Archiv für die ‘Kultur’ Kategorie



Einladung: Das ABC des Freien Wissens „K=Kollaboration. Ohne Zusammenarbeit keine Commons?“

Am Donnerstag, den 08. Oktober, 19 Uhr, findet die nächste Ausgabe des Wikimedia-Salons “Das ABC des Freien Wissens” statt, diesmal in Kooperation mit der Berliner Gazette-Konferenz UN|COMMONS. An diesem Abend soll diskutiert werden, was Kollaboration als Prinzip bedeutet. Welches Potenzial entfalten kollaborative Strukturen in der vernetzten Gesellschaft, und welche Art von Kollaboration ist wichtig, um Gemeingüter und Freies Wissen zu fördern?


 

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:

Schöne (neue) Zusammenarbeit? Foto: Aythami Melián Perdomo, [CC BY-SA 2.5]

„K=Kollaboration. Ohne Zusammenarbeit keine Commons?“

Donnerstag, 08. Oktober, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Impulsreferat:
Dr. Mark Terkessidis, Migrationsforscher, Autor und Journalist

Weitere Gäste:
Dr. Phil. Friederike Habermann, Autorin und freie Wissenschaftlerin
Christoph Kappes, Berater und Netztheoretiker

Moderation: Sabrina Apitz, berlinergazette.de

Video-Einspieler: Prof. Dr. Volker Grassmuck, Publizist und Soziologe

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GLAM on Tour im Schloß Caputh – Stiftung Preußische Schlösser und Gärten lädt Wikipedia-Aktive ein

Ein Gastbeitrag von Ralf Roletschek, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor

Detail aus dem Deckengemälde im Vorgemach des Kurfürsten im Schloss Caputh. Samuel Theodor Gericke, Public domain

Am Wochenende vom 4.-6. September zeigte sich der Herbst in Caputh bei Potsdam schon von seiner ungemütlichen Seite. Gut, daß die 12 Wikipedianerinnen, Wikipedianer und Commons-Fotografen, die von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten eingeladen wurden, in einem echten Schloß Zuflucht fanden. Die mittlerweile 8. GLAM on Tour Station hat Wikimedia Deutschland diesmal gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin Brandenburg und mit mir als Wikipedia-Koordinator durchführt.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin Brandenburg (SPSG) ist Eigentümerin des Schlosses Caputh. Es gehört zu den mehr als 20 Schlössern, die von der SPSG verwaltet und gepflegt werden. Vor 17 Jahren wurde das Barockschloß am Schwielowsee aufwendig saniert und lockt nun wieder Hunderte Besucher an.

12 Fotografierende, 700 Fotos, 7500 Fayencefliesen

Farbkalibrierung im Fliesensaal. Foto: Ralf Roletschek [GFDL 1.2 (http://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html)]

Es lohnt sich, selbst nach Caputh zu kommen, nicht nur, aber auch, weil es bisher wenige Fotografien von und aus dem Inneren des Schlosses gab. Aufgrund des so genannten Sanssouci- Urteils benötigt jeder, der über den privaten Gebrauch hinaus Bilder von den Schlössern der Stiftung machen möchte, eine kostenpflichtige Genehmigung von der Stiftung. Nach dem windigen Wochenende ändert sich das nun, siehe Dokumentationsseite mit den fast 700 Fotos, die während der GLAM on Tour Station entstanden und bereits hochgeladen wurden. Die Bilder können auch am Fotowettbewerb Wiki loves monuments teilnehmen.

Nach einer ausführlichen  Führung durch das Schloß konnten wir uns in einem Arbeitsraum aufhalten, wo einige sich bereits an Recherchen für die Artikelarbeit machten. Hier konnten wir auch das entsprechende Fotoequipment auspacken, und legten los. Besonders schön war, daß nach anfänglichen Berührungsängsten die anderen Besucher des Schlosses und auch das Personal sich sehr interessiert zeigten und sogar hier und da assistierten. So wurden etwa die Fenster von außen abgedunkelt, um störendes Licht zu minimieren.

Eine fotografische Herausforderung war der historische Fliesensaal mit 7500 einzelnen Motivfliesen, zu dem nun auch ein Wikipedia-Artikel und eine Commons-Kategorie entstand. Einige der entstandenen Bilder wurden auf Commons bereits als ausgezeichnet bewertet. Auch die Stiftung selbst hat sich in Vorbereitung auf die Veranstaltung einen Wikipedia-Account angelegt und kann nun sachkundig auf Fragen auf den Diskussionsseiten eingehen oder Anregungen geben.

Vieles geschafft, 19 Schlößer to go

In Aktion für Comons im Schloss Caputh. Foto: WikiAnika [CC BY 3.0]

Erstmals wurden nun Ehrenamtliche der Wikimedia-Projekte für ein Pilotprojekt eingeladen und bekamen die Gelegenheit, sich frei im Schloß zu bewegen und Gemälde, Vasen, Büsten etc. zu fotografieren. Die besondere Veranstaltung mit Prämierencharakter war nicht nur für das Schloßpersonal und die Mitarbeitenden der Stiftung interessant, sondern auch den Potsdamer Neuesten Nachrichten einen Artikel wert.

In den gut 5 Stunden haben wir, aufgeteilt in Gruppen, viel geschafft zu fotografieren, aber natürlich nicht alles. Außerdem warten noch 19 weitere Schlösser darauf, für die Wikimedia-Projekte erkundet zu werden. Auf der Grundlage dieser ersten, für beide Seiten spannenden Aktion hoffen wir nun natürlich auf weitere gemeinsame Aktivitäten. Nach diesem Wochenende sind wir auf jeden Fall optimistisch!

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How open is it? Der 10. Wikimedia-Salon „J=Journals“ drehte sich um die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens

Am 03. September fand die 10. Ausgabe der Salon-Reihe Das ABC des Freien Wissens statt, diesmal zum Thema Open Access. Lambert Heller, Leiter des Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek Hannover, Christina Riesenweber, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt OJS-de.net, Freie Universität Berlin und Frédéric Dubois, Chefredakteur Internet Policy Review, Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, diskutierten, welche Publikationsmodelle für Forschende und Verlage interessant sind und welches Modell den Titel „open“ wirklich verdient. Christian Rickerts betonte bei seiner Begrüßung die Bedeutung von Open Access im Hinblick auf die Sensibilisierung von Wissenschaftsinstitutionen für die digitale Öffnung im Sinne des Freien Wissens. Eine Aufgabe, der sich Wikimedia Deutschland verschrieben hat.

Zwei Herzen wohnen in der Brust der Publizierenden

Zu Beginn des Abends führte Marc Wenskat eine besondere Form des Publizierens vor: Der Gewinner des Science Slam 2015 brachte dem Publikum seine Sicht auf die Welt durch die Brille eines Teilchenphysikers nah. Ob in seiner Brust dabei auch zwei Herzen schlugen, wie Lambert Heller es bei seinem Impulsreferat bezogen auf die Forschenden von heute meinte?

„Wie viele hier im Raum haben ein Profil bei ResearchGate?“ Viele Hände gehen hoch; das Publikum ist im Thema. Warum nutzen Forschende diese Plattform und laden mitunter ihre Publikationen hoch, auch wenn sie Autorenverträgen oder Publikationsrechte an Verlage übertragen haben? Ist die Benutzerfreundlichkeit und die schiere Übersteigung einer kritischen User-Masse tatsächlich so attraktiv, dass urheberrechtliche Bedenken über Bord geworfen werden? Wenn dem so ist, müssten dann Angebote sozialer Netzwerke adaptiert und bei der Entwicklung offener Repositorien mitgedacht werden?

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Der Reiz von Löchern und Streifen

Vom mechanischen Klavier zu Strickmustern – Die Wandlungen der Datensets bei Coding da Vinci.

Wikimedia Deutschland veranstaltet gemeinsam mit der DDB, der OKF und digiS den Programmierwettbewerb Coding da Vinci mit freien Kulturdaten für freie Apps. Hier greifen wir besondere Aspekte des Hackathons auf und präsentieren sie unseren Lesern.

Die Notenrollen des Deutschen Museums waren das beliebteste Datenset unter den Codern von Coding da Vinci. So wie die Tierstimmen letztes Jahr die Phantasie einiger Teams beflügelten, inspirierten die Notenrollen in diesem Jahr gleich mehrere Teams zu Projektideen. Als ich im Vorfeld des Hackathons davon hörte, dass das Deutsche Museum einen Datensatz “Notenrollen” unter Freier Lizenz für Coding da Vinci zugänglich machen wollte, standen auf meinem Gesicht bestimmt Fragezeichen.

So schauen die Notenrollen des Deutschen Museums aus.  Abbildung Deutsches Museum CC BY SA 4.0 .

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#schlossopen – kein Twittermärchen

Teilnehmer des Wettbewerbes Wiki loves Monuments sind in das Schloss Caputh bei Potsdam eingeladen

Ein Schloss öffnet sich. Bild von tOrange unter Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz via tOrange.com

Wenn man über ein Schloss schreiben möchte, dann möchte man den Artikel gern mit einem schönen Foto schmücken. Dieser Artikel handelt von einem schönen Schloss, von dem es kaum schöne Fotos bei Wikimedia Commons gibt. Und der Artikel handelt davon, wie sich das ändern könnte.

Vor einigen Tagen startete ich einen Versuch. Ich wollte via Twitter auf ein Schloss-Foto-Shooting aufmerksam machen. Und da es sich um ein Schloss handelt, und da Twitter nur jeweils 140 Zeichen erlaubt, fing ich an unter dem Hashtag “#schlossopen” , ein Twittermärchen in Fortsetzungen zu schreiben. Ich weiß bis heute nicht, woran es lag, aber plötzlich erlaubte der Twitteralgorithmus es 48 Stunden lang nicht, dass irgendeiner meiner Tweets unter ihrem jeweiligen Hashtag gefunden werden konnten. Und alle 10 #schlossopen-Tweets waren in den Untiefen des Twittergeplappers verschollen. Ein ungelöstes Mysterium, wie es sich für wahre Märchen gehört. Also besann ich mich auf eine konventionellere Methode.

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Von Rodinia nach Berlin

Ein uraltes Sommermärchen mit digitalen Mitteln erzählt

An einem Sonntag in Berlin drohte das Publikum von Coding da Vinci in der stickigen Sommerhitze wegzudösen. 16 Projekte hatten sich schon präsentiert, jedes auf seine Weise interessant. Doch dann die Rolling Stones! Der Versprecher beim Start der Präsentation rüttelte das Publikum lachend wach. Ok, es kam nicht Mick Jagger auf die Bühne, sondern das Team rund um Knut Perseke, doch was dann folgte war rocking Poesie. Es war einmal vor langer Zeit da wuchs ein Fels vielleicht an einem Ort des Urkontinents  Rodinia. Unten ein Foto von ihm. Von einem Teil.  Auf jeden Fall ein wahrscheinliches.

Das ist übrig geblieben nach 1,3 Mrd Jahren Wanderung. Foto aus der Sammlung Stadtmuseum Berlin (Stadtmuseum Berlin) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Wenn Steine mit Dir flüstern

Als die Erde sich vermutlich langsamer drehte, erkalteten die Gasmassen und Steine entstanden. Die Erde drehte sich weiter, Kontinentalplatten verschoben sich, zerbrachen und wanderten über die Planetenoberfläche. So kam unser Stein schließlich in Skandinavien zu liegen. Es wurde kälter. Es wurde wärmer. Und wieder kälter. Unser Fels zerbrach in Steine. Die Steine fingen an zu wandern. Heute – genauer nach 1,3 Milliarden Jahren – liegt einer der Steine im Museum. Genauer gesagt im geologischen Sammlungsdepot der Stiftung Stadtmuseum in Berlin-Spandau. Wie ist er dort hingekommen? Das ist ein Teil der Poesie, wenn Steine zu flüstern beginnen.

Der andere Teil ist die Leistung der Entwickler*innen, neben Knut Perseke, Anika Schultz, Thomas Fett und Ulrika Müller, der Webanwendung “Rolling Stone”. Sehr prosaisch ihre Kurzbeschreibung im Programmheft von Coding da Vinci: “User können explorativ das Steinarchiv des Stadtmuseums erkunden, und so deren Millionen Jahre alte Spuren aufdecken.” Hinter diesen dürren Worten verbirgt sich eine Reise auf dem Zeitschlitten durch Millionen Jahre Erdgeschichte. Man folgt auf der Karte direkt den Steinen auf ihrer Grand Tour. Klicke ich auf einen der Felsen im Norden, poppen in Brandenburg und Berlin die Fundstellen der Steine auf, die mit dem Eis nach Süden gewandert sind. Gleichzeitig sehe ich links das Farbfoto des Steins und seine Verwandten. In einer Animation kann ich mir die Verwandtschaftsbeziehungen der Steine  anzeigen lassen. Noch funktioniert das nicht bei allen Steinen und auch die Beschreibung der Einträge bei Commons können noch ergänzt werden. Aber “jeder kann mitmachen”, denn sowohl die Bilder als auch der Code der Anwendung stehen unter Freier Lizenz, und kann so die Spur der Steine weiterzeichnen. Circa 300 Fotos umfasst die Sammlung des Berliner Stadtmuseums in der Webanwendung “Rolling Stone”. Ein sehr gelungenes Beispiel, wie digitale Technologien dazu beitragen, unser Wissen zu erweitern und die Sammlungen in den Museen zugänglicher zu machen.

Rolling Stone on Stage. Bildrechte: CC-BY https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ Coding da Vinci, Foto: Thomas Nitz

 

An das Licht der Öffentlichkeit

Das fanden auch die Juroren und prämierten diese App mit einem Preis in der Kategorie “Out of Competition”. Damit gewann das Entwickler*innen Team den von SAP gestifteten Design Thinking Workshop am Hasso Plattner Institut in Potsdam. Eine hoffentlich gute Gelegenheit, die Webanwendung weiter zu entwickeln. Schön wäre es, wenn sie schon bald allgemein zugänglich würde, wohlmöglich als Release des Berliner Stadtmuseums. Wir warten also gespannt auf die Fortsetzung des Sommermärchens.

Dieser Blogpost ist der zweite in einer losen Sommerreihe, der die Ergebnisse des Hackathons Coding da Vinci beschreibt.

 

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Die fruchtbare Dialektik von Coding da Vinci

Warum man sich bei 34°C an einem Sonntag 20 Apps anschaut und das cool findet.

Die Ergebnisse

Am vergangenen Sonntag fand im Jüdischen Museum Berlin die Preisverleihung von Coding da Vinci – Der Kulturhackathon statt. Wesen eines Hackathons ist es, dass Hacker, also Softwareentwickler und Programmierer, in kurzer Zeit – 24, 48 oder 72 Stunden –  neuen Code schreiben. Manche tun es gemeinsam, manche lassen sich nur von der Anwesenheit der Kollegen stimulieren und manche übertreffen die Erwartungen. So ist auch beim Programmierwettbewerb Coding da Vinci, den Wikimedia Deutschland gemeinsam mit seinen Partnern, der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle für Digitalisierung und der Open Knowledge Foundation durchführt. Sicher, da gibt es noch ein paar Details: Der Hackathon geht über Wochen anstelle der üblichen Stunden. Der Rohstoff für die Aktivitäten der Coder sind ausschließlich digitalisierte Kulturgüter aus Deutschlands Museen, Archiven und Bibliotheken. Und schließlich stehen sowohl die Daten als auch die neu programmierten Anwendungen unter freier Lizenz. Wir haben darüber schon mehrfach berichtet.

Jeder würde jetzt erwarten, dass ich mich über messbare Erfolge – SMARTs eben – auslasse. Feiern, dass wir 600.000 Mediafiles zur Verfügung stellen konnten, und mit Wikidata, GND und den Beständen der DDB irgendetwas um die 65 Millionen Metadaten. Jubeln, dass zur Präsentation der 20 Projekte im Wettbewerb schätzungsweise 180 Personen kamen, obwohl man es niemanden verdenken konnte, der bei 34°C lieber irgendwo im Schatten chillte. Aber das kann man alles der Pressemitteilung entnehmen. Dort ist auch zu lesen, welche Projekte die fünf Jurypreise gewannen. Und dass die Botanikerapp Floradex “Everybody’s darling” – aka Publikumspreis – war. Stattdessen möchte ich lieber über ein Wettbewerbsprojekt schreiben, das aus meiner ganz persönlichen Sicht eine besondere Qualität von Coding da Vinci belegt.

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“Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.” – Das ABC des Freien Wissens “I=Inhalt.”

Die neunte Veranstaltung der Reihe “Das ABC des Freien Wissens” drehte sich um die Frage, ob tatsächlich eine so breite Partizipation an Entstehung und Nutzung freier Inhalte in der Kulturlandschaft besteht, wie oft suggeriert wird. Unter dem Titel “I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?” diskutierte der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner mit Stadtforscherin Dr. Paula Hildebrandt und Prof. Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums, darüber, was es braucht, um über digitale Zugänge Teilhabe an offener Kultur zu ermöglichen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung veranschaulichte Dr. Paula Hildebrandt in einem einführenden Vortrag, wie offene Kultur in der Praxis aussehen kann. Die Künstlerin mit Doktortitel in Europäischer Urbanistik  stellte das gemeinschaftlich organisierte Projekt welcomecitymap vor, das über performative Ansätze klandestines Stadtwissen erlebbar macht, gerade für Menschen, die neu einer Stadt ankommen sind, wie Geflüchtete und Zugezogene.  Sie machte deutlich, dass Partizipation nicht als Worthülse zur Unterfütterung von Drittmittelprojektanträgen und auch nicht zum Wohlfühl-Begriff für Kunstprojekte mit Migrantinnen taugt. Vielmehr habe die Bemühung für mehr Beteiligungsmöglichkeiten  für alle Menschen der Gesellschaft damit zu tun, auch selbst öfter den Standpunkt zu wechseln, sich einzufühlen, immer wieder ein anderer zu werden. Das kann anstrengend sein; so lautete das Fazit: “Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.”

 

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Hoffnungen statt Befürchtungen – OpenGLAM-Workshop startet

Am 18. Juni fand bei Wikimedia Deutschland ein ganztägiger Workshop für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Gedächtnisinstitutionen statt. Dabei wurde vermittelt, wie diese ihr digitalisiertes Kulturgut für eine möglichst offene Weiternutzung zur Verfügung stellen können. Organisiert wurde der Workshop von der OpenGLAM-Gruppe, an der Wikimedia Deutschland beteiligt ist.

Die deutschsprachige Arbeitsgruppe ist Teil eines internationalen Netzwerks von Menschen und Organisationen, die sich gemeinsam für den freien Zugang und die freie Nutzung von digitalisiertem Kulturgut engagieren.

Großes Interesse, viele Anregungen

Die Resonanz war gut, knapp 30 Gäste aus verschiedenen Institutionen, teils in leitenden Funktionen, kamen in die Räume von Wikimedia Deutschland, um eine Reise in die Welt der offenen Daten anzutreten, mit erfahrenen Urheberrechtsjuristinnen und -juristen ins Gespräch zu kommen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen.

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Das ABC des Freien Wissens „I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

ABC-Logo. Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0]

Am Donnerstag, den 25. Juni, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal fragen wir, wer jenseits aller politischen und institutionellen Lippenbekenntnisse zu Open Culture wirklich teil an Entstehung und Inhalt freier Kultur hat.

Viele Köche verderben den Brei. – Eine Weisheit aus längst vergangener Zeit, wie es scheint. Ob im schulischen, akademischen oder beruflichen Kontext – Partizipation ist das Diktum der Stunde. Gerade für das Ziel, allen Menschen das Wissen der Welt zugänglich zu machen, gehören partizipative Strategien zum Kernkonzept. Doch führen all die Bemühungen, diese Vision für den Bereich Open Culture zu realisieren, wirklich zu der breiten Teilhabe an Kultur, die so oft beschworen wird?

Was können Kulturinstitutionen konkret tun, um nach der Digitalisierung ihres Kulturguts im nächsten Schritt den wirklichen Zugang dazu zu gewährleisten? Welche politischen Weichenstellungen müssen nach der Digitalisierung im Kulturbereich erfolgen, um das Mantra der Teilhabe in die gelebte Alltagsrealität zu übersetzen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


Content is king. Aber auch für alle zugänglich? Foto: Chris Dlugosz, https://flic.kr/p/5raMFX, CC-BY-SA 2.0

„I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?“

Donnerstag, 25. Juni, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:
Tim Renner, Kulturstaatssekretär von Berlin
Dr. Paula Marie Hildebrandt, Künstlerin und Stadtforscherin
Prof. Johannes Vogel, Direktor Museum für Naturkunde Berlin

Moderation: Barbara Fischer, Wikimedia Deutschland

Rauminszenierung: Performing Citizenship / Welcomecity

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de
  • Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen.
  • Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.
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