Archiv für die ‘Kultur’ Kategorie



Und zum Jahresende noch ein paar neue Dateien auf Commons

Gestern las ich in einer Zeitung, es sei vielen Menschen ein Kreuz, sich schon wieder an eine neue Jahreszahl gewöhnen zu müssen. Und bevor man sich unter dieses Joch beugt, wählen vielleicht daher viele einen Blick zurück. Gemeinsam haben wir in der Zusammenarbeit mit den Kultur- und Gedächtnisinstitutionen einiges in 2013 geschafft. Im internationalen Diskurs werden diese Institutionen unter dem Akronym GLAM (Galleries, Libraries, Archives and  Museums) zusammengefasst. Die vielen 2013-Projekte der Freiwilligen und von Wikimedia Deutschland wurden in diesem Blog beschrieben. Unter der Kategorie „Kultur“ , findet man alle Beiträge . Hier will ich nur auf die Punkte eingehen, die auch im kommenden Jahr noch Bedeutung haben werden. Zum Beispiel wurde im Frühjahr in Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Wikiprojekt:Römischer Limes und Wikimedia Deutschland (WMDE) eine Limeskarte, die Geodaten, Zeitpunkte und Wikipedia-Arikel in verschiedenen Sprachen zur  Grenze des römischen Reiches mit einander vernetzt, erstellt. Aber noch konnte sie nicht in die Wikipedia integriert werden. Die Integration von interaktiven Karten und Apps in die Wikipedia wird auch in 2014 ein Thema bleiben.

On Tour von Braunschweig nach Görlitz

Eine Programmlinie, die ebenfalls in das kommende Jahr weiterführt, ist  „GLAM on Tour“. Klar inspiriert durch die Limeskarte kam es im Sommer zur Zusammenarbeit mit dem Braunschweigischen Landesmuseum (BLM) für die Ausstellung „Die Römer kommen“.   Ohne das Engagement der  Wikipedianer vor Ort wäre aber jede Inspiration eine Träumerei geblieben. So gibt es hunderte neue Fotos und etliche neue Artikel. Besonders erfreulich, die Auszeichnung des Artikels zur Schlacht am Harzhorn, um die die Ausstellung kreist, zum Wikipedia-Artikel des Tages am 30. September. Derzeit laufen die Gespräche für eine erneute Kooperation zur Ausstellung „1914“ im BLM. Auch die Ergebnisse der lokalen Wikipedianer in der Lausitz im Zuge der zweiten „GLAM on Tour“ Station in Görlitz können sich sehen lassen. Wir waren zu Gast bei der Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (OLB). Die OLB unterstützt auch das Folgeprojekt zu den Umgebindehäusern, das im nächsten Jahr im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland stattfinden soll. 2014 wollen wir mindestens drei weitere „GLAM on Tour“ Stationen organisieren. Der Auswahlprozess läuft. Durch die „Kulturinitiative“ im Herbst haben sich sehr viele spannende Kontakte von WMDE-Fördermitgliedern zu GLAM-Einrichtungen aufgetan. Vorschläge sind weiterhin willkommen.

An Bord eines Tankers

Das Format „Wikipedian in Residence“ kam 2013 nur einmal zum Tragen. In Zusammenarbeit mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen gelang es erstmals im öffentlich rechtlichen Rundfunk, Mediendateien unter eine Freie Lizenz zu stellen. Es waren vorwiegend Infografiken, die im Zuge des online ZDF-Faktenchecks ausgearbeitet wurden. Mag das manch einem als dürftig erscheinen, so ist damit jedoch ein Präzedenzfall geschaffen worden, der in der Diskussion um die freie Nachnutzbarkeit von Staatlichen Werken nicht zu unterschätzen ist. Wir sind gespannt, ob der schwerfällige Tanker  ZDF zu den Europawahlen 2014 den Faktencheck wieder reaktivieren wird. 2014 sind mögliche  „Wikipedians in Residence“ auf den auf der WMDE-Mitgliederversammlung beschlossenen neuen Fonds zur Förderung des Freien Wissens angewiesen. Personen und Institutionen können dort  Projekte zur Förderung vorschlagen. Die Auswahl der Förderprojekte obliegt der Community. Der Fonds verfüg über 250.000 €.Die  Seite wird zur Zeit überarbeitet.

Über die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit von GLAMs und WMDE wurde auch auf der Konferenz „Zugang gestalten“ Ende November gesprochen. Über 200 Vertreter des GLAM-Bereiches trafen in Berlin zusammen und diskutierten ihre digitale Agenda mit Vertretern der Politik, des Justizwesens und der Zivilgesellschaft. WMDE war einer von siebenVeranstaltern. Die Diskussion wird 2014 fortgesetzt.

Die Junge Union Niedersachsen als Wegbereiterin der Piraten. Schon 1978 nutzte sie gemeinfreie Werke – hier von Peter Paul Rubens das Historienbild „Raub der Töchter Leukippos“ – für ihre Werbung. Es sei dahin gestellt, ob viele Frauen sich aufgrund dieses Plakates für die Junge Union bzw. CDU erwärmen konnten. Die Niedersächsin Frau von der Leyen entschloss sich bekanntermaßen erst 12 Jahre später zur Mitgliedschaft. Credit: By CDU [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

… und noch ein paar neue Dateien

Aber eigentlich ist heute ja noch Weihnachten und daher nun zum Schluss noch eine frohe Botschaft. Lang angekündigt haben wir endlich die von der Konrad Adenauer Stiftung bereitgestellten mehrere Tausend Wahlplakate und ähnliches Material in Wikimedia Commons hochladen können. Wie so oft war mit der freien Lizenzierung nur die Möglichkeit geschaffen worden, die Medien über Wikimedia Commons zu erschließen. Aber das eigentliche Hochladen ist entweder mühevolle Handarbeit oder erfordert eine Programmiertätigkeit- beides kostet Zeit. Die Plakate sind eine Quelle der Zeitgeschichte und damit natürlich für viele Wikipedia-Autoren spannend. Doch die CC-BY-SA-Lizenz erlaubt noch mehr: die Freie Nachnutzung und selbst die Bearbeitung, solange nur der Urheber genannt bleibt. Welche kreativen Köpfe sich von dem Material ansprechen lassen werden?

 

In diesem Sinne Euch und Ihnen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

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Dualität im Denken – Auf welche Barrieren der digitale Zugang zu kulturellem Erbe trifft

“Gäbe es keine öffentlichen Museen, keine Archive und Bibliotheken, die Verantwortung übernehmen für unser kulturelles Erbe, die mit viel Einsatz die Zeugnisse unseres kulturellen Schaffens bewahrt hätten und bewahren, wäre unsere Welt heute sehr viel ärmer.” Paul Klimpel, ehemaliger Geschäfstführer des Netzwerkes Mediatheken und heute Leiter des iRights.Lab Kultur, muss sich zu einer solchen Emphase nicht umständlich durchringen. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie die Aufgabenvielfalt und der Anpassungsdruck den Gedächtnisinstitutionen gegenwärtig zusetzt. Da scheint es durchaus geboten, auch einmal Respekt und Dank zu zollen.

Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe zu übernehmen – das war zum dritten Mal das Motto der jährlich stattfindenden Konferenzreihe “Zugang gestalten” im Jüdischen Museum Berlin. Dass das kulturelle Erbe in einer höchst digitalen Zeit nicht bewahrt, sondern auch für möglichst viele Menschen einfach zugänglich gemacht werden muss, darüber waren sich sicher alle der mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. Wie dieser Zugang aussehen könnte, was er im Idealfall leisten soll und wofür er genutzt werden kann, darüber sollte auf der zweitägigen Veranstaltung diskutiert werden. Dazu waren 24 Referentinnen und Referenten aus den verschiedensten Bereichen geladen: aus der Museumswelt, der Rechtsberatung, Vertreter von kommerziellen Diensten und aus der Zivilgesellschaft.

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Liveblog: Zugang Gestalten – Tag 2

Guten Morgen. Ich begrüße Euch zum zweiten Tag der Konferenz Zugang gestalten. Paul Klimpel begrüßt das Publikum im Saal und an den Empfangsgeräten.

Das erste Eröffnungsstatement des Morgens hält Pavel Richter, den Lesern des Blogs als Vorstand von Wikimedia Deutschland bekannt.

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Liveblog: Zugang Gestalten

Guten Morgen,

mein Name ist Mathias Schindler, ich bin Projektmanager bei Wikimedia Deutschland und habe heute die besondere Freude, von der Konferenz „Zugang gestalten!“ zu bloggen. Wer die volle Dosis Konferenz geniessen möchte, kommt um den Besuch  der Konferenz im Jüdischen Museum Berlin nicht umhin. Allen anderen ist die Teilnahme via Livestream nahegelegt.

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Deutschland soll digitales Kulturland werden*

Als wäre es so geplant gewesen. Pünktlich zum Beginn der Konferenz “Zugang gestalten”  morgen in Berlin, verabschieden die Regierungsparteien ihren Koalitionsvertrag und bekennen sich darin zur unbedingten Digitalisierung des Kulturellen Erbes, um es für die kommenden Generationen zu sichern: Deutschland soll digitales Kulturland werden  (dort S. 138ff). Was heißt das konkret für die Museen, Bilbliotheken und Archive? Was bedeutet das für Wikipedia und die anderen Wikimedia-Projekte? Wird künftig das gesamte kulturelle Erbe frei zugänglich sein?

Zugang ist nicht gleich Zugang

Morgen startet unter der Leitung von Paul Klimpel die Konferenz „Zugang gestalten“ im Jüdischen Museum in Berlin: #ke13.

Seit Monatsbeginn stehen auf  Wikimedia Commons 19 Mio. Dateien zur Verfügung. Diese Zahl übertrumpfte vor einigen Tagen das europäische Kulturportal EUROPEANA mit 30 Mio. Einträgen.  Es gibt da allerdings einen wesentlichen Unterschied: Die Dateien auf Wikimedia Commons sind dank einer konsequenten Lizenzpolitik frei zugänglich und nachnutzbar. Auf Wikimedia Commons werden überwiegend CC-BY und CC-BY-SA-Lizenzen verwendet. Sie gehören zu den nach OSI bzw. OKD zugelassenen freien Lizenzen. Jede Wikimedia-Commons-Datei, ob Foto-, Audio- und Videodatei oder ganze Schriftsätze können so in Büchern, Blogs oder anderen Publikationen wie auch der Wikipedia weiterverwandt werden, ohne dass der Benutzer sich die Genehmigung beim Urheber erst umständlich einholen muss. Wissen kann sich so viel rascher verbreiten. Deshalb tun wir es ja auch.

Ins Netz gegangen, aber noch nicht nass

Davon sind viele Kultur- und Gedächtnisinstitutionen (Kurzfom GLAM für Galleries, Liberaries, Archives and Museums) in Deutschland noch weit entfernt. Zwar hat die Digitalisierung der Bestände schon in vielen Häusern begonnen oder ist sogar schon im Wesentlichen abgeschlossen, aber jetzt stellt sich die Frage, wie mit den digitalisierten Werken umgegangen werden soll. Natürlich möchte man mit seinen Beständen an die Öffentlichkeit, aber gleichzeitig will man auch nicht die Kontrolle über sie verlieren. Wenn Interesse an den Beständen besteht, bedeutet das nicht auch, dass man mit ihnen Geld verdienen kann? Seit Jahrhunderten sammeln, forschen, bewahren und vermitteln die GLAM-Institutionen ihren Besuchern unser kulturelles Erbe. Haben wir als Besucher nicht oft den Eindruck, wenig mehr als gelitten zu sein? Dabei sind es unsere Steuermittel, die die Arbeit der Kultureinrichtungen erst ermöglichen. Jetzt könnten die Museen die Richtung umkehren. Das Museum kann zu jedem von uns nach Hause kommen: individuell, nach Bedarf und als Angebot mitzugestalten, quasi auf Besuch beim Besucher. Unser Beitrag auf der Konferenz ist eine Einladung: Kommt mit Euren Schätzen zu uns.

Nicht in Berlin und trotzdem live dabei

Die Konferenz wird live mitgeschnitten und übertragen. Der Link zum Livestream wird morgen auf der Startseite der Konferenz aktiviert sein. Unser “fliegender” Reporter Mathias Schindler (@presroi) kommentiert live auf dem Wikimedia Deutschland Blog das Geschehen. Unter dem Hashtag #ke13 kann man auf Twitter der Konferenz folgen. Wir wünschen allen analogen und digitalen Teilnehmern viel Spaß auf der Konferenz.

*Abgewandeltes Zitat aus dem Koalitionsvertrag (S.136)

 

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Unter den Augen der Wissenschaft

 Eindrücke vom Symposium “Research on Wikipedia”

 

Meerschweinchen gehen vermutlich nicht sehr oft auf Reisen. Mäusen aus Versuchslaboren ist das Reisen vermutlich untersagt. Nicht so Wikipedianern. Daher fuhr der Wikipedianer Daniel Mietchen auf das internationale Symposium “Research on Wikipedia”, Forschung über Wikipedia, am 8. und 9. November in Mannheim. Mit von der Partie waren Angelika Mühlbauer und ich, beide Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland e.V. In 8 Stunden netto an zwei Tagen hörten wir 13 Vorträge von Ökonomen, Computerlinguisten, Informatikern, Psychologen, Kommunikationswissenschaftlern und Soziologen über ihre Forschungen am “Corpus” der Wikipedia. Benjamin Mako Hills renommierte Forschung zur Wikipedia als massensoziologisches Phänomen, war mein persönliches Highlight des Symposiums. Seine Lektüreempfehlung für die kommenden langen Winterabende nehme ich gern auf.

Hoffentlich ein glückliches Meerschwein und kein Versuchstier.
Bild von Skyenimals (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Ein Beispiel für die Vorträge

Im Rahmen dieses Blogbeitrages kann ich nicht auf Details eingehen. Exemplarisch für die Art der Fragestellungen aus denen die Wikipedia und ihre Editoren untersucht werden sei hier die Untersuchung von Marit Hinnosaar genannt. Sie forscht über Machtstrukturen in den Wikipedia-Communitys. Grundlage für ihre Untersuchung ist die Verweildauer von Fehlern in unterschiedlichen Sprachversionen der Wikipedia. Diese unterscheidet sie nach west- und osteuropäischen Kulturen. In der Wikipedia sind alle gleich. Nur die Adminstratoren (Admins) sind etwas gleicher. Haben sie also mehr Macht? Und bedeutet ihre Macht auch ein mehr an Autorität? Gibt es kulturelle Unterschiede bei der Beseitigung von Fehlern, die Admins machen?  Leider sind die Ergebnisse zu diesen spannenden Fragen noch nicht veröffentlicht und daher kann ich sie hier auch nicht mit Euch teilen. Generell übrigens ein Thema auf dem Symposium, dass trotz des Fakts, dass die Forscher es durchaus zu schätzen wissen, dass ihnen alle Daten der Wikipedia zur freien Nachnutzung zu Verfügung stehen – “Big Data for free!” – leider nicht dazu führt, dass die Forschungsergebnisse frei zugänglich wären, noch weniger natürlich aktuelle Forschungsstände. Es herrschen eben noch andere Konventionen in der Community der Forscher. An dieser Stelle kann ich aber vielleicht soviel verraten, in den Sprachversionen der osteuropäischen Länder genießt ein Admin, nach Hinnosaar, mehr Respekt als in Westeuropa, seine Beiträge werden daher seltener korrigiert. Denn wie könnte er irren, wo er doch so mächtig ist?

Unsere Beiträge

Daniel, Angelika und ich waren eingeladen worden, um unsere Sicht zu Forschung über Wikipedia darzustellen. Daniel hatte eine Synopsis in der Wikipedia zusammengestellt. Angelika berichtete von ihrer Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern im EU-Projekt RENDER, das gerade zu Ende gegangen ist. Ich stellte eine Wunschliste von Fragen vor, die uns im Team von Wikimedia Deutschland beschäftigen. Gemeinsam haben wir dafür gedankt, dass in Mannheim auch die Guinea pigs, die beliebten Versuchstiere im angelsächsischen Raum, zu Wort kommen durften und angemahnt, dass Wissen durch das Teilen sich vermehrt. Bitte verwenden Sie Freie Lizenzen!

 

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Görlitzer Schätze hinter dicken Mauern

Ein Gastbeitrag von Conrad Nutschan

Der historische Lesesaal der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften
Foto: Ralf Roletschek, CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0), via Wikimedia Commons

Anfang November 2013 trafen sich Mitarbeiter der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) und 19 Wikipedianer der deutsch- und sorbischsprachigen Wikipedia, Wikisourcler und Wikidatisten sowie Aktive von Wikimedia Commons in der östlichsten Stadt Deutschlands. Die dort befindliche Bibliothek ist heute Teil der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur (GöSam). Gegründet wurde sie im 18. Jahrhundert als Arbeitsbibliothek der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften mit einem ganz ähnlichen Anliegen wie die Wikimedia-Projekte heute: Die Förderung der Ideen der Aufklärung und Verbreitung von Wissen.

Anlass für die Veranstaltung war ein zu Beginn des Jahres 2012 eingestellter Artikel der OLB über sich selbst. Die daraus folgende fruchtbare Interaktion zwischen Wikipedianern und den Mitarbeitern der Bibliothek führte dazu, dass sich der Artikel immer weiter entsprechend unseren Anforderungen an einen geeigneten Wikipedia-Eintrag veränderte. Die Mitarbeiter der Bibliothek betrachteten begeistert die Entwicklung des Enzyklopädieeintrags; sie ließen sich nicht abschrecken, sondern gewöhnten sich daran, dass sich der eigene Text zu etwas Neuem entwickelte und nahmen weiter aktiv an dieser Wandlung teil.

Einige der späteren Organisatoren der Veranstaltung in Görlitz nahmen Kontakt mit der Bibliothek auf und nach weiteren Gesprächen auf den Stammtischen entwickelte sich die Idee, mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland die zweite „GLAM on Tour“-Station in der Bibliothek in Görlitz durchzuführen, um weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Die OLB war hierbei außerordentlich aufgeschlossen und ging auf die Wünsche der Wikipedianer und Wikisourcler mit der nötigen Geduld ein.

Angeregte Arbeitsatmosphäre im Lesesaal der OLBFoto: Katja Ullrich (WMDE), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

Im Rahmen eines etwas straffen Zeitplans bot sich am Wochenende des 1. und 2. November 2013 dazu die wunderbare Möglichkeit. Teilnehmer aus verschiedenen Teilen der Oberlausitz und auch aus ferneren Regionen reisten an, um sich zu den Projekten, in denen sie aktiv sind, auszutauschen. Dabei entstanden auch einige Inhalte in Form von Bildern und Texten in gemeinsamer Arbeit.

Die aus dem Wochenende entstandenen Pläne sind umfangreich. Neben der Aufarbeitung und Verfügbarmachung des durch die Schreibwerkstatt entstandenen Materials gab es mehrere Gespräche für mögliche Projekte zur Erstellung von freien Inhalten und zur Gewinnung neuer Autoren für die Wikimedia-Projekte.

So wurde beispielsweise mit einem Mitglied des Sächsischen Vereins für Volksbauweise e. V. über die gemeinsame, langfristige Erstellung einer Liste und letztlich einer Karte aller Umgebindehäuser im Dreiländereck beraten (hierbei muss auf Grund der Fülle von 19.000 Einzeldatensätzen Wikidata eingesetzt werden). Des Weiteren erhält die Bibliothek in Görlitz wichtige technische Unterstützung für die Aktualisierung des verwendeten MediaWikis zu biographischen Daten von Persönlichkeiten der Oberlausitz.

Verbesserungswürdig war die Vorbereitung der Internetanbindung. Gerade im Rahmen des Projekts GLAM on Tour, wo die Teilnehmer eigene Computer verwenden dürfen, nimmt die Einrichtung der Internetverbindung zu viel Zeit in Anspruch. Hierfür sollte Wikimedia Deutschland einen Koffer mit standortunabhängiger, erprobter Funktechnik dabei haben, um Sicherheit bzw. eine Rückfallebene zu schaffen. Durch den Einsatz eines WikiSpot und die Unterstützung des C3 aus Dresden war es in Görlitz jedoch möglich, die hiesige Technik zu erweitern und nach einiger Einfahrzeit ein stabiles Netz bereitzustellen. Bei der Planung müssen gerade die wikipedistischen Organisatoren darauf achten, dass es nicht zu einer personellen Überladung kommt. Der gute Wille führte hier zu recht engen Verhältnissen im Lesesaal, der für 12 Personen ausgelegt war. Der mangelnde Platz wurde allerdings durch Gemütlichkeit ausgeglichen, was aber leider die Arbeitsfähigkeit einschränkte.

Der Buchscanner der OLB sorgte für große BegeisterungFoto: Conny, CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

Zu den Höhepunkten der Tage zählten die Stadtführung, die den Teilnehmern nicht nur jede Menge interessante Informationen zur Geschichte der Stadt Görlitz bot, sondern auch Zugang zu teilweise privaten Wohnhäusern, da der Stadtführer, Herr Frank Vater, die Eigentümer persönlich kannte. Solche Einblicke hat man nicht alle Tage! Ebenfalls für große Begeisterung sorgte die freie Nutzung des Großscanners, sodass Material als zukünftige Arbeitsgrundlage geschaffen werden konnte. Für diejenigen Teilnehmer, die gern wiederkehren möchten, finanzierte Wikimedia Deutschland außerdem eine Jahresmitgliedschaft bei der OLB.

Weitere, teilweise recht spezielle Informationen können der Dokumentation entnommen werden. Sie befindet sich derzeit noch im Wachstum. Die entstandene Projektseite soll Ort für weitere Kooperationen in der Oberlausitz mit interessierten Institutionen werden. Einzelne Wikipedianer freuen sich schon sehr auf neue Möglichkeiten zur gegenseitigen Unterstützung. Fragen dazu beantwortet Wikimedia Deutschland jederzeit gern.

Die Dokumentation der Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes kann in der Wikipedia eingesehen werden.

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Deutsche Digitale Bibliothek veröffentlicht API

Was bereits in diesem Blog im September als Randnotiz vermeldet werden konnte, kann seit gestern ganz offiziell gefeiert werden: Die API der Deutschen Digitalen Bibliothek ist am Start. Mit ihr ist der Abruf von Metadaten der DDB-Inhalte (genauer: allen unter CC0 freigegebenen Metadaten) für die maschinelle Nachnutzung möglich. Für die Nutzung der API ist eine formlose Registrierung im Portal und per Email nötig, im Wiki der DDB ist eine Anleitung dazu und zur Leistungsfähigkeit der API selbst enthalten.

Die Forderung nach einer API und einheitlicher CC0-Freigabe der Metadaten haben wir vor knapp einem Jahr zum Start der DDB formuliert, auch die anderen Punkte sind weiterhin gültig.

 

Deutsche Digitale Bibliothek und Wikimedia Deutschland gehören zu dem Kreis der Veranstalterinnen der Konferenz Zugang gestalten!, die am 28. und 29. November in Berlin stattfindet.

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Zwei Buchstaben können enttäuschend sein

Eindrücke von der Tagung der FG Dokumentation des DMB in Berlin 14. bis 16. Oktober 2013.

Die letzten beiden Tage war ich auf der Tagung der Fachgruppe Dokumentation den Deutschen Museumsbundes. In den meisten Vorträgen ging es daher um die Dokumentation der Sammlungsbestände in Datenbanken, die Maschinenlesbarkeit und Exportfähigkeit der Metadaten, ihrer Präsentation auf der hauseigenen Website, die Bebilderung der Datenbank, den Einsatz von 3 D Technologie. Ich sah mikroskopische Aufnahmen von Plankton, hörte knarzende MP 3 Files von längst verschollenen geglaubten Tango-Aufnahmen und erfuhr die Faszination, die von sepiafarbenen Fotos aus Afrika ausgehen kann.

Ein Hagel von Abkürzungen prasselte über die Leinwand: AAT, MINT, LIDO, xTree, FLA. Fremd klingender Gebrauch von Ausdrücken wie „kontrolliertes Vokabular“, „Triple set“. Es ist offenbar eine ganz eigene Welt, die der Dokumentation. Die Dokumentaristen beugen sich längst nicht mehr über verstaubte Karteikarten und hocken nicht mehr in den unbedeutenden Räumen des Museums. Sie sind Türöffner geworden. Sie sind öffnen mit den Informationstechnologien das Museum für die Zusammenarbeit mit großen Datenportalen wie die Deutsche Digitale Bibliothek oder dem europäischen Pendant EUROPEANA und holen über die Webpräsenz ihrer Häuser oft eben so viele Besucher, wie die Ausstellungen mit den Vitrinen und Schautafeln.

Das Technikmuseum in Wien baut eine vollständig neue Datenbank für ihre Sammlungen auf, die in zwei Jahren jedem Besucher der Online-Datenbank eine umfassende Suche von Objekten mit vielen nur denkbaren Querverweisen und umfassenden Erklärungstexten bieten soll. Gibt man den Begriff „Dampflokomotive“ ein, wird man neben einer Galerie mit Abbildungen von Lokomotiven des Museums auch verwandte Schlagworte angezeigt bekommen. Man kann mehr über den Konstrukteur eine bestimmten Lok erfahren und mit ein paar weiteren Klicks welche anderen Objekte dieses Ingenieurs im Museum aufbewahrt werden. Wie schnell wird man sich da nicht gern in den Welten des Museums verlieren, fast ein wenig wie in der Wikipedia, in der man ja auch so schnell von dem einen Begriff zum nächsten Thema kommt. Das im DDR Jargon so genannte „Komplexmuseum“ Bitterfeld entpuppt sich dank einer umfassenden digitalen Datenbank, die online verfügbar ist, zu einem wahren Hort unglaublicher Schätze. Hier lagert zum Beispiel der vergessene Tango  in Form einer Schelllackplatte aus den Beständen einer Gaststätte der Nachbarschaft. Für analog arbeitende Fotografen ist das Museum ein Mekka, Bitterfeld war der Standort von Agfa und ORWO, der Nachlass dieser untergegangenen Riesen lagert im Kreismuseum. Seit der Einrichtung des digitalen Museums, hat das Museum nicht nur seine Besucherzahlen steigern können, sondern Betrachter des Museums haben mit ihrem Spezialwissen den Kuratoren des Museums geholfen, die Bedeutung einzelner Objekte erst richtig einzuschätzen und Fehler zu korrigieren. Das Berliner Museum für Naturkunde erstellt gerade einen umfassenden Katalog für Planktonarten der Meere. Plankton sind zentrale Informanten des Klimawandels und Indikatoren für Erdöl. Sollte jemand die Nützlichkeit dieses Unterfangens in Frage stellen. Es ist ein Mammutprojekt, denn die kleinen Wesen haben nicht nur kaum zählbare Arten, sondern werden auch mit einer noch größeren Vielfalt von Namen belegt. Wissenschaftler aller Welt können sich an der Taxonomie beteiligen. Das Ethnologische Museum in Berlin lädt ihre Online-Besucher mit einer App ein, eine Sammlung früher Fotographien aus Afrika zu verschlagworten, weil sie allein diese Arbeit gar nicht schaffen würden. Ja, das Internet bietet so viele neue Möglichkeiten!

Da geht doch noch ‚was. Bitte zahlen Sie noch einmal für das digitale Kulturgut, sollten Sie eine Abbildung des Kulturgutes in Ihren Blog oder für die Illustration eines Wikipedia Artikels verwenden wollen. Dieses norwegische Mautschild ist jedoch frei.. By Peter J. Acklam converted the original EPS file to PDF with Ghostscript and the PDF file to SVG with Inkscape. [Public domain], via Wikimedia Commons

Wir Kulturliebhaber und Steuerzahler sind natürlich begeistert von all den vielen bunten Bildern, die uns die Museologen zeigen: Doch bitte die Hände auf dem Rücken! All diese schönen Bilder können nicht weiter verwendet werden. Bitt‘ schön, nur für den Nicht kommerziellen Gebrauch. NC – ein enttäuschendes Stoppschild für das Wikimedia-Movement.

 

 

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Es ist ein langer Weg

Über die erste Open GLAM Konferenz in Warschau.

Eng und beschwerlich ist der Weg. Hier der Abwasserkanalnachbau im Museum zum Aufstand in Warschau. By Julia Sielicka-Jastrzębska (Julia Sielicka-Jastrzębska) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Wikimedia Polska hatte gemeinsam mit verschiedenen Partnern Kultureinrichtungen aus ganz Polen eingeladen, sich gemeinsam der Frage zu stellen: Wie weit sind wir auf dem Weg zu einem offenen und freien Museum gekommen? Im Saal circa 50 bis 60 meist junge Kulturmenschen aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Von einer universitären Literatur- und Kulturzeitschrift, die jüngst auch eine Online-Ausgabe gelauncht hat, einer NGO, die sich für die verbesserte Zugänglichkeit von staatlichen Werken in Polen engagiert, einem Archiv für Videoart, über eine Sammlung zeitgenössischer Kunst einer Bank bis hin zu ganz „normalen“ Museen wie dem Jüdischen Museum in Warschau oder dem Regionalmuseum aus dem schlesischen Bytom – das Spektrum war sehr vielseitig. Die diskutierten Präsentationen ergänzten Vorträge aus der Perspektive der Wikimedia-Bewegung in Polen, Schweden, Bulgarien, Deutschland sowie der Europeana. Aber so unterschiedlich die Perspektiven der Vortragenden und des Publikums im Einzelnen waren, mir blieb vor allem dieser Eindruck haften: Es ist noch ein langer Weg bis man tatsächlich von frei zugänglichen GLAM-Einrichtungen sprechen kann. Vielen ist schon der Schritt, die eigene Sammlung online zu präsentieren, damit man sie sich dort anschauen kann, ein zu gewagter. Und nach diesem ersten Schritt stellt sich rasch die Frage nach der Art der Lizenzierung. Das Videoart-Archiv glaubt, die Interessen seiner Künstler am besten durch eine restriktive Interpretation des Urheberrechtes zu vertreten. Die Banker hingegen, haben die Erfahrung gemacht, dass die Künstler, deren Werke sie für die Ausstattung ihrer Bankzentrale erworben haben, ein starkes Interesse an einer Verbreitung ihrer Werke haben. Sie haben daher nach entsprechender Beratung einer Creative Commons Lizenz zugestimmt, jedoch nur für den nicht kommerziellen Gebrauch. Das Bytomer Museum wiederum profitiert auch im wirtschaftlichen Sinne durch die Nutzung der sehr offenen CC BY – Lizenz, nach der jeder das Werk frei weiter nutzen kann auch für kommerzielle Zwecke und es verändern darf so lange er nur den Urheber nennt. Seit der Publikation ihrer Produktionen unter dieser Freien Lizenz und deren damit möglichen Online-Verbreitung ist die Anzahl der Buchungen der kostenpflichtigen Kursprogramme des Museums erheblich gestiegen. Dies stockt den knappen Etat des Museums merklich auf. In Summa: Man probiert sich und die neuen Medien aus. Das zog sich wie ein roter Faden durch die Präsentationen und Diskussionen.

Der Warschauer Kulturpalast By Marcin Białek (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Zwei Warschauer Museen gelang es mir in den Konferenzpausen zu besuchen. So unterschiedlich ihre Thematik war, so sehr knüpften doch auch sie an den roten Faden der Tagung an. Das Chopin Museum, standesgemäß untergebracht in einem Barockpalais, überwältigt den Besucher durch den inszenierten Einsatz aller nur denkbaren Multimedia-Anwendungen. In verwirrender Vielfalt tönte rechts eine Mazurka, blinkte links eine Videoinstallation und hustete unvermutet neben meinem Ohr jemand aus dem Lautsprecher. Letzteres eine Reminiszenz an Chopins Tuberkulose,wie mich der nette Museumswächter beruhigte.  Im Werbefilm schaut das Ganze noch beeindruckend aus, am Ende musste ich jedoch bei Wikipedia nachschlagen, wann Chopin gestorben ist. Auch das Museum zum Aufstand der Warschauer im Zweiten Weltkrieg 1944, nicht zu verwechseln mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto 1943, präsentierte sich als eine mediale Leistungsshow. In einem ehemaligen Straßenbahndepot ein paar Bushaltestellen vom Kulturpalast im Zentrum entfernt taucht das bunt gemischte Publikum ein in die Inszenierung einer heldenhaften Schlacht. Kulissen des alten Warschau, Filmaufnahmen von Exekutionen neben Zeitzeugeninterviews, Fliegermotorenlärm, Schüsse und marschierende Stiefel auf dem Pflaster, über das der Besucher selber läuft. Waffen possierlich in weißen Schaukästen sauber wie Schmetterlinge einer naturkundlichen Sammlung aufgereiht und dunkel daneben ein Nachbau der Abwasserkanäle, durch die die Widerständler flüchteten. Kaum Text, im Vordergrund steht das emotionale Erleben. Kinder hasten von einer Installation zu nächsten, Männer streichen ehrfürchtig über dicke Bunkerwände, Touristen knipsen sich neben abgeplatzten Straßenschildern, alte Damen mühen sich die steilen Treppen in der Kino-Arena hoch und dort sitzen sie schließlich alle und schauen den Film auf der Großleinwand. Der Aufstand präsentiert sich in grobkörnigen schwarzweiß Filmaufnahmen als ein heiteres Abenteuer für Helden. Eine Besucherumfrage hat ergeben, dass viele nach dem Museumsbesuch glaubten, die polnischen Kämpfer hätten gesiegt. Der Erzählung zum Trotz war das Gegenteil der Fall. Die deutsche Wehrmacht hat Warschau nach der Niederschlagung des Aufstandes brutal zerstört.

Gerade der Besuch des letzten Museums hat mich sehr nachdenklich werden lassen. Ein Museum hat hier abstrakt gesprochen Daten zusammengetragen und sie durch ihre Inszenierung zu einer Aussage verdichtet. Wären wir als „User“ freier und mündiger, wenn wir freien Zugang zu eben diesen „Daten“ hätten und sie selbst zusammenstellen, gruppieren und mit unseren jeweils eigenen Fragen konfrontieren könnten? Verkürzt, versetzt uns der freie Zugang zu den Daten allein in die Lage sie zu interpretieren? Welche Aufgabe käme dem Museum in dieser Konstellation noch zu? Unter anderem dieser Frage werden wir Ende November in Berlin nachgehen. Auf der Tagung „Zugang gestalten“ werden ca. 200 Vertreter aus Kultur, Politik und Wirtschaft die Diskussion der polnischen Kollegen fortführen.

 

Fotodokumentation der Konferenz

Weiterer Blogbeitrag in English :)

 

 

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