Archiv für die ‘Technisches’ Kategorie



Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Februar 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung erfolgt am Ende des Monats und führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Paper für die International World Wide Web Conference

Für die 25. International World Wide Web Conference wurde ein Paper eingereicht, dass sich mit der Migration von Freebase nach Wikidata beschäftigt. Zu den Autorinnen und Autoren gehören unter anderem Lydia Pintscher von Wikimedia Deutschland, Denny Vrandečić und Thomas Pellissier Tanon als Freiwilliger aus dem Wikidata-Projekt. Das Paper ist online verfügbar.

Capiunto auf Test-Wiki

Die Capiunto-Erweiterung wurde auf dem Test-Wiki installiert. Capiunto stellt flexible Infobox-Funktionalitäten für Scribunto zur Verfügung und generiert HTML für Infobox-Bestandteile wie Überschriften und Spalten. Damit werden saubere und moderne Infoboxen möglich, die aus Wikidata befüllt werden, sprachübergreifend funktionieren und einfach erweitert werden können.

Technische Verbesserungen an Wikidata

Die Performance von Wikidata bei der Darstellung wurde gesteigert. Als neuer Datentyp  wurde Identifier zur Verknüpfung zu anderen Datenbanken eingeführt. Einen weiteren neuen Datentyp gibt es für  mathematische Ausdrücke. 

Satz des Pythagoras – Wikidata
Satz des Pythagoras – Wikidata

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Wir lieben freie Software: Eine Hommage

Heute ist Valentinstag und Liebe liegt in der Luft. Auch bei Wikimedia Deutschland, denn heute ist zudem auch ein ganz besonderer Tag für freie Software. Der Free Software Day wurde von der Free Software Foundation etabliert und wir wollen dem Ruf auch dieses Jahr folgen und unsere Liebe gestehen.

Ein Interview geführt von Julia Schuetze mit Lucie-Aimée Kaffee, Lydia Pintscher, Adam Shorland, Gabriel Birke und Nicole Ebber von Wikimedia Deutschland.

Freie Software Liebesgründe:

Lucie: Einerseits ist es bei Freier Software so, dass sie viele Möglichkeiten und Chancen für Menschen eröffnet, Computer zu benutzen, man andererseits aber auch mit der Software wächst. Freie Software bedeutet nicht nur, dass ich etwas kostenlos herunterladen und benutzen kann, sondern eben auch den Source Code angucken kann.

Nicole Ebber: Ich liebe freie Software, weil sie mir die Freiheit und Sicherheit gibt, die ich mir als achtsame Anwenderin wünsche. By Julia Schütze (WMDE) [CC BY-SA 4.0]

Nicole: Freie Software kann ich im Gegensatz zu nicht-freier z. B. auf all meinen Geräten installieren, verwenden und sogar weitergeben, ohne dass ich Angst haben muss, eine Urheberrechtsverletzung zu begehen. Bei proprietärer Software muss ich ständig damit rechnen, dass die Entwicklung eingestellt wird oder horrende Preise genommen werden, die mir eine Weiternutzung unmöglich machen. Außerdem steckt hinter Freien-Software-Projekten meist eine sehr engagierte und qualifizierte Community, deren Arbeit unterstützenswert ist.

Lydia: Weil freie Software Menschen empowered und ihnen Möglichkeiten gibt, die ihnen sonst verwehrt blieben. Konkret bei Wikidata geben wir mehr Menschen Zugang zu Wissen, den sie sonst nicht hätten, zum Beispiel wegen Sprachbarrieren.

Lucie: Ich stoße auf ein Problem und habe die Möglichkeit mir anzugucken, wie andere, die an dem selben Punkt standen, es gelöst haben.

Adam: The ability to actually see what the software is doing, and to be able to freely modify and improve the software.

Nicole: Besonders charmant finde ich den Copyleft-Gedanken vieler freier Software-Lizenzen: Die Freiheit der Software muss stets erhalten bleiben, und wird auch an Modifikationen und neu entstehende Programmen vererbt.

Über die Relevanz von freier Software:

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Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Januar 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung erfolgt am Ende des Monats und führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Fundraising-Framework und Verbesserung der Beobachtungsliste

Die Software hinter der Spendenkampagne wird überarbeitet (Refactoring). Ziel ist es, die einzelnen Bestandteile modularer und besser wartbar zu machen.

Zur Zeit wird an einem Wunsch der Technischen Wunschliste gearbeitet: Möglichkeit, dass ein Artikel nach Ablauf einer einstellbaren Zeitspanne automatisch wieder von der Beobachtungsliste gestrichen wird. Zu diesem Top-Wunsch der Umfrage technische Wünsche wurde ein technisches Meinungsbild (RFC) gestartet.

CatWatch

Über CatWatch, ein Feature für Beobachtungslisten für Kategorien, wurde bereits im Kurier berichtet. Eine deutschsprachige Anleitung zu CatWatch findet sich hier

Software-Entwicklung unterwegs

Im Januar sind Entwicklerinnen und Entwickler von Wikimedia Deutschland u.a. auf folgenden Events gewesen:

 

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Teaching machines to make your life easier – quality work on Wikidata

German summary: ORES is eine künstliche Intelligenz, die Vorschläge zur Bekämpfung von Vandalismus machen kann. Nachdem sie auf einigen Wikis bereits erfolgreich eingesetzt wurde, hilft sie jetzt auch bei der Qualitätsverbesserung bei Wikidata.  Amir Sarabadani und Aaron Halfaker beschreiben die Entwicklung und den Einsatz von ORES ein einem Gastbeitrag auf englisch.


 

A post by Amir Sarabadani and Aaron Halfaker

Today we want to talk about a new web service for supporting quality control work in Wikidata. The Objective Revision Evaluation Service (ORES) is an artificial intelligence web service that will help Wikidata editors perform basic quality control work more efficiently. ORES predicts which edits will need to be reverted. This service is used on other wikis to support quality control work. Now, Wikidata editors will get to reap the benefits as well. Weiterlesen »

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Q167545: Wikidata celebrated its third birthday

 Wikidata celebrated its third birthday on October 29th. The project went online in 2012 and a lot has happened ever since.

Coincidentally, the birthday also happened along with the project being awarded a prize from Land der Ideen, so so a proper party for volunteers and everyone involved with the project was in order.

There was cake and silly birthday hats, but above all this was an occassion to look at the past, present, and future.

Denny Vrandečić and Eric Möller used a video message to talk about the genesis and development of Wikidata.

Community members Magnus Manske and Marteen Dammers talked about their work for Wikidata in GLAM and science. And Lydia Pintscher not only looked backed to a successful year behind us, but also gave us a peek into the future that lies ahead for the project.

In order to experience Wikidata there was a little exhibition of projects that use it: From Histropedia which visualizes timelines to Ask Platypus, a project that parses questions about the knowledge of the world according to Wikidata using natural language.

No birthday would be complete without presents. Especially the software developers had worked hard to improve parts of Wikidata for this special date. To give you just two examples:

  • https://www.wikidata.org/wiki/Special:Nearby shows nearby items in Wikidata and invites you to improve structured data knowledge in your neighborhood
  • A machine learning model called  ORES helps to identify vandalism with artificial intelligence and can be used as a tool for administrators

These are only two new features released for the birthday party. There is much, much more to come for the Wikidata project next year and we’ll talk about it in length in another post.

Wikidata has data in its name. However — this was more than obvious at the birthday party — it’s about more than just cold numbers. As in all collaborative projects, people are at the core of it all. Those behind or around Wikidata have love in their hearts for something that may at first sound as abstract as „structured data for Wikimedia projects and beyond“.

Upon exiting the party, guests could add themselves on a board and leave a tiny love letter to Wikidata . „I love Wikidata because… with machine-readable data, machines can do the heavy lifting for me“ one guest wrote. The last three years were all about building a foundation for machine-readable data. Let the heavy lifting begin in all the years to come. Q167545!

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Q167545: Wikidata feierte den dritten Geburtstag

Am 29. Oktober feierte Wikidata seinen dritten Geburtstag. 2012 wurde das Projekt online geschaltet, seitdem ist viel passiert.

Neben dem Geburtstag gab es auch die Preisverleihung vom Wettbewerb Land der Ideen an Wikidata, so dass es nahe lag, eine große Party für die Freiwilligen und anderen am Projekt Beteiligten zu veranstalten.

Es gab Kuchen und Geburtstagshüte, aber vor allem die Möglichkeit, in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu blicken.

In einem gemeinsamem Talk per Videonachricht aus den USA sprachen Denny Vrandečić und Eric Möller über die Entstehung und Entwicklung von Wikidata.

Die Community-Mitglieder Magnus Manske und Marteen Dammers erzählten etwas zu ihrer Arbeit an Wikidata für GLAM und Wissenschaft. Von Lydia Pintscher gab es außerdem neben einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr auch einen Ausblick auf die Zukunft.

Um Wikidata selbst erfahrbar zu machen, gab es eine kleine Ausstellung von Projekten, die Wikidata benutzen: Von Histropedia mit Zeitstrahl-Visualisierungen bis zu Ask Platypus, einem Projekt, das mit Wikidata Fragen zum Wissen der Welt in natürlicher Sprache versteht.

Zu einem Geburtstag gehören natürlich auch Geschenke. Bei Wikidata hatten sich insbesondere Entwicklerinnen und Entwickler ins Zeug gelegt, um Wikidata zu verbessern.  Um nur zwei Beispiel zu nennen:

  • Mit https://www.wikidata.org/wiki/Special:Nearby zeigt Wikidata Objekte in der näheren Umgebung an und lädt zum Ergänzen von strukturiertem Wissen in der Nachbarschaft ein
  • Mit einem Machine-Learning-Model namens ORES kann eine künstliche Intelligenz Vandalismus erkennen und Administratoren bei Bedarf Hilfe leisten.

Dies sind aber nur zwei von vielen kleinen Neuerungen, die extra für den Geburtstag veröffentlicht wurden. Weitere Umwälzungen im Projekt Wikidata stehen im nächsten Jahr bevor und sollen in einem weiteren Beitrag vorgestellt werden.

Wikidata trägt die Daten im Namen, aber es geht — das wurde auf der Geburtstagsparty deutlich — um weit mehr als kalte Daten. Menschen stehen wie bei allen kollaborativen Projekten im Mittelpunkt. Die Menschen hinter und Wikidata oder um das Projekt herum tragen Liebe im Herzen für etwas, was sich zunächst so abstrakt anhört wie „strukturierte Daten für Wikimedia-Projekte und darüber hinaus“.

Am Ausgang der Party konnten sich Besucherinnen und Besucher auf einer Tafel verewigen, indem sie eine kleine Liebeserklärung an Wikidata hinterließen. „I love Wikidata because… with machine-readable data, machines can do the heavy lifting for me“ schrieb ein Party-Gast dort. In den letzten drei Jahren hat Wikidata die Grundlagen für eine Menge maschinenlesbarer Daten gelegt. Wir sind gespannt auf das heavy lifting in den nächsten Jahren. Q167545!

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Free Knowledge Game Jam: Freies Wissen zum Spielen

Am 24. und 25. Oktober veranstaltete Wikimedia Deutschland in Partnerschaft mit dem Computerspielemuseum Berlin eine Game Jam zum Thema Freies Wissen: die Free Knowledge Game Jam. Eine Game Jam ist ein Hackathon, bei der Entwicklerinnen und Entwickler in kleinen Gruppen den Prototypen eines Spiels erstellen. Dafür haben sie 24 Stunden Zeit, um interaktive Spiel-Kunst zu Freien Wissen unter freier Lizenz entwickeln. Aufgerufen waren Artists, Coder und Designer von Computerspielen.

Das besondere an der Free Knowledge Game Jam war, dass jedes Spiel einen Aspekt von Freiem Wissen enthalten musste. Ob Artikel von Wikipedia, Daten von Wikidata, Bilder von Commons oder freie Daten von Coding Da Vinci zum Einsatz kamen oder ganz anders mit dem Begriff Freies Wissen umgegangen wurde, war den Teilnehmenden selbst überlassen.

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Free Knowledge Game Jam

In 24 Stunden zu einem Computerspiel, wir wollen es wissen!

Kann man binnen zwei Tagen ein Computerspiel erschaffen? Ja klar! Und nicht Irgendeines.

Wikimedia Deutschland veranstaltet in Partnerschaft mit dem Computerspielemuseum Berlin einen Game Jam zum Thema Freies Wissen.

Am 24. und 25. Oktober möchten wir in Berlin gemeinsam mit allen, die sich mit Computer- und Videospielen beschäftigen, interaktive Spiel-Kunst zu Freiem Wissen unter freier Lizenz entwickeln.

Ein Game Jam ist eine Jam-Session der besonderen Art: Bei uns treffen werden sich keine Musikerinnen und Musiker, sondern Computerspieleentwickler und -entwicklerinnen. Aufgerufen sind zum Beispiel Artists, Coder und Designer von Computerspielen.

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Internship at Wikimedia Deutschland e. V.

Wie es ist, bei Wikimedia Deutschland im Bereich Software Entwicklung Praktikant zu sein, erzählt uns Andrew Pekarek-Kostka in diesem Gastbeitrag auf Englisch. Andrew berichtet über seine Vorstellungen vor dem Praktikum, der Arbeitsatmosphäre, wie er sich an unsere Prozesse der agilen Softwareentwicklung angepasst hat und an welchen Wikiprojekten er arbeitete.

First Impression

Sandra Müllrick, „WMDE Softwareentwicklung2“, CC BY-SA 4.0

Before starting at Wikimedia Deutschland e. V., being a 17-year old with no previous work experience, I was under the impression that working for such a big organization would be similar to the way a typical work day was portrayed in the famed 90s movie “Office Space”: boring, dull, and uninteresting. However, when I walked into the office for the first time the contrast between the rather dark and grim weather in Berlin and the ecstatic attitude of the office was huge. The overall working atmosphere is welcoming and spirited with a perfect balance of fun and professionalism. It was a positive opposite of what I was expecting.

 

My Welcome

My first few days at Wikimedia were spent going through a process called “onboarding” which enabled me to get ready for my following 7 weeks. This consisted of prepping my machine, my software, and getting all my accounts setup along with a quick tour which gave me the opportunity to briefly meet most of my colleagues from all departments. If I had any questions or needs, I always knew I could ask one of my colleagues for assistance. Following the setup came a series of meetings through which I gained valuable insight into the various different departments and simultaneously meet the many interesting people who, together make Wikimedia Deutschland possible.

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EnthusiastiCon: Programmieren ist persönlich, spannend und begeistert

Ein Beitrag von Julia Schuetze

Technisch und persönlich ging es auf der ersten EnthusiastiCon am 18. bis 21. Juni 2015 zu. 30 Begeisterte kamen zu Wikimedia Deutschland, um sich einmal für ein ganzes Wochenende auf eine etwas andere Weise dem Programmieren zu widmen.

Die persönliche Note verliehen die Teilnehmenden der Konferenz: Ein bunter Mix von Programmierenden und Interessierten schaffte es, die verschiedensten Seiten des Themas vielfältig zu beleuchten. Weiterlesen »

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