Archiv für die ‘Internationales’ Kategorie



Wikimedia:Woche 03/2014

Willkommen zur dritten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn ihr über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stoßt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasst einen Hinweis in der nächsten Woche! Ihr könnt entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn ihr Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen habt, meldet euch gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 3/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Lyzzy über das was sie antreibt

Lyzzy erläutert in ihrem Blog, warum sie sich die Mitarbeit im Board eigentlich antut und was an dieser Tätigkeit Freude machen kann.

Offizielle Ernennung der WMF-Kuratoriumsmitglieder durch ihre Partnerorganisationen gestartet

Auf dem Meta-Wiki ist die Kandidaturseite für Kuratoriumskandidatinnen und Kandidaten online gegangen, die durch Partnerorganisationen der WMF ernannt werden.

Alice Wiegand bloggt über die Rolle ehrenamtlicher Aufsichtsgremien in Wikimedia-Organisationen

Alice Wiegand bloggt im WMF-Blog über die Rolle und interne Struktur ehrenamtlicher Aufsichts- und Kontrollgremien in Wikimedia-Organisationen und die Rolle des Board Governance Committees der WMF.

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Wikimedia:Woche 02/2014

Willkommen zur zweiten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn ihr über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stoßt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasst einen Hinweis in der Woche! Ihr könnt entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

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Wikimedia:Woche 02/2014

Foundation und Organisationen

Alice Wiegand bloggt über ihre erneute WMF-Kuratoriumskandidatur

Alice Wiegand, derzeit Mitglied im Kuratorium der Wikimedia Foundation, bloggt auf dem Weg zu einer erneuten Kandidatur und beantwortet 16 Fragen des WMDE-Präsidiums.

Wikipedianer kommt bei Unruhen in der Ukraine ums Leben

Der zwanzigjährige Igor Kostenko, Wikipedianer und Freiwilliger von Wikimedia Ukraine, ist bei den Unruhen auf dem Kiewer Maidán ums Leben gekommen. Wikimedia Ukraine hat dazu einen Blogbeitrag veröffentlicht.

Protokoll der Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland hat das Protokoll seiner Klausur vom 1./2. Februar 2014 veröffentlicht.

Neuer Community-Manager bei Wikimedia Österreich

Wikimedia Österreich stellt zum 1. März 2014 mit Raimund Liebert einen neuen Community-Manager ein.

WMUK sucht Technical Programme Manager

Wikimedia UK sucht einen Technical Programme Manager für sechs Monate: Aufgaben sind neben dem Betrieb der MediaWiki-Software des Chapters vor allem der Aufbau eines Entwicklerteams und der Ausbau einer führenden Stellung des Chapters innerhalb der MediaWiki-Community.

Wikimedia Conference: Programmübersicht veröffentlicht

Im April treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von Wikimedia Organisationen (Foundation, Chapter, Thematische Organisationen und Usergroups) und Gremien in Berlin, um über Struktur, Organisation und Zukunft des Wikimedia-Universums zu diskutieren. Das Programmteam hat nun eine aktualisierte Version der Programmübersicht veröffentlicht.

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Wikimedia:Woche 01/2014

Nach einer kurzen Unterbrechung melden wir uns heute zurück mit der ersten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn ihr über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stoßt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasst einen Hinweis in der Woche! Ihr könnt entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

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Wikimedia:Woche 01/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Multimedia-Vision für 2016

Fabrice Florin, Produktmanager Multimedia bei der Wikimedia Foundation beschreibt in seiner Multimedia-Vision 2016 zwei Nutzerszenarien, einmal für eine neue Nutzerin und einmal für einen Alten Hasen und demonstriert, wie die Multimedia-Experience in Wikipedia und Wikimedia Commons in der Zukunft einmal aussehen könnte.

WMF-Boardmitglieder bloggen ab jetzt regelmäßig

Mitglieder des Board of Trustees werden ab jetzt regelmäßig über ihre Aufgaben, über aktuelle Themen und offene Fragen bloggen, um die Arbeit des Gremiums einem breiteren Publikum verständlich zu machen.

Wikimedia Deutschland sucht Projektmanager Kommunikation

Wikimedia Deutschland sucht einen Projektmanager Kommunikation (Schwerpunkt Technik), um zur Verbesserung der technischen und sozialen Rahmenbedingungen in den aktiven Communitys beizutragen:

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Der Umgang mit unseren Nutzerdaten – ein Aufruf

Seit einigen Monaten bewegen regelmäßig Diskussionen zum Thema „Datenschutz und der Umgang in der Wikimedia-Welt damit“ die deutschsprachigen Communitys, eine der größten nicht-englischsprachigen Communitys im Wikimedia Movement. Das betrifft insbesondere natürlich Aktive in der Wikipedia, aber auch aus Schwesterprojekten.

Datenschutz ist ein Thema, an dem die deutschsprachige Community seit jeher ein besonderes Interesse hat. Diese spezielle Diskussion allerdings entzündete sich anhand des Tools “Deep User Inspector” auf den Tool Labs, das eine lang respektierte Übereinkunft des Toolservers aushebelte, nach dem personalisierte Daten nur nach einem Opt-In aggregiert verfügbar gemacht werden.

Da derzeit die Wikimedia Foundation ihre Privacy Policy überarbeitet und bis zum 15. Januar um Beteiligung und Diskussion unter Talk:Privacy_policy bat, haben wir gebeten, aus der Community heraus ein Statement zu formulieren. Der hiermit vorgelegte Text wurde zu weiten Teilen von Benutzer:NordNordWest verfasst und von annähernd 120 Aktiven der Wikimedia-Projekte gezeichnet. Er repräsentiert die vielfach in der deutschsprachigen Community vorhandenen Bedenken und Sorgen und ist daher unseres Erachtens geeignet, die Diskussion um diese Themen zu bereichern. Wir danken allen Beteiligten herzlich.

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Dieser Weg wird kein leichter sein. Notizen aus dem Brüsseler November

Dimitar Dimitrov ist seit Juli 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Im Vereinsblog berichtet er in loser Folge von seinen Erfahrungen vor Ort.

Sisyphus (2008) door Gert Sennema, aan de Brink in Assen. Foto: Ronn, Copyleft via Wikimedia Commons

Die Grundlagen des Urheberrechts zu verändern ist kein Wochenendjob. Das hatte auch keiner erwartet. Und doch, die Anstrengung, die hier geleistet werden muss, geht viel weiter als jede klassische Lobbyingkampagne. Die Allerwenigsten (egal, ob nun EU-Beamte, Politiker oder Industrieakteure) kennen sich mit Fragestellungen im Bereich der Immaterialgüterrechte gut aus. Noch viel weniger davon begreifen auch nur im Ansatz die komplizierten Zusammenhänge aus Kultur-,Sozial- und Wirtschaftswandel, die in ihren Wechselwirkungen die Digitalisierung ausmachen. Praktisch niemand fühlt sich dazu berufen, eine auch nur im Ansatz kohärente Zukunftsvision entwickeln.

Na ja, nicht wirklich niemand. Wir Wikimedianer haben sie, die große Vision. Die Idee einer reichhaltigen Wissensallmende langfristig als Denkparadigma in der EU zu etablieren, dafür steht die Arbeit der Free Knowledge Advocacy Group. Um euch einen Eindruck zu geben, was dies auf ganz praktischer Ebene heißt, präsentiere ich nun ein Best-of unserer Aktivitäten aus dem letzten Monat:

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Rückblick “Diversity Conference 2013”: Vielfalt, ick hör Dir trapsen

Am 9. und 10. November lud Wikimedia Deutschland gemeinsam mit der Wikimedia Foundation, Wikimedia Nederland und WMUK zur Wikimedia Diversity Conference ein, der ersten Konferenz, die sich explizit mit dem Schwerpunkt “Vielfalt in den Wikimedia-Projekten” beschäftigte. In allen Chaptern der weltweiten Bewegung spielt das Thema in ganz unterschiedlichen Projekten eine große Rolle. Mehr als 80 Teilnehmende aus aller Welt (u.a. aus Südafrika, Usbekistan, Indien, China, Argentinien, den USA und dem näheren europäischen Umland) kamen auf dem GLS-Campus in Berlin zusammen, um gemeinsam zwei Tage lang über das Thema Diversität zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam konkrete Schritte zu überlegen, um die Vielfalt in den Wikimedia-Projekten weiter zu fördern.

Insgesamt fanden 26 Vorträge und Workshops statt, das Spektrum reichte dabei von Best-Practice-Beispielen über technische Entwicklungen zur Förderung von Diversität in anderen Open-Source-Projekten, Ideen für zukünftige Projekte und der gemeinsamen Entwicklung eines Entwurfes für eine klare Positionierung zum Thema Diversität. Ergänzt wurde diese Arbeit durch viele informelle Gespräche der Teilnehmenden, die die Zeit nutzten, um sich zu vernetzen, bereits bestehende Initiativen weiterzuentwickeln oder neue Initiativen zu planen.

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Das Affiliations Committee sucht neue Mitglieder

Das Affiliations Committee (AffCom) sucht neue Mitglieder! Hast du Lust, dich für eine Dauer von zwei Jahren in diesem internationalen Gremium zu engagieren? Dann nichts wie los: Der Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 05. Dezember 2013.

Das Affiliations Committee im Sommer 2013 (Foto: Victorgrigas, cc-by-sa 3.0)

Was ist das Affiliations Committee?

Ein Gremium, das aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht und Gruppen von Freiwilligen und Organisationen in Gründung hilft, sich zu organisieren und sich als offizielle Organisation durch die Wikimedia Foundation anerkennen zu lassen. Neben Chaptern begleitet das AffCom seit 2012 auch Thematische Organisationen und Nutzergruppen.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Die Tätigkeit im Affiliations Committee erfordert Freude an der Kommunikation mit Freiwilligen auf der ganzen Welt, Verhandlungsgeschick, kulturelle Sensibilität und die Fähigkeit, juristische Texte zu verstehen. Bei der Auswahl der Mitglieder legt das AffCom Wert auf eine ausgeglichene Vielfalt dieser Fähigkeiten.

Als ideale Kandidatin oder idealer Kandidat

  • hast du die Fähigkeit, Freiwilligengruppen den Rücken zu stärken und sie zu weiterem Engagement zu motivieren

  • hast du Lust, Bewerbungen anhand eines festen, teils bürokratischen Prozesses abzuarbeiten

  • bist du bereit, dich aktiv an Wikimedia-politischen Diskussionen zu Rollen, Modellen und der Zukunft von zugehörigen Organisationen einzubringen

  • bist du fünf Zeitstunden pro Woche verfügbar und kannst zusätzlich an der monatlichen, etwa zweistündigen Telefonkonferenz teilnehmen

  • kennst du dich gut in internationalen Wikimedia-Belangen aus

  • kannst du gut und verständlich auf englisch kommunizieren

  • magst du es, mit anderen Kulturen und in anderen Sprachen zusammen zu arbeiten und zu kommunizieren Weiterlesen »

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Wikimedia Diversity Conference 2013 – Vielfalt fördern!

In einigen Tagen ist es soweit:  Vom  9. bis 10. November 2013 findet in Berlin die „Wikimedia Diversity Conference“ statt. Im Fokus der internationalen Konferenz, zu der mehr als 70 Teilnehmende aus aller Welt erwartet werden, steht die Frage, wie Vielfalt in den Wikimedia-Projekten gefördert werden kann. WikipedianerInnen und WikimedianerInnen aus aller Welt werden sich dazu zwei Tage lang über ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam neue Ideen zur Förderung von Diversität in den Wikimedia-Projekten entwickeln. In insgesamt 21 Panels in Form von Präsentationen, Diskussionen und Workshops werden verschiedene Initiativen und Community-Projekte rund um das Thema Diversität vorgestellt und Best Practices diskutiert.

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Straffer und fokussierter: Der Jahresplan der Wikimedia Foundation 2013/14

Sue Gardner bei der Vorstellung des Jahresplans der Wikimedia Foundation 2013/14 (Niccolò Caranti, CC-BY-SA, via Wikimedia Commons)

Die Wikimedia Foundation hat Anfang Juli ihren Annual Plan 2013/14 (PDF) herausgegeben – das wichtigste Dokument, um die Arbeit der Stiftung zu verstehen und um nachvollziehen zu können, was im kommenden Geschäftsjahr ansteht. Aus diesem Plan lässt sich erkennen, was technisch und politisch auf alle Beteiligten im Wikimedia-Universum zukommt: Nicht nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Foundation, sondern auch für die Chapter und die Communities. Er beeinflusst damit direkt die Arbeit aller Wikimedi- und -pedianer.

Vier Prioritäten

Im Oktober 2012 beschloss das Board of Trustees, das aufsichtsführende Gremium der Wikimedia Foundation, eine neue Priorisierung (pdf, siehe auch die Meta-Seite für ausführlichere Informationen) für die Arbeit Stiftung: In Zukunft sollten ihre Aktivitäten auf die technische Unterstützung und Weiterentwicklung, sowie die internationalen Community-Förderungen beschränkt werden. Projekte außerhalb dieses Fokus sollten eingestellt oder zumindest stark heruntergefahren werden. Diese Veränderung wurde unter dem Titel „Narrowing Focus” (zu Deutsch etwa „Fokussierung” oder „Schwerpunktsetzung”) bekannt und wird in diesem Jahresplan erstmals deutlich erkennbar.

Die vier Kernprioritäten der Arbeit der Wikimedia Foundation für 2013/14 sind die Weiterentwicklung des VisualEditors, die Aktivitäten für Gewinnung neuer Autoren bzw. Förderung bereits aktiver Autoren (“Editor Engagement”), die Anpassung der Projektplattformen für die Nutzung mit mobilen Geräten (“Mobile”) sowie die internationalen Förderungen (“Grantmaking”).

Neuerungen im technischen Bereich

Im technischen Bereich zeigt die Stiftung weiterhin sehr starkes Engagement. Bisher sind die Aufgaben in der Abteilung “Product and Engineering” gebündelt. Um hier bessere Abläufe und Ergebnisse zu erhalten, wird die Abteilung in zwei eigenständige Bereiche aufgeteilt, die jeweils eigene Leitungen erhalten. Bisher wird die gesamte Abteilung vom Erik Möller geführt.

Als sehr wichtiges Projekt – sowohl technisch wie auch für die Projekt-Communities – sieht die Foundation die Weiterentwicklung des VisualEditors. Mithilfe dessen sollen vor allem viele neue Nutzerinnen und Nutzer an die Wikipedia herangeführt und motiviert werden, sich zu beteiligen. Die Entwicklung des VisualEditors soll zum Ende des Jahres abgeschlossen werden und die neue Oberfläche soll dann in allen Wikimedia-Projekten zum Einsatz kommen.

Doch dies wird nicht die letzte große technische Änderungen sein: Bis Mitte 2014 soll das neue Diskussionsseiten-System namens „Flow” eingeführt werden. Und bereits danach sollen weitere Änderungen kommen, die vage angedeutet werden: der VisualEditor soll erweitert werden, so dass kollaboratives Schreiben in Echtzeit möglich ist, vergleichbar mit der Nutzung eines Etherpad. Auch soll es projektinterne Chatfunktionen sowie eine Umgestaltung der Benutzerprofile geben. Weiterlesen »

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Tutoría III: Neues aus Buenos Aires

Vielleicht erinnert sich mancher noch daran: im März war ich als Freiwilliger für zwei Wochen nach Buenos Aires gefahren, um einen Erfahrungsaustausch zwischen Wikimedia Deutschland und Wikimedia Argentinien zu initiieren. Gemeinsam hatten Osmar Valdebenito, Geschäftsführer von WMAR, und ich 18 Handlungsempfehlungen erarbeitet, die dem Chapter zur Professionalisierung den Weg weisen können.

Osmar Valdebenito, Geschäftsführer von Wikimedia Argentinien (von Niccolò Caranti, CC-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Inzwischen sind gut fünf Monate seit meiner Abreise aus Buenos Aires vergangen. Zeit also zurückzublicken und zu schauen, was Wikimedia Argentinien in der Zwischenzeit gemacht hat. In einem langen Skype-Gespräch Mitte Juli und beim Treffen auf der Wikimania in Hongkong konnten Osmar und ich schauen, was seit März geschehen ist.

Osmar führte mir vor Augen, dass die alltägliche Aufgabenlast des Chapters derart hoch ist, dass kaum Zeit für darüber hinausgehende Aufgaben über bleibt. Zusätzlich seien die Anforderungen durch das Funds Dissemination Committee (FDC) nicht zu unterschätzen: die zahlreichen Berichte (Monats-, Quartals- und Jahresberichte) zu erstellen und die Maßgabe, zum 1. Oktober bereits den neuen Jahresplan für 2014 fertiggestellt zu haben, stellten das Chapter auf eine harte Probe. Auch fehle es an Zeit, all die spannenden, tollen und aufregenden Projekte, mit denen auch die Freiwilligen zu gewinnen seien, umzusetzen. Eine doch sehr nüchterne Einschätzung.

Doch zu meinen Handlungsempfehlungen: wir hatten gemeinsam 18 Empfehlungen aus drei Bereichen (Allgemeine Verwaltung & Strategie, Kommunikation und Freiwilligenarbeit) erarbeitet, jeweils in kurz- und mittel-/langfristige Maßnahme unterschieden.

Am weitesten vorangeschritten: Kommunikation

Wie ich bereits in meinem zweiten Blogbeitrag schrieb, stellte Wikimedia Argentinien kurz vor meiner Abreise eine zweite Mitarbeiterin ein: María Cruz übernahm in Teilzeit die Aufgaben einer Pressesprecherin und Kommunikationsbeauftragten (encargada de comunicaciones). Mithilfe von María konnte WMAR den eigenen Anspruch erfüllen, nun auch aktiv zu kommunizieren, beispielsweise zu laufenden und abgeschlossenen Projekten beständig Blogbeiträge zu veröffentlichen und damit über die eigene Arbeit zu informieren. Auch eine komplette Überarbeitung der Webseite war dringlich – diese konnte vor Anfang August veröffentlicht werden und genügt nun auch den Anforderungen an eine moderne Homepage. Inzwischen beschäftigt sich María mit der Entwicklung eines eigenen Corporate Designs und gleichzeitig mit der Frage, welche Informationsmaterialien für die Projektarbeit des Chapters benötigt werden. Auch eine Kontaktdatenbank von Journalisten ist derzeit im Entstehen. Osmar und ich konnten hier das Resumée ziehen: schon durchaus viel geschafft, aber es gibt noch immer genug zu tun!

Ernüchternde Umsetzungen

Im Bereich der Freiwilligenarbeit erklärte mir Osmar selbst, dass noch sehr viel zu tun sei. Von den Handlungsempfehlungen sind praktisch noch keine umgesetzt. Wieso? Wahrscheinlich deswegen, weil diese am meisten Kommunikation mit Freiwilligen erfordern. Im Bereich der Kommunikation selbt sind es dagegen Aufgaben, die vorrangig innerhalb der eigenen Geschäftsstelle erfüllt werden können.

Im Bereich der Verwaltung und Strategieentwicklung gibt es noch viel Entwicklungspotenzial. Einen gemeinsamen Google-Kalender für Vorstand und Mitarbeiter gibt es inzwischen. Es war angedacht, intern Projektfortschritte über ein Projektmanagementsystem (“Redmine”) festzuhalten, das bisher allerdings auf seine Einrichtung wartet. Auch eine Richtlinie für Interessenskonflikte – eine Anforderung seitens der Wikimedia Foundation – ist bisher nur im Anfangsstadium. Die Entwicklung eines Strategieplans bis 2016, der vielleicht wichtigste Teil, wurde – zu meinem Erstaunen – komplett gestrichen und das vor allem aus einem Grund: Zeitmangel. Wie auch bei Wikimedia Deutschland (und der Foundation und anderen vergleichbaren Organisationen) nimmt die Erstellung des Strategieplans extrem viel Zeit in Anspruch. Diese stand bisher einfach nicht zur Verfügung, so Osmar.

Danach war ich doch, ob der erreichten Fortschritte, sehr ernüchtert. Und fragte mich selbst: Hat meine Arbeit überhaupt etwas gebracht?

Oha: Teil der neuen Global South-Strategie

Asaf Bartov, Mitarbeiter der Wikimedia Foundation und Beauftragter für die Entwicklung der Wikimedia-Projekte im sog. Globalen Süden (von HPNadig, CC-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Die Wikimania in Hong Kong war dann doch mein Retter und Beweis für die Sinnhaftigkeit meines Projektchens. Seit Jahren ist die Foundation versucht, die Wikimedia-Projekte, allen voran Wikipedia, in den Ländern des Globalen Südens voranzubringen. Die Projekte in Brasilien und Indien waren bisher von geringem Erfolg gekrönt. Aus diesem Grunde präsentierte Asaf Bartov, Head of Global South Relationships der Foundation, eine „New Global South Strategy“ (pdf). Wichtigstes Element der neuen Strategie: die Foundation engagiert sich nur noch in Ländern mit bereits vorhandenen Strukturen oder zumindest starken Projekt-Communitys.

Zu einem dieser ausgewählten Länder gehört auch Argentinien, in der Präsentation erschienen sogar bereits erste Maßnahmen. Osmar erklärte, wie das Gespräch zwischen Asaf und Wikimedia Argentinien lief: die Frage war „Wie können wir euch unterstützen, abgesehen von finanziellen Zuwendungen?“. Daraufhin antwortete Wikimedia Argentinien mit eben diesen Handlungsempfehlungen, die wir gemeinsam erarbeitet hatten. So wird die Foundation beispielsweise unterstützenden Berater („facilitator”) für die Erarbeitung des Strategieprozesses bereitstellen, so dass auch diese Empfehlung verwirklicht werden kann.

Dieser kleine Erfolg zeigt mir, dass meine Mühe zumindest nicht ganz umsonst gewesen ist.

Fazit: Es wurde nicht so viel erreicht, wie ich mir gewünscht hätte. Aber: das argentinische Chapter hat einen aus meiner Sicht guten Weg eingeschlagen, um auch weitere Schritte der gemeinsam entwickelten Handlungsempfehlungen erfolgreich umzusetzen. :)

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