wikipedia-Autoren verlinken in der Folge teilweise zu nutzungsbeschränkten Inhalten. Warum geht die Wikipedia Library als Teil einer Bewegung für Freies Wissen so vor?

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Wikipedia ist Marke des Jahres 2015

Nach Auswertung von insgesamt 700.000 Online-Interviews deutscher Verbraucherinnen und Verbraucher zeichnete das britische Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov in Kooperation mit dem Handelsblatt wieder die Marken des Jahres 2015 aus. Auf Platz 1 in der Kategorie „Social Web & Websites“ setzte sich in diesem Jahr Wikipedia durch und liegt damit vor Google und WhatsApp.

Diagramm Marke des Jahres
Diagramm Marke des Jahres

Dank an die Wikipedianer/innen

Dies konnte nur durch das Engagement von Tausenden Ehrenamtlichen erreicht werden, die gemeinsam an der umfangreichsten Enzyklopädie der Geschichte arbeiten – der Wikipedia.

Wir gratulieren allen Wikipedianerinnen und Wikipedianern herzlich. Danke für euren unermüdlichen Einsatz für Freies Wissen!

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Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 05): Wikipedia als Instrument der Wissenschaftskommunikation

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im fünften Teil unserer Reihe haben wir mit Prof. Dr. Patrick Franke, Islamwissenschaftler an der Universität Bamberg, über sein Engagement in der Wikipedia gesprochen.


Herr Prof. Dr. Franke, sie sind seit einigen Jahren in der deutschsprachigen Wikipedia aktiv. Was genau machen Sie dort schwerpunktmäßig?

Prof. Dr. Franke: Ich bin hauptsächlich im Themenbereich Islam aktiv und bemühe mich darum, durch eine stärkere wissenschaftliche Fundierung die Qualität der islambezogenen Informationen in der Wikipedia nachhaltig zu verbessern. Ziel ist der Aufbau eines neuen umfassenden und zuverlässigen Nachschlagewerks zum Islam, das in die deutschsprachige Wikipedia integriert ist, die technischen Möglichkeiten dieses Mediums nutzt und sowohl für ein allgemeines Publikum als auch für ein Fachpublikum interessant ist. Insgesamt umfasst das Projekt mehrere Teilbereiche: die Anlage von neuen Artikeln und den Ausbau von bereits bestehenden Artikeln im Islam-Bereich, die Ergänzung von islambezogenen Informationen in Artikeln zu allgemeineren Themen, die Ordnung des islambezogenen Wissens in der WP durch Pflege des Islam-Portals und des Kategoriensystems und die Beratung anderer WikipedianerInnen, die Beiträge zu islambezogenen Themen leisten. Das Projekt ist auf meiner Benutzerseite dokumentiert. Dort nenne ich in einem „Mission Statement“ auch die Gründe für mein Engagement in der WP.

Wie sind Sie dazu gekommen, Ihre wissenschaftlichen Fachkenntnisse in Wikipedia einzubringen?

Prof. Dr. Franke: Es hat bei mir angefangen, wie bei vielen anderen WikipedianerInnen auch. Ich sah einen Artikel zu einem Thema, mit dem ich mich gut auskenne, und hatte das Gefühl, dass dieser doch sehr ergänzungs- und verbesserungsbedürftig ist. Insbesondere ärgerte mich, dass die neuere Forschung zum Thema (einschließlich meiner eigenen Dissertation) gar nicht zur Kenntnis genommen wurde. Ich habe mich dann langsam an das Medium herangetastet, meine ersten Edits bei dem Artikel gemacht und erfreut registriert, dass meine Beiträge per Sichtung angenommen wurden. Ich habe den Artikel dann vollständig ausgebaut und im Umfeld noch ein paar andere Artikel angelegt. Das war mein erster Versuchsballon. Als ich dann im Frühjahr 2013 mein erstes Forschungsfreisemester antrat und zur gleichen Zeit aktive Sichterrechte erhielt, weitete ich meine Aktivität in der Wikipedia aus. Mir ging es darum, die Grenzen des Mediums auszutesten, zu schauen, wie weit ich gehen kann. Das Ganze war sehr experimentell angelegt. Ich wollte auch den „sozialen Raum“ Wikipedia erkunden. Da meine Erfahrungen während dieser Zeit durchweg positiv waren, habe ich nach dem Ende des Forschungssemesters meine Aktivität in der WP fortgesetzt.

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