Archiv für die ‘Internationales’ Kategorie



MdEPs adoptieren, Vorschläge artikulieren: Die Zeichen stehen auf EU-Urheberrechtsreform

Dimitar Dimitrov ist seit Juli 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Im Vereinsblog berichtet er in loser Folge von seinen Erfahrungen vor Ort.

Logo: Dimi z, Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication

Brüssel ähnelt seit der Europawahl einem riesigen Umsteigebahnhof. Neuankömmlinge hetzen zum Ausgang, Passagiere suchen nach ihrem Anschlusszug, routinierte Vielfahrer suchen zielsicher ihre Plätze in der ersten Klasse. Nur sind es hier keine Pendler, sondern Volksvertreter aus 28 Ländern, die ein funktionierendes Parlament bilden müssen – trotz ihrer riesigen Vielfalt und enormen inhaltlichen Dissonanzen.

Nachdem die Gruppenstärke der politischen Familien nach vielen Hinterzimmergesprächen, Lockangeboten und Kompromissen klar geworden ist, wurden nun auch die Ausschüsse aufgeteilt. Ein wichtiges Merkmal des neuen Parlaments werden die neuen Mehrheitskoalitionen sein. Waren in der letzten Legislaturperiode Mehrheiten mit Sozialdemokraten, Grünen und Linken oder auf der anderen Seite mit Liberalen und Christdemokraten möglich, so müsste es nun – aufgrund der zahlenmäßig erstarkten nationalistischen und euroskeptischen Gruppen – entweder eine Große oder eine Viererkoalition (z.B.: aus Sozialdemokraten, Grünen, Liberalen und Linken) sein. Dies verlängert Entscheidungswege und macht die Kompromissfindung noch komplexer.

À la bonne heure: Urheberrecht ist Nummer 1

Unser Blick lenkt sich auf die künftige Zusammenstellung der Kommission, die im Herbst ihre Arbeit aufnimmt und das alleinige Initiativrecht für Gesetzesvorhaben innehat. Ihr designierter Chef Jean-Claude Juncker hat soeben seine Prioritätenliste veröffentlicht. Auf Punkt 1 steht ein einheitlicheres Urheberrecht. Zwar wurde in Brüssel allgemein erwartet, dass Urheberrecht eine der großen Reformanstrengungen der kommenden Kommission sein wird. Dass es aber gleich an der Spitze des Wunschkatalogs des Präsidenten landet, ist gleichwohl überraschend und lässt wieder Hoffnung wachsen, nachdem in letzter Zeit wieder mal eher bescheidene Signale zum Thema geleakt wurden.

Achtung: Die Neuen kommen!

Die erste große Aufgabe eines neugewählten Europäischen Parlaments ist es, thematische Ausschüsse zu formen und zu besetzen. Dessen Anzahl und Arbeitsgebiete bleiben in der neuen Legislaturperiode im Gegensatz zu nationalen Parlamenten erstaunlich konstant. Diese Woche finden konstituierende Sitzungen statt und Vorsitzende werden gewählt. Die relevantesten Ausschüsse für uns als Gruppe, die sich einer Urheberrechtsreform verschrieben hat, sind “Binnenmarkt und Verbraucherschutz” (IMCO) und der Rechtsausschuss (JURI).

Anhörungen: Endlich ein Medienspektakel

Zur zweiten großen Aufgabe des europäischen Parlaments gehört es, die neue Kommission zu bestätigen. Nach dem Präsidenten der Kommission müssen nochmals alle vorgeschlagenen Kommissare befragt und bestätigt werden. Dies geschieht im September bzw. Oktober und ist ein – für Brüsseler Parlamentsstandards – sehr medienwirksamer Prozess. Solche Anhörungen beinhalten wichtige Absichtserklärungen der neuen Ressortchefs und eignen sich hervorragend dazu, die Prioritäten und die Ausrichtung der nächsten fünf Jahre abzuklopfen und sogar mitzugestalten. Kontakte zu den Mitgliedern der JURI– und IMCO– Ausschüsse geben zu diesem Zeitpunkt die Gelegenheit, für uns relevante Fragen in diese Anhörungen einzubringen.

Die Kommission steht von allen Seiten unter dem Druck, durch Informationstechnologien enstandene Schieflagen im Urheberrecht zu begradigen. “Die Schäden, die das Internet dem Urheberrecht zuführt, müssen zumindest wirtschaftlich ausgeglichen werden.” – So lässt sich in etwa die gängige Meinung der Film- und Verlagswirtschaft resümieren. Auf der anderen Seite befinden sich eher nutzerorientierte Akteure, die darauf pochen, dass die systematischen Probleme, die das geltende Urheberrecht im Internet mit sich bringt, gelöst werden müssen. Und zwar durch eine Lockerung und Flexibilisierung, nicht durch striktere Regeln und härtere Durchsetzung.

Wikimedia will mitwieseln! Wer macht mit?

Die Free Knowledge Advocacy Group EU gehört zu jenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, die der Kommission ihre Wünsche und Bedenken zu Gehör bringen möchten. Ziel unseres aus 11 europäischen Wikimedia-Chaptern und thematischen Organisationen bestehenden Netzwerks ist es, durch gezieltes Monitoring von Entscheidungsprozessen, der Veröffentlichung von Stellungnahmen und der Präsenz bei Hearings und wichtigen Veranstaltungen unsere urheberrechtspolitischen Anliegen auf die Tagesordnung der Entscheidungsträger auf EU-Ebene zu bringen.

Um unsere Anliegen auf die Tagesordnung zu setzen, dürfen wir nicht nur zentral arbeiten. Wir müssen unser gesamtes Netzwerk bemühen, um Beziehungen zu entscheidenden Akteuren zu stiften und zu pflegen. Ein erster Schritt wird dabei sein, mit den Mitgliedern der wichtigen Ausschüsse für Binnenmarkt und Verbraucherschutz sowie Recht in Kontakt zu treten, ihnen zur Nominierung zu gratulieren und sie über unsere Probleme und Wünsche zu informieren. Diese Charme-Offensive sollte am allerbesten von vielen Wikimedianern getragen werden, die von mir aus Brüssel mit den nötigen Informationen und Argumenten versorgt werden. Wer macht mit? Werde ein WEASEL! Wikimedia European Action System for Enthusiastic Lobbying. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen – z.B. an der Strategieplanung bei Meetings, beim Projekt “Adopt a MEP” oder als Ideengeber für Initiativen. Wer über die uns betreffenden Vorgänge in Brüssel ständig informiert sein möchte, findet auf Meta ein Archiv der monatlichen Monitoring-Reports, das fortlaufend aktualisiert wird.

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Wikimedia:Woche 18/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 18. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sportliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Seit 1. Juli ist Cornelius Kibelka wieder als Werkstudent in der Stabsstelle Internationales tätig. Cornelius hat unter anderem essentiell an der Erstellung der Wikimedia:Woche mitgewirkt. Ihm und den vielen anderen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 18/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Protokoll der Mitgliederversammlung von WMDE

Wikimedia Deutschland hat das Protokoll zur Mitgliederversammlung am 24. Mai veröffentlicht.

Protokoll der Mitgliederversammlung von WMAT

WMAT hat das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 14. April veröffentlicht.

AffCom stimmt für Chapteranerkennung von Wikimedia Belgien

Ein Beschluss des Board of Trustees besagt, dass Nutzergruppen erst nach zweijährigem Bestehen als Chapter anerkannt werden können. Einzelfallprüfungen für angehende Chapter, die bereits seit längerem mit AffCom und/oder Board in Kontakt stehen, sind dennoch möglich. Diese Ausnahmeregelung stellt nun das Affiliations Committee auf die Probe und hat sich für die Anerkennung von Wikimedia Belgien als Chapter ausgesprochen. Die belgischen Freiwilligen argumentieren vor allem, dass sie als Nutzergruppe nicht ernst genommen werden und nur als anerkanntes Chapter ihre Projekte durchführen könnten.

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Wikimedia:Woche 17/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 17. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sportliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

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Wikimedia:Woche 17/2014

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Foundation und Organisationen

Wikimedia Indonesien mit neuem Büro

Wie Isabella Apriyana auf wikimedia-l schreibt, hat Wikimedia Indonesien ein neues Büro bezogen. Das Büro teilt sich WMID gemeinsam mit dem Zedler-prämierten Projekt Humanitarian Open Street Map (HOT-OSM), mit dessen Hilfe im Katastrophenfall OpenStreetMap-Karten erstellt werden, und der World Wide Web Foundation, die sich für eine „Verbesserung des Internets“ einsetzt.

Erik Möller: Chapter sollen Glam-Tools programmieren

Erik Möller ruft an Softwareentwicklung interessierte Wikimedia-Chapter dazu auf, Tools für GLAM zu programmieren.

Übergangskommission zur Suche eines neues WMDE-Vorstands

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland richtet eine Übergangskommission ein, die das Präsidium bei der Suche nach einem neuen Vorstand beraten soll.

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Wikimedia:Woche 16/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 16. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser wöchentliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

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Wikimedia:Woche 16/2014

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Foundation und Organisationen

Bishakka Datta bloggt über Leadership und Entscheidungsfindung im WMF Board of Trustees

Bishakka Datta, seit 2010 Mitglied des Kuratoriums der Wikimedia Foundation, hat im globalen Blog einen Beitrag zum Thema Leadership und Entscheidungsfindung im Kuratorium geschrieben. Der Beitrag gibt sehr anschaulich Einblick in die Herausforderungen und Besonderheiten der Kuratoriumsarbeit, und geht auch auf die Zusammenarbeit mit Gremien wie dem FDC und AffCom sowie mit der Geschäftsführung der WMF ein.

Signpost über die Wahl der Affiliate Selected Boardmitlieder

Die (oder heißt es der?) Signpost beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe mit der Frage, ob die Stimmabgaben der einzelnen Organisationen öffentlich gemacht werden sollten oder nicht. Bisher wurden die Stimmen im nicht-öffentlichen Chapters-Wiki abgegeben, einige Chapter haben ihre Präferenzen sowieso in den lokalen Wikis veröffentlicht, andere nicht. Im Beitrag kommen auch drei der vier Kandidierenden zu Wort.

Nominierungen neuer FDC-Mitglieder: Fragt sie aus!

Zur Zeit werden vier neue Mitglieder für das Funds Dissemination Committee gesucht. Per Eigen- oder Fremdnominierung sind bis zum 15. Juni 19 Bewerbungen eingegangen, darunter drei Kandidatinnen. Nun ist es an den interessierten aus dem Wikiversum, diesen Kandidierenden alle möglichen Fragen zu stellen und damit auch Einfluss auf den zukünftigen FDC-Prozess auszuüben.

Copyright-Industrie verklagt Wikimedia Schweden

Wikimedia Schweden hat eine Klage von Bildkonst Upphovsrätt i Sverige (BUS) erhalten, weil sie öffentliche Kunst öffentlich zugänglich machen. Die Website offentligkonst.se visualisiert Kunst im öffentlichen Raum in Schweden, was nach Ansicht von BUS eine Urheberrechtsverletzungen darstellt. Wikimedia Schweden sieht das indes anders.

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Wikimedia:Woche 15/2014

Herzlich Willkommen zur 15. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser wöchentliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

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Wikimedia:Woche 15/2014

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Foundation und Organisationen

FDC Advisory Group empfiehlt Fortbestehen des FDC

Die Funds Dissemination Advisory Group empfiehlt, dass das FDC auch nach der zweijährigen Testphase weiter bestehen soll. Allerdings sollen am Gesamtprozess mehrere kleine und große Veränderungen vorgenommen werden. Ende Juli wird die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Lila Tretikov, die endgültige Entscheidung über die Zukunft des FDC treffen.

Diskussion zur Wahl der Affiliate Selected Board Seats

Patricio Lorente und Frieda Brioschi sind in der letzten Woche auf die Affiliate Selected Board Seats ins Kuratorium der Wikimedia Foundation gewählt worden. Chris Keating, einer der Moderatoren des Wahlvorganges, hat nun einen Rückblick auf den Wahlprozess angestoßen und bittet um weitere Kommentare.

Wikimedia Israel: Kooperation mit Bildungsministerium

Wikimedia Israel haben eine gemeinsame Initiative angestoßen: Schülerinnen und Schüler in Israel sollen im Geschichts-, Geografie- und Wissenschaftsunterricht lernen, wie sie an der Wikipedia mitarbeiten können. Um die neuen Lehrpläne umsetzen zu können, werden Lehrenden entsprechende Trainings absolvieren.

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Wikimedia:Woche 14/2014

Herzlich Willkommen zur vierzehnten und pünktlichen Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser wöchentliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

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Wikimedia:Woche 14/2014

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Foundation und Organisationen

Neue Boardmitglieder gewählt

Die Wahlen für die durch die Chapter und thematischen Organisationen gewählten Sitze im Board of Trustees der Wikimedia Foundation sind entschieden. Die Organisationen haben sich für die Wiederwahl von Patricio Lorente (nominiert durch Wikimedia Argentinien) und für die Wahl von Frieda Brioschi (nominiert durch Wikimedia Italien) entschieden. Anders Wennersten (nominiert durch Wikimedia Schweden) und Alice Wiegand (nominiert durch Wikimedia Deutschland) konkurrierten ebenfalls. Glückwunsch an die beiden gewählten!

Hallo Kolumbien!

Das Affiliations Committee hat die „Wikimedistas de Colombia“ (Wikimedianer von Kolumbien) als Usergroup anerkannt. Bienvenidos! Damit gibt es derzeit zwölf anerkannte Usergroups im Wikimedia-Movement.

Lila Tretikov: „Let’s think big“

Zum offiziellen Antritt ihren Stelle als neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation hat Lila Tretikov einen emphatischen Blogbeitrag geschrieben.

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Wikimedia:Woche 13/2014

Herzlich Willkommen zur DREIZEHNTEN Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014, aus Feiertagsgründen heute mal wieder am Freitag. Dieser Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

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Wikimedia:Woche 13/2014

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Foundation und Organisationen

Rachel diCerbo, Director of Community Engagement bei der WMF

Erik Möller hat die neue Direktorin für Community Engagment bei der Wikimedia Foundation angekündigt. Rachel diCerbo wird die Community Liaisons managen und sicher stellen, dass die Communities die technischen Entwicklungen in den Wikimedia-Projekten besser begleiten können.

Lila Tretikov berichtet von ihren ersten Wochen als angehende Geschäftsführerin der WMF

Lila Tretikov, die ab 1. Juni 2014 Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation sein wird, berichtet von ihren ersten Wochen Einarbeitung bei der Wikimedia Foundation. In einer weiteren Mail äußert sie sich zu Fragen, die in den letzten Tagen im Zusammenhang mit ihrem Partner Wil Sinclair auf Wikimedia-l auftauchten.

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Wikimedia:Woche 12/2014

Herzlich Willkommen zur zwölften Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Bitte entschuldigt die Verspätung. Dieser Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

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Wikimedia:Woche 12/2014

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Foundation und Organisationen

Lila Tretikov über ihre erste Begegnung mit der Wikimedia-Community

Im Blog der Wikimedia Foundation schreibt Lila Tretikov, eingehende Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, über ihre Eindrücke vom Hackathon in Zürich. Das Video ihrer Q&A-Session ist mittlerweile auch mit englischen Untertiteln versehen. (Thx, @Benutzer:Jcornelius!)

Wikimedia Deutschland trennt sich von Vorstand Pavel Richter

„Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können. Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten Übergang gemeinsam zu gestalten.“

Projekte und Initiativen

Wiki Loves Earth

Den ganzen Mai über läuft der Fotowettbewerb „Wiki Loves Earth“. Die brasilianischen Wikimedianer haben ein Statistiktool erstellt, mit dem sich vergleichen lässt, wie viele Fotos aus welchen Ländern bereits hochgeladen wurden. Glückwunsch insbesondere an die mazedonischen Teilnehmerinne und Teilnehmer, die bereits mehr als 3000 Fotos hochgeladen haben und sich damit derzeit auf Platz zwei befinden.

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Wikimedia:Woche 11/2014

Herzlich Willkommen zur ölften Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

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Foundation und Organisationen

Lila Tretikov neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation

Lila Tretikov wird am 1. Juni neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation. Sie wird damit Nachfolgerin von Sue Gardner.

Freiwillige für das Audit Committee gesucht

Das Kuratorium der Wikimedia Foundation sucht Freiwillige, die im Audit Committee das Kuratorium dabei unterstützen, die Finanzaufsicht über die Wikimedia Foundation zu führen.

Fragen zum Abschied an Sue Gardner

Die Wikimedia Foundation sammelt Fragen aus der Community, die Sue Gardner bei ihrem Abschiedsinterview gestellt werden. Welche Fragen sie beantwortet, wird Sue entscheiden.

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Das Wiesel-Hummer-Rennen* (Aufwärmen mit der EU-Kommission)

Dimitar Dimitrov ist seit Juli 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Im Vereinsblog berichtet er in loser Folge von seinen Erfahrungen vor Ort.

Jean-Frédéric Berthelot (WMFR) und Marco Giorello (DG Markt) during the Expert Seminar on Mass Digitization and Open Access to Cultural Heritage, UNESCO World Book & Copyright Day 2014 in Brussels. Foto: Tijs D’Hoest, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Es ist fünf vor drei. Leicht außer Atem und mit flotten Schritt betritt ein adrett gekleideter Mann den Raum. Eigentlich hat die Veranstaltung schon vor knapp einer Stunde begonnen. Doch trotz vollstem Terminkalender und Doppelbelegung wollte es sich Marco Giorello – stellvertretender Abteilungsleiter “Urheberrecht” bei der Europäischen Kommission – nicht nehmen lassen, auf dem von Wikimedia und der flämischen UNESCO-Sektion gemeinsam organisierten Expertenseminar “Massendigitalisierung und Zugang zum kulturellen Erbe” selbst zu referieren. Auf dem Weg zum Rednertisch noch schnell eine Hand geschüttelt, und schon ist er mitten in einer lebhaften Diskussion über die Großbaustellen eines zukünftigen europäischen Urheberrechts.

Der mit Wikimedianern, Vetretern von Kultureinrichtungen und internationalen Interessensverbänden gut gefüllte Saal konnte sich an diesem Nachmittag auf einer hochklassigen Expertenrunde freuen: Neben Marco Giorello saßen noch Vortragende der British Library, der Föderation der Europäischen Verleger, der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien, des belgischen Expertenzentrum für Digitalisierung und natürlich der Wikimedia-Verbund am Tisch. Jean-Frédéric Berthelot (WMFR) übernahm den Job, das Movement auf dem Podium zu repräsentieren. Und er machte seine Sache wirklich gut.

Schutzfristen: Wer bietet weniger?

Neben konkreten Digitalisierungsprojekten wurden dabei praktische, aber vor allem legislative Hürden besprochen. Dabei konnte Hubertl, als entsandter Vertreter von Wikimedia Österreich, nicht nur WLM-Kalender und Schokolade als Mitbringsel an die Referierenden verteilen, sondern dabei gleich auch ganz zwanglos die mangelnde europaweite Panoramafreiheit ins Gespräch bringen. Die Gespräche dazu zogen sich bis weit nach dem Event hinaus, da für die anwesenden Vertreter der Generaldirektionen Markt und Connect erheblicher Aufklärungsbedarf bestand und sich genügend Wikimedia-Fotografen und Commonisten im Raum befanden, die anhand konkreter Beispiele die Absurdität des gegenwärtigen Regelungsdschungels in den 28 Mitgliedsstaaten ausmalten.

Weitere Schwerpunkte in der Diskussion bildeten Themen wie verwaiste Werke und die häufig erhobene Forderung nach einer Absenkung der Schutzfristen und die Vorgaben durch die Revidierte Berner Übereinkunft. Jeroen Walterus vom flämischen Zentrum für digitales Kulturerbe FARO schlug ein “kaskadierendes” Modell der Schutzfrist vor, das nach 20 Jahren eine Registrierungspflicht für die Ausweitung des Schutzes vorsieht. Zugegeben, die Chancen, dass die Schutzfristen tatsächlich verkürzt werden, stehen eher schlecht. Aber es dürfte im Zuge der jüngsten Urheberrechts-Konsulation auf EU-Ebene wahrscheinlich das allererste Mal sein, dass sich Gesetzgeber und Wirtschaftslobby überhaupt auf eine “Kürzungsdiskussion” einlassen, anstatt wie in der Vergangenheit nur immer deren Verlängerung zu propagieren. Ist das bereits der ersehnte Narrativwechsel?

Auch gute Ideen sind nicht schutzfähig. Kopieren wir sie!

Wie wir als Freundinnen und Freunde des Freien Wissens sonst noch unsere Themen in den politischen Alltag einbringen und auf die Rahmensetzung im Immaterialgüterrecht einwirken können, war ebenso Thema bei dem parallel stattfindenden Treffen der Free Knowledge Advocacy Group EU, der Arbeitsgruppe europäischer Wikimedia-Chapter in Brüssel. Beim Big Fat Brussels Meeting Vol. 2 gaben sich 15 Vertreter von europäischen Chaptern und externe Unterstützer die Ehre und feilten zwei Tage lang an einer langfristigen Strategie, stabilen Organisationsstruktur und konkreten Ideen.

Working für free Content… Big Fat Brussels Meeting April 2014, Foto: Hubertl, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

So kamen wir z.B. überein, eine gute Initiative von Wikimedia UK aufgreifen und auf andere Länder zu übertragen. Das Inselchapter hatte allen Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus dem Vereinigten Königreich einen Brief geschrieben, der unsere drei Kernpunkte erklärt und um eine Veränderung der Gesetzgebung bittet. Mit 6 (aus 72) Abgeordneten ist WMUK dadurch bereits ins Gespräch gekommen. Zudem sollen kurze und bündige Broschüren, die in wenigen Seiten komplexe Anliegen wie Panoramafreiheit und Gemeinfreiheit staatlicher Werke erklären, erstellt und in möglichst viele Sprachen übersetzt werden, um die relevanten EU-Entscheider zu erreichen. Eine Veranstaltung zum Thema Open Educational Policy gemeinsam mit Creative Commons im Europäischen Parlament Ende des Jahres soll ebenso dazu beitragen, unsere Sichtbarkeit im Brüsseler Politikbetrieb zu erhöhen.

Denn nur wenn wir unsere internationale Struktur und unsere vertieften Kenntnisse gezielt und zum richtigen Zeitpunkt einsetzen, erreichen wir unser selbstgestecktes Ziel, als sehr transparente NGO für “Urheberrechtsthemen” identifiziert zu werden. Die Kunst hierbei besteht darin, beim Rennen Wiesel (Wikimedia-Aktivisten) gegen Lobster (Industrielobbyisten) die jeweils andere Seite von eigenen Anliegen zumindest teilweise zu überzeugen. Dazu brauchen wir viel Enthusiasmus und noch viel mehr Gehirnschmalz. Die gute Nachricht ist, dass unsere internationale Arbeitsgruppe beständigen Zulauf erfährt. Jetzt müssen wir nur noch langfristig, hart und beständig arbeiten. Genauso, wie wir es mit unseren anderen Projekten auch gemacht haben.

*Der Titel des Beitrags ist angelehnt an The Weasel Puffin Unicorn Baboon Pig Lobster Race, wo sich die unterschiedlichsten Tiergattungen in einem Rennen gegenüberstehen.

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