Archiv für die ‘Technisches’ Kategorie



MediaWiki im Unternehmen: Das wiki4enterprise-Nutzertreffen

Gemeinsam mit der Twoonix Software GmbH und der Abacus Alpha GmbH organisiert Wikimedia Deutschland das dritte MediaWiki-Nutzertreffen „wiki4enterprise“. Bei der Veranstaltung treffen sich Anwender zum gemeinsamen Dialog über die erfolgreiche Nutzung von MediaWiki in Unternehmen und Organisationen.

In der HomeBase Lounge, Köthener Str. 44, 10963 Berlin, werden die Teilnehmer von 10 – 17 Uhr am Freitag, den 25.06. 2010 interessante Impulsvorträge sowie Erfahrungsberichte zu hören bekommen.

Ausführliche Informationen samt Agenda finden sich im wiki4enterprise-Planungswiki zum 25.06., weitere Hintergründe im Twoonix-Blog:

Immer mehr Unternehmen orientieren sich an dem Schlagwort Enterprise 2.0. Das heißt, dass Firmen eine neue Unternehmenskultur anstreben. Die Tendenz bewegt sich von der hierarchischen, zentralen Steuerung hin zur autonomen Selbststeuerung von Teams, die von Managern eher moderiert als geführt werden. Mit welchen Mitteln das realisiert werden kann, erfahren Sie beim MediaWiki-Nutzertreffen.

Wissensmanagement 1.0 wurde über Jahrzehnte in der Wissenschaft und Literatur diskutiert, die Erfolge waren mager, in der Realität des Arbeitsalltages im Unternehmen kam wenig davon an. Mit Web 2.0, Enterprise 2.0, Wikis und Social Software wird die Learning Organization, das lernende Wissensunternehmen nun seit ein paar Jahren Realität. Wenn Sie mitmachen wollen – just push the Edit-Button – it’s a wiki.

Für interessierte Unternehmensvertreter sind noch einige Plätze frei. Wir freuen uns auf konstruktiven Austausch in der HomeBase Lounge!

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TIFF-Bilder bald direkt im Wiki

Vor fast einem Jahr hatte Wikimedia Deutschland die Entwicklung einer MediaWiki-Extension zum Einbinden von TIFF-Bildern in Wiki-Artikel ausgeschrieben. Nun ist es endlich soweit: die Hallo Welt Medienwerkstatt, die den Auftrag erhalten hatte, hat den PagedTiffHandler fertiggestellt.

Damit lassen sich TIFF-Dateien, wie sie in der Bildreproduktion aber auch im wissenschaftlichen Betrieb üblich sind, direkt im Wiki anzeigen, so wie es bereits mit JPG oder PNG-Dateien möglich ist. TIFF-Dateien können aber nicht nur ein, sondern mehrere Bilder enthalten. Auch hierfür bietet die neue Erweiterung die notwendigen Werkzeuge an.

Um TIFF-Dateien in Wikipedia und auf Wikimedia Commons verwenden zu können, muss die Extension noch von den Systemadministratoren begutachtet und aktiviert werden. Eine entsprechende Anfrage wird in den nächsten Tagen vorbereitet. Wir hoffen, dass die neue Funktion schon in wenigen Wochen zur Verfügung stehen wird.

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Bessere Betreuung für den Toolserver

Der Toolserver hat jetzt einen hauptamtlichen Admin:  Wikimedia Deutschland hat River Tarnell ab dem 1. Februar mit der Betreuung und Wartung des Toolservers beauftragt. River hat den Toolserver mit aufgebaut und war stets sehr aktiv dort. Aber wenn man so etwas in der Freizeit macht, ist nicht immer Zeit für alles, dann bleibt schon mal was liegen. Dies führte in der Vergangenheit immer wieder zu Ausfällen des Servers. Das soll mit dem Auftrag an River nun verbessert werden. Zusätzliche Absprachen über das Vorgehen in Notfällen sorgen dafür, das der Toolserver in Zukunft zu mindestens 99% verfügbar sein wird.

Die Verpflichtung eines hauptamtlichen Admins wird auch die ehrenamtlichen Administratoren und Mitarbeiter des Toolservers von nervigen Routineaufgaben entlasten, um die sich in Zukunft River kümmern wird. Ehrenamtliche Mitarbeit wird auch weiterhin eine der tragenden Säulen eines erfolgreichen und produktiven Toolservers sein.

Wir danken allen Mitarbeitern für den großartigen Einsatz bislang, und freuen uns auf eine noch bessere Zusammenarbeit in Zukunft!

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Hack the Wiki beim CCC: neue Werkzeuge für die Community

In den letzten Monaten wurden immer wieder auch außerhalb der Wikimedia-Community Ideen zur Verbesserung der MediaWiki Software diskutiert. Um diese Ideen zu bündeln und weiterzuentwickeln veranstaltet Wikimedia Deutschland beim 26. CCC Kongress am 27.-30. Dezember in Berlin den Hack the Wiki-Workshop. Dort möchten wir interessierte Menschen aus der Hacker-Gemeinschaft, die sich auf dem Kongress treffen, mit Entwicklern der MediaWiki-Software zusammenbringen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, Verbesserungen zu diskutieren und an Lösungen zu arbeiten.

Wir hoffen, dass dieser Workshop dazu beiträgt, Ideen zu sammeln und die Arbeit an Verbesserungen der Wikipedia selbst sowie neue Arten der Weiternutzung der Wikipedia-Daten zu koordinieren.

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Wikimedia Foundation unterstützt den Toolserver mit 30.000 EUR

Im April haben wir bei der Foundation Geld dafür beantragt, den Toolserver stabiler gegen Ausfälle zu machen (Antragstext, englisch). Hintergrund ist, dass eine der Hauptfunktionen des Toolservers besonders fehleranfällig ist. Der Toolserver hat Kopien der Daten von allen knapp 780 Wikis der Wikimedia Foundation, also den Wikipedias in allen Sprachen und allen anderen Wikimedia-Projekten wie den Wiktionaries, Wikibooks, Commons, etc. Diese Daten werden live auf den Toolserver gespielt, hierbei sollte es allenfalls ein paar Sekunden Verzug geben. Allerdings fällt diese „Datenreplikation“ manchmal aus, oder schlimmer, arbeitet fehlerhaft. Dann wird es notwendig, den gesamten Bestand noch einmal zu kopieren und die Replikation neu anzufahren. Das kann Tage und Wochen dauern – und in dieser Zeit haben Benutzer des Toolservers keine aktuellen Daten. Und, noch schlimmer, gibt es während dieser Zeit kein aktuelles Backup der Daten außerhalb des Datencenters in Tampa.

Diese etwas wackelige Situation soll nun verbessert werden: wir wollen von jeder Datenbank zwei Kopien haben, statt nur einer. So bleibt eine verfügbar wenn die andere ausfällt, die Tools haben aktuelle Daten und es gibt immer ein Backup „off site“ in Amsterdam. Um das zu erreichen, brauchen wir drei neue Datenbank-Server – und die können wird mit den 40.000 Dollar (knapp 30.000 Euro) von der Foundation jetzt kaufen. Bis die Online sind, wird es zwar noch ein paar Monate dauern, aber wir freuen uns jetzt schon!

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Neue Server für den Toolserver und OpenStreetMap

Gestern hat Wikimedia Deutschland fünf neue Server bestellt. Drei davon werden für das OpenStreetMap-Projekt verwendet, und drei werden den Toolserver Cluster erweitern. Müssten es dann nicht sechs sein? Nein, denn einer der Server wird für OpenStreetMap im Toolserver Cluster eingesetzt! Und das ist wohl auch der interessanteste:

Auf diesem neuen „Map-Toolserver“ werden interessierte Programmierer die Gelegenheit haben, mit den Daten des OpenStreetMap-Projekts zu arbeiten und Werkzeuge bereitzustellen, die diese Daten nutzen. Zugang zu dem neuen Server wird, ähnlich wie bislang auch für andere Toolserverprojekte, auf Anfrage gewährt. Wir hoffen, der OpenStreetMap-Community auf diese Weise bei der Entwicklung neuer Werkzeuge helfen zu können.

Besonders interessant ist natürlich die Integration von OpenStreetMap in Wikipedia, die bereits beim Entwicklertreffen besprochen wurde. Sie soll automatisch Karten zu Ortsartikeln generieren und auch interaktive Karten bereitstellen, auf denen sich der Benutzer frei bewegen kann. Für diese Integration werden die übrigen zwei neuen OpenStreetMap-Server benutzt.

Die zwei verbleibenden Server für den Toolserver Cluster sind eine Investition in die Stabilität und Leistungsfähigkeit des Toolservers: ein Server wird unseren ältesten Datenbankserver ablösen, dem zunehmend die Puste ausgeht. Der zweite wird dafür sorgen, dass künftig mehr Rechenleistung für Bots zur Verfügung steht.

Insgesamt hoffen wir mit dieser Anschaffung die Stabilität des Toolserver-Projekts zu erhöhen, die OpenStreetMap-Community zu unterstützen und die Integration von interaktiven Karten in Wikipedia zu erlauben.

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Wenn man die Kamera im Nacken spürt…

„Behavioral Targeting“ ist der Fachbegriff für die Auswahl möglichst passender und interessanter Inhalte (meistens Werbung), basierend auf dem Verhalten und den Nutzungsgewohnheiten eines Menschen.

Per se ist das eigentlich gar keine schlechte Idee. So sollte der Nutzen bei werbefinanzierten Angeboten nicht nur für den Anbieter, sondern auch für den Besucher größer werden, da die Werbung – zumindest in der Theorie – eher seinen Interessen entspricht. Gleichzeitig muss einem jedoch bewusst sein, dass dabei eine Menge Daten anfallen, die ein relativ genaues Bild von einem aufzeigen.

Unabhängig vom Nutzen sollte aber eines gewährleistet sein: Jeder sollte für sich selbst bestimmen können, ob er an dieser Form der Datenanalyse teilnehmen möchte oder nicht. Und nicht nur das: Er sollte sein explizites Einverständnis dazu geben.

Diese Grundannahme wird von dem Unternehmen Phorm unterlaufen. Phorm setzt nicht auf der Verbraucherseite an, sondern greift entsprechende Daten direkt bei Internetprovidern ab. In Großbritannien hat Phorm mit mehreren großen Providern eine Allianz geschlossen, so dass es sich Zugriff auf die Surfgewohnheiten von mehr als 70 % aller Haushalte mit Breitbandanschluss gesichert hat.

Im Gegensatz zu einem Anbieter, der auf seinen eigenen Seiten Behavioral-Targeting-Techniken nutzt, hat Phorm keinen Zugriff auf die Inhalte anderer Anbieter und die Klickstreams der Nutzer. Um dieses „Problem“ zu umgehen setzten die mit Phorm zusammenarbeitenden Provider Deep packet inspection (DPI) ein und greifen damit tief in die Privatsphäre der Nutzer, sowie in die Funktionalität und die Freiheit des Internets ein.

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Softwareprojekte ausgeschrieben

Auf dem Entwicklertreffen in Berlin haben wir einige Softwareprojekte ausgeschrieben, die wir für nützlich und wichtig halten. Interessierte Programmierer können sich für die Projekte bewerben und so mit der Umsetzung neuer Features etwas Geld verdienen. Konkret geht es zunächst um die folgenden fünf Projekte:

  • Auswertung der gesichteten Versionen: dabei geht es darum, statistisch zu evaluieren, welchen Einfluß die gesichteten Versionen z.B. auf die Anzahl der Reverts aber auch auf die Anzahl der „guten“ anonymen Beiträge hat. Diese Informationen könnten auch dabei helfen, zu entschieden, ob bzw. in welcher Form die englischsprachige Wikipedia gesichtete Versionen einsetzen will.
  • CatScan neu schreiben: das CatScan Tool erlaubt es, Artikel in einer Kategorie nach bestimmten Kriterient zu filtern, was vor allem von Themenportalen für Wartungsarbeiten genutzt wird. CatScan ist aber in die Jahre gekommen: es gibt viele Wünsche, es zu erweitern, aber leider wäre das mit der aktuellen Version nur schwer möglich. Daher möchten wir eine komplette Neugestaltung.
  • Interwiki-links in der Datenban ablegen: die meisten Arten von Links, die MediaWiki kennt, werden in der Datenbank abgelegt. Damit ist es z.B. möglich, anzuzeigen, welche Seiten auf einen bestimmten Artikel verlinken, oder wo ein Bild verwendet wird. Nur Interwiki-Links werden noch nicht so gespeichert, was es schwierig macht, bestimmte Arten von Tools zu schreiben. Sobald wir auch Interwiki-Links in der Datenbank haben, könnte man zum beispiel leicht erfragen, welche Seiten in einer Kategorie Links auf Commons-Gallerien haben, und welche nicht.
  • Verbesserung der Gadgets-Extension: mit der Gadgets-Extension können Benutzer einfach kleine „Helferlein“ aktivieren, die andere Benutzer bereitgestellt haben. Allerdings fehlen hier einige Kleinigkeiten: z.B. die Möglichkeit, ein Gadget von vornherrein für alle Benutzer zu aktivieren, oder es umgekehrt auf Administratoren zu beschränken. Dies zu Ermöglichen ist Ziel des hier ausgeschriebenen Projektes.
  • Vollständige unterstützung von TIFF-Dateien: Seit einigen Wochen ist es möglich, auf commons auch TIFF-Dateien hochzuladen – das TIFF-Format  wird im Archivwesen und auch im Wissenschaftsbetrieb viel verwendet, da es flexibler ist als JPEG und sich besser für den Druck eignet. TIFF- Bilder werden allerdings nicht im Browser angezeigt und können derzeit auch nicht direkt in Artikel eingebunden werden. Zudem können TIFF-Dateien nicht nur ein Bild enthalten, sondern mehrere, z.B. mehrere Seiten eines Buches. Für DjVu-Dateien unterstützt MediaWiki das schon, das selbe soll jetzt auch für TIFF-Dateien möglich werden.

Details darüber, wie man sich für die Projekte bewerben kann, gibt es auf gibt es auf mediawiki.org. Wir glauben, dass wir mit diesen Projekten unsere Wikis noch nützlicher machen können.

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Gesichtete und geprüfte Versionen nun aktiv

Nicht ganz zwei Monate nach der klaren Aussage, dass die gesichteten und geprüften Versionen in der deutschsprachigen Wikipedia „bald“ implementiert werden, ist es nun soweit! Letzten Samstag gab es in den frühen Morgenstunden einen Testlauf, bei dem noch einige wenige Fehler auftraten, die nun behoben wurden. Heute, am 6. Mai, wurde nun die Erweiterung erneut in der deutschsprachigen Wikipedia angeschaltet.

Da die Funktionalität erst heute aktiviert wurde, ist die große Mehrzahl der Artikel momentan noch nicht gesichtet. Weitere Informationen zur Vorgehensweise finden sich auf der Seite Hilfe:Gesichtete und geprüfte Versionen.

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Wikipedia schlägt Duke Nukem forever

Wenn nicht noch alles in letztem Moment schiefgeht, hat das neue Mediawiki-Softwarefeature der gesichteten und geprüften Versionen Versionen gute Chancen, das Computerspiel Duke Nukem forever im positiven Sinne zu schlagen. Wie bei diesem Klassiker der Vaporware (Software, die lange angekündigt ist, aber nie erscheint), lautete die bisherige Antwort auf die Frage nach dem Erscheinungstermin meistens „soon“ (dt. „bald“). Während die Entwickler von Duke Nukem forever irgendwann entnervt auf ihre Webseite schrieben, der Veröffentlichungs-Termin des Spiels laute: „Wenn es fertig ist“ (engl. „When it’s done“), deutet bei den gesichteten und geprüften Versionen inzwischen alles auf einen Punktsieg für die Wikipedia hin.

Philipp Birken berichtet im Wikipedia Kurier, dass das Warten nun ein Ende hat: auf einem deutschsprachigen und englischen Testwiki wurde der öffentliche Betatest der MediaWiki-Extension Flagged Revisions gestartet. Diese Erweiterung erlaubt es, Versionen von Artikeln zu markieren, und damit Eigenschaften wie Korrektheit oder Vandalismusfreiheit festzuhalten und so Lesern gezielt qualitativ grundlegend abgesicherte Versionen zu zeigen. Auf dem deutschen Wiki werden die gesichteten und geprüften Versionen getestet, auf der englischen Seite eine leicht andere Konfiguration. Ein paar Bugs wurden bereits gefunden und die Benutzerführung muss ebenfalls noch verbessert werden. Programmiert wurde das ganze von Jörg Baach und Aaron Schulz, die dafür von Wikimedia Deutschland, Wikimedia France und der Wikimedia Foundation finanziert wurden. Nachdem die soweit fertige Erweiterung in Januar und Dezember von Tim Starling darauf geprüft wurde, ob die Server ein Anschalten auf einer größeren Wikipedia überstehen würden, wurde Anfang Februar die konkrete Konfiguration für den Betatest festgelegt. Die Testwikis wurden nun von Brion Vibber aufgesetzt. Der Betatest soll einige Wochen dauern und läuft momentan auf Hochtouren.

Während die Community der englischsprachigen Wikipedia bislang eher geringes Interesse an ihrem Testwiki zeigt, haben sich in der deutschsprachigen Version des Testwikis schon zahlreiche Communitymitglieder angemeldet und arbeiten eifrig an der Verbesserung der Oberfläche und der Funktionalität mit.Auf die Frage, wann die gesichteten und geprüfte Versionen in der deutschsprachigen Wikipedia eingeschaltet werden, gibt es inzwischen eine klare Antwort: „bald“.

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