Archiv für die ‘Kultur’ Kategorie



Nikolaus im Sommer

Coding da Vinci : Der Kultur-Hackathon. Jetzt kommt die Preisverleihung im Programmierwettbewerb am Sonntag im Jüdischen Museum. Bild © cc-by-sa

Am Sonntag werde ich glänzende Augen haben, wie in Kindertagen am 6. Dezember. Denn am 6. Juli sehe ich nach 10 Wochen spannungsvollen Wartens endlich 17 der Anwendungen, die im Rahmen des Programmierwettbewerbes  „Coding da Vinci: Der Kultur-Hackathon“ entstanden sind. Da Freude in einer großen Gruppe mehr Spaß macht, möchte ich alle Leserinnen und Leser auf diese 17 Wettbewerbsbeiträge neugierig machen, die im Großen Saal des Jüdischen Museums präsentiert werden. Lasst uns den Saal bis zum letzten Platz füllen.

Am 06. Juli 2014 endet die zehnwöchige Projektphase mit einer öffentlichen Preisverleihung. Die besten Projekte werden in fünf Preiskategorien prämiert: Most Technical, Most Useful, Best Design, Funniest Hack und Out of Competition und die Gewinner bekommen ihre verdienten Preise.

Ausgangspunkt für alle Teams waren die Kulturdaten der teilnehmenden 16 deutschen Kultureinrichtungen. Da sie alle unter einer freien Lizenz für Coding da Vinci bereitgestellt wurden, konnten Scans  eines Hebariums mit Musikbeispielen eines anderen Museums vermischt werden, die Metadaten  einer Bibliothek durch die Bilddateien eines Instituts angereichert werden oder vergessene Autoren gelangen über Twitter wieder in die öffentliche Wahrnehmung von heute wieder. Alles war möglich. Ca. 150 Teilnehmende des ersten deutschen Kultur-Hackathons Coding da Vinci stellten sich den Herausforderungen des Wettbewerbes. Ihre Ergebnisse, die programmierten Apps, Webseiten, Spiele und Anwendungen stehen auch unter einer freien Lizenz und können von allen weiterentwickelt und mit weiteren Daten verknüpft werden. Der Nikolaus im Sommer ist daher womöglich erst der Anfang. Wie könnte es auch anders sein? Im Netz bleibt alles in Bewegung.

Sie sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn enthüllt wird, was neu entstanden ist. Vielleicht sind Tierstimmen zu einer App geworden? Oder auf 3D-Scans von Musikinstrumenten kann virtuell gespielt werden? Und was ist aus den Inschriften der jüdischen Grabsteine in Hamburg gemacht worden? Wir sind sehr gespannt auf die Anwendungen. Auf den neuen Glanz „verstaubten“ Kulturerbes. Und auf die Gespräche mit denen, die neu gedacht und gecodet haben.

Öffentliche Preisverleihung

Sonntag 06. Juli 2014, 10:30-16:00 Uhr (Einlass ab 10:00 Uhr)

Großer Saal des Jüdischen Museums (2. OG)

Lindenstr. 9-14

10969 Berlin

Eine kleine Liste von FAQ

Was ist ein Hackathon?

Ein Hackathon ist ein Event, bei dem Programmierer (auch Hacker genannt), Grafikdesigner, Interface-Designer und Projektmanager zusammenkommen, um in einem vorgegebenen Zeitrahmen intensiv an einem Projekt zu arbeiten. Der zweite Wortteil ist von Marathon abgeleitet und zielt auf die intensive Zeit und Anstrengung, die die Teilnehmer miteinander verbringen. Die Dauer eines Hackathons kann variieren, von einem Tag bis zu mehreren Wochen. Zu Beginn wird üblicherweise das Material vorgestellt, das bearbeitet werden soll. Die Teilnehmenden sprechen dann über ihre Ideen und schließen sich zu Teams zusammen, in die sie ihre persönlichen Interessen und Fähigkeiten einbringen. Ziel ist es, am Ende etwas erarbeitet zu haben, das weiter genutzt werden kann – von einer neuen Programmiersprache bis hin zu fertigen Apps ist alles möglich. Mehr Information unter dem Link.

Was ist ein Kultur-Hackathon?

Bei einem Kultur-Hackathon werden Kulturdaten zur Verfügung gestellt, die von allen Teilnehmenden bearbeitet werden können. Im Fall von Coding da Vinci haben 16 deutsche Kulturinstitutionen Kulturdaten zur Verfügung gestellt, aus denen die Teams Neues schaffen. Damit werden die Daten nicht nur in andere Zusammenhänge gebracht, sondern auch in neuer Form nutzbar gemacht. Raus aus den Archiven, rein in den Alltag.

Was sind Freie Lizenzen?

Freie Lizenzen ermöglichen nicht nur das Anschauen von Daten, sondern die freie Nachnutzung, ohne dies zuvor durch den Urheber genehmigen zu lassen. Es gibt unterschiedliche Lizenzmodelle für Inhalte und für Anwendungen. Mehr Information unter diesem Link.

 Wer sind die Macher von Coding da Vinci?

Coding da Vinci wird veranstaltet von der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) gemeinsam mit der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS), der Open Knowledge Foundation Deutschland (OKFN) und Wikimedia Deutschland (WMDE).

Wo kann ich mich anmelden?

Webseite und Anmeldung:http://codingdavinci.de

Wo finde ich mehr Informationen zu den Projekten?

Auf dem schwarzen Brett des Wettbewerbs, dem Hackdash, stellen sich alle 27 Projekte vor, auch diejenigen, die nicht am Sonntag präsentiert werden:http://cdvinci.hackdash.org

Kann ich Coding da Vinci auf Twitter folgen?

Ja sicher, unter @codingdavinci oder über den Hashtag #codingdavinci.

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100 Jahre 1. Weltkrieg – Wikipedianer beschäftigten sich dazu im Braunschweigischen Landesmuseum

Dies ist ein Gastbeitrag von Schlesinger, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor.

Metallrestaurator des Braunschweigischen Landesmuseums bei der Arbeit. Foto: Medvedev , CC-BY-SA-3.0

 

Am Wochenende vom 27. bis zum 29. Juni 2014 fand im Braunschweigischen Landesmuseum ein Treffen von Autoren und Fotografen statt, die sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen.

Nach einer Begrüßung der ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren durch die Museumsdirektorin informierten Vorträge von Kuratoren und Wissenschaftlern die 26 Wikipedianer über die entstehende Ausstellung 1914… schrecklich kriegerische Zeiten, Eröffnung 1. August, die aus einem regionalen Blickwinkel betrachtet sowohl über individuelle Schicksale im Ersten Weltkrieg als auch über seine Auswirkungen auf das Leben in Braunschweig weit über 1918 hinaus informieren will.

Anhand von ausgewählten Ausstellungsstücken militärischer Art und bereitgestellter Fachliteratur konnten die Fotografen und Autoren einiges für die Wikipedia und das Medienarchiv Commons liefern. So entstanden mehrere Artikel und Fotoserien, die Lücken in der Bebilderung in Bezug auf Braunschweig füllen können. Eine Liste der neu erstellten Artikel und hochgeladenen Bilder findet sich hier.
Weitere Bearbeitungen und Uploads werden auch noch im Nachgang der Veranstaltung entstehen. Im Rahmenprogramm des Treffens gab es neben einer Fotoexkursionen zum bemerkenswerten Hauptfriedhof Braunschweig auch eine Stadtführung und einen Besuch im Depot des Museums. Hier erläuterte der Metallrestaurator des BLM Methoden der Aufarbeitung und Pflege von Fundstücken für die Ausstellung.

Vortrag zu Propaganda respektive Medienarbeit im 1. Weltkrieg Foto: AxelHH, CC-BY-3.0

Die Veranstaltung wurde als Folgeprojekt von „Die Römer kommen!“ (2013), durch das ehrenamtliche Engagement des Wikipedia-Autors brunswyk, und in Zusammenarbeit mit dem BLM und Wikimedia Deutschland entwickelt. Bei GLAM on Tour-Veranstaltungen (GLAM steht für galeries, libraries, archives, museums) finden auf Initiative der ehrenamtlichen Aktiven im GLAM-Bereich Veranstaltungen statt, bei denen Wikipedianer auf Mitarbeitende aus Kultur- und Gedächtnisinstitutionen treffen.

Die nächste GLAM on Tour-Station findet in Brilon zum Thema Montanindustrie im Sauerland statt. Interessierte können sich hier anmelden.

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Einen Köder ausgeworfen

Förderer des Freien Wissens im Einsatz

Gefühlt 30° im Schatten. Freitag in Stuttgart. Aufgeräumte Redakteure und Wikipedianer in einem Raum. Es ging recht lustig zu. Man sprach über Linux und Open Data, über das Wikiversum, Abrufstatistiken und die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Gruselbilder wurden gezeigt und schließlich surrten die Rechner.

Zu Gast beim Südwestrundfunk. © Foto: Ra Boe / Wikipedia / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de, via Wikimedia Commons

 

Gemeinsam mit vier Wikipedianern aus dem Raum Stuttgart war ich zu Besuch beim Südwestrundfunk im Stuttgarter Stammhaus. Wir waren eingeladen worden zu erklären, warum Freie Lizenzen auch im Sender zur Anwendung kommen sollten: Win Win, wie es Neudeutsch heißt. Entspricht das nicht dem Gedanken: Eine Hand wäscht die andere? Diesen Blog haben wir schon oft den öffentlich rechtlichen gewidmet – diesmal direkt vor Ort. Unser Anliegen war es, die Mitarbeiter zu motivieren, selber und mit tatsächlichem Verständnis der Wikipedia-Richtlinien in der Wikipedia aktiv zu werden. Zum anderen den Sender dazu zu bewegen, eigenes Material unter einer Freien Lizenz nachhaltig für die Weiternutzung zur Verfügung zu stellen. Doch vor allem ging es darum zu demonstrieren, dass hinter der Online-Enzyklopädie und den anderen Wikimedia-Projekten Menschen stehen, mit denen man reden kann. Einige der Redakteure staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass Wikipedianer in ihrer Freizeit mit eben so viel Elan Wikipedia-Artikel schreiben, oder Fotos in Wikimedia Commons hochladen, wie andere Fußball spielen, und dabei eben soviel Spaß haben.

Ein paar der Fragen

„Ja, woher wissen Sie denn, dass da keiner Quatsch reinschreibt?“ Dafür gibt es die Beobachtungslisten.

„Wer legt denn fest, ob eine ARD-Serie einen eigenen Wikipedia-Artikel haben kann?“ Lesen Sie es nach bei den Relevanzkriterien.

„Wer bestimmt, ob die Löschung eines Artikels oder eines Fotos gerechtfertigt ist?“ Die Schwarmintelligenz.

„Wie kommen denn ausgerechnet diese teils grauslichen Fotos von den Showgrößen der ARD in die Wikipedia-Artikel?“ Es sind die besten, die wir bekommen können. Geben Sie uns doch besseres Material!

Peter Boudgoust unter Beobachtung

Vortrag und Diskussion und anschließend noch ein Einführungsworkshop in die Wikimedia-Projekte für interessierte Mitarbeiter des SWR. So sah das Tagesprogramm dieser ersten Begegnung aus. Als nächstes soll im Herbst eine Führung für Wikipedianer durch das Sendehaus mit Besuch einer Live-Sendung folgen. Bis dahin hat sich der SWR vielleicht schon durchringen können, zum Beispiel Fotos der Presseabteilung unter einer Freien Lizenz zu veröffentlichen. Erste Benutzerkonten wurden schon angelegt. Behalten wir mal den Artikel zum SWR Intendanten auf der Beobachtungsliste. Möglicherweise schmeckt der Wurm dem Fisch.

 

 

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GLAM-Aktive: Kommt zum OpenGLAM-Workshop

Kommt zum Open-GLAM-Workshop am 15. Juli 2014

Vom 15. bis 17. Juli findet in der Berliner Kulturbrauerei das Open Knowledge Festival 2014 statt. Auf der internationalen Konferenz werden Themen rund um offene Gesellschaft, freie Daten und Freies Wissen besprochen. Es werden bis zu 1.000 Menschen aus ca. 60 Ländern erwartet.

Eine der vielen Satellitenveranstaltungen rund um das OKFestival ist ein OpenGLAM-Workshop, der von der OpenGLAM-Initiative, dem Projekt DM2E, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland organisiert wird. Erwartet werden ca. 50 Gäste, vorrangig aus den DACH-Ländern, die sich in verschiedenen Bereichen mit offenen Kulturdaten beschäftigen. Die ca. vierstündige Veranstaltung soll dazu dienen, dass sich die verschiedenen Akteure persönlich kennenlernen und über Themen rund um digitale Kultur austauschen können. Einen Vormittag lang wird über Open Data in Kulturinstitutionen und den diesbezüglichen Stand der Dinge im deutschsprachigen Raum gesprochen. Darüber hinaus soll an diesem Tag der Startpunkt für die Gründung eines OpenGLAM-Netzwerks gelegt werden. Die Perspektive der Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren für die freie Nachnutzung von Kulturdaten einsetzen und viel Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringen, darf hierbei natürlich nicht fehlen.

Wir möchten euch gern zum OpenGLAM-Workshop einladen – als Teilnehmende und gern auch als Speakerin oder Speaker. Habt ihr Lust, bei einem 10-minütigen Vortrag eure GLAM-Aktivitäten in den Wikimedia-Projekten vorzustellen? Die Teilnahme von Aktiven aus den Wikimedia-Projekten ist bei der Gründung eines deutschen OpenGLAM-Netzwerks sehr wichtig, da schließlich deren Engagement die Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen und Kulturinstitutionen und die Zugänglichkeit von freien Inhalten gewährleistet. Wikimedia Deutschland übernimmt die Reise- und Fahrtkosten für die Teilnahme. Zusätzlich kann der Referent oder die Referentin, finanziert von Wikimedia Deutschland, am gesamten OKFestival teilnehmen, das unmittelbar nach der OpenGLAM-Veranstaltung stattfindet.

Bitte schreibt bis zum 24. Juni an kultur@wikimedia.de, ob ihr am OpenGLAM-Event teilnehmen wollt und schickt uns eine kurze Beschreibung der GLAM-Aktivität, die ihr vorstellen möchtet.

In Kürze:

OpenGLAM-Workshop

15. Juli 2014, 9 – 13:30 Uhr

Ort: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

Links:

http://okfn.de/openglam/#openglam-workshop

http://2014.okfestival.org/

Foto:

Volker Agueras Gäng (Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons, basierend auf der Zeichung von Julian Kücklich (@playability), [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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#picnic on the carpet

Bericht über eine etwas andere GLAM Konferenz

 

Immer noch prägend. Der Kulturpalast in Warschau. Eine Monument aus einer Zeit in der „bits“ nur „pieces“ waren. Bild von Abu el mot CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Nach zwei langen Tagen in verschiedenen Sprachen, vielen Vorträgen und noch mehr Gesprächen sitze ich auf dem Flughafen in Warschau und überlege, was ist von dem Erlebten interessant für den Leser dieser Zeilen? Natürlich fährt man auf solche Konferenzen um neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Kontakte zu vertiefen, um neue Projekte kennenzulernen, die einen in der eigenen Arbeit inspirieren können, und natürlich auch, um mit anderen über die eigene Arbeit zu sprechen. All das habe ich getan, und ich möchte alle Leser einladen, mittels der Linkliste am Ende des Beitrages ein paar der Projekte zu erforschen, die mir besonders gefallen haben. Auf der Konferenz „We are museums“ (WAM), die nun zum zweiten Mal stattfand, ging es mal wieder um das Verhältnis von Museum und Digitalem, das gern mit dem Akronym GLAM umschrieben wird. Dabei steht das englische GLAM für Ausstellungen, Bibliotheken, Archive und Museen. Nächstes Jahr kommt WAM nach Berlin. Daher ist es vielleicht geboten, sich intensiver mit dem Format dieser Konferenz im Verhältnis zur der GLAM-Konferenz „Zugang gestalten“, die Wikimedia Deutschland mit Partnern im November ausrichtet, zu befassen.

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Eine Biene im All

GLAM on Tour machte Station in Bonn

Diese Biene ist auf der Erde. Foto von Vera Buhl  CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

 

Seit dem 28. Mai 2014 befindet sich zumindest eine Biene im All. Wie kommt eine Biene ins Weltall? Alle Wikipedianer, die Mitte Mai in der Bonner Bundeskunsthalle auf GLAM on Tour Station waren, kennen die Antwort. Für die anderen ist dieser Artikel.

Das englische Akronym GLAM steht für Kunsthallen, Bibliotheken, Archive und Museen. GLAM on Tour ist eine Veranstaltungsreihe bei der sich Mitarbeiter eine GLAM-Einrichtung und Freiwillige der Wikimedia-Projekte treffen. Die Bonner Kunsthalle ist die dritte GLAM on Tour Station, die Wikimedia Deutschland unterstützt. Auf Initiative von Raimond und der Bibliothekarin der Kunsthalle, Laura Held, kamen ein Dutzend Wikimedianer und einige Mitarbeiter der Bundeskunsthalle am 17. und 18. Mai zusammen, um Wikipedia-Artikel über Weltraum-Themen zu schreiben. Sie erwartete ein umfangreiches und unterhaltsames Programm. Ziel war es, ausgehend von dem Stichwortverzeichnis des Kataloges zur Ausstellung „Outerspace“, die im Oktober eröffnet, Wikipedia-Artikel zu schreiben, zu aktualisieren oder zu ergänzen. Die Kuratoren der Ausstellung, Stephan Andreae und Claudia Dichter, präsentierten kurzweilig die Konzeption der umfassenden Ausstellung. Hier werden nicht nur Raumfahrtfans auf ihre Kosten kommen. Der Weltraum war und ist seit je her auch Thema in der Kunst. Film und Literatur bedienen sich des Weltraums als eindrucksvolle Kulisse für ihre Geschichten. Die Raumpatrouille Orion ist in Bonn ebenso vertreten wie Jules Verne. Outerspace bietet Antworten auf so krude Fragen wie: Wie besucht man im Weltraum die Toilette oder wie kommt eine Biene ins All?

Wie kommt eine Biene ins All?

Ach so, das wollen Sie ja wissen! Nun denn. Auf dem Dach der Bundeskunsthalle siedeln Bienen. Eine von ihnen, in Kunstharz eingeschlossen, hat der Astronaut Alexander Gerst mit in den Weltraum genommen. Wenn Sie im November die Ausstellung Outerspace der Bundeskunsthalle in Bonn besuchen, dann können Sie die Bundesbiene persönlich in Augenschein nehmen. Und nur dort, denn in der Wikipedia hat die Bundesbiene keinen Eintrag. Einstweilen sind Sie herzlich eingeladen, selbst an den Weltraum-Artikeln  in der Wikipedia weiter zu schreiben. Sollten Sie hierfür noch Unterstützung brauchen, dann besuchen Sie die Seite des Mentorenprogramms in der Wikipedia. Wer Lust bekommen hat, ebenfalls eine GLAM on Tour Station mitzumachen, hat schon bald in Braunschweig Gelegenheit. Hier findet ein Schreibwettbewerb zum Thema „Erster Weltkrieg“ statt. Start ist der 28. Juni 2014.

Weitere Blogbeiträge zur Veranstaltung GLAM on Tour Station in Bonn:
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Der Tod des Autors – nah wie nie?

An diesem Donnerstag, 22. Mai, geht es bei Wikimedia Deutschland um die Zukunft der Buchmarkts. Die zweite Veranstaltung des Wikimedia Salons “Das ABC des Freien Wissens” dreht sich um die Frage, ob auf dem Buchmarkt von morgen Erfolg auch mit offenen Systemen möglich ist.

Das Podium ist prominent besetzt mit der Journalistin und Autorin Kathrin Passig, Volker Oppmann (Initiator der digitalen Universalbibliothek log.os) und Uwe Naumann (Lektor und E-Book-Koordinator bei Rowohlt) und bildet damit ein breites Spektrum ab, von der klassischen Verlagsarbeit bis hin zu visionären Konzepten, die die Buchwirtschaft radikal verändern könnten.

Ein neues Literaturbetriebssystem?

Buchladen in London, 1942. Foto:By Ministry of Information Photo Division Photographer [Public domain], via Wikimedia Commons

Mit der Digitalisierung des Lesens scheint sich zugleich auch ein ganzes Feld an Medientechniken und Verteilungswegen neu zu sortieren: Löst sich bald die Buchwirtschaft vom Verlag, der Autor vom Buch? Verflüssigt sich die Kultur?

Neu ist die These von der Auflösung althergebrachter Autorenrollen, prominent geprägt durch Roland Barthes, nicht. Und doch erklingt der Leitspruch des literarischen Poststrukturalismus heute so aktuell wie nie. Denn mit der Stärkung des Lesers als zentraler sinngebender Instanz ging gleichzeitig eine Bedeutungsverschiebung des Mediums Buch und seiner Rezeption einher. Was erwarten wir von einem sehr alten Wissensträger, der sich einer fundamentalen Beschleunigung konkurrierender Medien gegenüber sieht? In diese Richtung zielte auch Sascha Lobo bei seinem re:publica-Talk “Betriebssystem Buch”: Er habe zunehmend das Gefühl, dass das Buch als kulturelle Technik verlernt werde. Ohne dies mit apokalyptischem Zittern in der Stimme vorzutragen, eher als nüchterne These.

Die Revolution frisst ihre Kindls

Was in der Literaturwissenschaft vor vielen Jahrzehnten zum neuen Status Quo wurde, gewinnt heute mit der digitalen Verfügbarkeit von Literatur, der Möglichkeit eigenständiger, beliebiger Verknüpfung, Adaption und Versionierung von Texten (siehe „Eine neue Version ist verfügbar“ von Dirk von Gehlen) neue Relevanz. Gerade anhand der Entwicklung des Online-Buchmarkts zeigt sich aktuell, dass mit dem einsamen Platzhirschen Amazon europaweit Verlage unter Druck gesetzt werden. Kein Wunder, dass die langsame Abkehr von der Gutenberg-Galaxis mit diffusen Ängsten, Verlustempfinden und Abwehr begleitet wird.

Im Rahmen des Salons interessiert uns, wie sich der Buchmarkt verändert, wenn Literaturkritik, Finanzierung und Lesepraxen in den kommenden Jahren einen beispiellosen, radikalen Wandel durchleben:

  • So spiegelt das Projekt log.os die Vision einer neuen Textkultur, die Konsumenten, Lektoren und Verlagsleute als gleichermaßen relevante Akteure bei der Realisierung von Textprojekten versteht. Wie könnte eine Plattform beschaffen sein, die freie und unfreie Inhalte mit der Funktion der klassischen Bibliothek mit der Rolle sozialer Netzwerke verbindet?
  •  Ebenso kann die Perspektive aus langjähriger Tätigkeit in der Verlagsbranche einen wichtigen Einblick geben, auch in die tatsächlichen Effekte bedeutender Umbrüche. So stieß Rowohlt in den 50er Jahren selbst mit der Distribution von rororo, der ersten Taschenbuch-Reihe Deutschlands, eine Branchenrevolution an, die ihrerseits zunächst als Untergang des Abendlandes gehandelt wurde.
  • Und schießlich: Wie beurteilt eine technophile Autorin wie Kathrin Passig jene Chancen, die neue Hardware und Kommentierungstechniken (social reading) für die Texterstellung und -rezeption bieten? Kommt dem eigenen Lesepublikum schleichend die Rolle zu, die traditionell Lektoren vorbehalten war?

Buchkunst abseits vom Grafikdesign

Book vending machine at a subway station in Busan, South Korea. Author: Yuyudevil, Public Domain / via Wikimedia Commons

Zwei künstlerischen Arbeiten geben den Rahmen für den 2. Wikimedia Salon. Der Tonkünstler The Rubicon Delta hat für den 22. Mai eine Klanglandschaft unter der Lizenz CC-BY 4.0 komponiert. (Hier ein Preview) Die einzelnen Soundspuren, die sich auf besondere Art mit dem Thema des Abends auseinandersetzen, sind bei diesem Open Source-Projekt als Projektdatei abrufbar und für alle frei nachnutz- und zusammenbastelbar. Zudem zeigen Nina Schuiki und Leon Eixenberger eine exklusive Arbeit, die auf die Haptik des Buches verweist. Ein Buchobjekt aus lichtempfindlichem Papier verändert sich mit der Zeit, die der Leser oder die Leserin auf der Seite verweilt. Wir haben zudem wieder eine Stimme des Internets, die Fragen und Kommentare bei Twitter unter #wmdesalon in die Runde wirft.

Wir laden herzlich am Donnerstag, 19 Uhr, in die Geschäftsstelle ein und freuen uns sehr auf diesen besonderen Abend!

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Zwischen Insektenkästen und Zille-Zitaten

“Coding da Vinci” startet fulminant

Auch analoge Techniken fanden am Hacker-Wochenende in Berlin Anwendung. Diese Wandzeitung hat alle Ideen festgehalten.
Mural von Julian Klücklich fotografiert von Nina Schuiki (WMDE) CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Michael von der Deutschen Digitalen Bibliothek stand die ersten drei Stunden des Kultur-Hackathons „Coding da Vinci“ im Eingang der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland und klickte. Einmal Plus-Klick für rein – einmal Minus-Klick für raus. Und weil so viele Entwicklerinnen und Coder beim Start von “Coding da Vinci” dabei waren, musste Michael ziemlich viel klicken. 148 Gäste gaben dem dichten Programm des ersten Kultur-Hackathons in Berlin vor dem schönen Wetter den Vorzug. Für Liebhaber von Metriken: Elf Kulturinstitutionen präsentierten 17 Datensets in 5 Räumen. Jede Viertelstunde ein neues Datenset. Die Coderinnen und Entwickler schweiften von Raum zu Raum, um ihre Datenlieblinge auszumachen.

 

Es gab viel zu entdecken. Die ersten 300 Tierstimmen und aufgespießten Krabbeltiere aus dem Archiv des Museums für Naturkunde. Hebräische Poesie übersetzt, maschinenlesbar und geogetagt auf jüdischen Grabsteinen. 185.000 hochauflösende Scans aus dem Herbarium des Botanischen Museums, Schulatlanten der Kaiserzeit, das Landesarchiv in Stuttgart brachte Quellenmaterial zur Militärgeschichte, zum Teil aus privaten Spenden des frühen 19. Jahrhunderts, also eine analoge Vorform von Wikimedia Commons. Alle Datensets findet man über Coding da Vinci. Und alle stehen, größtenteils erst durch den Hackathon motiviert, unter einer Freien Lizenz.

 

Riesenkäfer from Outer Space

Krabbeln tut dieser Käfer, ein Chalcosoma atlas, nicht mehr. 1837 fand er seine letzte Ruhestätte in einem Insektenkasten des Museums für Naturkunde. Beim Kultur-Hackathon „Coding da Vinci“ erwachte er zu neuem Leben.
Bild: von Museum für Naturkunde CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons

An der langen Seitenwand des Raumes “Mosaik” am Tempelhofer Ufer 23 füllte sich die Wandzeitung mit Projektideen. Ungewöhnliche Kombinationen, ungewohnte Perspektiven und ein frischer Erfindergeist bestimmten die Atmosphäre. Mein Schlüsselerlebnis war ein Krabbeltier der IT-Bastlerin Kathi Hyyppä. Auf sechs Kupferbeinen und mit einer Platine verbunden, wackelte ein Riesenkäfer auf mich zu. Faszinierend, denn eben noch war er nur ein aufgespießter Käfer auf einem Bild. Aber Dank der hohen Auflösung des Scans konnte Kathi einen Atlas-Beetle isolieren, vergrößern, ausdrucken und schließlich aus dicker Plastikfolie ausschneiden. Du siehst jede einzelne Wimper.

Das so genannte Hack-Dash ist das “schwarze Brett” der Designer und Coderinnen zum Austausch ihrer Ideen. Mitstreiter werden gesucht und können sich vernetzen. Eine bunnte Mischung ist schon da. Ich bin gespannt, welche Konzerterlebnisse mir das „Tier – Welt – Orchester“ künftig verschaffen wird. Wird die Arbeit rund um Kai Teuber die von den Nazis verbrannten Bücher zu einer Wiederbegegnung mit den verfemten Texten führen? Und wird der Goethe-Tourismus mit Goethe2Go neue Höhen erfahren? Welches Projekt wird die meisten „Likes“ bekommen? Und schlussendlich: Welches Team steht den zehnwöchigen Sprint am besten durch?

Antworten auf diese Fragen wird es am 6. Juli geben. An diesem Tag berät sich in Berlin die Coding-da-Vinci-Jury und kürt die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs.

„Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung Berlin, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland. Ein Wettbewerb für Programmierer um neue Anwendungen für Kulturdaten.

Pressestimmen:
Tweets: https://twitter.com/hashtag/codingdavinci

 

 

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GLAM Arbeit – Was bedeutet das eigentlich?

Ein Versuch einer Erklärung

Es gibt unendlich viel Wissen, aber frei zugänglich ist bisher nur ein Bruchteil. Dieses in den Kultur- und Gedächtnisinstitutionen zu entdecken, für die Zugänglichkeit zu werben und es u.a. für die Wikimedia-Projekte zu erschließen, darum geht es in der GLAM-Arbeit. Die englische Abkürzung “GLAM” meint Kunstsammlungen, Bibliotheken, Archiven und Museen, d.h. Gedächtnis-Institutionen im Kulturbereich. Das Akronym wird überall dort eingesetzt, wo der Kulturbereich in die digitale Welt eintritt.

Seit zwei Jahren gibt es bei Wikimedia Deutschland (WMDE) den GLAM-Bereich. Zeit für eine etwas längere Zwischenbilanz. Im Zentrum der GLAM-Arbeit steht der Vermittlungsgedanke. Die Institutionen stehen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite stehen alle Wikimedia-Projekte, alias Wikiversum, und die Freiwilligen, die sie tragen. Meine Arbeit betrachte ich als Angebot, Brücken von der einen in die andere Welt zu schlagen. Aus der Sicht der GLAM-Einrichtungen sind die Wikimedia-Projekte eine spannende Plattform, um ihre Inhalte, ihre Arbeit und ihr Wissen in der Welt bekannter zu machen. Das Ziel der Wikimedia-Projekte ist es, Freies Wissen zu schaffen, das möglichst vielen Menschen einfach zugänglich und nachnutzbar ist. Wie diese Zielvorstellungen harmonieren?

Das Wikiversum auf der einen Seite

Auf dem GLAM-Treffen in Bremen. Bild von Jürgen Howaldt (Own work) [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Das Wikiversum ist eine Welt des ehrenamtlichen Engagement von vielen Individuen. Wikipedianer machen Wissen über die Artikel in der Wikipedia frei zugänglich. Sie erschließen in ihrer Freizeit publiziertes Material und formen es in kooperativer Arbeit in enzyklopädische Wikipedia-Einträge um. Bereichert wird ihre Arbeit durch das Medien-Archiv Wikimedia Commons. Vor allem Bilddateien werden gern genutzt, um Wikipedia-Artikel zu illustrieren. Oft sind es Werke von Fotografen, die ihre eigenen Aufnahmen hochladen, aber auch Abbildungen von gemeinfreien Kunstwerken oder autorisierte Abbildungen von urheberrechtlich geschützten Werken formen das inzwischen über 20 Millionen Dateien umfassende Wikimedia Commons-Archiv. Alle Wikimedia-Projekte leben aus dem gemeinschaftlichen Engagement von Menschen, die sich für die Vision des Freien Wissens einsetzen. Dieses konstante und überwiegend ehrenamtliche Engagement hat die Wikipedia als Ganzes auf weltweit Platz 6 der am häufigsten aufgesuchten Websites gebracht. Eine enorme Leistung, die Begehrlichkeiten weckt und Verantwortung mit sich bringt. Das allein ist aber noch nicht Freies Wissen. Wirklich frei wird es erst, indem Leser und Betrachter zu aktiven Nutzern werden. Sie können aufgrund der im Wikiversum verwendeten Freien Lizenzen, selber mitmachen. Sie können das Wissen weiterverwenden, indem sie es für ihre Bedarfe umformen. Ja, sogar Geld damit verdienen, wenn sie können oder wollen.

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Hep-Hep-GLAM! Kulturbegeisterte Wikipedianer trafen sich in Bremen

Ein Gastbeitrag von Conrad Nutschan

Bremer GLAM-Treffen 2014, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Am Wochenende der Zeitumstellung Ende März 2014 trafen sich in Bremen 28 Wikipedianer und Vertreterinnen und Vertreter von Wikimedia Deutschland (WMDE) zum 3. Austausch zu GLAM-Projekten für den deutschsprachigen Raum. Das gemeinsam erarbeite Programm wurde umrahmt von interessanten Informationen der Bremer Wikipedianer in Form von Führungen durch die Stadt, einer Preisverleihung für besondere Verdienste im Rahmen der Vorbereitung und einer Führung durch die Ausstellung “Archivsplitter” im Weserburg-Museum für Moderne Kunst.

Das Programm bot die Möglichkeit, Einblicke in durchgeführte Veranstaltungen der Aktiven von WMDE und Wikipedianern zu bekommen, dazu Fragen zu stellen und Kritik zu äußern. In Vorträgen wurden einzelne Vorhaben und Ideen präsentiert. Zu den geplanten sowie möglichen Projekten der Zukunft gehörten beispielsweise die Idee einer Kartierung des Sprachwandels gemeinsam mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Roger Bamkin in Bremen, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Es wurden Hilfsmittel wie QRpedia-Codes, interessante Werkzeuge zur Auswertung von Veranstaltungen und Freien Karten für die Zusammenarbeit mit GLAM-Institutionen vorgestellt, es gab eine Präsentation zu Softwareentwicklungen, etwa für die vereinfachte Nachnutzung von Bildern aus Wikimedia Commons und einen Stand der Dinge zu Wikidata. Einen größeren Raum nahm die Präsentation des Projektes BremenpediA ein, das Bremer Gebäude und Objekte mit QRpedia-Codes ausstattet, die zu Wikipedia-Artikeln führen. Ebenfalls initiiert von GLAM-Aktiven der Community und WMDE läuft das Programm “GLAM on Tour”. In den nächsten Monaten geht GLAM wieder auf Reisen und macht Ende April Station im Dreiländereck von Polen, Tschechien und Deutschland zum dortigen Arbeitstreffen zur Bebilderung von Umgebindehäusern.

Ebenfalls im Mai ist Station in Bonn zur Raumfahrtausstellung der Bundeskunsthalle “Outer Space”.  Weitere Stationen sind für Braunschweig, Brilon und Dessau geplant. Ende April treffen sich die Community der Entwickler und Coderinnen zum Startschuss des Kulturhackathon “Coding da Vinci” in Berlin, für den 15 Kultureinrichtungen eigens dafür umfängliche Datensets unter eine Freie Lizenz gestellt haben. Als gemeinsame Ressource für die Darstellung von GLAM-Projekten stellte Wikimedia Deutschland eine internationale Wikimedia-Initiative für einheitliche Templates für GLAM-Poster vor und holte bei den Freiwilligen Ideen zur Umsetzung und Wünsche ein. Weiterlesen »

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